Bilger Stümple

1821 wurde das Bilger Stümple von Nepomuk Bilger im kleinen Bodensee-Städtchen Gottmadingen entwickelt. Als erste Brauerei im Süden füllten die Bilgers ihr Bier in kleine standfeste Flaschen, die sich unter dem Namen „Stümple“ bei Jung und Alt großer Beliebtheit erfreuten. Im Jahr 1968 wurde die Mehrheit der Brauereianteile an die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei KG in Donaueschingen verkauft und 1976 wurde die Produktion in Gottmadingen eingestellt. 2013 erinnerte sich Braumeister Daniel Haag an das Bilger Stümple und seitdem wird dieses Bier wieder gebraut.

Hell bernsteinfarben und dabei intensiv zeigt sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine leicht überdurchschnittliche Menge feinporiger Schaum, der sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Stümple wirklich was her.

Das Aroma kann mich wirklich überraschen. Dermaßen fruchtige Aromen erwarte ich bei einem Supermarktbier wirklich nicht. Düfte nach Ananas und Limonen steigen mir in die Nase, unterstützt durch würzige Noten.

Der Antrunk ist spritzig und frisch, wofür die sehr feinperlige Kohlensäure sorgt. Schnell schiebt sich der Hopfen in den Vordergrund und ich schmecke ein kräftiges Bitter. Dabei bleibt die Süße vorhanden, obwohl die Fruchtigkeit leicht in den Hintergrund tritt. Der Abgang wird durch ein freundliches Bitter dominiert, das mich an Grapefruitkerne denken lässt. Der Geschmack klingt noch sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Aromahopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Fürstlich Fürstenbergische Brauerei
Postplatz 1
78166 Donaueschingen
www.fuerstenberg.de

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