Die Nachricht vom Ende der Bergbräu in Uslar schien eigentlich bereits festzustehen. Nach 158 Jahren sollte die Brauerei Ende September ihren Betrieb einstellen. Jetzt gibt es allerdings doch noch einen kleinen Hoffnungsschimmer: Ein bislang nicht genannter Interessent prüft die Übernahme der Bierproduktion und der Marke Bergbräu.
Bekannt wurde das beim Genussscheintag der Brauerei am vergangenen Freitag. Thomas Koch, Assistent der Geschäftsleitung, bestätigte, dass sich der Interessent seit rund zwei Wochen mit einer möglichen Übernahme beschäftigt. Noch sei das allerdings „Zukunftsmusik“. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung dürfte die Prüfung weitere vier Wochen dauern.
Wer hinter dem Übernahmeinteressenten steckt, bleibt vorerst geheim. Koch verwies auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Auch über mögliche konkrete Pläne für den Standort in Uslar lässt sich deshalb derzeit noch nichts sagen.
Die Bergbräu bereitet sich unterdessen weiterhin auf die bereits angekündigte Liquidation vor. Die Produktion soll Ende September auslaufen. Auch der Vertrieb wird nach Angaben der Geschäftsleitung weiter zurückgefahren. Leergut wird noch bis zum 30. Oktober angenommen, im November und Dezember soll es darüber hinaus jeweils zweimal im Monat eine Möglichkeit zur Rückgabe geben.
Damit ist die Zukunft der Uslarer Brauerei weiterhin offen. Der neue Interessent könnte die Geschichte nach der bereits angekündigten Schließung noch einmal völlig verändern – sicher ist das allerdings noch lange nicht. Für die Bergbräu gibt es damit zumindest wieder einen Grund, die Daumen zu drücken. Mehr lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht sagen.