Lupulus Hopera

Die Brauerei „Les 3 Fourquets“ wurde 2004 gegründet, ursprünglich, um das benachbarte Bistro mit Malzgetränken in Fässern zu versorgen, entschied sich aber drei Jahre später, ein neues Bier in Champagnerflaschen, aber auch in Fässern zu kreieren.

Die Brauer wollten ein Bier entwerfen, das mit Respekt vor der belgischen Biertradition gebraut wurde, allerdings mit einzigartigen und neuen Duft- und Geschmacksnuancen in modernen Anlagen. Das außergewöhnliche Umfeld, in dem die Brauerei ihre Aktivitäten entfaltete, konnte diese „Gerstenformer“ nur inspirieren. Die Brauerei befindet sich in der Einfriedung eines prächtigen Bauernhauses aus dem 18. Jahrhundert, das Teil des Erbes der belgischen Ardennen ist und in einer grünen Umgebung liegt, die von einem Strom aus reinem und frischem Wasser umgeben ist.

Zu einer Zeit, als selbst unsere Vorfahren noch keine gesehen hatten, bewohnten die Wölfe die ruhigen und rauen Gebiete dieser wunderschönen Ardennen. Man sagt, dass diese Rudel aus Slowenien stammten, wo die besten Hopfen der Welt angebaut werden. Ob das stimmt oder nicht dürfte wohl niemals festgestellt werden. Aber auf jeden Fall gaben sie dem Bier seinen Namen: Lupulus.

Mittlerweile gibt es acht Biere mit dem Namen Lupulus und jetzt steht das Lupulus Hopera vor mir. Der Stil dieses Bieres wird von den Brauern Hoppy Pale Ale genannt. Daher erwarte ich hier ein Bier mit deutlichen Hopfennoten, das aber nicht so intensiv gehopft ist wie ein India Pale Ale. Mal sehen, ob das Bier seiner Beschreibung entspricht.

Sehr schön golden und leicht hefetrüb ist das Lupulus Hopera mit einer durchschnittlich voluminösen Krone aus feinporigem Schaum, der aber leider bis auf einen kleinen Rest recht flott in sich zusammenfällt.

Ja, das Bier ist gut gehopft und das nicht nur von der Menge des Hopfens aus betrachtet, sondern auch von der Auswahl der Hopfensorten her. Ich rieche Grapefruit, Ananas und Vanille. Das Aroma ist schon mal vielversprechend.

Der Antrunk überrascht, denn er ist recht trocken. Da passt es dann auch, dass das Lupulus Hopera recht wenig Kohlensäure enthält. Bei aller Trockenheit ist das Bier von Anfang an fruchtig. Der Geschmack von Zitrusfrüchten sowie ein kräftiges und dabei freundliches Bitter stehen im Vordergrund. Das Bier ist vollmundig, süffig und rund, dabei aber auch frisch. Der Abgang ist erstaunlich mild und er klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Zucker, Hefe

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Brasserie Les 3 Fourquets
Courtil 50
6671 Gouvy
Belgien
www.lupulus.be

Ähnliche Beiträge

  • |

    ÜberQuell – Franzbrewtchen

    Das Franzbrötchen ist eine Spezialität aus Hamburg. Es wird aus süßem Plunderteig gebacken mit Schichten aus Zimt und Zucker. Es gibt auch viele andere Variationen des Franzbrötchens, aber das Original ist halt mit Zimt und Zucker. Auch wenn sich das Franzbrötchen vor einiger Zeit angeschickt hat, die anderen Gegenden Deutschlands zu erobern, habe ich noch…

  • Spaten – Oktoberfestbier

    Das Oktoberfest in München steht mal wieder vor der Tür und so ist es auch für mich an der Zeit, mal wieder ein Oktoberfestbier zu verkosten. Allerdings muss ich zugeben, dass ich gegenüber dem Oktoberfest so meine Vorurteile habe. Ich war bereits mehrfach während der Oktoberfestzeit in München, habe die Wiesn aber immer gemieden. Oktoberfest…

  • |

    Weiherer Rauchbock

    Bier verbindet. Rauchbier noch mehr. Deshalb haben sich der brasilianische Craft Brewer Alexandre Bazzo und Braumeister Roland Kundmüller erstmals 2014 zusammengetan und einen Rauchbock gebraut. Rauchig wärmend und mit Hopfen aus dem eigenen Garten war er. Dieses Ergebnis ist ein Zeichen ihrer Freundschaft und ein Genuss, den beide lieben. Der Rauchbock wird auch weiterhin saisonal…

  • Flensburger – Dark Amber

    Bereits seit 1888 braut die heute noch inhabergeführte Flensburger Brauerei Biere und hält sich dabei natürlich an das deutsche Reinheitsgebot. Heute zählt die unabhängige und nördlichste Brauerei Deutschlands zu einer der weltweit erfolgreichsten Anbieter im Segment der Bügelverschlussflaschen. Teil des Erfolgs ist wohl auch das typische „Plop“ bei ersten Öffnen der Flasche. Lange Zeit kam…

  • De Dolle Brouwers – Boskeun

    Boskeun ist ein Wort aus dem saftigen westflämischen Dialekt. Es bedeutet Waldkaninchen. Den Dolle Brouwers zufolge ist der Name auch der Spitzname von Dr. Jo Herteleer, der ihn nach einer Schlägerei mit seinem Bruder Kris Herteleer erhalten haben soll. Die Verletzung an seiner Oberlippe erinnerte ein wenig an eine Hasenscharte, und so bekam er den…

  • Einbecker – Mai-Ur-Bock

    Nun teste ich wieder einmal ein Bier aus dem Süden Niedersachsens – den Urahnen der saisonalen Biere im Frühjahr, Einbecker Mai-Ur-Bock genannt. Es kommt wie alle Biere aus Einbeck in der unverwechselbaren grünen Flasche. Aber ich will hier keine Modenschau für Bierflaschen veranstalten, sondern es kommt auf deren innere Werte an. Schenken wir uns also…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.