17. 11. – 18. 11. 2017: 3. Mainzer CraftBeerMesse

Die dritte Mainzer CraftBeerMesse (CBM) geht am 17. und 18. November in der Halle 45 an den Start. Rund 300 verschiedene Bierkreationen können die Besucher an den beiden Messetagen jeweils von 14 bis 22 Uhr bei über 50 Ausstellern verkosten, bewerten und auch gleich mit nach Hause nehmen.

Der Bierabsatz in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Gleichzeitig verbuchen kleine, kreative Brauereien jedoch Wachstumsraten bis in den zweistelligen Bereich und das hat einen Grund. Wie in vielen anderen Bereichen legt der Konsument auch beim Bier immer größeren Wert auf Qualität, Regionalität und Individualität. Genau dort setzt die Mainzer CraftBeerMesse an. Jeder kennt die großen Biermarken aus dem Fernsehen, die wenn man mal ehrlich ist, sich im Geschmack doch zumindest sehr ähnlich sind. Doch jenseits dieser Massenbiere wächst die sogenannte Craftbier- oder auch Kreativbierszene. Junge Brauereien bringen Biere auf den Markt, die verschiedenste Geschmäcker bedienen. Von bitter über sauer bis hin zu schokoladig süß sind der Geschmacksvielfalt beim Brauen eigentlich keine Grenzen gesetzt und dies größtenteils auch innerhalb der Vorgaben des deutschen Reinheitsgebots. In diesem Jahr sind gerade traditionelle Stile wie Pils oder Helles im Trend – jedoch mit einer Geschmacksintensität, wie man sie im typischen Supermarktregal nur selten findet.

Aber auch Freunde von ausgefallenen Bierstilen werden auf der CBM fündig. Ob belgische Sauerbiere, die mehrere Monate in Holzfässern gelagert wurden oder fast vergessene, historische Sorten werden angeboten. Beim Steinbier beispielsweise werden während des Brauvorgangs stark erhitzte Steine in den Braukessel gegeben. Dadurch karamellisiert der in der Bierwürze vorhandene Zucker, was für einen weichen, leicht-süßlichen Geschmack im fertigen Bier sorgt. Diese Technik stammt aus Zeiten, als man noch in Holzbottichen braute, die man natürlich nicht mit offenem Feuer beheizen konnte. Zu finden ist diese Spezialität am Stand von „Hohmanns Braumeister Edition“ aus Fulda.

Ganz und gar nicht traditionell geht es bei den Newcomern von „Sudden Death Brewing“ zu. Im letzten Jahr noch Teilnehmer am Mainzer Hobbybrauerwettbewerb, haben die beiden Eishockeyfans vom Timmendorfer Strand den Sprung in die Professionalität gewagt und sind diesmal mit einem eigenen Stand auf der Messe vertreten. Dort werden Sie unter anderem ihr neuestes Werk „Steven Seagul“ vorstellen. Ein fruchtiges IPA (India Pale Ale) und damit ein Vertreter des wohl bedeutendsten Bierstils der CraftbierBewegung.

Gewonnen hatte beim Hobbybrauerwettbewerb jedoch ein anderer. Heiko Müller aus Reichelsheim hatte im letzten Jahr mit seinem „Needle Juice“, einem Pale Ale gebraut mit Fichtenspitzen, die Jury überzeugt. Am Stand der Mainzer Brauerei KUEHN KUNZ ROSEN, die das Bier exklusiv für die Messe zusammen mit dem Hobbybrauer nachgebraut hat, wird der Wettbewerbssieger das Gewinnerbier ausschenken und alle Fragen rund um seine Kreation beantworten. Die Brauerei spendet den gesamten Gewinn aus dem Verkauf des Bieres an den Verein „Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.“, der sich um die Gesundheitsversorgung sozial benachteiligter Menschen kümmert.

Neben den Brauereien aus ganz Deutschland werden auch einige CraftbierHändler vertreten sein, an deren Ständen Bier aus anderen Ländern im Vordergrund steht. So werden zum Beispiel Spezialitäten aus England, Schottland, Italien, Schweden oder Hawaii angeboten.

Wer selbst einmal zu Hause Bier brauen möchte, ist beim angeschlossenen Hobbybrauermarkt genau richtig. Dort gibt es für jeden Interessierten das passende Equipment. Die Bandreite reicht dabei vom kleinen Kochtopf für die heimische Herdplatte bis zur vollautomatischen Hobbybrauanlage. Daneben zeigen erfahrene Hobbybrauer, wie man mit den verschiedenen Anlagen umgeht, indem sie vor Ort Bier brauen und alle Fragen der Besucher beantworten. Dass das Heimbrauen ein immer beliebteres Hobby wird, zeigt der Teilnehmerrekord am Hobbybrauerwettbewerb. In diesem Jahr wurden 60 Biere zum Thema „Helles Winterbier“ angemeldet. Das Gewinnerbier kann dann wiederum auf der nächsten CraftBeerMesse probiert werden. Tipps und Tricks rund ums Hobbybrauen gibt es bei täglichen Vorträgen, in denen es in diesem Jahr um die Automatisierung der Heimbrauanlage und um die Veredelung von Spezialbieren geht.

Die Verkostung der angebotenen Biere läuft nach dem mittlerweile bewährten System ab: Jeder Besucher erhält ein professionelles Verkostungsglas (5,- € Pfand), mit dem er 0,1-Liter-Proben an den Bierständen verkosten kann. Bezahlt werden die Bierproben mit Bier-Coins, die zum Preis von je 0,50 € direkt in der Halle erhältlich sind. Die Preise für die Proben sind dabei abhängig von der Biersorte. Die Probiergläser können jederzeit beim Gläserservice umgetauscht oder an einer der Spülstationen in der Halle ausgespült werden. An jedem Stand gibt es zudem kostenlos Mineralwasser zur Neutralisation. Im Messe Guide sind alle Biere aufgezählt mit Platz für Verkostungsnotizen, anhand derer die Besucher ihre neuen Lieblingsbiere im Messeshop direkt für zu Hause auswählen können.

Wer sein Bier nicht direkt mitnehmen möchte, nutzt das Abhollager. Dort können die im Messeshop gekauften Biere auch noch am Folgetag mit dem PKW abgeholt werden. Ein sinnvoller Service, da sich der Besuch der Messe mit den öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt. Die Eintrittskarte zur CBM gilt auch als Fahrkarte. Der Gültigkeitsbereich umfasst Mainz/Wiesbaden sowie ganz Rheinhessen und das Naheland.

Der Eintritt zur CraftBeerMesse kostet 12 Euro, das 2-Tages-Ticket gibt es für 20 Euro. Im Kartenpreis enthalten ist bereits die Fahrkarte für die Hin- und Rückfahrt im Tarifgebiet 65 (Mainz/Wiesbaden) des Rhein-MainVerkehrsverbunds und im gesamten Tarifgebiet des Rhein-Nahe Nahverkehrsverbunds (RNN).

Öffnungszeiten der Mainzer CraftBeerMesse: Freitag, 17. und Samstag 18. November, 14 – 22 Uhr.

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