Internationaler Hopfenbaukongress bringt Fachleute aus aller Welt nach Deutschland
Rund 150 Vertreter des internationalen Hopfenbaus sind Ende Juli zum 60. Internationalen Hopfenbaukongress nach Deutschland gekommen. Im Mittelpunkt des dreitägigen Treffens in der Hallertau standen die schwierige Marktlage, die Folgen des Klimawandels und die zunehmenden Herausforderungen beim Pflanzenschutz. Ein Teil der Teilnehmer besuchte anschließend das Anbaugebiet rund um Tettnang.
Der Internationale Hopfenbaukongress findet alle zwei Jahre in einem anderen Land statt. Die diesjährige Veranstaltung wurde von den deutschen Hopfenpflanzern organisiert. Teilnehmer aus zahlreichen Ländern mit eigenem Hopfenanbau kamen dafür in Ingolstadt zusammen.
Bei Konferenzen und Arbeitstreffen tauschten sie sich über die wirtschaftliche Situation und die Anbaumethoden in ihren jeweiligen Ländern aus. Ergänzt wurde das Programm durch Exkursionen zu Forschungsinstituten, Verarbeitungsbetrieben und landwirtschaftlichen Hopfenbaubetrieben in der Hallertau.
Zu den wichtigsten Themen gehörte die Krise auf dem internationalen Hopfenmarkt. Nach Angaben der Veranstalter treffen derzeit eine Überproduktion und ein sinkender Hopfenbedarf aufeinander. Auch die Anpassung des Anbaus an den Klimawandel beschäftigte die Teilnehmer. Als zentrale Maßnahmen wurden die Züchtung widerstandsfähiger Sorten und eine verbesserte Bewässerung genannt.
Weitere Beratungen befassten sich mit den wachsenden Schwierigkeiten beim Pflanzenschutz sowie mit den Bedingungen für den weltweiten Handel mit Hopfen. Neben den fachlichen Gesprächen sollte der Kongress auch die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den verschiedenen Anbauregionen stärken.
Nach Abschluss des Hauptkongresses in der Hallertau reiste ein Teil der Teilnehmer weiter nach Tettnang. Dort informierten sie sich über die Besonderheiten des Hopfenanbaus am Bodensee.
Adi Schapfl übernimmt Führung des Weltverbandes
Im Rahmen des Kongresses wurde zudem die Führung des Internationalen Hopfenbaubüros neu bestimmt. Der bisherige Präsident Leslie Roy aus den USA trat nach 13 Jahren im Amt nicht erneut für eine weitere vierjährige Amtszeit an. Zu seinem Nachfolger wurde Adi Schapfl gewählt. Der amtierende Präsident der deutschen Hopfenpflanzer übernimmt damit künftig auch die Leitung des internationalen Verbandes.
Der nächste Internationale Hopfenbaukongress soll 2028 in den USA stattfinden. Für die amerikanischen Gastgeber beginnen nun die Vorbereitungen.