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Schneider Weisse Aventinus Vintage

Im November hat die Kelheimer Weissbierbrauerei in ihrem Keller gestöbert und dabei einen ganz besonderen Schatz ausgegraben: Aventinus Vintage (Jahrgang 2012). Drei Jahre reifte TAP6 Unser Aventinus, der nach Angaben der Brauerei älteste Weizendoppelbock der Welt, im historischen Felsenkeller. Ende des letzten Jahrhunderts entdeckte Georg V. Schneider, welch wunderbares Potenzial der Aventinus besitzt und wie er sich durch Lagerung im Aromaprofil noch weiter entfaltet. Ausgezeichnet durch seine perfekte Balance aus fruchtigen und süßlich-malzigen Noten entwickelt der Aventinus während Lagerung weiche Aromen und einen noch kraftvolleren Körper. Erhältlich ist der gereifte Weizendoppelbock ab sofort im ausgewählten Getränkefachhandel und in Onlineshops.

Schneider Weisse ist außerhalb von Bayern eigentlich nur für sein Weißbier bekannt, für das auch reichlich Werbung geschaltet wird. Aber die Brauerei kann noch mehr. Neben den sieben unterschiedlichen Hauptspezialitäten tüfteln Braumeister Hans-Peter Drexler und Brauereichef Georg VI. Schneider regelmäßig an neuen Besonderheiten und Überraschungen. Das Aventinus Vintage (Jahrgang 2012) wurde bereits vielfach international ausgezeichnet und soll durch die lange Lagerung noch eine Steigerung erfahren haben. Die Brauerei beschreibt diese Spezialität wie folgt: „Er überzeugt mit einer perfekten Balance aus fruchtigen Aromen von Banane, Nelke sowie Vanille und schokoladenartigen Noten. ‚Durch die Lagerung von drei Jahren oder länger bringt unser Aventinus zusätzliche sehr weiche Aromen hervor. Definitiv ein Bier mit kraftvollem Körper, das nach einem ausgezeichneten Abendessen aus dem Cognac-Schwenker genossen werden sollte‘, erklärt Hans-Peter Drexler die Rarität aus dem Felsenkeller.

„Die Idee den Aventinus einzulagern, kam durch den ersten Besuch unseres amerikanischen Importeurs im Jahr 1999. Mein Vater Georg V. Schneider wollte ihm etwas Besonderes bieten und öffnete eine gelagerte Flasche Aventinus. Die Begeisterung des Gastes aus Übersee war so groß, dass er das Bier sofort kaufen wollte. Da wir bereits vorher schon die ersten Erkenntnisse hatten, nach welcher Zeit das Weizenstarkbier die idealen Lageraromen entwickelt hat, konnten wir ihn bereits nach kurzer Zeit mit dem ersten Edition Aventinus Vintage glücklich machen“, erklärt Georg VI. Schneider die Entstehung.

Die Pressemitteilung der Brauerei macht mich wirklich neugierig; leider ist es mir bislang aber noch nicht gelungen, dieses Bier hier im Ruhrpott zu finden. Aber ich bleibe dran und werde weitersuchen und wenn die Suche Erfolg hatte, werde ich meine Eindrücke hier veröffentlichen – versprochen ist versprochen. Hier aber schon mal einige Zahlen, die die Brauerei veröffentlicht hat:

Aromaprofil
Schneider Weisse Aventinus Vintage 2012
Hopfen Hallertauer Tradition, Magnum
 
Malz 50 % Weizenmalz, 50 % Gerstenmalz aus regionalem Anbau
IBU 16
Kohlensäure 7 g/l
Alkohol 8,2 Vol.-%
Stammwürze
Gebinde
18,5 %
0,5 l Mehrweg
vVertrieb Exportländer
Deutschland:

– Schneider Bräuhäuser München

– Schneider Bräuhaus Kelheim

– Spezialisierte Handelsmärkte und
Gastronomieobjekte

– Weitere Onlineshops

Aromaprofil

Vielfach international ausgezeichnet hat TAP6 Unser Aventinus nach dreijähriger oder noch längerer Lagerung gezeigt, welch wunderbares Potenzial dieses Starkbier besitzt: Während der Reifung entwickelt es weiche Aromen. Definitiv ein Bier mit kraftvollem Körper, das nach einem ausgezeichneten Abendessen als Digestif aus dem Cognac-Schwenker genossen werden sollte – wobei es nicht so spritzig ist wie junger Aventinus. Ebenso ein wunderbares Pendant zu Mousse au chocolat und Crème brûlée.

 Die BerlinBeerAcademy schreibt zu diesem ungewöhnlichen Bier: „Eine aromatische Wonne. Braun mit orangen Reflexen und kleiner beigefarbener Schaumkrone. Das edle Bier verströmt betörende Aromen von Portwein, Vanille, Backpflaumen und einem Hauch Nelke. Der Antrunk ist seidig-sanft und geschmeidig. Vanille und Aprikosenpüree werden von warmen Holznoten begleitet. Wärmende Wohligkeit breitet sich aus, wie wenn sich alte Freunde wieder treffen.“ Es lohnt sich also, dieses Bier einmal zu verkosten.

Brauerei Härle: Hauptsacheverfahren ab 22. Januar

Erinnern Sie sich noch? Im Sommer hatte der „Verband Sozialer Wettbewerb“ die kleine Brauerei Härle abgemahnt, da sie einige ihrer Biere mit dem Begriff „bekömmlich“ beworben hatte. Das Landgericht Ravensburg hatte im Eilverfahren die Abmahnung für rechtens erklärt und war der Meinung, dass das Wort „bekömmlich“ eine gesundheitsbezogene Aussage sei. Gegen dieses Urteil, das nicht nur bei mir auf Unverständnis gestoßen ist, hat die kleine Brauerei aus Leutkirch Berufung eingelegt. Nun hat das Gericht die Eröffnung des Hauptsacheverfahrens auf den 22. Januar gelegt. Es bleibt der Brauerei nur zu wünschen, dass nicht erneut Richter Göller zu entscheiden hat, der bereits im Sommer gegen die Brauerei entschieden hat.

3. – 5. Juni 2016: Hallertauer Bierfestival in Attenkirchen

Bierfeste kennen wir meist aus Großstädten – aus Hamburg, Berlin, München und sogar Bochum. Dass aber auch kleine Orte und Städte in der Lage sind, ein großes Bierfest auf die Beine zu stellen beweist die kleine Gemeinde Attenkirchen aus dem Hallertau. Anfang Juni werden wieder Bierliebhaber aus der gesamten Region in den Ort mit lediglich 2.600 Einwohnern pilgern, um viele Bierspezialitäten zu verkosten. Im letzten Jahr kamen bereits 20.000 Besucher.

Im Premierenjahr 2010 stellten die Brauer der Region noch etwa 50 verschiedene Biere vor, im letzten Jahr hatte sich die Zahl der Biere bereits verdoppelt. Inzwischen haben sich auch verschiedene Mikro-Brauereien mit ihren Craft-Bieren in Attenkirchen eingefunden, die ihre Biere auch selbst ausschenken.

Attraktiv ist nicht nur die Bierauswahl, sondern auch der Eintrittspreis – es gibt schlicht keinen. Der Eintritt ist kostenfrei und auch die Bierpreise sind mit zwei Euro für 0,25 Liter mehr als moderat. Dazu kommt noch das Rahmenprogramm: ein Kunsthandwerkermarkt ist genauso vorhanden wie ein Musikprogramm. Selbstverständlich darf auch eine Kinderbetreuung nicht fehlen.

Der Erlös der dreitägigen Veranstaltung kommt den örtlichen Vereinen zu Gute, die mit ehrenamtlichen Helfern dieses Festival ausrichten. Ich finde, diese Veranstaltung sollte Schule machen.

26. – 28. 2. 2016: Braukunst Live – Internationales Festival der feinen Biere in München

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die deutsche Craft-Beer-Szene im MVG Museum in München trifft. Aber auch die Brauer aus dem Ausland sind auf diese Messe aufmerksam geworden, so dass wir uns auf eine umfassende Biermesse freuen dürfen. Karten zum Preis ab EUR 22,50 gibt es unter http://www.braukunst-live.com/tickets/#regdl=braukunst-live-in-munchen. Nun ist es ja sicherlich sinnvoll zu so einem Event nicht mit dem eigenen Auto zu fahren, sondern die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Das haben sich auch die Veranstalter der Braukunst Live gesagt und einen Busshuttle von und zur U-Bahn-Station Giesinger Bahnhof organisiert.

Doppelbock-Gelee

Heute teste ich mal wieder etwas Süßes, ein Doppelbock-Gelee aus der kleinsten Brauerei Deutschlands. Gekauft habe ich dieses Gelee auf dem Hauptmarkt in Nürnberg, wo der Brauer, der alleine arbeitet, seine Produkte den Konsumenten direkt anbietet.
Die Farbe stammt vom Bier, wurden keinerlei Farbstoffe zugesetzt. Der Duft wird hauptsächlich durch das Malz bestimmt, allerdings ahnt bereits die Nase, dass es sich um ein recht süßes Produkt handelt. Aber das ist für ein Gelee weder ungewöhnlich noch ist es ein Fehler. Der Geschmack bestätigt, was die Nase bereits ankündigte: das Gelee ist wirklich sehr süß. Auch wenn das Herbe des Bieres deutlich durchkommt, wäre dieses Gelee vermutlich mit etwas weniger Zucker noch schmackhafter. Aber das ist eine Frage der persönlichen Vorlieben.
Wenn Sie einmal auf den Hauptmarkt von Nürnberg kommen, sollten Sie nicht versäumen, sich ein Glas dieses Produkts mitzunehmen. Es lohnt sich.
Zutaten:
Doppelbock
Gelierzucker (Zucker, Zitronensäure, Pektin)
Hersteller:
Red Castle Brew
90562 Heroldsberg

Update vom 2. März 2017: Die Website der Brauerei ist leider nicht mehr erreichbar. Vermutlich gibt es die Brauerei nicht mehr.

Genuss auf dem Oktoberfest? Das geht gar nicht

Zumindest wenn es nach Michael Möller geht, Chef der Hofbäu-Brauerei in München. Zumindest hat er sich dagegen ausgesprochen, dass auch Craft-Bier-Brauereien auf dem Oktoberfest in München vertreten sein dürfen. Gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“ sagte er: „Bei diesen Bieren geht es um Genuss und nicht um Menge“, sagte Möller. „Das hat auf der Wiesn nichts verloren.“

Auch wenn ich ebenfalls das Vorurteil habe, dass Craft-Bier und Massenbesäufnisse nicht zusammenpassen – weshalb ist Herr Möller so vehement dagegen, dass die kleinen Brauereien es versuchen, ihr Angebot einem breiten Publikum vorzustellen? Vermutlich hat er einfach Angst vor einer kommenden Konkurrenz. Aber, sehr geehrter Herr Möller, ich weiß aus eigener Lebenserfahrung, dass sich auch Feste weiterentwickeln können, um nicht irgendwann vor dem Aus zu stehen (auch wenn ich das für das Oktoberfest weder kurz- noch mittelfristig sehe). Und ein weiteres Vorurteil von mir ist, dass Bewegung selbst in Bayern möglich ist.

Auf dem Oktoberfest werden in diesem Jahr etwa sechs Millionen Besucher erwartet, von denen erwartet wird, dass sie in den 16 Tagen des Festes sieben Millionen Liter Bier konsumieren. Der Liter soll in diesem Jahr zwischen € 10,10 und € 10,40 kosten. Ausgeschenkt werden ausschließlich Biere der alteingesessenen Münchner Brauereien, auch gegen neue Brauereien aus München auf der Wiesn wehren sich die traditionellen Wirte.

So bleibt nur eine recht geringe Auswahl. Augustiner gibt es sowohl in der gleichnamigen Festhalle als auch in der Fischer-Vroni. Das Hacker-Pschorr können Sie im Hacker-Festzelt sowie im Pschorr-Bräurosl. Wenn Sie lieber ein Paulaner konsumieren wollen, kommen Sie im Armbrustschützenzelt, im Winzerer Fähndl sowie in Käfers Wiesn Schänke auf Ihre Kosten. Löwenbräu finden Sie im Schützen-Festzelt und selbstverständlich in der Löwenbräu-Festhalle. Letztendlich können Sie Ihren Durst noch mit einem Spaten-Franziskaner löschen wenn Sie den Schottenhamel, den Marstall oder die Ochsenbraterei ansteuern.

Im kulinarischen Terrain ist die Wiesn nicht so stur wie beim Bier. Die Veranstaltung ist zwar in erster Linie für Haxn, Brezn und Hendl bekannt, aber die Speisekarte wurde in den letzten Jahren doch etwas erweitert, so dass selbst für Veganer etwas zu finden ist. Außerdem gibt es Weißwurst-Leberkäs, als Blume geformte Zuckerwatte und als Highlight für Diabetiker werden mit Birkenzucker gebrannte Cashew- und Macadamia-Nüsse angeboten.

Bekömmliches Bier? Das geht gar nicht

Zumindest nicht nach der Meinung des Richters Harald Göller am Landgericht Ravensburg. Geklagt hatte der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) gegen die Brauerei Clemens Härle aus dem baden-württembergischen Leutkirch. Die regionale Brauerei hatte auf ihrer Internetseite drei ihrer Biere mit dem Adjektiv „bekömmlich“ beworben. Deshalb hatte der VSW die Brauerei abgemahnt. Das Unternehmen argumentierte, dass es sich dabei um eine Angabe handele, die eine Verbesserung des Gesundheitszustands verspreche. Gegen diese Abmahnung hatte sich Gottfried Härle, Geschäftsführer der Brauerei, gewehrt.

Nun verbietet das EU-Recht die Werbung mit gesundheitsfördernden Eigenschaften für Getränke, die mehr als 1,2 Volumenprozente Alkohol enthalten. Deshalb wurde auch vor drei Jahren der Winzergenossenschaft Deutsches Weintor durch den Europäischen Gerichtshof untersagt, ihren Wein mit Umschreibungen wie „bekömmlich“ oder „sanfte Säure“ zu bewerben. Dass Bier etwas anderes ist als Wein, dürfte unbestritten sein. Die Frage ist doch wohl, beim Bier das Attribut „bekömmlich“ wirklich eine gesundheitsfördernde Wirkung umschreibt.

Nach meinem Gefühl nicht. Für mich bedeutet der Begriff bekömmlich lediglich, dass ich mich nach dem Genuss nicht schlechter fühle als vorher. Da dies aber nur mein persönliches Verständnis dieses Wortes ist, will ich mal online nachsehen, ob ich dieses Wort eventuell einfach falsch verstehe. Wikipedia hilft nicht weiter, dort ist „Bekömmlichkeit“ oder „bekömmlich“ nicht definiert. Aber der Duden hilft weiter. Dort wird die Herkunft dieses Wortes aus dem Mittelhochdeutschen „bekom(en)lich = passend, bequem“ erklärt. Auch hier wird keine gesundheitsfördernde Bedeutung angegeben. Als Synonym für „bekömmlich“ wird „verträglich“ genannt. Auch Anwendungsbeispiele für „bekömmlich“ werden genannt: „ein leicht bekömmliches oder leichtbekömmliches Essen; aber nur ein leichter bekömmliches, ein besonders leicht bekömmliches Essen“. Ist der Konsument nach einem leicht bekömmlichen Essen gesünder als vorher? Eventuell, aber das ist laut Duden nicht zwingend erforderlich.

Weshalb das Urteil so gesprochen wurde wie es nun veröffentlicht wurde ist mir nicht verständlich. In meinen Augen ist das ein krasses Fehlurteil. Aber wie heißt es nicht so schön? Vor Gericht und auf hoher See sind wir alle in Gottes Hand. Nach Informationen der „Welt kompakt“ überlegt die Brauerei nun, weitere rechtliche Schritte zu unternehmen. Ich hoffe, dass sie beim nächsten Gericht mehr Erfolg hat.

Darf Bier bekömmlich sein?

Diese Frage können wir wohl ohne Wenn und Aber mit Ja beantworten. Weshalb schreibe ich das jetzt? Die kleine Brauerei Clemens Härle aus Leutkirch (Kreis Ravensburg) im Allgäu hat eine Abmahnung von einem „Verband Sozialer Wettbewerb“ (VSW) erhalten. Der Grund? Clemens Härle hat drei seiner Biere mit dem Begriff bekömmlich beworben. Der VSW beruft sich auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) aus dem Jahr 2012, in dem festgestellt wurde, dass Winzer nicht mit Werbeslogans wie „bekömmlich“, „sanfte Säure“ oder „Edition Mild“ für ihren Wein werben dürfen.

Das EU-Recht verbietet aber für Getränke mit mehr als 1,2 Prozent Alkohol Angaben, die eine Verbesserung des Gesundheitszustands suggerieren. Dieses Urteil will der VSW jetzt eins-zu-eins auf Bier angewendet wissen. Dabei wird ausgeblendet, dass Bier etwas anderes ist als Wein und auch eine andere Zusammensetzung hat. Während nach dem Verzehr eines schlechten Weines durchaus Sodbrennen aufkommen kann, ist mir das bei Bier noch nicht passiert. Zumindest passiert das nicht, solange der Konsument das Bier nicht im Übermaß trinkt. Das Attribut „bekömmlich“ ist bei Bier wohl eher als Selbstverständlichkeit zu verstehen. Und diese Selbstverständlichkeit soll nicht erwähnt werden dürfen?

Trotzdem beruft sich der VSW auf dieses Urteil. Die Badische Zeitung zitiert die Geschäftsführerin des VSW, Angelika Lange: „Auf dieser Grundlage haben wir die Abmahnung ausgesprochen“. Aber was ist der WSV überhaupt? Ich habe mir einmal die Website dieses Verbandes angesehen. Einziger Zweck dieser Vereinigung scheint nach meinem Eindruck der Versand von Abmahnungen zu sein. Allerdings schweigt sich der Verband auf seiner Website über seine Aktivitäten aus: es seien „keine aktuellen Informationen verfügbar“. Mein Eindruck wird auch durch eine einfache Websuche gestützt. Bing liefert für den Suchbegriff „Verband Sozialer Wettbewerb Abmahnung“ satte 429.000 Suchergebnisse.

Clemens Härle will gegen das Verbot des Begriffs „bekömmlich“ vorgehen und erklärte gegenüber der Welt: „Wir haben schon in den 30er-Jahren damit geworben und sehen auch wirklich keinen Grund, weshalb wir davon Abstand nehmen sollten. Für uns heißt das im Zusammenhang mit unseren Bieren, dass sie gut fürs Wohlbefinden sind.“ Ich wünsche ihm auf jeden Fall viel Erfolg, schon damit nicht demnächst noch der Slogan „Obst ist gesund“ abgemahnt wird.

Bierinseln in Hamburg, Berlin und München im Juli

Diese Termine sind ein absolutes Muss für jeden Liebhaber von Craft-Bieren. Jeweils an einem Samstag stehen in Bars, Restaurants, Läden und Kiosken handwerklich produzierte Biere im Mittelpunkt. An jeder Bierinsel wird ein Eintrittsgeld von 5 Euro erhoben. Dafür werden mindestens drei verschiedene Biere verkostet. Zusätzlich haben die Liebhaber von Craft-Bier mit den anwesenden Brauern zu fachsimpeln oder einfach zu plaudern. Ein Angebot, dass man doch nun wirklich nicht ignorieren kann.

Die Bierinseln in Hamburg

In Hamburg findet der Event am 11. Juli von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr statt. Auf 14 Bierinseln können es sich die Besucher gutgehen lassen. Es ist klar, dass es vermutlich nicht möglich sein wird, alle Stationen des Bier-Inselhoppings an einem Tag zu besuchen. Da bleibt nur übrig, auf eine Fortsetzung zu hoffen. Wenn die Bierinseln aber ein Erfolg werden, woran ich keine ernsthaften Zweifel habe, gibt es aber bestimmt eine Wiederholung. Hier die Informationen zu dem Event, die mir vorliegen.

Das Warming Up

Es geht bereits am Abend vor den Bierinseln los. Das Chill-In findet am Freitag, den 10. Juli, ab 18 Uhr in der Schankwirtschaft in der Detlev-Bremer-Straße 43 auf St. Pauli statt. Die ideale Möglichkeit zum „Vorglühen“.

Die Bierinseln

  • Craft-Bier-Fans ist das Alte Mädchen in der Lagerstraße 28b, 20357 Hamburg sicherlich bekannt und selbstverständlich ist das Lokal an den Bierinseln beteiligt.
  • Im Galopper des Jahres am Schulterblatt 73, 20357 Hamburg, werden bereits im Normalfall ständig 22 außergewöhnliche Biere aus Kreativbrauereien ausgeschenkt. Daher darf auf dieses Lokal bei den Bierinseln nicht fehlen. Im Hinterhof des Galopper finden sich ein: Fiete Matthies (Wildwuchs Brauwerk Hamburg), Sascha Lämmer (Ricklinger Landbrauerei) und Alexander Herold und Kolja Gigla (Mashsee Brauerei). Die Brauer werden ihre handgemachten Biere präsentieren und natürlich auch zum Verkauf anbieten. Als Höhepunkt wird die gesamte Truppe dann im Lauf des Nachmittags zusammen ein gemeinsames Bier brauen. So könnt Ihr den Profis bei der Arbeit auf die Finger und in den Kessel gucken.
  • Auch das Bierland in Wandsbek, Seumestrasse 10, 22089 Hamburg, ist dabei.
  • Auch das Alles Elbe ist dabei.
  • Der Bierspezi in der Hoheluftchaussee 117-119 richtet als Getränkemarkt ebenfalls eine Bierinsel aus.
  • Auch der Oasis Getränkemarkt in Hummelsbüttel spielt mit.
  • Der Getränkemarkt Beyond Beer ist ja für seine Spezialitäten bekannt und wird selbstverständlich ebenfalls zur Bierinsel.
  • elbPaul bietet neben seinem Pils auch seinen neuen Doppelbock sowie das ebenfalls neue Weizen an.
  • Die Buddelship Brauerei in der Warnstedtstraße 16 L, 22525 Hamburg gehört sicherlich zu einer der am meisten besuchten Bierinseln.
  • Was das Haus der 131 Biere in der Karlshöhe 27, 22175 Hamburg anbieten wird, bleibt noch geheim.
  • Das Barley & Malt in der Deichstraße 36, 20459 Hamburg, ist zentral gelegen und wird sicher auch viel besucht werden.
  • Dass der Ratsherrn Craft Beer Store in den Schanzenhöfen ebenfalls eine Bierinsel sein wird, hat wohl jeder vorausgesetzt.

Und zuguterletzt…

Ab 20:00 Uhr findet im Galopper des Jahres die große Abschlussfete statt. Es begrüßen Sie: Galopper-Inhaber Gerrit Lerch und Bierinsel Schirmherr Oliver Wesseloh mit einer kleinen Bierpräsentation der Kehrwieder Kreativbrauerei und Nicola Neumann, Bierinseln. Außerdem vor Ort: Ricklinger Landbrauerei, Wildwuchs, Brauwerk, Brewcifer und Mashsee!

Die Bierinseln in Berlin

Nach diesem umfangreichen Termin in Hamburg will nun auch unsere Hauptstadt nicht hintenanstehen und so veranstaltet Berlin eine Woche später am 18. 7. in der Zeit von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr ebenfalls seine Bierinseln. Im Gegensatz zu der hanseatischen Veranstaltung wird in Berlin auf das Vorglühen am Vorabend verzichtet. Ansonsten sind die Spielregeln die gleichen wie in der Hansestadt: Jeder Gast zahlt bei jeder Bierinsel 5 Euro und es werden mindestens drei Biere verkostet.

Die Bierinseln

  • Der Event beginnt um 12 Uhr bei Pfefferbräu, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin mit dem Schirmherren der Ersten Berliner Bierinseln, Thorsten Schoppe.
  • Schalander Hausbrauerei, Bänschstr. 91, 10247 Berlin
  • Monterey Bar, Danziger Str. 61, 10435 Berlin
  • Brauhaus Lemke Berlin, Luisenplatz 1, 10585 Berlin
  • Berlin Biershop,
  • Eetcafe Linda Carrell, Rhinower Str. 3, Berlin-Prenzlauer Berg
  • Bierlinie, Am Borsigturm 100, 13507 Berlin
  • Heidenpeters Getränkefeinkost, Eisenbahnstr. 42 – 43, Berlin
  • Kaschk, Linienstr. 40, 10119 Berlin
  • Hops & Barley, Wühlischstr. 22/23, 10245 Berlin
  • Pfefferbräu, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin
  • TCP Craft Bar, Hochstr. 2, Berlin-Wedding
  • Szimpla-Kaffeehaus-Budapest, Gärtnerst. 15 (am Boxhagener Platz), 10245 Berlin-Friedrichshain
  • HOPFENREICH, Sorauer Str. 31, 10997 Berlin
  • Herman, Schönhauser Allee 173, Berlin
  • Vagabund Brauerei, Antwerpener Str. 3, 13353 Berlin-Wedding
  • Sinnesfreude, Jonasstraße 32, Berlin-Neuköllln
  • Alte Börse Marzahn, Zur Alten Börse 59 (ehemals Beilsteiner Straße 51-85), 12681 Berlin
  • Braukontor Potsdam, Zeppelinstrasse 40, 14471 Potsdam
  • IPA Bar, Karl-Marx-Str. 195, 12055 Berlin
  • FRENC heartcrafted goods, Petersburgerstr. 49, 10249 Berlin
  • Schloßplatz-Brauerei Köpenick, Grünstraße 24, 12555 Berlin- Köpenick

Und zuguterletzt…

Selbstverständlich werden die Bierinseln auch in Berlin mit einer Abschlussparty abgeschlossen. Sie findet ab 20 Uhr im Biergarten des Pfefferbräu statt.

Die Bierinseln in München

Irgendwie ist es ja nicht verwunderlich, dass München die Bierinseln in Hamburg und Berlin toppen will. Schließlich sind es bereits die dritten Bierinseln in München. Das beginnt bereits damit, dass drei Warm-Ups geplant sind. Alle drei Events sind wirklich reizvoll. Ansonsten sind die Spielregeln die gleichen wie in den anderen Städten. Für 5 Euro pro Bierinsel werden mindestens drei Craft-Biere verkostet.

Die Warm-Ups

Bereits am 21. Juli geht es los. In der Zeit von 19:30 Uhr bis 22:30 präsentiert die Biersommeliere Daniela Hartl fünf unterchiedliche charakterstarke Craft Biere im Tap House in München. Es befindet sich in der Rosenheimer Straße 108 in 81669 München. Im Anschluss an die Vorstellung der Biere kreieren die Teilnehmer gemeinsam einen Biercocktail. Verständlich, dass ein solcher Event etwas kostet – die Teilnahmegebühr beträgt 35 €. Es ist auch eine verbindliche Anmeldung per Mail unter diebiersommeliere@gmail.com oder telefonisch unter 0151-40125260 erforderlich.

Und gleich am nächsten Abend geht es im Bukanter, Eichenstraße 4, 82205 Gilching OT Geisenbrunn, weiter. Dort werden drei unterschiedliche Bierstile aus den unterschiedlichsten Gläsern verschiedener Hersteller verkostet, um festzustellen, wie unterschiedlich die Aromen durch die verschiedenen Glastypen jeweils zur Geltung kommen. Probieren Sie es selbst aus und machen Sie Ihren vielleicht ersten Schritt in Richtung neuer Bierglaskultur. Auch hier beträgt die Teilnahmegebühr 35 €. Dafür gibt es eine geführte Verkostung durch verschiedene Bierstile und Gläser, einen Imbiss sowie ein Teilnahmezertifikat. Die Anmeldung erfolgt per Mail unter g.sailer@bukanter.com telefonisch unter 08105-277 256.

Am dritten Tag geht es weiter. Ebenfalls von 19:30 Uhr bis 22.30 Uhr werden im La Taqueria am Hauptbahnhof acht Craft-Biere sowie drei mexikanische Spezialitäten vorgestellt. Um welche Biere und Spezialitäten es sich handelt wird im Moment noch nicht verraten. Durch den Abend führt der „Craft Beer Dude“ Locke McKenzie. Auch hier beträgt die Teilnahmegebühr 35 € und die Anmeldung ist per Mail unter beer@craftbeerhier.de oder telefonisch unter 0176-56506086 möglich. Die Location finden Sie am Bahnhofplatz 5, 80335 München.

Die Bierinseln

  • „Anstich“ der Veranstaltung um 11 Uhr im Tap House München mit einem Pressegespräch mit Schirmherr Steffen Marx, Giesinger Bräu und CRAFTWERK Chef-Braumeister Dr. Stefan Hanke zum Thema „Vom Garagenbrauer zur Institution vs. Großbrauereien entdecken die Vielfalt – Wie sich die Bierlandschaft verändert“
  • Getränkeoase in der Maxvorstadt, Gabelsbergerstraße 54, 80333 München
  • RedHot, Amalienstr. 89 · 80799 München
  • Pachmayr Laden, Theresienstr. 33, München
  • Szenedrinks, Baaderstr. 66 · 80469 München
  • Getränke Walter, Frundsbergstr. 5, München Neuhausen-Nymphenburg
  • Biervana, Hohenzollernstr. 61, 80796 München
  • Ambar Bistro, Tegernseer Landstr. 25, 81541 München-Obergiesing
  • Brauerei im Eiswerk, Ohlmüllerstr. 44 · 81541 München
  • The Keg Bar, Trautenwolfstrasse 1, 80802 München
  • Reed Cafe, Hohenzollernstr. 12 · 80801 München
  • Getränke Elsholtz, Schwindstr. 32 · 80798 München
  • Getränke Haußmann, Aschheimer Straße 11, 85622 Feldkirchen
  • Harry’s Getränkeecke, Ettenhueberstr, München-Laim
  • Glücksbrunnen, Humboldtstr. 25 81543 München
  • Weißes Bräuhaus, Tal 7 · 81673 München
  • M-Wein, Einsteinstrasse 102 · 80675 München

Die Brauereien

Die folgenden Brauereien präsentieren sich auf den Bierinseln. Wo genau wird nicht verraten.

  • Hoppe Bräu
  • Hopfmeister
  • Tilmans
  • Riegele
  • Hanscraft & Co.
  • Brewcifer
  • Crew Republic
  • Braukatz
  • Riedenburger
  • Engel Biermanufaktur
  • Headless Brewing Company
  • Braukraft
  • Stone Brewing
  • Höss
  • Eisenharzer
  • Babo Blue
  • Hopster Hopfenlimo

Und zuguterletzt…

Selbstverständlich gibt es auch in München eine Abschlussparty. Sie findet ab 20:00 Uhr in der Giesinger Brauerei statt.

Das original Altenmünster Bier-Kochbuch

Dieses kleine Kochbuch wurde von der Brauerei Altenmünster im schwäbischen Landkreis Augsburg herausgegeben, die zum Allgäuer Brauhaus gehört, die wiederum Teil der Radeberger-Gruppe ist. Nachdem die in Altenmünster gebrauten Biere vorgestellt wurden folgen Rezepte für bayrische Speisen mit oder zum Bier, die alle von Brauerei getestet wurden. Dabei führt uns das Buch durch alle Facetten der Küchen Bayerns und selbst die Vegetarier werden nicht vergessen.

Das Buch ist im normalen Handel nicht erhältlich. Es wird aber regelmäßig bei eBay für kleines Geld angeboten. Es lohnt sich wirklich, einmal danach zu suchen.

Titel:
Das original Altenmünster Bier-Kochbuch mit urigen Rezepten

Herausgeber:
Allgäuer Brauhaus AG
Beethovenstr. 7
87435 Kempten

Redaktion und Verlag:
B3 Verlag
Markgrafenstr. 12
60487 Frankfurt