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Himbeer-Rotbier Konfitüre

Heute habe ich eine Rotbier-Konfitüre mit Himbeeren aus der kleinsten Brauerei Deutschlands vor mir stehen. Die kleinste Brauerei? Ja, es handelt sich um ein Ein-Mann-Unternehmen. Eventuell gibt es ja noch mehr Brauereien in dieser Größe, aber kleiner geht einfach nicht mehr. Der Brauer macht alles allein – vom Einkauf der Zutaten über das Brauen bis hin zum Vertrieb auf dem Hauptmarkt in Nürnberg. Dort habe ich ihn kennengelernt.

Rotbier ist eine milde Bierspezialität, die hauptsächlich in Nürnberg und Belgien gebraut wird. Aus anderen Gegenden sind mir nur einige Brauer von Craft Bier bekannt, die sich mit dieser Biersorte beschäftigen. So kommt auch Red Castle Brew, von wo diese Konfitüre stammt, aus dem Raum Nürnberg. Die rote Farbe kommt vom Malz, das stärker geröstet wird als die Malzsorten für helles Bier, aber nicht so stark wie Malz für Schwarzbier. Auch beim Schwarzbier sehen Sie die rote Farbe noch, wenn Sie ein Glas Schwarzbier gegen das Licht halten.

Die Hauptzutat der vor mir stehenden Konfitüre ist das Rotbier, auch wenn es im Namen erst an zweiter Stelle kommt. Der intensive Duft wird durch die Himbeeren bestimmt, der Malzduft wird dadurch überlagert und den Duft des Hopfens kann ich eher ahnen als riechen. Die Farbe ist ein intensives Rot. Der Geschmack der Konfitüre ist sehr fruchtig nach Himbeeren, aber mit einem aparten herben Beigeschmack, der vom Rotbier kommt. Wenn Sie einmal auf den Hauptmarkt von Nürnberg kommen, sollten Sie nicht versäumen, sich ein Glas dieses Produkts mitzunehmen. Es lohnt sich.

Zutaten:
Rotbier
Himbeeren
Gelierzucker
Bierlikör

Hersteller:
Red Castle Brew
90562 Heroldsberg
http://www.red-castle-brew.de/

Malzit hell Quitte

Heute sehe ich mir mal Malzit an, ein Bier, das auf das Brot gestrichen wird. Na gut, nicht wirklich, aber immerhin wird Malzit zu mehr als einem Drittel aus Bierwürze aus der Privatbrauerei Wackerbräu im sachsen-anhaltinischen Wackersleben hergestellt. Das Unternehmen hat auch eine Zertifizierung als Vegan und wurde von Slow Food Deutschland ausgezeichnet. Grund genug, auch Malzit einmal zu verkosten.

Die Farbe ist eine Mischung aus Gelb und Grau, für ein Gelee also ganz in Ordnung. Der Duft ist wie erwartet eine Mischung aus Bierwürze und Quitte. So weit ist also alles richtig. Der Geschmack ist nicht gar so süß wie bei vielen Gelees und Konfitüren, die Frucht der Quitte verbindet sich gut mit der herzhaften Süße der Bierwürze. Sicher nicht der richtige Brotaufstrich für jeden, aber eine charmante Alternative zu den üblichen Fruchtaufstriche.

Zutaten:
36 % Pilsbiersüße
Gelierzucker
Zitronensäure
Sorbinsäure

Hersteller:
Steffi Tomljanovic
Willeröder Str. 2
06333 Stadt Arnstein

Partnerbrauerei:
Privatbrauerei Ernst-August Böhlke
Kamp 5
39397 Hötensleben
OT Wackersleben

Die Kulmbacher Bierwoche steht vor der Tür

In der Zeit vom 27. Juli bis 2. August lädt die Kulmbacher Brauerei zur 66. Kulmbacher Bierwoche ein. Mit etwa 120.000 Besuchern ist es das vermutlich größte Bierfest in Deutschland. In Kulmbach steppt in diesen neun Tagen also wieder der Bär.

Selbstverständlich wird dort nicht nur Bier ausgeschenkt. An jedem Tag steht ein umfangreiches Musikprogramm auf der Agenda, auch wenn das Musikprogramm noch nicht vollständig unter Dach und Fach ist, zumindest ist noch nicht das gesamte Programm veröffentlicht. Ich habe aber nach den bislang veröffentlichten Auftritten von Chören und Kapellen den Eindruck, dass die Besucher durchaus Fans der bayrischen Volksmusik sein sollten.

Ausgeschenkt werden die Festbiere, die die Kulmbacher Brauerei für die speziell für die Bierwoche gebraut hat, von vier Gastwirten aus Kulmbach. Zusätzlich ist noch ein Cateringteam vor Ort, das die Gäste mit Fleisch- und Fischspezialitäten verwöhnen wird.

Was wäre ein Bierfest ohne einen zünftigen Umzug. Selbstverständlich fehlt er auch auf der Kulmbacher Bierwoche nicht. Am 26. Juli treffen sich die Fanclubs der Kulmbacher Brauerei an der Brauerei und ziehen ab 12 Uhr zum Bierstadl.

Kommen wir zum zentralen Thema der Bierwoche, dem Bier. Die Kulmbacher Brauerei braut mit ihren vier Marken, Kulmbacher, Mönchshof, EKU und Kapuziner vier Festbiere. Da ich die Biere naturgemäß nicht kenne, gebe ich hier die Beschreibung der Brauerei wider.

Da ist zunächst das bernsteinfarbene Kulmbacher Festbier, dessen Hopfenaroma dem Malz angepasst ist. Von Mönchshof kommt das mildeste der vier Festbiere. Bei ihm wurde der Hopfen erst sehr spät zugegeben. Im Gegensatz dazu steht das EKU Festbier, bei dem der Hopfen sehr früh zugegeben wurde, so dass es sehr herb ist. Diese Biere haben einen Alkoholgehalt zwischen 5,7 % und 5,9 %. Letztendlich können sich die Bierfreunde auf das Kapuziner Weißbier freuen, goldgelb, leicht hefetrüb, fruchtig und erfrischen.