Belgian Beer Culture Days 2026: Zehn Tage im Zeichen der belgischen Bierkultur

Das Belgian Beer Weekend wird in diesem Jahr deutlich größer ausfallen als gewohnt. Anlässlich des zehnten Jahrestages der Aufnahme der belgischen Bierkultur in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes erweitern die Belgian Brewers die Feierlichkeiten zu den Belgian Beer Culture Days. Vom 4. bis 13. September 2026 stehen Brüssel, Brügge und zahlreiche weitere Orte in Belgien zehn Tage lang im Zeichen des Bieres und seiner kulturellen Bedeutung.

Die UNESCO hatte die „Bierkultur in Belgien“ im Jahr 2016 als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Dabei ging es nicht in erster Linie um die Qualität oder Bekanntheit einzelner Biere. Entscheidend waren vielmehr die große Vielfalt, die gesellschaftliche Bedeutung des Bieres und die über Generationen gepflegten Traditionen rund um Herstellung und Genuss.

Den Auftakt der Belgian Beer Culture Days bildet das 26. Belgian Beer Weekend in Brüssel. Traditionell beginnt die Veranstaltung mit einer Feier in der Kathedrale St. Michael und St. Gudula sowie einer akademischen Sitzung im Brüsseler Rathaus. Anschließend verwandelt sich die Grand-Place von Freitagabend bis Sonntag in eine große Verkostungsfläche. 49 Brauereien sollen dort mehr als 500 verschiedene Biere ausschenken. Damit bleibt der historische Platz im Herzen Brüssels auch bei der erweiterten Veranstaltung einer der zentralen Schauplätze.

Nach dem Eröffnungswochenende gehen die Feierlichkeiten weiter. Auf der Place de la Bourse im Zentrum Brüssels wird während der gesamten Veranstaltung eine Belgian Beer Culture Bar eingerichtet. Rund 40 Brauereien beteiligen sich dort. Ergänzt wird das Angebot durch Veranstaltungen und Aktivitäten rund um Brauen, Bierverkostung und die mit der belgischen Bierkultur verbundenen Traditionen.

Die Belgian Beer Culture Days sollen sich allerdings nicht auf Brüssel beschränken. Auch in teilnehmenden Cafés und Supermärkten im ganzen Land soll während der Veranstaltungswoche verstärkt auf belgisches Bier und seine kulturelle Bedeutung aufmerksam gemacht werden.

Zum Abschluss verlagert sich der Schwerpunkt nach Brügge. Dort findet am 12. und 13. September das Brügge Bierfestival statt und bildet damit das zweite große Veranstaltungswochenende der zehntägigen Feierlichkeiten.

Mitorganisiert werden die Belgian Beer Culture Days von der Chevalerie du Fourquet des Brasseurs. Neben dem Feiern wollen die Belgian Brewers die Veranstaltung jedoch auch nutzen, um auf die derzeit schwierige wirtschaftliche Situation vieler Brauereien hinzuweisen.

„Dies sind keine einfachen Zeiten für unsere Brauer“, sagte Krishan Maudgal, Direktor der Belgian Brewers. Als Belastungen nannte er steigende Produktionskosten und rückläufige Exporte. Zudem kritisierte Maudgal, dass Teile der Politik den Brauereisektor zunehmend ins Visier nähmen. Aus Sicht des Verbandes sei die belgische Bierkultur ein Teil des nationalen Erbes, der nicht nur gefeiert, sondern auch geschützt werden müsse.

Die Belgian Beer Culture Days verbinden damit Jubiläum und Branchentreffen: Zehn Jahre nach der UNESCO-Anerkennung soll die Vielfalt der belgischen Bierkultur sichtbar werden – zugleich aber auch die wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen viele Brauereien stehen.

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