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5. 4. – 6. 4. 2019: Craft Bier Fest München

Einer der Hotspots für Craft Beer ist eindeutig München. Da ist es kein Wunder, dass es in der selbsternannten „Weltstadt mit Herz“ mehrere Craft Beer-Events stattfinden. So auch am 5. Und 6. April, wenn in der Tonhalle 18 Brauereien aus dem In- und Ausland ihre Biere vorstellen. Und während auf vielen anderen Bierfesten auch musikalische Unterhaltung geboten wird, konzentriert sich das Craft Bier Fest ausschließlich auf das Bier – ohne Musik oder andere künstlerische Darbietungen.

Der Eintritt beträgt 10 Euro. Dafür gibt es ein Verkostungsglas. Zusätzlich können die Besucher Jetons zu jeweils einem Euro erwerben, mit denen sie bei den Brauereien die verkosteten Biere bezahlen. Die Tickets gibt es ausschließlich beim Eintritt in die Veranstaltung und nur gegen Bargeld, Karten akzeptieren die Veranstalter nicht.

Unter den 18 anwesenden Brauereien sind sowohl bekannte Marken wie Crew Republic aus Unterschleißheim und Schoppe aus Berlin, aber auch viele eher unbekannte Brauereien, so dass sicher jeder Besucher etwas Neues für sich entdecken wird, so dass sich der Besuch lohnt. Welche Brauereien vor Ort sein werden erfahren Sie auf der Website des Events.

Wann?

5. 4. 2019 von 17:00 Uhr bis 23:00 Uhr
6. 4. 2019 von 13:00 Uhr bis 23:00 Uhr

Wo?

Tonhalle
Grafinger Str. 6
81671 München

7. 4. 2019: Biererlebnisse im Freilandmuseum Fladungen

Im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen können Besucherinnen und Besucher am Sonntag, den 7. April das Brauen des Museumsbieres live erleben. Die Initiative „Wir sind Rhöner Bier“ lädt zu Bierseminaren mit Verkostungsmöglichkeit in die Aktionsscheune ein. Beim Kochprogramm „Was kommt heute auf den Tisch?“ werden Malzbonbons hergestellt. Zudem wird die amtierende Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler zu Gast sein.

Ein Genuss mit allen Sinnen verspricht am Sonntag, 07. April ein Besuch des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen zu werden. Anlässlich des Brautages wird im Gemeindebrauhaus aus Alsleben schon früh am Morgen die Feuerung angeschürt. Gegen 11 Uhr beginnt dann der eigentliche Brauvorgang. Beim Einmaischen der Braugerste im Maischebottich, dem Kochen der Würze in der Sudpfanne und dem Abkühlen des Sudes auf dem Kühlschiff dampft und duftet es in dem historischen Gebäude. Beim „Brauen wie vor 100 Jahren“ wird klar, wieviel handwerkliches Geschick früher nötig war, um ein gutes Bier zu produzieren. Wann immer es die Zeit erlaubt, beantworten die Museumsbrauer Klaus-Dieter Spiegel und Joachim Werner hierzu auch gerne die Fragen der Besucherinnen und Besucher.

In der Küche des Dreiseithofs aus Leutershausen, können die Gäste von 11 bis 15 Uhr Malzbonbons herstellen und natürlich auch gleich verkosten. Nebenan in der Aktionsscheune gibt es bei Bierseminaren der Initiative „Wir sind Rhöner Bier“ allerhand Wissenswertes rund um den süffigen Gerstensaft zu erfahren. Leiter der ca. halbstündigen Seminare ist Ulrich Klebl, der Braumeister der Klosterbrauerei Kreuzberg. Sie beginnen um 11.30, 13.30 und 15.30 Uhr. Im Unkostenbeitrag von 3 € enthalten ist die Möglichkeit, vier verschiedene Biere zu verkosten. Karten können am Veranstaltungstag an der Museumskasse erworben werden. Wer mag, kann seinen Durst aber auch direkt am Brauhaus löschen, wo Biere der Initiative an einem ehemaligen Feuerwehrauto gezapft werden, das zu einem Ausschankwagen umfunktioniert wurde. Alkoholfreie Getränke und Bratwürste sind am Brauhaus ebenfalls erhältlich.

Wer das Museumsbier probieren möchte, muss sich noch ein wenig gedulden. Das naturtrübe und ungefilterte Märzen wird erstmals beim Museumsbier-Anstich am Sonntag, den 30. Juni ausgeschenkt. Die Zeit bis dahin benötigt es zur Reife. Bei der Überwachung des Gärvorgangs und der Lagerung des Bieres greift das Museum auf moderne Methoden zurück. Dabei wird es von der Rother Bräu und von Friedbert Stumpf vom Labor für Getränkeindustrie in Bad Neustadt tatkräftig unterstützt. Den Hopfen hat in diesem Jahr wieder die Privatbrauerei Friedrich Düll zur Verfügung gestellt.

Loacation:

Fränkisches Freilandmuseum Fladungen
Bahnhofstraße 19
97650 Fladungen
www.freilandmuseum-fladungen.de

22. 3. – 23. 3. 2019: Craft Beer Werkstatt Landshut

Bereits zum dritten Mal wird die S-Arena zum Hotspot für die Liebhaber guten Biers, denn mit der Craft Beer Werkstatt findet erneut die nach eigenen Angaben größte Craft Beer-Messe statt. Und diese Angabe erscheint mir durchaus glaubhaft, stellen dort doch 43 Brauereien mehr als 250 Biere vor. Die meisten der Brauereien sind kleine und mittelständische Brauereien aus der Region.

Aber auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Zehn Foodtrucks bieten ihre Dienste an. Von traditionellen und italienischen Spezialitäten über vegane und süße Speisen bis hin zum BBQ ist alles im Angebot.

Auch ein musikalisches Rahmenprogramm fehlt nicht.

Neugierig geworden? Detaillierte Informationen finden Sie auf der Website des veranstaltenden Unternehmens. Dort finden Sie alle Infos die Sie benötigen, von den Öffnungszeiten über die ausstellenden Brauereien bis hin zu Fahrplänen für die An- und Abfahrt. Daran könnten sich die anderen Veranstalter wirklich ein Beispiel nehmen.

Neues alkoholfreies Craft Beer von Maisel & Friends

Seit mittlerweile etwa 40 Jahren ist Bier auch in alkoholfreien Varianten auf dem Markt. Anfangs war es eher eine Notlösung. Da Alkohol ein guter Geschmacksträger ist, fehlte es dem alkoholfreien Bier an Geschmack. Inzwischen wurden die Braumethoden verbessert und damit auch der Geschmack des alkoholfreien Bieres. Inzwischen gibt es auch eine ganze Reihe alkoholfreier Craft-Biere, so dass es nicht verwundert, dass auch die Familienbrauerei Maisel & Friends aus dem fränkischen Bayreuth jetzt ein alkoholfreies Bier auf den Markt bringt.

Nun gibt es meines Wissens drei unterschiedliche Methoden, ein alkoholfreies Bier herzustellen. Die Brauerei kann zunächst einmal ein normales alkoholhaltiges Bier brauen, dem anschließend der Alkohol weitgehend entzogen wird, der Gärprozess kann durch eine kurzzeitige Erwärmung abgebrochen werden, die die Hefen abtötet und es gibt auch Hefen, die während der Gärung nur wenig Alkohol ausscheiden. Maisel & Friends verwendet für das neue alkoholfreie Pale Ale eine Kombination der ersten beiden Methoden.

Während der Biermarkt insgesamt nicht nur in Deutschland stagniert, ist der Trend zu alkoholfreien Bieren ungebrochen. Verbraucher greifen längst nicht mehr nur danach, weil sie z. B. als Autofahrer ein Alternativgetränk suchen, sondern weil sie eine geschmackvolle Abwechslung zu süßen Erfrischungsgetränken wünschen. Der Bierstil Pale Ale entwickelt sich nach wie vor dynamisch und ist aus Handel und Gastronomie nicht mehr wegzudenken. Als obergäriges, fruchtiges Craftbier mit charakteristischer Hopfenaromatik ist Pale Ale perfekt für alle, die süffige Biere mit dem gewissen Extra bevorzugen. „Beide Trends greifen wir auf und erweitern unser Portfolio um eine weitere Sorte in der 0,33 Liter Longneckflasche,“ erklärt Inhaber Jeff Maisel. „Wer das alkoholfreie Pale Ale probiert, wird überrascht sein, wie erfrischend fruchtig, hopfig und völlig anders ein alkoholfreies Bier schmecken kann.“

Maisel & Friends Alkoholfreies Pale Ale wird entsprechend dem Bayerischen Reinheitsgebot mit nur vier Zutaten (Wasser, Malz, Hopfen und Hefe) gebraut. Dazu werden fruchtige Aromahopfensorten zum Brauen verwendet, die das volle Aroma in den isotonischen Durstlöscher bringen und Alkohol als Geschmacksträger nicht vermissen lassen. Das alkoholfreie Craftbier verbindet die genussvollen Eigenschaften eines Pale Ales mit den Vorzügen eines alkoholfreien, kalorienarmen Erfrischungsgetränks. Braumeister Markus Briemle beschreibt es mit den Worten: „Ganz anders, als man sich ein alkoholfreies Bier vorstellt. Aufregend, erfrischend und es macht Lust auf den nächsten Schluck.“ Maisel & Friends beschreibt sein alkoholfreies Pale Ale so: naturbelassen und von leuchtend, goldgelber Farbe. Es duftet nach Zitrusfrüchten, Aprikose und Pfirsich. Im Mund verbinden sich die fruchtigen Nuancen nach Stein- und Zitrusfrüchten mit einer perfekt eingebundenen Bitternote.

Das neue Bier kann jetzt bereits im Onlineshop der Brauerei bestellt werden. Bis es in den Regalen der Supermärkte und in den Getränkeshops auftaucht dauert es erfahrungsgemäß noch einige Zeit.

Das erstes ARTS & CRAFTS Festival war ein voller Erfolg

In Maisel’s Bier-Erlebnis-Welt luden knapp 40 Aussteller auf drei Ebenen zum Probieren, Shoppen, Genießen und Tanzen ein. In den mit Lichterketten und stylishen Paletten-Ständen dekorierten Räumen der ehemaligen Brauerei Maisel werden sonst Bierseminare abgehalten, Hochzeiten gefeiert oder Museumsführungen angeboten. Am ersten Märzwochenende tummelten sich im fränkischen Bayreuth probierfreudige Besucher, Künstler und DJs aus ganz Europa sowie Bierenthusiasten beim erstmals veranstalteten Genuss- und Lifestylefestival.

Für die Besucher gab es beim ARTS & CRAFTS FESTIVAL eine Menge zu entdecken und vor allem zu probieren. Im Mittelpunkt der neuen Veranstaltung standen der Genuss und die Leidenschaft für das Handwerk und die Kunst in seinen verschiedensten Formen.

16 Craftbier-Brauereien aus Deutschland, Polen, Großbritannien und den Niederlanden schenkten ihre zum Teil extra für das Festival kreierten Bierspezialitäten aus. Auch eine Kaffeerösterei, Spirituosenhersteller und Genuss-Manufakturen boten Proben ihrer Produkte an. Daneben gab es verschiedene Künstler, die live ihre Arbeit zeigten. So wurden große Holzbierfässer von Künstlern aus Bayreuth und Frankreich gestaltet, eine Kalligrafin verzierte mit ihrer Schriftkunst Papier, Wände und sogar Möbel. Ein Bierfan ließ sich vor den Augen der Besucher ein Bier-Tattoo stechen und die kleinen Besucher zeigten ihr Können beim Bemalen von Keramiktieren. Zu den loungigen Klängen verschiedener DJs unterhielten sich interessierte Beergeeks mit Braumeistern über die Herstellung ihres Imperial Stout, das nach Marshmallow schmeckte oder sie versuchten einen fränkischen Hopfen-Gin. Fashionistas informierten sich über Shirts, die aus recycelten Plastikflaschen hergestellt wurden oder stöberten zwischen handbemalten Vintage-Schildern und Kuh-Illustrationen. Die Connaisseurs zog an den Stand einer Ziegenkäserei, Edelbrennerei und Trüffelmanufaktur. Direkt nebenan konnten sie an einem Bier-Eis schlecken oder ihr Schärfeempfinden beim Probieren verschiedener Chilisaucen testen. Darüber hinaus gab es noch viele weitere handgemachte Produkte und Leckereien zu entdecken.

Das ARTS & CRAFTS FESTIVAL fand zum ersten Mal statt und laut Brauereiinhaber und Initiator Jeff Maisel wurden die Erwartungen übertroffen: „Sehr viele Gäste haben den Weg in Maisel’s Bier-Erlebnis-Welt und die Gastronomie Liebesbier gefunden. Besonders faszinierend fand ich, dass wir eine überdurchschnittlich hohe Frauenquote hatten.“ Die Besucher und Aussteller waren allesamt überrascht, wie viel Großstadtflair Bayreuth zu bieten hat und waren voller Lob und Begeisterung. Das Team der Maisel’s Bier-Erlebnis-Welt möchte das Konzept künftig weiterentwickeln und spätestens in einem Jahr wieder viele großartige Handwerker, Künstler, Brauer und Start-ups nach Bayreuther holen.

Red Castle Brew hat den Bierhahn zugedreht

Ich weiß gar nicht mehr, wann ich Michael Bellair kennengelernt habe. Es muss aber so ziemlich am Beginn seiner Karriere als Brauer gewesen sein. Ich ging über den Hauptmarkt in Nürnberg und sah seinen Stand, an dem er sein Bier verkaufte sowie einige Produkte, die er mit seinem Bier hergestellt hat. Seitdem war ein Besuch an seinem Stand für mich bei jedem Besuch in Nürnberg ein Pflichttermin für mich. Als ich aus Anlass der BrauBeviale zuletzt in Nürnberg war, fehlte sein Stand. Da hatte ich bereits ein ungutes Gefühl. Jetzt ist es Gewissheit: das Onlinemagazin nordbayern.de meldete am 28. Februar, dass Michael die Brauerei sowie seine Gaststätte aufgegeben hat.

Nach Darstellung von nordbayern.de hat die Aufgabe folgenden Grund: Michael hatte im Gewerbegebiet von Gräfenberg eine leere Halle gepachtet und dort mit viel Herzblut eine Gaststätte mit Außenbereich sowie seine Brauerei eingerichtet. Dafür musste er sowohl eine Küche als auch Toiletten einbauen. Nun hatte der Verpächter die Pacht deutlich erhöht und sich bei der Erhöhung an der normalen Pacht für die Gastronomie orientiert, nicht wie verpachtet an den Zahlungen für eine leere Halle. Die neue Pacht konnte Michael mit seinem Kleinstunternehmen aber nicht erwirtschaften.

Ich bedaure diese Entwicklung. Sein Stand auf dem Nürnberger Hauptmarkt war für mich immer ein Anlaufpunkt, denn er hatte immer neue und überraschende Biere im Angebot, von denen ich auch einige hier im Blog beschrieben habe. Ich wünsche Michael, der jetzt in seinen ursprünglichen Beruf zurückkehren will, alles gute.

Bayerns Brauer melden für 2018 Rekordergebnis

Wie der Bayerische Brauerbund mitteilt, haben der „Jahrhundertsommer“ und Sondereffekte wie die Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr den Bierabsatz mit einem Absatzplus von 3,1% auf ein Rekordniveau ansteigen lassen. Insgesamt produzierten Bayerns Brauer von Januar bis Dezember 24,6 Millionen hl, knapp 740.000 Hektoliter (satte 74 Mio. Maß) mehr als im Vorjahr. Mit diesem Absatzplus liegt Bayern weit über dem Bundesdurchschnitt (+ 0,5%) und konnte von den Sondereffekten des Sommers 2018 besonders stark profitieren.

Erstmalig stieg der Absatz alkoholfreier Biere, die in den Zahlen des amtlichen Bierabsatzes nicht enthalten sind, auf über 2 Millionen Hektoliter (+10,5% zum Vorjahr) und erreichte so ein Allzeithoch.

Das gute Abschneiden Bayerns führt der Bayerische Brauerbund neben dem Wetter auch auf den Siegeszug bayerischer Bierspezialitäten in anderen Bundesländern und im Ausland zurück. Der Bierexport in Länder außerhalb der EU konnte 2018 um weitere 112.000 Hektoliter (+2,0 %) auf einem neuen Höchststand von 5,75 Mio. hl gesteigert werden.

Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes, Georg Schneider, beurteilt den deutschen Biermarkt jedoch witterungs- und WM-bereinigt als bestenfalls stagnierend und nennt unter anderem die demographische Entwicklung, die gesundheitsbewusstere Ernährung der Bevölkerung sowie ein verändertes Freizeitverhalten als Gründe für den stetig sinkenden Pro-Kopf-Bierkonsum in Deutschland.

Verlässliche Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit gefordert

Empört äußerte sich Schneider zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes (BVerfG), das erst vor einer Woche zwar die Verfassungswidrigkeit einer im Haushaltsbegleitgesetz von 2004 beschlossenen Biersteuererhöhung für mittelständische Brauereien festgestellt hat, jedoch einer Rückzahlung der überhöht abgeführten Biersteuer an die kleinen Brauereien eine Absage erteilte. Nachdem die Biersteuermengenstaffel keine Subvention der Brauereien darstellt, sondern ein seit Jahrzehnten funktionierendes Mittelstandskorrektiv zum Erhalt der mittelständischen Struktur der bayerischen Brauwirtschaft ist, hatte sich der Spitzenverband der Bayerischen Brauwirtschaft mit seiner Klage durch die Instanzen der Finanzgerichtsbarkeit bis zum Bundesverfassungsgericht weit mehr für die Branche erhofft.

Freiwillig und dem wachsenden Verbraucherinteresse an einer bewussteren Ernährung geschuldet, hat sich die Braubranche für die Deklaration des Brennwertes auf ihren Produkten ausgesprochen. Vor dem Hintergrund dieser Offenheit und dem Grundsatz folgend „Klarheit und Wahrheit für den Verbraucher“ übte Schneider jedoch harsche Kritik an der „Gängelung“ der Branche durch höchstrichterliche Verbote der Verwendung der Begriffe „bekömmlich“ bzw. „wohl bekomm`s“ zur Beschreibung eines Bieres mit mehr als 1,2 Vol % Alkoholgehalt.

Herausforderungen in wirtschaftlich schwieriger Lage angehen

Vor dem Hintergrund des steigenden Sortieraufwands und der Kosten, die eine immer größer werdende Individualisierung der Gebinde mit sich bringt, verwies Georg Schneider auf die Vorteile der Mehrwegflasche, die in der bayerischen Bauwirtschaft noch einen sehr hohen Marktanteil besitzt. Klar bezog er dabei Position zur Erhöhung des Flaschenpfandes: „Das Pfand von nur 8 Cent pro Flasche deckt weder die Kosten der Neuglasbeschaffung, noch stellt es einen hinreichenden Anreiz zur Leergutrückgabe dar.“ Auch ging Präsident Schneider auf den Fachkräftemangel insbesondere in der Logistik und auf den Kostendruck in der Branche durch Kostensteigerungen im Energiebereich, im Rahmen der LKW-Mautausdehnung auf Bundesstraßen und vor allem bei den Personalkosten ein.

10. Bayerische Bierkönigin – letzte Chance für Bewerberinnen!

Die amtierende Bayerische Bierkönigin Johanna Seiler aus dem Nördlinger Ries in Schwaben rief anlässlich der Jahrespressekonferenz des Bayerischen Brauerbundes bierbegeisterte Damen ab 21 auf, sich noch bis 24:00 Uhr des 20. Februars 2019 um ihre Nachfolge zu bewerben. Bisher liegen dem Bayerischen Brauerbund rund 40 Bewerbungen vor. Am 16. Mai endet die Amtszeit von Johanna. Im Rahmen einer glanzvollen Biergala wird dann die 10. Bayerische Bierkönigin 2019/2020 gekürt, die dann ein Jahr lang das Bayerische Bier und die Tourismusregion „Bierland Bayern“ vertritt.

Bayerns Brauer schäumen – mit Recht

Am 14. Februar 2019 hat das Bundesverfassungsgericht seine Entscheidung vom 11. Dezember 2018 (Az. 2 BvL 5/11 und 2 BvL 4/11) bekanntgegeben die ab dem Jahr 2004 eingeführte Erhöhung der Biersteuer für kleine und mittelständische Unternehmen für verfassungswidrig erklärt. Trotzdem erhalten die Brauereien die in 15 Jahren zu viel entrichtete Biersteuer nicht zurück, weil das BVerfG die entsprechende Regelung im Haushaltsbegleitgesetz ungeachtet ihrer Verfassungswidrigkeit für die Vergangenheit für anwendbar erklärt hat.

Der Bayerische Brauerbund e.V. hatte in einem Musterverfahren gegen das Haushaltsbegleitgesetz aus dem Jahre 2004 den Klageweg bis zum Bundesfinanzhof beschritten. Dieser hatte die verfassungsrechtlichen Bedenken des Spitzenverbandes der bayerischen Brauwirtschaft bereits 2011 bestätigt und die Entscheidung über die Verfassungswidrigkeit des damaligen Gesetzgebungsverfahrens an das BverfG gegeben. Schwerwiegende Mängel im Gesetzgebungsverfahren und die Überschreitung der Kompetenzen des Vermittlungsausschusses, der das unter der Bezeichnung „Koch-Steinbrück-Papier“ bekannt gewordene Gesetz zum stufenweisen Abbau von Subventionen erarbeitet hatte, werden als Gründe für die verfassungswidrige Biersteuererhöhung vom BVerfG genannt.

Brauerpräsident Georg Schneider bezeichnet die Entscheidung des BVerfG als Skandal: „Die Biersteuermengenstaffel ist eine über Jahrzehnte funktionierende Mittelstandskomponente, die durch einen ermäßigten Biersteuersatz die Wettbewerbsfähigkeit und das Überleben von vielen kleinen und mittleren Brauereien sichert. Nun stellt das oberste Gericht fest, dass die Staffel verfassungswidrig zum Nachteil der Branche geändert wurde, aber von den widerrechtlich zu viel eingezogenen Steuern gibt es keinen Cent zurück. Warum haben hunderte Brauereien 15 Jahre lang, Monat für Monat gegen ihren erhöhten Biersteuerbescheid Beschwerde eingelegt? Nur, um am Ende Recht zu bekommen? Da wird das Wort „Mittelstandsfreundlichkeit“ zur politischen Worthülse und das Vertrauen in den Rechtsstaat mit Füßen getreten!“

Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes kann der Bundesfinanzhof, bei dem der Bayerische Brauerbund stellvertretend für die Branche mit einem Musterverfahren geklagt hat, alle dort anhängigen Klage- und Einspruchsverfahren abarbeiten und abschließen. Die stille Hoffnung auf eine Rückerstattung der verfassungswidrig abgeführten Biersteuer in Millionenhöhe wurde mit der heute bekannt gewordenen Entscheidung des BVerfG in der Brauwirtschaft von bitterer Enttäuschung abgelöst.

12.4. – 13. 4. 2019: Home Brew Bayreuth

Nach dem erfolgreichen ersten Hobbybrauerwettbewerb von BrauBeviale und Maisel & Friends findet 2019 erstmals ein komplettes Event statt, das sich um die Belange von Heim- und Hobbybrauern dreht. Die „Home Brew Bayreuth“ ist ein zweitägiges Get-together der deutschen Heimbrauerszene mit Fachvorträgen, dem Messebereich „brau@home“ und dem Ausschank von Hobbybrauerbieren. Besucher und Bierinteressierte können bei freiem Eintritt die Hobbybrauerbiere verkosten, für „Visitors Best Beer“ abstimmen, leckeres Festivalessen genießen und sich über Bierthemen informieren. Anmeldungen für den Ausschank und den Hobbybrauerwettbewerb zum Thema „Kellerbier“ werden bis 25. März 2019 entgegengenommen.

Die neue Veranstaltung „Home Brew Bayreuth“ wird bereits jetzt als „der Pflichttermin“ für Hobby-, Heimbrauer und Bierinteressierte im süddeutschen Raum gehandelt. Das Event soll künftig jährlich stattfinden und die Heimbrauerszene näher zusammenbringen. Neben einer Vielzahl an Ausstellern von Hobbybraubedarf, Hopfen- und Malzlieferanten, gibt es Führungen durch Maisel’s Bier-Erlebnis-Welt, entspannte Festivalatmosphäre mit leckerem Essen und Musik, dazu viel Wissenswertes zum Thema Bier und Brauen. Hobby- und Heimbrauer dürfen im „Community Ausschank“ den Besuchern ihr selbstgebrautes Bier präsentieren und den drei Bestplatzierten winken bierige Preise. Das Event wird bei weitem nicht nur ein Stelldichein von Hobbybrauern sein, denn natürlich sind auch bierinteressierte Besucher herzlich willkommen.

Ein besonderes Highlight wird die Siegerehrung des Hobbybrauerwettbewerbs am Samstag, 13. April um 20 Uhr werden. Alle kreativen Heimbrauer können sich ab sofort und bis spätestens 25. März 2019 anmelden, die Biere müssen bis spätestens 5. April 2019 eingereicht werden. Maisel & Friends und die BrauBeviale suchen in diesem Jahr nach dem besten „Kellerbier – zwischen traditionell und modern“. Eine hochkarätig besetzte Fachjury, bestehend aus erfahrenen Braumeistern, Biersommeliers und Bierbloggern, wird aus allen eingereichten Bieren den Sieger küren. Der Gewinner des Wettbewerbs hat die Ehre, seine Kellerbierkreation auf dem 25 Hektoliter-Sudwerk der „Maisel & Friends Brauwerkstatt“ zu brauen und so in den ganz normalen Brauer-Alltag einzutauchen. Das Siegerbier wird in Flaschen gefüllt und auch bei der Etikettengestaltung darf der glückliche Heimbrauer seine Wünsche und Ideen verwirklichen. Vom 12. bis 14. November 2019 wird das Gewinnerbier schließlich auf der Nürnberger BrauBeviale im Hobbybrauerbereich „brau@home“ den Fachbesuchern und der Fachpresse präsentiert.

Die BrauBeviale ist die wichtigste Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie in diesem Jahr und seit 2018 bietet sie mit „brau@home“ eine Plattform für Heimbrauer an. Auch die kreativen Brauer von Maisel & Friends unterstützen die wachsende Hobbybrauerszene mit Fachwissen, Tipps und Kniffen bei einem regelmäßig stattfindenden Hobbybrauerstammtisch. Zusammen haben sie 2018 einen gemeinsamen Hobbybrauerwettbewerb ins Leben gerufen.

Für Hobbybrauer und Aussteller gibt es bereits am Freitag der „Home Brew Bayreuth“ die Möglichkeit, an einem Get-together in lockerer Atmosphäre teilzunehmen. Anmeldungen hierfür nimmt der Maisel & Friends Biersommelier Michael König entgegen: m.koenig@maisel.com.

Informationen zur „Home Brew Bayreuth“ und dem Hobbybrauerwettbewerb: https://maiselandfriends.com/home-brew-bayreuth.

Maisel & Friends auf der Internorga

In fast genau zwei Monaten ist es wieder soweit: die Internorga öffnet in Hamburg ihre Pforten. Seit fünf Jahren ist auch die Craft Beer Arena fester Bestandteil der Messe. Die Brauerei Maisel & Friends ist einer der Initiatoren der CRAFT BEER Arena auf der INTERNORGA und von Beginn an als Aussteller dabei. Als einer der Vorreiter im deutschen Craftbiermarkt sind sie auch in diesem Jahr in der Arena in Hamburg zu Gast.

Die kreativen Brauer der Familienbrauerei Maisel haben jetzt angekündigt, auf der Internorga zwei Messeneuheiten zu präsentieren. Worum es sich handelt, verrät die Brauerei aber noch nicht. Es handelt sich um zwei neue, dauerhaft sowie national verfügbare Craftbiere. Diese werden das bestehende Sortiment an angenehm zu trinkenden Sessionbieren perfekt ergänzen.

Interessierte Gastronomen und Fachbesucher können sich bereits jetzt auf das Pale Ale freuen, das sie am Stand von Maisel & Friends frisch gezapft probieren können. Das Pale Ale hat sich mittlerweile zum Must-have für Bars, Clubs und Restaurants aller Art entwickelt. „Die Gäste erwarten heute Abwechslung beim Restaurantbesuch und bestellen neben den Klassikern Pils, Hell und Weißbier schon völlig selbstverständlich ein Pale Ale,“ erklärt Brauereiinhaber Jeff Maisel. „Diese veränderte Konsumgewohnheit sollten findige Gastronomen nicht verschlafen.“ Das Pale Ale von Maisel & Friends ist dauerhaft und national im 30 Liter Fass und in der 0,33l Longneckflasche erhältlich. Das super süffige Bier mit Anklängen nach tropischen Früchten ist ein echtes „Brett“ an Hopfenaroma.

Der Maisel & Friends-Biersommelier Michael König freut sich auf viele interessierte Besucher und angeregte Fachgespräche. Wir dürfen durchaus erwarten, dass er auch wieder den einen oder anderen limitierten Sondersud als Überraschung dabeihat.