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Schanzenbräu – Kehlengold

Am Stadtrand von Nürnberg hat sich die Brauerei Schanzengold angesiedelt. So weit, so gut. Aber trotzdem macht Schanzenbräu etwas anders als andere Craft Beer-Brauer. Nicht für den deutschen Markt eher ungewöhnliche Bierstile werden dort gebraut, sondern Biere, die für Bayern im Allgemeinen und für Franken im Besonderen typisch sind. Helles, Märzen, Bockbier und Weizen. Und da für Nürnberg nun mal die Rotbiere typisch sind, braut Schanzenbräu viele dieser Bierstile in einer roten Version, so den roten Bock und das rote Weizen. Jetzt steht aber das Kehlengold vor mir, ein Lager.

Intensiv rotgolden und mit geringer Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine sahnige Schaumkrone, die sich durch eine lange Haltberkeit auszeichnet. Die Optik ist schon mal Top.

Das Bier duftet nach Karamell, das durch einige grasige und würzige Töne abgerundet wird.

Der Antrunkt ist frisch und spritzig und er zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Auf der Zunge kommen ein passendes Bitter sowie eine leichte Fruchtigkeit dazu, die an Zitrusfrüchte erinnert. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bier trockener und das leichte Bitter klingt recht lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Wiener Malz, Melanoidinmalz, Karamelmalz, Pilsner Malz), Hopfen (Cascade, Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,8 %

Bittereinheiten:

33 IBU

Brauerei:

Schanzenbräu GmbH & Co. KG
Proeslerstr. 3
D-90431 Nürnberg
www.schanzenbraeu.de

 

Der Bayerische Brauerbund und DEHOGA Bayern verleihen die „Goldene BierIdee 2021“ an die Bierkulturregion Niederbayern

Der Bayerische Brauerbund e.V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. haben am Mittwoch, dem 14. Juli 2021, im feierlichen Rahmen auf Schloss Neuburg am Inn den Mitgliedern der Initiative „Bierkulturregion Niederbayern“ die „Goldene BierIdee 2021“ verliehen.

Seit 1999 würdigt die Auszeichnung „Goldene BierIdee“ Personen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Präsentation bayerischer Bierspezialitäten verdient machen.

Der Vize-Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes e.V. Andreas Brunner nahm die Auszeichnung der Bierkulturregion Niederbayern vor und ging in seiner Laudatio zunächst auf die Entstehung der Initiative ein: Im Januar 2017 trafen sich nach ersten Ideen und Gesprächen im kleinen Kreis die Brauereien der Region und erarbeiteten hoch professionell ein gemeinsames Konzept zur strategischen Positionierung der Besonderheiten ihrer Bierregion. Anregungen dafür holten sie sich in Regionen, die es bereits geschafft haben, die enge Verbundenheit mit einem Erzeugnis zum Synonym für die ganze Region werden zu lassen, wie etwa die Wachau oder die Champagne.

Mit viel Enthusiasmus hätten die Initiatoren selbstbewusste Wettbewerber im Markt überzeugt, dass der gemeinsame Weg zur Bierkulturregion jedem einen Mehrwert bringe und der gesamten Region einen Aufschwung geben könne.

Mit klar formulierten Zielen, einem ausgefeilten, innovativen Marketingkonzept mit ansprechendem Logo und einer ebenso ambitionierten Kommunikationsstrategie präsentierte sich die Bierkulturregion Niederbayern bereits ein Jahr später der Öffentlichkeit. Schon bald erweiterte sich der Kreis der überzeugten niederbayerischen Genusshandwerker. So bereichern heute beispielweise Komplementärprodukte des regionalen Metzger- oder Bäckerhandwerks das Biererlebnis um neue Sinneserfahrungen.

Gerade diese Mischung der beteiligten Betriebe aus kleinen und größeren Brauereien sowie aus mit der Region verwurzelten Handwerksbetrieben sei das, was den Ideenreichtum und die Innovationsfreude der Gruppe ausmache, lobte Brunner. Neben dem Gemeinschaftsgedanken für die Region habe die Jury der „Goldenen BierIdee“ die Zukunftsstrategie des Zusammenschlusses begeistert. „Die Bierkulturregion vermittelt die weltoffenste Bierkulturerfahrung für den genussorientierten Kenner!“ Somit sei klar formuliert, dass es um ein offenes, international orientiertes Weiterentwickeln der Genussregion gehe.

Andreas Brunner unterstrich in seiner Laudatio das große Engagement der Ausgezeichneten für den Erhalt und der Weitergabe gelebter bayerischer Bierkultur. Er sei überzeugt: Mit ihren zahlreichen Aktivitäten und Ideen werde die Initiative Bierkulturregion Niederbayern weit über ihre Grenzen hinaus die Vermarktung der heimischen Bierkultur stärken, genussorientierte Besucher anlocken und somit seinen Beitrag leisten, den Bestand der örtlichen Brauereien und den Erhalt dieses besonderen Stückes niederbayerischer Bierkultur dauerhaft zu sichern.

Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes e.V., Dr. Lothar Ebbertz, dankte den Preisträgern und allen, die sich um die Auszeichnung beworben haben, für ihre Begeisterung und den Ideenreichtum zum Wohle der gesamten bayerischen Brauwirtschaft.

Ausgezeichnet wurden im Einzelnen die folgenden Mitglieder der Initiative Bierkulturregion Niederbayern:

  • Apostelbräu Privatbrauerei Rudolf Hirz, Hauzenberg
  • Bayerische Löwenbrauerei Franz Stockbauer AG, Passau
  • Bier- und Wohlfühlhotel Gut Riedelsbach, Neureichenau
  • Brauerei Aldersbach Freiherr von Aretin GmbH & Co KG, Aldersbach
  • Brauerei Hutthurm ein Betrieb der Raiffeisenbank i.Lkrs. Passau Nord eG, Hutthurm
  • Bucher-Bräu GmbH & Co KG, Grafenau
  • Das Stemp – Wellnessresort, Büchlberg-Tannöd
  • Edlgütl – Ferienwohnung & Chalet, Breitenberg
  • Erste Dampfbierbrauerei W. Pfeffer GmbH & Co KG, Zwiesel
  • Gasthof Zum Sonnenwald, Schöfweg
  • Genießerbäckerei Pilger, Breitenberg
  • Glashütte Valentin Eisch, Frauenau
  • Hotel Gottinger, Waldkirchen
  • Hotel Hüttenhof, Grainet
  • KaffeeWerk, Passau
  • Kapellenhof – Wirtshaus, Pension & Reiterhof, Ringelai
  • Kur- & Feriencamping Holmernhof Dreiquellenbad, Bad Griesbach
  • Landgasthof Kamm-Bräu, Zenting
  • Landgasthof Zum Lang, Untergriesbach
  • Landhotel Haus Waldeck, Philippsreut
  • Landkreis Freyung-Grafenau
  • Landkreis Passau
  • Landrefugium Obermüller, Untergriesbach
  • Lang Bräu Freyung eG, Freyung
  • Metzgerei Heindl, Untergriesbach
  • Weißbräu Kößlarn, Kößlarn
  • Wellnesshotel Reischlhof, Wegscheid
  • 5-Sterne Wellnesshotel Jagdhof, Röhrnbach

Grüner Anarchist – Geile Zig

Grüner Anarchist ist eine Brauerei in Franken. Die Philosophie des Unternehmens wird auf der Website der Brauerei so dargestellt: „Bei Grüner Anarchist bringen wir dich endlich wieder zurück zu den echten, inneren Werten. Traditionelles Brauhandwerk trifft auf beste, natürliche und regional angebaute Zutaten, die der Grüne Anarchist zu einem einzigartigen Geschmacksprofil zusammensetzt. Und warum? Weil wir endlich wieder eine Biermarke brauchen, die nicht nur geschmacklich überzeugt, sondern auch die inneren Werte schätzt und pflegt. Denn das ist grüne Anarchie! Echtes Handwerk – Echt Natur – Echt anders. Das ist Grüner Anarchist.

Wir von Grüner Anarchist verbinden ursprüngliche, handwerkliche Braukunst mit den kreativen Ideen der Craft Beer Bewegung. Natürlich gebraut legen wir bei all unseren Sorten besonders viel Wert auf natürliche Rohstoffe – denn die besten Inhaltsstoffe sind für uns gerade gut genug!

Natürliche Bio-Malze und Bio-Hopfen bilden den Körper und die Seele unserer Biere.

Besonders unsere „Alten Landmalzsorten“, die noch nicht zu Hochleistungszüchtungen der Agrarindustrie stilisiert worden sind, bringen einen einzigartigen Geschmack in alle Biere von Grüner Anarchist. Immer ganz nach dem Motto: Echtes Handwerk, Echt Natur, Echt anders!“

Das klingt doch soweit schon mal gut. Nur eines macht mich stutzig – die Brauer schreiben mehrfach von Rohstoffen aus biologischer Erzeugung. Auf den Etiketten ist aber keines der bekannten Biosiegel abgedruckt. Das muss nichts heißen, aber irgendwie hätte ich dafür schon gerne eine Begründung. Aber gut, wende ich mich jetzt dem Bier zu.

Hell goldfarben und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Die Aromen des Hopfens stürmen meine Nase. Ich rieche Düfte nach Zitrusfrüchten und Melone, dazu grasige Noten. Abgerundet wird das Aroma durch die Karamellnoten des Malzes, die sich aber im Hintergrund halten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße aus. Obwohl die sehr feinperlige Kohlensäure vergleichsweise zurückhaltend eingesetzt wurde, wirkt das Bier frisch und angenehm. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider und es gesellt sich noch der Geschmack nach frisch geernteten Kräutern dazu. Die Bitterkeit des Hopfens hält sich überraschend im Hintergrund, während die Süße erhalten bleibt und für ein volles Mundgefühl sorgt. Erst im Abgang kommt das Bitter in den Vordergrund, wo es aber weiterhin mild und diskret bleibt, aber trotzdem überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

12 ° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

Brauhaus Binkert
Westring 5
96149 Breitengüßbach
www.mainseidla.de

für

Grüner Anarchist
Am Riegel 3
97783 Karsbach
www.grüneranarchist.de

Bier-Wellness in Bad Gögging

Vermitlich ist Gesundheit nirgendwo „uriger“, „bayerischer“ und „gemütlicher“ als in der Hallertau: Dort, im Osten Bayerns, liegt das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt und von hier stammen das Reinheitsgebot, der Erfinder des Pils und die Bier-Weltmeister des „World Beer Cups“. Rund 160 Brauereien und über 1.000 Biersorten eröffnen Freunden des goldgelben Gerstensafts eine einzigartige Bier-Genuss-Welt – nicht nur zum Trinken. Rund eine Autostunde nördlich von München begeistert besonders der Traditionskurort Bad Gögging mit seiner ganz eigenen Bier- und Hopfenwelt immer mehr Gäste – „Hopfen-Wellness“, Hopfenzupfen und ein gesund-erholsames Hopfenbad inklusive.

Im Bier sorgt der Hopfen für das leicht bittere Aroma und erhöht die Haltbarkeit. Zunehmend wurde in den letzten Jahren aber auch die seit dem Mittelalter bekannte wohltuende Wirkung für das Wohlbefinden wiederentdeckt. Auch für die Gesundheit sind die Blüten der bis zu sieben Meter hohen Pflanzen ein Gewinn: „Hopfen wirkt durch seine Bitter- und Gerbstoffe beruhigend und verbessert den Schlaf“, sagt Astrid Rundler, Tourismus-Managerin in Bad Gögging. Diesen Effekt haben sich innovative Anbieter in Bad Gögging nun zunutze gemacht. Hopfenöl- und Hopfenseifenschaum-Massagen, Hopfenbäder sowie Hopfencremepackungen lassen Besucher nicht nur im „siebten Wellness-Himmel“ schweben, sie helfen vielen Gästen auch, eine neue Balance für den Alltag zu finden.

Mit einer Pflanzfläche von rund 15.000 Hektar – etwa die Größe des Fürstentums Liechtenstein – ist die Hallertau mit Abstand das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt. Rund 30.000 Tonnen des „Grünen Goldes“ werden pro Jahr in der Hallertau geerntet – das entspricht 85 Prozent der gesamten deutschen Produktion und rund einem Drittel der gesamten Hopfenernte auf der Welt.

Bad Gögging, dessen Schwefelquellen die Römer bereits vor 2.000 Jahren entdeckten, liegt idyllisch eingebettet zwischen Donauauen und den unendlichen Hopfengärten. Seit einigen Jahren entwickelt sich in dem Traditionskurort mit jährlich rund einer halben Million Gästeübernachtungen und mehreren Vier-Sterne-Hotels der Hopfen zu Bad Göggings „viertem natürlichen Heilmittel“.

In und um Bad Gögging lässt sich das „Grüne Gold“ heute mit allen Sinnen erleben. Hopfen-Erlebnisführungen eröffnen Urlaubern die Geheimnisse der traditionsreichen Hanfpflanze. Auf den Höfen können Gäste bei den Hallertauer Hopfenwochen Ende August selbst bei der Ernte mithelfen und sich nach der Arbeit mit einer Bierprobe belohnen. Hopfenbotschafterinnen lassen die Geschichte lebendig werden. Spaziergänge und Radtouren entlang der beeindruckenden Hopfengärten mit ihren sieben Meter hohen Stangen garantieren eine einzigartige Urlaubserfahrung. Im Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach können Besucher sich zudem auf die Spuren der mehr als 1.200 Jahre alten Geschichte des Hopfens und des Biers in der Hallertau begeben.

Abgerundet wird die Genuss-Reise in die Heimat des Bieres durch einen Besuch in einer der vielen einzigartigen Erlebnis-Brauereien rund um Bad Gögging. Das nur zehn Autominuten entfernte Kloster Weltenburg ist die älteste Klosterbrauerei der Welt. In der Klosterwirtschaft und im schattigen Biergarten wird die Historie von fast einem Jahrtausend höchster Braukunst lebendig. Auch die älteste Weißbier-Brauerei Bayerns, Schneider Weiße in Kelheim, erlaubt Besuchern regelmäßig einen Blick in die Manufaktur.

Gampertbräu – Förster-Pils

Die Privatbrauerei Gampertbräu aus Weißenbrunn bei Kronach gehört zu den traditionsreichen Brauereien in Franken. 1514 wurde die Brauerei gegründet und befindet sich seitdem im Familienbesitz.

Die Brauerei beschreibt die Situation, in der sie sich heute befindet, auf ihrer Website wie folgt: „Heute ist die Gampertbräu ein leistungsfähiger, mittelständischer Familienbetrieb auf einem modernen Technologiestand. Ausgezeichnete Produkte, hoher Bekanntheitsgrad, große Akzeptanz beim Verbraucher und engagierte Mitarbeiter lassen die Geschäftsleitung optimistisch und zuversichtlich in die Zukunft schauen. Unter dem Motto „Klasse statt Masse“ erwirbt sich die Gampertbräu in einem hart umkämpften Markt einen Wettbewerbsvorteil, der gerade für eine mittelständische Brauerei von existentieller Bedeutung ist. Die Verbundenheit zu ihrer Kundschaft wird oftmals durch jahrzehnte, ja sogar jahrhunderte lange Treue dokumentiert.“

Hell goldgelb und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Düfte nach Biskuit sowie einige würzige Noten steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist recht süß, was gut zur reichlich dosierten Kohlensäure passt. Auf der Zunge kommt ein passendes Bitter zur Süße. Dabei ist das Bier frisch und vollmundig, kurz gesagt süffig. Im Abgang wird das Bier trockener und ein freundliches Bitter mit langem Nachklang übernimmt das Kommando.

Dieses Bier beweist, dass in Franken nicht nur das Helle von hervorragender Qualität ist, sondern dass auch ein ordentliches Pils gebraut werden kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Gebr. Gampert GmbH & Co. KG
Braustraße 2-4
96369 Weißenbrunn
www.gampertbraeu.de

Maisel baut weitere Brauerei

Seit vier Generationen braut die Brauerfamilie Maisel nun schon am Standort Bayreuth mit viel Liebe und Leidenschaft ihre Biere und konnte die Brauerei dabei kontinuierlich ausbauen. In den letzten 15 Jahren hat sich die Beliebtheit ihrer Biere und damit auch der Absatz deutlich gegen den Trend in der Braubranche gesteigert, so dass die Familie Maisel nun den Entschluss gefasst hat, zusätzlich zum Maisel´s Brauhaus ihre Kapazitäten am Heimatstandort durch den Bau einer neuen Brauerei deutlich zu erhöhen. Direkt in der Nachbarschaft wurde ein geeignetes Grundstück gefunden, auf dem das „Bayreuther Brauhaus“ errichten werden soll. Im Bauausschuss der Stadt Bayreuth wurde am 22. Juni 2021 dem Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren zugestimmt.

Die Nachfrage nach den Bieren der Brauerei Gebr. Maisel (Maisel’s Weisse, Maisel & Friends) und den Bieren der Bayreuther Bierbrauerei (Aktien Zwick’l Kellerbier und ganz besonders Bayreuther Hell) ist in den vergangenen Jahren beständig gewachsen und trotz des schwächelnden deutschen Biermarktes ist ein Trendbruch für die Biere aus Bayreuth nicht in Sicht. Aufgrund der sehr positiven Entwicklung ist die Kapazitätsgrenze der aktuellen Braustätte an der Hindenburgstraße erreicht. Es ist abzusehen, dass die bereits in der Umsetzung befindlichen Investitionen (Erweiterung der Logistikfläche, Neubau eines Bürogebäudes, Modernisierung der Abfüllung, neue Gär- und Lagertanks, u.v.m.) nicht ausreichen werden, um die steigende Nachfrage insbesondere nach Bayreuther Hell zu befriedigen. Aus diesem Grund hat sich die Familie Maisel nach Erweiterungsflächen umgeschaut und sich schließlich für den zusätzlichen Neubau des „Bayreuther Brauhauses“ entschieden. Da der Brauerfamilie ihre Heimat in Bayreuth sehr am Herzen liegt, war die Freude groß, als ein passendes Grundstück unweit des Maisel’s Brauhauses gefunden wurde.

„Wir sind mehr als dankbar dafür, dass sich unsere Biere weiter steigender Beliebtheit erfreuen. Da war es nur eine logische Konsequenz, trotz des rückläufigen Biermarktes in einen zusätzlichen Standort, das ‚Bayreuther Brauhaus‘ zu investieren,“ erklärt Brauereiinhaber Jeff Maisel die Entscheidung zum Brauereineubau. „Es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit, dass wir unser Projekt umsetzen dürfen und so die Familiengeschichte fortschreiben können. Wie mein Großvater schon sagte: „ein Brauer der nicht baut, bald auch nicht mehr braut!“ “

Detailplanungen gibt es zum Bayreuther Brauhaus noch nicht, aber der Wunsch der Familie Maisel ist es, eine moderne sowie nachhaltige Braustätte zu errichten, in der 500.000 Hektoliter Bier pro Jahr hergestellt werden können. Die technische Ausstattung aller Braustätten wird vergleichbar sein, so dass die Mitarbeiter in Maisel’s Brauhaus, Bayreuther Brauhaus oder der Maisel & Friends Brauwerkstatt gleichermaßen eingesetzt werden können. Dies soll zum einen für Flexibilität sorgen und zum anderen auch den hohen Qualitätsanspruch erfüllen, den die Familienbrauerei als Messlatte ansetzt und der in verschiedenen Verkostungswettbewerben immer wieder bestätigt wird.

Wichtig ist Jeff Maisel auch die Umweltverträglichkeit der entstehenden Braustätte. Das Bayreuther Brauhaus wird nach neuesten technischen Standards einen geringen Wasser- und Energieverbrauch, sowie einen niedrigen CO2-Ausstoß haben. Zudem wird sich die Brauerei auch optisch gut in das grüne Landschaftsbild des Bayreuther Ortsteils Oberobsang einfügen.

Einen Zeitplan zur Fertigstellung gibt es noch nicht, aufgrund der bestehenden Kapazitätsprobleme wünscht sich die Familie Maisel allerdings eine schnelle Realisierung des Bauprojektes. Die Planungen sind daher bereits in vollem Gange.

Wandern zum Pfälzer Wirtshaus

„An Glust ham“ – so sagt man im Oberpfälzer Wald in Ostbayern, wenn man großen Appetit auf etwas hat. Und Anlass für „Glust“ bietet die bayerische Region mehr als genug. Das Wandern durch die Oberpfälzer Landschaft in Verbindung mit einer Einkehr in eines der traditionsreichen Wirtshäuser gilt als besondere „Genusskombination“, die auch immer mehr Besucher schätzen. Besondere Genießer-Touren bescheren immer mehr Besuchern besondere „bayerische Glücksmomente“.

Ein Paradebeispiel dafür ist der „Biergenuss am Wasser entlang“. Die 38 Kilometer lange Wanderung kann je nach Wunsch an einem oder zwei Tagen absolviert werden. Dabei pendeln Wanderer zwischen den zwei Brauereigasthöfen Jacob in Bodenwöhr und Jakob in Nittenau. Neben Bierspezialitäten begeistert auf dieser Runde der Wasserreichtum des Oberpfälzer Waldes die Gäste – in Form des idyllischen Regentals und des Hammersees.

Mehrere Genießertage ermöglicht auch die Zoiglwanderung auf dem Goldsteig. Der sechszackige Zoiglstern, das Zunftzeichen der Bierbrauer, bestimmt den Weg: Die 48 Kilometer lassen sich gut in zwei bis drei Etappen aufteilen – schließlich sollte man genug Zeit einplanen, um unterwegs einzukehren und das Kultbier Zoigl sowie eine zünftige Brotzeit zu genießen. Nicht zu vergessen die Naturschönheiten am Wegesrand, die unterwegs immer wieder zum Verweilen einladen – zum Beispiel die Muckenthaler Teichpfanne und das Naturschutzgebiet Waldnaabtal.

In der Kürze liegt die Würze auf der knapp zehn Kilometer langen Genusswanderung bei Waldsassen. Der ausgezeichnete „Bayerische Genussort“ beeindruckt mit imposanter Barockarchitektur inmitten ländlicher Idylle – und mit Wirtshäusern und Restaurants, die sich ganz explizit regionaler und saisonaler Küche verschrieben haben. So speisen Besucher etwa direkt neben der beeindruckenden Dreifaltigkeitskirche Kappl Burger und Bratenspezialitäten vom Angusrind aus eigener Aufzucht.

Diese und viele weitere Tourentipps finden Besucher im Natur-Navi, der digitalen Wanderkarte für den Oberpfälzer Wald, unter www.oberpfaelzerwald.de/natur-navi. Sehenswertes am Wegesrand sowie Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten lassen sich dort bequem auf einen „digitalen Merkzettel“ abspeichern: So lässt sich eine „Genussreise“ durch den Oberpfälzer Wald besonders individuell planen.

Das Foto wurde mir zur Verfügung gestellt vom Tourismusverband Ostbayern/Thomas Kujat.

Maisel & Friends – Summercrew Session IPA

Ich habe den Eindruck, dass es sich in Bayreuth zur Tradtion entwickelt, dass die Abschlussjahrgänge der Azubis der Brauerei Maisel ihr eigenes Bier brauen und dieses Bier als Sondersud in den Verkauf kommt. Nach dem Erfolg im letzten Jahr hat die sieben Azubis, die sich selbst den Namen Summercrew gegeben haben, ein Session IPA gebraut.

Das Maisel Project 2021, so der Name des Ausbildungsprogramms, baut im Wesentlichen auf vier Schritten auf. Dazu gehören die Entwicklung des Rezepts für das spätere Bier, das Einbrauen des Sudes, das Design des Etiketts sowie letztendlich das Erschließen der Vertriebskanäle und die Öffentlichkeitsarbeit. So ein vollständiges Projekt bekommen die wenigsten Auszubildenden angeboten. Kommen wir aber zum Bier.

Goldgelb und leicht opalisierend läuft das Bier ins Glas. Die dabei entstehende Schaumkrone ist relativ klein, bleibt aber lange erhalten. Gegen die Optik ist schon mal nichts zu sagen.

Eine Vielzahl fruchtiger Aromen steigt mir in die Nase. Ich rieche neben Zitrusfrüchten und roten Früchten auch bittere Noten, die an Grapefruitkerne erinnern. Bereits in der Nase treffen sich die typischen Eigenschaften eines IPAs mit den Früchten des Sommers. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist mäßig süß und sorgt mit der reichlich enthaltenen feinperligen Kohlensäure für eine ungeheure frische. Auf der Zunge sticht zunächst das an Grapefruitkerne erinnernde fruchtige Bitter hervor, während sich der Geschmack nach Zitrus und roten Früchten erst entwickelt. Eine leichte Süße, die an Honig erinnert, rundet den Eindruck ab, so dass ein rundes und weiches Mundgefühl entsteht. Der Abgang ist überraschend mild und die Fruchtigkeit klingt noch lange in der Kehle nach.

Mit der Fruchtigkeit und dem vergleichsweise geringen Alkoholgehalt von 4,3 Volumenprozent ist das Bier der fränkischen Auszubildenden hervorragend für die kommenden heißen Sommertage geeignet. Wie immer gibt es das Bier im Brauereiladen in Bayreuth oder im Versand erhältlich. Und nicht vergessen: Wenn das Bier weg ist, dann ist es weg und wird auch nicht mehr nachgeliefert. Schnell sein lohnt sich also.

Bevor ich es vergesse: Wenn Sie sehen wollen, wer dieses Bier „verbrochen“ hat, lohnt es sich, das Bier zu bestellen. Die Auszubildenden haben sich auf dem Etikett verewigt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Kara Ebenholz, Kara Eiche), Hopfen (Amarillo, Aramis, Callista, Calypso, Barbe Rouge, Monroe, Polaris, Topaz), Hefe

Alkoholgehalt:

4,3 % Vol.

Stammwürze:

9,8° Plato

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Hertl – Vater & Sohn

Hinter dieser Bierkreation steckt eine sehr persönliche Geschichte. David Hertl, Kopf und Herz hinter der Braumanufaktur Hertl, kommt aus einer Winzer-Familie. Sein Vater Bernd Hertl ist mit Leib und Seele Winzer und wünschte sich, dass sein Sohn das Handwerk ebenfalls erlernte. Schon früh wurde der Junge an die Trauben herangeführt, doch so recht wollte keine Begeisterung für die Önologie aufkommen. Man ließ nichts unversucht, doch Sturkopf David konnte nicht überzeugt werden. Um ihn trotzdem zur Fortführung eines Familiengewerbes zu bewegen, schickte man den Jungen mit seinem Großvater mit. Doch auch Elektriker wollte David nicht werden. Beim Besuch einer Brauerei allerdings entdeckte David sein großes Interesse für das Brauhandwerk. Die Familie atmete erleichtert auf, David hatte seine Passion gefunden!

Und weil man bei den Hertls nicht nachtragend ist, hat Bernd das Winzerhandwerk kurzfristig an den Nagel gehängt und unterstützt David seit Tag 1 tatkräftig in Frankens kleinster Brauerei. Diese Familiensaga hätte ein böses Ende nehmen können, doch die Hertls haben das Beste draus gemacht und feiern ihre Leidenschaft nun mit einer gemeinsamen Kreation. Vater & Sohn ist ein Bier, das Brauhandwerk und Winzerei miteinander verbindet: Ein junges Stout wird mit einem jungen Domina-Wein vergoren.

Bereits beim Öffnen der Flasche kommt mir der Inhalt entgegen. Es ist so viel Druck auf der Flasche, dass die Hälfte des Biers heraussprudelt. Schade. Eigentlich wollte ich es ja trinken. Und das Aroma ist wirklich verführerisch. Es erinnert mich an einen guten französischen Rotwein, der sein Aroma mit dem der Hefe vermischt. Auch die Farbe erinnert an einen Bordeaux, der aber durch die Hefe eingetrübt ist.

Der Antrunk ist recht süß und wie ich nach dem Sprudeln des Biers aus der Flasche vermutet hatte, enthält es reichlich Kohlensäure. Auf der Zunge macht das Bier den gleichen Eindruck wie in der Nase. Rotwein und Hefe sind die Geschmackseindrücke, eigentlich ähnlich wie bei einem roten Federweißen. Nur kommen jetzt die Weinnoten noch mehr zum Vorschein. Das Mundgefühl ist weich und rund. Der Rotweingeschmack dominiert auch den Abgang, wobei noch die Bitterstoffe des Hopfens zum Tragen kommen, die einige Zeit nachklingen.

Zutaten:

Bier (Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe), Wein (Wasser, Trauben, Hefe)

Alkoholgehalt:

9 % Vol.

Brauerei:

Braumanufaktur Hertl
Thüngfeld 61
96132 Schlüsselfeld
www.braumanufaktur-hertl.de

 

Unertl – Bio-Weisse mit Dinkel Alkoholfrei

In Mühldorf am Inn in Oberbayern ist die Brauerei Unertl beheimatet, die insgesamt sechs Weißbiere sowie einen Weißbierschnaps im Angebot hat. Noch bayrischer geht es ja wohl kaum noch. Und von dort kommt das alkoholfreie Weizenbier mit Dinkel, das jetzt vor mir steht. So weit ist das Bier ja schon fast normal, aber die Brauerei hat noch einen draufgelegt: die Zutaten für dieses Bier stammen aus biologischem Anbau. Und um die Krone aufzusetzen ist es nicht nur EU-Bio light, sondern echtes von Bioland zertifiziertes Bio. Mehr geht kaum. Das schlägt sich auch in der Qualität nieder, denn dieses Bier hat im Jahr 2010 im World Beer Cup die Silbermedaille erhalten. Dann will ich das Bier mal verkosten und feststellen, wie es mir gefällt.

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Dabei entsteht eine für ein Weißbier recht kleine Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet malzig nach Karamell mit einem Hauch Nuss sowie leicht nach Bananen und Hefe.

Der Antrunk ist leicht süß und durch die feinperlige Kohlensäure wirklich spritzig. Auf der Zunge offenbart sich der für ein alkoholfreies Bier überraschend voller Geschmack. Er ist für ein Weizenbier typisch mit seinem Geschmack nach Biskuit und Banane. Der Abgang ist stiltypisch mild und der Geschmack klingt überraschend lange nach.

In meinen Augen gehört das Unertl Bio-Weisse mit Dinkel zu den besten alkoholfreien Weißbieren.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Dinkelmalz, Hopfen (Tradition, Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 7° Celsius

Brauerei:

Unertl GmbH
Weißgerberstr. 7-12
84453 Mühldorf a. Inn
www.unertl.de