Schlagwort-Archiv: Bayern

And Union – Sunday Pale Ale

Es ist schon erstaunlich. Während andere Brauereien viel Mühe und wohl auch Geld einsetzen, um ihren Bieren ansprechende Namen zu geben und ihnen ein auffälliges Etikett zu spendieren, geht And Union einen anderen Weg, den des Minimalismus. Die Biere werden einfach nach Wochentagen benannt und noch weniger Design als die Etiketten ist kaum noch möglich. Gerade dadurch fallen die Flaschen im Bierregal dann auch auf. Genauso minimalistisch geht es dann auf dem Rückenetikett weiter. In Schwarz-Weiß werden die wichtigsten und vorgeschriebenen Infos gegeben und gut ist. So, jetzt habe ich mich aber lange genug mit der Flasche aufgehalten, kommen wir nun zum Bier.

Intensiv rotgolden und leicht hefetrüb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feste Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten. An der Optik gibt es nichts auszusetzen.

Das Aroma ist vorwiegend fruchtig, aber auch das Malz kommt mit seinem Duft nach Biskuit zu seinem Recht. Im Vordergrund steht aber die Fruchtigkeit des Hopfens mit Düften nach Mango, Mandarinen und Ananas. Abgerundet wird das Aroma durch eine leichte Holznote sowie durch den Duft nach Waldhonig.

Der Antrunk offenbart eine leichte Süße, wobei die eher dezent eingesetzte feinperlige Kohlensäure für eine angenehme Frische sorgt. Auch auf der Zunge hält sich die Fruchtigkeit und die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Zitrusnoten sowie eine leichte Harzigkeit sorgen für ein weiches und volles Mundgefühl. Im Abgang wird das Bier trockener und ein freundliches leichtes Bitter übernimmt das Zepter. Der Geschmack klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen (Simcoe, Chinook, Magnum, Summit)

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

35 IBU

Empfohlene Genusstemperatur‍:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

AND UNION GmbH
Lindwurmstraße 114
DE-80337 München

Nürnbier – Drei im Seidla

Für die Leser, die nicht aus Franken kommen, muss ich den Namen dieses Bieres vermutlich erst einmal erklären. Ein Seidla ist einfach der fränkische Ausdruck für einen Bierkrug. Bekannter und dabei ähnlich ist auch der Name Seidel. Außerdem spielt der Name auf einen Snack an, den es vermutlich nur in Nürnberg gibt – Drei im Weckla. Das sind einfach drei Nürnberger Rostbratwürste, die zusammen in ein Brötchen gesteckt werden. Und so haben die drei Brauer bei diesem Bier sowohl drei Malze als auch drei Hopfensorten verwendet. Soviel zum Namen. Kommen wir nun zum Bier.

Golden und nur leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aromoa ist ausgesprochen fruchtig. Ich rieche Zitrusfrüchte, Ananas, Mandarine und Mango. Abgerundet wird das Aroma durch eine leichte Karamellnote des Malzes.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Die Kohlensäure ist feinperlig, aber kräftig. Auf der Zunge bildet sich ein zur Süße passendes fruchtiges Bitter, das mich an den Geschmack erinnert, den ich im Mend habe, wenn ich auf einen Zitronenkern beiße. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang lässt das Bitter etwas nach, aber es klingt trotzdem lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Wiener Malz, Carapils), Hopfen, (Mandarina Bavaria, Hallertauer Blanc, Polaris), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Brauerei:

R&W Bierspezialitäten Nürnberg GmbH
Äußere Laufer Gasse 6
90403 Nürnberg

Greifla – Schwarz

Eigentlich kenne ich Schwarzbier in erster Linie aus dem Osten. Mit dem Greifla Schwarz steht aber nun eine fränkische Interpretation des Schwarzbiers vor mir.

Rubinrot, fast schwarz, präsentiert sich das Bier im Glas. Die elfenbeinfarbene feinporige Schaumkrone bleibt lange erhalten. Die Optik haben die Franken schon mal gut hinbekommen.

Der Duft dunkler Schokolade bestimmt das Aroma, dazu etwas Biskuit sowie leichte Rauchnoten.

Der Antrunk ist leicht süß. Die sehr feinperlige Kohlensäure ist eher knapp dosiert, aber da das Bier nur wenig süß ist, passt es mit der Kohlensäure durchaus. Auf der Zunge dominiert der Geschmack nach dunkler Schokolade sowie nach Mokka, Bitter ist eher zurückhaltend vorhanden. Es ist halt ein typisches fränkisches Bier. So ist auch das Mundgefühl weich, das Bier ist ausgewogen. Der Abgang ist mild, langsam kommt der Geschmack nach Espresso in meiner Kehle an und klingt dort lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

49 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Greif
Serlbacher Str. 10
91301 Forchheim
www.brauerei-greif.de

 

Riedenburger Ur-Helles Alkoholfrei

Aus Riedenburg kommt das alkoholfreie Helle, das jetzt vor mir steht. Eine Besonderheit weist das Riedenburger Brauhaus auf: die Rohstoffe sind nicht nur EU-Bio, sondern echtes Bio, in diesem Fall Bioland. Außerdem braut Riedenburger bereits seit vielen Jahren mit Rohstoffen aus biologischem Anbau, das Unternehmen ist also nicht auf einen fahrenden Zug aufgesprungen, sondern gehört zu den Pionieren der biologischen Biere.

Hell goldfarben und gefiltert läuft das Bier ins Glas. Die feste Schaumkrone ist etwas mehr als durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten. Optisch gehört das Bier auf jeden Fall zu den besten alkoholfreien Bieren.

Das Bier duftet nach Getreide. Der malzige Duft mischt sich mit grasigen und pfeffrigen Noten. Dazu kommt noch eine leichte Süße.

Wie ich es erwartet habe ist auch der Antrunk leicht süß und frisch. Auf der Zunge kommt noch eine leichte fruchtige Säure dazu. Bitter ist kaum zu schmecken. Trotzdem ist das Mundgefühl voll. Erst im Abgang spüre ich in der Kehle ein leichtes Bitter, das die Fruchtigkeit begleitet und überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Gärungskohlensäure, Hefe

Riedenburger Ur-Helles Alkoholfrei ist ein unkompliziertes und leicht zu trinkendes Bier ohne Ecken und Kanten.

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

6,7° Plato

Brauerei:

Riedenburger Brauhaus
Hammerweg 5
93339 Riedenburg
www.riedenburger.de

BierSelect

Unertl – Weisse Alkoholfrei

Besser als der Bier-Onlinehandel Bierlinie kann ich es auch nicht formulieren: „Bayrisches Weißbier in Bioqualität als alkoholfreies Bier aus einer Brauerei für regionale Bierspezialitäten.“ Braucht es noch mehr, um zu überzeugen, dieses Bier einmal zu testen?

Bernsteinfarben und hefetrüb mit einer festen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt – so präsentiert sich das Bier im Glas.

Düfte nach Banane, Hefe, Karamell und Gewürznelke steigen mir in die Nase. Obwohl das Bier als alkoholfrei verkauft werden darf, bringt es doch die typischen Düfte eines Weizenbiers mit.

Der Antrunk offenbart eine angenehme Malzsüße sowie eine feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge zeigt sich das Bier fruchtig mit einer leichten Säure und die Aromen spiegeln sich wider. Das Mundgefühl ist weich, fast samtig. Auch der Abgang ist mild und fruchtig mit minimalem Bitter. Er klingt durchschnittlich lange nach.

Bei diesem Weißbier fehlt der Alkohol absolut nicht.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Tradition, Perle, Herkules), Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

7° Plato

Bittereinheiten:

14 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Unertl GmbH
Weißgerberstr. 7-12
84453 Mühldorf a. Inn
www.unertl.de

Allgäu Stoff

Das Bier, das jetzt vor mir steht, stammt aus der Aktienbrauerei Kaufbeuren. Die Website dieser Brauerei ist ungewöhnlich. Dort werden viele Biere der Brauerei angeboten, dazu eine große Auswahl an Gläsern und Merchandising-Artikeln, aber über sich selbst verliert die Brauerei kein Wort. Kein Bild, keine Beschreibung der Philosophie des Unternehmens – nichts. Nur ein für eine Brauerei recht umfangreicher Webshop. Aber gut. Wenn ich keine Infos über die Brauerei habe, kann ich mich gleich auf das Bier stürzen.

Intensiv goldfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein und löst sich schnell auf.

Das Bier duftet nach Karamell und Gerste. Dazu kommen würzige und grasige Noten des Hopfens. Das Aroma ist unkompliziert, trotzdem aber verheißungsvoll.

Der Antrunk wird durch eine leichte und angenehme Malzsüße dominiert. Dazu kommt reichlich kräftige Kohlensäure. Auf der Zunge sind Süße und Würzigkeit gut aufeinander abgestimmt. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang tritt die Würzigkeit etwas stärker in den Vordergrund, während Bitterstoffe kaum zu schmecken sind. Trotzdem klingt der Geschmack lange nach.

Ich bin ja normalerweise kein allzu großer Freund des Hellen, aber der Allgäu Stoff gehört eindeutig zu den besseren Angeboten dieses Fachs. Zu einem bayrischen Schweinsbraten oder zu Wild passt das Bier gut.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Herkules, Hallertauer Select)

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Bittereinheiten:

20 IBU

Stammwürze:

11,7 %

Farbe:

6 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° Celsius

Brauerei:

Aktienbrauerei Kaufbeuren GmbH
Hohe Buchleuthe 3
87600 Kaufbeuren
www.aktienbrauerei.de

Bayerischer Brauerbund und DEHOGA Bayern verleihen die „Goldene BierIdee 2021“ an die Opernmacher GbR für die „BierOper“

Der Bayerische Brauerbund e.V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. haben am Mittwoch, den 28. Juli 2021, im GOP Varieté Theater, München der „Die Opernmacher GbR“ für „Die BierOper“ die Goldene BierIdee 2021 verliehen.

Seit 1999 würdigt die Auszeichnung „Goldene BierIdee“ Personen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Präsentation bayerischer Bierspezialitäten verdient machen.

Der Vize-Präsident des Bayerischen Brauerbundes e.V., Dr. Michael Möller, würdigte in seiner Laudatio das innovative Crossover-Konzept, das Bier und Oper auf höchst unterhaltsamer Art und Weise miteinander verbindet. Dr. Möller hob hervor, dass das musikalische Singspiel nicht nur für traditionelle Operngänger, sondern für ein breit gefächertes Publikum gemacht ist, das verstehen will, was gesungen und gesprochen wird, sowie auf anregend-spritzige Weise amüsiert und unterhalten werden möchte. Mit Gesang, Schauspiel und Tanz wird die Geschichte des traditionellen Volksgetränks Bier, angefangen bei Adam und Eva im Bier-Garten-Eden erzählt. Inhaltlich verknüpft die „BierOper“ fiktive und reale Erzählelemente geschickt und bringen dem Zuschauer die Entstehung und die Kulturgeschichte des goldenen Elixiers nahe.

Anfang Dezember 2019 starteten die ausgebildete Mezzosopranistin und Tänzerin Simone Werner zusammen mit Andreas Baur, der für Texte und Arragements verantwortlich zeichnet, mit der Premiere der BierOper. Zwei kurz hintereinander geschaltete Premiere-Veranstaltungen in Blonhofen bei Kaufbeuren waren ausverkauft. Die Künstler wurden mit Standing Ovations, Zugaberufen und einer überragenden Kritik in den Medien für das gelungene Werk gefeiert. Der Grundstein für eine Bühnenreise quer durch die Republik war gelegt und erste Gespräche mit möglichen Partnerbrauereien und -Bühnen fanden statt. Corona machte, wie vielen anderen Plänen, auch diesem, einen Strich durch die Rechnung.

Doch nun ist das Ensemble wieder startklar und präsentierte anlässlich der Preisverleihung einen dreißigminütigen Auszug aus der BierOper auf der Münchner GOP-Bühne. „Wir wollen, dass sich unsere Zuschauer mit dieser überschäumende Lebensfreude anstecken lassen und dieses würzig, spritzige und einzigartige Erlebnis auf die Bühnen unseres Landes bringen.“ erklärte Andreas Baur nach der überaus gelungenen Kostprobe.

Zusammen mit dem gesamten Team aus acht Orchestermusikern, dem Erzähler und den vier Solisten haben die Opernmacher ein Spektakel aus dem Bierkrug gezaubert, was sich selbst das Reinheitsgebot so nicht vorstellen konnte. Ordentlich Oper und Humor durchgeknallt bunt serviert! Darauf hat die Welt, oder zumindest das Bierland Bayern gewartet!

Weitere Informationen finden Sie unter www.die-bieroper.de.

Das Bild wurde mir vom Bayerischen Brauerbund zur Verfügung gestellt.

Maisel & Friends – Bourbon Bock 2020

Dass von der Brauerei Maisel & Friends im fränkischen Bayreuth richtig gute Biere kommen ist ja bekannt. Aber einmal im Jahr setzen die Franken noch einen drauf und veröffentlichen ihren Bourbon Bock. Dieses Bier hatte mehrere Monate Zeit, in verschiedenen Bourbon-Fässern zu reifen. Auch wenn das Jahr 2020 bereits einige Zeit vorüber ist, steht doch jetzt erst dieser Jahrgangsbock vor mir.

Bernsteinfarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone ist größtenteils feinporig und bleibt relativ lange erhalten.

Das Aroma ist sehr komplex. Ich rieche Süße, Mandeln, Trockenfrüchte, Kokos und Vanille. Der Duft des Whiskys bündelt diese Düfte zu einem bunten Strauß, der richtig Lust auf den ersten Schluck macht.

Der Antrunk ist weniger süß aus ich es erwartet habe. Im Gegenteil ist er erstaunlich frisch mit einer angenehm feinporigen Kohlensäure. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Die Frische bleibt präsent und nur wenig Bitter gesellt sich zu den Aromen. Dabei ist das Mundgefühl weich. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter kommt etwas mehr in den Vordergrund. Dabei bleibt der Geschmack freundlich und mild und er sorgt trotzdem für einen langen Nachklang.

Zutaten    :

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,7 % Vol.

Stammwürze:

17,2° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Bayerischer Brauerbund und DEHOGA Bayern verleihen die „Goldene BierIdee 2021“ an Johann Kalb, dem Landrat des Landkreises Bamberg, für die Initiative „36 Kreisla“

Der Bayerische Brauerbund e.V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. haben am Montag, dem 26. Juli 2021, im feierlichen Rahmen des Bayerischen Gastgewerbetages in Bamberg, Herrn Johann Kalb als Initiator für die Initiative „36 Kreisla“ die Goldene BierIdee 2021 verliehen.

Seit 1999 würdigt die Auszeichnung „Goldene BierIdee“ Personen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Präsentation bayerischer Bierspezialitäten verdient machen.

Normalerweise wird die Auszeichnung mit der „Goldenen BierIdee“ im Rahmen der Gala zur Wahl der Bayerischen Bierkönigin verliehen. Da diese im Mai nur digital stattfinden konnte, bot der vom Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern in Bamberg veranstaltete Bayerische Gastgebertag ein gutes Forum, um den Wert regionaler Bier- und Brauereivielfalt herauszustellen und die Auszeichnung vorzunehmen.

Dr. Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes e.V., würdigte in seiner Laudatio Landrat Johann Kalb als Ideengeber und Initiator der Initiative „36 Kreisla“, der sich die Förderung der besonderen regionalen Bierkultur seiner Heimat bereits im ersten Jahr seiner unterdessen 7jährigen Amtszeit auf die Fahnen geschrieben hat, und damit ein klares Signal, setzte, wie wichtig ihm die Brauereien in seinem Landkreis sind, und wie stark er sich mit ihnen identifiziert.

„Bamberg und der sie umgebende Landkreis sind ein Eldorado für Liebhaber gepflegter Bierkultur. Dicht an dicht finden sich hier mittelständische, handwerklich arbeitende Familienbrauereien auf engstem Raum. Der Landkreis Bamberg zählt 36 Gemeinden – namensgebend für die zu ehrende Initiative „36 Kreisla“. Auf sie verteilen sich insgesamt 55 Brauereien. So etwas gibt es auf so engem Raum nirgendwo auf der Welt“, erläuterte Dr. Ebbertz kurz die Superlative der Initiative. Doch neben der touristischen Außenwirkung hätte diese „BierIdee“ auch nach innen wirkende Kräfte: „Sie schafft, weil das neu entwickelte Landkreisbier „36 Kreisla“ immer das Gemeinschaftswerk mehrerer Brauereien ist, ein Zusammengehörigkeitsgefühl der teilnehmenden Brauereien, das unsere Branche so dringend braucht! Viel zu lange haben Brauereien sich im Wettbewerb unter- und gegeneinander aufgerieben, während die großen Wettbewerber um sie herum den Markt langsam unter sich aufteilten“, so Dr. Ebbertz.

Den beiden Verbänden, war diese BierIdee unter den vielen Einsendungen besonders aufgefallen, weil das Landkreisbier „36 Kreisla“ der trinkbar gewordene Ausdruck eines Zusammengehörigkeitsgefühls der Brauer, aber auch der Menschen im Landkreis geworden ist, die die Brauereivielfalt als Teil regionaler Identität wertschätzen und mit Stolz auf diese besondere Seite ihrer Heimat blicken.

Landrat Johann Kalb dankte für die Auszeichnung, die er stellvertretend für alle 36 Gemeinden des Landkreises entgegennahm. „Ich freue mich, dass unser Landkreisbier ‚36 Kreisla‘ und damit auch die beteiligten Brauereien diese hochkarätige Auszeichnung verliehen bekommen. Hier geht es natürlich auch um Wirtschaftsförderung. Ich danke dem Bayerischen Brauerbund und dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband für diese Anerkennung und ich sage ganz besonders unseren Brauern ein herzliches ,Vergelt’s Gott‘. Ohne ihre außerordentliche Fachkompetenz wäre die Realisierung des Landkreisbieres erst gar nicht möglich gewesen“, so Landrat Johann Kalb.

And Union – Tuesday

Jetzt steht mal wieder ein Bier aus der Brauerei And Union vor mir, die ihre Biere nach den Wochentagen benennt, allerdings nur von Dienstag bis Sonntag. Einen Montag gibt es in dieser Serie nicht. Das Tuesday, das ich jetzt verkosten möchte, ist ein alkoholfreies Weizenbier. Während früher alkoholfreie Biere eher von geringerer Qualität waren, hat sich in den letzten Jahren in diesem Bereich einiges getan. Ich meine, dass die besser schmeckenden alkoholfreien Biere erst auftauchten, als auch die Craft Beer-Brauer sich mit diesem Bierstil befassten. Da es heute etliche gutschmeckende alkoholfreie Biere gibt, hoffe ich jetzt auf ein angenehmes Biererlebnis.

Leuchtend golden und mit leichter Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und erzeugt dabei eine durchschnittlich große sahnige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Kohlensäure ist sehr agil und rundet die perfekte Optik ab.

Das Aroma ist weizenbiertypisch. Düfte nach Banane, Nelke und Brotkrume steigen mir in die Nase. Ich meine, auch einige würzige Noten nach Pfeffer zu riechen.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Neben dem typischen Weizenbiergeschmack, der die Aromen auf der Zunge widerspiegelt, schmecke ich auch einige holzige Noten. Bitter ist kaum vorhanden, aber das ist bei einem Weißbier ja die Regel. Für ein alkoholfreies Bier ist das Tuesday sehr vollmundig, auch wenn mir die geschmacksverstärkende Eigenschaft des Alkohols doch etwas fehlt. Im Abgang kommt eine leichte fruchtige Säure auf. Leider klingt der Geschmack vergleichsweise kurz nach. Trotzdem gehört das Tuesday eindeutig zur Spitze der alkoholfreien Weißbiere.

Zutaten:

Wasser, Weizen, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen (Hallertauer Perle, Hallertauer Perle, Hallertauer Tradition, Hallertauer Select Mandarin)

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

5° Plato

Bittereinheiten:

12 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

3° – 5° Celsius

Brauerei:

Brewers & Union UG
Ganghofer Straße 31
80339 München