Der Gewinner des vierten Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und BrauBeviale heißt Fernando Coppi. Sein „Tropical Coast“ hat sich in der Juryverkostung gegen 160 andere West Coast IPAs durchgesetzt. Seit 2018 richtet die BrauBeviale gemeinsam mit Maisel & Friends den Hobbybrauerwettbewerb aus. Seit seiner Gründung hat er enorm an Bedeutung und Zuspruch gewonnen.
Anders als in den Vorjahren fand der Hobbybrauerwettbewerb 2021 aufgrund von Corona nicht im Rahmen der HOME BREW Bayreuth statt. Die Veranstalter Maisel & Friends und BrauBeviale mussten zwar das beliebte Heimbrauerevent absagen, doch der Hobbybrauerwettbewerb wurde trotzdem durchgeführt. Seit Beginn des Wettbewerbs haben sich die Teilnehmerzahlen Jahr für Jahr gesteigert und 2021 konnten die Organisatoren einen absoluten Rekord aufstellen. Waren es 2020 noch 66 Anmeldungen, haben 2021 Hobby- und Heimbrauer aus nah und fern 160 Biere zum Wettbewerbsthema „West Coast IPA“ eingereicht.
Großes Interesse – logistische Herausforderung
Maisel & Friends Biersommelier Michael König organisierte die Juryverkostung von insgesamt 13 Juroren, bestehend aus Braumeistern, Biersommeliers und Vertretern der Fachpresse. Mit dabei war auch Andrea Kalrait, Executive Director BrauBeviale bei der NürnbergMesse. „Diese hohe Zahl an teilnehmenden Hobbybrauern freut uns natürlich enorm, denn sie zeigt, dass unser Wettbewerb sehr bekannt und beliebt ist,“ so König. „Auf der anderen Seite haben die vielen Einreichungen sowie die durch Corona verschärften Hygiene- und Sicherheitsstandards zu einer logistischen Herausforderung geführt, die wir mit Unterstützung eines starken Teams jedoch gut lösen konnten.“ An drei Verkostertischen wurden am Samstag, 8. Mai 2021 jeweils ca. 55 Biere nach Optik, Geruch, Geschmack, Bittere, Rezenz und persönlichem Eindruck beurteilt und bepunktet. Die besten zehn Biere kamen in eine Finalrunde und wurden von allen Jurymitgliedern nochmals verkostet. Nach einer intensiven Diskussion wurden die Top drei ermittelt.
Die Siegerehrung findet digital statt
Da in diesem Jahr keine HOME BREW mit Anwesenheit der Hobbybrauer stattfinden konnte, hat Michael König die drei Erstplatzierten vorab zuhause überrascht und die Preisübergabe in einem Gewinnerfilm festgehalten, der am 5. Juni 2021 via Maisel & Friends Facebook und YouTube veröffentlicht wurde und dort sowie auf myBeviale.com auch weiterhin angeschaut werden kann.
Der Gewinner des vierten Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und BrauBeviale heißt Fernando Coppi. Sein „Tropical Coast“ hat sich in der Juryverkostung gegen 160 andere West Coast IPAs durchgesetzt. Der 33-jährige gebürtige Brasilianer lebt in Berlin und braut seit drei Jahren Bier Zuhause. Er ist überglücklich, dass er den ersten Platz erreicht hat und hätte damit nie gerechnet. Seine Kreation enthält 6,4 Volumenprozent Alkohol, 56 Bittereinheiten und 14° Plato Stammwürze. Andrea Kalrait fasst die Entscheidung der Jury zusammen: „Viele der eingereichten West Coast IPAs waren sehr gut gebraut, so dass uns die Entscheidung nicht leichtgefallen ist. Schlussendlich hat uns das Tropical Coast von Fernando Coppi überzeugt, weil es einen außergewöhnlichen tropisch-fruchtigen Touch hat.“ Der Gewinner hat sein Bier neben den Hopfensorten Citra und Simcoe auch mit Idaho 7 gebraut, der für die tropische Note verantwortlich ist.
Im September wird Fernando Coppi nach Bayreuth kommen, um gemeinsam mit dem Team von Maisel & Friends sein Bier im 25 Hektoliter-Sudhaus nachzubrauen und bei der Etikettengestaltung mitzuwirken. Als Gewinn bekommt er eine Palette seines Tropical Coast nach Hause geliefert und darf seine Kreation im Herbst auf myBeviale.com der interessierten Getränke-Community präsentieren. Das streng limitierte Bier wird dann über den Onlineshop von Maisel & Friends käuflich zu erwerben sein.
Die Brauerei Kundmüller aus Weiher wurde im Jahr 2020 von Meininger zu den Craft-Brauern des Jahres gekürt. Mit ihrem breit gefächerten Sortiment raffinierter Craftbiere haben sie diese Auszeichnung redlich verdient. Doch die fränkischen Brauer können nicht nur modernes Craftbier, auch die Klassiker aus dem Hause Kundmüller sind echte Bierspezialitäten.
Häufig wird der Begriff „der ewige Zweite“ als etwas abwertend angesehen. Jetzt habe ich einen „ewigen Zweiten“ vor mir stehen, „1747 Dunkles“ genannt, aus der Brauerei Zum Löwenbräu aus Adelsdorf in Franken. In diesem Fall ist aber alle Abwertung oder Häme fehl am Platze, denn dieses Bier wurde viermal in Folge Silbermedaillengewinner beim European Beer Star und zusätzlich im Jahr 2017 ebenfalls mit der Silbermedaille bei Meiningers International Craft Beer Award ausgezeichnet. Insbesondere die Preise beim European Beer Star sind etwas besonderes, denn dort wird je Kategorie jeweils nur eine Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille verliehen.
Im bayrischen Nirgendwo, ungefähr auf halbem Weg zwischen München und den Alpen, existiert seit fast eineinhalb Jahrhunderten die Ayinger Privatbrauerei, aus der ich bereits einige tolle Biere verkostet habe. Jetzt steht vor mir die Bräuweisse, die von der Brauerei in viele Länder exportiert wird. Immerhin steht auf dem Rückenetikett die Zutatenliste in acht Sprachen gedruckt. Dann bin ich ja mal gespannt, wie mir dieses Bier gefällt.
Jetzt stellt die Brauerei Maisel & Friends die dritte Edition ihres Artbeers vor, die in Zusammenarbeit mit Streetartkünstlerin Hera entstanden ist. Aber das ist noch nicht alles. Diese Edition ist meines Wissens das erste Sauerbier, das aus dieser fränkischen Brauerei stammt. Wenig überraschend war es Hera, die das Etikett mit dem ausdrucksstarken Frauengesicht entworfen hat, das mich jetzt neugierig macht auf den Inhalt der Flasche.
Jetzt steht das Ur-Helle aus Riedenburg vor mir und wartet auf seine Verkostung. Riedenburg liegt im Altmühltal, einer der schönsten Gegenden Deutschlands. Ins Auge sticht mir auch das Bioland-Logo, das anzeigt, dass es sich bei den Rohstoffen für dieses Bier um „echtes“ Bio handelt, nicht um EU-Bio, das zumindest einen weniger guten Ruf als beispielsweise Bioland und Demeter hat. Außerdem steht auf dem Etikett, dass die Brauerei für sich in Anspruch nimmt, die älteste Brauerei Bayerns zu sein, die ausschließlich Rohstoffe aus biologischem Anbau verwendet. Mit diesem Anspruch steht sie allerdings nicht allein; auch die Altstadtbrauerei in Nürnberg erhebt diesen Anspruch. Welche der beiden Brauereien nun Recht hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Es ist aber auch nicht wirklich wichtig. Kommen wir nun zum Bier.
36 Menschen verloren im Jahr 2020 allein in Bayern ihr Leben bei einem Alkohol-Unfall. Zuviel, findet der Vizepräsident der Landesverkehrswacht Bayern, Peter Starnecker, und weiß sich hier einig mit dem Bayerischen Brauerbund. Seit vielen Jahren schon engagiert sich die Standesvertretung der bayerischen Brauwirtschaft zusammen mit der Landesverkehrswacht gegen Alkohol am Steuer. In diesen Tagen starten beide Organisationen anlässlich der Fußball-Europameisterschaft eine weitere Plakatkampagne.
Frankonian Dark ist ein dunkles Lagerbier mit 5,3% Alkoholgehalt aus dem Hause Libertus Craft Brewing. Da ich Libertus an anderer Stelle bereits vorgestellt habe, werde ich ohne lange Vorrede jetzt sofort die Flasche öffnen und das Bier einschenken.
2020 war ein Jahr der Ungewissheit – hier und dort wurden Veranstaltungen abgesagt, darunter auch die Australian International Beer Awards (AIBA). Alljährlich werden dort die besten Biere der Welt prämiert, nur im vergangenen Jahr leider nicht. Umso größer war die Freude bei Brauereien aus aller Herren Länder, dass der Wettbewerb heuer wieder stattfinden durfte. Am 20. Mai wurden bei einem Festakt die Gewinner bekanntgegeben.
Irgendwie ist es ja eine witzige Idee der Brauerei And Union, die Biere nach den Wochentagen zu benennen, auch wenn die Namen als solche nichts über den Inhalt der Flasche aussagen. Für den Mittwoch haben die Münchner ein Weizenbier kreiert, das jetzt bei mir auf seine Verkostung wartet. Versprochen ist die moderne Interpretation eines klassischen bayerischen Weißbiers.