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Hopfige Winter- und Weihnachtsgrüße aus der ältesten Klosterbrauerei der Welt

Zu Plätzchen, Lebkuchen und Glühwein gesellt sich an kühleren Tagen und in der Adventszeit in immer mehr deutschen Haushalten noch eine weitere Spezialität: ein Bier, das Ente, Gans und Co. besonders gut in Szene setzt und heimelig-adventliche Abende optimal begleitet. Diesem Trend hat sich mit dem „Winter-Traum“ auch die Weltenburger Brauerei angeschlossen, nach eigenen Angaben die älteste noch bestehende Brauerei der Welt.

„Wir bekommen sehr viel Lob für den Geschmack und die hohe Qualität“, sagt Brauerei-Geschäftsführerin Susanne Horn. Saisonbiere, die Tradition und Trend zusammenbringen, seien zunehmend gefragt. Der „Weltenburger Winter-Traum“, den es in der Nische bereits seit zwei Jahrzehnten gibt, avanciert dabei, sehr zur Freude der Brauereichefin, mittlerweile im Handel in ganz Deutschland zum Renner für winterlich-weihnachtliche Genuss-Momente. In diesem Jahr finden Bierliebhaber die Spezialität nach der Premiere 2020 zum zweiten Mal in einer komplett neuen Aufmachung im Handel. Weltenburger hat die Produktionsmenge des „Winter-Märzenbieres“ in den vergangenen fünf Jahren jährlich steigern können.

Ursprünglichkeit sichtbar machen

Aufbauend auf den Werten und fest verwurzelt in den Überzeugungen, die die Bierspezialitäten seit vielen Jahrzehnten national und international erfolgreich machen, präsentieren sich die Biere der Weltenburger Biere seit Mitte letzten Jahres in einer neuen Optik. „Die Klosterbrauerei Weltenburg führt ihre große Tradition damit in die Zukunft und macht Urkraft und Ursprünglichkeit noch stärker sichtbar und erlebbar“, sagt die Brauereichefin. Das überarbeitete und gold-glänzende Design zeigt die Klosterlandschaft als mystisch-kraftvollen Ursprungsort des Bieres.

Karamell-Note und Spezialmalze

Der Inhalt ist genauso geblieben, wie es die Kunden der Brauerei schätzen: große Brautradition und vollmundiges Genusspotenzial, das man schmeckt. Liebhaber erfreuen sich besonders an der außergewöhnlichen Karamell-Note, die den „Winter-Traum“ im Geschmack auszeichnet. Diese entsteht in dem handwerklichen Brauverfahren unter anderem durch eine Mischung aus hellen und dunklen Spezialmalzen.

Weltenburger Barock Dunkel: Vollmundig-malzaromatisches Erlebnis mit fast 1.000 Jahren Tradition

Mit fast 1.000 Jahren Geschichte gilt das Weltenburger „Barock Dunkel“ als ältestes Dunkel der Welt. Kenner beschreiben es als vollmundig, malzaromatisch, feinherb mit leichter Süße, feincremig, und intensiv, kräftig und packend in Geschmack und Duft. „Was vor Jahrhunderten schmeckte, findet auch heute noch begeisterte Fans in aller Welt – gerade in der kalten Jahreszeit“, sagt Thomas Neiswirth, Marketingleiter der Klosterbrauerei.

Bei internationalen Wettbewerben wurde das Dunkle aus der ältesten Klosterbrauerei der Welt mehrfach ausgezeichnet. „Wer unser Barock Dunkel trinkt, taucht ein in die mystische Atmosphäre und das kraftspendende Naturerlebnis seines Ursprungs, der Weltenburger Enge im Herzen Bayerns“, sagt Tobias Funke, Biersommelier in der Klosterbrauerei.

Goldmedaille für Aktien Landbier Fränkisch Dunkel von der Bayreuther Bierbrauerei

Beim Bierverkostungswettbewerb „Meininger’s International Craft Beer Award“ wurde das „Aktien Landbier Fränkisch Dunkel“ von der Bayreuther Bierbrauerei AG mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Basierend auf dem internationalen 100-Punkte-Schema wurden die eingereichten Biere nicht vergleichend, sondern einzeln nach Aussehen, Geruch und Geschmack von einer Expertenjury bewertet. Das Aktien Landbier Dunkel wurde in der Kategorie der Dunkelbiere mit der höchsten Auszeichnung gekürt, einer Goldplatzierung. Von der Jury besonders positiv hervorgehoben wurden der Gesamteindruck, die Trinkfreude, die Balance in Geruch und Geschmack sowie Farbe und Schaum des Bieres.

Mit dem untergärigen AKTIEN Landbier Fränkisch Dunkel braut die Bayreuther Bierbrauerei ein typisch fränkisches Bier, das kernig, vollmundig und süffig ist. Da ein dunkles, würziges Bier in Franken bei einer deftigen Brotzeit in geselliger Atmosphäre nicht fehlen darf, ist es ein absoluter Klassiker der Brauerei. Hans-Joachim Leipold freut sich als Vorstand der Bayreuther Bierbrauerei AG riesig über den Erfolg des dunklen Landbieres und verspricht dem hohen Qualitätsstandard auch weiterhin gerecht zu werden: „Wir nehmen die Auszeichnung sehr gerne entgegen und danken den Juroren und natürlich auch den Konsumenten, die die Spitzenqualität unserer Biere durch ihre ständig steigende Nachfrage ebenfalls bestätigen. Unser fränkisches Dunkel ist glücklicherweise nicht im anhaltenden Negativtrend der dunklen Biere verhaftet, sondern performt als typischer Vertreter fränkischer Bierspezialitäten mit dem Trend der fränkischen Landbiere sehr gut.“

Aktien Landbier Fränkisch Dunkel von der Bayreuther Bierbrauerei

Aktien Landbier Fränkisch Dunkel ist ein untergäriges Vollbier, kernig und vollmundig im Geschmack, naturbelassen und von dunkler Farbe. Die erlesene Auswahl von geröstetem Spezialmalz und hellem Gerstenmalz sowie das Fichtelgebirgswasser verleihen AKTIEN Landbier seinen typischen Charakter und sein feines Malzaroma. Gebraut nach guter alter Tradition entwickelt es sich nach langer Gär- und Lagerzeit zu einer sehr ausgewogenen und äußerst süffigen Bierspezialität. Damit wird AKTIEN Landbier mit jedem Schluck zu einem genussvollen Erlebnis fränkischer Bierkultur.

Handwerkliche Braukunst aus Bayreuth

Die Bayreuther Bierbrauerei AG steht seit über 150 Jahren für handwerklich gebraute Bierspezialitäten, die in Franken eine lange Tradition haben. Mit drei Spezialitäten in der Bügelverschlussflasche macht die Bayreuther Bierbrauerei ihre handwerkliche Braukunst für den Genießer erlebbar. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Unternehmens unter www.bayreuther-bierbrauerei.de.

Rittmayer – Smoky George

Am Rauchbier scheiden sich bekanntlich die Geister – die einen lieben es aufgrund der geschmacklichen Besonderheit des Rauchs und die anderen hassen diesen Bierstil genau aus diesem Grund. Ich mag die rauchigen Biere in der Regel und freue mich, dass ich nun wieder einmal ein solches Bier vor mir stehen habe.

Immer wieder taucht die Frage auf, wie der Rauch ins Bier kommt. Im Grunde ist es ganz einfach. Früher wurde das Malz immer über Holz gedarrt, was dazu führte, dass das Aroma und der Geschmack des Rauchs in das Malz gelangten. Damals waren fast alle Biere Rauchbiere. Erst im Rahmen der Industrialisierung war es möglich, die Darre mit Strom oder Gas zu betreiben. Damit begannen die Rauchbiere auszusterben. Zwischenzeitlich wurde nur noch in Bamberg Rauchbier in erheblichen Mengen hergestellt. Inzwischen gibt es aber immer mehr Brauereien, die das Rauchbier für sich neu entdeckt haben. So, jetzt will ich aber endlich den Smoky George öffnen.

Kupferfarben und fefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große sahnige Schaumkrone hat einen leichten Gelbstich und bleibt sehr lange erhalten.

Das Bier duftet nach Schinken und Whisky. Die 7,0 Volumenrozent Alkohol sind gut in das Aroma eingearbeitet und unterstützen die anderen Düfte.

Der Antrunk offenbart eine angenehme Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure. Sofort fallen kräftige Whisky-Aromen auf. Dazu kommt ein zur Süße passendes Bitter, ehe der Rauch in den Vordergrund tritt. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Gegensatz zu vielen anderen Rauchbieren wirkt das Smoky George angenehm frisch. Der Abgang ist rauchig und süß mit wenig Bitter. Der Geschmack des Rauches klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

18 IBU

Brauerei:

Brauerei Rittmayer oHG
An der Mark 1
91352 Hallerndorf
www.rittmayer.de

 

Maisel & Friends – Hopfenreiter 2021

Inzwischen ist es Tradition: jedes Jahr zum Herbstanfang besucht uns der Hopfenreiter, in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal. Leider konnte er wegen Corona auch in diesem Jahr nicht beim Craft Brauer Festival in Bayreuth vorgestellt werden, sondern das Team von Maisel & Friends stellte das diesjährige Bier im Rahmen einer Online-Verkostung vor. Auch bei mir ist eine Flasche eingetroffen, die ich nun verkosten möchte.

Hell bernsteinfarben strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die durchschnittlich große und größtenteils feinporige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Wichtiger aber ist, dass mir bereits beim Einschenken ungeheuer fruchtige Aromen in die Nase steigen.

Und schon stehe ich vor einem Problem: wie soll ich das Aroma beschreiben? Für dieses Bier wurden so viele gute Aromahopfen verwendet, dass mir eigentlich bei jedem Schnuppern andere Eindrücke in die Nase steigen. Im Vordergrund stehen aber Grapefruit, Kokos, Trockenfrüchte wie Rosinen, Waldhonig… Dazu kommen noch viele andere Aromen, die ich nicht sicher identifizieren kann. Ich meine aber, Mandarine und Pflaume zu riechen, dazu Pfirsich. Aber da jede Nase etwas anders reagiert und hier wirklich sehr viele Aromen zusammenkommen, ist es sicherlich die beste Lösung, Sie bestellen sich die eine oder andere Flasche und stellen fest, was Sie selbst riechen können. Jedenfalls ist es jetzt Zeit für den ersten Schluck.

Süß und reichlich Kohlensäure – das sind die ersten Eindrücke, die das Bier vermittelt. Dazu kommt selbstverständlich die kräftige Fruchtigkeit. Bereits bevor ich mich bemüht habe, die Geschmacksnuancen dieses Biers zu ergründen, weiß ich bereits, dass es mir gefallen wird. Und tatsächlich – auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider und es gesellt sich noch ein kräftiges Bitter dazu. Aber es gibt noch mehr. Je länger das Bier im Glas steht und daher mit dem Sauerstoff der Luft reagiert und sich gleichzeitig erwärmt, desto mehr neue uancen kommen zum Vorschein. Ich kann Ihnen nur noch einmal raten, dieses Bier selbst zu probieren und festzustellen, welchen Geschmack Sie herausfinden. Auf jeden Fall sind die 8,5 Volumenprozent sehr gut in die Geschmackskomposition eingearbeitet, so dass sie nur gering durchschmecken. Dabei ist das Mundgefühl weich und voll. Im Abgang wird das Bier deutlich trockener, während das Bitter knackiger wird und sehr lange nachklingt.

Dazu noch ein indisches Curry oder ein Krabbencocktail und der Abend ist perfekt, zumindest aus Genusssicht.

Wenn Sie sich jetzt fragen, welche Brauereien an diesem Bier beteiligt waren, indem sie Hopfen zugegeben haben, können Sie dies hier noch einmal nachlesen. Bestellen können Sie das Bier unter www.maiselandfriends.com/shop. Und nicht vergessen: wenn weg, dann weg.

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

19° Plato

Bittereinheiten:

70 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95455 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Nothelfer Pils

Das Pils, das jetzt vor mir steht, stammt aus Bad Staffelstein in Franken. Auch wenn sich die Franken in der Regel eher darauf verstehen, ein Helles zu brauen, kommen auch so manche ordentliche Pilsbiere von dort. Ich will jetzt mal testen, ob das Hothelfer Pils dazugehört.

Strohgelb und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone ist feinporig und bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Bier duftet nach Getreide, unterstützt durch ein leichtes Zitrusaroma sowie würzige und erdige Noten.

Der Antrunk offenbart eine reichliche Kohlensäure, die mit einiger Süße daherkommt. Auf der Zunge ist das Bier für ein Pils überraschend mild und erinnert eher an ein Helles. Bitterstoffe sind nur wenig zu schmecken. Das Mundgefühl ist weich. Erst im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und klingt überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Trunk GmbH & Co. KG
Vierzehnheiligen 3
96231 Bad Staffelstein
www.brauerei-trunk.de

 

Rittmayer – Bitter 58

Jetzt steht vor mir das Bitter 58 aus der Brauerei Rittmayer, die im oberfränkischen Hallerndorf beheimatet ist. Allerdings bin ich mir beim Bitter 58 etwas unsicher – auf der website der Brauerei ist nur ein Bild dieses Bieres zu sehen, beschrieben wird es nicht. Ich vermute jetzt einmal, dass dieses Bier aus der Produktion genommen wurde.

Den Namen Bitter 58 erklärt die Brauerei auf dem Rückenetikett der Flasche – das Bier enthält schlicht und einfach 5,8 Volumenprozent Alkohol.

Golden und minimal hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feste Schaumkrone ist wirklich groß und bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma ist für ein Pils ungewöhnlich fruchtig und mir steigt ein ganzer Fruchtsalat in die Nase. Düfte nach Maracuja, Grapefruit, Zitronenschale und Honig steigen mir in die Nase.

Eine reichliche Portion Kohlensäure sorgt für eine angenehme Spritzigkeit, durch die die Fruchtaromen untertützt werden. Alle Aromen, die mir bereits aus der Nase bekannt sind, spiegeln sich auf der Zunge wider. Dazu kommt ein freundliches Bitter. Das Mundgefühl ist voll, rund und samtig-weich. Im Abgang tritt das Bitter in den Vordergrund und klingt ewig lange nach.

Ein Pils für echte Hopheads.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

14° Plato

Brauerei:

Brauerei Rittmayer oHG
An der Mark 1
91352 Hallerndorf
www.rittmayer.de

 

Wunderbräu – Weizen Alkoholfrei

So umweltfreundlich wie möglich, selbstverständlich Bio – die Philosophie von Cemal Cattaneo und Manfred Jus, den Gründern von Wunderbräu, habe ich bereits an anderer Stelle vorgestellt. Kommen wir also sofort zum Bier, diesmal einem hellen und alkoholfreien Weizen.

Goldgelb und hefetrü präsentiert sich das Bier im Glas. Die weiße Schaumkrone ist fest und wirklich haltbar. Besser kann ein alkoholfreies Weizen kaum aussehen.

Das Bier duftet nach Banane, Zitrusfrüchten und Biskuit. Das ist etwas ungewöhnlich, aber nicht schlecht.

Der Antrunk ist durch die reichliche Karbonisierung wirklich spritzig. Auf der Zunge tritt das Malz etwas in den Hintergrund und die Fruchtigkeit des Hopfens übernimmt das Kommando. Das Mundgefühl ist weich. Der Abbgang ist schlank mit einer leichten Fruchtigkeit. Bitter kann ich kaum schmecken. Der Nachklang ist mittellang.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Wunderbräu
Hopfenstr. 8
80335 München
www.wunderbraeu.de

Hertl – Papa’s Weißheit

Die Braumanufaktur Hertl nennt sich selbst die kleinste und geilste Brauerei Frankens. Ich kann aus eigener Erfahrung weder bestätigen, wie klein die Brauerei ist noch wie geil. Eine Besonderheit von David Hertl ist, dass er seine Biere immer seinen Familienmitgliedern widmet. Heute geht es um Papas Weißheit, ein Weizenbier. Damit kann ich was anfangen. Beschäftige ich mich also lieber mit dem Bier.

Golden und leicht hefetrüb läuft das Bier ins Glas. Bereits beim Einschenken steigt mir der für ein Weizenbier typische Duft nach Bananen in die Nase. Die sahnige Schaumkrone, die sich beim Einschenken bildet, ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten.

Das Bier duftet angenehm nach Banane, Nelke und frisch gemahlenem Getreide.

Der Antrunk ist stiltypisch spritzig-süß, passend zur reichlich enthaltenen Kohlensäure. Auf der Zunge ist das Bier fruchtig mit einer leichten Säure, dazu kommt der Geschmack der Hefe, die an Biskuitteig erinnert. Das Mundgefühl ist weich und voll. Der Abgang ist mild und ich kann nur wenige Bitterstoffe feststellen, die kurz nachklingen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Bittereinheiten:

ca. 20 IBU

Brauerei:

Braumanufaktur Hertl
Thüngfeld 61
96132 Schlüsselfeld
www.braumanufaktur-hertl.de

 

And Union – Saturday

So, jetzt steht das Bier vor mir, das And Union für den Samstag vorgesehen hat, ein helles und naturtrübes Lagerbier mit ganz durchschnittlichen 5 Volumenprozent Alkohol. Dann will ich mich mal überhaupt nicht mit der Vorrede aufhalten und die Flasche öffnen.

Strohblond und opalisierend mit deiner durchschnittlich voluminösen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Düfte nach Biskuit, Heu und Zitronenschale steigen mir in die Nase. Da hoffe ich auf ein richtig leckeres Bier.

Der Antrunk ist leicht süß, was zur geringen Carbonisierung des Saturday passt. Auf der Zunge übernimmt schnell das Bitter das Zepter, unterstützt durch die Fruchtigkeit des Hopfens. Das Mundgefühl ist weich. Der Abgang ist überraschend mild mit einem durchschnittlichen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Perle, Select, Tradition, Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Bittereinheiten‍:

25 IBU

Brauerei:

And Union GmbH
Lindwurmstr. 114
80337 München
www.andunion.com

Munich Brew Mafia – Das kriminelle Helle

Die Brauer geben an, dass sie sich richtig viel Mühe gegeben haben, um dieses Helle zu entwickeln. Aber nicht nur Mühe ist dafür erforderlich, sondern es vergeht auch dementsprechend viel Zeit. Nach fünf Jahren was es dann endlich soweit und das Helle ging in die Produktion. Jetzt steht es auch endlich vor mir.

In hellem Gelb und leicht hefetrüb strahlt mir das Bier entgegen. Die Schaumkrone ist feinporig und voluminös und sie bleibt sehr lange erhalten.

Das Malz steht im Mittelpunkt des Aromas, unterstützt durch eine leichte Fruchtigkeit des Hopfens. Damit ist das Bier wirklich stiltypisch, aber da der Hopfen angenehm nach Maracuja und Aprikose duftet, kann von Langweiligkeit keine Rede sein. Hoffentlich ist der Geschmack so gut wie das Aroma.

Und wirklich – der Antrunk ist leicht süß und dabei frisch und spritzig. Wie in der Nase steht auch auf der Zunge das Malz im Zentrum, jetzt unterstützt durch einen leichten Geschmack nach Zitrusfrüchten. Das Mundgefühl ist weich und voll. Im Abgang wird die Fruchtigkeit etwas kräftiger. Außerdem kommt jetzt ein leichtes Bitter dazu.

Das Helle hat es bei mir nicht leicht, denn die meisten Hellen sind in meinen Augen wirklich langweilig. In der Regel sind sie sauber, aber sie können nicht überraschen. Das kriminelle Helle ist hier eine Ausnahme, so dass ich es jederzeit erneut trinken würde.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz), Hopfen (Hallertauer Tradition)

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Brauerei:

MBM Braugesellschaft mbH
Gerhardstraße
81543 München
www.munichbrewmafia.de