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Brussels Beer Challenge: zwei Goldmedaillen gehen nach Bayreuth

In der Brauerei Maisel gibt es wieder Grund, sich zu freuen, denn für Deutschland gab es im gesamten Wettbewerb nur drei Goldmedaillen und mit gleich zwei davon dürfen sich das Bayreuther Hell und das Bayreuther Hefe-Weissbier aus dem Bayreuther Brauhaus schmücken. Hans-Joachim Leipold ist Vorstand der Brauerei und durfte bereits in den vergangenen beiden Jahren die Medaillen aus Brüssel für das Bayreuther Hell beim gleichen Wettbewerb entgegennehmen. 2020 gewann das Helle aus Bayreuth die Bronze- und 2019 ebenfalls die Goldmedaille. „Ich bin völlig sprachlos und unendlich dankbar zugleich, dass unser Helles bei diesem weltweit angesehenen Verkostungswettbewerb in drei aufeinanderfolgenden Jahren Bestnoten erhalten hat“, sagt der überwältigte Hans-Joachim Leipold. „Dass nun auch noch unser Hefe-Weissbier als bestes Weißbier aus dem Bierwettbewerb hervorgeht hätte ich nie gedacht, denn es nehmen viele tolle Brauereien teil, die ebenfalls hervorragende Biere brauen.“ Auch Braumeister Horst Weiß freut sich, denn er sieht den hohen Qualitätsstandard bestätigt, den er beim Brauen seiner Biere anlegt: „Bei der Qualität würden wir niemals Kompromisse eingehen und unsere Braumeister geben tagtäglich ihr Bestes bei der Arbeit. Wir versprechen unseren Bayreuther-Fans auch weiterhin einfach gutes Bier zu brauen!“

Die traditionsreiche Marke Bayreuther Brauhaus der Bayreuther Bierbrauerei steht für gelebtes bayerisches Brauhandwerk seit über 150 Jahren. Helles, frisches, süffiges Bier gehört in Bayern seit jeher zu den beliebtesten Sorten und so ist es nicht verwunderlich, dass auch bei der Bayreuther Bierbrauerei das Helle schon immer eine große Bedeutung hatte und bis heute noch hat. Es gilt als die Königsklasse der Braumeister, denn bei diesem Bierstil kann nicht einmal der kleinste Braufehler versteckt werden und dem Biertrinker würde eine Unstimmigkeit sofort auffallen. Das Bayreuther Hell ist süffig und hat einen frischen, würzigen Geschmack. Durch die feine Kohlensäure bekommt der Bierliebhaber sofort Lust auf den nächsten Schluck.

Neben dem Hellen ist Weißbier der liebste Gerstensaft der Bayern. Zum flächenmäßig größten Bundesland Deutschlands gehören nicht nur der weiß-blaue Himmel, sondern auch ein traditionelles Weißwurstfrühstück mit einem zünftigen Weißbier. So ist es für die Bayreuther Brauer Ehrensache, ein feines Hefe-Weissbier einzubrauen. Es ist naturtrüb und durch die sorgfältige Auswahl der Rohstoffe besonders geschmackvoll und fruchtig.

Der Verkostungswettbewerb Brussels Beer Challenge

Die erste Brussels Beer Challenge fand 2012 in Brüssel statt, danach wechselten die Austragungsorte in jedem Jahr in eine andere belgische Stadt. Die Brussels Beer Challenge wurde 2021 bereits zum zehnten Mal ausgetragen und konnte in den letzten Jahren einen stetig steigenden Bekanntheitsgrad verzeichnen. Vor allem international hat sich die Beerchallenge in der Bierbranche und der öffentlichen Wahrnehmung zu einem der wichtigsten und prestigeträchtigsten Wettbewerbe der Welt entwickelt. Bei der Brussels Beer Challenge verkostet eine 100-köpfige, internationale Expertenjury 1.800 Biere aus über 50 Ländern der Welt.

Startschuss für fünften Hobbybrauerwettbewerb von Maisel & Friends ist gefallen

Der Startschuss für die Anmeldung zum fünften Hobbybrauerwettbewerb von Maisel & Friends und der BrauBeviale ist gefallen: Bis zum 28. Januar 2022 können sich Heim- und Hobbybrauer digital über die Maisel & Friends Website für die Teilnahme registrieren, die Biere müssen bis spätestens 1. Februar 2022 eingereicht werden. Das Wettbewerbsthema „American-Style Amber/Red Ale“ hat die Maisel & Friends Community über Social Media selbst ausgewählt. Eine internationale Fachjury, bestehend aus Braumeistern, Biersommeliers, Bierbloggern und Fachpresse, die eingereichten Biere nach Optik, Geruch, Geschmack, Bittere, Rezenz und persönlichem Eindruck.

Der Gewinner des Hobbybrauerwettbewerbs wird am 5. Februar 2022 im Rahmen der Veranstaltung „Home Brew Bayreuth“ feierlich gekürt werden. Das Get-together der deutschen Heimbrauerszene findet bei Maisel & Friends in Bayreuth statt. Neben der Siegerehrung des Hobbybrauerwettbewerbs machen spannende Fachvorträge und die Möglichkeit des Austauschs mit anderen Bierinteressierten, Hobbybrauern und Ausstellern von Hobbybrauerbedarf die HOME BREW zum Pflichttermin für jeden Hobbybrauer. Das Probieren der verschiedenen Hobbybrauer-Biere rundet das Event geschmacklich ab. Tickets für die HOME BREW können ab dem 1. Dezember online erworben werden.

Der Gewinner des Wettbewerbs hat die Ehre, seine Kreation auf dem 25 Hektoliter-Sudwerk der „Maisel & Friends Brauwerkstatt“ zu brauen und so in den ganz normalen Brauer-Alltag einzutauchen. Das Siegerbier wird in Flaschen gefüllt und auch bei der Etikettengestaltung darf der glückliche Heimbrauer seine Wünsche und Ideen verwirklichen. Im November 2022 darf der Gewinner sein Bier schließlich einem internationalen Fachpublikum auf myBeviale.com präsentieren, der Plattform für die Getränkebranche.

Die erforderlichen Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter https://maiselandfriends.com/hobbybrauer/hobbybrauerwettbewerb-2022/.

Leikeim – Wintertraum

Von Leikeim im fränkischen Altenkunstadt kommt das Winterbier, das jetzt vor mir steht. Von Marketing und Design habe ich überhaupt keine Ahnung, weshalb ich auch nur selten auf die Gestaltung der Biere eingehe, die ich hier verkoste. Aber beim Wintertraum von Leikeim mache ich mal eine Ausnahme. Ich finde, dass Leikeim bei der Gestaltung des Etiketts ein wirklich gutes Händchen bewiesen hat. Eine traditionele Gestaltung so hinzubekommen, dass sie auch noch modern wirkt, das ist schon eine Leistung. Nach dem Lob muss ich aber an anderer Stelle kritisieren, genauer gesagt, dass es sich bei der Flasche um eine Reliefflasche handelt. Auf der Vorderseite prangt in der Flasche das Logo der Brauerei und auf der Rückseite der Name. Aus diesem Grund kann die Flasche nur in der Leikeim-Brauerei wiederbefüllt werden. Für Biere, die in der Umgebung der Brauerei verkauft werden, kann ich das ja durchaus verstehen, denn die Brauerei will ihre Flaschen zurückerhalten und das Flaschenpfand ist deutlich niedriger als der Kaufpreis der Flasche. Aber wenn das Bier durch (fast) ganz Deutschland hierher in den Norden gekarrt wird, muss das Leergut auch wieder nach Franken zurückgefahren werden und kann nicht in einer norddeutschen Brauerei wiederbefüllt werden. Wenn wir bedenken, dass die leere Flasche fast so schwer ist wie das Bier, das darin enthalten war, wird uns klar, dass hier wirklich unnötige Transporte anfallen. Aber kommen wir zum Bier.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse größtenteils feinporige Schaumkrone ist schneeweiß und bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma zeigt mir bereits, dass das Bier über einen kräftigen Malzkörper verfügt, aber auch der Hopfen kommt mit seiner Würzigkeit zum Einsatz.

So ist auch der Antrunk würzig-frisch. Leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure etwas sehr knapp dosiert. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und die Würzigkeit des Hopfens gesellt sich dazu, allerdings ohne ein besonderes Bitter. Das Mundgefühl ist voll und weich. Im Abgang kommt das Bitter etwas mehr in den Vordergrund und klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Brauhaus Altenkunstadt
Andreas Leikeim GmbH & Co KG
Gewerbegebiet 4
96264 Altenkunstadt
www.leikeim.de

Das beste alkoholfreie Weißbier beim European Beer Star kommt von Maisel

Am 9. November wurde der begehrte European Beer Star verliehen. Die Besonderheit an diesem internationalen Bierwettbewerb ist, dass es für jede Kategorie nur eine einzige Gold-, Silber- und Bronzeauszeichnung gibt. Maisel’s Weisse Alkoholfrei konnte sich gegen die große Konkurrenz durchsetzen und schaffte mit der Goldmedaille die höchste Auszeichnung in der Kategorie der alkoholfreien Weißbiere. Der Sieg ist gleichzeitig ein grandioser Wiederholungserfolg, denn Maisel’s Weisse Alkoholfrei holte im vergangenen Jahr die Silbermedaille und im Jahr zuvor ebenfalls Gold. „Bei einem so angesehenen Bierwettbewerb und den vielen guten Mitbewerbern hintereinander zweimal den ersten und einmal den zweiten Platz zu erreichen, hätte ich mir niemals träumen lassen,“ so Jeff Maisel, Inhaber der Familienbrauerei. „Ich bedanke mich bei unseren Braumeistern und freue mich mit ihnen, dass ihrem unerschütterlichen Qualitätsanspruch von den Juroren des European Beer Star Tribut gezollt wurde.“

Mit dem von den Maisel-Braumeistern eigens entwickelten Brauverfahren wird der Alkohol zunächst schonend entzogen und danach frische Brauwürze hinzuzugeben. Dies verleiht Maisel’s Weisse Alkoholfrei ihren weißbiertypischen, vollmundigen und fruchtigen Geschmack. Somit kann der Weißbierfreund sein Weißbier auch alkoholfrei genießen, ohne dabei auf die charakteristischen Eigenschaften von Maisel’s Weisse verzichten zu müssen.

European Beer Star

Der European Beer Star wird seit 2004 von den Privaten Brauereien veranstaltet und hat sich längst zu einem der bedeutendsten Bierwettbewerbe weltweit entwickelt. Beim European Beer Star werden unverfälschte, charaktervolle und qualitativ hochwertige Biere gewürdigt. Berücksichtigt werden überwiegend Bierstile, die ihren Ursprung in Europa haben. Beteiligen können sich alle Brauereien weltweit: Lokal, regional, überregional und international aktive Brauereien, nicht nur aus Europa, sondern aus allen Ländern aller Kontinente. Auch alle, die sich der traditionellen, europäischen Brauart verpflichtet fühlen.

Beim European Beer Star 2021 haben über 120 internationale Bierexperten im Rahmen einer zweitägigen Blindverkostung 213 Biere mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet. Insgesamt wetteiferten in diesem Jahr 2.395 Biere in 70+1 Kategorien um die begehrten Awards. Die Gewinnerbiere des wurden am 9. November in Nürnberg ausgezeichnet.

Maisel & Friends – Tropical Coast

Der Sieger des vierten Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und der BrauBeviale heißt Fernando Coppi. Sein „Tropical Coast“ hat sich in der Juryverkostung gegen 160 andere West Coast IPAs durchgesetzt. Fernando durfte als Preis sein Bier auf der Anlage von Maisel & Friends nachbrauen und kürzlich hat die Brauerei mit dem Versand des Bieres begonnen. Eine Flasche habe auch ich bekommen, die ich jetzt verkosten werde.

Golden und opalisierend strahlt mich das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine durchschnittlich voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an dem Bier schon mal nichts auszusetzen.

Das Aroma ist sehr komplex und betörend. Düfte nach Grapefruit, Ananas Litschi und anderen tropischen Früchten steigen mir in die Nase, unterstützt durch den Duft nach Nüssen. Aber auch das Malz kommt zu seinem Recht und steuert aus dem Hintergrund einige süßere Düfte bei.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt, beginnt das Spiel der Hopfenaromen: Zusammen mit einer angenehmen Bitterkeit stürmt ein ganzer tropischer Obstsalat meine Geschmacksknospen. Ich schmecke Aromen nach Ananas, Grapefruit, Orange und Maracuja. Dazu ist das Mundgefühl weich und voll. Im Abgang teilen sich die Süße und das Bitter die Eindrücke in meiner Kehle, wo sie auch lange nachklingen.

Das Bier ist ab sofort im Versand unter www.maiselandfriends.com/shop erhältlich und wie bei allen Sondersuden gilt: wenn weg, dann weg. Schnell sein lohnt sich also.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Idaho 7, Citra, Simcoe, Herkules), Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

14,7° Plato

Bittereinheiten:

60 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

7° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Die Sieger des European Beer Star 2021 kommen aus 26 Ländern

Beim European Beer Star 2021 haben über 120 internationale Bierexperten im Rahmen einer zweitägigen Blindverkostung 213 Biere mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet. Insgesamt wetteiferten in diesem Jahr 2395 Biere in 70+1 Kategorien um die begehrten Awards. In der neu geschaffenen Kategorie „Free-Style Beer“ ging erstmals in der bereits 18-jährigen Geschichte des European Beer Star neben der geruchlichen und geschmacklichen Bierqualität auch das Storytelling – die Geschichte hinter dem Bier – in die Bewertung der Fachjury mit ein.

Die Gläser sind leer, die Gewinner des European Beer Star 2021 stehen fest! In einer zweitägigen Blindverkostung am 4. und 5. November bei der Doemens Akademie in Gräfelfing bei München hat eine rund 120-köpfige, internationale Expertenjury, bestehend aus Braumeistern, Fachjournalisten, Biersommeliers und weiteren Bierexperten, die eingereichten Biere nach Optik, Schaum, Geruch und Geschmack sowie sortentypischen Merkmalen objektiv beurteilt. In den 70+1 Kategorien des Bierwettbewerbs wurden nach dem olympischen Prinzip nur jeweils die drei besten Biere mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet. Insgesamt traten 2395 Biere aus 44 Ländern rund um den Globus beim European Beer Star 2021 an.

Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer Private Brauereien Bayern e.V., ist stolz auf die diesjährige Ausgabe des Bierwettbewerbs: „Nach schwierigen eineinhalb Jahren für die gesamte internationale Braubranche freuen wir uns sehr über eine so große Resonanz auf den European Beer Star 2021. Nach einer Delle bei den Anmeldezahlen im vergangenen Jahr sind wir nun wieder fast auf dem Rekordniveau von 2019.“ Mit den knapp 2400 in diesem Jahr eingereichten Bieren lagen die Anmeldungen 17 % über den Anmeldungen im Vorjahr. „Der European Beer Star 2021 ist rein von den Anmeldezahlen der zweitbeste in seiner nunmehr 18-jährigen Geschichte“, ergänzt Stang.

Deutschland führt den Medaillenspiegel an

Mit insgesamt 78 Awards (29 Gold, 28 Silber, 21 Bronze) gingen die meisten Auszeichnungen beim European Beer Star 2021 nach Deutschland. 32 Awards treten in diesem Jahr die Reise über die Alpen nach Italien (4 Gold, 15 Silber, 13 Bronze) an. Weiterhin waren Brauereien aus den USA (21 Awards) und Belgien (20 Awards) sehr erfolgreich beim weltweit bedeutendsten Bierwettbewerb des Jahres 2021.

Dreimal Gold holten sowohl die Weißbierexperten von der Brauerei Schneider Weisse in Kelheim, als auch die Familienbrauerei Bauhöfer aus Renchen-Ulm, die mit ihren untergärigen Bieren glänzte. Darüber hinaus sammelten die Schlossbrauerei Unterbaar nahe Augsburg sowie die Brauerei Gebrüder Maisel aus Bayreuth mit jeweils vier Auszeichnungen eifrig Awards.

Auf die Frage nach dem besten Pilsner lieferte die Schlossbrauerei Autenried die richtige Antwort und wurde mit der Goldmedaille in dieser Kategorie ausgezeichnet. Das beste „German-Style Helles“ kommt in diesem Jahr aus Pfaffenhofen von der Müllerbräu.

Medaillensammler aus Belgien und Italien

Doch nicht nur in Deutschland gibt es erfolgreiche Brauereien beim European Beer Star 2021. Mit drei Awards in den Kategorien „Belgian-Style Blond Ale“, „BelgianStyle Dubbel“ und „Belgian-Style Tripel“ bewies die Bierbrouwerij de Koningshoeven wieder einmal mehr, dass ihnen bei diesen Bierstilen niemand so schnell etwas vormacht. Weitere vier Awards gehen in die Nähe von Rom zur erst 2015 gegründeten Brauerei Ritual Lab, die besonders mit ihren Interpretationen in den Kategorien „Session Beer“, „New Style Pale Ale“, „New Style India Pale Ale“ und „Ultra Strong Beer“ erfolgreich waren.

Doch auch im 18. Jahr seines Bestehens gibt es immer noch Überraschungen beim European Beer Star. Zum ersten Mal in der Geschichte des Bierwettbewerbs holen die skandinavischen Länder Norwegen, Schweden, Finnland und Dänemark zeitgleich je einen Gold Award. Gold in der Kategorie „German Style Dunkler Bock“ ergatterte die E.C. Dahls Brygerri aus Norwegen, der Preis für das beste „EnglishStyle Strong Ale“ geht an die Panimo Honkavuori Oy aus Finnland. Die schwedische Remmarlöv Gårdsbryggeri konnte die Kategorie „Sweet Stout“ mit Gold für sich entscheiden und die Krenkerup Bryggeri aus Dänemark braute das beste „Smoke Beer“.

Kreativitätspreis geht an Kreativbrauerei

Erstmalig wurden beim European Beer Star eine Kategorie geschaffen, in der nicht ausschließlich die Bierqualität ausschlaggebend für die Bewertung ist. In der neuen Spezialkategorie „Free-Style Beer“ spielte das Storytelling – die Geschichte und die Idee hinter dem Bier – eine besondere Rolle. Die Finaljury am meisten überzeugen konnte die Kehrwieder Kreativbrauerei mit ihrem „El Duderino“. Inspiriert vom Lieblingsgetränk der Hauptfigur im Film „The Big Lebowski“ – dem Cocktail „White Russian“ – überzeugte das Gewinnerbier nicht nur durch ein grandioses Storytelling, sondern auch durch eine kreative Rezeptur und hervorragende Bierqualität.

Hofbräu – Winterzwickl

Auch das Hofbräuhaus in München hat ein Winterbier gebraut, ein dunkles untergäriges Zwicklbier. Dieses Bier wird nur von Ende Oktober bis Mitte Januar gebraut und wenn es dann weg ist, müssen sich die Konsumenten bis zum nächsten Herbst gedulden. Selten war ich von den Bieren aus dem Hofbräuhaus enttäuscht, so dass ich jetzt auf das Winterzwickl gespannt bin.

Fast blickdicht schwarz strahlt mich das Bier an. Darüber prangt eine fest elfenbeinfarbene Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. An der Optik gibt es schon mal nichts zu meckern.

Das Aroma ist erwartungsgemäß malzbetont nach Schokolade und Karamell.

Auch der Antrunk entspricht meinen Erwartungen, denn er ist recht süß mit einer feinperligen sanften Kohlensäure. Auf der Zunge bleibt die Süße präsent und es gesellt sich ein passendes Bitter dazu. Obwohl das Aroma nach Schokolade in der Nase im Vordergrund stand, erscheint es auf der Zunge eher zurückhaltend. Mir gefällt das weiche Mundgefühl. Der Abgang ist etwas trockener mit einem mäßigen freundlichen Bitter, das überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Münchner Malz, Helles Gerstenmalz, Caramelmalz), Hopfen (Herkules, Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

23 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

7° – 8° Celsius

Brauerei:

Staatliches Hofbräuhaus in München
Hofbräuallee 1
81829 München
www.hofbraeu-muenchen.de

Maisel & Friends präsentiert das Gewinnerbier des Hobbybrauer-Wettbewerbs „Tropical Coast“ auf dem Beviale-Summit

Der Gewinner des vierten Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und BrauBeviale heißt Fernando Coppi. Sein „Tropical Coast“ hat sich in der Juryverkostung gegen 160 andere West Coast IPAs durchgesetzt und wurde in der Zwischenzeit bei Maisel & Friends nachgebraut. Das Hobbybrauer-Gewinnerbier wird im Rahmen des Beviale Summit erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Am Dienstag, 09. November 2021, präsentiert Michael König, Biersommelier bei Maisel & Friends das West Coast IPA „Tropical Coast“ live auf dem neuen Kongress für die Getränkebranche in Nürnberg.

Die kreativen Brauer von Maisel & Friends und die BrauBeviale als wichtigste Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie haben den Wettbewerb für Hobby- und Heimbrauer bereits 2018 ins Leben gerufen und seitdem haben sich die Teilnehmerzahlen Jahr für Jahr gesteigert. 2021 konnten die Organisatoren einen absoluten Rekord aufstellen, denn Hobby- und Heimbrauer aus nah und fern reichten 160 Biere zum Wettbewerbsthema „West Coast IPA“ ein. Um das Gewinnerbier zu ermitteln, führte eine hochkarätig besetzte Fachjury aus 13 Braumeistern, Biersommeliers und Vertretern der Fachpresse im Mai 2021 eine mehrere Stunden andauernde Blindverkostung durch und beurteilte die Biere Optik, Geruch, Geschmack, Bittere, Rezenz und persönlichem Eindruck.

Gewinner ist Brauer bei der Jopen Brouwerij (Niederlande)

Der Gewinner des vierten Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und BrauBeviale heißt Fernando Coppi. Der gebürtige Brasilianer braut seit drei Jahren Bier Zuhause und ist überglücklich, dass er den ersten Platz erreicht hat. Leider konnte Fernando Coppi nicht zum Brautag zu Maisel & Friends kommen, da er in der Zwischenzeit als Brauer bei der international bekannten Jopen Brouwerij in den Niederlanden beschäftigt ist.

Das Gewinnerbier leuchtet mit einer leichten Trübung und einer cremigen Schaumkrone wunderschön honigfarben im Glas. Wie der Name Tropical Coast bereits vermuten lässt, hat das West Coast IPA einen intensiven hopfigen Frucht-Duft, der die Jury von Beginn an überzeugte. Mit dem ersten Schluck zeigt sich das Hopfenspiel an den Geschmacksknospen und erinnert an einen tropischen Fruchtkorb. Die Zunge nimmt erst Maracuja-, Aprikosen-, Orangen- und Ananasnoten wahr, die von angenehmen bitteren Noten nach Orangen- und Zitrusschalen begleitet werden. Eine dominante und stiltypische Bittere rundet das IPA mit einem wunderbaren trockenen Abgang perfekt ab.

Maisel & Friends bringt den Biersommelier ins Wohnzimmer

Seit dem Markteintritt vor fast zehn Jahren haben sich Maisel & Friends aus Bayreuth immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um die deutschen Biertrinker auf moderne Bierstile wie Pale Ale oder IPA aufmerksam zu machen. Mit Erfolg, denn der Absatz der Maisel & Friends Biere hat sich in den letzten Jahren im hohen zweistelligen prozentualen Bereich gesteigert.

Im Oktober startet die innovative Familienbrauerei den neuesten Clou: Im ausgewählten Einzelhandel werden Displays mit dem Maisel & Friends Tasting-Set zu finden sein. Über den Scan eines QR-Codes auf der Verpackung des Tasting-Sets erreicht der Käufer intuitiv und schnell eine nicht öffentliche Website. Er kann sich so den Maisel & Friends Biersommelier samt Verkostungsvideos ins Wohnzimmer holen und alleine oder gemeinsam mit Familie oder Freunden sechs verschiedene Biere verkosten. Mit den kurzweiligen Videos können die bierinteressierten Verbraucher einen unterhaltsamen Abend verbringen und gleichzeitig ihr Wissen über die vielfältige Bierwelt erweitern.

„Mit dem virtuellen Biertasting greifen die Experimentierfreude und Neugierde der Verbraucher auf und lassen sie an der Maisel & Friends-Philosophie teilhaben“ erklärt Jeff Maisel die Idee des virtuellen Biertastings. „Mit den fünf Sessionbieren tasten sich die probierfreudigen Bierliebhaber langsam an die neuen Geschmacksnoten heran und werden dabei von unserem Biersommelier digital begleitet. Als krönenden Abschluss und um zu zeigen, welche Vielfalt unsere Braumeister aus nur vier Zutaten kreieren, ist auch unser limitiertes Artbeer #3 im Paket – ein Strong Sour Ale mit knackigen 6,9% Alkohol.“

Im Paket sind die fünf dauerhaft verfügbaren Sessionbiere von Maisel & Friends enthalten sowie das limitierte Artbeer #3, dessen Etikett von der international bekannten Berliner Urbanart-Künstlerin HERA gestaltet wurde und das sonst nicht im Handel erhältlich ist. Durch die ansprechende Optik des Tasting-Sets, das Zusatzangebot der Verkostungs-Videos und die attraktive Preisstellung erhoffen sich Maisel & Friends neue Kundenkreise zu erreichen, die Markenbekanntheit von Maisel & Friends zu steigern sowie die auf die weiteren on- und offline Tasting-Angebote aufmerksam zu machen.

Hofbräuhaus – Helles Vollbier

Das Hofbräuhaus in München ist vermutlich das bekannteste Gasthaus der Welt. Von dort kommt das Bier, das jetzt vor mir steht und von dem die Brauerei folgendes schreibt: „Anlässlich des 500-jährigen Jubiläums des Reinheitsgebotes entwickelten unsere Braumeister 2017 mit dem Hellen aus dem Hofbräuhaus ein neues Bier in neuem Gebinde. ‚Hofbräuhaus Hell‘ ist ein außergewöhnlich charaktervolles Münchner Helles. Frisch, spritzig und einmalig im Geschmack…“ Mir stellt sich da zwar die Frage, weshalb das Bier erst ein Jahr nach dem Jubiläum entwickelt wurde, aber ich muss wohl auch nicht alles verstehen. Wende ich mich lieber dem Bier zu.

Glänzend goldfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Die gemischtporige Schaumkrone ist nicht allzu ausgeprägt und sie fällt auch flott in sich zusammen.

Das Aroma ist malzbetont nach Karamell mit einigen würzigen Noten.

Der Antrunk ist unerwartet süß und kommt mit einer sehr feinperligen Kohlensäure daher. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter dazu. Obwohl das Bier ein weiches Mundgefühl vermittelt, ist es im Vergleich zu anderen Hellen recht schlang. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit mittlerem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz), Hopfen (Perle, Magnum, Select)

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

11,7 ° Plato

Bittereinheiten:

9 IBU

Farbe:

5-6 EBC

Brauerei:

Staatliches Hofbräuhaus in München
Hofbräuallee 1
81829 München
www.hofbraeuhaus.com