Neben ihrem ausgefeilten Sortiment feinster Craftbiere überlegen sich die Brauer bei Maisel & Friends Jahr für Jahr ganz besondere Bierspezialitäten, die ihrem Angebot die Krone aufsetzen. Auch die Bourbon Bock-Reihe gehört zu diesen Highlights. Das Bockbier wird nach Vollendung des Brauprozesses in hocharomatische Fässer gefüllt, in denen zuvor Bourbon reifte. Im Lagerkeller entfaltet der Bock sein volles Potenzial, während das feine Holz dem Bier seinen unvergleichlichen Charakter verleiht. Nach der Veredlung wird der fertige Bourbon Bock in schicke 0,75l-Flaschen abgefüllt und ist genussbereit. Nachdem dann eine Flasche ihren Weg zu mir gefunden hat, will ich dieses Bier jetzt verkosten und beschreiben.
Kupferfarben und opalisierend läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große und größtenteils feinporige Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt.
Düfte nach Biskuit und Rum steigen mir in die Nase, angereichert mit Aromen nach Vanille, Rosinen, Honig und Marzipan. Wahnsinn – das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.
Der Antrunk ist stiltypisch süß und obwohl die Kohlensäure angenehm feinperlig ist, ist sie doch recht kräftig. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und die Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, spiegeln sich auf der Zunge. Der Alkohol wärmt und das Mundgefühl ist seidenweich und schwer. Der Abgang ist mild und der Geschmack nach Rosinen tritt in den Mittelpunkt. Er klingt durchschnittlich lange nach.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
8,0 % Vol.
Stammwürze:
18° Plato
Brauerei:
Brauerei Gebrüder Maisel KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth,
www.maiselandfriends.com
Die Brauerei Apostelbräu ist im niederbayrischen Hauzenberg beheimatet, das im Landkreis Passau liegt. Bekannt wurde die Brauerei im Wesentlichen durch zwei Dinge: dort wird Bier aus anderen Getreiden als
Brotzeitbier steht auf dem Etikett der nächsten Flasche, die bei mir auf ihre Verkostung wartet. Das liest sich zunächst einmal etwas ungewohnt – aber weshalb eigentlich? Im Weinregal meines Supermarkts steht rund ums Jahr der „Wein zum Spargel“. Auf einem anderen Weinetikett ist eine Garnele abgebildet. Da weiß der geneigte Käufer doch gleich, welchen Wein er zum geplanten Essen kaufen soll. Die Bierauswahl ist für den Laien noch erheblich schwieriger zu durchschauen, zumindest wenn er sich einmal das Craft Beer-Regal ansieht. Die Vielfalt ist noch einmal deutlich höher als im Weinregal. Damit meine ich jetzt nicht die Anzahl der verschiedenen Etiketten oder Hersteller. Nein, die möglichen Geschmacksrichtungen sind beim Bier vielfältiger als beim Wein. Und so ist es eigentlich eine gute Entscheidungshilfe, wenn wir von vornherein wissen, zu welcher Speise das Brotzeitbier passt – nämlich zu Brot und Bretzel, dazu kräftiger Käse und eftige Wurst. Jetzt will ich herausfinden, ob dieses Bier auch wirklich zu einer bayerischen Brotzeit passt.
Bereits zum vierten Mal unterstützt die Brauerei Maisel & Friends aus Bayreuth einen Streetart-Künstler, mit dem die Brauer gemeinsam eine Bieridee entwickeln und der ein Etikett gestaltet, bevor die Brauer das dazu passende Bier brauen. In diesem Jahr ist ELLE die Künstlerin.
Nur etwa fünf Kilometer von Bamberg entfernt liegt Bischberg. Dort ist die Hausbrauerei zur Sonne beheimatet, von der das Helle stammt, das jetzt vor mir steht. Auch wenn ich kein ausgesprochener Fan dieses Biertyps bin, erwarte ich von einer kleinen fränkischen Brauerei auf jeden Fall doch ein Bier, das aus der Masse der langweiligen Hellen hervorsticht. Mal sehen, ob es diesem Bier gelingt.
Aus der Leidenschaft zum Trinken guter Biere entstand diese ganz besondere kleine Brauerei. BroBier ist eine sogenannte Gypsybrauerei. BroBier, das sind die Freunde Andreas Eckschmidt und Johannes Lurz, die sich dieses Geschäftsmodell zu Nutzen gemacht haben um ihre Heimbrauerei vom Hobby zum professionellen Unternehmen zu pushen.
Nun will ich mal wieder ein Helles verkosten. Ich muss ja zugeben, dass es nur wenige Helle gibt, die mich begeistern können. Vermutlich wäre es die schlimmste Strafe für mich, als Jurymitglied bei einem Wettbewerb 20 Helle hintereinander verkosten zu müssen. Aber ab und an mal ein Helles zum Essen – daran kann ich mcih schon gewöhnen. Jetzt will ich mal sehen, ob das Arcobräu Schloss Hell mich vom Gegenteil überzeugen kann.