Schlagwort-Archiv: Bayern

Maisel & Friends – Rum Bock 2021

Neben ihrem ausgefeilten Sortiment feinster Craftbiere überlegen sich die Brauer bei Maisel & Friends Jahr für Jahr ganz besondere Bierspezialitäten, die ihrem Angebot die Krone aufsetzen. Auch die Bourbon Bock-Reihe gehört zu diesen Highlights. Das Bockbier wird nach Vollendung des Brauprozesses in hocharomatische Fässer gefüllt, in denen zuvor Bourbon reifte. Im Lagerkeller entfaltet der Bock sein volles Potenzial, während das feine Holz dem Bier seinen unvergleichlichen Charakter verleiht. Nach der Veredlung wird der fertige Bourbon Bock in schicke 0,75l-Flaschen abgefüllt und ist genussbereit. Nachdem dann eine Flasche ihren Weg zu mir gefunden hat, will ich dieses Bier jetzt verkosten und beschreiben.

Kupferfarben und opalisierend läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große und größtenteils feinporige Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Düfte nach Biskuit und Rum steigen mir in die Nase, angereichert mit Aromen nach Vanille, Rosinen, Honig und Marzipan. Wahnsinn – das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist stiltypisch süß und obwohl die Kohlensäure angenehm feinperlig ist, ist sie doch recht kräftig. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und die Aromen, die ich bereits in der Nase festgestellt habe, spiegeln sich auf der Zunge. Der Alkohol wärmt und das Mundgefühl ist seidenweich und schwer. Der Abgang ist mild und der Geschmack nach Rosinen tritt in den Mittelpunkt. Er klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Brauerei:

Brauerei Gebrüder Maisel KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth,
www.maiselandfriends.com

Wettbewerb „Goldene Bieridee 2022“ gestartet

Der Bayerische Brauerbund e. V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e.V. haben im Jahr 1999 anlässlich des „Tages der Bayerischen Biere“ am 23. April „Goldene BierIdee“ ins Leben gerufen.

Der sich beständig verschärfende Wettbewerb in der Brauwirtschaft, die sich abzeichnenden demographischen Veränderungen, die mit einer Abnahme des Konsumentenpotentials auch für die Brauwirtschaft einhergehen werden, sowie das sich wandelnde Freizeit- und Konsumverhalten zwingen die Unternehmen des Brau- wie des Gastgewerbes, neue Wege zur wirkungsvolleren Präsentation bayerischer Bierspezialitäten zu beschreiten.

Bei ihrem Bemühen, Kennerschaft rund um die besondere Reichhaltigkeit des bayerischen Bierangebotes zu vermitteln, das Bier sowohl neuen Konsumentenkreisen nahezubringen als auch überzeugten Bierliebhabern in innovativer Form zu präsentieren und den Blick für die einzigartige Vielfalt der Braustätten in Bayern, aber auch deren Erhalt zu schärfen, beweisen sowohl Brauereien als auch Gastronomen große Kreativität.

Die besondere Popularität des bayerischen Volksgetränks und Kulturgutes Bier inspiriert darüber hinaus auch Branchenfremde, sich Gedanken über neue Präsentationsformen des Bieres, seiner Rohstoffe und die Verwendung der Nebenprodukte der Bierherstellung zu machen.

Jede dieser Ideen leistet ihren Beitrag, das Image des Bayerischen Bieres zu fördern und seine herausragende Stellung innerhalb der Produkte der deutschen Brauwirtschaft weiter zu festigen. Die Auszeichnung „Goldene BierIdee“ würdigt besondere Verdienste um die Präsentation der bayerischen Brauwirtschaft und ihrer Erzeugnisse. Sie soll Brauern, Gastronomen und Freunden des Bayerischen Bieres aber auch Ansporn sein, sich selbst um attraktive, originelle und moderne Formen der Darstellung des traditionsreichen bayerischen Wirtschaftszweiges und seiner zahlreichen Spezialitäten zu bemühen.

Außerdem soll sie den Bierliebhabern signalisieren, dass auch eine Branche, die ihre in Jahrhunderten zählende Tradition bewusst pflegt, Wandlungsfähigkeit und Innovationskraft besitzt, um sich den sich beständig wandelnden Anforderungen ihrer Kunden flexibel anzupassen, damit das Bier nach beinahe 6000-jähriger Geschichte die zeitgemäße Antwort auf den Durst auch im 3. Jahrtausend bleibt.

Auch in diesem Jahr können sich Brauereien, Getränkevertriebe, Gastronomiebetriebe, Tourismusverbände, Event- und Reiseveranstalter, Museen, Verlage, Redaktionen, E-Commerce-Anbieter und Kommunen oder Städte an diesem Wettbewerb beteiligen, wie es heißt. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 18. März 2022. Weitere Informationen unter www.bayerisches-bier.de.

Apostelbräu – Roggen

Die Brauerei Apostelbräu ist im niederbayrischen Hauzenberg beheimatet, das im Landkreis Passau liegt. Bekannt wurde die Brauerei im Wesentlichen durch zwei Dinge: dort wird Bier aus anderen Getreiden als Gerste und Weizen gebraut und das Landratsamt hat der Brauerei untersagt, auf den Flaschenetiketten den alten bayrischen Wunsch „Wohl bekomm’s“ abzudrucken. Dieser Aufdruck wäre eine gesundheitsbezogene Aussage. Meiner Meinung nach handelt es sich hier aber wohl eher um einen bürokratischen Ausrutscher des Landratsamts. Aber jetzt wollen wir uns mit dem Bier beschäftigen, das die Brauerei von anderen unterscheidet. Jetzt steht als erstes Bier dieser Brauerei das Roggen vor mir.

Dunkel rotbraun und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Die durchschnittlich große elfenbeinfarbene Schaumkrone ist fest und bleibt lange erhalten. Damit ist das Bier optisch jedenfalls sehr ansprechend.

Das Bier duftet nachKaramell und Pumpernickel, dazu leichte Zitrusnoten. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Dabei macht das Bier einen wirklich frischen Eindruck, auch wenn die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert ist. Auf der Zunge erinnert das Bier an ein gutes Sauerteigbrot. Bitterstoffe kann ich kaum schmecken. Das Mundgefühl ich angenehm weich. Der Abgang ist mild. Auch jetzt kann ich nur wenig Bitter feststellen, aber eine leichte Fruchtigkeit verleiht dem Bier eine ungewohnte Leichtigkeit. Trotz der wenigen Bitterstoffe klingt der Geschmack lange nach.

Zutaten:

Wasser, Roggenmalz, Gerstenmalz, Hefe, Hopfen (Bavaria Mandarin, Tettnanger)

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Apostelbräu
Eben 11-13
94051 Hauzenberg
www.apostelbraeu.de

Dampfbierbrauerei Zwiesel – Brotzeitbier

Brotzeitbier steht auf dem Etikett der nächsten Flasche, die bei mir auf ihre Verkostung wartet. Das liest sich zunächst einmal etwas ungewohnt – aber weshalb eigentlich? Im Weinregal meines Supermarkts steht rund ums Jahr der „Wein zum Spargel“. Auf einem anderen Weinetikett ist eine Garnele abgebildet. Da weiß der geneigte Käufer doch gleich, welchen Wein er zum geplanten Essen kaufen soll. Die Bierauswahl ist für den Laien noch erheblich schwieriger zu durchschauen, zumindest wenn er sich einmal das Craft Beer-Regal ansieht. Die Vielfalt ist noch einmal deutlich höher als im Weinregal. Damit meine ich jetzt nicht die Anzahl der verschiedenen Etiketten oder Hersteller. Nein, die möglichen Geschmacksrichtungen sind beim Bier vielfältiger als beim Wein. Und so ist es eigentlich eine gute Entscheidungshilfe, wenn wir von vornherein wissen, zu welcher Speise das Brotzeitbier passt – nämlich zu Brot und Bretzel, dazu kräftiger Käse und eftige Wurst. Jetzt will ich herausfinden, ob dieses Bier auch wirklich zu einer bayerischen Brotzeit passt.

Golden und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die gemischtporige Schaumkrone ist etwas dürftig geraten und sie fällt auch schnell in sich zusammen.

Das Bier duftet nach Karamell und Getreide, abgerundet durch einige blumige Noten.

Der Antrunk ist recht süß. Obwohl die feinperlige Kohlensäure eher knapp dosiert ist, passt es aber trotzdem irgendwie zusammen. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter zur Süße. Das Mundgefühl ist weich. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und ein verhaltenes Bitter übernimmt mit überraschend langem Nachklang.

Das Brotzeitbier ist kein Genussbier, auf das der Konsument sich beim Trinken konzentrieren kann. Aber zum schnellen Dustlöschen oder zum Essen, beispielsweise zu einer Brotzeit, ist es wirklich gut geeignet.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

1. Dampfbierbrauerei Zwiesel
Regener Str. 9
94227 Zwiesel
www.dampfbier.de

Maisel & Friends – Artbeer #4 – Elle

Bereits zum vierten Mal unterstützt die Brauerei Maisel & Friends aus Bayreuth einen Streetart-Künstler, mit dem die Brauer gemeinsam eine Bieridee entwickeln und der ein Etikett gestaltet, bevor die Brauer das dazu passende Bier brauen. In diesem Jahr ist ELLE die Künstlerin.

ELLE begann ursprünglich als illegale Graffiti-Künstlerin in New York. Inzwischen gilt sie als eine der besten Street-Artists, ist eine der gefragtesten Frauen der Szene und arbeitet überall auf der Welt. ELLE ist eine von 50 Künstler*innen, die unser Liebesbier Urban Art Hotel zu einem weltweit einzigartigen Kunstwerk gemacht hat. Sie liebt Bier und schnell entstand die Idee, dass sie genau die Richtige für unser nächstes Artbeer-Projekt ist und wir haben zusammen einen Bierstil ausgesucht, den sie selbst sehr gerne mag: es sollte ein Juicy IPA werden.

Stark und kantig wie das IPA sollte auch das Etikett werden und deshalb hat ELLE ihre Collage extra zackig und dynamisch dargestellt. Die fünf verwendeten Hopfensorten finden sich auf dem Etikett ebenso wieder, wie der cremige-Touch, der durch die soften Lippen dargestellt wurde. Soweit die Theorie. Mache ich jetzt die Flasche auf und schenke mir das Bier ein.

Goldgelb und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein, bleibt dafür aber lange erhalten.

Das Aroma eines ganzen Obstkorbes steigt mir in die Nase. Ich rieche Düfte nach Grapefruit, Orange, Mango und anderen Südfrüchten, und die Hefe vervollständigt das Bouquet zu einem Duft, der an Biskuitteig erinnert. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist wie erwartet süß und die feinperlige Kohlensäure sorgt von Anfang an für ein angenehmes Mundgefühl. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Besonders Orange und Grapefruit stehen im Mittelpunkt, abgerundet durch einen Hauch Vanille. Dazu kommt das stiltypische kräftige Bitter. Das Mundgefühl ist weich und fast samtig. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und meine Kehle wird durch ein fruchtiges Bitter mit langem Nachklang verwöhnt.

Die Brauerei hat schon Recht, wenn sie schreibt: „Das Artbeer #4 von und mit Künstlerin ELLE ist definitiv ein Kunstwerk!“

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen (Idaho 7, Callista, Citra, Mosaic, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

7.4% Vol.

Stammwürze:

15,5° Plato

Bittereinheiten:

42 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Hausbrauerei zur Sonne – Urtyp Hell

Nur etwa fünf Kilometer von Bamberg entfernt liegt Bischberg. Dort ist die Hausbrauerei zur Sonne beheimatet, von der das Helle stammt, das jetzt vor mir steht. Auch wenn ich kein ausgesprochener Fan dieses Biertyps bin, erwarte ich von einer kleinen fränkischen Brauerei auf jeden Fall doch ein Bier, das aus der Masse der langweiligen Hellen hervorsticht. Mal sehen, ob es diesem Bier gelingt.

Zumindest bei der Farbe des Bieres macht die Hausbrauerei zur Sonne ihrem Namen alle Ehre. Sonnengelb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine ordentliche feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Bei der Optik erfüllt das Bier meine Erwartungen.

Düfte nach Brotkrume und Stroh, dazu gut dosierte würzige Noten und ein minimales Zitrus steigen mir in die Nase. Das macht schon mal Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine verhaltene Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge vergnügt sich karamellisiertes Getreide mit den würzigen Noten. Die Aromen sind gut aufeinander abgestimmt. Auch wenn das Mundgefühl eher schlank ist, ist das Bier sehr süffig und es hat Charakter. Erst im Abgang macht sich auch ein leichtes Bitter bemerkbar, das überraschend lange nachklingt.

Na, wer sagt es denn – auch ein Helles kann überraschen und muss nicht langweilig sein.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Brauerei:

Brauerei & Gasthof „Zur Sonne“
Regnitzstraße 2
96120 Bischberg
www.sonnenbier.de

BroBier – Vokuhila Summer Ale

Aus der Leidenschaft zum Trinken guter Biere entstand diese ganz besondere kleine Brauerei. BroBier ist eine sogenannte Gypsybrauerei. BroBier, das sind die Freunde Andreas Eckschmidt und Johannes Lurz, die sich dieses Geschäftsmodell zu Nutzen gemacht haben um ihre Heimbrauerei vom Hobby zum professionellen Unternehmen zu pushen.

Vom Glühweinkocher zum Braukessel

Wer gerne Bier trinkt, der sollte sich auch damit auskennen. So oder so ähnlich lautete der Grundgedanke der Brauer und Gründer von BroBier. Mittels zahlloser Bücher arbeiteten sich Andreas und Johannes so lange in die Thematik ein, bis sie soweit waren ihren allerersten Brauversuch zu starten. In einem Glühweinkocher setzten sie ihren ersten Sud an und wurden mit einem soliden Amber belohnt. Auf Basis dieser guten Erfahrung wurde von nun an experimentiert, probiert und verbessert. Die Jungs wollten keinesfalls einfach etwas nachbrauen, sie wollten von Anfang an ihr eigenes Ding machen und ihr Bier nach neuen Rezepten brauen. Aus diesem Ehrgeiz erwuchs ein dicker Ordner mit eigenen Rezepturen und die Nachfrage im Freundes- und Bekanntenkreis, der sie schon bald nicht mehr gerecht wurden. 2017 wichen die Brauer von BroBier deshalb erstmals auf eine professionelle Brauerei aus und brauten fortan dort ihr zunehmend beliebter werdendes Bier, so auch das Vokuhila, das jetzt vor mir steht.

Bernsteinfarben und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine voluminöse feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Bier ist wie erwartet sehr fruchtig. Düfte nach Grapefruit, Ananas und Waldhonig steigen mir in die Nase, abgerundet durch den Duft frisch gebackenen Brotes.

Der Antrunk ist recht süß und dazu passen carbonisiert. Vom ersten Moment an macht das Bier einen absolut vollmundigen Eindruck. Auf der Zunge gesellt sich zur an Karamell erinnernden Malzsüße ein passendes Bitter und zusammen mit den Aromen, die ich bereits in der Nase wahrgenommen habe, ist das Bier sehr fruchtig. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter kommt stärker zur Geltung, so dass es lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Bittereinheiten:

32 IBU

Brauerei:

BroBier UG (haftungsbeschränkt)
Im Grund 7
96182 Reckendorf
www.brobier-brewing.com

 

Die Salvator-Probe der Paulaner-Brauerei findet 2022 wieder statt

2020 kam kurzfristig die Absage, 2021 die erste digitale Salvator-Probe ohne Gäste und ohne Singspiel – in den vergangenen zwei Jahren herrschte Ausnahmezustand am Nockherberg. Doch dieses Jahr feiern geladene Gäste und Singspiel ein Comeback: Am Sonntagabend, 24. April lädt die Paulaner Brauerei zur traditionsreichen Veranstaltung.

„Wir wollten die Salvator-Probe als eine der traditionsreichsten Veranstaltungen unserer Heimatstadt München in gewohnter Form stattfinden lassen, endlich wieder Gastgeber sein und gemeinsam anstoßen. Deswegen haben wir uns für einen späteren Termin, Sonntag den 24. April, entschieden. Natürlich ist ein Nockherberg im April etwas ungewöhnlich, aber was ist in Zeiten wie diesen schon normal“, so Andreas Steinfatt, Geschäftsführer der Paulaner Brauerei. Eine Salvator-Probe im April ist im Übrigen nicht so speziell wie man denkt: Denn die Paulaner Mönche begingen im 17. und 18. Jahrhundert diesen Brauch immer rund um den 2. April, dem Tag des Ordensgründers Franz von Paola.

Neben den Gästen aus Politik, Kultur und Gesellschaft feiert auch das Singspiel eine Rückkehr auf die Nockherberg Bühne. Stefan Betz und Richard Oehmann werden wieder für Buch und Regie verantwortlich sein. Sie und alle Mitwirkende freuen sich schon jetzt auf einen Live-Auftritt nach zwei Jahren Pause. Auch Maximilian Schafroth hält nicht wie zuletzt seine Fastenrede in den leeren Saal, sondern kann die Politiker direkt von der Bühne aus derblecken.

Arcobräu – Schloss Hell

Nun will ich mal wieder ein Helles verkosten. Ich muss ja zugeben, dass es nur wenige Helle gibt, die mich begeistern können. Vermutlich wäre es die schlimmste Strafe für mich, als Jurymitglied bei einem Wettbewerb 20 Helle hintereinander verkosten zu müssen. Aber ab und an mal ein Helles zum Essen – daran kann ich mcih schon gewöhnen. Jetzt will ich mal sehen, ob das Arcobräu Schloss Hell mich vom Gegenteil überzeugen kann.

Weizengelb und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt. An der Optik gibt es jedenfalls nichts zu mäkeln.

Das Bier duftet nach Getreide mit einigen blumigen Noten. Das ist nun nichts, das mich begeistert, aber der Duft macht einen sauberen Eindruck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine kraftige Kohlensäure aus. Auch auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und ein passendes Bitter gesellt sich hinzu. Das Mundgefühl ist recht rund. Im Abgang wird das Bier etwas trockener und das Bitter klingt einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Brauerei:

Arcobräu GmbH
Schlossallee 1
94554 Moos
www.arcobraeu.de

 

Markus Stüttgen aus Dormagen gewinnt den fünften Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und BrauBeviale

Den fünften Hobbybrauerwettbewerb von Maisel & Friends und der BrauBeviale gewinnt Markus Stüttgen. Sein „Flaming Amber“ stach aus insgesamt 106 eingereichten Amber/Red Ales heraus und damit geht der Hobbybrauerpokal ins nordrhein-westfälische Dormagen. Auf den Erstplatzierten wartet ein Brautag bei Maisel & Friends in Bayreuth, an dem er seine Kreation auf dem professionellen Sudwerk nachbrauen darf. Das Gewinnerbier wird ab November erhältlich sein.

Wie schon 2021, konnte auch der Hobbybrauerwettbewerb 2022 aufgrund der Corona-Pandemie nicht im Rahmen des Hobby- und Heimbrauerevents „HOME BREW Bayreuth“ stattfinden. Trotzdem traf sich die Expertenjury am Freitag, 4. Februar bei Maisel & Friends in Bayreuth, um die 106 eingereichten Biere professionell zu bewerten und daraus die Gewinner zu ermitteln. Hobby-, Heim- und Garagenbrauer aus dem gesamten Bundesgebiet haben ihre Amber und Red Ales im American-Style eingereicht und diese wurden von der zwölf-köpfigen Jury – bestehend aus Braumeistern, Brauern, Biersommeliers, Hobbybrauern und Fachpresse – nach Optik, Geruch, Geschmack, Bittere, Rezenz und persönlichem Eindruck verkostet und bewertet. Die besten zehn Biere kamen in eine Finalrunde und wurden von allen Jurymitgliedern nochmals beurteilt. Am Ende der Verkostung war sich die Jury sehr schnell einig, welche Biere auf das Treppchen gehören.

Klassisches Amber Ale gewinnt

Die Siegerehrung fand am Samstag, 5. Februar live auf dem YouTube und Facebook-Channel von Maisel & Friends statt. Brauereichef Jeff Maisel, Braumeister Markus Briemle und Biersommelier Michael König führten durch das Programm und schalteten den Mitveranstalter BrauBeviale, die Sponsoren Barth Haas, Braupartner und „Hopfen & mehr“ sowie die zehn Erstplatzierten zu. Der dritte Platz ging an Florian Erdel von Chaos Homebrewing und Rang zwei erreichte Johst Dallmann von Hobbybrauer Nordheide. Beide Biere sind moderne Amber/Red Ales, die mit Hopfen gestopft wurden. Das Gewinnerbier ist ein klassisches und sehr süffiges Amber Ale mit schönem Malzcharakter und dezenten Aromen nach roten Beeren, Honig und Karamell. Kreiert hat es Markus Stüttgen von der Hausbrauerei Bestes! in seinem Keller. Dort braut der 35-Jährige seit Beginn der Pandemie manchmal alleine und manchmal zusammen mit seinen Freunden, die bei der Preisverleihung mit ihm um die Wette jubelten. Als ehemals selbstständiger Gastronom hat Markus eine große Affinität zu Lebensmitteln und trug schon lange die Idee mit sich herum, einmal sein eigenes Bier zu brauen. Niemals hätte er damit gerechnet, beim Hobbybrauerwettbewerb direkt den ersten Platz zu erreichen. Sein „Flaming Amber“ hat er mit 5,8 % Vol. Alkohol, 38 Bittereinheiten und 14° Plato Stammwürze angegeben und hat es mit den Hopfensorten Mittelfrüh, Magnum, Hallertauer Blanc, Pacific Gem, Motueka und Zamba gebraut.

Im September wird Markus Stüttgen nach Bayreuth kommen, um gemeinsam mit dem Team von Maisel & Friends sein Bier im 25 Hektoliter-Sudhaus nachzubrauen und bei der Etikettengestaltung mitzuwirken. Als Gewinn bekommt er eine Palette seines Gewinnerbieres nach Hause geliefert und darf seine Kreation im Herbst auf myBeviale.com der interessierten Getränke-Community präsentieren. Das streng limitierte Bier wird dann über den Onlineshop von Maisel & Friends käuflich zu erwerben sein.