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Zum Jubiläum wird Straubing elf Tage lang Bayerns Trachtenhauptstadt

Vom traditionellen Auszug mit mehreren tausend Teilnehmern bis hin zum Nostalgie-Festzelt, von handgemachter bayerischer Volksmusik bis hin zu einer eigenen Sonderschau zu Brauchtum, Tracht & Handwerk: Vom 12. bis 22. August ist Straubing gemütlicher und fröhlich-vergnügter Anziehungspunkt für Tracht- und Traditionsbegeisterte in Bayern und darüber hinaus.

Es war ein besonderes Kapitel in der Geschichte der niederbayerischen Stadt Straubing: Rund sieben Jahrzehnte lang war die Gäubodenmetropole im Mittelalter Hauptstadt des damaligen Herzogtums Straubing-Holland. Jetzt im August darf sich Straubing für elf Tage wiederum als Hauptstadt fühlen – als Zentrum von Tracht, Tradition und Brauchtum in Bayern. Das Gäubodenvolksfest gilt seit Jahren als beliebter Treffpunkt für alle, die Dirndl und Lederhosen lieben und urig, traditionell und zünftig feiern wollen. Einer der Hauptgründe: Das Gäubodenvolksfest mit seinen heute rund 1,45 Millionen Besuchern jährlich hat sich in seiner mehr als zwei Jahrhunderte währenden Geschichte stets den Urcharakter als Traditionsfest und als Treffpunkt der Niederbayern seine ursprünglichen Wurzeln erhalten.

Trachtenauszug am 12. August

Besonders beliebt bei den Besuchern des Gäubodenvolksfests, das vor genau 210 Jahren im Jahr 1812 erstmals als „Landwirtschaftliches Fest“ im Unterdonaukreis stattfand, ist traditionell der große Trachtenauszug am Eröffnungstag (12.8., ab 17.30 Uhr). Straubing ist bereits heute voller Vorfreude: Bis zu 3.500 Teilnehmer in mehr als 80 Trachten-, Tanz- und Musikgruppen, Festwägen, Pferdegespanne, Ochsen und Oldtimer werden nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause in diesem Jahr wieder erwartet. Ein Höhepunkt ist auch das Blasmusikkonzert der sieben Festkapellen am ersten Volksfestsonntag auf dem Festplatz nahe dem Riesenrad. (14.8., 10.30 Uhr).

Live-Vorführungen zahlreicher Trachtengruppen

Ein besonderes Schmankerl bietet der „Historische Bereich“ des Gäubodenvolksfests mit seinem Tag- und Abendprogramm. Tagsüber führen Trachtengruppen aus den unterschiedlichsten Trachtengauen jeweils um 11, 14 und 16 Uhr traditionelle Volkstänze, Plattler oder Goaßlschnalzer vor. Abends gibt es dort ein buntes und modernes Programm. Insgesamt bietet das Straubinger Volksfest über 27.000 Komfort-Sitzplätze in sieben Zelten sowie einen Vergnügungspark mit rund 130 Schaustellern von gemütlich-nostalgisch im „Historischen Bereich“ bis hin zu atemberaubend-spektakulär.

Volksfest-Schmankerl mit großer Tradition

Auf die Besucher warten Volksfest-Klassiker wie Ochse, Hendl und Ente vom Grill, Spanferkel, Schweinshaxen und Spießbraten, aber auch der „Steckerlfisch“. Forellen und Lachsforellen sind seit jeher besonders beliebt, weil sich Gräten leicht entfernen lassen. Viele der Essensstände sind seit Jahrzehnten Stammgäste, so wie die Fischbraterei Johann Mayer, die erstmals 1939 in Straubing auf dem Festplatz dabei war.

Sonderschau mit Fokus auf Tradition

In direkter Nachbarschaft zum Volksfest sind bei der „niederbayerischen Weltausstellung“ – der Ostbayernschau – bei freiem Eintritt vom 13. bis 21. August Tracht und Brauchtum in diesem Jahr einer der großen Schwerpunkte. Längst vergessene Handwerkstraditionen leben dort in diesem Jahr bei einer Sonderschau neu auf: Die Herstellung traditioneller Wachsstöckeln – kleine Kunstwerke und Dankesgaben – lässt sich dort erleben. Auch beim Anfertigen von Klosterarbeiten, beim Klöppeln oder bei der Herstellung der besonders filigranen Occhi-Spitzen können Interessierte dort über die Schulter schauen.

Mehr Informationen auch zum Rahmenprogramm während des Gäubodenvolksfests und der Ostbayernschau 2022 gibt es Internet unter www.gäubodenvolksfest.de und www.ostbayernschau.de. Das Bild wurde zur Verfügung gestellt von Fotowerbung Bernhard.

Zötler – Hefeweizen dunkel

Slow Brewing ist ein Gütesiegel, das verspricht, für eine hohe Qualität des Bieres der ausgezeichneten Brauereien zu bürgen. Bis heute wurden nur 33 Brauereien in Deutschland, den Niederlanden, in Österreich, der Schweiz und Italien mit diesem Siegel ausgezeichnet. Ich habe je schon einige Biere mit der Auszeichnung verkostet, und ich muss sagen, dass mich bislang keines dieser Biere enttäuscht hat Das Siegel steht also wirklich für Qualität. Die Brauerei Zötler ist „Slow Brewer“ seit 2018 und so freue ich mich wirklich auf diese Verkostung.

Kupferbraun und hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich eine elfenbeinfarbene fest Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik dieses Bieres ist schon mal makellos.

Feine Düfte nach Banane und Biskuitteig, nach Nüssen und Nelken steigen mir in die Nase. Abgerundet wird das Aroma durch den leichten süß-herben Duft nach Waldhonig.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße aus. Die sehr feinperlige Kohlensäure ist leider nur recht knapp dosiert. Auf der Zunge dominieren Röststoffe sowie eine leichte fruchtige Säure, begleitet durch den Geschmack der Hefe. Das Mundgefühl ist weich und voll. Im Abgang erfreuen der schokoladige Geschmack der Röstaromen zusammen mit der leichten und fruchtigen Säure meine Kehle. Hier schmecke ich auch erstmals einige Bitterstoffe. Der Geschmack ist nicht allzu kräftig, klingt aber überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,7° Plato

Bittereinheiten:

11 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Privat-Brauerei Zötler GmbH
Grüntenstr. 2
87549 Rettenberg
www.zoetler.de

BierSelect

Meinel-Bräu – Weizen

Nach dem Dreißigjährigen Krieg, genauer gesagt 1688 ließ sich Johann Meinel der Ältere in der Vorstadt in Hof nieder, der Weiß- und Sämischgerber. Mit ihm beginnt die Ahnenreihe unserer heutigen Brauerei Meinel, mit ihm beginnt die Geschichte der Brauereigaststätte “ Meinels Bas“ und mit ihm beginnt ein Stück Stadtgesichte in der Hofer Vorstadt.

1689 beendet Johann Meinel d. Ältere sein Singeldasein und heiratet – hier beginnt die Geschichte einer Liebe und eines wunderbaren Handwerks. Die Familie Meinel erlangt das Bürgerrecht und das damit verbundene Brau- und Schankrecht. In Aufzeichnungen des Stadtmagistrats von 1731 ist die Familie als Brauberechtigt aufgeführt. Erst gegen das Jahr 1750 ließ der Weiß-und Sämischgerbermeister Nikolaus Salomon Meinel der älteste Sohn des Johann Meinel (dem Älteren), einen Felsenkeller in das Gestein des ehemaligen Steinbruchs am Sand treiben, damit wurden die Voraussetzungen für eine ernsthafte Nutzung des Braurechts geschaffen. Nach dieser langen Zeit sollte die Brauerei wohl in der Lage sein, ein Weizenbier zu brauen, das mich begeistern kann. Mache ich also die Flasche auf.

Orangefarben, hefetrüb und mit einer agilen Kohlensäure präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feste Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Ein Weizen wie gemalt.

Das Bier duftet stiltypisch fruchtig nach Banane und Birne, abgerundet durch einen Hauch Nelke. Die Hefe vervollständigt das Aroma mit dem Duft nach Biskuitteig.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine diskrete Süße aus und die kräftige Kohlensäure sorgt für eine angenehme Spritzigkeit. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider, unterstützt durch den Karamellgeschmack des Malzes. Bitter ist allerdings nur wenig zu schmecken. Dafür ist das Mundgefühl weich und voll. Auch der Abgang ist mild und die Fruchtigkeit klingt kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Farbe:

12 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° Celsius

Brauerei:

Familienbrauerei Georg Meinel GmbH
Alte Plauener Str. 24
95028 Hof
www.meinel-braeu.de

 

22. 7. – 24. 7. 2022: 150 Jahre Brauerei Schneider

Schneider Weisse feiert dieses Jahr sein 150-jähriges Jubiläum. Das ist Anlass für ein dreitägiges Festwochenende.

Es beginnt am Freitag, den 22. Juli ab 19 Uhr mit einem Kabarettabend mit Luise Kinseher und ihrem „best off“-Programm: „Die Kinseher kimmt!“ Luise Kinseher ist eine Vollblutschauspielerin, die ihre vielen maßgeschneiderten Rollen mit der gleichen Präzision beherrscht wie das Geplauder mit dem Publikum. Im Anschluss daran sorgen die Jungs von „Blechzipfl“ mit ihrer jungen, dynamischen und frechen Musik, für Stimmung. Na gut, die Band kenne ich nicht, aber die Brauerei Schneider preist sie auf diese Weise an. Das will ich jetzt mal einfach glauben . Tickets gibt es zum Preis von 25,00 Euro bei freier Platzwahl. Es lohnt sich also, nicht nur pünktlich, sondern auch früh zu erscheinen.

Der Samstag, der 23. Juli beginnt um 14:30 Uhr mit dem Kinderprogramm. Monique Snnenschein lädt die kleinsten Gäste in ihre bunte Welt ein, in ihr einmaliges Zauber-Mitlach-Theater.

Am Abend spielt die bayrische Band LaBrassBanda mit ihrem exklusiven Jubiläums-Live-Konzert auf. So wie Schneider Weisse als Erfinder bayerischer Weissbierkultur gilt, ist LaBrassBanda das Original in Sachen Pop-Brass aus Bayern. Die Chiemgauer Band um Stefan Dettl ist dafür bekannt, dass sie bei ihren energiegeladenen Auftritten ganze Bierzelte, Hallen und Openair-Bühnen auf den Kopf stellt. Einlass ist ab 19 Uhr.

Am Sonntag, den 24. Juli, geht es traditionell und typisch bayrisch um 10:30 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt los. Anschließend geht es in das Zelt am Ludwigsplatz, wo das Wochenende mit einem Weißwurstfrühstück sowie mit weiteren Schmankerln in geselliger Runde und musikalischer Untermalung, ausklingt. Mit dabei: die Koitaboch Musi aus Garmisch-Partenkirchen.

„Goldregen“ für Regensburger Bier

Erneuter Erfolg für die Brauer der Regensburger Brauerei Bischofshof: Zum 130. Mal hat die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft jetzt Biere aus der ostbayerischen Stadt mit Medaillen ausgezeichnet. Fünf Bischofshof-Sorten erhielten jetzt bei der jährlichen Bewertung Goldmedaillen. Das Regensburger Hell, das Original Festbier, das Pils und sowohl das helle als auch das leichte Weißbier aus Regensburg schnitten dabei überdurchschnittlich gut ab. Unter den 1.500 Brauereien in der Bundesrepublik zählt Bischofshof damit zu den absoluten Aushängeschildern bayerischer Braukunst.

„Wir haben fünf Sorten zur Bewertung und unabhängigen Analyse bei der DLG eingereicht, alle fünf Sorten wurden mit Bestnoten ausgezeichnet“, so Andreas König, Braumeister und Qualitätssicherer bei Bischofshof.

Die Prüfungen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft gelten als harter, strenger und umfassender Biertest. Die Jury bewertet neben Geruch, Geschmack und Vollmundigkeit auch Bittere und Spritzigkeit. Wesentlich sind auch Laboranalysen von Farbe, pH-Wert, Stammwürze und Alkohol. „Bierqualität ist erstmal subjektive Sinneseindrücke wie die Farbe, die

Trübung, der Geruch oder der Geschmack des Bieres. Daneben gibt es jede Menge analytische Merkmale, wie Haltbarkeit, Alkoholgehalt, die Stammwürze oder auch die Schaumstabilität“, erklärt Braumeister Andreas König, bei Bischofshof seit vielen Jahren verantwortlich für die Teilnahme bei den DLG-Prüfungen.

Bischofshof nimmt seit 1977 an den Prüfungen teil. „Wir haben seitdem 130 Medaillen gewonnen. Ein Beweis für die hohe Qualitätstreue. Darauf sind wir Braumeister sehr stolz“, so König. „Dass wir diese Ehrung zum 130. Mal erhalten dürfen, ist vor allem auch eine Auszeichnung für die gesamte Mannschaft der Brauerei, die jeden Tag gemeinsam ihr Bestes gibt, um Biere höchster Qualität zu brauen“, sagt die Bischofshof-Geschäftsführerin. „Für uns eine riesige Freude, für alle Bischofshof-Bierfreunde ein Kompliment an den guten Geschmack und für uns alle ein Grund anzustoßen.“

Zötler – Hefeweizen alkoholfrei

Es gibt wohl in Deutschland kein Getränk, dass man stärker mit sportlicher Betätigung verbindet, wie alkoholfreies Weizenbier – und das hat gute Gründe: Es besteht ausschließlich aus natürlichen Zutaten und enthält keinerlei Zusatzstoffe. Dank seiner natürlichen Isotonie kann der Körper diese Stoffe schnell aufnehmen und durch regenerieren. Und am wichtigsten: es schmeckt gut und bietet Genuss nach der körperlichen Anstrengung. So ist es jedenfalls bei den meisten alkoholfreien Weißbieren – ob es auch beim Zötler zutrifft, werde ich jetzt feststellen.

Golden und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine gemischtporige weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch ist an dem Bier schon mal nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Banane und Hefe, abgerundet mit dem Duft nach Gewürznelken. Dazu kommt noch eine leichte Fruchtigkeit, die an Zitronen erinnert.

Der Antrunk ist frisch und spritzig. Auf der Zunge zeigt sich eine leichte Süße, dazu kommen eine minimale Säure sowie eine dezente Bitternote. Auch die Hefe ist deutlich zu schmecken und sie sort für eine weiche Vollmundigkeit. Der Abgang ist schlank und mild mit einem durchschnittlich langen Nachklang.

Der Aufwand, das erste alkoholfreie Weizenbier im Allgäu herzustellen, hat sich gelohnt.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,2% Vol.

Stammwürze:

7,8° Plato

Bittereinheiten:

11 IBU

EmpfohleneGenusstemperatur:

7° – 10° Celsius

Brauerei:

Privat-Brauerei Zötler GmbH
Grüntenstr. 2
87549 Rettenberg
www.zoetler.de

BierSelect

Maisel & Friends – Marc’s Chocolate Bock

Jetzt steht mal wieder ein Bier aus dem fränkischen Bayreuth vor mir, Marc’s Chocolate Bock stammt aus der Reihe der Signature Biere, einer Reihe, die lediglich drei Biere umfasst und damit wohl als die exklusivste Serie von Maisel betrachtet werden kann.

Schon der Name des Bieres sagt eine Menge über das Bier aus. Schokoladige Noten, die kräftig genug sind, um im Namen aufzutauchen, würde ich eher bei einem Stout erwarten. Damit sagt mir bereits der Name dieses Bieres, dass es sich um einen Hybrid eines Bockbiers mit einem Stout handeln könnte. Mal sehen, ob das Bier diesen Anspruch erfüllt oder ob ich eventuell in den Namen zu viel hineininterpretiere.

Praktisch blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine hellbraune Schaumkrone, die aber lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Dunkle Schokolade dominiert das Aroma, zusammen mit dem Duft frisch gerösteter Kaffeebohnen. Abgerundet wird das Aroma durch den Duft nach gerösteten Haselnüssen und einem Hauch getrockneter Blaubeeren. Nicht zu vergessen die Karamellsüße.

Im Antrunk präsentiert sich das Bier mit einer mäßigen Süße, weniger als ich aufgrund des Aromas erwartet habe, und einer reichlichen Gabe Kohlensäure. Aber dann kommt es auf der Zunge zu einer wahren Geschmacksexplosion. Dunkle Schokolade vereint sich mit Karamell, dazu kommt eine leichte Rauchnote. Dazu kommt eine leichte Fruchtigkeit, die mich jetzt eher an Preiselbeeren denken lässt. Alle Geschmackskomponenten sind wunderbar aufeinander abgestimnt, so dass sich ein weiches und leichtes Mundgefühl ergibt. Auch der Alkohol ist gut eingearbeitet und unterstützt die anderen Geschmackseindrücke, ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen. Im Abgang wird das Bier trockener und der Geschmack nach Schokolade tritt mehr in den Vordergrund. Anfangs fehlt mir ein wenig das Bitter, das sich dann aber entwickelt und sehr lange nachklingt.

Marc’s Chocolate Bock ist ein Bier, das mit seiner geschmacklichen Tiefe, seiner Leichtigkeit und Drinkability wirklich überraschen kann. Es eignet sich gut als Begleitung zu Wildgerichten oder auch hellen Desserts.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

17,4° Plato

Bittereinheiten:

23 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 12° Celsius

Brauerei:

Brauerei Gebrüder Maisel KG
Hindenburgstraße 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Camba – 4 Sessions

Seeon liegt im Chiemgau und von dort kommen die immer wieder neuen Kreationen der Camba Bavaria Brauerei. Jetzt steht das 4 Sessions vor mir, ein Pale Ale, wobei das Sessions für einen niedrigeren Alkoholgehalt bei Bieren steht. Mit milden 4,1% vol. Alkoholgehalt und nur 28 Bittereinheiten (IBU) sollte sich das Bier sehr gut und barrierefrei trinken lassen. Zumindest ist das meine Erwartung.

Bernsteinfarben und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist zwar nur klein, bleibt aber sehr lange erhalten. Damit macht das Bier eine wirklich gute Figur.

In der Nase zeigt das Bier sich als wahrer Obstsalat. Ich rieche das Bittere der Grapefruit, die Süße der Ananas sowie die Fruchtigkeit von Mango und Maracuja.

Der Antrunk ist recht spritzig-frisch mit fruchtigen und blumigen Noten, die von einer angenehmen Süße sowie einer passend dosierten Kohlensäure begleitet werden. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen und es gesellen sich Zitrus- und Grapefruitnoten dazu. Das Mundgefühl ist schlank, so wie ich es bei lediglich 4,1 Volumenprozent Alkohol erwartet habe. Der Abgang wird dominiert von einer fruchtigen-frische und tropischen Fruchtaromen sowie einem geringen Bitter, das durchschnittlich lange nachklingt.

Mit seinen etwas mehr als vier Volumenprozent Alkohol und der Fruchtigkeit ist das 4 Sessions ein sehr angenehmes Sommerbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Columbus, Citra, Amarillo), Hefe

Alkoholgehalt:

4,1 % Vol.

Stammwürze:

10° Plato

Bittereinheiten:

28 IBU

Brauerei:

Camba Bavaria GmbH
Gewerbering 3
83370 Seeon
www.camba-bavaria.de

Maisel & Friends – Fruity Tornado

Seit dem Jahr 2020 brauen die Auszubildenden bei Maisel in Bayreuth im Abschlussjahr ihrer Ausbildung ein eigenes Bier. Von der Entwicklung einer Idee bis zum fertigen Bier vergeht dabei ungefähr ein Jahr. Jetzt im dritten Jahr haben die sechs Auszubildenden, die im Übrigen aus allen Bereichen des Unternehmens stammen, ein hopfengestopftes Weizenbier mit 4,9 Volumenprozent Alkohol kreiert. Dieses Bier steht jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Goldgelb mit einem Stich ins Orange und kräftig hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt lange erhalten. Bei der Optik haben die Auszubildenden wohl irgendetwas richtig gemacht.

Auch das Aroma ist sehr ansprechend. Das Bier duftet nach Banane und Biskuitteig, unterstützt durch einen ganzen Obstsalat, in dem ich Zitrusfrüchte, Ananas, Vanille und Honig rieche. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß mit einer angenehm feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge spiegeln sich die fruchtigen Aromen und mischen sich mit dem malzigen Geschmack und der Hefe. Insgesamt erzeugen sie ein volles und weiches Mundgefühl. Überraschend ist für mich das geringe Bitter. Auch im Abgang bleibt das Bitter recht schüchtern, passt aber gut zur milden Fruchtigkeit. Bitter und Frucht klingen einige Zeit in der Kehle nach.

Insgesamt gefällt mir das Bier recht gut. Lediglich den Abgang hätte ich mir durchaus etwas kräftiger gewünscht. Aber auch so ist das Fruity Tornado gekühlt getrunken erfrischend und es löscht gut den Durst.

Wie alle Sondersude ist auch das Fruity Tornado im Brauereiladen sowie im Versand erhältlich. Und auch diesmal gilt es, schnell zu sein, denn: wenn weg, dann weg. Und es kommt nicht wieder.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz (Pilsner Malz, Spitzmalz, Karamellmalz hell, Karamellmalz dunkel), Hopfen (Callista Sabro, Bru1), Hefe

Alkoholgehalt:

11,5° Plato

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Camba Bavaria – Braumeister-Edition #49 (Korbinian Häußler) – Maibock

So einen umfangreichen Namen wie der Maibock von Camba Bavaria hat noch kein anderes Bier gehabt, das ich in diesem Blog beschrieben habe. Das ist für mich Grund genug, einmal auf der Website der Brauerei nachzusehen, was es damit auf sich hat. Camba schreibt dazu:

„Die Neue Braumeister-Edition ist ein Maibock von unserem Braumeister Korbinian Häußler. Zusammen mit ein paar Mitarbeitern hat er die 49. Edition gebraut.

Zu seiner Kreation haben wir Korbinian folgende Fragen gestellt:

Warum hast du diesen Bier-Stil gewählt und was ist das Besondere an deiner Rezeptur?

Ich habe mich für diesen Bierstil entschieden, da er eher selten Platz im Biersortiment findet. Frisch interpretiert mit dem gewissen Etwas. Den gewissen Kick bringt das Zusammenspiel frischer, fein-fruchtiger Hopfenaromen in der Nase und die ausgewogene Malzsüße.

Wie würdest du den Geschmack beschreiben und wie passt der Name dazu?

Klassisch eingebraut mit vollmundigem Körper, feiner malziger, nussiger Charakter und cremiger Schaumkrone, einem Hauch fruchtiger Hopfennoten, das meinen Maibock zu einem frischen Trinkerlebnis und Lust auf mehr macht.

Zu welcher Gelegenheit passt dieses Bier?

Ob zum Feierabend, als Gipfelbier oder zu einem guten Essen – durch seine hohe Drinkability passend für jede Gelegenheit.“

So – damit wäre das geklärt. Kommen wir also zum Bier.

Kupferfarben und ohne Hefetrübung läuft das Bier ins Glas. Dabei bildet sich nur eine kleine Schaumkrone, die auch schnell in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist malzbetont nach Karamell, abgerundet mit dem Duft nach Waldhonig.

Der Antrunk weist die die stiltypische Süße auf, die durch eine reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure begleitet wird. Auf der Zunge gesellt sich ein passendes Bitter dazu und sorgt für ein volles Mundgefühl. Fast erscheint es, als wäre das Bier dickflüssig. Im Abgang wird das Bitter kräftiger und es klingt recht lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Caramünch Typ 2), Hopfen (Tettnanger, Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

6,8 % Vol.

Stammwürze:

16,1° Plato

Bittereinheiten:

35 IBU

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Camba Bavaria GmbH
Gewerbering 3
83370 Seeon
www.camba-bavaria.de