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(K)Eine „bierernste“ Sache: Die traditionelle Taufe der Brauer zu Regensburg

Das Bild zeigt die neuen Brauergesellen Paul Nowotny und Joseph Erl, während sie von den Braumeistern Darko Zimmer und Andreas König mit jeweils einer Maß Bier getauft werden.

Die „Brauertaufe“ der Absolventen der Ausbildung zum Brauer und Mälzer gilt als eine der schönsten und beliebtesten Traditionen im Brauhandwerk. Die Brauerei Bischofshof im ostbayerischen Regensburg hat diesen alten Brauch jetzt wieder aufleben lassen.

Mit Joseph Erl und Paul Nowotny entließ die Brauerei zwei Auszubildende aus dem Lehrlingsstand der Brauer und Mälzer. Bevor die Lehrlinge tatsächlich in den Brauerstand eintraten, mussten sie sich einer Prüfung der besonderen Art unterziehen: der Brauertaufe. Neben formellen Aufgaben wie Ausrüstungsprüfung, Holzfass-Anstich, Verkostung und Vorstellung verschiedener Biere warteten auf die beiden „Täuflinge“ auch nicht ganz bierernste Herausforderungen – bis hin zur tatsächlichen Taufe mit Bier. Mit einer symbolischen Bierdusche wurden die beiden Gesellen in den Brauerstand aufgenommen.

„Die Brauertaufe ist nicht nur ein Ritual, es soll auch ein Symbol für die Qualität unserer Ausbildung und für die Wertschätzung gegenüber unseren Auszubildenden sein,“ betonte Darko Zimmer, der technische Leiter bei Bischofshof. „Wir bilden seit Jahrzehnten eine Vielzahl an Brauer und Mälzer aus. Die Ausbildung unseres Nachwuchses hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Wir freuen uns sehr über die erfolgreichen Abschlüsse und sind stolz, dass sie uns in der Brauerei und Branche erhalten bleiben“, ergänzte Braumeister und Ausbildungsleiter Andreas König.

Joseph Erl wählt nach seiner Übernahme als Brauer in der Füllerei bei Bischofshof den Weg des Studiums in der Brau- und Getränketechnologie an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Paul Nowotny bleibt als Brauer im Labor in der Brauerei und vertieft sein Wissen dann im Studium zum Diplom-Braumeister an der TU München-Weihenstephan.

Das Foto wurde mir von obx-news/Alexander Niebler/niekoe fotografie zur Verfügung gestellt.

Riegele – Weizen Doppelbock

Auf dem Etikett bewirbt Riegele den Weizen Doppelbock als fruchtig und stark.Der starke Fruchtige, so nennt die Riegele BierManufaktur aus Augsburg Ihren obergärigen Weizen Doppelbock. Dies drückt die Leidenschaft und Lebensfreude zum kreativen Brauen von Biersommelier-Weltmeister Sebastian Priller-Riegele und seinem Team um den 1. Braumeister Frank Müller aus. Der obergärige, unfiltrierte Doppelbock hat einen starken Alkoholgehalt von 8 Volumenprozent und ist heutzutage eine echte Rarität unter Bierkennern. Im Brauhaus Riegele pflegt man die alte Starkbiertradition noch mit Leidenschaft und ich will hoffen, dass dies auch noch lange so bleibt.

Bernsteinfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die cremige Schaumkrone ist durchschnittlich voluminös und bleibt sehr lange erhalten. Optisch macht das Bier schon mal einen sehr guten Eindruck.

Das Bier duftet angenehm nach Banane, Karamell und Vanille. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge zeigt sich die ganze Fruchtigkeit dieses Bieres. Besonders das Bananenaroma sticht hervor. Die 8 Volumenprozent Alkohol halten sich diskret im Hintergrund und unterstützen die Fruchtigkeit. Das Mundgefühl ist samtig. Auch der Abgang ist fruchtig und mild und der Geschmack klingt in der Kehle lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Weizenmalz

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Farbe:

10 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

7° Celsius

Brauerei:

Riegele Biermanufaktur
Frölichstraße 26
86150 Augsburg
www.riegele.de

Neumarkter Dunkle Weiße alkoholfrei

Außer dem Wasser und der Kohlensäure stammen alle Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau, (Naturland wertet die Einhaltung der eigenen Richtlinien strenger als die EG-Öko-Verordnung). Aber jetzt will ich sofort mit der Verkostung beginnen.

Beim Einschenken fällt auf, dass das Bier nicht so stark schäumt wie beim Weizenbier üblich. Dies ist aber bei alkoholfreien Bieren und besonders beim alkoholfreien Weizenbier typisch. Er ist feinporig, elfenbeinfarbig und bleibt recht lange stehen.

Auffällig ist ein intensiver Duft nach Malz und Hefe.

Der Geschmack ist leicht süßlich nach Weizenmalz mit einem schwachen Anklang von Waldhonig. Mir fehlt etwas die leichte weizenbiertypische Säure. Die Alkoholfreiheit (0,5 % Alkohol dürfen im alkoholfreien Bier vorhanden sein) wird durch Gärungsstopp erreicht.

Alles in Allem eines der besten alkoholfreien Weißbiere das ich kenne.

Zutaten:

Natürliches Mineralwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Brauerei:

Neumarkter Lammsbräu
Amberger Str. 1
92318 Neumarkt
www.lammsbraeu.de

Hoppebräu – Weissbier

Das schlicht gehaltene Etikett des Hoppebräu Weißbier zeigt stilisiert die bayrischen Berge.Bereits seit längerer Zeit ist Markus Hoppe mit seinen fünf „wuiden“ Bierspezialitäten erfolgreich. Aber was ist ein Brauer aus Bayern ohne ein Weißbier? Das hat sich Markus vermutlich auch gesagt und hat etliche Versuche unternommen, um ein bayerisches Weissbier nach seinen Vorstellungen zu brauen. Das Ergebnis ist das Hoppebräu Weissbier mit einem Alkoholgehalt von 5,5 % Vol.

Golden und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine sahnige Schaumkrone, die sich aber leider recht flott auflöst.

Wider Erwarten duftet das Bier nicht fruchtig – zumindest nicht am Beginn. Stattdessen steigt mir der Duft hellen Malzes in die Nase, abgerundet durch den Duft nach Kräutern und Glas. Erst langsam kommen die Noten nach Banane und Nelken in Spiel, so dass das Bier die Erwartungen erfüllt, die ich in es gesetzt habe.

Der Antrunk ist recht süß und spritzig. Auf der Zunge ist der stiltypische Bananengeschmack nicht allzu ausgeprägt und er wird durch grasige Noten begleitet, außerdem durch ein leichtes Bitter. Aber das Mundgefühl ist angenehm samtig. Der Abgang ist mild. Der Geschmack nach Banane wird kräftiger, genau wie auch die Bittere etwas zunimmt. Obwohl die Bittere immer noch stiltypisch zurückhaltend eingesetzt wurde, klingt sie doch recht lang nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Weizenmalz

Alkoholgehalt‍:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten‍:

20 IBU

Empfohlene Genusstemperatur‍:

3° – 5° Celsius

Brauerei:

Hoppebräu GmbH
Tölzer Straße 37
83666 Waakirchen
www.hoppebraeu.de

Wildbräu – Pils

Das Etikett der Wildbräu-Flasche zeigt einen stilisierten Bären auf zwei Beinen.Die Brauerei sagt zu dem Bier, das jetzt vor mir steht: „Zum Andenken an Korbinian Wild. Er verfeinerte die Rezeptur des feinen, tschechischen, bitteren Pils und verwendet anstelle von Bitterhopfen ausschließlich Aromahopfen. Diese versüßen diese traditionsreiche Sorte und mildern den bitteren Geschmack.“ Ich muss mich also nicht lange mit einer Vorrede aufhalten und kann sofort mit der Verkostung beginnen. Eine Bemerkung sei mir vorher aber noch gestattet: Das Bier gärt 7 Tage bei 9° Celsius, bevor es volle sechs Wochen bei 0° Celsius reift. Das sorgt für ein klares und sauberes Bier.

Golden und kristallklar strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die Schaumkrone ist nicht sehr ausgeprägt und sie fällt anfangs auch schnell in sich zusammen, aber ein Rest bleibt doch sehr lange erhalten.

Das Bier duftet nach hellem Malz und reifen Birnen und Äpfeln. Das macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge ist das Bier fruchtig und führ ein Pils enthält es eine sehr geringe Bittere. Das Mundgefühl ist weich. Der Abgang ist mild mit einer angenehmen Fruchtigkeit. Leider fehlt mir auch in der Kehle die Bittere.

Das Wildbräu Pils ist ein angenehm zu trinkendes und süffiges Bier. Als Pils ist es aber Out-of-Style.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Perle, Hallertauer Saphir)

Alkoholgehalt:

4,8% Vol.

Stammwürze:

11,5° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Brauerei:

Wildbräu Grafing GmbH
Rotter Straße 15
85567 Grafing
www.wildbraeu.de

Kristof Schimmele wird neuer Geschäftsführer Vertrieb der Brauerei Gebr. Maisel

Die Abbildung zeigt Jeff Maisel (Inhaber), Kristof Schimmele (neuer Geschäftsführer Vertrieb) und Hermann-Josef Boerger (scheidender Geschäftsführer Vertrieb)Zum 1. August 2023 übernimmt Kristof Schimmele den Posten des Vertriebsgeschäftsführers bei der Brauerei Gebr. Maisel in Bayreuth. Er war zuvor sechs Jahre als Gesamtvertriebsleiter bei der Badischen Staatsbrauerei Rothaus beschäftigt und hat sich schon in vorherigen Positionen einen Namen als Vermarktungsprofi gemacht.

Das Ruder übernimmt Kristof Schimmele von Hermann-Josef Boerger, der 2004 aus dem Sauerland zur Brauerei Gebr. Maisel kam und seitdem den Vertrieb als Geschäftsführer sehr erfolgreich leitete.

Brauereiinhaber Jeff Maisel begegnet der Veränderung in der Geschäftsführung mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Mit Hermann-Josef verlieren wir eine einzigartige Persönlichkeit und ich bin sehr traurig, dass wir ihn ziehen lassen müssen. Seine strategische Weitsicht, sein herausragendes Verhandlungsgeschick und seine Hingabe für die Bierbranche haben dazu beigetragen, dass wir heute so gut dastehen. Ich möchte mich bei ihm von Herzen für die großartige Partnerschaft bedanken! Gleichzeitig freue ich mich sehr auf die kommende Zeit mit Kristof und die neuen Projekte, die wir gemeinsam angehen werden. Wir werden den Wechsel in der Geschäftsführung für unsere Geschäftspartner und Kunden bestmöglich gestalten und freuen uns auf die Zukunft.“

Zusammen mit dem Geschäftsführer Braubetrieb Marc Goebel werden Geschäftsführer Marketing & Verwaltung Jeff Maisel und Geschäftsführer Vertrieb Kristof Schimmele künftig die Geschicke der Brauerei Gebr. Maisel leiten.

Das Bild wurde mir von der Brauerei zur Verfügung gestellt und zeigt Jeff Maisel (Inhaber), Kristof Schimmele (neuer Geschäftsführer Vertrieb) und Hermann-Josef Boerger (scheidender Geschäftsführer Vertrieb)

Maisel & Friends – Royal

Bereits zum vierten Mal brauten die Auszubildenden bei Maisel ein Bier, das sie selbst von Anfang bis Ende entwickelt haben – von der Entwicklung des Rezepts über die Produktion und die Namensgebung bis zur Gestaltung des Etiketts.

In diesem Jahr haben sich die Auszubildenden für ein Brut Pale Ale entschieden. Ich empfinde diesen Bierstil als sehr elegant und dementsprechend edel ist auch das Etikett gestaltet. Goldener Druck auf schwarzem Grund sieht doch immer gut aus. Dazu kommt noch der Name. Es scheint bei diesem Bier also alles zu passen, vorausgesetzt, das Bier ist auch entsprechend.

Die Brauerei verspricht es jedenfalls. Dort liest sich die Beschreibung so: „Eine Aromatik, die den Genießer an prickelnden Schaumwein erinnert, gepaart mit einem trockenen Abgang: Unser Maisel & Friends Royal setzt dem Brauhandwerk mit prickelnden Schampus-Anklängen die Krone auf. Das Brut Pale Ale macht den Biergenuss zum royalen Trinkerlebnis.“ Das macht doch schon mal neugierig auf dieses Bier. Andererseits hat sich Maisel bislang noch nicht an diesen Bierstil herangetraut, so dass es für alle Beteiligten eine Premiere ist. Aber genau das ist bei den Bierverkostungen schließlich das Spannende. Nach diesen Betrachtungen ist es jetzt aber wirklich an der Zeit, die Flasche zu öffnen und das Bier zu verkosten.

Strohgelb und mit leichter Hefetrübung leuchtet mir das Bier aus dem Glas entgegen. Der durchschnittlich voluminöse und feste Schaum bleibt sehr lange erhalten. Optisch macht das Bier schon mal eine sehr gute Figur. Außerdem fällt mir bereits beim Einschenken das fruchtige Aroma des Biers auf.

Das Bier duftet nach Grapefruitschale, nach Birnen und Trauben, abgerundet mit einem Hauch Gras. Auch das helle Malz kommt in der Nase zum Tragen.

Der Antrunk ist trocken und spritzig. Bereits der erste Eindruck erinnert an Champagner. Auch auf der Zunge behält das Bier seinen trockenen und eleganten Charakter. Eine leichte fruchtige Säure gesellt sich dazu und sorgt für ein weiches Mundgefühl. Im Abgang wird die Fruchtigkeit kräftiger, wobei die Aromen nach Zitrus und Birne in den Vordergrund treten. Obwohl die Bittere nur dezent eingesetzt wurde, klingt der Geschmack lange nach.

Die begeisterte Beschreibung der Brauerei ist nicht übertrieben. Ich würde mir wünschen, dass Maisel & Friends dieses Bier ins dauerhafte Sortiment aufnehmen würde.-

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Blanc, Galena, Aramis), Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

10,09° Plato

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Die BrauBeviale präsentiert sich in Bestform

Die BrauBeviale in Nürnberg startet wieder: nach 4-jähriger Pause im Messegeschehen vom 28. bis 30. November 2023. Mit einem großen Ausstellerangebot, zielgenau konzipierten Sonderflächen und einem breit gefächerten Rahmenprogramm erhalten Besucher aus der Bier-, AFG-, Mineralwasserbranche sowie aus der Wein-, Sekt- und Spirituosenindustrie praxisnahe Lösungen für ihre betrieblichen Anforderungen in Prozesstechnik, Abfüllung und Verpackung oder in der Logistik.

Auf einer Pressekonferenz in Mailand stellten die Messeveranstalter ihr diesjähriges Programm vor und stellten einen engen Zusammenhang her zwischen dem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld und den klaren Antworten, die das Messeangebot bietet. Mit drei Schwerpunktthemen illustrieren die Veranstalter die derzeitigen Anforderungen in der Getränkebranche:

Herausforderndes wirtschaftliches Umfeld

So ist in vielen Segmenten bis Ende 2022 noch nicht das Niveau von 2019 im Konsum – und entsprechend in der Produktion vieler Getränke – erreicht worden, ein Mangel an Arbeitskräften in der Gastronomie trägt dazu bei, dass insbesondere der Außer-Haus-Konsum noch Nachholbedarf hat. Bewegung gibt es in der Branche immer und so zeigt auch die Anzahl der Braustätten in Europa mit einem Plus von 614 für 2022, dass zukunftsorientierte Unternehmer das Potenzial im europäischen Getränkemarkt nach wie vor sehr positiv einschätzen. Daneben fordern aber die enormen Kostensteigerungen, die beispielsweise – gemäß einer Übersicht des Deutschen Brauer Bunds – beim Preis von Neuglas ein Plus von 140 Prozent, bei Kohlensäure ein Plus von 135 Prozent oder bei Braumalz bei 150 Prozent liegen, hohe Flexibilität in der Beschaffungspolitik der Getränkehersteller und Brauereien. Ergänzend dazu bringen die derzeit veröffentlichten Anforderungen im EU-Entwurf zur Packaging and Packaging Waste Directive (PPWR) neue Ungewissheiten, die insbesondere auf die Konzeption der Mehrwegstrategien in Europa betreffen.

Lösungen auf der BrauBeviale

Die Getränkehersteller und Brauer sowie Winzer sind also gut beraten, wenn sie sich mit umfangreichen Informationen zu Rohstoffen, neuen Maschinen, Produktionslösungen oder Logistikkonzepten eine Basis schaffen für ihr Investitionsprogramm. Die BrauBeviale bietet in neun Hallen auf ca. 40.000 m² Ausstellungsfläche mit rund 900 Ausstellern für die gesamte Prozesskette ein umfassendes Angebot. Allein 130 Anbieter für Verpackung, Verschlüsse, Etikettierung und Sekundärverpackung zeigen ihre Lösungen für die Aufgaben rund um eine produktgerechte und effiziente Verpackung. Die wichtige Frage nach der Kohlensäureversorgung etwa wird von 17 Anbietern aufgenommen und mit aktuellen Lösungen beantwortet. Oder: Rohstoffthemen – also auch Antworten zur Frage der Rohstoffsicherung – können bei insgesamt 88 Anbietern besprochen werden. Die Produktdatenbank ist bereits online und kann von allen Anwendern in der Getränke- und Brauerei-Branche angesteuert werden, um eine möglichst umfassende Anbieterinformation schon vor dem Messebesuch zu erhalten. Ab 25. Juli ist der Ticketshop geöffnet und die Planung für den Messebesuch auf der BrauBeviale kann ganz einfach online gestartet werden.

Rahmenprogramm für alle Besuchergruppen

Neu im Messeportfolio – rund 70 Prozent der Anbieter haben für die Kundengruppe der Winzer ein Angebot – ist eine Sonderschau Traubenverarbeitung und Kellerwirtschaft in Halle 4A. Damit bietet die Messe auch für die Anwender in der Weinproduktion interessante Impulse. „Wir investieren hier in diese Sonderfläche“, erklärt Andrea Kalrait, Executive Director BrauBeviale, „um zu zeigen, dass das Angebot auf der BrauBeviale sehr breit aufgefächert ist und sich somit der Besuch auch für Anwender aus der Weinbranche lohnt.“ Überhaupt wird mit dem Rahmenprogramm wieder ein breiter Bogen gespannt: „Nachhaltigkeit im Zeichen von Klimawandel und Marktveränderungen“, Branchen-Hotspots Zukunft zu „Unternehmensprofilierung über Nachhaltigkeit“, zu „Gebinde, Systeme unter Druck“ und zu „Rohstoffen“ zeigen auf, wie die Brauer und Getränkehersteller oder auch die Winzer mit den aktuellen Herausforderungen umgehen können. Das Forum BrauBeviale in Halle 1 ist die Adresse für die Besucher, wenn sie sich dazu Impulse holen möchten. Zusätzlich dazu ist das die Adresse für alle Besucher mit Schwerpunkt Marketing: „Branding the Brain“ oder Nachhaltigkeit in der Markenkommunikation sind die aktuellen Themen für diese Interessenten.

Wissenserweiterung inklusive

Doch auch die Sonderflächen mit dem Experten Forum – eine Ausstellerplattform. in Halle 4 oder die Logistik Lounge – ebenfalls in Halle 4 sorgen für Wissenserweiterung und anregenden Austausch. Das breit gefächerte und für alle Besucher kostenfreie Rahmenprogramm wird ab September bereits online auf braubeviale.com einsehbar sein.

Mit der Craft Drinks Area in Halle 6 spricht die Messe erneut ein breites Feld an Brauern an und fokussiert auf individuelle Bierstile und -zutaten. Ein perfekter Platz für die Bier-Connaisseure und solche, die es werden wollen, ist der European Beer Star – in diesem Jahr in der 20. Auflage. Rund 500 Brauereien aus 44 Ländern stellen sich auch in diesem Jahr dem kritischen Gaumen der Jury.

YONTEX – gebündeltes Getränkemessen Knowhow

Ein besonderer Punkt der Infoveranstaltung in Mailand war Hintergrundinformation zur Firmenneugründung YONTEX. Dieses Joint Venture der NürnbergMesse und Messe München bündelt nun beide renommierten Getränke-Technologiemessen BrauBeviale und drinktec unter einem Dach. Die Messe bleiben im vertrauten Rhythmus erhalten– jährlich für die BrauBeviale, mit Ausnahme der drinktec Jahre – und vierjährig für die drinktec. Die daraus erwarteten Synergieeffekte stellte Petra Westphal, Executive Vice President vor: Mit neuen Angeboten für die Besucherbetreuung und einer konsequenten Entwicklung des Messeprogramm gemäß den Bedürfnissen der Branche wird diese neue Gesellschaft beide Messen so weiterentwickeln, dass die Zukunft der Branche bestmöglich gestaltet werden kann.

Rittmayer – 1422 Festbier

1422 – das ist nicht nur ein Namensbestandteil des Bieres, das jetzt vor mir steht, sondern es ist auch das Gründungsjahr der Brauerei Rittmayer im bayerischen Forchheim. Im letzten Jahr ist die Brauerei daher 600 Jahre als geworden, was ein Anlass war, das Festbier mit dem Gründungsjahr im Namen zu brauen.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist relativ klein, bleibt aber sehr lange erhalten. An der Optik dieses Biers gibt es nichts zu mäkeln.

Das Bier duftet nach Karamell, unterstützt durch eine leichte Honignote. Abgerundet wird das Aroma durch einige blumige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie die feinperlige Kohlensäure aus, die passend zur Süße dosiert ist. Der Karamellgeschmack sorgt für ein volles und rundes Mundgefühl. Insgesamt macht das Bier einen angenehm süffigen Eindruck. Im Abgang kommen einige Bitternoten durch, die auf der Zunge nur verhalten zu schmecken waren, aber in der Kehle sehr lange nachklingen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

14° Plato

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Brauerei Rittmayer Hallerndorf GmbH & Co. KG
An der Mark 1
91352 Hallerndorf
www.rittmayer.de

 

drinktec und BrauBeviale schließen sich zusammen

Die beiden international wichtigsten Messen der Getränke- und Liquid-Food-Industrie bündeln ihre Kräfte und verstärken damit ihre Position auf dem Weltmarkt: Die drinktec aus München, Weltleitmesse für die Getränke- und Liquid-Food-Industrie, und die Nürnberger BrauBeviale, die führende Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie in Europa, haben sich zum 1. Juli 2023 zum Joint Venture „YONTEX“ zusammengeschlossen. Sitz der Gesellschaft ist Nürnberg, neuer Geschäftsführer wird Rolf M. Keller, bis dato Bereichsleiter bei der NürnbergMesse. Beide Fachmessen bleiben weiter eigenständige Marken, behalten ihre Namen und bleiben als Veranstaltungen an ihren jeweiligen Standorten in München und Nürnberg – unter dem gemeinsamen Dach von YONTEX. Damit wird der Freistaat zum Stammtisch für die globale Getränkeindustrie und schafft für seine Messekunden Synergien und einen echten Mehrwert.

Albert Füracker, Bayerischer Staatsminister der Finanzen und für Heimat: „Die Kooperation zwischen der Nürnberger Messe und der Messe München im Bereich der Getränketechnologie festigt Bayerns Führungsrolle in diesem Messesegment weltweit!“

Der Zusammenschluss der Messen drinktec und der BrauBeviale in einer Gesellschaft ist die bislang größte Fusion zweier Messe-Flaggschiffe in Deutschland, die sich inhaltlich ideal ergänzen. Beide Fachmessen können ihr individuelles Wachstum ungehindert fortsetzen, ihre nationale wie internationale Reichweite an Kundenkontakten erhöhen und ihre Ressourcen zum Nutzen ihrer Aussteller und Besucher bündeln. Die Geschäftsführungen der Messe München und NürnbergMesse sind sich bei ihrer gemeinsamen Tochtergesellschaft einig: „Wir nutzen eine für beide Messegesellschaften einmalige Chance, um uns gemeinsam zu positionieren und unsere Kräfte auf dem Weltmarkt zu vereinen – auch wenn wir als zwei benachbarte bayerische Messestandorte auch weiterhin im Wettbewerb zueinander stehen“, so Peter Ottmann, CEO NürnbergMesse Group. „Uns verbindet ein gemeinsames Ziel“, ergänzen die beiden Münchner Messechefs Dr. Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel: „Mit dieser Zusammenlegung sichern wir die Zukunft der drinktec in München und der BrauBeviale in Nürnberg. Denn beide Messen wollen ihre starke Position im wettbewerbsgetriebenen, weltweiten Umfeld bewahren und ausbauen. Gemeinsam können sie jetzt ihre Markenprofile schärfen und den Kunden durch die Synergien Mehrwerte bieten.“ Das Bundeskartellamt hat dieser Kooperation im Bereich Getränketechnologie-Fachmessen bereits zugestimmt.

Gleiche Standorte, gleiche Turnusse, gleiche Ansprechpartner

Mit der BrauBeviale vom 28. bis 30. November 2023 in Nürnberg wird sich die neue Gesellschaft YONTEX zum ersten Mal präsentieren. Beide Veranstaltungen werden weiter an den gewohnten Standorten stattfinden, behalten ihren renommierten Markennamen und die bekannten Ansprechpartner. Auch der jeweilige Turnus bleibt erhalten: Die drinktec findet weiter alle vier Jahre auf dem Messegelände München statt mit dem nächsten Termin 2025 und die BrauBeviale wird auch künftig jährlich im Messezentrum Nürnberg stattfinden – mit Ausnahme der „drinktec-Jahre“. Die drinktec hat neben München noch zwei Standorte in Indien – drink technology India mit jährlicher Messe – und in China mit der CHINA BREW CHINA BEVERAGE, die alle zwei Jahre stattfindet.

Ein 19-köpfiges Team aus erfahrenen drinktec-, BrauBeviale- und neuen Messemenschen sind künftig die Köpfe hinter YONTEX. Neben Geschäftsführer Rolf M. Keller gehören Petra Westphal, bisher Projektleiterin der drinktec und deren Auslandsmessen, als Executive Vice President, Andrea Kalrait als Executive Director BrauBeviale, Markus Kosak als Executive Director drinktec Cluster und Moritz Müller als Executive Director Operations zur Führungsspitze.

Unterstützung für YONTEX von Verbänden und Ausstellern

YONTEX will für seine Aussteller und Besucher einen echten Mehrwert schaffen: Die Reichweite wird für alle Kunden größer, die Wege kürzer und die Geschäftspotenziale signifikanter. Künftig haben Kunden nur noch einen zentralen Ansprechpartner für alle Messethemen der Getränketechnologie – und das unabhängig von den jeweiligen Standorten.

Auch die Verbände unterstützen als ideelle Träger den Zusammenschluss der Fachmessen, um künftig gemeinsam auf dem Weltmarkt der Getränketechnologie aufzutreten. Richard Clemens, Geschäftsführer Fachverband Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA): „Durch das Zusammengehen wird der Standort Bayern als Zentrum für die globale Getränke- und Liquid Food Industrie nicht nur gestärkt, sondern weiter ausgebaut!“ Und Georg Rittmayer, Präsident des Verbandes Private Brauereien Bayern e.V., ergänzt: „Mit diesem Zusammenschluss werden die Weichen für eine zukunftsfähige Entwicklung der beiden bedeutendsten Brau- und und Getränkemessen gestellt. Gemeinsam gestalten wir jetzt die Zukunft der Getränkeindustrie!“ Zustimmung kommt auch von Seiten der Aussteller, Volker Kronseder, Aufsichtsratsvorsitzender Krones AG: „Jetzt kommt endlich zusammen, was zusammengehört. Zwei kompetente Partner, die gemeinsam noch mehr für die Zukunft der Branche erreichen können!“ Dr. Johannes T. Grobe, Geschäftsführer KHS Group: „Herzlichen Glückwunsch! Zwei langjährige Partner auf Augenhöhe werden jetzt gemeinsam mit uns die Welt erobern!“