Bozen, Tallinn, Lille, Luxemburg, Berlin, Hamburg, Braunschweig und Nürnberg – all diese Städte sind Heimat von Brauereien, die wie Maisel & Friends moderne Bierspezialitäten brauen. Bald reisen sie alle nach Bayreuth, um beim diesjährigen Craft Brauer Festival ihre Biere zu präsentieren. Für Bierliebhaber die perfekte Gelegenheit, die verschiedensten Kreationen ihres Lieblingsgetränks zu probieren. Insgesamt zwölf Brauereien erwartet Maisel & Friends am 8. und 9. September: Sori Brewing (Estland), Brique House Brewing (Frankreich), Totenhopfen Brauhaus (Luxemburg), Batzen Bräu (Südtirol, Italien), Liquid Story Brewing, Cool Cats in Town, ÜberQuell, Straßenbräu, Unverhopft, Gorilla Cerveceria, Orca Brau und Schanzenbräu (alle aus Deutschland).
Als Begleitung zum Bier dürfen kulinarische Köstlichkeiten nicht fehlen: Das Liebesbier Restaurant bietet leckeres Streetfood an. Für alle, die bei den Getränken Abwechslung wünschen, mixt die Fabrik Bayreuth köstliche Cocktails und die Crazy Sheep KaffeeManufaktur vertreibt mit ihren Kaffee-Kreationen jede Müdigkeit. Außerdem haben die Baristas neben ausgefallenen Coffee-Cocktails noch etwas ganz Besonderes im Gepäck: Gemeinsam mit ÜberQuell hat die Kaffeerösterei ein „Coffee infused Helles“ gebraut, dass sie am Craft Brauer Festival erstmals präsentieren.
Los geht es bei freiem Eintritt am Freitag um 18 Uhr. Beim Bar-DJing mit DJ Vybez Bradschel kann ab 22 Uhr im Liebesbier gefeiert werden. Am Samstag geht es bereits um 14 Uhr weiter, um 22 Uhr endet das sechste Craft Brauer Festival. Für die Feiergemeinde ist jedoch noch nicht Schluss. Bei der offiziellen Afterparty in der Fabrik Bayreuth kann ordentlich das Tanzbein geschwungen werden. Mit Festivalbändchen ist der Eintritt frei. Unterstützt wird die Veranstaltung von KeyKeg – einem der führenden Anbieter für Bierfässer.
In Nürnberg gibt es erstaunlich viele Brauereien. Die einen Brauer verkaufen mehr oder weniger ausschließlich in der eigenen Brauereigaststätte, andere Biere aus der fränkischen Metropole sind bundesweit erhältlich. Dazu gehören auch die Biere aus der Brauerei Orca, die zumindest im Onlinehandel erhältlich sind. Von dort stammt auch das Bier mit dem langen Namen „es ist alles gold was glänzt“, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Es handelt sich um ein Weihnachtsbier, das mit winterlichen Gewürzen gebraut wurde. Damit entspricht es nicht dem deutschen Biergesetz und da in Bayern keine Ausnahmegenehmigungen für besondere Biere erteilt werden, darf dieses Bier nicht als Bier verkauft werden und muss als „alkoholhaltiges Malzgetränk“ in den Handel kommen.
Im bayrischen Teil von Schwaben liegt Autenried. Dort ist die Schlossbrauerei Autenried beheimatet, von der die Bernsteinweiße stammt, die ich jetzt verkosten möchte. Ein Blick auf das Rückenetikett verrät, dass für das Brauen dieses Biers ausschließlich Doldenhopfen verwendet wurde. Da kann ich mich ja auf ein gutes Bier freuen.
Bei der Auszeichnung dieses Bieres fällt mir eines auf: während die Brauerei über das Bier genauestens informiert und sogar auf dem Rückenetikett der Flasche mitteilt, welche Hefe verwendet wurde (was eine absolute Seltenheit ist), veröffentlicht sie über sich selbst, also über die Brauerei, keinerlei Informationen, die über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen. Schade. Gerade bei guten Bieren ist es doch immer schön, auch eine kleine Geschichte zur Herkunft des Bieres zu kennen. Und ich hoffe ja, dass ich jetzt ein gutes Bier vor mir habe. Schließlich bewirbt die Brauerei ihr Bier auf der Website mit folgenden Worten: „Ein naturtrübes, flaschengereiftes Superbier“.
Einmal im Jahr geht Kalea auf Tour und braut als Gipsy Brewer den Perlenzauber. Im Jahr 2022 waren die Braumeister der Memminger Brauerei an der Reihe, ein unfiltriertes Kellerpils zu brauen. Dieses Bier steht jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.
Seit dem Jahr 1590 gibt es bereits die Radbrauerei im schwäbischen Günzburg. Traditionell wird dort hauptsächlich Weizen gebraut, aber wie es sich für eine Brauerei in Bayern gehört, bieten sie auch ein Helles an. Dieses Helle beschreibt die Brauerei auf ihrer Website wie folgt: „In leuchtendem Gold macht es seinem Namen alle Ehre. Doch nicht nur der erste Eindruck macht Appetit auf mehr, auch die inneren Werte stimmen. Der feine Malzkörper schmeichelt dem Gaumen, perfekt umrahmt vom edlen Aroma des Saphir- Hopfens. Fein-würzig-herb passt Georg’s Helles ausgezeichnet zu gekochtem Fisch, zu Geflügel oder auch zu frischen Salaten. Überzeugen Sie sich selbst!“ Na, das lasse ich mir nicht zweimal sagen und werde die Flasche jetzt öffnen.