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Paulaner testete E-LKW auf der Wiesn

Die Paulaner Brauerei Gruppe testete in diesem Jahr erstmalig batteriebetriebene LKWs zur Belieferung des Oktoberfests. Damit trug die Brauerei nicht nur zur Emissionsreduktion im Straßenverkehr bei, sondern auch zur erhöhten Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Das Pilotprojekt der Veranstaltungslogistik der Paulaner Getränke und Service Gesellschaft und Volta Trucks ist vielversprechend gestartet.

Der E-LKW Volta Zero erfüllt zwei wichtige Aspekte im Transportwesen: Verkehrssicherheit und emissionsarme Mobilität. Mit dem elektrischen Nutzfahrzeug testet die Paulaner Brauerei Gruppe, ob zukünftig im größeren Stil CO2-Emissionen im Stadtverkehr eingespart werden können. Mit einer Reichweite von 150 bis 200 Kilometern eignet sich der Volta Zero ideal für den innerstädtischen Verteilerverkehr. Zudem tragen die LKWs ohne Auspuffemissionen zur Verbesserung der Luftqualität in der Stadt bei.

Auch der Sicherheitsaspekt spielt eine zentrale Rolle in der Testphase. Durch eine niedrige Position und das verbreiterte Sichtfeld hat der Fahrer einen besseren Überblick über die andere Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer oder Fußgänger.

Das auffallende Design des Fahrzeugs hat auch bei den Besuchern des Oktoberfests für Aufmerksamkeit gesorgt. Die Fahrer der E-LKWs erhielten bisher viele neugierige Blicke und Fragen zum Biertransport von morgen.

Schlossbrauerei Autenried – Schlossbräu Kupfer

Die Schlossbrauerei Autenried kann auf eine lange Brautradition zurückblicken. Dort werden bereits seit dem Jahr 1650 Biere gebraut. Die Zutaten kommen zum größten Teil aus der Region und das Wasser aus der eigenen Quelle, was die Biere einzigartig macht. Im Laufe der Zeit hat der Familienbetrieb eine ordentliche Auswahl verschiedener Biere entwickelt. Eines der Biere ist das Schlossbräu Kupfer, ein Rotbier mit einer Besonderheit: es wird mit frischem Hopfen gebraut, also nicht mit Pellets oder getrockneten Dolden. Die Brauerei weist außerdem darauf hin, dass sie „geschwitztes Malz“ verwendet, was immer das auch heißen mag. Eine Internetsuche brachte für geschwitzt im Zusammenhang mit Malz immer nur das Ergebnis „geschrotet“. Vielleicht kann mich da ja mal jemand schlau machen.

Kupferfarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Der schneeweiße Schaum ist fest und bleibt sehr lange erhalten. Ein Bier wie gemalt.

Düfte nach Karamell und frischem Brot steigen mir in die Nase, dazu eine leichte Zitrusnote sowie einige grasige Eindrücke.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Malzsüße sowie die reichlich dosierte und sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht neben brotigen Noten der Karamellgeschmack im Vordergrund. Dazu kommen die leichten Zitrusnoten nach Mandarine. Das Mundgefühl ist rund und voll. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes freundliches Bitter mit mittlerem Nachklang aus.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

5,7 % Vol.

Stammwürze:

14,5° Plato

Bittereinheiten:

18 IBU

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Schlossbrauerei Autenried GmbH
Bräuhausstr. 2
D-89335 Ichenhausen-Autenried
www.autenrieder.de

BierSelect

2356 Biere aus 47 Ländern treten beim European Beer Star 2023 an

Im Vorrunden-, Zwischenrunden- und Endrunden-System des European Beer Star geht es für die einreichenden Brauereien um alles: Um eine prestigeträchtige Auszeichnung, die mit Gold, Silber oder Bronze für die jeweils drei besten Biere in jeder Kategorie und einem Platz auf dem Sieger-Treppchen endet. In der aktuellen Runde im Jahr 2023 sind 2356 Biere von 553 Brauereien aus insgesamt 47 Teilnehmerländern dabei. Auf dem Messegelände in Nürnberg – Messestandort der BrauBeviale (28. bis 30. November 2023) – findet der Verkostungsmarathon und später auf der BrauBeviale die Preisverleihung statt.

Mit dem Begriff „European“ wird ausgedrückt, dass überwiegend Biere, die ihren Ursprung in Europa haben, im Wettbewerb gegeneinander antreten. Es handelt sich also nicht um eine Europameisterschaft, sondern eher um eine Weltmeisterschaft. Insgesamt 74 verschiedene Bierstile – zum Beispiel Klassiker, die jeder kennt, wie „German-Style Pils“ oder „South-German Style Hefeweizen hell“, aber auch exotische Stile, die für Bierliebhaber ein Begriff sind, wie „Herb and Spice Beer“ oder „Wood and Barrel Aged Sour Beer“ – werden in einem anonymisierten Verfahren verkostet. Auch die immer beliebter werdenden alkoholfreien Biere sind mit vier Kategorien vertreten. Neu in diesem Jahr: Der Bierstil Grodziskie aus Polen, lange in Vergessenheit geraten, wird nun von einigen Brauereien in Polen wieder gebraut – und natürlich den Juroren des European Beer Star zur Verkostung präsentiert.

Kilian Kittl, Wettbewerbsleiter des European Beer Star beim Veranstalter Private Brauereien Bayern e.V., erklärt am Beispiel eines Bewertungsbogens genau, welche Maßstäbe die Juroren bei der Verkostung anlegen: „Die Juroren bewerten die eingereichten Biere rein nach sensorischen Kriterien. Das heißt, sie beurteilen ausschließlich Merkmale, die sie mit ihren Sinnen wahrnehmen – Optik, Geruch und Geschmack. So erhält jedes Bier in den Vorrunden eine Punktzahl, die über das Weiterkommen in die nächste Runde entscheidet. Ab der Zwischenrunde bis hin zum Finale, diskutieren und entscheiden die Judges gemeinschaftlich über ein Weiterkommen bzw. am Ende über Gold, Silber und Bronze in jeder der 74 Kategorien.“

Um höchste Neutralität der 150-köpfigen Jury zu gewährleisten, werden die Proben codiert, so dass auch wirklich niemand die Biere und einreichenden Braustätten identifizieren kann. Der zweitägige Verkostungsmarathon Mitte September 2023 in Nürnberg ist eine gute Gelegenheit, den Verkostern über die Schulter zu schauen und ein Stimmungsbild in der Branche einzufangen. Dabei ist Bierqualität keine Frage der Brauereigröße: „Der Wettbewerb ist offen für alle: wir haben Einreichungen von namhaften, überregionalen Großbrauereien, aber auch von Spezialitätenbrauereien, die nur für die eigene Gastwirtschaft brauen. Es ist alles dabei. Das macht auch die Stärke des Wettbewerbs aus, dass sich die Brauereien alle auf einer Ebene dem Wettbewerb stellen“, so Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Private Brauereien Bayern e.V.

Im Verkostungsraum herrscht hochkonzentrierte Stimmung, die Biere werden eingehend von den Judges analysiert und die entsprechenden Bewertungen im Bewertungsbogen eingetragen. Pro Tisch verkosten 7 bis 9 Verkoster einen „Flight“ – in der Regel 8 bis 10 Biere pro Runde. Das Qualitätsurteil wird damit stets auf Basis mehrerer individueller Verkostungsergebnisse getroffen.

„In der Vergangenheit gab es sowohl Brauereien, die ihren Awardgewinn bereits mehrmals bestätigen konnten als auch absolute Newcomer, die für Überraschungen bei der Preisverleihung sorgten“, so Kilian Kittl. Die Gewinner des European Beer Star 2023 bleiben nach der Verkostung auch noch ein paar Wochen ein wohl gehütetes Geheimnis. Erst auf der BrauBeviale 2023, der renommierten Fachmesse für die Produktion und Vermarktung von Getränken vom 28. bis 30. November in Nürnberg, wird die Bier-Community erfahren, welche Brauereien die Gold-, Silber- und Bronze-Awards mit nach Hause nehmen dürfen. Die Preisverleihung im BrauBeviale Forum am 29. November 2023 in Halle 1 wird – so viel ist jetzt schon sicher – wieder zeigen, welche Biere zu den besten der Welt gehören.

29. 9. – 30. 9. 2023: O’Zapft is: Münchens Craftbeer Oktoberfest geht in die 4. Runde

. Geballte Handwerkskunst und unendliche Genussfreude – das Craftbeer Oktoberfest entwickelt sich zum wichtigen Begegnungspunkt innerhalb der Craftbeer Szene. Eine Auswahl von über 20 lokalen und internationalen Brauereien präsentiert sich am 29. und 30. September von 16:00 Uhr bis 23:00 Uhr im FAT CAT (ehem. Gasteig) in der Rosenheimer Str. 5 in München. Durch 80 verschiedene Biere kann sich der Besucher mit nur einem Ticket probieren: Angefangen bei Klassikern wie Helles oder Lager, kann man hier auch deren moderne Interpretationen und fruchtig-exotische Varianten der Braukunst kennenlernen. Hinzu kommt der direkte Kontakt zum Brauer selbst. Die Craftbeer Szene freut sich über den Austausch und die Gäste können sich von Bieren abseits des Standards überraschen lassen.

Das Craftbeer Oktoberfest repräsentiert die Welt des Craft Beer: Verschiedene Länder zeigen ihre handgefertigte Braukunst. Neben zahlreichen deutschen Brauereien gibt es auch Brauereien aus Polen, England, Italien, Spanien, Schweden, Bulgarien, Ungarn und Österreich. Mit dabei sind u.a. Crew Republic (DE), Tilmans (DE), Hoppebräu (DE), Yankee & Kraut (DE), Bierol (A), Pivovsky (POL), Birra del Bosco (ITA), Kosmonauta (ESP), Brewski (SWE), Hackney Church Brew Co. (GB) und viele große Namen mehr.

„Bei uns erhalten kleine lokale und renommierte internationale Brauereien eine Bühne“, so Urs Jahn, Initiator des Craftbeer Oktoberfestes. Er verspricht: „Das besondere dieses Jahr: Wir bringen das englische Konzept nach München: Mit einem Ticket sind alle Biere inkludiert. Der Besucher kann sich so durch alle Brauereien probieren. Außerdem sorgen tolle Bands, Food Trucks und ein vielfältiges Rahmenprogramm für die richtige Stimmung.

Höhepunkte des Craftbeer Oktoberfests:

Ein Ticket – unendlicher Biergenuss: Ein Highlight, auf das sich Gäste dieses Jahr besonders freuen können, ist das „Drink All You Want Ticket“. Für einen festen Preis können Besucher uneingeschränkt aus der großen Auswahl an handwerklich gebrauten Bieren kosten.

Live-Musik: Die Veranstaltung wird von pulsierender Live-Musik begleitet, die die Stimmung anheizen wird. Die Bands Buck Roger and the Sidetrackers und Sheep lost werden die Bühne rocken und die Gäste zum Tanzen bewegen.

Leckeres Streetfood: Was wäre ein Fest ohne großartiges Essen? Die Besucher können sich auf eine vielfältige Auswahl an köstlichem Streetfood freuen, das perfekt zu den verschiedenen Bierstilen passt. Von herzhaften Snacks bis hin zu süßen Leckereien wird für jeden Geschmack etwas geboten. Mit dabei sind u.a. die Foodtrucks Streetfood67, koBo, Mr. & Mrs. Smith und Vegan Veg.

Food Pairing und Games: Die Besucher haben die einzigartige Gelegenheit, an Beer & Food Pairings teilzunehmen und ihre Sinne für Aromen und Nuancen zu schärfen. Darüber hinaus werden Spiele wie Maßkrugstemmen und Beer Pong angeboten, damit der Biergenuss noch mehr Spaß macht.

Der Eintritt zur Veranstaltung kostet im Vorverkauf 65,00 Euro für das Tagesticket, ein Zwei-Tages-Ticket gibt es für 100,00 Euro. An der Abendkasse kostet das Tagesticket 70,00 Euro.

Zötler – St. Stephans Bock

Das Etikett zeigt im unteren Teil eine kleine Dorfszene.Jetzt steht der St. Stephans Bock der Brauerei Zötler im Allgäu vor mir. Ich muss zugeben, dass dieses Bier bei mir einen gewissen Vertrauensvorschuss genießt, da es das Slow Brewing-Siegel trägt. Genau wie ein Brotteig seine Reifung benötigt und auch eine Mahlzeit, deren Zubereitung viel Zeit in Anspruch nimmt, besser mundet als Fast Food, tut es auch einem Bier gut, wenn sich die Brauer Zeit lassen und dem Bier die Möglichkeit geben, zu reifen. Und ich habe noch einen weiteren Grund, auf ein gutes Bier zu hoffen. Bei saisonal gebrauten Bieren geben sich die Brauer häufig besondere Mühe bei der Entwicklung des Rezepts. Der St. Stephans Bock wird ausschließlich vom Brauersilvester bis zum Ende der Fastenzeit gebraut.

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich große haselnussbraune und feinporige Schaumkrone.

Starke Röstaromen steigen mir in die Nase, so dass ich fast den Eindruck habe, dass die Brauer es mit dem Röstmalz übertrieben haben, denn ich kann auch deutlich verbrannte Aromen riechen. Dazu kommen deutliche Noten nach Kaffee und Schokolade.

Der Antrunk ist wie erwartet recht süß und ich stelle fest, dass das Bier recht wenig der feinperligen Kohlensäure enthält. Da hätte ich mir mehr gewünscht. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten, wo sich Aromen nach Mokka, dunkler Schokolade und Lakritz dazu gesellen. Jetzt lässt auch der verbrannte Eindruck nach. Das Mundgefühl ist weich. In der Kehle ist das Bier mild mit einem leichten Bitter und etwas Lakritz. Obwohl die Aromen nicht allzu kräftig sind, klingt der Geschmack überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,1 % Vol.

Stammwürze:

18,8° Plato

Bittere:

25 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

9° – 13° Celsius

Brauerei:

Privat-Brauerei Zötler GmbH
Grüntenstr. 2
87549 Rettenberg
www.zoetler.de

BierSelect

Kalea – Sündenbock 2022

Nun haben wir bereits Mitte September 2023 und jetzt habe ich noch ein Bier aus dem Kalea-Adventskalender 2022 bekommen. Es handelt sich beim Sündenbock um eine Eigenentwicklung von Kalea, die in jedem Jahr von einer anderen Brauerei gebraut wird. 2022 fiel die Wahl auf die Schlossbrauerei Herrngiersdorf. Diese Brauerei liegt zwischen Kehlheim und Landhut und hat viel Erfahrung mit dem Brauen von Starkbieren.

Kupferfarben präsentiert sich der Sündenbock im Glas. Gegen das Licht gehalten strahlt er mahagonifarben. Dass sich die feinporige beige Schaumkrone recht flott auflöst, ist bei einem Bier mit gut sieben Volumenprozent Alkohol nicht ungewöhnlich.

Das Bier duftet süß nach Karamell und Sirup, nach dunkler Schokolade, Rosinen und Kandis. Damit ist das Aroma schon mal vielversprechend.

Wie erwartet ist der Antrunk süß und er zeichnet sich durch ein sehr feinperlige und sanfte Kohlensäure aus. Auf der Zunge steht der Geschmack nach Rübensirup im Vordergrund, abgerundet durch ein leichtes freundliches Bitter. Aus dem Hintergrund meldet sich auch der Geschmack nach Trockenfrüchten zu Wort. Das Mundgefühl ist samtig. Auch in der Kehle bleibt die Süße erhalten, die Bittere wird etwas kräftiger und der Geschmack klingt überraschend lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,3 % Vol.

Stammwürze:

17,5° Plato

Bittereinheiten:

29 IBU

Farbe:

25 EBC

Brauerei:

Kalea Deutschland GmbH
Schlenkenstraße 2
83395 Freilassing
www.kalea.com

International Beer Challenge: 5 Auszeichnungen für Weihenstephan

Das Bild zeigt die Gewinnerbiere und darüber die jeweiligen Medaillen.Der Spätsommer hält für die Bayerische Staatsbrauerei Regen bereit – einen Medaillenregen! Bei der International Beer Challenge in Großbritannien wurden die Weihenstephaner Biere gleich fünffach ausgezeichnet. Nach dem großartigen Erfolg bei den World Beer Awards im späten August, als das Kristallweißbier als bestes Kristall weltweit ausgezeichnet wurde, ging es mit den Ehrungen also nahtlos weiter.

Die Weihenstephaner Weißbiere sind ausgezeichnet – das bestätigten die Blindverkostungen bei der International Beer Challenge 2023. Nicht nur brachte das Hefeweißbier die Bronzemedaille nach Hause, gleich drei weitere Vertreter wurden mit der Goldmedaille geehrt: Der Weizenbock Vitus, das Hefeweißbier Dunkel und – wie könnte es nach den Erfolgen der letzten Jahre anders sein – das Kristallweißbier! Komplettiert wird das Quintett durch die Silbermedaille des Original Hellen.

Feine Noten von Banane – mal intensiver beim Vitus, mal dezenter beim Kristallweißbier, mal etwas reifer beim Hefeweißbier Dunkel -, eine angenehme Rezenz der Biere und kräftige Farben im Glas führten zur Entscheidung der Jury. Das Weißbier-Sortiment der Brauerei hat die Briten überzeugt. Und auch das Original Helle traf die Geschmäcker: Würzig, erfrischend, mit Ecken und Kanten – ein perfektes Bier zur klassischen Brotzeit.

Die Freude bei Prof. Dr. Josef Schrädler, Direktor der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan, war groß: „Kurz nach dem großen Erfolg bei den World Beer Awards gibt es gleich noch mehr Medaillen – wir freuen uns riesig, dass unser Bier auch in Großbritannien so gut ankommt! Das ist eine erneute Bestätigung für unsere hohe Qualität und den einzigartigen Geschmack unserer Biere.“

Das Bild wurde mir von der Staatsbrauerei Weihenstephan zur Verfügung gestellt.

Erster Braumeister und Technischer Leiter Tobias Zollo konnte da nur zustimmen: „Unsere Weißbiere sind einfach Geschmackserlebnisse. Unser Team arbeitet hart dafür, dass die Fans auf der ganzen Welt diese Biere genießen können.“ Und das Kristallweißbier? Da muss Zollo lachen: „Das ist unser absoluter Goldjunge geworden. Darauf werden wir anstoßen.“

Sechstes Craft Brauer Festival von Maisel & Friends

Nicht nur die Sonne strahlte, als am vergangenen Freitag das sechste Craft Brauer Festival eröffnet wurde. Angespornt durch das gute Wetter kamen bereits am frühen Abend zahlreiche Gäste, die es kaum erwarten konnten, die vielen Bierspezialitäten der Brauereien zu probieren, die sich aus den verschiedenen Teilen Europas auf den Weg nach Bayreuth gemacht hatten. Neben klassischen Bierstilen wie Kellerbier, internationalen Kategorien wie IPA oder Pale Ale, gab es auch ausgefallene Braukreationen zu entdecken. Dass Bier auch mal grün sein kann, zeigten beispielsweise die Brauer von Sori Brewing aus Estland mit ihrem Bier Emerald Mojito, ein Sour Ale. Alt mit Ostfriesentee gab es unter dem Namen Busebeller am Stand von Orca Brau aus Nürnberg. Bei Liquid Story Brewing aus Braunschweig konnte ein Imperial Sour Ale verkostet werden, das mit Haselnuss, Kakao und Vanille gebraut wurde. Probiert werden konnte auch zum ersten Mal das Baragwi Blond: Gemeinsam mit der Hamburger Brauerei ÜberQuell hat die Crazy Sheep KaffeeManufaktur das Coffee Infused Helle gebraut.

Auch am Samstag spielte das Wetter mit und bescherte einen sonnigen zweiten Festivaltag. Über 2.000 Besucher fanden über das Wochenende den Weg nach Bayreuth und an beiden Tagen gab es neben vielen Bierspezialitäten auch leckeres Streetfood vom Liebesbier Restaurant, ausgefallene Cocktails am Stand der Fabrik Bayreuth und koffeinreiche Wachmacher in der Crazy Sheep KaffeeManufaktur. Gemütliche Palettenmöbel, Pagodenzelte und Lichterketten machten das Ambiente perfekt. Natürlich kam auch das Feiern nicht zu kurz: Beim Bar-DJing im Liebesbier und der offiziellen Afterparty in der Fabrik Bayreuth konnte kräftig das Tanzbein geschwungen werden.

Tilmans – Mit Ohne

Das Etikett wurde von der Künstlerin Miriam Frank gestaltet.Das „Mit Ohne“ ist das erste alkoholfreie Bier von Tilmans. Tilmans ist bekannt dafür, dass sich die Brauerei traditionellen Bierstilen zuwendet uns diese als Gypsybrauer neu interpretiert. Mal sehen, ob das auch beim alkoholfreien Weizenbier gelungen ist.

Hell und opalisierend strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine durchschnittlich große feste weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier also durchaus gelungen.

Das Bier durftet nach hellem Malz, Banane und Zitrus. Das passt einfach.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch die feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommt der Zitrusgeschmack in den Vordergrund, wobei die Malzsüße erhalten bleibt. Leider verschwindet die Kohlensäure schnell, so dass das Bier nach recht kurzer Zeit etwas schal wirkt. Eventuell wäre eine Abfüllung in 0,33 Liter-Flaschen sinnvoller, da dann das Bier nicht so lange benötigt, bis es ausgetrunken ist. Trotzdem macht das Bier mit seinem weichen Mundgefühl einen guten Eindruck. Erst im Abgang kann ich auch eine leichte Bittere schmecken, die sich gut in die Harmonie von Süße und fruchtiger Säure einpasst.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Vic Secret), Hefe, Gärungskohlensäure

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

6,3° Plato

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Tilmans Biere
Thalkirchner Straße 53
80337 München
www.tilmansbiere.de

Steamworks – Dry Hopped Weizenbock

Im Jahr 1995 wurde Steamworks in Gastown, Vancouver, Kanada, als Gasthausbrauerei gegründet. Dort wurden die Braukessel mit Dampfleitungen aus der Pionierzeit beheizt. Im Laufe der Zeit wuchs die Biervielfalt und auch die Mengen wurden immer größer, so dass die Kapazitäten nicht mehr ausreichten. Die Brauerei begann, sich zusätzlich als Gypsy-Brauer in anderen Brauereien einzumieten.

Mittlerweile ist Steamworks auch nach Deutschland expandiert. Leider lässt sich der Website der Brauerei nicht entnehmen, wo sie sich befindet. Auf der Startseite werden im Kopf als Standort Vancouver und Berlin angegeben, als Anschrift steht aber im Fuß der Seite Saaldorf, in Oberbayern an der Grenze zu Österreich gelegen. Eine Anfrage, wie diese unterschiedlichen Angaben zu verstehen sind, ließ die Brauerei leider unbeantwortet. Außerdem wird die Website wohl seit längerer Zeit nicht mehr gepflegt. Immerhin stehen dort noch die Bedingungen für die Verlosung von Bier-Adventskalendern im Jahr 2021; dabei haben wir inzwischen den 4. September 2023. Egal, ich will mal davon ausgehen, dass das Bier besser ist als die Kommunikation der Brauerei.

Orangefarben und mit leichter Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die Schaumkrone ist relativ klein und sie fällt auch schnell in sich zusammen.

Aromen nach Banane und Nelke steigen mir in die Nase, vervollständigt durch Düfte nach hellen Früchten und Ananas. Auch etwas Karamell meine ich zu riechen.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Vom ersten Moment an ist das Mundgefühl samtig und fast cremig. Die Fruchtigkeit steht eindeutig im Mittelpunkt, wobei sich eine feine Bittere des Hopfens dazugesellt. Die neun Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet, so dass sie kaum zu schmecken sind und die Fruchtigkeit lediglich unterstützen. Auch in der Kehle kann ich nur ein leichtes Bitter schmecken. Hier stehen ebenfalls die Fruchtigkeit und Süße im Mittelpunkt und sie klingen auch einige Zeit nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger, Hallertauer Blanc, Cascade, Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

STP GmbH & Co. KG
Moosweg 23
83416 Saaldorf-Surheim
www.steamworks.eu