Vor mir steht jetzt eine Gemeinschaftsproduktion von Kraftpaule in Stuttgart mit Orca Brau in Nürnberg. Guadalupe ist das bedeutendste Marienheiligtum Mexikos und ist auch auf dem Etikett abgebildet. An Mexiko erinnert auch das Rezept dieses Bieres, das mit Salz Limette, Chili und Mais gebraut wurde, also bereits einen Streifzug durch die Küche des mittelamerikanischen Landes bietet. Ob es gut geworden ist? Das will ich gleich herausfinden.
Hell und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die vorwiegend feinporige Schaumkrone ist zwar klein, bleibt aber lange erhalten.
Das Bier duftet malzbetont und würzig, wobei die Aromen des hellen Malzes und der Limetten besonders herausragen.
Der Antrunk zeichnet sich durch eine angenehme Süße, die von einer leichten fruchtigen Säure begleitet wird, sowie die feinperlige Kohlensäure aus. Die Säure wird auf der Zunge etwas kräftiger, so dass das Bier stärker zu sein scheint als die tatsächlich vorhandenen 4,9 Volumenprozent Alkohol. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Erst in der Kehle kommt die Schärfe des Chilis erstmals zum Tragen. Nach mehreren Schlucken beginnt dann auch die Zunge leicht zu brennen, aber nicht so stark, dass es stört. Im Gegenteil, zusammen mit dem Salz, das kaum zu schmecken ist, verleiht die Schärfe der Chilis dem Bier eine angenehme Frische.
Das Bier ist ungewöhnlich, aber gut zu trinken. Dazu passen Speisen mit kräftigem Geschmack, beispielsweise Spareribs, indische Curries und selbstverständlich ein kräftig gewürztes Chili con Carne.
Zutaten:
Wasser, Gerstenmalz, Maisflakes, Limette, Hopfen, Salz, Chilli, Hefe
Alkoholgehalt:
4,9 % Vol.
Farbe:
5 EBC
Empfohlene Genusstemperatur:
6° – 8° Celsius
Brauerei:
Orca Brau GmbH
Am Steinacher Kreuz 24
90427 Nürnberg
www.orcabrau.de
In Zusammenarbeit mit
Kraftpaule GmbH
Neckarstraße 132
70190 Stuttgart
www.kraftpaule.de
Die Brauerei befindet sich seit 1867 im Besitz der Familie Keesmann aus Bamberg. Sie liegt im Stadtteil Wunderburg gegenüber der Kirche Maria Hilf. Bekannt ist die Brauerei in erster Linie für ihr Herrenpils. Jetzt steht aber das Helle der Brauerei vor mir. Da das Helle ein Bierstil ist, für den Bayern im Allgemeinen und Franken im Besonderen bekannt ist, gehe ich davon aus, dass dieses Bier ebenfalls etwas Besonderes ist.
Die Idee zum Hopfenreiter wurde 2016 geboren. Seitdem startet er jedes Jahr seinen Ritt durch den Doldenwald. Die Idee hinter dem Hopfenreiter ist, dass die Rezeptur immer gleichbleibt. Lediglich die Hopfensorten ändern sich. Immer andere Brauer aus aller Welt steuern eine spannende Hopfensorte bei, wodurch das mittlerweile zur Legende gewordene Bier immer anders riecht und schmeckt. Schon Wochen vorher fiebert die Beer Community auf das Double-IPA hin.
Die Privatbrauerei Aying ist eine traditionelle bayrische Brauerei und als solche hat sie einen gut gefüllten Festkalender. Und selbstverständlich braucht jedes Fest sein eigenes Bier. So wird Bierkultur gelebt.
Bayreuth liegt bekanntlich in Oberfranken und Franken ist die Gegend mit der weltweit größten Brauereidichte. Was mir bis heute nicht bekannt war, dass es in Bayreuth noch mehr Brauereien gibt als Maisel (und die anderen Marken, die dazu gehören). Jetzt steht erstmals ein Bier aus der Brauerei Becher Bräu vor mir, einer von Maisel unabhängigen Brauerei.
Das Altbairisch Dunkel, das jetzt vor mir steht, muss ich eigentlich überhaupt nicht verkosten, denn es hat so viele Auszeichnungen errungen, dass es einfach gut sein muss. Hier die Auszeichnungen im Einzelnen:
Über die Augustiner Bräu aus München muss ich wohl nicht viel schreiben; sie wird vermutlich jedem für ihr Weizenbier bekannt sein. Jetzt steht aber das helle Bockbier vor mir und ich kann es kaum erwarten, die Flasche zu öffnen, um das Bier zu verkosten.
In Mühldorf am Inn in Oberbayern ist die Brauerei Unertl beheimatet. Sie dürfte vermutlich den meisten Konsumenten von Craft Beer bekannt sein. Unertl stellt hervorragende Biere in Bio-Qualität her. Dabei beschränken sich die Brauer nicht auf das EU-Biosiegel, sondern sie arbeiten mit Naturland zusammen, einem Verband, der für „echtes“ Bio steht.