Schlagwort-Archiv: Bayern

Weiherer – Grischbeerla

Das Grischbeerla ist ein Bier aus der Brauerei Weiherer, einer der renommiertesten Brauereien Frankens. Die Brauerei, die für ihre handwerklich gebrauten Biere bekannt ist, hat mit dem Grischbeerla ein Produkt geschaffen, das sowohl traditionelle Bierliebhaber als auch moderne Genießer ansprechen soll. Dieses Bier zeichnet sich durch seinen einzigartigen Geschmack und seine sorgfältig ausgewählten Zutaten aus und repräsentiert die hohe Kunst des fränkischen Bierbrauens.

Die Brauerei Weiherer, offiziell bekannt als Brauerei Kundmüller, wurde 1874 gegründet und befindet sich in der kleinen Gemeinde Weiher in der Nähe von Viereth-Trunstadt in Oberfranken. Seit ihrer Gründung ist die Brauerei im Familienbesitz und wird mittlerweile in der fünften Generation geführt. Die Brauerei hat sich einen Namen gemacht, indem sie traditionelle Braumethoden mit moderner Technologie kombiniert und dabei stets auf höchste Qualität und Nachhaltigkeit achtet.

Das Grischbeerla hat beim World Beer Award 2023 die Goldmedaille als bestes deutsches Session IPA gewonnen. Zeit also, die Flasche zu öffnen und mit der Verkostung zu beginnen.

Golden und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die prächtige weiße und feste Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. An der Optik des Grischbeerla ist absolut nichts auszusetzen.

Das Aroma des Grischbeerla ist fruchtig, aber auch die Malzsüße kommt gut zum Tragen und erinnert an frisch gebackenes Brot. Düfte nach Ananas und Mango, nach gelben Früchten, Himbeere und Kokos steigen mir in die Nase. Damit macht das Bier richtig Lust auf den ersten Schluck

Der Antrunk ist spritzig und wie erwartet recht süß. Die fruchtigen Aromen, die ich in der Nase festgestellt haben, spiegeln sich auf der Zunge. Dazu kommt jetzt noch eine leichte Note, die an geröstete Haselnüsse erinnert. Außerdem kann ich jetzt erstmals auch eine leichte Bittere feststellen. Das Mundgefühl ist weich und voll. In der Kehle wird die Bittere kräftiger und sie klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hafermalz, Hopfen (Sultana, Cascade, Cashmere, Sabro, Cryopop), Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

11,5° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Brauerei Kundmüller
Weiher 13
96191 Viereth-Trunstadt
www.brauerei-kundmueller.de

Deutschland im Hopfenanbau weltweit wieder Nummer 1

Hohe Lagerbestände belasten den weltweiten Hopfenmarkt. Die Konsequenzen sind global sinkende Preise der Hopfen und sinkende Hopfenflächen. Weltweit wird ein Rückgang um 4.800 ha im Vergleich zum Jahr 2023 auf dann knapp 55.000 Hektar erwartet. Der Löwenanteil der Flächenreduktion entfällt auf den bisher größten Hopfenproduzenten USA. Dort wird die Hopfenfläche von bisher 22.500 Hektar auf 17.850 Hektar reduziert. Im Gegensatz dazu fällt der Flächenrückgang in Deutschland geringer aus. Im Heimatland des Bier-Reinheitsgebotes gehen im Vergleich zum Vorjahr 340 Hektar verloren. Mit den verbleibenden rund 20.300 Hektar Hopfen wird die Bundesrepublik damit wieder zum weltweit führenden Hopfenproduzenten und löst dadurch nach 9 Jahren die USA an der Spitze ab.

Neben der Betrachtung der Gesamtfläche Deutschlands lohnt sich ein genauerer Blick auf die einzelnen Hopfensorten und die Sortensegmente. Der Trend der Flächenverschiebung weg von Aromahopfen hin zu Bitterhopfensorten hält an. Die Bitterhopfensorte „Herkules“ ist weltweit die Sorte mit der größten Anbaufläche und wird dabei nur in Deutschland angebaut. Mit einer Fläche von mehr als 7.900 Hektar und damit 39 % der deutschen Hopfenanbaufläche hat die Sorte Herkules diese Vormachtstellung weiter ausgebaut. Auch die neue Bitterhopfensorte „Titan“ hat flächenmäßig zugelegt und die Fläche von 100 Hektar im Vorjahr auf über 300 Hektar 2024 verdreifacht. Damit steigt in Deutschland der Anteil aller Bittersorten auf nun 53 % der Gesamthopfenfläche.

Die beiden bedeutendsten deutschen Aromahopfensorten „Perle“ und „Hallertauer Tradition“ haben dagegen Fläche verloren. Die Fläche der Perle reduziert sich um 375 Hektar auf nun 2.860 Hektar in 2024. Der Rückgang bei Hallertauer Tradition beträgt 240 Hektar, sodass in diesem Jahr 2.460 Hektar verbleiben.

Nach wie vor geht nahezu die gesamte weltweite Hopfenproduktion ins Bier. Damit ist der Hopfenmarkt direkt an den Biermarkt gekoppelt. Der seit der Corona-Pandemie stagnierende globale Bierabsatz belastet den Hopfenmarkt. Obwohl der Entwicklungsstand der deutschen Hopfen aktuell positiv ist, blicken die deutschen Hopfenpflanzer deshalb mit großer Sorge in die Zukunft.

Maisel & Friends: Bildende Kunst aus Frankreich trifft oberfränkisches Brauhandwerk

Das Brauereigelände von Maisel & Friends im oberfränkischen Bayreuth ist spätestens seit der Eröffnung des Liebesbier Urban Art Hotels im Jahr 2022 ein absoluter Geheimtipp für Kunstfans. Nun markiert eine neue Skulptur des französischen Künstlers David Mesguich einen weiteren Meilenstein im bestehenden Kunstportfolio von Maisel & Friends. Zur feierlichen Installation mittels Schwerlastkran waren der Künstler selbst, Thomas Ebersberger, Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth, Brauereiinhaber Jeff Maisel sowie Michael Feuerstein, Geschäftsfeldleiter Kultur & Tourismus bei Maisel & Friends, vor Ort. Die Plastik von Künstler Mesguich ergänzt das Portfolio aus derzeit 70 Street-Artists aus 30 Ländern, die in den 67 Zimmern und an den öffentlichen Wänden auf dem Areal ein weltweit einzigartiges Kunstprojekt unter der Kuration von Künstlerin Jasmin Siddiqui alias Hera entstehen lassen. Das 1887 erbaute Stammhaus der Familienbrauerei Gebr. Maisel aus historischem Backstein bildet mit verschiedenen Murals und Streetart-Kunstwerken an den umliegenden Gebäuden eine anschauliche Symbiose aus Tradition und Moderne.

„Mutter Erde“ als Hommage an die Braukunst

„Bierbrauen und Bildhauerei haben mehr gemeinsam, als es auf den ersten Blick scheint“, begründet Mesguich seine Arbeit an der Skulptur. Bei einem vorherigen Besuch in der Wagner-Stadt fielen ihm die Parallelen besonders deutlich auf: „Beide Tätigkeiten erfordern Präzision, Finesse und einen sparsamen und effizienten Einsatz der benötigten Rohstoffe. Was für den Brauer der Hopfen ist, stellt für mich als Skulpteur das Metall dar, mit dem ich arbeite.“ Das Kunstwerk besteht aus insgesamt 1.868 Einzelteilen, gefertigt aus rostfreiem Edelstahl. Von den ersten Zeichnungen auf Papier bis zur Fertigstellung stecken über fünf Monate Arbeit in der Figur. Mit einem Gewicht von fünf Tonnen und einer Gesamthöhe von fünf Metern ist die Skulptur von Mesguich die größte Figur, die in den vergangenen Jahren im öffentlichen Raum in Bayreuth errichtet wurde.

Die Installation stellt eine junge Frau dar, die einen zarten Hopfentrieb in ihrer Hand aufkeimen sieht. „Sie weiß, wie empfindlich die Pflanze ist – und wie viel Mühe investiert werden muss, damit sie heranwächst. Der Hopfen ist nicht nur sehr wertvoll für den Brauer – an ihm zeigt sich beispielhaft die Verantwortung des Menschen für den Erhalt unserer Umwelt und ihrer Ressourcen“, beschreibt Mesguich sein Werk. Der Künstler stellt in seinen Installationen gerne Verknüpfungen zu Menschen in seinem näheren Umfeld her. „Mutter Erde“, die nun dauerhaft das Brauereigelände zieren wird, trägt als Zweitnamen den Namen von Mesguichs Partnerin, Anne Laure. Mit ihr verbindet der französische Artist Bescheidenheit, Präzision und Schönheit – Attribute, die ebenso auf sein Werk zutreffen. Dazu kommen Demut und Ehrgeiz – Werte, die der Künstler sowohl mit seinem Schaffen assoziiert als auch mit dem des Braumeisters.

Zeitgenössische Kunst trifft auf Traditionshandwerk

„Die Skulptur von David Mesguich ist für unser Gelände eine wahre Bereicherung. Sie repräsentiert das Brauwesen, ein Handwerk, das seit vier Generationen von der Familie Maisel gelebt wird und hat nun dort ein Zuhause, wo vor über 130 Jahren alles begann, in unmittelbarer Nähe zum Stammhaus der Brauerei Gebr. Maisel“, betont Michael Feuerstein, Geschäftsfeldleiter Kultur und Tourismus. „Wir sind stolz darauf, mit David einen weiteren großartigen Künstler in unserer Maisel & Friends Familie begrüßen zu dürfen. Wir erkennen unser Brauerhandwerk in seinen Werken wieder und freuen uns daher umso mehr, „Mutter Erde“ nun dauerhaft auf unserem Gelände zu installieren“, ergänzt Brauereiinhaber Jeff Maisel. Mit ihrer Größe und Präsenz bietet die Skulptur von David Mesguich einen Seltenheitswert und markiert damit einen besonderen Meilenstein für das einzigartige Kunstprojekt.

Kuratorin des Maisel & Friends Gesamtkunstprojektes ist Jasmin Siddiqui, die in der Kunstwelt und Urban Art Szene als Hera bekannt ist. Mesguichs Skulptur, die sie als „Schöpfergöttin“ interpretiert, empfindet sie als ideale Ergänzung der Bayreuther Skulpturenlandschaft: „Hier wird nämlich nicht wie sonst so häufig die Hochkultur und das Intellektuelle gefeiert, sondern man würdigt das kleine Blatt, das leise Wachsen, den unscheinbaren, aber dennoch unglaublichen Reichtum der Natur.“ So hält die stählerne „Mutter Erde“ nun feierlich das zarte Hopfenpflänzchen in die Höhe und trägt Hopfendolden als Siegeskranz auf ihrem Haupt, wie es einer klassischen Göttinnenfigur gebührt. „Dass daran trotz des archaischen Themas rein gar nichts alt und verstaubt wirkt, ist klar Mesguichs modernster Arbeitsweise geschuldet. Der digitale Modellierprozess und dessen computergenerierte polygonale Ästhetik könnten fortschrittlicher nicht sein.“

Über David Mesguich

David Mesguich ist ein französischer Künstler, der seine künstlerische Reise mit Graffiti begann und ihn im Laufe der Zeit vermehrt zu dauerhaften und temporären Installationen im öffentlichen Raum führte. Dabei befasst er sich immer wieder mit drängenden sozialen Fragen und zielt darauf ab, den Dialog zwischen den Menschen zu initiieren. Das Werk „Mutter Erde“ ist charakteristisch für seine Arbeit, die sich u.a. durch das Verwenden geometrischer Formen auszeichnet. In ihr stecken fünfeinhalb Monate Arbeit, die u.a. das Zeichnen und Anfertigen der insgesamt 1.868 Einzelteile aus rostfreiem Edelstahl umfasste.

Der Bayerische Brauerbund e.V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. (BHG) haben die “Goldene BierIdee 2024” verliehen

Der Bayerische Brauerbund e.V. und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. (BHG) haben am Donnerstag, dem 16. Mai 2024, im feierlichen Rahmen der Brauer-Gala im Löwenbräukeller in München die “Goldene BierIdee 2024” verliehen. Die Auszeichnung würdigt Personen oder Initiativen, die sich in besonderer Weise um die Präsentation bayerischer Bierspezialitäten verdient machen und den Mythos des Bierlandes Bayern sowie der bayerischen Bierkultur weitertragen. Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes, Georg Schneider, nahm zusammen mit der Präsidentin des BHG, Angela Inselkammer, und dem Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, Dr. Lothar Ebbertz, die Auszeichnung der diesjährigen Preisträger vor. Ausgezeichnet wurden:

In der Kategorie „Bierkultur und Tourismus“:

Die Klosterbrauerei Andechs zusammen mit der TIMERIDE GmbH für „TIMERIDE GO! Kloster Andechs“

In der Kategorie „Bayerische Brauwirtschaft“:

Verein zur Förderung der Fränkischen Bierkultur e.V.  für das „Engagement zum Erhalt der fränkischen Bierkultur“

In der Kategorie „Hotellerie und Gastronomie“:

Herr Rudolf Hirz für das Gesamtkonzept „Brauliebe Hirz“

Präsident Georg Schneider unterstrich das große Engagement der Ausgezeichneten für den Erhalt und die Weitergabe gelebter bayerischer Bierkultur. Ebenso lobte er die Kreativität und Weitsicht der Preisträger bei der Wissensvermittlung, aber auch in Bezug auf die Erschließung neuer Zielgruppen für bayerische Bierspezialitäten.

Linnea Klee aus Jetzendorf ist die neue Bayerische Bierkönigin

Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung des Bayerischen Brauerbundes e.V. wählten Bayerns Brauer und zahlreiche Gäste im Löwenbräukeller München die Brauerin Linnea Klee aus Jetzendorf in Oberbayern zur neuen Regentin über das Bierland Bayern und erste Repräsentantin für das Bayerische Bier.

Aus insgesamt 52 Bewerbungen, die beim Spitzenverband der bayerischen Brauwirtschaft eingingen, wählte die hochkarätig besetzte Jury im Vorfeld der Wahl sechs Kandidatinnen aus, die in einer öffentlichen Internetabstimmung um die vier Plätze im Finale kämpften. Beim Finale im Löwenbräukeller zählten dann die Stimmen der Jury und der Gäste im Saal je zur Hälfte. Alle vier Finalistinnen glänzten mit fundiertem Fachwissen um das bayerische Volksgetränk und beantworteten die Fragen der Jury mit Spontanität und sicherer Bühnenpräsenz. Linnea Klee konnte in der Summe am Ende überraschend deutlich mehr Stimmen als ihre 3 Mitfinalistinnen auf sich ziehen! Die Brauerin aus Jetzendorf spricht mehrere Sprachen, spielt Fußball und ist sehr traditionsverbunden. Schon seit ihrem 16. Lebensjahr wollte sie das Bayerische Bier als Bayerische Bierkönigin vertreten, nun tritt sie dieses Amt für ein Jahr mit viel Engagement und Begeisterung an.

Brauerpräsident Georg Schneider beglückwünschte die frisch gekrönte Bierkönigin und wünschte ihr eine erlebnisreiche Amtszeit. Bei der scheidenden Bierkönigin Mona Sommer aus dem Allgäu, bedankte er sich für die vielen Auftritte sowie für ihr großartiges Engagement als Repräsentantin des Bayerischen Bieres in Bayern, Europa und der ganzen Welt. Als aktive Brauerin war Mona Sommer eine authentische und charmante Wissensvermittlerin, so Präsident Schneider.

Zur Bier-Gala des Bayerischen Brauerbundes versammelten sich neben Bayerns Brauerfamilien zahlreiche Ehrengäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Im Rahmen des Festabends wurden auch die Preisträger der „Goldene BierIdee 2024“ geehrt, die der Bayerische Brauerbund zusammen mit dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband seit 25 Jahren in drei Kategorien verleiht.

Maisel & Friends – Hazy IPA

Im Jahr 2018 begann die Bayreuther Brauerei Maisel & Friends, in mehr oder weniger festen Abständen als Sondersud ein Artbeer herauszubringen, bei dem jeweils ein Künstler das Etikett gestaltet hat. Jetzt ist das Artbeer #6 erschienen, an dessen Etikettgestaltung sogar zwei Künstler beteiligt waren, das Künstlerduo Sutosuto aus Hamburg. Thomas Koch und Susanne Dallmayr sind für ihre Skulpturen und Gemälde bekannt, die sich mit zeitgenössischen Themen auseinandersetzen. Beim Artbeer #6 handelt es sich um ein Hazy IPA, von dem ich mir ein wunderbar fruchtiges Trinkvergnügen erhoffe.

Golden und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Doch, zumindest optisch macht das Bier seinem Stil alle Ehre. Leider fällt die Schaumkrone etwas dürftig aus und bis auf einen Rest, der lange erhalten bleibt, fällt sie auch recht flott in sich zusammen.

Das Bier duftet nach Zitrusfrüchten und Ananas, nach Pfirsich und gelben Früchten. Aber es ist auch nicht „totgehopft“, sondern auch das Malz kommt zu seinem Recht und fügt dem Reigen der Düfte gemeinsam mit der Hefe den Duft nach Biskuitteig hinzu.

Der Antrunk ist recht süß, dabei aber angenehm spritzig. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten, was aber gut zur extremen Fruchtigkeit des Artbeers passt. Dazu kommt jetzt auch eine angenehme fruchtige Säure. Ich schmecke Pfirsich und tropische Früchte, dazu rote Beeren. Gemeinsam ergeben sie ein weiches und angenehmes Mundgefühl. In der Kehle klingen die Säure und eine dazu passende Bittere einige Zeit nach, wobei die Bittere länger zu schmecken ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen (Simcoe, Amarillo, Cascade, Citra, Callista), Hefe

Alkoholgehalt:

5.5% Vol.

Stammwürze:

12,1° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Hersbrucker Lagerbier

Im Mittelpunkt des roten Flaschenetiketts ist das Logo der Brauerei abgedruckt.Hersbruck ist eine Kleinstadt in Mittelfranken und rühmt sich seiner historischen Altstadt. Mehr ist mir von Hersbruck nicht bekannt; ich war auch noch nie dort. Beginne ich also direkt mit der Verkostung des dort gebrauten Lagerbiers.

Golden und glanzfein präsentiert sich das Bier im Glas. Die schneeweiße gemischtporige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. An der Optik gibt es also nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Brotkrume, abgerundet durch einige florale Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine verhaltene Malzsüße sowie durch eine reichlich dosierte Kohlensäure aus. Auf der Zunge ist das Bier mild mit einem angenehmen Brotgeschmack. Da kaum Bittere zu schmecken ist, ist das Mundgefühl weich. Erst in der Kehle überrascht mich das Bier mit einer feinen Hopfenbitteren, die lange nachklingt.

Das Hersbrucker Lagerbier ist süffig ohne Ecken und Kanten.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Stammwürze:

11,3° Plato

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Bürgerbräu Hersbruck
Deinlein & Co.
Lohweg 38
91217 Hersbruck
www.buergerbraeu-hersbruck.de

29. 5. – 2. 6. 2024: Fränkisches Bierfest Nürnberg

In jedem Jahr findet das fränkische Bierfest in Nürnberg statt. Dort im Burggraben ist ja auch die richtige Atmosphäre für eine solche Veranstaltung. In diesem Jahr lohnt sich ein Besuch besonders, denn das Fränkische Bierfest feiert sein 25. Jubiläum.

Somit ist es auch wenig verwunderlich, dass die fünftägige Veranstaltung in diesem Jahr noch ein Bisschen größer und bunter wird als üblich. Knapp 50 Brauereien werden sich unterhalb der Kaiserburg versammeln und die Ergebnisse ihrer Arbeit anbieten. Dabei sind auch ein Dutzend Stände, die die deftige und süße Grundlage für den Biergenuss anbieten. Dazu noch die richtige Livemusik und das Erlebnis dürfte perfekt sein. Keinesfalls verpassen sollten Sie den Bier-Marktplatz mit den Craft Beer-Brauereien.

Öffnungszeiten:

Mittwoch, 29. 5.: 17:00 Uhr – 23:00 Uhr
Donnerstag, 30. 5.: 11:00 Uhr – 23:00 Uhr
Freitag, 31. 5.: 14:00 Uhr – 23:00 Uhr
Samstag, 1. 6.: 11:00 Uhr – 23:00 Uhr
Sonntag, 2. 6.: 11:00 Uhr – 21:00 Uhr

Maisel & Friends – Irish Red

Passend zum Bierstil ist das Etikett mit weißer Schrift auf rotem Grund gestaltet.Irland ist für seine Pubs sowie die vielen kleinen Brauereien bekannt. Bis nach Deutschland schaffen es aber leider meist nur Guinness und Kilkenny. Andere Bierspezialitäten aus Irland müssen hier leider draußen bleiben. So hat sich die fränkische Brauerei Maisel & Friends in Bayreuth drangemacht und selbst ein Irish Red gebraut, das uns die Atmosphäre der grünen Insel nahebringen soll. Mal sehen, ob dies dem Irisch Red gelingt.

Kupferrot und glanzfein präsentiert sich das Bier im Glas. Der feinporige Schaum fällt anfangs recht flott in sich zusammen, ein Rest bleibt aber lange erhalten. Optisch macht das Bier schon mal eine gute Figur.

Düfte nach frischer Brotkruste, nach Kräutern und Waldhonig, nach Karamell, Mandarinen und roten Beeren steigen mir in die Nase. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk besticht durch eine leichte und nicht übertriebene Süße und eine feinperlige Kohlensäure. Das Bier schmeckt nach frischem Brot, Karamell und würzigem Honig. Dazu kommt eine leichte freundliche Bittere. Zusammen sorgen sie für ein weiches und volles Mundgefühl. In der Kehle wird das Bier trockener. Im ersten Moment scheint die Bittere etwas unterentwickelt zu ein, aber langsam wird sie kräftiger und klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Callista, Herkules, Mandarina Bavaria, Saphir), Hefe

Alkoholgehalt:

4,2 % Vol.

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Gebr. Maisel GmbH & Co.
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Wegen Kälte und Schnee: Brauerbund sagt Feier am Münchner Bierbrunnen ab

Am 23. April feiern Bayerns Brauer die erstmalige Verkündigung des Reinheitsgebotes. In München findet die Feier traditionell am Bierbrunnen vor dem Brauerhaus statt. Die in diesem Jahr für den 23. April ab 15:00 Uhr geplante Feier hat der Brauerbund heute abgesagt. Der Grund: „Bei angekündigten maximal 5 Grad und Schneefall macht ein solches Fest leider keinen Sinn“, begründet Lothar Ebbertz, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, die kurzfristige Absage. Noch nie haben man das Fest, das es seit 1996 gibt, witterungsbedingt ausfallen lassen müssen, so Ebbertz. Aber unter den sich abzeichnenden Witterungsbedingungen sei nicht zu erwarten, dass Menschen sich nach der Arbeit bei Musik fröhlich zu einem Bier treffen und auf den 508. Geburtstag des Bayerischen Reinheitsgebotes anstoßen. Der Brauerbund hofft auf wieder bessere Rahmenbedingungen im nächsten Jahr.