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Maisel & Friends als TOP-Arbeitgeber ausgezeichnet

Die Arbeitgeberfamilie Maisel & Friends aus Bayreuth wurde von der Bundesvereinigung Mittelstand in Deutschland (BVMID) mit dem TOP-Arbeitgeber Award ausgezeichnet. Um neue Mitarbeitende für das eigene Unternehmen zu gewinnen und langfristig zu begeistern, ist heute mehr denn je Kreativität im Personalmarketing gefragt. Deshalb vereint Maisel & Friends als Arbeitgeberfamilie schon seit 2022 die Brauerei Gebr. Maisel, das Liebesbier Restaurant, das Liebesbier Urban Art Hotel, die Bayreuther Bier-Erlebniswelt, Festla sowie Lisa Mai und sucht mit der Recruiting-Kampagne „Was ist dein Traumjob? #irgendwasmitBier“ gebündelt nach passenden Teammitgliedern.

Ausschlaggebend für die Verleihung des TOP-Arbeitgeber Awards waren laut Kajetan Brandstätter, Präsident der BVMID aus München, und Rainer Großmann von der BVMID Oberfranken im Wesentlichen drei Säulen, die die Arbeit bei Maisel & Friends prägen: modernes Arbeitsumfeld, flache Hierarchien und wertebasierte Führung.

Ohne die langjährige Tradition der Familienbrauerei aus den Augen zu verlieren, wurde in den vergangenen Jahren mit dem Neubau des Maisel’s Office ein Arbeitsumfeld geschaffen, das mit neuester Technik aufwartet und mit hochwertiger Einrichtung im Hygge Stil Gemütlichkeit und Wärme ausstrahlt. Maisel’s Schalander, die Kantine, ist der neue zentrale Begegnungsort im Herzen des Brauereigeländes, wo sich die Mitarbeitenden von Maisel & Friends treffen und auch Gäste und Freunde willkommen sind.

Auch die flachen Hierarchien und die Dialoge auf Augenhöhe wurden gewürdigt, die in den einzelnen Unternehmen längst etabliert sind, auch dank der gelebten Du-Kultur. Dieses Konzept geht Hand in Hand mit einer wertebasierten Führung, die nicht nur das erhält, was die Familie Maisel seit Jahrzehnten ausmacht, sondern auch, wie die Mitarbeitenden die DNA der Unternehmen mitprägen und in das Hier und Jetzt übersetzen. Rainer Großmann bezeichnet Maisel & Friends bei der Übergabe der Urkunde als „einen der modernsten Arbeitgeber in der Region Bayreuth”.

„Ich bin wirklich stolz auf diese Auszeichnung, denn sie zeigt, dass unser Engagement der letzten Jahre positiv ankommt und dass unsere gemeinsame Maisel & Friends Philosophie wirklich gelebt wird“, freut sich Jeff Maisel, Inhaber der Brauerei Gebr. Maisel in der vierten Generation. „Wir werden uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern weiterhin an unserer Attraktivität als Arbeitgeber arbeiten. Das ist mir eine echte Herzensangelegenheit.”

Weitere Informationen und Link zur Maisel & Friends Jobseite: www.irgendwas-mit-bier.de

Wurm Bier – Turnier Bock Hell

Ursprünglich stammt das Bockbier aus Einbeck und bis heute ist das dort gebraute Bockbier für viele Menschen das Bier, an dem sich alle anderen Bockbiere messen lassen müssen. Das gilt auch für den Turnier Bock, der aus Franken stammt und jetzt vor mir auf seine Verkostung wartet.

Die Brauerei Wurm wurde im 19. Jahrhundert gegründet. Heute steht die Brauerei für Tradition, Qualität und Innovationsfreude. Mit einem breiten Sortiment an Bieren hat sich Wurm Bier im Laufe der Jahrzehnte eine treue Fangemeinde aufgebaut.

Golden und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feste Schaumkrone ist reichlich ausgefallen und bleibt sehr lange erhalten. Die Optik dieses Bieres ist wirklich sehr ansprechend.

Das Bier duftet einladend nach frischer Brotkrume und Honig. Einige nussige und würzige Noten runden das Aroma ab.

Der Antrunk besticht mit seiner stiltypischen Malzsüße sowie die dazu passende Karbonisierung. Dazu gesellen sich eine angenehme Karamellsüße sowie die würzigen Noten. Der kräftige Körper sorgt für ein weiches und volles Mundgefühl, auch wenn mir jetzt noch die Bittere fehlt. Diese kommt erst in der Kehle zum Tragen. Dort bleibt sie freundlich und klingt sehr lange nach.

Der Turnier Bock von Wurm Bier ist ein angenehmes süffiges Bockbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Wurm Bier GmbH & Co. KG
Hutgasse 2
91788 Pappenheim
www.wubi.de

Maisel erneut als Brauerei des Jahres ausgezeichnet

Zum zweiten Mal in Folge sichert sich die Brauerei Gebr. Maisel aus Bayreuth den Titel „Brauerei des Jahres“ beim Bier-Verkostungswettbewerb „Finest Beer Selection“ von Doemens und dem Meininger Verlag. Grund dafür ist das herausragende Gesamtergebnis: Insgesamt zwölf Biere der Familienbrauerei erhielten über 90 von 100 möglichen Punkten und damit so viele wie bei keiner anderen.

„Als wir im letzten Jahr erfahren haben, dass wir als beste deutsche Brauerei aus dem Wettbewerb hervorgehen, waren wir schon überwältigt. Dass uns der Titel nun ein weiteres Mal verliehen wurde und wir uns sogar noch steigern konnten, ist kaum in Worte zu fassen“, so der begeisterte Jeff Maisel, Inhaber der Brauerei in vierter Generation.

Der Wiederholungserfolg ist Ausdruck der hervorragenden Ergebnisse der Biere, die die Familienbrauerei zur renommierten Expertenverkostung eingereicht hat – und damit deren außerordentlicher Qualität. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis unseres hervorragenden Teamworks. Ich bin unfassbar stolz auf die Leistung der gesamten Mannschaft, die jeden Tag akribisch daran arbeitet, dass unsere Bierspezialitäten dieses hohe Niveau haben“, lobt Marc Goebel, Geschäftsführer Braubetrieb, sein Team.

Bestes alkoholfreies Bier kommt aus Bayreuth

Ein Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Biere zeigt die große Bandbreite, die die Verkostung abdeckt. 90 Punkte erreichte das Maisel & Friends India Ale, 91 Punkte gab es für Maisel’s Weisse Leicht. 92 Punkte gingen an das Maisel & Friends Alkoholfrei. 93 Punkte erhielten das Maisel & Friends West Coast IPA, das Maisel & Friends Pale Ale, Maisel & Friends Hell, der Maisel & Friends Chocolate Bock und das limitierte Maisel & Friends Hazy IPA by SUTOSUTO. Mit 94 Punkten überzeugten Maisel & Friends IPA, Maisel’s Weisse Original und das limitierte Maisel & Friends Sour Power. Mit 96 Punkten erzielte Maisel’s Weisse Alkoholfrei ein besonders großartiges Ergebnis – und ist das beste alkoholfreie Bier im gesamten Wettbewerb.

„Ein Gesamtergebnis mit vielen Superlativen. Klar, dass unser Team dafür gefeiert werden muss. Ehre, wem Ehre gebührt!“, sagt Jeff Maisel stolz. Überrascht wurde das gesamte Brauereiteam am Tag nach der Preisverleihung daher von der Geschäftsführung mit rotem Teppich vor dem Eingang. Pünktlich zu Schichtbeginn in den frühen Morgenstunden gab es somit freudigen Jubel vor der Bayreuther Brauerei.

Stadtbrauerei Spalt – Spalter Winterbier

Die Geschichte der Stadtbrauerei Spalt reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Bereits 1376 wurde die Brauerei erstmals urkundlich erwähnt, und seitdem ist sie untrennbar mit der Stadt Spalt verbunden. Der Ort selbst ist bekannt für seinen hervorragenden Hopfen, der seit dem Mittelalter angebaut wird und als einer der besten der Welt gilt.

Die Brauerei ist seit 1879 in städtischem Besitz und gehört damit zu den wenigen kommunalen Brauereien in Deutschland. Diese Besonderheit unterstreicht die enge Verbindung zwischen der Stadt Spalt und ihrer Brautradition.

Von dort stammt das Winterbier, das jetzt vor mir steht und auf seine Verkostung wartet. Wie bereits der Name schon vermuten lässt, stammt das Bier nicht nur aus Spalt, sondern wurde wie alle Biere aus dieser Quelle mit Hopfen aus Spalt gebraut. Die Brauerei beschreibt das Winterbier als ein Bier in der Tradition des Märzen, aber kräftiger. Und wie der Name ebenfalls vermuten lässt, gibt es das Bier nur im Winter, genauer gesagt im November und Dezember.

Orangefarben und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist schneeweiß und bleibt lange erhalten. An der Optik gibt es also nichts zu mäkeln.

Das Bier duftet malzbetont nach Karamell, aber auch die würzigen Noten des Hopfens sind deutlich zu riechen.

Der Antrunk ist wie erwartet recht süß und er zeichnet sich durch eine passende angenehme Karbonisierung aus. Auf der Zunge gesellt sich eine freundliche Bittere zur Süße, die auch mit den würzige Noten gut harmonisiert. Das Mundgefühl ist voll und frisch. In der Kehle wird das Bier trockener, während die Bittere zulegt, die dann sehr lange nachklingt.

Das Spalter Winterbier ist ein angenehmes süffiges Bier ohne Ecken und Kanten. Ungefiltert würde es mir persönlich wohl noch besser schmecken.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Farbe:

12 EBC

Brauerei:

Stadtbrauerei Spalt
Brauereigasse 3
91174 Spalt
www.spalter-bier.de

Brauerei Gebr. Maisel als „Brauerei des Jahres“ ausgezeichnet

Zum zweiten Mal in Folge sichert sich die Brauerei Gebr. Maisel aus Bayreuth den Titel „Brauerei des Jahres“ beim Bier-Verkostungswettbewerb „Finest Beer Selection“ von Doemens und dem Meininger Verlag. Grund dafür ist das herausragende Gesamtergebnis: Insgesamt zwölf Biere der Familienbrauerei erhielten über 90 von 100 möglichen Punkten und damit so viele wie bei keiner anderen Brauerei.

„Als wir im letzten Jahr erfahren haben, dass wir als beste deutsche Brauerei aus dem Wettbewerb hervorgehen, waren wir schon überwältigt. Dass uns der Titel nun ein weiteres Mal verliehen wurde und wir uns sogar noch steigern konnten, ist kaum in Worte zu fassen“, so der begeisterte Jeff Maisel, Inhaber der Brauerei in vierter Generation.

Der Wiederholungserfolg ist Ausdruck der hervorragenden Verkostundsergebnisse der Biere, die die Familienbrauerei zur renommierten Expertenverkostung eingereicht hat – und damit deren außerordentlicher Qualität. „Dieser Erfolg ist das Ergebnis unseres hervorragenden Teamworks. Ich bin unfassbar stolz auf die Leistung der gesamten Mannschaft, die jeden Tag akribisch daran arbeitet, dass unsere Bierspezialitäten dieses hohe Niveau haben“, lobt Marc Goebel, Geschäftsführer Braubetrieb, sein Team.

Bestes alkoholfreies Bier kommt aus Bayreuth

Ein Blick auf die Ergebnisse der einzelnen Biere zeigt die große Bandbreite, die die Verkostung abdeckt. 90 Punkte erreichte das Maisel & Friends India Ale, 91 Punkte gab es für Maisel’s Weisse Leicht. 92 Punkte gingen an das Maisel & Friends Alkoholfrei. 93 Punkte erhielten das Maisel & Friends West Coast IPA, das Maisel & Friends Pale Ale, Maisel & Friends Hell, der Maisel & Friends Chocolate Bock und das limitierte Maisel & Friends Hazy IPA by SUTOSUTO. Mit 94 Punkten überzeugten Maisel & Friends IPA, Maisel’s Weisse Original und das limitierte Maisel & Friends Sour Power. Mit 96 Punkten erzielte Maisel’s Weisse Alkoholfrei ein besonders großartiges Ergebnis – und ist das beste alkoholfreie Bier im gesamten Wettbewerb.

„Ein Gesamtergebnis mit vielen Superlativen. Klar, dass unser Team dafür gefeiert werden muss. Ehre, wem Ehre gebührt!“, sagt Jeff Maisel stolz. Überrascht wurde das gesamte Brauereiteam am Tag nach der Preisverleihung daher von der Geschäftsführung mit rotem Teppich vor dem Eingang. Pünktlich zu Schichtbeginn in den frühen Morgenstunden gab es somit freudigen Jubel vor der Bayreuther Brauerei.

Urban Chestnut – Hallertauer Hopfenperle

Die Urban Chestnut Brewing Company (UCBC) hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2010 einen Namen als eine der innovativsten und dennoch traditionsbewusstesten Brauereien in den USA gemacht. Mit Standorten in St. Louis, Missouri, und Wolnzach, Bayern, verbindet UCBC die reichen Traditionen der europäischen Braukunst mit der kreativen Energie der amerikanischen Craft-Bier-Szene.

Der Name „Urban Chestnut“ spiegelt die Philosophie der Brauerei wider: „Urban“ steht für die städtische, moderne Seite, während „Chestnut“ (Kastanie) die Verwurzelung in traditionellen Werten symbolisiert.

Brauphilosophie: „Revolution and Reverence“

Die Brauphilosophie von UCBC basiert auf zwei Säulen: „Revolution“ und „Reverence“. Diese beiden Prinzipien spiegeln die duale Natur der Brauerei wider und prägen ihre Herangehensweise an die Bierproduktion:

Reverence: Dies bezieht sich auf die Ehrfurcht und den Respekt vor der traditionellen Braukunst. UCBC braut eine Reihe klassischer europäischer Bierstile, die nach traditionellen Methoden und Rezepten hergestellt werden. Diese Biere zeugen von der langen Geschichte und den hohen Standards der europäischen Brautradition.

Revolution: Dies steht für die Innovationsfreude und den experimentellen Geist, der in der amerikanischen Craft-Bier-Szene verwurzelt ist. UCBC kreiert moderne, oft unkonventionelle Biere, die neue Aromen und Brauverfahren erkunden und die Grenzen des Bierbrauens erweitern.

So, genug der Theorie, jetzt ist es an der Zeit die Flasche zu öffnen und das Bier zu verkosten.

Hellgolden und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist relativ klein, Anfangs fällt sie auch flott in sich zusammen, aber ein kleiner Rest bleibt lange erhalten. Damit macht das Bier optisch schon mal eine gute Figur.

Besser Roma ist für ein Lagerbier ungewöhnlich intensiv. Stifte nach Brotkrume steigen mir in die Nase, abgerundet durch einige blumige und Zitrusnoten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge zeigt sich eine deutliche Bittere, die aber die Süße aber nicht überdeckt. Jetzt kommen auch die blumigen Noten zum Tragen. Das Bier ist vollmundig, zeichnet sich aber durch ein schlankes Mundgefühl aus. In der Kehle wird das Bier trockener und eine freundliche Bittere klingt recht lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsner), Hopfen (Hallertauer Mittelfrüh, Hallertauer Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Urban Chestnut Brewing Company
Deutschland GmbH
Am Brunnen 2
85283 Wolnzach
www.urbanchestnut.de

Gesucht: Deutschlands bester Bierkutscher

Am 14. Juli treten im Bayerischen Wald die 15 besten Bierkutscher der Region gegeneinander an. Nach sechs Jahren Pause findet im Rahmen des Grenzlandfests auf dem Zwieseler Stadtplatz das traditionelle Brauereiwagen-Geschicklichkeitsfahren in seiner 17. Auflage statt. Gezogen werden die mit Fässern beladenen Wagen jeweils von vier Pferden. Vom Fahrer werden Können und Ruhe verlangt, von den Kaltblütern vor allem Gehorsam – nur so lässt sich das Vierer-Gespann fehlerlos durch den mit zwölf Hindernissen gespickten Parcours lenken. Eine Portion Glück gehört beim Wettbewerb auch dazu.

Das traditionelle Brauereiwagen-Geschicklichkeitsfahren, das 1988 erstmalig in Zwiesel ausgetragen und seitdem im Zwei-Jahres-Rhythmus durchgeführt wird, ist einer der kulturellen Höhepunkte der Region. Besucher aus Nah und Fern kommen dann in die berühmte Glasstadt im Bayerischen Wald, um prächtig geschmückte Pferde und Brauereiwagen zu bestaunen und die Bierkutscher anzufeuern. 15 der besten Bierkutscher regionaler und überregionaler Brauereien versuchen dieses Jahr, ihre schweren Brauwagen mithilfe eines Vierergespanns möglichst fehlerfrei durch einen Parcours zu manövrieren.

„Der Parcours und die Hindernisse sind so gestaltet, wie damals der Weg eines Bierauslieferers war“, sagt Meta Gaschler, die Organisatorin des Wettbewerbs. Dabei geht es unter anderem an eine Laderampe, über Sandflächen und eine Holzbrücke, durch einen Wasserlauf und eine Baumgruppe, aber auch durch enge Kurven. Maximal sieben Minuten Zeit haben die Bierfahrer, um ihr Gespann möglichst fehlerfrei durch den Parcours zu bringen – und das, obwohl es kein Wettbewerb auf Zeit ist, sondern es vielmehr auf die Kunstfertigkeit ankommt. Viele der insgesamt zwölf Hindernisse sind mit Tennisbällen auf kleinen Pfosten bestückt. Berührt ein Pferd oder Wagen ein Hindernis oder fällt einer dieser Bälle hinunter, gibt die Jury Fehlerpunkte. Noch mehr Fehlerpunkte drohen, wenn ein Pferd beispielsweise ein Hindernis verweigert. Deshalb ist es wichtig, dass die Bierkutscher ihre Pferde gut „im Griff“ haben.

Die Kutscher lenken ihr Vierergespann mit Kreuzleine vom Bock aus. Pro Brauwagen sind ein Fahrer sowie ein Beifahrer zugelassen. Die Peitsche führt jedoch nur der Kutscher für sachgemäße Peitschenhilfe. Mit Ramona Brandl sitzt zum wiederholten Male auch eine Frau mit auf dem Kutschbock. Auch für sie hier gilt: „Übung macht den Meister“. Als Gespannpferde sind ausschließlich Hengste und Wallache zugelassen – meist süddeutsche Kaltblüter in Fuchsfarbe mit weißer Mähne, Rappen, Tigerschecke der Rasse Noriker, aber auch schwergewichtige Percheron-Rösser, die aus der Normandie stammen.

Die reiche Brauereikultur des Arberlands zeigt sich nicht nur in traditionellen Veranstaltungen wie dem Brauereiwagen-Geschicklichkeitsfahren in Zwiesel, sondern auch in der Vielfalt der regionalen Brauereien.

Gutmann – Dunkles Hefeweizen

Die Brauerei Gutmann, gegründet im Jahr 1707, liegt im idyllischen Titting in Oberbayern. Seit über 300 Jahren wird hier nach traditionellen Methoden gebraut, wobei die Qualität und der Geschmack der Biere stets im Vordergrund stehen. Die Brauerei ist besonders für ihre Hefeweizen-Spezialitäten bekannt und hat sich einen festen Platz in der deutschen Bierlandschaft erarbeitet. Jetzt steht das dunkle Hefeweizen von Gutmann vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Kastanienbraun mit einer festen elfenbeinfarbenen Schaumkrone präsentiert sich das Bier im Glas. Mir fällt positiv auf, dass der Schaum sehr lange erhalten bleibt. Die Hefetrübung ist deutlich zu sehen. Optisch macht das Bier eine wirklich gute Figur.

Das Bier duftet intensiv nach Banane und Nelke, dazu ein Hauch Schokolade und aus dem Hitergrund kommt das Aroma der obergärigen Hefe.

Der Antrunk ist recht süß und er zeichnet sich durch eine reichliche Karbonisierung aus. Auf der Zunge kommt der Geschmack nach dunkler Schokolade überraschen kräftig zum Ausdruck. Selbstverständlich kommen auch die fruchtigen Noten der Hefe zum Tragen. Das Mundgefühl ist angenehm weich, so dass das Bier sehr süffig ist. In der Kehle kommt die Schokolade noch weiter in den Vordergrund und ich kann erstmals eine leichte freundliche Bittere feststellen, die dann aber sehr lange nachklingt.

Das Gutmann Dunkles Hefeweizen ist ein hervorragendes Bier, das die Tradition und Handwerkskunst der bayerischen Braukultur eindrucksvoll verkörpert. Mit seinem Aroma, seinem vollmundigen Geschmack und seiner ansprechenden Optik bietet es einen angenehmen Genuss.

Zutaten:

Brauwasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Gerstenröstmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Brauerei Gutmann
Am Kreuzberg 1
85135 Titting
www.brauerei-gutmann.de

Was erwartet uns auf der BrauBeviale 2024?

Die BrauBeviale 2024 ist zwar noch fast ein halbes Jahr hin, aber sie ist fest eingeplant im Messekalender zahlreicher Anbieter für die Bier- und Getränkeherstellung und -verpackung. Vom 26. bis 28. November 2024 wird die Branche in Nürnberg wieder Impulse für die eigene Produktion sammeln. Die Entwicklungen im Markt und Veränderungen der Nachfrage sowie die erheblichen Herausforderungen der Branche bezüglich Rohstoffsicherheit, Verpackungskonzeption, Energieeinsparung und Produktionseffizienz erfordern eine konsequente Investitionsstrategie. Mit den aktuellen Branchenzahlen zur Produktion von Maschinen im Getränkesektor lässt sich nachvollziehen, dass die Getränkehersteller hier bereits umfassend aktiv sind.

Die Marktzahlen der Brewers of Europe für 2023 knüpfen an frühere Marktdaten mit einer Produktion von 358 Mio. hl in Europa an. Weiteres Wachstum wird das Thema alkoholfreie Biervarianten bescheren. Für 2025 geht Statista von einem Anteil von etwas mehr als 6 Prozent am Gesamtausstoß in Europa aus. Deutschland lag im Jahr 2023 mit einem Absatzanteil von 7,1 Prozent bereits über diesem Wert. Auch immer mehr mittelständische Brauereien erkennen das Marktpotential von alkoholfreien Bieren und setzen bewusst und erfolgreich auf dieses Segment.

Im Markt der alkoholfreien Getränke (Softdrinks, Saft, Mineralwasser, Sirupe) zeigt sich auf Europas Märkten eine stabile Lage: Die von UNESDA (Soft Drinks Europe) veröffentlichten Zahlen aus einer Global-Data-Erhebung nennen für 2023 eine Produktion von ca. 132 Mrd. Litern. Die Marktdaten für den europäischen Weinsektor nennen eine Produktion in Europa von etwa 13,5 Mrd. Litern – die Werte in diesem Segment spiegeln nicht nur Produktionskapazitäten oder die Marktnachfrage wider, sondern auch wetter- und klimabezogener Schwankungen.

In Konsequenz aus allen Marktdaten sind auf der BrauBeviale 2024 viele Schwerpunkte gesetzt: Klimaresistente Rohstoffe, neue Produktionstechnologien gemäß den Getränketrends, effiziente und ressourcenschonende Technik sowie passende Verpackungs- und Logistikoptionen. Die Anmeldezahlen zeigen bereits jetzt: Die Aussteller der BrauBeviale 2024 räumen dem Nürnberger Branchentreff hohe Wichtigkeit ein. Aus Besuchersicht ist gerade der Komplettüberblick über alle Segmente für die Bier- und Getränkeproduktion besonders lohnend. Andrea Kalrait, Executice Director Exhibition für die BrauBeviale: „Die BrauBeviale zeigt erneut als One-Stop-Shop alles, was Brauer, Wein- oder Getränkehersteller benötigen. Damit holen sie sich mit einem kompakten Messebesuch Lösungen für alle aktuellen Aufgaben ab. Effizienter kann ein Messebesuch nicht sein.“

Brauer und Getränkehersteller konsequent im Investitionsmodus

Trotz immenser Herausforderungen ist in der Getränkebranche eine überdurchschnittliche Investitionsfreude festzustellen. „Unter den mittelständischen Privatbrauereien werden derzeit zahlreiche Investitionsprojekte umgesetzt. Im Zentrum der Maßnahmen stehen insbesondere Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung von erneuerbaren Energien“, beurteilt Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer des Verbands Private Brauereien Bayern e.V., die derzeitige Lage. Dabei ist die BrauBeviale ein wichtiger Impulsgeber für Brauereien und Getränkeproduzenten sowohl im Inland als auch im Ausland.

Ein Beispiel: Früher waren CO2-Rückgewinnungsanlagen für mittelständische Braubetriebe oft zu groß und unrentabel. Im Zuge von immer wieder auftretenden Versorgungsengpässen bei technischer Kohlensäure findet hier mittlerweile jedoch ein gewisses Umdenken statt – auf Seiten der Produzenten wie auf Seiten der Anlagenhersteller. „Als Netzwerk-Plattform und durch ihr Vortrags- und Ausstellerangebot bringt die BrauBeviale alle Protagonisten zusammen. Getränkehersteller können sich entlang der kompletten Wertschöpfungskette umfassend darüber informieren, welche technologischen Lösungen es auf dem Markt gibt und wie diese im eigenen Betrieb umgesetzt werden können“, so Stefan Stang.

Der Blick auf die Verpackungen wird vor dem Hintergrund der Anforderungen der europäischen Verordnung zu Verpackungen und Verpackungsabfall (PPWR) noch wichtiger. Mit leichteren Flaschen – also der Reduktion der Flaschengewichte bei den Glasflaschen – zeigt sich eine Option, wie mehr Ressourceneffizienz in der Branche erreicht werden kann. Als leichtes und recyclingfähiges Gebinde ist zudem die Getränkedose insbesondere für die Erschließung von Exportmärkten eine geeignete Wahl. Als Ergänzung zur umweltfreundlichen Mehrwegflasche für den heimischen Absatzmarkt findet die Dose so auch bei regionalen Getränkeherstellern ihren Platz im Verpackungsportfolio.

Positive Marktentwicklung für Maschinenhersteller im Getränkesektor

Die Marktlage zeigt sich auch deutlich in den Zahlen des VDMA: Mit einer Produktion von Getränkemaschinen in Höhe von 535 Mio. Euro und von Getränkeverpackungsmaschinen im Wert von 2.798 Mio. Euro weisen auch die Zahlen des VDMA Fachverbands Nahrungsmittelmaschinen und Getränkemaschinen eine positive Entwicklung auf: Mit einem Produktionswert für Getränkemaschinen und Getränkeverpackungs-maschinen von 3.333 Mio. Euro gegenüber 2.934 Mio. Euro im Jahr 2022 mit erreichte die Branche im Jahr 2023 ein Plus von rund 12 Prozent.

Wie der VDMA aus seiner Konjunkturumfrage vom April 2024 berichtet, wird die aktuelle Nachfragesituation aus den Märkten von über 40 Prozent der Branchenunternehmen mit gut bis sehr gut bewertet. Über 50 Prozent der Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen sind demnach mit der Nachfragesituation zufrieden. Die weiteren Aussichten für 2024 schätzen die meisten Unternehmen unter dem Strich positiv ein. Angesichts der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen und auch vor dem Hintergrund des individuell erreichten hohen Vorjahresniveaus wird von den Unternehmen mehrheitlich ein moderates Wachstum für 2024 erwartet.

Schroll Bräu – Nankendorfer Bockbier

Schroll Bräu ist eine familiengeführte Brauerei und wurde 1818 in Nankendorf gegründet. Seit über 200 Jahren wird die Brautradition von Generation zu Generation weitergegeben und stetig verfeinert. Die Brauerei ist bekannt für ihre handwerklich gebrauten Biere, die ausschließlich mit regionalen Zutaten und nach traditionellen Methoden hergestellt werden. Der Fokus auf Qualität und Handwerkskunst hat der Schroll Bräu einen hervorragenden Ruf in der fränkischen Bierlandschaft eingebracht.

Das Nankendorfer Bockbier ist ein saisonales Bier, das vor allem im Herbst und Winter gebraut und genossen wird. Bei einem Alkoholgehalt von 7,0 Volumenprozent gehe ich aber von einer längeren Haltbarkeit aus und habe es jetzt im Juni verkostet. Und hier sind meine Eindrücke:

Kupferfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine elfenbeinfarbene sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. So soll ein Bockbier aussehen.

Düfte nach frischer Brotkruste steigen mir in die Nase, dazu ein leichtes Schokoladenaroma und der Duft nach Rosinen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine stiltypische Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge kommen die an dunkle Schokolade erinnernde Röstaromen in den Vordergrund, wobei auch der Geschmack nach Brot und die Süße deutlich schmeckbar bleiben. Das Mundgefühl ist voll und fast samtig. Erst in der Kehle kommt eine leichte freundliche Bittere zum Vorschein, die zusammen mit dem Brotgeschmack einige Zeit nachklingt.

Das Nankendorfer Bockbier von Schroll Bräu ist ein sehr schönes Bockbier, das durchaus mit dem Original aus Einbeck mithalten kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Farbe:

16 EBC

Brauerei:

Brauerei Schroll
Nankendorf 41
91344 Waischenfeld
www.brauerei-schroll.de