Schlagwort-Archiv: Bayern

Wieninger – Teisendorfer Hell

Die Brauerei Wieninger aus dem Berchtesgadener Land steht nach eigenen Aussagen für sorgfältiges Handwerk, Tradition und Bodenständigkeit. Immerhin besteht die Brauerei bereits seit mehr als dreieinhalb Jahrhunderten. Von dort stammt das Teisendorfer Hell, das jetzt vor mir steht.

Golden und gefiltert fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine größtenteils feinporige weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Zumindest optisch gibt es an diesem Bier nichts auszusetzen.

Das Bier duftet nach Brotkrume, abgerundet durch einige würzige Noten. Das erwarte ich so auch von einem Hellen.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine zurückhaltende Süße sowie eine feinperlige sanfte Kohlensäure aus. Bei vielen Hellen empfinde ich die Malzsüße als zu stark und aufdringlich, so dass das Teisendorfer Hell hier schon mal positiv aus der Masse hervorsticht. Auf der Zunge gesellt sich eine freundliche leichte Bittere zur Süße. Das Mundgefühl ist schlank, so dass das Bier wirklich süffig ist. Dazu passend ist auch der milde Abgang.

Das Teisendorfer Hell ist ein angenehmes Bier, das mich positiv überrascht hat, denn es unterscheidet sich von anderen Hellen und ist doch stiltypisch.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11,6° Plato

Bittereinheiten:

18 IBU

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Privatbrauerei M.C. Wieninger
Poststraße 1
83317 Teisendorf
www.wieninger.de

Wieninger – Guidobald Export Dunkel

Das Wieninger Guidobald Export Hell 0,5l ist eine Hommage an Erzbischof Guidobald Graf v. Thun (1615-1668), den Gründer des ehemaligen Hofbräuhauses Teisendorf.

Kupferfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die elfenbeinfarbene und feinporige Schaumkrone bleibt sehr lange erhalten. Ein Bier wie gemalt.

Röststoffe dominieren das Aroma. Ich rieche dunkle Schokolade und Kaffee, abgerundet durch Kandis und einen Hauch Säure.

Der Antrunk punktet durch eine leichte Süße. Leider ist die sehr feinperlige Kohlensäure recht knapp dosiert. Aber dann zeigen sich schnell die Röststoffe mit dem Geschmack nach Kaffee und Schokolade, abgerundet durch eine leichte Säure, die sich aber diskret im Hintergrund hält. Auch Bitterstoffe sind eher zu erahnen als zu schmecken. Das ändert sich auch in der Kehle nicht Auch dort ist das Bier sehr mild. Trotz der geringen Bitteren klingt der Geschmack sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 Vol %

Stammwürze:

12,9° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU

Brauerei:

Privatbrauerei M.C. Wieninger
Poststr. 1
83317 Teisendorf
www.wieninger.de

Maisel & Friends präsentiert auf der BrauBeviale den Sieger des Hobbybrauerwettbewerbs 2024

Der Erfindergeist und die Kreativität der Hobbybrauerszene sind faszinierend und inspirierend. Daher hat Maisel & Friends gemeinsam mit der BrauBeviale vor einigen Jahren den Hobbybrauerwettbewerb ins Leben gerufen. Bereits zum siebten Mal fand er 2024 statt. Das Wettbewerbsthema Weizen IPA forderte ein Bier, dass das Beste der beiden Bierstile Weizen und India Pale Ale miteinander vereint. Dabei konnte Pascal Wolke mit der Braukreation aus seiner Cloudworks Heimbrauerei die Herzen der Expertenjury erobern. Ende September war Pascal zu Gast bei Maisel & Friends in Bayreuth, um sein Gewinnerrezept im großen Stil nachzubrauen. Seit 11. November ist sein „WHEEEPA!“, eine Wortkreation aus Wheatbeer und India Pale Ale, im brauereieigenen Onlineshop und im ausgewählten Handel verfügbar.

Tropisch-fruchtiges Aromenfeuerwerk

Maisel & Friends WHEEEPA! verströmt einen Duft, der die zwei Welten von Hopfen und Hefe miteinander verschmelzen lässt. Spätestens ab dem ersten Schluck ist klar, woher das Bier seinen Namen hat. WHEEEPA! sorgt für ordentlich Zündstoff, denn im Mund vereinen sich Noten von reifer Banane, Ananas, Melone, Mango, Pfirsich und Zitrus zu einem tropisch-fruchtigen Aromenfeuerwerk. Perfekter Abgang garantiert: Trocken und mit einer angenehmen Bittere – wie es sich für ein IPA gehört. Absoluter WOW-Effekt! WHEEEPA! ist ein Weizen IPA, von dem man nur eins will: MEHR! 

Präsentation auf der BrauBeviale in Nürnberg

Eine öffentliche Bühne erhalten Pascal Wolke und sein WHEEEPA! bei der diesjährigen BrauBeviale, die vom 26. bis 28. November 2024 in Nürnberg stattfinden wird. Zum Auftakt der Messe am 26. November um 16 Uhr und am 27. November um 11 Uhr wird Pascal Wolke sein Gewinnerbier und einige weitere Kreationen aus seiner Cloudworks Heimbrauerei in der Craft Drinks Area präsentieren.

Anmeldung für den Hobbybrauerwettbewerb 2025

Ab heute, also ab 11. November, ist die Anmeldung zur achten Auflage des Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und BrauBeviale unter maiselandfriends.com möglich. Alle Hobby- und Heimbrauer sind herzlich eingeladen, zum Thema „Italian Style Pilsner” ihre Biere einzusenden. Gekürt wird der/die GewinnerIn im Rahmen der HOME BREW Bayreuth, die am 28. und 29. März 2025 bei Maisel & Friends in Bayreuth stattfindet. Erstmals findet Süddeutschlands größte Hobbybrauerveranstaltung über zwei Tage statt. Neben Ausstellern für den Heimbrauer-Bedarf werden auch wieder zahlreihe Hobbybrauer ihre Biere zum Verkosten anbieten. Zudem wird es zum ersten Mal ein Bierfestival mit verschiedenen Craftbrauern geben. Die Preisverleihung des Hobbybrauerwettbewerbs ist wie gewohnt Schluss- und Höhepunkt der HOME BREW Bayreuth.

Schäffler – Weißbier Alkoholfrei

Im Jahr 1868 baute der Bierbrauer und Wirt Johann Baptist Schäffler in Missen im Allgäu sein Brauhaus. Dieses Jahr können wir dementsprechend als Gründungsjahr der Schäffler Bräu annehmen. Von dort kommt das alkoholfreie Weißbier, das jetzt vor mir steht und das ich jetzt verkosten will. Hergestellt wurde es mit einer speziellen Hefe, die für so geringe Alkoholmengen sorgt, dass das Bier als alkoholfrei verkauft werden darf. Mehr noch: statt er erlaubten 0,5 Volumenprozent Alkohol enthält dieses Weizenbier sogar nur 0,3 Volumenprozent. Ob das Bier trotzdem schmeckt, werde ich jetzt feststellen.

Goldfarben und hefetrüb steht das Bier im Glas. Darüber eine feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Düfte nach Biskuitteig steigen mir in die Nase, gepaart mit den Aromen von Banane und einem Hauch Nelke. Mir gefällt die angenehme Malzbetontheit des Aromas.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine geringe Süße sowie eine angenehme Karbonisierung aus. Auf der Zunge erweist sich der Geschmack als durchaus bierig, aber nicht allzu intensiv. Stiltypisch hält sich die Bittere diskret im Hintergrund und überlässt dem Geschmack des Malzes das Feld. Auch die Fruchtigkeit, die ich in der Nase durchaus festgestellt habe, ist mir jetzt etwas zu sehr im Hintergrund. Trotz allem ist das Schäffler Weissbier Alkoholfrei mit seinem weichen Mundgefühl sehr angenehm zu trinken. Auch in der Kehle ist das Bier mild und klingt dort leider nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Weizenmalz, Kohlensäure

Alkoholgehalt‍:

0,3 % Vol.

Stammwürze:

7,0° Plato

Brauerei:

Brauerei Schäffler
Hanspeter Graßl KG
Hauptstraße 17
87547 Missen
www.schaeffler-braeu.de

Maisel & Friends – Mariana White

Einmal im Jahr veranstaltet der Verband der Biersommeliers seine Jahreshauptversammlung. In diesen Jahr fand sie in der Brauerei Maisel & Friends statt. Vom 17. bis 20. Oktober 2024 war Bayreuth Zentrum des Biergenusses, als sich 200 Biersommelièren und Biersommeliers aus ganz Europa trafen. Traditionell wird zu diesem Anlass ein Bier gebraut, so auch in diesem Jahr. Anfang September waren einige Vertreter des Verbands in Bayreuth zu Gast, um gemeinsam mit den dortigen Braumeistern einen dry-hopped Weizenbock zu brauen, der den Namen Mariana White trägt und der jetzt vor mir steht, um auf seine Verkostung zu warten.

Golden und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige schneeweiße Schaumkrone ist recht klein geraten, bleibt aber sehr lange erhalten. Optisch gibt es an dem Bier nichts zu mäkeln.

Das Aroma gleicht einem ganzen Obstsalat. Der für einen Weizenbock typische Bananenduft mischt sich mit Düften nach Mandarine, Ananas, Mango und Karamell, abgerundet mit einem Hauch Nelke.

Der Antrunk ist wie erwartet recht süß und er besticht durch die Spritzigkeit der sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge offenbart das Bier seine ganze Fruchtigkeit. Die Mandarine kommt im Mund stärker in den Vordergrund als in der Nase, lässt aber ausreichend Raum für die anderen fruchtigen Aromen. Dazu kommt eine leichte und doch deutlich zu schmeckende Bittere. Gemeinsam sorgen die Aromen für ein cremiges und samtiges Mundgefühl. In der Kehle kommen die Zitrusfrüchte mehr in den Vordergrund und auch die Bittere wird etwas kräftiger. Diese Geschmacksrichtungen klingen lange nach, während langsam auch der Geschmack des Alkohols zum Vorschein kommt und einen schönen Kontrast bildet.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen (Ariana, Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze‍:

16,7° Plato

Farbe:

8 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 8° Celsius

Brauerei:

Brauerei Gebr. Maisel KG
Hindenburgstraße 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Löwenbräu Alkoholfrei

Lange haben sich die bayrischen Brauereien und besonders die in München ansässigen geweigert, alkoholfreie Biere zu brauen. Sie wollten lieber bei den „richtigen“ Bieren bleiben. Diese Verweigerungshaltung ist inzwischen gefallen und so steht jetzt vor mir ein alkoholfreies Bier von Löwenbräu in München. Auffällig ist, dass die Brauerei ihr Alkoholfreies nicht einem Bierstil zuordnet, sondern es einfach nur „alkoholfreies Schankbier“ nennt.

Golden und gefiltert strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die Schaumkrone ist feinporig und bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist malzig und erinnert eher an die Würze als an ein fertiges Bier. Das ist aber ein häufiges Problem bei den Bieren, die ohne Alkohol daherkommen.

Der Antrunk ist recht süß und spritzig. Die Süße bleibt auf der Zunge erhalten, während sich eine überraschende Bittere dazugesellt. Das Mundgefühl ist schlank. In der Kehle wird das Bier trockener, aber die Bittere bleibt mit einem langen Nachklang erhalten.

Für ein industriell hergestelltes alkoholfreies Bier ist das Löwenbräu alkoholfrei wirklich gut. Mit einem fruchtigeren Hopfen würde es mir aber noch deutlich besser gefallen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

7,2° Plato

Farbe:

6 EBC

Brauerei:

Löwenbräu AG
Nymphenburger Straße 7
80335 München
www.loewenbraeu.de

Jahreshauptversammlung der Diplom Biersommeliers fand bei Maisel & Friends statt

Der Verband der Diplom Biersommeliers lud zur diesjährigen Jahreshauptversammlung in die Bierstadt Bayreuth ein. Gastgeber der Veranstaltung war die renommierte Familienbrauerei Maisel & Friends. Über 200 Biersommeliers aus ganz Europa kamen zusammen, um sich weiterzubilden, sich über aktuelle Entwicklungen in der Bierbranche auszutauschen und die gemeinsame Leidenschaft für die Bierkultur zu zelebrieren.

Der Weiterbildungstag am Freitag, der traditionell im Rahmen der Jahreshauptversammlung stattfindet, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Beruf(ung): Biersommelier“. In einer Podiumsdiskussion berichteten erfahrene Biersommelièren und Biersommeliers von ihren beruflichen Herausforderungen und ihrer Leidenschaft für ihren Beruf. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema „Weißbier unter der Lupe“, passend zu unserem Gastgeber Brauerei Gebr. Maisel, die maßgeblich zur Verbreitung des Bierstils in den 1960er und 70er Jahren in ganz Deutschland beigetragen hat. Neben Vorträgen zur Weißbierkultur präsentierte die Hopfenveredelung BarthHaas einen Beitrag zum Thema Hopfeneinsatz in Weißbieren, dies begleitet von einer Verkostung verschiedener Weißbierspezialitäten.

Als besonderes Highlight stellte der Verband das Jahrgangsbier „Mariana White“ vor – ein feierlicher dry-hopped Weizenbock, kreiert und gebraut gemeinsam mit der Brauerei Maisel & Friends und erstmals bei der Veranstaltung präsentiert und verkostet. Am Nachmittag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Bierkultur der Region durch Führungen in lokalen Brauereien näher kennenzulernen.

Am Samstag folgte die offizielle Generalversammlung des Verbandes mit Neuwahl des Präsidiums:

  • Klaus Artmann aus Wasserburg, Deutschland, als Präsident
  • Martina Trottmann aus Aarau, Schweiz, als Vize-Präsidentin
  • Sabine Gamper aus Bozen, Südtirol, als Kassierin
  • Dr. Markus Fohr aus Lahnstein, Deutschland, für die Öffentlichkeitsarbeit
  • Dr. Wolfgang Stempfl aus München, Deutschland, für Weiterbildungen
  • Jens Zimmermann aus Radeberg, Deutschland, für die Sektionen.

Der langjährige Präsident Christoph Kämpf hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Die Mitglieder ernannten ihn als Dank für sein Engagement zum Ehrenmitglied. „Christoph Kämpf hat unseren Verband über 12 Jahre als Präsident maßgeblich geprägt und professionalisiert. Seinem Herzblut und seiner Leidenschaft für die Biersommelier-Bewegung und deren Einfluss auf die Wertschätzung von Bier haben wir sehr viel zu verdanken“, so Dr. Wolfgang Stempfl, Gründungsmitglied des Verbandes.

Im Anschluss gab es Führungen über das Brauereigelände von Maisel & Friends, bei denen Maisel’s Bier-Erlebniswelt, die Bayreuther Katakomben, die Open-Air Streetart-Galerie oder eine Kaffeeverkostung in der Crazy Sheep KaffeeManufaktur erlebt werden konnten. Den krönenden Abschluss bildete das feierliche Galadinner im Liebesbier, einem der beliebtesten Bierrestaurants der Region mit einer Auswahl von über 100 verschiedenen Bieren.

„Die Jahreshauptversammlung ist jedes Jahr ein besonderes Highlight für unsere Mitglieder. Es bietet die ideale Gelegenheit, sich fachlich weiterzubilden, die neuesten Entwicklungen in der Bierbranche zu diskutieren, in einem freundschaftlichen Umfeld zu netzwerken und gemeinsam zu genießen“, sagte Klaus Artmann, neu gewählter Präsident des Verbandes.

Der Verband der Diplom Biersommeliers ist der Berufs- und Absolventenverband sowie das größte internationale, branchenübergreifende Biersommelier-Netzwerk seit 2005. Sein Ziel ist es, das Image der Bierkultur zu fördern und das Berufsbild der Diplom Biersommelière und des Diplom Biersommeliers in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Mit derzeit knapp 1.800 Mitgliedern hat sich der Verband als starker und professioneller Berufsverband entwickelt. Der Verband der Diplom Biersommeliers wird unterstützt und gefördert von 12 Fördermitgliedern sowie neun Partnerverbänden aus der Branche.

Vorschau auf die drinktec 2025

Die drinktec 2025 bringt vom 15. bis 19. September 2025 die Experten der Getränke- und Liquid-Food-Industrie in München zusammen. Die drinktec hat den Anspruch, die Premierenplattform für Weltneuheiten zu sein, auf der Aussteller aus aller Welt die gesamte Wertschöpfungskette mit ihren innovativen Lösungen für die Getränke[1]und Liquid-Food-Produktion präsentieren. Mit den Schwerpunktthemen „Circularity & Resource Management“ und „Data2Value“ setzt sich die drinktec intensiv mit der nachhaltigen Entwicklung der Branche auseinander. Gemäß den Wirtschaftsdaten des VDMA – basierend auf Euromonitor-Daten – können die Besucher und Aussteller ein globales Wachstum des Marktes weltweit erwarten.

Kontinuierliches Wachstum und eine starke zukunftsgerechte Ausrichtung in der Getränke- und Liquid-Food-Branche: Mit diesem Anspruch soll die drinktec 2025 vom 15. bis 19. September 2025 in München erneut zum Top-Event der Getränke- und Liquid-Food-Branche werden. Rund elf Monate vor der Veranstaltung arbeitet das Messeteam bereits mit Hochdruck an den Vorbereitungen für die optimale Präsentation aller Teilnehmer in der Wertschöpfungskette sowie für ein starkes Rahmenprogramm, um einen Rundum-Blick auf alle Aspekte zu erhalten, die für die Branche jetzt und in Zukunft relevant sind. „Wir haben auch für diese Veranstaltung wieder das komplette Angebot für die Hersteller von Getränken und flüssigen Lebensmitteln im Programm,“ sagt Markus Kosak, Executive Director drinktec Cluster. „Das ist in der gesamten Branche eines unserer wichtigsten Alleinstellungsmerkmale. Wer Getränke oder flüssige Lebensmittel herstellt, kommt an der drinktec nicht vorbei.“ Das zeigt sich auch in den hohen Zustimmungswerten, die die drinktec für die Vorveranstaltungen bei der Besucherbefragung erhalten hat: Kontinuierlich geben mehr als 94 % der Besucher an, dass sie sich auf der Messe über Innovationen informieren und Inspiration für die eigenen Prozesse gewinnen.

Dass der Messeauftritt auf eine positive Marktentwicklung in vielen Weltregionen trifft, verdeutlichen die Daten des Fachverbands Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen im VDMA e.V., die der Verband aktuell zum Start der drink technology India am 23. Oktober 2024 in Mumbai veröffentlichte. Nach diesen Zahlen wird der weltweite Absatz von Erfrischungsgetränken bis 2028 um 18 Prozent auf 920 Milliarden Liter steigen. Der Verband stützt sich dabei auf Daten des britischen Marktforschungsinstituts Euromonitor International. Der weltweite Absatz von alkoholischen Getränken wird um rund 9 Prozent auf knapp 276 Milliarden Liter im Jahr 2028 wachsen.

Impulse für die Zukunftsentwicklung

Erneut positioniert die drinktec für das Jahr 2025 Leitthemen. „Es ist uns wichtig, dass wir mit der Messekonzeption immer die Antworten auf die Fragen liefern, die in der Branche höchste Priorität haben. Und darüber hinaus sehen wir es als die Aufgabe der drinktec an, Impulse zu liefern, die weit über das aktuelle Geschehen hinaus gehen“, betont Kosak. In Zusammenarbeit mit dem Verband des Deutschen Maschinen und Anlagenbaus (VDMA) entwickelt das Messeteam die Inhalte der drinktec konsequent weiter, um nicht nur den nächsten, sondern auch bereits den übernächsten Schritt in Produktangeboten und Produktionsszenarien aufzuzeigen. „Die drinktec positioniert sich seit langem schon als Innovationstreiber in der Branche und diesem Anspruch möchten wir im Jahr 2025 wieder gerecht werden“. Beatrix Fraese, stellvertretende Geschäftsführerin im Fachverband Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen im VDMA e.V. führt das weiter aus: „Wir sehen natürlich, welche Themen die Branche auf der Agenda hat und genau diese Felder rücken wir auf der Messe in den Fokus.“

Mit „Circularity & Resource Management“ steigt die drinktec 2025 wieder tief in die Themen einer effizienten Ressourcennutzung ein – und das bezieht drinktec 2025: Globaler Treffpunkt für die Getränke- und Liquid-Food-Branche ganz ausdrücklich jeden Schritt in der Wertschöpfungskette ein. „Wer bei diesem Thema nur an Verpackung denkt, springt deutlich zu kurz“, betont Fraese. Das Potenzial der Branche reicht von der Verwendung von Rohstoffen aus biologischen Quellen über die Kreislauflösungen in allen Prozessschritten der Getränke- und Liquid-Food-Branche und umfasst auch die Wiederverwendung von Reststoffen aus dem Herstellungsprozess oder auch anderen Quellen.

Einen ähnlichen Anspruch formuliert das Team auch mit dem zweiten Leitthema „Data2Value“, das die Zukunft der Datennutzung in der gesamten Branche beleuchten wird. „Alle Datenquellen müssen hier zusammengeführt werden und für den Getränkezusammenhang nutzbringende Perspektiven bieten. Dazu gehört auch die Anwendung von Tools, die unter dem Stichwort ‚KI‘ gebündelt sind und mit deren Hilfe eine Vielzahl von Aufgaben in der Wertschöpfungskette der Getränke- und Liquid-Food-Branche schlüssig und effizient gelöst werden können“ – so der Blick von Kosak auf das Leitthema.

Dass das nicht nur etwas für die großen Hersteller weltweit nutzbar ist, sondern auch als Problemlösungsansatz für den Mittelstand geeignet ist, das wird die drinktec in verschiedenen Formaten und für unterschiedliche Themenfelder aufzeigen.

Quelle: Pressemitteilung der drinktec

Ayinger – Kellerbier

Das Jahr 1876 gilt als Gründungsjahr der Brauerei in Aying, im Münchener Umland gelegen. In dem Jahr übernahm Johann Liebhard von seinen Eltern das land- und forstwirtschaftliche Anwesen „Zum Pfleger“. In der wirtschaftlichen Hochstimmung in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts nach dem Sieg Deutschlands über Frankreich, reifte in ihm und seinem Vater Peter Liebhard der Entschluss, eine eigene Brauerei zu gründen. Dies war in dieser Zeit nicht so außergewöhnlich, so gab es allein in Bayern um 1880 etwa 6.000 Brauereien. Heute sind davon noch rund 650 in Betrieb. Zum Ayinger Kellerbier teilt die Brauerei mit, dass es im Gedenken an die gute alte Zeit und zu Ehren des Brauereigründers Johann Liebhard gebraut wird. Ich vermute auch mal, dass ich gleich ein angenehmes Bier verkosten werde, denn es hat im Jahr 2014 beim European Beer Star die Silbermedaille gewonnen.

Golden und mit nur leichter Hefetrübung fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feste weiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an dem Bier schon mal nichts auszusetzen.

Beim Aroma steht das Malz im Vordergrund, dazu kommt ein leichter Duft der Hefe. Einige fruchtige Noten kommen dazu. Insgesamt erinnert das Bier an ein mit Aromahopfen gebrautes norddeutsches Pils.

Im Antrunk überrascht mich etwas die recht kräftige Malzsüße, die zusammen mit der sehr feinperligen Kohlensäure daherkommt. Schnell gesellt sich auf der Zunge eine unerwartet kräftige Bittere dazu, die die Süße fasst überdeckt. Trotzdem hat das Bier einen schlanken Körper und ist recht süffig. Der Abgang ist dann milder und er klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

11,8° Plato

Bittereinheiten:

24 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Brauerei Aying
Franz Inselkammer KG
Münchener Str. 21
85653 Aying
www.ayinger.de

Weissbierbrauerei Wiefelsdorf – Jura Weizen-Bock

Als Geburtsstunde der Brauerei gilt der erste Sonntag im Oktober 1888, als Michael Plank das erste selbst gebraute Bier ausschenkte. Kurz zuvor hatte er das so genannte „Hallergütl“ inklusive Gastwirtschaft und Grund erworben und sich vorgenommen, eigenes Bier zu brauen. Die Umwandlung der Hausbrauerei in einen Betrieb mit hochwertiger Brautechnologie erforderte über die Jahre viel Einsatz und Arbeit. Trotz mancher Schicksalsschläge und schwerer Zeiten kann die Brauerei nun auf eine über 100 Jahre dauernde Brautradition zurückblicken. Aber komme ich jetzt zum Bier.

Kupferfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine elfenbeinfarbene sahnige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Die Optik des Bieres gefällt mir schon mal.

Das Bier duftet nach Banane und Schokolade, abgerundet durch ein Aroma von Brotkruste, das vom Zusammenspiel von Hefe und Röstaromen stammt.

Der Antrunk ist spritzig mit einer angenehmen Malzsüße. Auf der Zunge steht die Fruchtigkeit im Vordergrund. Aus dem Hintergrund kommt ein Schokoladengeschmack dazu. Bittere ist stiltypisch nur wenig vorhanden. Die 6,5 Volumenprozent Alkohol sind gut eingearbeitet und das Mundgefühl ist weich und samtig. Auch in der Kehle ist das Bier stiltypisch mild.

Der Jura Weizen-Bock ist ein Weizenbock, der zu begeistern weiß.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Röstmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

17,2° Plato

Farbe:

20 EBC

Brauerei:

Brauereigasthof Plank
Wiefelsdorfer Str.1
92421 Schwandorf / Wiefelsdorf
www.brauereigasthof-plank.de