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Statement Adolf Schapfl auf der BrauBeviale 2024

Die Hopfenernte 2024 ist in Deutschland leicht überdurchschnittlich ausgefallen.
Damit ist 2024 kein ausgesprochen gutes Jahr, es ist aber besser als die zwei
zurückliegenden, die durch große Hitze und Trockenheit die Hopfenernten gering
ausfallen ließen.
Nach Abschluss der Hopfenzertifizierung am 15. November liegen die offiziellen
Abwaagezahlen vor.
Im Jahr 2024 wurden in ganz Deutschland 46.536 t Hopfen produziert. Das sind
etwa 13% mehr als im Vorjahr 2023 und liegt etwa 3% über einer
Durchschnittsernte.
Die Zahlen aus den einzelnen Anbaugebieten in Deutschland stellen sich wie folgt
dar:

Ernte 2024
in t
Veränderung zu 2023
in %
Ernte 2023
in t
Hallertau40.30215 %34.949
Elbe-Saale2.569-16 %3.056
Spalt7177 %672
Tettnang2.90815 %2.533
Bitburg4074 %23
Bundesgebiet46.53613 %41.234

Das zufriedenstellende Wachstum der deutschen Hopfen in 2024 und die
entsprechende Erntemenge ist stark von der im wesentlichen günstigen Witterung
beeinflusst worden. Zwar war das Frühjahr zu nass, insbesondere die anhaltenden
Regenfälle bis in den Juni hinein machten oftmals ein Befahren der Hopfengärten
unmöglich, allerdings waren dadurch die Bodenwasser-Vorräte hoch und halfen
meist über die Trockenperiode im Juli und August hinweg ohne wieder – wie in den
Vorjahren – große Ernteverluste hinnehmen zu müssen.
In einigen Hopfengärten waren die Niederschläge aber so stark, dass es dort zu
erheblichen Überflutungen kam. Das Wasser stand zum Teil mehrere Tage mehrere
Meter hoch im Hopfengarten, was zu kompletten Ertragsausfällen dort führte und in
einigen Hopfengärten auch zu einer vollständigen Zerstörung der Hopfenpflanzen.
Allein in der Hallertau waren ca. 175 ha Hopfen auf 39 Betrieben überflutet. Die
bayerische Staatsregierung hat ein Hilfsprogramm für entstandene Schäden
aufgelegt, nachdem solche Schäden wenigstens zum Teil ausgeglichen werden.
Dafür danken wir der bayerischen Staatsregierung und der zuständigen
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ausdrücklich.
Die bis in den Sommer hinein feuchte Witterung führte leider auch dazu, dass der
Druck von Pilzkrankheiten auf die Hopfenbestände sehr groß war. Wir
Hopfenpflanzer mussten wieder feststellen, dass unser Werkzeugkasten zur
Gesunderhaltung der Hopfen in Deutschland schlecht bestückt ist. Die weiterhin
abnehmende Anzahl verfügbarer Pflanzenschutzmittel zeigt vor allem in einem Jahr
wie 2024 auf, dass immer weniger Einsatz zwar grundsätzlich wünschenswert ist,
aber auch dazu führen kann und in 2024 in Einzelfällen auch tatsächlich dazu
geführt hat, dass Hopfen erhebliche Ernte- und Qualitätsverluste erleiden müssen.
Das gleiche gilt in Einzelfällen auch für Schädigungen durch die Blattlaus im Hopfen
in 2024.
Aus dem Hopfenjahr 2024 kann man mindestens zwei Lehren ziehen:
Zum einen ist festzustellen, dass der Pflanzenschutz im deutschen Hopfen bis an
die Grenze des Praktikablen bereits heruntergefahren wurde. In Jahren wie 2024
reichen die regulär zugelassenen Wirkstoffe nicht mehr aus. Ohne
Notfallzulassungen wäre ein breitflächiger wettbewerbsfähiger Hopfenanbau nicht
mehr möglich.
Zum anderen zeigt ein Jahr mit ausreichend Regenfällen genauso wie die
vergangenen beiden Trockenjahre, dass der Erhalt und die zukünftige Absicherung
der deutschen Hopfenproduktion in großem Maße von der ausreichenden
Versorgung der Pflanzen mit Wasser abhängen wird. Angesichts des
fortschreitenden Klimawandels haben vereinzelt Hopfenpflanzer bereits vor
mehreren Jahren mit der Hopfenbewässerung begonnen. In den kommenden
Jahren müssen wir aber einer Vielzahl von Hopfenpflanzern die Möglichkeit geben,
ihre Hopfen zu bewässern. Deshalb wurden in den Anbaugebieten Spalt und
Hallertau bereits Bewässerungsverbände für Hopfen gegründet. Mit Hilfe dieser
Verbände sollen nachhaltige Bewässerungssysteme geplant, gebaut und betrieben
werden, die nicht auf Grundwasser setzen, sondern überschüssiges
Oberflächenwasser speichern und im Sommer zur Hopfenbewässerung nutzen
werden. Es handelt sich hier um große Vorhaben, um „Generationen-Projekte“, die
uns Hopfenpflanzer viel Anstrengungen und hohe Kosten abverlangen werden. Wir
werden bei der Verwirklichung dieser Vorhaben auf die Unterstützung von Staat und
Behörden angewiesen sein und danken den entsprechenden Stellen bereits jetzt
für ihre konstruktive Begleitung in den vergangenen Monaten.
Große Sorgen bereitet uns aktuell der Hopfenmarkt. Aufgrund hoher Vorräte sind
die Freihopfenpreise bei wichtigen und großen deutschen Hopfensorten bereits im
letzten Jahr gesunken und nach der Ernte 2024 nochmal. Zum Teil fielen die Preise
in den letzten zwei Jahren um 90%!
Der Großteil der Ernte 2024 ist von den Hopfenpflanzern bereits über Vorverträge
verkauft gewesen und deshalb noch nicht von den tiefen Freihopfenpreisen
betroffen. Auch 2025 sind die Preise für viele Hopfen fixiert. Dann aber enden viele
dieser Verträge und wir Hopfenpflanzer müssen befürchten, dass keine oder nur
Verträge mit zu niedrigen Preisen angeboten werden. Ein wirtschaftlicher
Hopfenbau ist so auf keinen Fall möglich. Ein Aufgeben vieler Hopfenpflanzer
Familien wird die Folge sein.
Wozu das führen wird, sehen wir in den USA. Dort geht in einem atemberaubenden
Tempo Hopfenflächen verloren, ganze Hopfen-Farmen werden verschwinden. Die
US Hopfenindustrie schrumpft gewaltig zusammen. Aus einer notwendigen
Anpassung zum Abbau der Überproduktion könnte ein Kahlschlag werden!
Es liegt jetzt an der Brauindustrie und am Hopfenhandel durch vernünftige
Anschlussverträge eine massive Schädigung im deutschen Hopfenbau zu
verhindern. Gemeinsam können wir die derzeitige Krise meistern!
Die deutschen Hopfenpflanzer und die Hopfenindustrie haben in der Geschichte
schon oftmals bewiesen, dass sie Krisen am Hopfenmarkt durchstehen können. Die
Unterstützung der Abnehmerseite ist dazu aber notwendig.
Die deutschen Hopfenpflanzer und deutsche Hopfenindustrie genießen weltweit
einen hervorragenden Ruf für ihre große Innovationskraft, ihren Zusammenhalt und
ihren Hopfen in bester Qualität. Mit unseren Anstrengungen von heute legen wir das
Fundament für unseren Erfolg von morgen. In diesem Sinne werden wir fortfahren
in der ständigen Weiterentwicklung des deutschen Hopfenbaus, um auch in Zukunft
besten Hopfen für die Brauwirtschaft weltweit zur Verfügung stellen zu können.
In diesem Sinne bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit und schließe mit dem
Motto:
Hopfen & Malz, Gott erhalt‘s!

Kesselring – Urfränkisches Landbier Original

Die Inhaberfamilie Himmel kann auf eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte zurückblicken. Jahr um Jahr konnte der Bierausstoß der nun schon bald 340-jährigen Braustätte vergrößert und dabei trotzdem die familiäre Note gehalten werden. So kümmert man sich intensiv um Mitarbeiter und Ausbildung (regelmäßig finden sich die Innungsbesten im Hause Kesselring) und lässt mit vielen Veranstaltungen auch das Leben in der Brauerei nicht zu kurz kommen.

Braun und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone hat die Farbe von Elfenbein, ist durchschnittlich voluminös und bleibt lange erhalten.

Röststoffe stehen im Mittelpunkt des Aromas des Urfränkischen Landbiers, abgerundet durch einige würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße sowie eine sanfte Kohlensäure aus. Auf der Zunge stehen die Röstaromen des Malzes im Vordergrund. Sie werden durch eine freundliche Bittere begleitet, die zusammen mit der Süße für ein weiches Mundgefühl sorgen. In der Kehle wird das Bier trockener und besonders die Röstaromen klingen noch lange nach.

Das Urfränkische Landbier ist süffig, ohne Ecken und Kanten. Es lässt sich problemlos zu jedem deftigen Essen genießen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Farbe:

28 EBC

Brauerei:

Privatbrauerei Kesselring
Leithenbukweg 13
97342 Marktsteft
www.kesselring-bier.de

Die BrauBeviale zieht Bilanz der Messe 2024

Nach dem letzten Messetag der BrauBeviale 2024 in Nürnberg am Donnerstag, 28. November 2024, zeigt sich einmal mehr, dass der Kommunikations- und Informationsbedarf der Brauerei- und Getränkebranche ungebrochen hoch ist. Mit 30.821 Besucherinnen und Besuchern und einem Anteil von ca. 84 Prozent aus Deutschland und der Europäischen Union bestätigt die BrauBeviale ihre Position als europäischer Jahrestreffpunkt der Branche.

Mit 858 Ausstellern auf einer Nettofläche von 35.403 m² erfüllte die BrauBeviale 2024 die Erwartungen der Besucher. Zusätzlich zu diesen Ausstellungsflächen bot die BrauBeviale 2024 erneut Sonderflächen für ein umfangreiches Vortragsprogramm. Gerade der Fokus auf Rohstoffe & Marketing sowie für Technologie & Verpackung unterstützt die Besucher dabei, mit ihrem Messebesuch zusätzlich Hintergrundinformationen zu erhalten.

Messen sind Impulsgeber für Investitionen

Im Ausstellungsangebot war 2024 ein Anteil von etwa 10 Prozent neuer bzw. zurückkehrender Aussteller präsent – ein Beleg dafür, dass die Brauerei- und Getränkebranche für viele Anbieter ein interessanter Markt ist. „Es hat sich gezeigt, dass die Aussteller in ihrer Messestrategie die Größe der benötigten Fläche für sich sehr sorgfältig auswählen, was sich bei der BrauBeviale 2024 in einem Minus an verkaufter Fläche von ca. 9 % dokumentiert. Das ist aber kein Indiz für eine schlechte Stimmung in der Branche,“ wie Geschäftsführer Rolf Keller des Messeveranstalters YONTEX sagt. „Viele Aussteller – auch die Marktführer – signalisieren, dass das Investitionsverhalten wieder beflügelt ist. In unseren vorläufigen Auswertungen der Besucherstruktur können wir bereits jetzt erkennen, dass der Anteil der Entscheider deutlich angestiegen ist.“

Die Besucher erkennen den Impulscharakter der Messe und nutzen – so Stimmen aus dem Besucherkreis – die Messe als Ganzes für den Überblick über aktuelle Entwicklungen. „Wir hören, dass mittlerweile der Gesamtüberblick über das Angebot für die Besucher ein wichtiges Argument zum Besuch der BrauBeviale ist. Es genügt der Branche nicht mehr, nur einzelne Messestände anzusteuern. Der Gesamtüberblick ist wichtig“, betont Andrea Kalrait, Executive Director BrauBeviale.

Der nächste Termin steht bereits fest

Nach der Messe ist vor der Messe: Der Termin für die nächste BrauBeviale ist bereits fixiert. Da die Messe turnusgemäß im drinktec-Jahr aussetzt, wird der nächste Branchentreff in Nürnberg vom 10. bis 12. November 2026 stattfinden. Damit kommen die Organisatoren dem Wunsch der Branche nach, wieder zum langjährig gelernten Termin Mitte November zurückzukehren.

Weihenstephan holt beim European Beer Star 2024 zwei Medaillen

Gold für den Weizenbock Vitus, Silber für das Kristallweißbier: Die beiden Bierspezialitäten der Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan konnten beim European Beer Star (EBS) wieder punkten. Damit zementieren sie ihren Platz als die am meisten ausgezeichneten Biere der Brauerei.

Ende November geht der Blick vieler Brauereien immer gen Nürnberg: Dort wird bei der BrauBeviale jährlich der European Beer Star verliehen. Und wer dort einen Preis bekommt, darf sich besonders freuen – schließlich gilt der EBS als besonders prestigeträchtig.

Ganz vorne war der Weihenstephaner Goldjunge Vitus mit dabei: Dabei verteidigte der Weizenbock seine Medaille aus dem Vorjahr – wieder gab es Gold! Der Vitus, der trotz seiner 7,7 Prozent eher wie ein fruchtiges Weißbier schmeckt, überzeugte mit seinen intensiven Bananennoten und seiner hohen Drinkability. Ein Mundgefühl, das seinesgleichen sucht – bestätigt durch die Auszeichnung beim European Beer Star.

Silber holte sich in der Kategorie South German-Style Kristallweizen das Weihenstephaner Kristallweißbier. Eine angenehme Rezenz, ein Hauch von Banane und ein klares Erscheinungsbild im Glas charakterisieren diese Bierspezialität. Ein kleiner Blick hinter die Weihenstephaner Kulissen: Im Ausland wird das Bier vor allem in den USA und Australien getrunken, in Deutschland vor allem in Baden-Württemberg.

Prof. Dr. Josef Schrädler, Direktor der Brauerei, war mit den Resultaten mehr als zufrieden: „Diese beiden Bierspezialitäten überzeugen nicht nur seit Jahren bei den Bierwettbewerben dieser Welt, sondern auch bei den Fans, die die Nachfrage danach nicht abreißen lassen.“ Die Bestätigung durch die Jury beim European Beer Star sei das Sahnehäubchen, erklärte Dr. Schrädler.

Tobias Zollo, Technischer Leiter und Erster Braumeister, freut sich besonders, sein Lieblingsbier wieder mit Gold behangen zu sehen: „Unser Vitus ist einzigartig.“ Natürlich, so sagt er mit einem Schmunzeln, „sind alle unsere Biere besonders“ – aber der Weizenbock rage einfach heraus. Den Erfolg teilt er mit seinem Team, schließlich seien es vor allem „unsere Brauerinnen und Brauer, die jeden Tag hart dafür arbeiten, um höchste Qualität zu liefern“. Und das sei ihnen auch dieses Mal wieder bestens gelungen, sagte Zollo.

Mehr Informationen zu den Siegerbieren erhalten Sie unter www.weihenstephaner.de.

Camba Bavaria – Weissbier

In Seeon im Chiemgau ist die Brauerei Camba Bavaria beheimatet, die durch ihre Zusammenarbeit mit dem Brauerei-Anlagenhersteller BrauKon bekannt wurde und für außergewöhnliche Craft-Biere geschätzt wird. Von dort stammt das Camba Weissbier, das jetzt vor mir steht. Entwickelt wurde es von Braumeister und Biersommeliers Markus Lohner aus Truchtlaching.

Golden und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Bier duftet nach Banane und Gewürznelke. Zusammen mit dem Duft der Hefe erinnert das Aroma an Biskuitteig.

Der Antrunk ist stiltypisch relativ süß mit einer sehr feinperligen Kohlensäure. Auf der Zunge erinnert das Bier an Weißbrot, abgerundet durch die Fruchtaromen und eine leichte Säure. Auch in der Kehle ist das Bier stiltypisch mild, aber langsam baut sich in der Kehle eine freundliche Bittere auf.

Das Camba Weissbier ist ein angenehm süffiges Weizenbier.

Zutaten: Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz (Pilsener Malz, Münchner Malz), Hopfen (Tradition, Hersbrucker), Hefe

Alkoholgehalt‍:

5,3 % vol.

Stammwürze:

12,4° Plato

Bittereinheiten‍:

13 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Camba Bavaria GmbH
Gewerbering 3
83370 Seeon
www.camba-bavaria.de

Österreichische Biere sahnen beim European Beer Star 2024 ab

Während der stimmungsvollen und emotionsgeladenen Preisverleihung des European Beer Star 2024 am 27. November auf der Fachmesse BrauBeviale in Nürnberg konnten die erfolgreichen Brauereien ihre Awards entgegennehmen und sich vom Publikum feiern lassen. Wieselburgs Braumeister Günter Kecht nahm dabei gleich drei Auszeichnungen in Empfang.

„Es erfüllt uns mit besonderer Freude und Stolz, dass beide Märzenbiere aus der Brauerei Wieselburg in der Kategorie ‚Austrian-Style Märzen‘ ausgezeichnet wurden: Wieselburger Gold erhielt den European Beer Star 2024 in Gold und das Kaiser Fasstyp in Silber. Darüber hinaus wurde das Wieselburger Zwickl mit dem Silber Award in der Kategorie ‚German-Style Kellerbier Hell‘ prämiert. Besonders freut es mich, dass das Kaiser Fasstyp bereits zum zweiten Mal in Folge ausgezeichnet wurde – im letzten Jahr war es sogar der European Beer Star 2023 in Gold. Mein besonderer Dank gilt meinem engagierten Team in der Brauerei Wieselburg – ohne eure harte Arbeit und euren hohen Qualitätsanspruch wären solche Auszeichnungen nicht möglich“, erklärt Kecht stolz.

Regionale Bedeutung: Mehr als bestes Bier

Unter dem Motto ‚Brauen aus Leidenschaft‘ vereint die Brauerei Wieselburg seit 1770 Wissen und Sorgfalt, um bestes Bier zu erzeugen. Tief in der Region verwurzelt, übernimmt die Brauerei Verantwortung für die Menschen: als bedeutender Arbeitgeber, durch regionales Engagement und nachhaltiges Wirtschaften. Braumeister Günter Kecht betont: „Wir sind stolz auf die lange Geschichte unseres Standorts. Doch auch heute passiert viel: Mit rund 150 Mitarbeitern aus der Region, Innovationen und Investitionen tragen wir erheblich zur regionalen Wertschöpfung bei und setzen ein starkes Zeichen für Niederösterreich!“

Brau Union Österreich: Ein Fest der prämierten Biere

Neben den Bieren der Brauerei Wieselburg wurden auch weitere Biere der Brau Union Österreich für ihre herausragende Qualität ausgezeichnet: Das Schwechater Zwickl erhielt in der Kategorie „German-Style-Kellerpils“ den Silbernen European Beer Star 2024. In der Kategorie „Non-Alcoholic Hefeweizen“ wurde das Edelweiss Alkoholfrei mit Bronze prämiert. Ebenfalls Bronze ging an das Fohrenburger Jubiläum in der Kategorie „German-Style Export“.

European Beer Star: rund 150 Experten bewerten mehr als 2.300 Biere

Rund 150 internationale Bierexpertinnen und -experten trafen sich am 19. und 20. September 2024, um in einer zweitägigen Blindverkostung insgesamt 2360 Biere zu verkosten und zu beurteilen. Die Bewertung erfolgt dabei objektiv und rein nach sensorischen Kriterien: Optik, Geruch und Geschmack sowie sortentypische Merkmale der eingereichten Biere entscheiden über Gold, Silber und Bronze beim European Beer Star.

Die eingereichten Biere wurden im Rahmen der European Beer Star Expertenverkostung in insgesamt 75 Kategorien verkostet und bewertet – darunter traditionelle deutsche Biersorten wie Pils, Helles oder Weißbier, aber auch eher unbekanntere Stile wie Grodziskie, Geuze und holzfassgelagerte Spezialbiere.

„Seit Beginn des European Beer Star im Jahr 2004 stehen die Bierstile europäischen Ursprungs im Fokus unseres Wettbewerbs. Teilnehmen dürfen jedoch Brauereien aus aller Welt, egal ob international agierende Großbrauerei oder kleine Gasthausbrauerei um die Ecke. Mit Anmeldungen aus über 50 Ländern ist der European Beer Star zudem einer der internationalsten Bierwettbewerbe. Ein Awardgewinn beim European Beer Star zeigt, dass man bei der Bierqualität weltweit ganz oben mitspielt“, so Stefan Stang, vom veranstaltenden Verband Private Brauereien.

Über den European Beer Star

Der European Beer Star wird seit 2004 vom Verband Privaten Brauereien veranstaltet und hat sich längst zu einem der bedeutendsten Bierwettbewerbe weltweit entwickelt. Beim European Beer Star werden unverfälschte, charaktervolle und qualitativ hochwertige Biere gewürdigt. Berücksichtigt werden überwiegend Bierstile, die ihren Ursprung in Europa haben. Beteiligen können sich alle Brauereien weltweit: Lokal, regional, überregional und international aktive Brauereien, nicht nur aus Europa, sondern aus allen Ländern aller Kontinente. Weitere Informationen unter: www.european-beer-star.de

Brauerei Gebr. Maisel triumphiert erneut beim European Beer Star

Der European Beer Star gilt als einer der härtesten Bierwettbewerbe der Welt, denn pro Kategorie wird jedes Edelmetall nur einmal verliehen. Am 27. November wurden im Rahmen der BrauBeviale in Nürnberg die Gewinner des Wettbewerbs 2024 gekürt: Zum wiederholten Male wurde Maisel’s Weisse Alkoholfrei mit der höchstmöglichen Auszeichnung prämiert. Diese und zwei weitere Medaillen würdigen die herausragende Weißbierkompetenz der Brauerei Gebr. Maisel aus Bayreuth.

An Maisel’s Weisse Alkoholfrei führte beim European Beer Star in den letzten sechs Jahren kein Weg vorbei. Auch 2024 erhielt das alkoholfreie Weißbier der Brauerei Gebr. Maisel Gold – und dominiert damit seit 2019 die Kategorie. „Sechs Medaillen in Folge, davon fünfmal Gold – das ist Gänsehaut pur!“ Marc Goebel, Erster Braumeister und Geschäftsführer Braubetrieb, ist sichtlich bewegt: „Diese Goldmedaille zeigt, dass unser dauerhaftes Streben nach Perfektion und echte Leidenschaft für das Brauhandwerk Früchte tragen: Wir brauen seit Jahren das beste alkoholfreie Weißbier! Das macht mich so unfassbar stolz auf unser Team, das bei der Qualität unserer Bierspezialitäten absolut kompromisslos ist und hervorragende Arbeit leistet.“ 

Neben dem erneuten Triumph von Maisel’s Weisse Alkoholfrei konnten auch zwei weitere Weißbierspezialitäten der Familienbrauerei die Expertenjury begeistern. Für Maisel’s Weisse Original gab es eine Silbermedaille, Maisel’s Weisse Kristall erhielt Bronze. Damit gehören drei von fünf Weißbieren der Familienbrauerei zu den Gewinnern des Wettbewerbs.

Auch bei den modernen Bierspezialitäten war das Traditionsunternehmen erfolgreich: Maisel & Friends India Ale erhielt Bronze. Die Ergebnisse des European Beer Star untermauern die Stellung der Brauerei Gebr. Maisel in der Branche und bescheinigen dem Team die Qualitätsführerschaft im Segment der alkoholfreien Weißbiere.

Starnberger Brauhaus – Starnberger Hell

Seit 2015 existiert das Starnberger Brauhaus in Feldafing am Starnberger See. Als Brauhaus in Bayern hat es selbstverständlich auch den bayrischsten aller Bierstile im Angebot, das Helle. Dieses Bier steht jetzt vor mir und wartet auf seine Verkostung.

Golden und kristallklar strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber steht eine feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Ein Helles wie gemalt.

Das Bier duftet stiltypisch nach Brotkrume, abgerundet durch einige blumige Noten.

Der Antrunk besticht durch eine zurückhaltende Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich eine angenehme freundliche Bittere zur Süße. Dadurch ist das Bier vollmundig und süffig. In der Kehle wird die Bittere kräftiger und sie klingt sehr lange nach.

Das Bier entwickelt sich sehr angenehm von süß zu bitter. Es ist ein schönes und einfach zu trinkendes Feierabendbier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt‍:

4,8 % vol.

Bittereinheiten:

16 IBU

Farbe:

8 EBC

Brauerei:

Starnberger Brauhaus GmbH
Alte Weilheimer Strasse 3
82340 Feldafing
www.starnberger-brauhaus.de

Rhanerbräu – Festbier dahoam

Rhanerbräu wurde erstmals im Jahr 1283 urkundlich erwähnt und befindet sich seit 1776 in Besitz der Familie Bruckmayer-Plößl. Damit ist sie die nach eigenen Angaben älteste Familienbrauerei Ostbayerns. Eigenes weiches Felsquellwasser, regional angebautes Malz und die Hefe aus eigener Hefereinzucht zeichnen die mittlerweile 20 verschiedenen, vielfach prämierten Rhaner Biersorten aus. In der 2014 gegründeten „Rhaner Biermanufaktur“ entstehen hervorragende Biere in Kleinst-Mengen. Jetzt will ich das Festbier dieser Brauerei verkosten.

Golden, gefiltert und mit einer weißen feinperligen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt, strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen.

Düfte nach frisch gebackenem Brot steigen mir in die Nase, abgerundet durch einige würzige Noten.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine verhaltene Malzsüße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auch auf der Zunge ist das Bier malzbetont und der Hopfen hält sich diskret im Hintergrund. Das Mundgefühl ist weich und voll. In der Kehle wird das Bier trockener, bleibt aber mild und der Geschmack klingt nur kurz nach.

Alles in allem ist das Rhaner Festbier ein süffiges und angenehmes Bier für den Biergarten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,6 & Vol.

Stammwürze:

13 %

Brauerei:

Rhanerbräu GmbH & Co. KG
Rhan 9
93488 Schönthal–Rhan
www.rhaner.de

Maisel & Friends – WHEEEPA!

Vor mir steht jetzt das Siegerbier des siebten Hobbybrauerwettbewerbs, den die Brauerei Maisel & Friends jährlich gemeinsam mit der BrauBeviale ausrichtet. In diesem Jahr wurden 148 Biere zum Wettbewerb eingereicht. Die Aufgabe bestand darin, ein Weizen IPA zu brauen. Sieger wurde in diesem Jahr Pascal Wolke mit seiner Braukreation aus seiner Cloudworks Heimbrauerei. Ende September durfte er dann in Bayreuth sein Bier gemeinsam mit den Braumeistern von Maisel seine Kreation auf der großen Brauanlage nachbrauen. Es trägt den Namen „WHEEEPA!“, eine Wortkreation aus Wheatbeer und India Pale Ale. Dieses Bier hat mir Lisa von der Brauerei Maisel zugeschickt (vielen Dank dafür) und ich werde es jetzt verkosten.

Hell goldfarben und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Der größtenteils feinporige Schaum bleibt sehr lange erhalten. So sehen Sieger aus.

Bereits beim Einschenken des Wheeepa sind mir die fruchtigen Aromen dieses Bieres in die Nase gestiegen. Ich rieche Zitrusfrüchte und Ananas, selbstverständlich Banane, dazu Melone und gelbe Früchte. Nicht vergessen werden soll auch der Duft der Hefe, die alles zu einem Aroma abrundet, das an Biskuitteig erinnert. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist so, wie ich es von einem Hefeweizenbock erwarte mit angenehmer Süße, viel Frucht und einer feinperligen Kohlensäure. Schnell fällt mir die für ein IPA geringe Bittere auf. Die Fruchtaromen und die Hefe stehen im Vordergrund, was meinem Geschmack sehr entgegenkommt. Das Mundgefühl ist cremig und die 7,2 Volumenprozent Alkohol sind sehr gut eingebunden, so dass sie nicht hervorschmecken. Auch in der Kehle ist das Wheeepa für ein IPA ungewöhnlich mild. Trotzdem klingt die Bittere lange nach.

Das Wheeepa ist ein Bier, von dem man einfach mehr haben will. Trotzdem hätte ich es nicht als ein IPA erkannt, denn die Bittere ist auch für ein Weizen IPA wirklich zurückhaltend. Aber vielleicht passt es deshalb so gut in die Vorweihnachtszeit. Am Liebsten hätte ich einen Stollen zum Wheeepa gegessen; leider habe ich ihn jetzt Ende November noch nicht im Haus. Aber auch ein gutes Edelmarzipan passt zu diesem Bier ganz hervorragend.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen (Mosaic, Sabro), Hefe

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Stammwürze:

15,5° Plato

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com