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30.09. Österreich feiert Brausilvester

Der Abschluss eines Braujahres ist Brausilvester – immer am 30. September, der Tag des österreichischen Bieres. Der Brauch, Brausilvester zu begehen, war auch in Deutschland verbreitet, ist jedoch in den letzten Jahren mehr und mehr in Vergessenheit geraten.

Der bierige Brauch hat seinen Ursprung im Mittelalter. Vor vielen hundert Jahren endete nämlich zu Brausilvester das Braujahr und das sommerliche Herstellungsverbot von Bier. Bevor Anton Dreher 1841 das Lagerbier erfand und damit ausgehend von Schwechat bei Wien, eine Revolution in der Braukunst auslöste, durfte Bier nur zwischen den Feiertagen zweier Heiliger, von Michaeli (29. September) bis Georgi (23. April), gebraut werden. Im Früh- und Hochsommer hätten die hohen Temperaturen dem wärmeempfindlichen Bier zu stark zugesetzt. Drehers Lagerbier war das erste Bier der Welt, das ganzjährig genossen werden konnte. Es trat von Österreich aus seinen globalen Siegeszug an und ist heute der meistgenossene Bierstil weltweit.

Österreich ist Vorreiter der Bierkultur

Mit aktuell ca. 4.600 Bier-Jungsommeliers, Biersommeliers und Diplom-Biersommeliers ist Österreich weltweiter Spitzenreiter in Sachen Bier-Wissen und Bierkultur. In keinem Land sonst gibt es so viele ausgewiesene Bier-Expertinnen und -Experten. „Der Verband der Brauereien hat bereits 2006 das erfolgreiche Ausbildungsprogramm zum zertifizierten Biersommelier gestartet. Und dieses ist mittlerweile zum Vorbild für viele Länder geworden“, erklärt Florian Berger, Geschäftsführer des Verbands der Brauereien Österreichs.

Guter Vorsatz für das neue (Brau-)Jahr – Biersommeliers – Go for Gold!

Im neuen Braujahr wird die 8. Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier über die Bühne gehen. Österreichs Biersommeliers zählen zweifelsohne zu den Titelanwärtern. In München werden sich die zehn besten Biersommeliers des Landes der großen internationalen Konkurrenz stellen.

Bevor sich das österreichische Nationalteam in knapp einem Jahr mit der hochkarätigen internationalen Konkurrenz misst, wird in Trainingscamps an der Perfektion gefeilt. Fachliche sensorische Übungen stehen dabei ebenso auf dem Programm wie der richtige Einsatz von Rhetorik, Mimik und Gestik. Dadurch soll der Weltmeister-Titel nach 2009 (Karl Schiffner) wieder nach Österreich geholt und damit die „Mission25“ erfüllt werden. „Die Qualitätsdichte an der Weltspitze ist sehr eng. Um da mitzumischen und möglichst viele Österreicher ins Halb- bzw. Finale zu bekommen, ist eine umfassende Vorbereitung unabdingbar“, ist Staatsmeister Oliver Klamminger selbstbewusst.

Erntedank: Wasser, Hopfen und Malz für österreichisches Bier

„Im September wird das frische Braugetreide und der Hopfen eingefahren, die Rohstoffe für die neue Brausaison. Heimische Bierbrauer setzen hochqualitative Rohstoffe – bevorzugt aus der Region – ein. Das ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Bier aus Österreich“, weiß Karl Schwarz, Obmann des Verbands der Brauereien.

Die ca. 350 Brauereien in Österreich – von kleinen Haus-Brauereien bis hin zu großen traditionsreichen Unternehmen – legen großen Wert auf die Verwendung hochwertiger und regionaler Zutaten. Das Wasser, mengenmäßiger Hauptbestandteil des Bieres, stammt häufig aus eigenen Quellen und ist für seine Reinheit bekannt. Auch Malz und Hopfen werden möglichst aus regionalen Anbaugebieten bezogen.

Der in Österreich auf 280 Hektar angebaute Hopfen wird beispielsweise ausschließlich zum Bier-Brauen eingesetzt – der Anbau erfolgt zum überwiegenden Teil in Form von Vertragslandwirtschaft, d.h. die Bauern bzw. bäuerliche Genossenschaften kontrahieren direkt mit Brauereien.

„Die heimische Brauwirtschaft ist sehr stolz darauf, Rohstoffe in bester Qualität zum guten Teil aus eigener Landwirtschaft einsetzen zu können“, so Karl Schwarz. Dennoch wird es künftig nicht einfacher, den Eigenversorgungsgrad zu halten bzw. zu steigern – steht doch vor allem die Braugerste „auch im wirtschaftlichen Wettbewerb zu anderen Feldfrüchten“, daneben machen die langen Hitzeperioden sowohl Hopfen als auch Gerste „zu schaffen.“ Regionale Anbau-Initiativen werden daher forciert, die Bereitschaft zur Überzahlung für Rohstoffe aus Österreich der heimischen Brauwirtschaft ist gegeben. Darüber hinaus wird intensiv an Sorten geforscht, die mit Hitze besser umgehen können. „Die Bemühungen der Brauwirtschaft, Rohstoffe vermehrt aus der Region zu beziehen, sind vorhanden“, so Schwarz.

11. 10. – 12. 10. 2024: 10. Trierer Bierfestival

Bereits zum 10. Mal findet am 11. 10 und 12. 10. 2024 das Trierer Bierfestival statt. Auf dem Festival kann wieder traditionelle und handwerkliche Braukunst erlebt werden, vor allem aber Genuss und Vielfalt. Mit dabei sind so namenhafte Brauereien im überdachten Biergarten des Blesius Garten und präsentieren ihre verschiedenen Biersorten. Für den Bierkenner heißt es dann, sich mit Verkostungsglas an den einzelnen Brauereiständen auf Erkundungstour zu begeben. Ob ein spritziges Ale, ein kräftiges Porter oder Weißbier – Für jeden Bierliebhaber findet sich etwas. Als gute Grundlage werden passend zum Bier schmackhafte Street-Food- Kreationen angeboten.

Ort: überdachter Biergarten

Preis: 15,00 €

Einlass: Freitag ab 16:00 und Samstag ab 15:00 Uhr

Tickets sind erhältlich bei Ticket Regional, Blesius Garten als Vorverkaufsstelle und an der Abendkasse.

5. 10. 2024: Oproer Beer Fest, Utrecht

Tauchen Sie am Samstag, den 5. Oktober, auf dem Oproer Beerfest in Utrecht in die Welt des besonderen Bieres ein. Nach einem Sommer voller Entdeckungen laden wir unsere Lieblingsbrauer dazu ein, ihre speziellsten Biere vorzustellen. Probieren Sie einzigartige Kollaborationsbiere, ein 5 Jahre altes Fassbier und eine breite Palette von Stilen, von IPAs bis zu Bockbieren. Lassen Sie sich dieses einzigartige Biererlebnis nicht entgehen.

Das Beer Fest findet am 5. Oktober 2024 von 14:00 Uhr bis 23:00 Uhr im Oproer Biercafé, Utrecht, Niederlande, statt.

5. 10. 2024: Bier Proeverij ’24 in Rosmalen

Am Samstag, den 5. Oktober, organisiert das Soziale Kulturzentrum De Biechten in Rosmalen eine gemütliche Bierverkostung. Von 16:00 Uhr bis zum Ende der Veranstaltung können Sie mehr als 50 verschiedene Craft-Biere probieren.

Während der Verkostung gibt es nicht nur leckere Biere, sondern auch Live-Musik und leckere Snacks. Die perfekte Gelegenheit, um neue Biere zu entdecken, alte Lieblinge wiederzuentdecken und sich mit anderen Bierliebhabern auszutauschen.

5. 10. 2024: Roosendaals Bockbierfestival

Am Samstag, den 5. Oktober 2024, organisiert die Biergilde Roosendaal ab 14:00 Uhr das Roosendaaler Bockbierfest auf dem Markt, dem Bloemenmarkt und der Molenstraat in Roosendaal. Diese inzwischen bereits 21. Veranstaltung findet in nicht weniger als neun Kneipen statt. Freuen Sie sich auf mehr als sechzig Bockbiere.

21. 9. 2024: Bierfestival Leeuwarden

Bierliebhaber aufgepasst: Am 21. September kehrt das Bierfestival Leeuwarden nach Neushoorn und in das Biercafé De Markies zurück. Probieren Sie eine einzigartige Auswahl an Bieren von lokalen und internationalen Brauereien, genießen Sie Live-Musik und entdecken Sie die neuesten Biere. Mit einem wiederverwendbaren Glas, einem Festivalheft und einer Wasserflasche ist alles für einen unvergesslichen Tag vorbereitet.

20. 9. – 21. 9. 2024: Borefts Bierfestival

Am Freitag, den 20. September und Samstag, den 21. September 2024 feiert die Brauerei de Molen ihr 20-jähriges Bestehen mit dem Borefts Beer Festival. Dieses einzigartige Festival in Bodegraven verspricht zwei Tage voller Bierverkostungen, Live-Musik, gutem Essen und Geselligkeit.

Entdecken Sie eine große Auswahl an internationalen Craft-Bieren von verschiedenen Brauereien aus dem In- und Ausland. Genießen Sie Live-Musik von verschiedenen Bands, probieren Sie die leckeren Snacks von verschiedenen Food Trucks und lassen Sie sich von der einzigartigen Atmosphäre des Borefts Beer Festivals mitreißen.

Wann?
Freitag, den 20. September und Samstag, den 21. September 2024

Wo?
Brouwerij de Molen
Bodegraven
Niederlande

15. 9. 2024: Gools Genot

Jetzt bekommt auch das niederländische Goirle sein eigenes Bierfestival: Gools Genot! Die 1. Ausgabe findet am Sonntag, den 15. September 2024 statt. Ein unterhaltsamer Tag mit mehreren lokalen und regionalen Brauereien, die ihre leckersten Biere servieren. Es gibt auch mehrere Food Trucks, an denen Sie außergewöhnliches Essen probieren können. Tagsüber sorgt Live-Musik für eine wunderbare Atmosphäre. Und ja, auch für Kinder gibt es mit einer Hüpfburg und dem nahegelegenen Kletter- und Abenteuerwald jede Menge zu erleben.

Hier noch die wichtigsten Infos in Kürze:

Ort der Veranstaltung ist Natuurpoort Rooversche Leij, Gorps Baantje 1, Goirle, Niederlande

Termin: Sonntag, 15. September 2024, von 13:00 bis 19:30 Uhr

Der Eintritt beträgt im Vorverkauf € 13,50 und an der Abendkasse € 15,-. Enthalten sind ein Verkostungsglas, ein Programmheft sowie 2 Jetons im Wert von je € 3,-. Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Kinder bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Stiftung Warentest hat Craft Beer getestet

Ab und an testet die Stiftung Warentest auch Biere. Aktuell ist ein Test, in dem Craft-Biere unter die Lupe genommen wurden. Im Rahmen dieses Tests wurden jeweils sechs Pale Ales und India Pale Ales sowohl einem sensorischen Test unterzogen als auch im Labor untersucht. Zu diesem Test gibt es eine Pressemitteilung, herausgegeben von der Stiftung Warentest, die ich hier übernehme und anschließend mit einigen wenigen Worten kommentieren möchte. Hier erst einmal die Pressemitteilung:

„Als Craft-Bier gelten hierzulande aromaintensive Biere von experimentierfreudigen Brauern. Aber kann es auch qualitativ überzeugen? Stiftung Warentest untersuchte zwölf Craft-Biere der Sorten India Pale Ale und Pale Ale. Das erfreuliche Ergebnis: acht Biere zeugen von hoher Braukunst und sind gut, fünf schmecken hervorragend.

Craft-Biere sind oft regionale Produkte. Für den Test wählte das Testteam daher exemplarisch 12 Biere aus, die bundesweit stationär oder im Onlinehandel erhältlich sind. Jeweils sechs Biere der typischen Sorten India Pale Ale (kurz IPA) und Pale Ale von Brauereien aus möglichst vielen verschiedenen Bundesländern.

„Für Craft-Bier-Fans ist der Geschmack ein wichtiges Kriterium. Deshalb bestimmt die sensorische Bewertung auch zu 50 Prozent das Gesamturteil“ erklärt Testleiter Dr. Thomas Koppmann. „Damit sich die Aromen optimal entfalten, sind die Biere für die anonyme Verkostung auf 10 bis 12 Grad Celsius temperiert.“ Zehn auf Bier-Sensorik geschulte Prüfpersonen beurteilten zunächst Aussehen und Geruch, anschließend Geschmack und Nachgeschmack. „Der geschmackliche Gesamteindruck sollte harmonisch sein, das Süß-Säure-Verhältnis ausgewogen. Bitternoten sollten nicht nachhängen. Schweflige, käsige und muffige Noten gelten als Fehler“ sagt Lebensmittelchemiker Koppmann.

Im Test fielen nur zwei Biere mit sensorischen Fehlern auf: Das Crew Republic IPA schmeckte unausgewogen harzig und sehr leicht gealtert. Beim Dolden Sud der bayrischen Brauerei Riedenburger Brauhaus bemängelten die Prüfpersonen einen leicht schwefelig-fauligen Geruch sowie Geschmack nach Erbsen aus der Dose.

Eine glatte 1,0 im sensorischen Urteil erreichte das Überseehopfen IPA der Rügener-Inselbrauerei. Mit rund 9 Euro pro Liter ist es allerdings das teuerste Bier im Test. Aber auch günstigere Biere können geschmacklich punkten. Welche Braukunst-Kreationen für Genussmomente sorgen, beantwortet der Craft-Bier-Test in der September-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/craft-beer.“

Soweit die Pressemitteilung. Ich habe auch noch auf der Website der Stiftung Warentest nachgesehen, wobei mir einige Dinge aufgefallen sind. Zunächst einmal verwendet die Stiftung Warentest die Begriffe „Pale Ale“ und „IPA“ auf der einen Seite synonym mit dem Begriff „Craft Beer“. Auch wenn Pale Ale und IPA für viele Menschen den Einstieg in die Welt der Craft Biere darstellen, ist nicht jedes Pale Ale ein Craft Beer und nicht jedes Craft Beer ist ein Pale Ale oder IPA.

Sollte ich dabei etwas zu pingelig erscheinen tut es mir leid. Schlimmer ist meiner Meinung nach aber die Auswahl der Biere. Da wird das Überseehopfen aus Rambin für gut neun Euro pro Liter mit dem Lidl-Dosenbier für knapp 1,80 Euro pro Liter verglichen. Schon der Preis zeigt hier deutlich, dass es sich um zwei Produkte handelt, die nicht miteinander vergleichbar sind. Auf der einen Seite ein Genussbier und auf der anderen Seite ein Billigbier vom Discounter. Niemand würde auf die Idee kommen, einen Smart im Test mit einem Porsche zu vergleichen.

Als wirklich ärgerlich empfinde ich aber die Einordnung des Crew Republic IPA, die im Test der Stiftung durchgefallen ist, da die Tester ein harziges Aroma festgestellt haben. Ja, was haben die denn erwartet? Crew Republic teilt mit, dass für dieses Bier die Hopfensorten Herkules, Citra, Cascade und Simcoe verwendet wurden. Mit dieser Information ist es einfach, festzustellen, welche Erwartungen an dieses Bier gestellt werden können. Laut Hopfen der Welt, einem der großen Hopfenhändler hat Herkules die Haupteigenschaften würzig und harzig. Simcoe weist das Hauptaroma Kiefer auf, also ebenfalls ein harziges Aroma. Wie ein hopfenbetontes Bier durchfallen kann, nur weil es die Aromen des Hopfens enthält, hat sich mir bislang noch nicht erschlossen. Niemand muss die harzigen Aromen mögen, aber sie machen kein schlechtes Bier aus.

14. 9. 2024: Wouws Bierfestival

Bierliebhaber aufgepasst: Am Samstag, den 14. September, findet in Wouw das zweite Wouws Beer Festival statt. Die Café-Hallen Donkenhof öffnen von 14:00 bis 00:00 Uhr ihre Türen für einen unterhaltsamen Nachmittag und Abend mit Bierverkostungen.

Entdecken Sie die Braukunst von vier lokalen Brauereien: Kaapse Brouwers, X-brewing, Brouwerij de Toekomst und Brouwerij Koekwhouse. Probieren Sie ihre einzigartigen Biere, genießen Sie Live-Musik und erleben Sie die gesellige Atmosphäre dieses Dorfbierfestes.

Auch der Bierhandel Wouw wird mit einem breiten Angebot an Bieren für den Hausgebrauch vertreten sein.

Das Festival findet statt:
Café-Zalen Donkenhof
Wouw
Niederlande