Als naturtrüb werden Biere bezeichnet, die nach der Reifung nicht oder nur sehr schonend gefiltert werden. Dadurch bleiben feine Hefepartikel, Eiweißstoffe und andere natürliche Schwebstoffe im Bier erhalten, die ihm sein charakteristisch leicht trübes Aussehen verleihen.
Naturtrübe Biere gelten als besonders aromatisch, da durch die fehlende Filtration mehr Geschmacks- und Aromastoffe erhalten bleiben. Je nach Bierstil kann die Trübung unterschiedlich stark ausgeprägt sein – von einer leichten Opaleszenz bis hin zu einer deutlichen Hefetrübung.
Durch die verbliebenen Hefen und Schwebstoffe enthalten naturtrübe Biere außerdem etwas mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente als stark filtrierte Biere. Diese Unterschiede sind jedoch ernährungsphysiologisch eher gering, sodass Bier unabhängig von der Filtration nicht als bedeutende Quelle für Vitamine oder Mineralstoffe angesehen werden sollte.
Typische naturtrübe Bierstile sind Kellerbier, Zwickelbier, viele Weizenbiere sowie zahlreiche Craft-Biere.
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