Am Münchner Platzl wird es künftig noch etwas schwieriger, an einem Bier vorbeizukommen. Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan hat am 15. September 2026 ihr neues Wirtshaus „Weihenstephaner am Platzl“ eröffnet. Ab dem 16. September ist das Lokal auch für alle Gäste geöffnet.
Das neue Wirtshaus befindet sich am Platzl 6 und damit direkt neben dem Hofbräuhaus. In den Räumen hatte zuvor fast 20 Jahre lang Alfons Schuhbeck seine „Südtiroler Stuben“ betrieben. Nach einer umfangreichen Sanierung ist dort nun die Staatsbrauerei Weihenstephan eingezogen.
Damit treffen am Platzl zwei bayerische Staatsbrauereien unmittelbar aufeinander. Das Hofbräuhaus befindet sich ebenfalls in staatlichem Besitz, untersteht allerdings dem Bayerischen Finanzministerium. Die Staatsbrauerei Weihenstephan gehört dagegen zur Technischen Universität München und damit zum Geschäftsbereich des Wissenschaftsministeriums.
Für Weihenstephan ist der Schritt in die Münchner Innenstadt durchaus bemerkenswert. Die Brauerei hat ihren Stammsitz in Freising und gilt als eine der ältesten noch bestehenden Brauereien der Welt. Mit dem neuen Wirtshaus erhält sie nun eine prominente gastronomische Adresse mitten in der Münchner Altstadt.
Das „Weihenstephaner am Platzl“ wird von der Wirtsfamilie Zinner geführt. Das Konzept verbindet traditionelle bayerische Küche mit einem modernen Wirtshaus. Bei der Eröffnung schlug Brauereidirektor Josef Schrädler das erste Fass an.
Für Bierfreunde ist damit eine durchaus ungewöhnliche Situation entstanden: Wer künftig am Münchner Platzl ein Bier trinken möchte, hat die Auswahl zwischen zwei Häusern, deren Brauereien beide dem Freistaat Bayern gehören – und die nur wenige Schritte voneinander entfernt liegen.
Ausgerechnet die älteste bayerische Staatsbrauerei sorgt damit für Konkurrenz für das wohl bekannteste staatliche Wirtshaus Bayerns.