Bier gehört im Ruhrgebiet seit Generationen zur Lebensart. Dass es nicht nur ins Glas, sondern auch in den Kochtopf gehört, zeigen Ulrike Katrin Peters und Dieter Sawatzki mit ihrem neuen Buch „Dem Ruhrgebiet sein Bierkochbuch – Das Zweitbeste, das man mit Bier machen kann“. Das Werk wurde jetzt in Essen vorgestellt und verbindet eine kulinarische Reise durch das Revier mit zahlreichen Einblicken in die regionale Brauereilandschaft.
Auf 144 Seiten dreht sich alles um die vielseitigen Möglichkeiten, Bier beim Kochen einzusetzen. Insgesamt 25 Rezepte haben die beiden Autoren zusammengetragen und ausprobiert. Dabei geht es keineswegs nur um die klassische Verwendung von Bier in einer Bratensoße oder einem deftigen Eintopf. Die Rezepte zeigen vielmehr, wie unterschiedlich sich Bier als Zutat einsetzen lässt.
Von herzhaften Gerichten wie Zwiebelkuchen, Biergulasch und Bier-Burgern über Saucen, Dips und Marinaden bis hin zu süßen Kreationen reicht die Auswahl. Selbst Desserts lassen sich mit Bier verfeinern. Dass dabei auch ungewöhnliche Kombinationen funktionieren, demonstriert der Essener Fernsehkoch Patrick Jabs mit drei eigenen Rezepten. Unter anderem zeigt er, wie Bier in Salatdressings und einer Zabaione eingesetzt werden kann. Gerade die Bitterstoffe des Bieres können dabei andere Aromen hervorheben und für interessante Geschmackskombinationen sorgen.
Mehr als 20 Brauereien aus dem Ruhrgebiet porträtiert
Für Bierliebhaber dürfte allerdings nicht allein der kulinarische Teil des Buches interessant sein. Ulrike Katrin Peters hat sich im Rahmen der Arbeit an dem Projekt auch auf eine Reise durch die Brauereilandschaft des Ruhrgebiets begeben. Dabei besuchte sie mehr als 20 Brauereien und sprach mit den Menschen, die hinter den Sudkesseln stehen.
Zu den besuchten Betrieben gehören unter anderem die Mücke-Brauerei in Essen-Holsterhausen und die Macher von HEU-Bier aus Essen-Eiberg. Die Gespräche mit den Brauern und ihre Geschichten geben einen Einblick in eine regionale Bierlandschaft, die deutlich vielfältiger ist, als es das traditionelle Bild vom Ruhrgebiet als ehemaliger Hochburg der Großbrauereien vermuten lässt.
Damit ist das Buch nicht nur eine Sammlung von Rezepten, sondern auch eine kleine Dokumentation der heutigen Braukultur im Revier. Gerade die Verbindung zwischen den Menschen, ihren Brauereien und der Verwendung ihrer Biere in der Küche macht den besonderen Reiz des Projekts aus.
Ein Jahr Arbeit für das Bierkochbuch
Hinter dem Buch stehen Ulrike Katrin Peters und Dieter Sawatzki. Während Peters als Autorin bereits zahlreiche Reise- und Ausflugsführer veröffentlicht hat, verantwortete Sawatzki die Gestaltung, das Layout, die Illustrationen und die Fotografien. Gemeinsam entwickelten und erprobten sie die Rezepte. Rund ein Jahr dauerte die Arbeit an dem Projekt.
Erschienen ist „Dem Ruhrgebiet sein Bierkochbuch – Das Zweitbeste, das man mit Bier machen kann“ im Klartext Verlag aus Essen. Das Hardcover umfasst 144 Seiten und ist zum Preis von 18,95 Euro erhältlich. Die ISBN lautet 978-3-8375-2804-6.
Mit dem Buch zeigen die Autoren, dass Bier im Ruhrgebiet weit mehr ist als ein Getränk zum Feierabend. Es ist Teil der regionalen Kultur, prägt die Arbeit zahlreicher Brauereien und kann auch in der Küche für überraschende Geschmackserlebnisse sorgen.
Wer selbst ausprobieren möchte, was sich mit Bier alles anstellen lässt, findet im neuen Ruhrgebiets-Bierkochbuch reichlich Anregungen. Und wer sich für die regionale Brauereiszene interessiert, bekommt gleich noch eine Reihe interessanter Einblicke in die Betriebe und ihre Geschichten dazu.
Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten gibt es beim Klartext Verlag.
Hinweis: Die Angaben zu den Rezepten, Brauereiporträts und Buchdaten basieren auf den vorliegenden Verlags- und Medieninformationen. Die Rezepte selbst sind noch keine eigene Verkostungs- oder Kochrezension.