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Hopfige Weihnachtsgefühle

Es ist ein neuer Mega-Trend: Die Deutschen wünschen sich beim Bier immer mehr saisonale Spezialitäten. Mittelständische Brauereien wie Weltenburger haben auf diese Entwicklung früh reagiert. Die älteste Klosterbrauerei der Welt vor den Toren Regensburgs trifft damit gerade jetzt in der Adventszeit den Geschmack von immer mehr Konsumenten.

Weihnachtliches steht in Deutschlands Supermärkten gerade hoch im Kurs. Zu Plätzchen, Lebkuchen und Glühwein gesellt sich neuerdings noch eine weitere Spezialität: Biere, die Ente, Gans und Co. besonders gut in Szene setzen und heimelig-adventliche Abende optimal begleiten: die Weihnachts- und Winterbiere. Da will auch die nach eigenen Angaben älteste Klosterbrauerei der Welt vor den Toren Regensburgs mit fast 1.000 Jahren Geschichte nicht abseits stehen, die Brauerei Weltenburger, die jetzt ihren „Winter-Traum“ auf den Markt gebracht hat. „Wir bekommen sehr viel Lob für den Geschmack und die hohe Qualität“, sagt Brauerei-Geschäftsführerin Susanne Horn. Die wachsende Lust auf hopfige Weihnachtsgefühle unterstreicht eine Tendenz, die in der Branche seit Jahren an Fahrt gewinnt: „Saisonbiere, die Tradition und Trend zusammenbringen, sind zunehmend gefragt“, so Horn.

Mareike Hasenbeck, eine von Deutschlands renommiertesten Bierexpertinnen, bestätigt diesen Eindruck der ostbayerischen Brauer: Gerade traditionelle Regionalbrauereien könnten mit individuellen Bierspezialitäten fernab des Mainstreams zunehmend neue Kundschaft gewinnen, sagt sie. Kreativere Biere befänden sich im Aufschwung und das Wachstum liege in diesem Segment weit oberhalb des Branchendurchschnitts, betont die Diplom-Biersommelière, die auch Jury-Mitglied bei allen wichtigen europäischen Bier-Wettbewerben und dem World Beer Award ist.

Mittelständische Brauereien helfen mit ihren kreativen Suden, den Markt voranzubringen, betont Hasenbeck. Auch eine der umfassendsten Bier-Studien der jüngsten Zeit, eine Umfrage der Unex Management Consulting Group aus dem Jahr 2017, attestiert dem Trendsegment der Spezialbiere für die Zukunft ein enormes Ertragspotenzial.

Mehr als hundert verschiedene „Bier-Jahreszeiten“

Der Trend zur Saisonalisierung im Biermarkt erreicht aktuell einen neuen Höhepunkt: Handel und Gastronomie unterscheiden mittlerweile mehr als einhundert verschiedene „Jahreszeiten“ für den Gerstensaft. Die Reise durch das Jahr beginnt bei Klassikern wie dem Bockbier für die Fasten- und Starkbierzeit zwischen Fasching und Ostern und reicht über die klassischen Oktoberfestbiere im Herbst – Brauereien wie Weltenburger liefern diese heute bis nach China und in die USA – bis hin zu völlig neuen Anlässen und Kreationen, die beispielsweise speziell zu Halloween eingebraut werden.

Brauereien stellt die neue Lust auf Saisonales vor eine Herausforderung, sagt die Weltenburger Geschäftsführerin Susanne Horn. „Es ist eine Herausforderung, die wir gern annehmen, weil es Spaß macht, Tradition und Innovation zu verbinden“, betont sie. Der „Weltenburger Winter-Traum“, den es in der Nische bereits seit zwei Jahrzehnten gibt, avanciert dabei, sehr zur Freude der Brauereichefin, mittlerweile im Handel in ganz Deutschland zum weihnachtlichen Renner: In Leverkusen, tief im Westen der Republik, gibt es in diesem Jahr sogar einen Fassanstich mit dem „flüssigen bayerischen Weihnachtsgefühl“.

Besondere Karamell-Note dank Spezialmalzen

Es ist besonders die außergewöhnliche Karamell-Note, die den Winter-Traum im Geschmack auszeichnet. Dieser entsteht in dem handwerklichen Brauverfahren unter anderem durch eine Mischung mehrerer Spezialmalze. Die bernsteinfarbene Winter-Kreation der Weltenburger Braumeister gilt als angenehm vollmundig, raffiniert und opulent im Geschmack, wie der Weltenburger Biersommelier Tobias Funke sagt, und eigne sich gerade deshalb als Begleiter für den weihnachtlichen Braten, passe aber auch gut zu deftigen Brotzeiten und Süßspeisen.

Maisel & Friends Alkoholfrei gewinnt Auszeichnung bei der „Brussels Beer Challenge“

Maisel & Friends Alkoholfrei ist erst seit einem halben Jahr auf dem Markt und wurde bereits bei einem der international renommiertesten Bierwettbewerbe als Bestes seiner Klasse ausgezeichnet. Bei der Brussels Beer Challenge errang das Alkoholfreie in der Kategorie „Alcohol-free and low-alcohol beers“ die Silbermedaille und damit die Bestplatzierung. Brauereichef Jeff Maisel hätte niemals mit einer solchen Topplatzierung gerechnet, weil in dieser Kategorie sehr viele unterschiedliche alkoholfreie und alkoholarme Biere gegeneinander antreten. Aus dieser großen Bandbreite herauszustechen macht ihn sehr dankbar: „Ich selbst liebe unser Maisel & Friends Alkoholfrei sehr, weil es zum einen isotonisch ist und so ein leckerer Durstlöscher, dass man geschmacklich niemals von einem alkoholfreien Bier ausgehen würde.“ Maisel & Friends Alkoholfrei wird streng nach dem Bayerischen Reinheitsgebot mit nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe gebraut. Zum Brauen werden fruchtige Aromahopfensorten verwendet, die eine reiche Geschmacksvielfalt mitbringen und dadurch Alkohol als Geschmacksträger nicht vermissen lassen. Das Alkoholfreie verbindet die genussvollen Eigenschaften eines Pale Ales mit den Vorzügen eines alkoholfreien, kalorienarmen Erfrischungsgetränks. Braumeister Markus Briemle beschreibt es mit den Worten: „Ganz anders, als man sich ein alkoholfreies Bier vorstellt. Aufregend, erfrischend und es macht Lust auf den nächsten Schluck.“ Maisel & Friends Alkoholfrei ist naturbelassen und von leuchtend, goldgelber Farbe. Es duftet nach Zitrusfrüchten, Aprikose und Pfirsich. Im Mund verbinden sich die fruchtigen Nuancen nach Stein- und Zitrusfrüchten mit einer perfekt eingebundenen Bitternote.

BAYREUTHER HELL gewinnt Goldmedaille bei Brussels Beer Challenge

Erst vor einer Woche ertönten in Bayreuth Jubelrufe, weil das Bayreuther Hell beim European Beer Star die Goldmedaille in der Kategorie „German Style Helles“ erhielt. Auch beim internationalen Bierwettbewerb Brussels Beer Challenge erreichte das Helle aus der Bayreuther Bierbrauerei nun die Bestplatzierung. Mit der Goldmedaille konnten die Bayreuther ihren zweiten Platz aus dem Vorjahr sogar noch verbessern.

Vorstand Hans-Joachim Leipold staunt ungläubig, als er von den Ergebnissen aus Belgien erfährt: „Bei zwei der weltweit wichtigsten Bierwettbewerbe von den hochkarätig besetzten Fachjurys in kürzester Zeit als das beste Helle gekürt zu werden ist unfassbar und wir sind unendlich dankbar für die Auszeichnungen.“ Neben den beiden aktuellen Erfolgen holte sich das Bayreuther Hell bereits 2018 beim International Craft Beer Award den Titel aus „Bestes Helles“. Braumeister Horst Weiß gibt das Lob der internationalen Juroren direkt an seine Brauer weiter: „Wir geben tagtäglich unser Bestes bei der Arbeit und brauen einfach ein sauberes, gut trinkbares Helles. Bei der Qualität würden wir niemals Kompromisse eingehen!“ Neben der Dankbarkeit ist auch bescheidener Stolz zu hören, denn schließlich gilt das bayerische Helle als die Königsklasse der Braumeister. Bei diesem Bierstil kann nicht einmal der kleinste Braufehler versteckt werden und Genießer würde eine Unstimmigkeit sofort auffallen. Deshalb freut man sich in der Bayreuther Bierbrauerei sehr über den Sieg auf ganzer Linie und verspricht auch weiterhin, einfach gutes Bier zu brauen.

Verkostungswettbewerb Brussels Beer Challenge

Die erste Brussels Beer Challenge fand 2012 in Brüssel statt, danach wechselten die Austragungsorte in jedem Jahr in eine andere belgische Stadt. Brussels Beer Challenge wurde 2019 bereits zum achten Mal ausgetragen und konnte in den letzten Jahren einen stetig steigenden Bekanntheitsgrad verzeichnen. Vor allem international hat sich die Beer Challenge in der Bierbranche und der öffentlichen Wahrnehmung zu einem der wichtigsten und prestigeträchtigsten Wettbewerbe der Welt entwickelt. Bei der „Brussels Beer Challenge“ verkosteten Anfang November 2019 im belgischen Mons 100 internationale Juroren 1.800 Biere aus über 50 Ländern der Welt. In der Kategorie „Helles“ erreichte BAYREUTHER HELL von der Bayreuther Bierbrauerei AG die Goldmedaille und konnte die Silberplatzierung aus dem Vorjahr damit verbessern.

Bayreuther Hell aus der Bayreuther Bierbrauerei

Bayreuther Hell hat seine Wurzeln in der Bayreuther Bierbrauerei AG, die mit ihrer historischen Marke Bayreuther Brauhaus seit über 150 Jahren traditionelles, bayerisches Brauhandwerk pflegt. Der frisch-würzige Geschmack und der süffige Biergenuss sind typisch für die traditionelle Bierspezialität. Bayreuther Hell bekommt durch die sorgsam ausgewogene Balance aus feinsten, hellen Gerstenmalzen und einer dezenten Hopfennote seinen unverkennbaren Charakter. Im Glas strahlt es mit einer leuchtend goldenen Farbe und einer stattlichen Schaumkrone. Die Nase umspielen frische, florale Noten mit einem leichten Hauch von Honig und Zitrone. Im Mund zeigt sich ein leichtes, wunderbar würziges und süffiges Bier mit feinster Spritzigkeit: eine Komposition aus Honig, Karamell und blumigen Hopfennoten mit einem Hauch von Getreide. Ein ehrliches und schmackhaftes Helles, wie es in Bayern schon seit Jahrhunderten gebraut und geliebt wird.

BAYREUTHER HELL ist national in der klassischen 0,5 Liter Euroflasche und frisch vom Fass gezapft für die Gastronomie erhältlich. Seit dem zweiten Quartal 2018 entwickelt die Bayreuther Bierbrauerei das bayerische Hell-Segment mit der Einführung der handlichen 0,33 Liter Euroflasche weiter. Mit dem neuen Kultgebinde für bayerische Hellbiere sollen neben den Stammverwendern auch neue Zielgruppen angesprochen werden.

Braubeviale schließt die diesjährige Messe erfolgreich ab

Beste Stimmung im Nürnberger Messezentrum: Vom 12. bis 14. November 2019 war die BrauBeviale wieder der Dreh- und Angelpunkt für die internationale Getränkebranche. Rund 40.000 Fachbesucher (2018: 40.882), davon etwa 18.000 aus dem Ausland, reisten in diesem Jahr zur wichtigsten internationalen Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie. Sie informierten sich bei den 1.088 Ausstellern, 54 Prozent international, rund um die Prozesskette der Getränkeherstellung: hochwertige Rohstoffe, innovative Technologien und Komponenten, effiziente und nachhaltige Verpackung sowie kreative Marketing-Ideen. Auch in diesem Jahr begleitete das Leitthema „Zukunftsfähigkeit der Getränkebranche“ die Fachmesse.

„Die BrauBeviale als Stimmungsbarometer der Branche trotzt den Unkenrufen der Wirtschaftsweisen“ resümiert Andrea Kalrait, Leiterin der BrauBeviale, zufrieden. „Zahlreiche Neukontakte, national wie international, Geschäftsanbahnungen und -abschlüsse bestätigen: Gegessen und getrunken wird immer.“ Aussteller, Besucher und Partner äußerten sich rundum zufrieden, für sie sei die Messe unverzichtbar und ein Fixpunkt im Jahr. Aktuelle Themen sowie wichtige Zukunftsthemen wurden auf der Messe diskutiert und vorangetrieben.

Sowohl bei den Ausstellern als auch Besuchern zeigte sich erneut eine hohe Internationalität: 45 Nationen waren auf Ausstellerseite vertreten, allen voran Firmen aus Deutschland (504), Italien, China, Großbritannien, der Tschechischen Republik, Österreich und Belgien. Die rund 40.000 Fachbesucher reisten aus 138 Ländern an, neben Deutschland vor allem aus Italien, der Tschechischen Republik, Österreich, Russland, Belgien, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Polen.

Hochqualifizierte, zufriedene Fachbesucher

Die Aussteller zeigten sich nach Angabe der Messeleitung mit den Gesprächen an ihren Ständen hochzufrieden. Diese Aussage bestätigen die Befragungsergebnisse eines unabhängigen Instituts: Rund 90 Prozent der Fachbesucher sind in die Investitionsentscheidungen ihres Betriebes einbezogen. Die Fachbesucher kamen aus unterschiedlichen Bereichen der Getränkewirtschaft: aus Brauereien, Mälzereien, Betrieben, die Wässer, Erfrischungsgetränke, Säfte und Spirituosen herstellen oder abfüllen, Wein- und Sektkellereien, Molkereien, aus Marketing, Handel und Gastronomie. Rund 98 Prozent waren laut Befragung mit dem Messeangebot zufrieden. Ganze 97 Prozent der Besucher planen, die BrauBeviale auch im kommenden Jahr wieder zu besuchen.

Rahmenprogramm erneut mit Bestnoten

Die Zukunftsthemen der Branche fanden im Rahmenprogramm großen Zuspruch und wurden von den Messegästen durchweg gut bewertet. Den Anfang machten bereits am Vortag der Messe zwei Symposien: beim Export Forum German Beverages tauschten sich interessierte deutsche Getränkehersteller mit Exportspezialisten aus und erhielten spezifische Markt-Analysen und -Insights. Bereits etabliert und auch in diesem Jahr wieder gut angenommen bei internationalen Craft Brewern und Brewpub-Betreibern ist das European MicroBrew Symposium der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB).

Offenen Meinungsaustausch bis hin zu stark kontroversen Diskussionen gab es im Forum BrauBeviale – nicht zuletzt bei den zwei Hot Topics on Stage: Das Thema „Leitungswasser vs. Mineralwasser“ sowie die Pfandproblematik erhitzten die Gemüter und wurden auch über das Forum hinaus rege diskutiert. Vorträge zu weiteren branchenrelevanten Themen und hochkarätige Preisverleihungen rundeten das Angebot ab.

Die Vielfalt der Getränkewelt konnten Messebesucher in der Craft Drinks Area erleben: An acht Bars fanden auch in diesem Jahr unabhängige Verkostungen rund um Bier, Spirituosen und alkoholfreie Getränke statt. Groß war auch das Interesse am rauchigen Kellerbier „Kaminfeuer“, das Siegerbier des zweiten Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und BrauBeviale.

Nach einem erfolgreichen Start im vergangenen Jahr waren auch in diesem Jahr Kleinst- und Kleinbrauereien sowie Heim- und Hobbybrauer wieder am „Stammtisch der Branche“ willkommen. Sie fanden zahlreiche Anregungen und regen Austausch im Themenpavillon brau@home samt Areal für Schaubrauen wie auch bei spezifischen, interessanten Impulsvorträgen in der Speakers‘ Corner.

European Beer Star 2019: Consumers‘ Favourite

2.483 eingereichte Biere aus 47 Ländern in 67 Kategorien – das war der European Beer Star 2019. Eine 145-köpfige internationale Jury hatte im Vorfeld zwei Tage Zeit, um die Sieger in Gold, Silber und Bronze bei einem der bedeutendsten internationalen Bierwettbewerbe zu küren. Doch auch mehr als 5.000 Messegäste der BrauBeviale nutzten am ersten Messetag noch die Gelegenheit, selbst Jury zu spielen: Sie kürten aus den Goldmedaillengewinnern den Consumers‘ Favourite 2019. Die Goldmedaille geht an den Dunklen Weizenbock „Augustus 8“ der Brauerei Riegele (Deutschland). Silber holte die Brauerei Birra dell’Eremo für ihr Traditional Belgian-Style Lambic, Geuze, and Fruit Geuze „Selva Sour“ (Italien). Auf den dritten Platz schaffte es das Belgian-Style Strong Blond Ale „Averbode Abdijbier“ der Brouwerij L Huyghe (Belgien).

Die Liste mit allen Siegern des European Beer Star 2019 sowie den Kontaktdaten der Brauereien, Fotos und Grafiken gibt es unter www.european-beer-star.de

Die nächste BrauBeviale vom 12. – 12. November 2020 habe ich mir bereits in den Terminkalender eingetragen.

Weltenburger holt zum dritten Mal eine Medaille beim European Beer Star für den Asam Bock

Vollmundig, malzaromatisch, feinherb mit leichter Süße, feincremig, kräftig, intensiv im Duft und packend im Geschmack: Mit dieser Kombination ist der ältesten Klosterbrauerei der Welt ein besonderer Erfolg gelungen: Bereits zum dritten Mal zeichnete eine mehr als 100-köpfige Jury internationaler Brauexperten den traditionsreichen „Weltenburger Kloster Asam Bock“ in der Kategorie „German-Style Dunkler Doppelbock“ mit dem European Beer Star in Gold aus. Der „Beer Star“ in Bronze leuchtet in diesem Jahr über dem „Weltenburger Kloster Anno 1050“. Beim Märzen-Bier aus der Klosterbrauerei Weltenburg vor den Toren Regensburgs waren es die Fruchtigkeit, die vollmundige Balance feiner Hopfenanklänge und die belebende Herbsüße, die die Juroren begeisterten und zum erneuten Medaillengewinn beim härtesten Bierwettbewerb der Welt führten. Das Märzen Anno 1050 stand ebenfalls bereits zum dritten Mal auf dem Siegerpodest.

Die diesjährigen Trophäen wurden am 13. 11. 2019 im Rahmen der BrauBeviale auf der Nürnberger Messe verliehen, dem Treffpunkt der internationalen Getränkefachwelt. Die Auszeichnungen des European Beer Star sind bei den Brauereien in aller Welt mittlerweile so begehrt wie die Michelin-Sterne bei den Gastronomen und gelten weltweit als eine Art „Champions League“ der internationalen Brauwelt.

Rekordbeteiligung mit fast 2.500 Bieren

Die Konkurrenz für die Weltenburger Biere war in diesem Jahr so groß wie nie zuvor: 146 Braumeister, Biersommeliers und renommierte Bierkenner aus rund 30 Nationen bewerteten in diesem Jahr 2.483 Biere aus 51 Ländern, nochmals fast 200 mehr als 2018. Davon kam weniger als die Hälfte der Biere aus Deutschland. Die übrigen Teilnehmer kamen aus ganz Europa, Asien, Afrika sowie Nord- und Südamerika. Ausrichter des renommierten Wettbewerbs ist der Verband der Privaten Brauereien. In jeder der 67 Kategorien europäischer Brauart – vergaben die Tester jeweils nur drei Medaillen. Die Weltenburger Biere überzeugten die Juroren sowohl bei der Optik, bei Schaum, Geruch, Geschmack und in ihrer sortentypischen Ausprägung.

Fast ein Jahrtausend Brautradition

Bei Weltenburger ist die Freude über die Auszeichnungen groß: „Seit fast 1.000 Jahren wird in Weltenburg Bier in der Tradition der Benediktinermönche gebraut. Dieser ehrwürdigen Geschichte, die bis ins Jahr 1050 zurückreicht, fühlen wir uns auch heute noch verpflichtet und wir freuen uns, dass die Jury dieses Engagement und diese besondere Beständigkeit würdigt“, sagte Susanne Horn, die Geschäftsführerin der Klosterbrauerei Weltenburg. „Wir freuen uns sehr über die erneute Bestätigung unserer Qualitätstreue!“, so Horn.

Handwerkskunst und beste Zutaten

Die Prämierung sei vor allem auch eine Auszeichnung für die gesamte Mannschaft der Brauerei, die jeden Tag ihr Bestes gebe, um Brauspezialitäten höchster Qualität herzustellen. Gleichzeitig seien die beiden Beer Stars“ auch ein Ansporn für Braumeister Ludwig Mederer und seine Brauerkollegen: „Wir setzen auch weiterhin auf große Handwerkstradition und unsere bewährten Zutaten wie die Weltenburger Hefe, den Hallertauer Hopfen und das kristallklare Brauwasser aus unserem eigenen Brunnen.“

Bayreuther Hell wird Sieger beim European Beer Star

Am 13. November wurden auf der BrauBeviale in Nürnberg die Sieger des European Beer Star 2019 vom Verband der Privaten Brauereien verkündet. Bayreuther Hell von der Bayreuther Bierbrauerei konnte sich in einem der weltweit wichtigsten Bierwettbewerbe gegen alle anderen eingereichten Biere aus der Kategorie „German Style Helles“ durchsetzen.

Mit der Verleihung der Goldmedaille darf sich das Hellbier aus Bayreuth Europameister nennen. Braumeister Horst Weiß nahm die Gold-Medaille freudestrahlend entgegen: „Es ist eine riesengroße Ehre, als Gruppensieger aus dem in der Branche sehr angesehenen Wettbewerb hervorzugehen. Gleichzeitig ist die Erstplatzierung für meine Kollegen und mich ein Ansporn, beim Bierbrauen auch weiterhin niemals Kompromisse einzugehen, sondern jeden Tag unser bestes Bier zu brauen!“ Mit dem Sieg bei der durch eine internationale Fachjury durchgeführten Blindverkostung wird der Bayreuther Bierbrauerei bescheinigt, ein exzellentes Hellbier nach allen bierstiltypischen Kriterien zu brauen. Der Vorstand der Brauerei, Hans-Joachim Leipold ergänzt: „Was uns unsere Kunden aus Gastronomie und Handel schon seit Jahren bestätigen, haben wir nun schwarz auf weiß. Wir brauen einfach gutes Bier und danken allen Freunden für ihre Treue.“

Bayreuther Hell hat seine Wurzeln in der Bayreuther Bierbrauerei AG, die mit ihrer historischen Marke Bayreuther Brauhaus seit über 150 Jahren traditionelles, bayerisches Brauhandwerk pflegt. Der frisch-würzige Geschmack und der süffige Biergenuss sind typisch für die traditionelle Bierspezialität. Bayreuther Hell bekommt durch die sorgsam ausgewogene Balance aus feinsten, hellen Gerstenmalzen und einer dezenten Hopfennote seinen unverkennbaren Charakter. Im Glas strahlt es mit einer leuchtend goldenen Farbe und einer stattlichen Schaumkrone. Die Nase umspielen frische, florale Noten mit einem leichten Hauch von Honig und Zitrone. Im Mund zeigt sich ein leichtes, wunderbar würziges und süffiges Bier mit feinster Spritzigkeit: eine Komposition aus Honig, Karamell und blumigen Hopfennoten mit einem Hauch von Getreide. Ein ehrliches und schmackhaftes Helles, wie es in Bayern schon seit Jahrhunderten gebraut und geliebt wird.

Bayreuther Hell ist national in der klassischen 0,5 Liter Euroflasche und frisch vom Fass gezapft für die Gastronomie erhältlich. Seit dem zweiten Quartal 2018 entwickelt die Bayreuther Bierbrauerei das bayerische Hell-Segment mit der Einführung der handlichen 0,33 Liter Euroflasche weiter. Mit dem neuen Kultgebinde für bayerische Hellbiere sollen neben den Stammverwendern auch neue Zielgruppen angesprochen werden.

Weihenstephan räumt beim European Beer Star zwei Medaillen ab

Die Bayerische Staatsbrauerei Weihenstephan gehört zu den Stammsiegern beim European Beer Star. Auch in diesem Jahr haben die Brauer vom heiligen Berg wieder zwei Medaillen abgeräumt. Der helle Weizenbock Vitus und das spritzig-frische Kristallweißbier erhielten Silber beziehungsweise Bronze.

Der Weihenstephaner Vitus setzt seine Erfolge der vergangenen Jahre fort. Bei jedem Wettbewerb gab es mindestens Gold und Silber, auch 2019 konnte der helle Weizenbock beim European Beer Star wieder mit seinem herrlichen Aroma von Zitrusfrüchten, Gewürznelken und einem Hauch Banane überzeugen. In der Kombination mit der fein eingebundenen Kohlensäure ergibt sich ein einzigartiges Mundgefühl. Das hat offenbar auch die Jury überzeugt – so gab es die Silbermedaille.

Auch das Weihenstephaner Kristallweißbier hat seine Qualität erneut unter Beweis gestellt. Seit 2005 wird das goldgelbe, fein perlende und glanzfeine Weißbier jährlich bei verschiedenen internationalen Bierwettbewerben ausgezeichnet. Das Kristallweißbier überzeugte die Jury vor allem mit seinem feinen Aroma und dem ausgewogenen Körper. Deshalb erhielt es die Bronzemedaille – ein großer Erfolg!

Braumeister Tobias Zollo sagt: „Der European Beer Star ist besonders prestigeträchtig.“ Der Hintergrund: Im Unterschied zu anderen Bierwettbewerben werden Medaillen nicht für alle Biere ab einer gewissen Punktzahl verteilt. Hier gibt es pro Kategorie nur einmal Gold, Silber und Bronze. Umso höher ist natürlich die Wertigkeit. Das bedeutet deshalb auch, dass sowohl der Weizenbock Vitus als auch das Kristallweißbier zu den besten Bieren Europas gekürt wurden. „Das macht uns stolz und motiviert uns, weiterhin auf Qualität zu setzen. Ein großes Lob an alle unsere Mitarbeiter.“

Wie hoch dieser Erfolg einzuschätzen ist, zeigt ein Blick auf die Menge der eingereichten Biere: Insgesamt nahmen 2483 Biere aus aller Welt am European Beer Star teil, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Die Spezialitäten kamen aus 47 Ländern – neben Bier-Giganten wie Deutschland und Belgien nahmen beispielsweise auch „Bier-Exoten“ wie Myanmar oder Kambodscha teil.

Deutsche Brauereien erringen 25 Goldmedaillen beim bedeutendsten Bierwettbewerb des Jahres

Aus 47 Ländern auf allen Kontinenten wurden in diesem Jahr die Biere für den European Beer Star der Privaten Brauereien eingereicht. Mit 2.483 Bieren waren es so viele wie nie zuvor in der 16jährigen Geschichte dieses renommierten Wettbewerbes.

Die Gewinner in den 67 Kategorien (jeweils nur eine Gold-, Silber- und Bronzemedaille) werden am 13. November im Rahmen der BrauBeviale in Nürnberg ausgezeichnet.

Die deutschen Brauereien erringen mit 78 „Bier-Sternen“ die meisten Auszeichnungen. Platz zwei und drei in der Medaillenwertung 2019 gehen an Italien (10 x Gold, 3 x Silber und 7 x Bronze) und Belgien (7 x Gold, 4 x Silber und 3 x Bronze). Mit drei Goldmedaillen in den Kategorien Stout, German Style Schwarzbier und fassgereiftes Sour-Bier avanciert die australische Brauerei 4 Pines Brewing Company (Brookvale) zur erfolgreichsten Brauerei beim European Beer Star 2019.

Ausgelassene Freude dürfte in Seeon am Chiemsee und im oberfränkischen Bad Staffelstein vorherrschen. Denn dort konnten die Brauerei Camba Bavaria und der Staffelberg-Bräu jeweils zwei Gold- und eine Silbermedaille erringen. Mit Gold wurden die Staffelberger Biere in den Kategorien Mild Lager und Heller Doppelbock ausgezeichnet; der Helle Bock erhielt Silber. Den Oberbayern wurde Gold für Bohemian Dark Lager und New Style Hefeweizen sowie Silber für Imperial IPA zugesprochen. Gleichfalls mit zweimal Gold (Triple und Blonde Ale) sowie Silber (Strong Blond Ale) wurden die Biere der belgischen Brauerei Alken-Maas aus Mechelen dekoriert. Damit zählen diese drei Braustätten zu den erfolgreichsten europäischen Brauereien beim European Beer Star 2019!

Mit großem Abstand führen die deutschen Brauereien den Medaillenspiegel an: In den 67 Kategorien gingen 25 Goldmedaillen an Brauereien aus Deutschland; dazu weitere 24 Silber- und 29 Bronzemedaillen. Den größten Zugewinn verzeichnen indes die belgischen Brauereien: Mit 7 Gold-, 4 Silber- und 3 Bronzemedaillen toppten sie das Ergebnis von 2018 (1/4/3) ganz erheblich. Die italienischen Brauer rückten mit 10 x Gold, 3 x Silber und 7 x Bronze auf Rang zwei vor und unterstreichen einmal mehr die geniale Experimentierfreudigkeit mit eher unkonventionellen Bierstilen: So gab es Gold für Traditional Belgian Style Lambic, Dubbel, Fruit and Sour Bier, Fruit Bier, Honey Beer, New Style Pale Ale, New Style IPA, Smoke Beer Franconian Style, Strong Smoke Beer sowie Red and Amber Lager.

Großartige Vielfalt an unterschiedlichen Bierstilen

„Es ist gerade diese großartige Vielfalt an unterschiedlichen Bierstilen, die wir mit dem European Beer Star aufzeigen wollen“, erläutert Stefan Stang, Hauptgeschäftsführer der Privaten Brauereien Bayern, die Beweggründe für die Auslobung dieses Preises. „Es freut mich, dass sogar jedes Jahr neue Kategorien hinzukommen, um der weltweiten Bandbreite an Bieren gerecht zu werden.“ Zwei Tage benötigten die 145 Juroren Mitte Oktober, bis die 2.483 Biere (ein Plus von 6 Prozent gegenüber 2018) verkostet waren und die Medaillengewinner in den 67 Kategorien (Bierstilen) feststanden. In dieser Blindverkostung bewerten erfahrene Sensoriker wie Braumeister, Bier-Sommeliers und Fachjournalisten ausschließlich nach Kriterien, wie sie auch der Konsument zur Beurteilung von Bieren heranzieht: Optik, Schaum, Geruch, Geschmack und sortentypische Ausprägung. „Da wird in einer Verkosterrunde schon mal sehr kontrovers diskutiert,“ berichtet Thomas Buscham, Verkostungsleiter des European Beer Star, „aber am Ende steht bei uns immer ein klares Votum: Es gibt streng nach dem olympischen Prinzip nur einmal Gold, einmal Silber und einmal Bronze in jeder Kategorie.“

Deutsche Brauer holen Goldmedaillen in allen Weizenbier-Kategorien

Gerade diese nachvollziehbaren, transparenten Kriterien machen den European Beer Star zu einer weltweit überaus begehrten Auszeichnung. Für Georg Rittmayer, Brauereibesitzer aus dem oberfränkischen Hallerndorf und seit gut einem Jahr Präsident der Privaten Brauereien Bayern, ist der European Beer Star sogar die „Weltmeisterschaft der internationalen Brauwelt“, die auch beim Konsumenten große Beachtung erfahre. Entsprechend fiebern die teilnehmenden Brauereien den Tagen nach der Jury-Entscheidung entgegen, hoffen auf eine positive Nachricht.

Zum ersten Mal verteilen sich die deutschen Medaillen auf Braustätten in neun Bundesländern. Das Gros der Auszeichnungen geht traditionell an Biere aus Bayern und Baden-Württemberg, wo auch am meisten Brauereien beheimatet sind. Allein die sehr wettbewerbsintensiven Weizenbier-Kategorien gehen allesamt nach Süddeutschland. Jeweils Gold erhalten die Brauerei Ayinger (für Hefeweizen, bernsteinfarben), das Hofbrauhaus Freising (Hefeweizen, hell) und die Löwenbrauerei Passau (Hefeweizen, dunkel). Der beste helle Weizenbock kommt von der Schloßbrauerei Unterbaar, das dunkle Pendant vom Brauhaus Riegele – beides Brauereien, die seit Jahren immer wieder Auszeichnungen beim European Beer Star erzielen. Nach Baden-Württemberg zur Brauerei Ladenburger geht die Goldmedaille für das Kristallweizen. Im oberbayerischen Altötting freuen sich die drei Schwestern Birgit Strasser, Iris und Sabine Detter, die sich die Leitung des kleinen Gramminger Weißbräu teilen, über die Goldmedaille in der Kategorie Leichtes Weißbier.

Kleine Brauereien mit großen Bieren

Auch bei vielen anderen, in Deutschland sehr populären Biersorten sammelten die deutschen Brauereien zahlreiche Medaillen: Die Aktienbrauerei Kaufbeuren braut das beste Pils, aus der Oberpfalz kommen das beste Märzen (Brauerei Hofmark) das beste Festbier (Privatbrauerei Alwin Märkl) und der Gewinner in der neuen Kategorie Alkoholfreies Ale (Brauhaus Nittenau). Die Bayreuther Bierbrauerei erhält Gold in der Kategorie Helles Bier. Sicherlich zu den kleinsten Brauereien mit einer Gold-Auszeichnung beim European Beer Star zählt die Hönicka-Bräu aus Wunsiedel (Dunkel), genau wie die BRLO Braukunst aus Berlin (Imperial Stout). „Auch wenn in diesem Jahr einige Großbrauereien in den Medaillenlisten aufscheinen, bleibt festzuhalten, dass der Löwenanteil der Auszeichnungen wieder an Inhaber-geführte, kleine und mittelständische Betriebe geht,“ erläutert Roland Demleitner vom Bundesverband der Privaten Brauereien, „handwerklich erzeugte Biere sind eben ganz überwiegend charaktervolle Biere und das goutiert die Jury ganz im Sinne unseres Wettbewerbes.“

Biere aus 47 Ländern aller Kontinente eingereicht

Ein weiteres herausragendes Kriterium des European Beer Star ist die weltweite Resonanz: Etwa 40 % der eingereichten Biere kommen von deutschen Brauereien, 60 % der eingereichten Biere stammen aus 46 Ländern aller fünf Kontinente. Traditionell besonders stark vertreten sind Brauereien aus Nordamerika.

Auch in diesem Jahr gingen insgesamt 26 Medaillen an Braustätten zwischen Alaska und Florida. Goldmedaillen gab es in den Kategorien English Style Bitter (Firestone Walker), English Style Porter (Reubens Brews), Herb and Spice Beer (Indeed Brewing Company), Belgian Strong Dark Ale (Taxman Brewing Company), fassgereiftes Starkbier (Revision Brewing Company) und Ultra Strong Beer (Pelican Brewing Company). Interessanterweise ist die ehemalige US-Domäne der unterschiedlichen India Pale Ales (IPA) beim European Beer Star 2019 in neue Hände übergegangen: Das beste Imperial IPA kommt von der australischen Pirate Life Brewing, Gold in der Kategorie New Style IPA geht an die MC 77 Birrificio Artiginale (Italien), von der Internationalen Brau-Manufactur (Frankfurt/M) kommt das beste Traditional IPA.

Enormen Aufwind erfahren gerade die asiatischen Brauereien und das bildet sich auch bei den Medaillen-Entscheidungen ab: Sechs Goldmedaillen gehen an Brauereien in China, Taiwan, Japan, Myanmar und Thailand. Hervorzuheben ist dabei die taiwanesische Buckskin Brauerei mit Gold für ihr Export, Silber für fränkisches Rauchbier und Bronze für Altbier. Letztere Kategorie holte sich bereits zum wiederholten Mal die japanische Warabi-za – vor den Düsseldorfer Lokalmatadoren Brauerei Schumacher. Auch weitere vertraute Brauereinamen finden sich auf den Siegerlisten des European Beer Star 2019: Auffallend die drei Silbermedaillen für Märzen, Helles und bernsteinfarbenes Hefeweizen der Schloßbrauerei Autenried sowie die Goldmedaillen der österreichischen Brauerei Raschhofer für Kellerbier Hell, der Familienbrauerei Ketterer für das Kellerpils und der Klosterbrauerei Weltenburg in der Kategorie Dunkler Doppelbock. Übrigens ging auch in Hallerndorf (Oberfranken) gleich nach der Jury-Entscheidung eine höchst erfreuliche Nachricht ein: Die dortige Brauerei Rittmayer gewinnt jeweils Bronze in den „urfränkischen“ Kategorien Smoke Beer Frankonian Style und Rauch-Starkbier – die Sieger in beiden Kategorien kommen aus Italien.

Der European Beer Star der Privaten Brauereien, seit 2003 weltweit ausgelobt, wird unterstützt von der Barth-Haas Group, der BayWa, Rastal und MicroMatic. Partner sind die Brauakademie Doemens, die BrauBeviale und die Brauwelt.

BrauBeviale 2019: Präsentation des Hobbybrauerwettbewerb-Gewinnerbiers

Heiko Müller ist der diesjährige Gewinner des Hobbybrauerwettbewerbs von Maisel & Friends und der BrauBeviale. Der Hesse wurde bei der „Home Brew Bayreuth“ im April von der internationalen Fachjury als klarer Sieger gekürt. Sein Kellerbier „Kaminfeuer“ durfte der Heimbrauer im großen Maßstab der Maisel & Friends Brauwerkstatt nachbrauen. Präsentiert wird das Siegerbier erstmals in der „Craft Drinks Area“ der BrauBeviale. Zentrale Anlaufstelle für Heim- und Hobbybrauer: der Themenpavillon brau@home.

Die BrauBeviale als wichtigste Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie und die Craftbier-Pioniere Maisel & Friends haben den Wettbewerb für Hobby- und Heimbrauer 2019 zum zweiten Mal durchgeführt und stießen damit auf große Resonanz. Die Aufgabe war, ein „Kellerbier – zwischen traditionell und modern“ einzureichen. In mehreren Verkostungsrunden führte die zehnköpfige Fachjury die Blindverkostung durch und schließlich überzeugte Heiko Müllers Kellerbier „Kaminfeuer“ mit einer leichten Rauchmalznote die internationalen Juroren.

Als Highlight der Veranstaltung „Home Brew Bayreuth“ wurde Heiko Müller feierlich zum Gewinner des Wettbewerbs gekürt. Andrea Kalrait von der BrauBeviale, Michael König und Markus Briemle von Maisel & Friends holten ihn bei der Siegerehrung auf die Bühne und Heiko war völlig perplex: „Ich bin total geflasht, freue mich riesig und hätte niemals mit dem ersten Platz gerechnet!“ Anfang September fand der lang ersehnte Brautag in Bayreuth statt. Auf dem 25 Hektoliter-Sudwerk der Maisel & Friends Brauwerkstatt wurde das Kellerbier „Kaminfeuer“ nachgebraut und für den ambitionierten Hobbybrauer Heiko wurde damit ein Traum wahr. Zusammen mit dem Maisel-Braumeister Markus Briemle durfte er einen Tag lang Malzsäcke schleppen, Einmaischen, Jobproben ziehen und Hopfen in seinen Sud geben.

Auf der Fachmesse BrauBeviale wird das Hobbybrauerbier „Kaminfeuer“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Vom 12. – 14. November 2019 wird Heiko Müller sein Bier an jedem Messetag von 16:30 – 18:00 Uhr in der Craft Drinks Area den Fachbesuchern und der Fachpresse zur Verkostung anbieten. Einen Tag vorher präsentiert er es zusammen mit Biersommelier Michael König der Fachpresse bei der offiziellen Pressekonferenz zur BrauBeviale. Der 11. November ist auch der Startschuss für den Verkauf des streng limitierten Biers im Maisel & Friends Onlineshop: www.maiselandfriends.com/shop

Forum BrauBeviale 2019 – die Vielfalt der Getränkebranche auf einer Bühne

Die Vorbereitungen laufen mittlerweile auf Hochtouren: Nicht mehr lange und Nürnberg ist wieder der Mittelpunkt der internationalen Getränkeindustrie. Vom 12. bis 14. November 2019 trifft sich die Branche zur weltweit wichtigsten Investitionsgütermesse für Getränkeproduktion und -vermarktung in diesem Jahr. Das Angebot der rund 1.100 Aussteller umfasst die gesamte Prozesskette der Getränkeherstellung – und zwar aller Getränkesegmente wie Bier, Cider, Spirituosen, Sekt, Wein, Wasser, Saft, Erfrischungsgetränke sowie flüssige Molkereiprodukte. Leitmotiv ist auch in diesem Jahr die Zukunftsfähigkeit der Getränkebranche: Welche Herausforderungen bewegen sowohl Ausrüster als auch Getränkehersteller? Die BrauBeviale bietet sowohl im Fachangebot als auch im Rahmenprogramm die zentrale Plattform für Austausch und Innovation. Unter anderem im Forum BrauBeviale setzt sie Impulse und liefert Inspiration.

Das beliebte Forum BrauBeviale bietet den Zuhörern neben der Eröffnung und verschiedenen Preisverleihungen Information, Inspiration und die Möglichkeit zur Interaktion. Den Auftakt bildet die Eröffnung mit der Verleihung des Bayerischen Bierordens durch die Privaten Brauereien Bayern, ideeller Träger der Messe. Spannende Impulse liefert in seiner Keynote Univ. Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger, Vorstand des Instituts für Medizinische Genetik an der Medizinischen Universität Wien: „Herausforderung Zukunft – wie nutzen wir die Ressource Talent“ verspricht geistreiche Anregungen und Denkanstöße für jeden, der sich mit dem Thema Zukunftsfähigkeit beschäftigt.

Hot Topics on Stage

Hier einige Highlights im Forum BrauBeviale: Hochkarätig besetzte Podiumsdiskussionen mit dem Who-is-Who aus Getränkeindustrie und Politik zu zwei auch in der breiten Öffentlichkeit heiß diskutierten Themen. Am Nachmittag des zweiten Messetages wird aufgrund der aktuellen und umstrittenen Diskussionen besonders angeregter Austausch erwartet.

Stichwort „Flaschenpfand“: Vor allem Brauer stehen vor dem Problem, dass zu wenig Leergut wieder zu ihnen zurück gelangt. So haben sie nicht ausreichend Flaschen, um ihr Bier abzufüllen. Die Neubeschaffung von Pfandflaschen ist kostspielig, einige mittelständische Brauereien machen sich bereits Sorgen um ihre Existenz. Laut dem ideellen Träger der BrauBeviale, den Privaten Brauereien Bayern, sind die Pfandbeträge viel zu niedrig, um einen Anreiz zu schaffen, das Leergut tatsächlich zurückzubringen. Aus diesem Grund haben sie auf die Bühne des Forums BrauBeviale die großen Verbände der Branche eingeladen, um mit ihnen zu diskutieren: Neben den Privaten Brauereien Deutschland, den Freien Brauern, dem Deutschen Brauerbund, dem Bundesverband des Getränkefachgroßhandels sowie Vertretern aus der Getränke-Logistik und dem Lebensmittelhandel kommen alle Vertreter der Pfand- Wertschöpfungskette zu Wort.

Unter dem Titel „Mineralwasser – Problemfall statt Genuss?“ wird die aktuelle Diskussion rund um Mineralwasser, Leitungswasser, etc. unter die Lupe genommen. Jahrzehntelang hochgelobt für ihr gesundes Produkt und ihr weltweit einmaliges System der Mehrwegflaschen, fühlen sich die Mineralbrunnen plötzlich an den Pranger gestellt: Leitungswasser soll nun tatsächlich besser sein als Mineralwasser? Doch wer definiert eigentlich, was gutes Wasser ist? Wie sehen die Kriterien aus und welche Rolle fällt dem Leitungswasser und welche dem Mineralwasser zu? Welche Wünsche von Politik, Verbänden, Produzenten und Verbrauchern gilt es zu vereinen? Vertreter des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, der Deutschen Umwelthilfe, des Bund Naturschutzes, des Verbands Deutscher Mineralbrunnen sowie führender Mineralbrunnen versuchen gemeinsam Antworten und Lösungsvorschläge zu finden.

Top-Themen der Getränkebranche

Die Themenschwerpunkte des Forums BrauBeviale spiegeln den BrauBeviale-ThinkTank wider: Rohstoffe, Technologien, Verpackung, Marketing und Unternehmertum. Was unterscheidet die sogenannte Generation Z von ihren Vorgängern und welche Herausforderungen stellen sich dadurch für Getränkehersteller und ihr Marketing? Aufschlussreiche Antworten auf aktuelle Fragen werden im Marketing Forum, organisiert von K&A BrandResearch, gesucht und gegeben. Am Nachmittag des ersten Messetages werden der Getränkemarkt und seine Player exemplarisch unter die Lupe genommen: Es geht um außergewöhnliche Unternehmenskonzepte und um die sogenannten Hidden Champions im Getränkemarkt. Die JOSEFS Brauerei Olsberg, Premium Cola und Lauffener Weingärtner sind nur einige der vorgestellten Unternehmen.

Digitalisierung ist ein Schlagwort, das sich durch zahlreiche Branchen, Bereiche und Abteilungen zieht – und es macht auch vor der Getränkeindustrie nicht Halt. Wie sieht es aus mit der digitalen Entwicklung in der Getränkebranche? Was leisten Big Data, Algorithmen und Künstliche Intelligenz für Hersteller und Handel? Am Vormittag des zweiten Messetages erleben Interessierte hier aktuelle Beispiele, Anregungen und kompetente Ansprechpartner aus der Getränkeindustrie. Organisiert wird diese Runde von Logistik- und Digitalisierungsberater Huesch & Partner. Im darauffolgenden Slot der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) wird das Thema fortgeführt. Die Schlagworte, die hier zur Sprache gebracht werden, sind Digitalisierung, Automatisierung, Individualisierung, Losgröße 1 sowie Blockchain in der Getränke-Logistik.

Am letzten Messetag bestimmt das Thema Klima den Vormittag im Forum BrauBeviale. Unter dem Titel „Zukunftsrisiko Klima: Entwicklungen und Konsequenzen für die Braurohstoffe“ diskutieren renommierte Branchenteilnehmer über mögliche Folgen für Braugerste, Hopfen und den Rohstoff Wasser durch den Klimawandel. Der Nachmittag des letzten Tages widmet sich ganz der „Next Generation“: Nachwuchsförderung, Fachkräfte, Unternehmensnachfolge – viele Punkte gilt es hier zu beachten, um die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen.

Awards und Preisverleihungen

Die BrauBeviale ist die zentrale Plattform für die internationale Getränkeindustrie in diesem Jahr, daher ist den renommierten Preisverleihungen im Forum BrauBeviale die Aufmerksamkeit gewiss. Der World Beverage Innovation Award von FoodBev Media zeichnet zum wiederholten Male herausragende und innovative Ideen in 25 Einzelkategorien aus, die alle Aspekte der Getränkeindustrie abdecken. Die übergeordneten Kategorien sind: Produkte, Verpackung, Herstellung und Vermarktung. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft verleiht im Forum BrauBeviale publikumswirksam die Ehrenpreise für den Wettbewerb „Deutscher Hopfenchampion 2019“ des Verbandes Deutscher Hopfenpflanzer in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft/Hopfenforschung Hüll. Praxisrelevante Brauwissenschaft würdigt der Ludwig-Narziß-Preis für Brauwissenschaft. Der Namensgeber, Prof. Dr. em. Ludwig Narziß, langjähriger Inhaber des Lehrstuhls für Technologie der Brauerei I (heute Lehrstuhl für Brau- und Getränketechnologie) der TU München, zeichnet persönlich eine herausragende Veröffentlichung eines Jahrgangs der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „BrewingScience“ aus. Eine weitere Ehrung für den Fachkräfte-Nachwuchs: Der IGL Innovationspreis Technische Universität München. Der Innovationswettbewerb für Getränke und Lebensmittel der Studienfakultät für Brau- und Lebensmitteltechnologie bietet Studierenden die Möglichkeit, eine eigene innovative Idee aus dem Bereich Food oder Beverages zu verwirklichen.