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Riedenburger – Dolden Null

Alkoholfreies Craft Beer ist selten und auch beim Bier aus biologischen Zutaten ist alkoholfreies Bier die absolute Ausnahme. Beim Dolden Null aus dem Riedenburger Brauhaus im Altmühltal kommt nun beides zusammen: ein alkoholfreies Craft Beer, das aus Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau gebraut wurde. Nur zur Erinnerung: alkoholfreies Bier heißt nicht, dass das Bier absolut keinen Alkohol enthält, sondern lediglich, dass weniger als ein halbes Volumenprozent enthalten ist. Darauf weist das Riedenburger Brauhaus beim Dolden Null auch auf dem vorderen Etikett hin.

Auf dem Rückenetikett beschreibt die Brauerei im Telegrammstil, weshalb und wie sie das Bier braut: „Manchmal müssen wir noch Auto fahren. Manchmal am nächsten Tag fit sein. Aber deswegen auf ein Craftbier verzichten? Wir mussten es lösen, dieses schier unlösbar geglaubte Dilemma. Auch für uns selbst. Hier ist Dolden Null. Eingebraut als Dolden Sud und dann urplötzlich die Gärung gestoppt. Quasi ein Alcoholitus Interruptus. Das Ergebnis: ein hopfig, fruchtiges craftiges Bier – nur eben fast ohne Alkohol.“ Soweit die Theorie, kommen wir nun zum Bier.

Goldgelb zeigt sich das Bier im Glas, dazu minimal hefetrüb. Darüber bildet sich eine recht große feinporige weiße Schaumkrone, die sich sehr langsam auflöst. Die Optik dieses Biers ist schon mal ein Gedicht.

Das Bier duftet nach Zitrusschalen und Bitterorange. Dazu ist eine gewisse Malzsüße zu erahnen. Jetzt habe ich aber richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk spiegelt das Aroma wider. Die Zitrone kommt dabei mehr in den Vordergrund und ich würde mir etwas mehr Süße wünschen. Aber die sehr lebendige Kohlensäure sorgt für eine ordentliche Frische. Insgesamt macht das Bier während des Trinkens einen leichten Eindruck. Erst im Abgang kommt eine leichte und freundliche bittere Note hervor, die recht kurz nachklingt.

Es ist ein durchaus leckeres Bier, das ich gerne an einem warmen Sommerabend im Biergarten genießen würde. Für ein IPA fehlt mir aber etwas.

Zutaten:

Wasser, Emmermalz, Gerstenmalz, Hopfen (Spalter Select, Saphir, Mandarina Bavaria, Cascade, Pilgrim), Gärungskohlensäure, Hefe

Alkoholgehalt:

< 0,5 % Vol.

Stammwürze:

6° Plato

Brauerei:

Riedenburger Brauhaus
93339 Riedenburg
www.riedenburger.de

BierSelect

Aktien Landbier

Und nun mal wieder ein hoffentlich leckeres Bier aus Franken, das Aktien Landbier Fränkisch Dunkel aus Bayreuth. Die Flasche sieht jedenfalls schon mal vielversprechend aus. Zunächst einmal mag ich die Bügelverschlüsse und auch das Etikett fällt mit seinem klaren und fast minimalistischen Design angenehm aus dem Rahmen. Na, dann wollen wir mal sehen.

Dunkelrot ist dieses Landbier im Glas. Dazu ein schöner feinporiger hellbrauner Schaum. Das Bier duftet intensiv nach Röstmalz mit seinen süßen Noten. Auch einige säuerliche Aromen sind dabei. Eventuell rote Früchte? Der Duft von Kirschen? Ich kann den Duft nicht genau identifizieren. Aber das Aromenspiel macht Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist nicht so intensiv wie ich es aufgrund der Aromenvielfalt erwartet hätte. Er ist würzig und leicht süß. Der Geschmack intensiviert sich aber im Mund. Dann kommt auch ein Anflug von Bitterschokolade durch. Im Abgang macht sich der Hopfen bemerkbar, der auch einige Zeit im Hals nachklingt. Doch, dies ist ein gutes Stück fränkischer Braukunst, süffig und spannend.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Röstmalzbier, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Bayreuther Bierbrauerei AG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
http://www.bayreuther-bier.de

Urfränkisches Landbier

Fränkisches Bier genießt bei mir eigentlich einen großen Vertrauensvorschuss. Um das Ergebnis dieses Biertests vorwegzunehmen: diesmal war ich wirklich enttäuscht.

Beim Eingießen fällt die angenehme rotbraune Farbe auf. Der elfenbeinfarbige Schaum besteht aus ungleichmäßig großen Blasen und fällt schnell zusammen. Bereits beim Antrunk fällt vor allem ein deutlich säuerlicher Geschmack mit einer leichten Schokoladennote auf. Im Abgang ist das Bier unangenehm bitter. Nein, dieses Bier braucht die Welt nicht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Privatbrauerei Kesselring
97342 Marktsteft
http://www.kesselring-bier.de/

Leikeim – Wintertraum

Im Jahr 1887 gründete Johann Leikeim die Brauerei, aus der jetzt der Wintertraum vor mir steht. Bis heute ist sie im Familienbesitz. 2016 wurde der letzte Generationenwechsel vollzogen. Damals übergab Christine Leikeim das Unternehmen an ihre drei Kinder Andreas (Geschäftsführung), Bastian und Anna.

Im Gegensatz zu den meisten Winterbieren strahlt das Leikeim Wintertraum golden im Glas. Es enthält recht viel feinperlige Kohlensäure, die auch für eine ganz ordentliche Blume sorgt, die durchschnittlich lange erhalten bleibt. Damit ist die Optik dieses Winterbieres ungewöhnlich aber ansprechend.

Das Bier duftet nach Karamell und Brot. Hopfennoten kann ich im Aroma nicht feststellen.

Der Antrunk ist schlank und frisch und er weist erfreulich wenig Süße auf. Schnell kommt eine leichte Säure dazu, so dass das Bier richtig süffig wird. Außerdem sind auch bald die 5,4 Volumenprozent Alkohol zu schmecken. Erst im Abgang macht sich ein leichtes Bitter bemerkbar, das aber überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,4 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Brauhaus Leikeim
Gewerbegebiet 4
96264 Altenkunstadt
www.leikeim.de

Crew Republic – Foundation 11

Nun steht mal wieder ein bayrisches Craft-Bier vor mir, das Crew Republic Foundation 11. Gebraut mit zwei Malz- und fünf Hopfensorten erwarte ich, dass dieses Bier sorgfältig komponiert wurde, weshalb meine Erwartungen kräftig in die Höhe steigen. Aber erst einmal werfe ich einen Blick auf die Etiketten. Dabei fällt mir auf, dass Crew als Vertrieb aufgeführt wird; eine Brauerei wird nicht genannt. Nun habe ich erst einmal die Website von Crew Republic aufgerufen und dort habe ich den Eindruck gewonnen, dass es sich wohl doch um die Brauerei handelt oder dass zumindest eine andere Brauerei im Auftrag von Crew Republic das Bier gebraut hat. Betrachten wir der Einfachheit halber Crew Republic als Brauerei. So, jetzt ist es aber an der Zeit, das Bier einzuschenken.

Bernsteinfarben und mit viel Hefe steht das Bier im Glas, darüber relativ wenig gemischtporiger Schaum, der sich außer einem kleinen Rest auch nicht allzu lange hält.

Das Aroma beglückt uns mit ausgewogenen Düften von Malz, dunklen Früchten, Zitrusfrüchten und Kräutern.

Der Antrunk ist angenehm süß mit kräftiger aber feinperliger Kohlensäure. Den Körper kann ich als intensiv, voll, rund und fruchtig beschreiben. Dabei halten sich die Säuren dezent im Hintergrund. Erst im Abgang kommen die Bitterstoffe wirklich zum Vorschein. Sie sind sehr intensiv und der Geschmack hält sich lange. Ich mag dieses Bier, kann aber auch jeden verstehen, der sich für dieses Bier nicht erwärmen kann.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Münchner Malz, Pilsener Malz, Karamellmalz), Hopfen (Herkules, Nelson Sauvin, Chinook, Citra, Cascade), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Brauerei:

CREW AleWerkstatt GmbH
Fraunhoferstr. 9
80469 München
http://www.crewrepublic.de

Hohenthanner – Blau Weisse

Seit etwa 150 Jahren braut die Familie Rauchenecker in der Hohenthanner Schlossbrauerei ihre Biere. Die Brauerei ist für ihren hohen Anspruch an die Qualität der Rohstoffe und der daraus gebrauten Biere bekannt. Das zeigt sich auch darin, dass die Brauerei eine ganz Reihe an Craft-Bieren im Angebot hat.

Die Rohstoffe für die Biere aus der Brauerei im Familienbesitz stammen aus der Umgebung der Brauerei. Das Wasser kommt aus dem hauseigenen Brunnen, der Hopfen aus der Hallertau und das Getreide von Bauern in Bayern, die den Brauern persönlich bekannt sind. Da versteht es sich fast von selbst, dass die Hefe aus der hauseigenen Zucht stammt. Aber kommen wir jetzt zum Bier.

Hell bersteinfarben mit einer sehr agilen Kohlensäure präsentiert sich das Bier im Glas. Zusammen mit der leichten Hefetrübung und der wunderschönen cremigen Schaumkrone, die auch lange erhalten bleibt, gefällt mir das Bier optisch schon mal sehr gut.

Bereits beim Einschenken steigen mir blumige Düfte sowie der Duft von Banane in die Nase. Dazu kommen noch Zitrusnoten, Melone sowie ein Hauch Karamell. Das opulente Aroma zeigt, dass sich die Brauer bei der Auswahl der vier Hopfensorten sehr viel Mühe gegeben haben. Die Grundhopfung wurde mit den Sorten Hallertauer Tradition und Perle durchgeführt, die spätere Kalthopfung mit Hüll Melon und Hallertauer Cascade.

Der erste Eindruck ist angenehm und vergleichsweise trocken. Schnell entfalten sich die Geschmäcker nach Banane und Zitrone, begleitet durch einen leichten Teiggeschmack, den der Weizen mit sich bringt. Der Abgang ist ebenfalls fruchtig und dabei mild. Jetzt meine ich, auch etwas Ananas zu schmecken. Der Geschmack klingt mittellang nach.

Dieses niederbayerische Bier ist mild und dürfte daher auch Konsumenten schmecken, die sonst kein Weizenbier trinken.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz (karamellfarbenes Weizen- und Gerstenmalz), Hopfen (Hallertauer Tradition, Perle, Hüll Melon, Hallertauer Cascade), Hefe

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

12,5° Plato

Brauerei:

Hohenthanner Schlossbrauerei GmbH & Co. KG
Brauhausstraße 1
84098 Hohenthann
www.hohenthanner.de

Andechs – Weißbier Dunkel

Nun steht mal wieder ein Bier vom Heiligen Berg in Andechs vor mir, das dunkle Weißbier. Dieses Bier, das seit 1997 gebraut wird, wird wie alle anderen Biere im Kloster Andechs mit regional erzeugtem Malz sowie mit Aromahopfen gebraut. Wie die meisten größeren Brauereien wird aber auch Hopfenextrakt zugegeben. Am Hopfenextrakt scheiden sich die Geister. Der Extrakt enthält keine ätherischen Öle mehr, die dem Aromahopfen seine Fruchtigkeit verleihen. Daher steht ein Bier, das mit Hopfenextrakt gebraut wurde, schnell im Verdacht, dass es sich um ein Billigbier handelt. Andererseits hat Slowfood den Präsidenten des Bayerischen Brauerbunds interviewt, der unwidersprochen ausgeführt hat, dass Hopfenextrakt für die erste Hopfung kein Problem darstellen würde, da die ätherischen Öle aus dem Hopfen, der bei der ersten Hopfung zugegeben wurde, beim Kochen verdampfen würden. Ich kann selbst nicht einschätzen, was denn nun stimmt, sondern ich muss mich auf die Aussagen der Experten verlassen und im Endeffekt kommt es mir auf das Endergebnis an. Damit kommen wir zum dunklen Weißbier aus Andechs.

In einem sehr dunklen Braun präsentiert sich das Bier im Glas. Es enthält etwas Hefe, durch die ich noch viel sehr aktive Kohlensäure sehe. Für ein Weizenbier bildet sich recht wenig beiger Schaum, der feinporig ist und lange erhalten bleibt. Optisch gefällt mir das Bier schon mal sehr gut.

Das Aroma ist durch die Röststoffe des Malzes zusammen mit einer leichten Schokoladennote geprägt. Da aber der lt. Brauerei verwendete Aromahopfen nicht zu riechen ist, bleibt das Aroma etwas eindimensional. Der Antrunk ist wie erwartet malzig, wird aber durch die reichlich vorhandene Kohlensäure frisch und spritzig. Auf der Zunge entwickelt sich schnell der Geschmack von Bitterschokolade, so dass die Röststoffe einen recht schönen Körper bilden. Dazu kommt eine leichte Säure. Mir fällt auf, dass die Bitterstoffe nahezu vollständig fehlen, die den Geschmack gut abrunden würden. Sie kommen erst im Abgang leicht zum Vorschein. Dafür klingt der Geschmack in der Kehle noch etwas nach.

Insgesamt habe ich hier ein Bier für den Liebhaber milder Biere vor mir. Irgendwie fehlt mir etwas. Aber das ist halt nur mein individueller Geschmack.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

12,5 %

Brauerei:

Klosterbrauerei Andechs
Bergstr. 2
82346 Andechs
www.andechs.de

BierSelect

Hell-Bräu – Dult-Märzen

Eigentlich ist die oberbayerische Kreisstadt Altötting ja eher durch ihre Gnadenkapelle als Wallfahrtsort bekannt, weniger als Brauereistandort. Andererseits ist es ja auch wenig überraschend, wenn eine bekannte Gemeinde in Bayern auch eine Brauerei beherbergt.

Das Bier kommt in einer traditionellen Bügelflasche. Auf dem Etikett ist Altötting abgebildet, zusammen mit einem Dorffest, das in Bayern Dult genannt wird. Damit wäre auch schon der Name des Bieres erklärt. Nun will ich es aber testen.

In hellem Goldgelb mit wenig sichtbarer Kohlensäure präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich recht wenig weißer gemischtporiger Schaum, der sich auch schnell auflöst.

Das Aroma ist malzig und süßlich. Der Hopfen hält sich diskret im Hintergrund. Eventuell kann ich einen leichten grasigen Duft feststellen, der ist aber so diskret, dass ich mir nicht sicher bin. Auch wenn beim Dult-Märzen kein Hopfenextrakt verbraut wurde, hat die Brauerei beim Hopfen wohl etwas zu sehr gespart.

Dementsprechend süß ist auch der Antrunk. Immerhin stelle ich jetzt fest, dass das Bier doch mehr Kohlensäure enthält als ich gesehen habe. Dadurch erhält das Bier eine angenehme Frische. Auch wenn die Brauerei am Hopfen gespart hat, ist der Körper voll, intensiv und vollmundig. Trotzdem fehlen mir die Bitterstoffe. Dabei wird doch gerade beim Märzen traditionell eher etwas mehr Hopfen verwendet. Jetzt fällt mir auch auf, dass in der Zutatenliste der Hopfen noch vor dem Malz steht, eine Besonderheit, die ich nicht erwartet hätte. Da die Zutaten absteigend in der Reihenfolge der Menge angegeben werden, müsste der Hopfen eigentlich die zentrale geschmackgebende Zutat sein. Wie zu erwarten ist auch der Abgang sehr mild, er klingt aber einige Zeit nach.

Trotz aller Kritik, die ich an diesem Bier habe, ist es süffig und wirklich nicht schlecht. Für Liebhaber sehr milder Biere ist es sicher genau richtig. Insbesondere gefällt mir, dass die immerhin 5,8 % Alkohol kaum durchschmecken, was nicht selbstverständlich ist.

Zutaten:

Wasser, Hopfen, Gerstenmalz

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

13,5° Plato

Brauerei:

Hell-Bräu
Herrenmühlstr. 15
84503 Altötting
www.hellbraeu.de

Maisel – Edelhopfen

Die fränkische Brauerei Maisel ist ja eher für seine Weizenbiere bekannt. Jetzt steht aber ein Pils aus der Bayreuther Brauerei vor mir. Das ist nichts besonderes, denn auf ein Pils kann kaum eine Brauerei verzichten. Aber dieses Bier ist schon etwas anders, denn es handelt sich um ein kalorienreduziertes Pils, das aber trotzdem vom Alkoholgehalt her im Durchschnitt liegt. Diesen Effekt erreicht Maisel, indem das Bier höher vergoren wird als normal. Dadurch wird mehr Alkohol gebildet, der aber anschließend teilweise wieder entzogen wird. Dadurch enthält das Bier nach Angaben der Brauerei 75 % weniger Kohlenhydrate als das „normale“ Pils von Maisel und kommt auf lediglich 30 Kilokalorien pro 100 ml. Dafür enthält das Bier nicht so viel Malzzucker wie ein normales Pils und ist daher trockener. Wie sich das auf den Geschmack auswirkt will ich jetzt testen.

Strohgelb und kristallklar präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist nicht allzu groß, bleibt aber durchschnittlich lange erhalten.

Das Bier duftet nach Karamell, Biskuit und leicht nach Zitrone. Bis hierhin gefällt mir das Bier schon mal.

Der Antrunk ist spritzig und frisch, dabei wie erwartet recht trocken. Auf der Zunge ist das Bier sehr schlank und wirkt fast wie ein alkoholfreies Bier. Die Bitterstoffe sind nur sehr knapp dosiert. Erst im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger, bleibt aber eher diskret. Trotzdem klingt der Geschmack lange nach.

Das Bier würde als alkoholfreies Pils eine gute Figur machen, aber bei fast fünf Prozent Alkohol hätte ich mehr Geschmack erwartet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenauszüge

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

9,5° Plato

Brauerei:

Gebr. Maisel KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.edelhopfen.de

Paulaner – Oktoberfest Bier

Das Oktoberfest in München gilt als das größte Bierfest der Welt. Eine Besonderheit des Oktoberfestes ist, dass nur sechs Brauereien aus München auf der Wiesn ausschenken dürfen. Neben Augustiner, Hacker Pschorr, Hofbräu, Löwenbräu und Spaten gehört auch Paulaner zu diesem illustren Kreis. Auch wenn das diesjährige Oktoberfest schon einige Zeit vergangen ist, steht jetzt das Oktoberfest Bier von Paulaner vor mir.

Hellgold strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber bildet sich leicht überdurchschnittlich viel feinporiger Schaum, der lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert, unterstützt durch einige würzige Noten des Hopfens. Damit ist das Aroma nicht sonderlich komplex, aber durchaus angenehm. Dazu trägt auch bei, dass dieses Bier ohne Hopfenextrakt gebraut wird.

Beim ersten Kontakt mit der Zunge zeigt sich eine leichte Süße, die durch recht wenig sehr feinperlige Kohlensäure begleitet wird. Das Bier erzeugt ein volles Mundgefühl. Dabei kommt ein leichtes Bitter zum Vorschein. Im Abgang wird das Bitter etwas stärker, es klingt aber nur kurz nach.

Das Paulaner Oktoberfest Bier lässt sich gut trinken. Es ist wirklich nicht schlecht, aber auch kein großer Genuss. Es ist eher für das Trinken großer Mengen geeignet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Brauerei:

Paulaner Brauerei Gruppe GmbH & Co. KGaA
Ohlmüllerstr. 42
81541 München
www.paulaner.de