Schlagwort-Archiv: Bayern

Hirsch-Bräu – Winter-Festbier

Aus dem Oberallgäu kommt das Winter-Festbier, das jetzt vor mir steht. Auch wenn der Winter bereits Geschichte ist, kann eventuell ja dieses Märzen mit seinen 5,6 Volumenprozent Alkohol die dunkle Zeit von Corona etwas aufhellen.

Intensiv bernsteinfarben fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch macht das Bier also schon mal was her.

Das Bier duftet nach frischem Brot und Karamell. Dazu kommen würzige Noten.

Der Antrunk ist recht süß und durch die reichlich dosierte Kohlensäure frisch. Diese Frische steht im Kontrast zu der Schwere des Bieres auf der Zunge, wenn ein zur Süße passendes Bitter dazukommt. Im Abgang wird das Bitter kräftiger, aber der Geschmack klingt nur kurz nach.

Insgesamt lässt sich das Bier gut trinken und es ist gefällig, es schafft es aber nicht, mich wirklich zu begeistern.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Stammwürze:

13,5 %

Bittereinheiten:

20 IBU

Brauerei:

Höss Brau- und Vertriebs GmbH & Co. KG
Gewerbepark 35
D-87477 Sulzberg
www.hoess-bier.com

Huppendorfer – Winterweizen

Jedes Jahr am 6. Januar ist es soweit: im oberfränkischen Huppendorf wird der Winterweizen angestochen und er wird solange verkauft, bis der Sud weg ist. Dann heißt es wieder warten bis Heilige drei Könige. Aber das dürfte eigentlich kein größeres Problem darstellen, da die Brauer noch einige andere saisonale Bierspezialitäten im Angebot haben. Heute geht es aber um den Winterweizen, den ich jetzt öffne.

Rotbraun und hefetrüb fließt das Bier, das immerhin mit einem Weizenanteil von 60 % auftrumpfen kann, ins Glas. Für ein Weißbier ist die Schaumkrone recht klein und sie fällt schnell in sich zusammen. Da kann ich nur hoffen, dass der Geschmack besser ist als die Optik.

Das Aroma macht mir den Winterweizen schon sympathischer. Ein intensives Aroma nach Bananen steigt mir in die Nase, begleitet durch den Duft nach Nelken, das Ganze durch einen Karamellduft abgerundet. Die 5,5 Volumenprozent Alkohol kommen zwar auch zum Tragen, unterstreichen aber die anderen Aromen, sie stören also nicht.

Der Antrunk ist süß und spritzig. Auf der Zunge entwickelt sich zusätzlich zu den Aromen, die ich in der Nase bereits festgestellt hatte, eine leichte Fruchtigkeit, die an Zitrusfrüchte erinnert und gut mit den Karamellnoten harmoniert. Das Mundgefühl ist samtig und weich. Im Abgang steigert sich die Fruchtigkeit und sie klingt lange nach.

Obwohl mich die Optik so gar nicht angesprochen hat, konnte der Huppendorfer Winterweizen mich letztlich doch begeistern.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Stammwürze:

13,8 %

Brauerei:

Brauerei und Gastwirtschaft Johannes Grasser
Huppendorf 25
96167 Königsfeld
www.huppendorfer-bier.de

 

Maisel & Friends – Hopfenreiter 2017

Nun steht wieder ein Sondersud aus Bayreuth vor mir, der Hopfenreiter der Brauerei Maisel in Bayreuth. Auch der Hopfenreiter hat eine Besonderheit. An ihm waren fünf Brauereien beteiligt, allerdings nicht im Rahmen eines Co-Brewing, sondern es handelt sich um einen Freundschafts-Sud. Der Begriff war mir bislang noch nicht bekannt, aber die Brauerei erklärt ihn: „Wir finden es wichtig, dass sich Craftbrauer gegenseitig helfen, sich unterstützen, sich mit Rat und Tat zur Seite stehen.“ So entstand die Idee, einen Sondersud zu brauen, zu dem befreundete Brauereien jeweils eine Zutat beisteuern. Zum Hopfenreiter haben die Brauereien Hoppebräu, BFLO, Schanzenbräu, Brew Age und Jopen jeweils einen Hopfen beigesteuert. Auch wenn es heißt, dass viele Köche den Brei verderben, wollen wir jetzt dem Hopfenreiter eine faire Chance geben. Auf der anderen Seite ist dies bereits der zweite Freundschafts-Sud, so dass wir wohl davon ausgehen können, dass es zumindest beim ersten Mal ein gutes Ergebnis gegeben hat.

Orange-golden steht das Bier im Glas. Darüber bildet sich viel weißer Schaum, fest und sahnig, der sehr lange erhalten bleibt. Die Optik ist auf jeden Fall perfekt.

Das Aroma ist wahnsinnig komplex. Ich rieche Zitrusschalen, Honig, Ananas, Mango und Spearmint. Bei einem so intensiven und vielschichtigen Aroma dürfte aber jeder Konsument auch andere Duftnoten wahrnehmen. So schreibt die Brauerei auch von Heidelbeeren und Erdbeeren.

Der Antrunk ist intensiv und süß, abgerundet durch die sehr feine Kohlensäure. Aber das ist erst der Anfang. Während sich das Bier im Mund verteilt, zeigt es seinen ganzen wuchtigen Geschmack. Die Aromen, besonders der Zitrusnoten, kommen als Geschmack zur Geltung, dazu kommt ein kräftiges Bitter, immerhin hat das Bier 70 IBU. Der Abgang ist trocken und zunächst kräftig bitter. Das Bittere lässt schnell nach, es kommt etwas Würziges zum Vorschein, das dann abklingt und ein langanhaltendes freundliches Bitter zurücklässt.

Wenn es ein perfektes IPA gibt, dann kommt der Hopfenreiter ihm schon sehr nahe. Meine Frau reagiert sehr empfindlich auf Bitter, aber den Hopfenreiter hat auch sie gemocht. Wenn Sie das Bier beim Händler Ihres Vertrauens bestellen wollen, sollten Sie sich beeilen, denn wenn der Sud verkauft ist, wird es dieses Bier nicht noch einmal geben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Mosaic, Comet, Vic Secret, HBC 431, Callista, Chinook, Perle, Columbus), Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18,8° Plato

Bittereinheiten:

70 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel KG
95445 Bayreuth
www.hopfenreiter.de

Maisel & Friends – Hopfenreiter 2018

(Fast) jeder Mensch und auch (fast) jedes Unternehmen hat gewisse Höhepunkte im Jahresablauf, auf die der Mensch oder das Unternehmen hinarbeitet. Maisel & Friends macht da keine Ausnahme. In der Bayreuther Brauerei gehört das erste Wochenende im März zu diesen Highlights. In diesem Jahr wurde an diesem Wochenende der zweite Geburtstag des Liebesbier gefeiert und die dritte Auflage des Hopfenreiters wurde der Öffentlichkeit vorgestellt. Und die Öffentlichkeit war reichlich vertreten. Etwa 5000 Menschen kamen zusammen, um mit dem Hoppy Birthday Festival das Ereignis gebührend zu feiern. Aber das ist eine andere Geschichte; in diesem Artikel geht es um den diesjährigen Hopfenreiter.

Jeff Maisel ließ es sich nicht nehmen, den Hopfenreiter persönlich vorzustellen. Dabei waren die Brauereien, die für den Freundschaftssud des Hopfenreiters 2018 die Hopfensorten beigetragen haben. Vor Ort waren die Brauereien Superfreunde, Mikkeler, Duvel, Bevog und Frau Gruber. Aber kommen wir jetzt endlich zum Bier.

In intensivem hellem Bernstein leuchtet das hefetrübe Bier im Glas. Darüber bildet sich eine feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an diesem Bier wirklich nichts auszusetzen.

Wenn in einem Bier sechs Aromahopfen verbraut wurden, ist es ziemlich sicher, dass auf die Nase ein echtes Abenteuer wartet. Und tatsächlich, das Bier duftet intensiv nach Ananas, Limonen, Zitronenschale sowie einigen roten Beeren. Auch würzige Noten schmeicheln der Nase. Ein Fest für jeden Liebhaber von IPAs. Jetzt ist es aber Zeit für den ersten Schluck.

Der erste Eindruck zeichnet sich durch eine feine Süße und durch die sehr feinperlige Kohlensäure durch eine ungeheure Spritzigkeit aus. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt bleibt die Süße erhalten, wobei sich ein kräftiges hopfiges Bitter dazugesellt, unterstützt durch die für ein IPA typischen Zitrusnoten. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches Bitter aus, das an den Geschmack von Grapefruitkernen erinnert und er klingt ellenlang nach.

Wie bereits beim Hopfenreiter 2017 bedauere ich, dass es sich um einen Sondersud handelt, bei dem gilt: Wenn weg, dann weg. Trotz des kräftigen Bitter von 70 IBU kann sich der Malzkörper doch die gesamte Zeit bemerkbar machen, was nicht bei jedem IPA der Fall ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Calypso, Citra, Styrian Golding, Styrian Fox, Enigma, Mandarina Bavaria, Hefe

Alkoholgehalt:

8,5 % Vol.

Stammwürze:

18,8° Plato

Bittereinheiten:

70 IBU

Brauerei:

Maisel & Friends
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Lehe Pruulikoda – Endspiel

Endspiel ist der auf den ersten Blick etwas merkwürdig anmutende Name dieser Gemeinschaftsproduktion der Brauerei Lehe in Estland mit St. Erhard in Bamberg. Woher der Name stammt will mir noch nicht so richtig in den Kopf und ich weiß auch nicht, in welcher Form die Zusammenarbeit stattgefunden hat. Ich weiß nur, dass St. Erhard das Bier aus Estland importiert; ob eine weitere Zusammenarbeit stattgefunden hat, beispielsweise bei der Entwicklung des Rezepts, ist mir nicht bekannt. Auf meine Anfrage bei der Brauerei bekam ich nur die gleiche Prosa als Antwort, die auch auf dem Rückenetikett der Flasche abgedruckt ist:

„Auf dem karierten Schachfeld ist es übersichtlich geworden. Die letzten verbliebenen Schachfiguren bereiten sich auf den entscheidenden Kampf vor. Jede Figur spielt eine Rolle, jeder Gedanke ist wichtig und jede Bewegung ist entscheidend.

Dieser Barley Wine ist wie ein Endspiel am Schachbrett – je weniger unterschiedliche Malze und Hopfen es gibt, desto wichtiger ist die Rolle der einzelnen Malz- und Hopfensorten und die Art und Weise ihrer Zusammensetzung. Der frische, in Estland gewachsene Hopfen ist wie ein Bauer, der im Endspiel zur Dame geworden ist.“

Wirklich erhellend ist das ja nicht. Da ich hier nicht weiterkomme, wenden wir uns einfach dem Bier zu.

Tief rubinrot ist es im Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittliche Menge gemischtporiger hellbrauner Schaum, der durchschnittlich schnell in sich zusammenfällt.

Das Aroma wird durch Sherrynoten bestimmt, unterstützt durch Trockenpflaumen und verschiedene andere Aromen, die ich aber unmöglich auseinanderhalten kann. Auffällig ist jetzt lediglich noch eine deutliche alkoholische Note, die aber keinesfalls störend ist. Im Gegenteil, das Bier wirkt wie ein guter Likör. Auf jeden Fall ist das Aroma sehr komplex und hätte ich hier noch mehr Flaschen, würde ich sicher an einem anderen Tag weitere Düfte entdecken, die mir aufgrund einer leichten Erkältung jetzt verborgen bleiben. Der Antrunk ist süß und offenbart eine milde und sehr feinperlige Kohlensäure, die perfekt zum Likörduft passt, der dem Bier entströmt. Wie erwartet ist der Körper sehr geschmacksintensiv, wobei eine angenehme Säure sich zusammen mit den Bitterstoffen an der Süße des Antrunks vorbeischiebt. Dazu kommen noch Röstaromen, die einen angenehmen leichten Kaffeegeschmack mitbringen. Vermittelte bereits das Aroma den Eindruck nach Likör, verfestigt sich dieser Eindruck jetzt noch weiter. Mich wundert diese Geschmackskomposition und kann mir kaum vorstellen, dass dieses Bier weniger als 10 % Vol. Alkohol enthält. Dann überrascht mich noch der Abgang, der wirklich mild ist. Aber der Körper klingt noch lange nach.

Dieses Bier hat mich wirklich überrascht. Liegt es an der Zusammenarbeit mit einer Brauerei im Baltikum? Wenn ich mal wieder ein Bier aus den baltischen Staaten im Regal sehe, werde ich es sicher mitnehmen und ebenfalls verkosten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Stammwürze:

25° Plato

Bittereinheiten:

52 IBU

Brauerei:

Lehe Pruulikoda OU
Paldiski mnt 21
Keila
Harjumaa
76606 Estonia
Estland
www.lehepruulikoda.ee

Importeur:

Bierothek GmbH
96052 Bamberg
www.bierothek.de

Hasen – extra

Nun steht mal wieder ein Bier von Hasen-Bräu aus Augsburg vor mir. Machen wir es kurz und schmerzlos; ich schenke mir ein.

Intensiv goldgelb und kristallklar ist das Bier im Glas. Dazu sehe ich bereits auf den ersten Blick reichlich Kohlensäure sowie eine durchschnittliche Menge feinporigen weißen Schaum, der sich aber leider recht schnell auflöst.

Das Bier duftet in erster Linie nach Malz, dazu kommt ein Hauch eines süßsauren Aromas, eventuell ist es Ananas.

Der Antrunk ist angenehm süß und es zeigt sich, dass die Kohlensäure nicht nur reichlich vorhanden, sondern auch mild ist. Der Körper ist mäßig intensiv. Hier schmecke ich nur wenige Bitterstoffe, aber trotzdem ist das Bier süffig und ausgeglichen. Der Abgang ist mild, es kommen kaum Bitterstoffe zum Vorschein und der Geschmack verschwindet auch schnell.

Mein Lieblingsbier wird es sicher nicht, aber für Liebhaber milder Biere ist das Hasen extra eine wirklich gute Wahl.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Hasen-Bräu
Brauereibetriebsgesellschaft mbH
86179 Augsburg
http://www.hasen-braeu.de/

Crew Republic – Hop Junkie

Craft-Biere haben immer viel Alkohol. Diese Regel stimmt in den meisten Fällen, aber das Hop Junkie der Münchner Brauerei Crew Republic beweist, dass es auch von dieser Regel Ausnahmen gibt. Getreu dem Motto „low alcohol but full taste“ enthält Hop Junkie nur 3,4 Volumenprozent Alkohol, soll aber das volle Hopfenaroma eines India Pale Ale enthalten. Nicht umsonst hieß das Bier vor seiner Umbenennung Detox. Lassen wir uns also überraschen.

Im Glas fällt gar nicht auf, dass es sich um ein alkoholarmes Bier handelt. Hell bernsteinfarben und hefetrüb ist es, mit viel feinporigem Schaum, der uns lange erhalten bleibt. Na bitte, es geht doch.

Auch das Aroma ist mit dem anderer IPAs mit der doppelten Menge Alkohol vergleichbar. Mir steigt ein ganzer Fruchtcocktail in die Nase. Ich rieche Orange, Ananas, Mango und Vanille. Da gibt es absolut nichts zu meckern.

Der Antrunk ist frisch und fruchtig. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Schnell kommt ein freundliches und feines Bitter dazu, das die Fruchtigkeit noch unterstützt. Der Abgang ist überraschend mild, er klingt aber recht lange nach.

Die Brauerei aus Unterschleißheim beweist mit ihrem Hop Junkie, dass sich Craft-Biere auch mit wenig Alkohol brauen lassen. Mit dieser Kreation haben wir ein wunderbar erfrischendes Bier für den Sommer vor uns stehen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Münchner Malz, Karamellmalz, Pilsner Malz), Hopfen (Chinook, Galaxy, Hallertauer Comet), Hefe

Alkoholgehalt:

3,4 % Vol.

Bittereinheiten:

32 IBU

Brauerei:

Crew Republic GmbH
Andreas-Danzer-Weg 30
85716 Unterschleißheim
www.crewrepublic.de

Hasen – Hell

Nun habe ich mal wieder ein bayerisches Bier vor mir stehen, das Hasen hell aus Augsburg. Da der nördliche Teil von Bayern für seine Vielfalt handwerklich hergestellter Biere bekannt ist, habe ich recht hohe Erwartungen an dieses Bier.

Goldgelb, klar und mit relativ wenig Kohlensäure sehe ich das Bier im Glas, darüber eine durchschnittliche Menge reinweißer Schaum, gemischtporig und mit durchschnittlicher Haltbarkeit.

Das Aroma wird durch das Malz bestimmt, es ist teigig und frisch. Fehler kann ich hier nicht erkennen.

Der Antrunk ist leicht süß und intensiv. Unmittelbar danach breitet sich der vorwiegend bittere Geschmack des Bieres auf der Zunge aus, fast wird die Bitterkeit zu stark, aber die reichlich vorhandene Kohlensäure bietet einen angenehmen Gegensatz zu den Bitterstoffen. Auch der Abgang wird durch einen angenehmen bitteren Geschmack geprägt, der auch lange erhalten bleibt.

Zum wirklichen Genussbier, das in Ruhe zu Hause getrunken und genossen wird, fehlt diesem Vollbier noch einiges. Aber wenn Sie ein gutes Bier gesellig in der Gaststätte trinken wollen, sind Sie mit dem Hasen hell gut beraten.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Hasen-Bräu Brauereibetriebsgesellschaft mbH
86179 Augsburg
http://www.hasen-braeu.de

Hell-Bräu – Bayerisch Dunkel

Jetzt habe ich ein Bier aus dem oberbayrischen Altötting vor mir stehen. Dort hat seit 1890 die Brauerei Hell-Bräu ihren Sitz. Das Familienunternehmen, das viel Wert auf die Traditionen Bayerns legt, ist in jedem Jahr auf der in Altötting stattfindenden Hofdult mit einem Festzelt vertreten. Wie wichtig der Brauerei dieses Fest ist, zeigt sich auch darin, dass die Website ausschließlich dieses Fest bewirbt. Jetzt teste ich das Bayerisch Dunkel.

Cognacfarben steht das Bier im Glas. Für ein Dunkel ist es recht hell. Dazu kommt, dass sehr wenig Kohlensäure zu sehen ist. Daher bildet sich auch wenig weißer feinporiger Schaum, der aber lange erhalten bleibt.

Das Aroma wird durch das Malz geprägt, das nach Karamell duftet. In der Nase macht das Bier einen recht guten Eindruck.

Der Antrunk ist süß und durch die wenige Kohlensäure wirkt das Bier etwas abgestanden. Schnell füllt sich der Mund mit Bitterstoffen, nicht übermäßig stark und auch nicht unangenehm, aber das Bier wirkt nicht wirklich ausgewogen. Der Abgang ist leicht bitter nur ich empfinde ihn als recht nichtssagend.

Ich glaube, dass ich das Bier beim nächsten Mal lieber im Regal stehen lasse, es entspricht absolut nicht meinem Geschmack.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Brauerei:

Hell-Bräu
Herrenmühlstr. 15
84503 Altötting
www.hellbraeu.de

Crew Republic – Rest in Peace

„Maßlosigkeit ist für Dich keine Frage, sondern Lebenseinstellung. Mit beständiger Ignoranz trittst Du der Missgunst anderer gegenüber. Dem Vorwurf des Übermuts begegnest Du mit gelassener Arroganz. In Völlerei lebst Du Deine unbändige Wollust aus. Dieses Elixier ist wie geschaffen für Dich. Das Ende und der Anfang Deiner Träume.“ So beschreibt das Team der Crew Republic das Rest in Peace. Da muss das Bier doch wohl deutlich aus der Masse der Craft-Biere herausstechen. Ob es das auch tut werde ich gleich feststellen.

Das Rest in Peace ist ein Barley Wine, ein starker Bierstil mit mindestens 7 Volumenprozent Alkohol. Dieses Bier von Crew Republic enthält sogar 10,1 Volumenprozent. Dann bin ich ja mal gespannt, wie sich das Bier so macht.

Kupferfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine durchschnittlich große feinporige Schaumkrone mit einem leichten Gelbstich, die sich langsam auflöst. Optisch spricht mich das Bier durchaus an.

Das intensive Aroma ist sehr komplex. Süße und saure Düfte steigen mir in die Nase. Ich rieche Trockenfrüchte, besonders Feigen, abgerundet durch den Duft von Vanille. Auch der Alkohol zeigt sich bereits im Aroma und gibt dem Rest in Peace einen Hauch von Rumtopf.

Der Antrunk ist recht süß. Aber die runden Malzaromen bleiben nicht lange allein. Die 10,1 Volumenprozent Alkohol zeigen sich von Anfang an, gemeinsam mit einigen herberen Geschmäckern. Die Kohlensäure ist sehr feinperlig; für meinen Geschmack könnte der Barley Wine aber gerne noch etwas mehr Kohlensäure enthalten. Schnell treten die Geschmäcker der Trockenfrüchte in den Vordergrund und sorgen für ein rundes und wärmendes Mundgefühl. Dazu kommen der Geschmack nach roten Beeren sowie ein leichtes Bitter, das sich im Abgang noch etwas verstärkt und dann mit der wieder ansteigenden Süße den Konsumenten fordert. Die angegebenen 65 IBU hätte ich aber nicht vermutet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener, Crystal), Hopfen (Herkules, Fuggles, East Kent Golding), Hefe

Alkoholgehalt:

10,1 % Vol.

Bittereinheiten:

65 IBU

Brauerei:

CREW Republic Brewery GmbH
Andreas-Danzer-Weg 30
85716 München/Unterschleißheim
www.crewrepublic.de