Pichen

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Als Pichen bezeichnet man das Auskleiden von hölzernen Bierfässern mit einer dünnen Schicht Brauereipech. Dieses Verfahren wurde früher eingesetzt, um die Poren und Fugen des Holzes abzudichten und das Fass für die Lagerung von Bier geeignet zu machen. Die Pechschicht verhinderte, dass Kohlensäure entweichen oder Bier in das Holz eindringen konnte. Gleichzeitig entstand im Fassinneren eine glatte Oberfläche, die sich deutlich leichter reinigen ließ und das Risiko von Verunreinigungen durch Mikroorganismen verringerte.

Das Pichen war über viele Jahrhunderte ein wichtiger Bestandteil der Fassherstellung und Fasspflege. Mit der Einführung von Edelstahlbehältern und modernen Lagertanks verlor das Verfahren jedoch zunehmend an Bedeutung. Heute wird das Pichen nur noch vereinzelt bei historischen Holzfässern oder im Rahmen traditioneller Brauverfahren angewendet und ist vor allem von kulturhistorischem Interesse.

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