Die Krombacher Gruppe blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2025 zurück. Die allgemeine Konsumlaune blieb gedämpft, der Handel agierte zurückhaltend und die Gastronomie stand weiterhin unter erheblichem Druck. Vor diesem Hintergrund konnte das Unternehmen sein Ergebnis insgesamt stabil halten. Maßgeblich dazu beigetragen haben die weiterhin solide Entwicklung der Dachmarke Krombacher sowie das wachsende Gewicht alkoholfreier Getränke im Sortiment.
Der Gesamtausstoß der Krombacher Gruppe lag 2025 bei 7,553 Millionen Hektolitern und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Die Dachmarke Krombacher entwickelte sich dagegen positiv und kam auf 5,702 Millionen Hektoliter, was einem leichten Zuwachs entspricht. Die alkoholfreien Getränke rund um Schweppes, Orangina und Dr Pepper erreichten zusammen 1,605 Millionen Hektoliter und blieben damit hinter den starken Ergebnissen der Vorjahre zurück. Dennoch machen alkoholfreie Produkte inzwischen rund 40 Prozent des gesamten Portfolios aus – ein deutlicher Hinweis auf die veränderten Konsumgewohnheiten.
Nach Einschätzung des Unternehmens war 2025 vor allem für alkoholhaltige Getränke ein schwieriges Jahr. Die Nachfrage ging weiter zurück, während die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Gastronomie und Handel angespannt blieben. Umso wichtiger erwies sich die breite Aufstellung der Gruppe mit alkoholischen und alkoholfreien Marken.
Im Biermarkt, der weiterhin unter Druck steht, konnte sich Krombacher gegen den Trend behaupten. Die Marke blieb Marktführer in Deutschland und baute ihre Anteile sogar aus. Krombacher Pils zeigte eine stabile Entwicklung, während das alkoholfreie Sortiment erneut für Wachstum sorgte. Produkte wie Krombacher o,0% Pils, NaturRadler o,0%, Spezi und Fassbrause legten teilweise deutlich zu und bestätigten die strategische Ausrichtung der Marke.
Begleitet wurde diese Entwicklung von einem Marken-Relaunch, der 2025 umgesetzt wurde. Mit einer überarbeiteten Optik und einer klareren Positionierung sollte die Marke zeitgemäß weiterentwickelt werden. Für 2026 ist mit Krombacher o,0% Herb bereits eine weitere alkoholfreie Neuheit angekündigt.
Ein gemischtes Bild zeigt sich bei Schweppes. Nach Jahren starken Wachstums fiel 2025 schwächer aus, unter anderem aufgrund der nachlassenden Nachfrage nach klassischen Tonic-Varianten infolge des rückläufigen Gin-Booms. Trotz sinkender Absätze konnte die Marke jedoch Marktanteile gewinnen. Gleichzeitig entwickelten sich die Schweppes Virgin Range sowie die Zero-Produkte sehr positiv, insbesondere im direkten Konsum ohne Alkohol. Für 2026 ist mit Schweppes Virgin Mojito Zero eine weitere alkoholfreie Variante geplant.
Erfreulicher verlief das Jahr für Orangina, das 2025 ein Rekordergebnis erzielte. Auch Dr Pepper setzte seinen Wachstumskurs fort und gehört weiterhin zu den dynamischsten Marken im Portfolio der Gruppe.
Parallel zum Marktgeschehen setzte die Krombacher Gruppe ihre umfangreichen Investitionen fort. Bereits 2024 begonnene Modernisierungen wurden 2025 weitergeführt. Dazu zählen der Umbau zentraler Abfüllanlagen, technische Anpassungen an die zunehmende Sortenvielfalt sowie Investitionen in Logistik und Produktionskapazitäten am Standort Krombach. Insgesamt investierte das Unternehmen dafür über 100 Millionen Euro. Ziel ist es, sowohl das wachsende Segment alkoholfreier Getränke als auch das klassische Biergeschäft langfristig auf hohem Qualitätsniveau abzusichern.
Für 2026 kündigt die Krombacher Gruppe an, diesen Kurs fortzusetzen. Neue Produkte, weitere Modernisierungen und die Pflege der Marken sollen auch im kommenden Jahr im Mittelpunkt stehen. Damit versteht sich das Unternehmen zunehmend als breit aufgestellter Getränkeanbieter, der auf veränderte Konsumgewohnheiten reagiert, ohne seine Wurzeln im Biergeschäft aus dem Blick zu verlieren.