Schlagwort-Archiv: saisonales Bier

Hohenthanner Maibock

Im Landkreis Landshut liegt die Gemeinde Hohenthann. Sie wurde bereits im Jahr 1125 erstmals urkundlich in der Monumenta Augensia erwähnt und zählt heute etwas mehr als 4000 Einwohner. Von dort stammt auch der Maibock, der jetzt vor mir steht.

Wunderbar golden und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Leider löst sich der sehr wenige Schaum, der beim Einschenken entstanden ist, praktisch sofort wieder auf. Die Optik enttäuscht mich daher.

Das Aroma ist stiltypisch malzbetont, unterstützt durch eine leichte Fruchtnote nach Pfirsich. Langsam werden das Bier und ich uns sympathisch.

Der Antrunk ist recht süß, genau wie ich es von einem Maibock erwarte. Dass die Kohlensäure sehr sanft ist macht mir das Bier wirklich sympathisch. Das Mundgefühl ist voll und rund und während sich das Bier im Mund erwärmt kommt die Fruchtigkeit des Biers stärker in den Vordergrund. Die 6,4 Volumenprozent Alkohol sind gut eingebettet und fallen absolut nicht auf. Der Abgang ist mild, die Bitterstoffe des Hopfens halten sich diskret im Hintergrund. Dafür schmeckt der Alkohol in der Kehle erstmals durch. Der Nachklang ist kurz.

Nachdem mich die Optik des Maibocks aus Hohenthann zunächst enttäuscht hat, konnte es dann doch in der Nase und auf der Zunge begeistern. Das Bier bringt alles mit, was ein wirklich guter Maibock braucht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Tradition)

Alkoholgehalt:

6,4 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Brauerei:

Hohenthanner Schlossbrauerei GmbH & Co. KG
Brauhausstraße 1
84098 Hohenthann
www.hohenthanner.de

Aecht Schlenkerla Rauchbier Fastenbier 2020

Ob das Fasten noch in die heutige Zeit passt muss jeder für sich entscheiden. Auf jeden Fall sind die Fastenbiere aber auch heute noch aktuell, so auch das Aecht Schlenkerla Fastenbier, das die Brauerei in Bamberg so beschreibt: „Das Aecht Schlenkerla Fastenbier ist ein unfiltriertes Rauchbier, das gemäß dem Bayerischen Reinheitsgebot von 1516 gebraut wird. Die untergärige Hefe verleiht dem rötlich hellbraunen Fastenbier eine leichte natürliche Trübung. Sein Raucharoma ist schon im Geruch erkennbar und wird begleitet von einer edlen Hopfennote. Im Antrunk entfaltet das vollmundige, süffige Fastenbier ein starkes Malzaroma, das durch den Rauchgeschmack und die dezente Bittere im Nachtrunk abgerundet wird. Durch die vollmundige Hefe ist im Aecht Schlenkerla Fastenbier die ‚Brotzeit schon mit drin‘.“ Nach diesen vollmundigen Ausführungen will ich das Aecht Schlenkerla Fastenbier nun aber auch verkosten.

Mahagonifarben und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine große hellbraune Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Bereits beim Einschenken steigen mir die Düfte nach Rauch und Schinken in die Nase. Daneben können sich lediglich einige würzige Noten des Hopfens noch durchsetzen.

Als ersten Eindruck beim Kontakt mit der Zunge liefert das Bier eine leichte angenehme Süße zusammen mit der sehr feinperligen Kohlensäure. Schnell übernehmen aber die Raucharomen das Kommando. Bitterstoffe sind nur gering zu schmecken, trotzdem ist das Mundgefühl weich und voll. Das Bier macht einfach einen edlen Eindruck. Auch im Abgang steht zunächst der Rauch im Vordergrund. Wenn dieser Geschmack langsam nachlässt kommt ein freundliches Bitter mit langem Nachklang zum Vorschein.

Zutaten:

Brauwasser, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,9 % Vol.

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

„Heller-Bräu“ Trum GmbH
Dominikanerstraße 6
96049 Bamberg
www.schlenkerla.de

 

Hasen Oster-Festbier

In Augsburg hat die Hasen-Bräu Brauereibetriebsgesellschaft mbH ihren Sitz. Und auch wenn auf der Website der Eindruck erweckt wird, dass die Biere dieses Unternehmens weiterhin aus Augsburg kommen, steht doch auf dem Rückenetikett, dass das Oster-Festbier lediglich für dieses Unternehmen gebraut und abgefüllt wurde. Im Internett habe ich einen Hinweis darauf gefunden, dass das Bier von Tucher in Fürth stammt, aber eine Bestätigung dafür konnte ich nirgendwo finden. Na ja, das ist auch nicht so wichtig. Kommen wir also zum Bier.

Intensiv goldfarben fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch gibt es an dem Bier nichts auszusetzen.

Das Aroma ist malzbetont mit minimalen Röstaromen. Dazu kommen deutliche herbe Noten sowie ein Hauch Fruchtigkeit, besonders von Trockenfrüchten.

Der Antrunk ist recht süß und die Kohlensäure ist sehr knapp dosiert. Da würde ich mir wirklich mehr wünschen. Auf der Zunge bleibt die Süße dominant und das Bitter hält sich überraschend diskret im Hintergrund. Durch die fehlende Fruchtigkeit und das geringe Bitter wirkt das Bier unrund. Der Abgang ist mild und der Geschmack klingt nur sehr kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,8 % Vol.

Stammwürze:

13,2° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Hasen-Bräu Brauereibetriebsgesellschaft mbH
Unterer Talweg 87
86179 Augsburg
www.hasen-braeu.de

Achouffe – Chouffe Soleil

Viele Brauer als Belgien verpflichten nicht nur Künstler für ihre Etiketten, sondern beschreiben ihre Biere auch mit kleinen Geschichten. Die Brasserie d’Achouffe bildet da keine Ausnahme. Das Chouffe Soleil (auf Deutsch Sonnenuntergang) beschreibt dieses Bier so: „Jeder schöne Tag mit den CHOUFFE-Zwergen ist der richtige Moment für einen Spaziergang, ein Picknick am Teich und… CHOUFFE Soleil. Der Geschmack dieses hellen Bieres macht Lust, schwimmen zu gehen oder sich auf eine Eskapade zu begeben. CHOUFFE hoch, bis an den Rand des Baches. Bevor Sie CHOUFFE Soleil trinken, sollten Sie ernsthaft darüber nachdenken, sich mit Sonnencreme einzucremen. Nur wunderbare Wesen können sich vorstellen, die Süße der Sonne einzufangen und in eine Bierflasche einzuschließen. Im legendären Tal der Feen haben eine Handvoll Zwerge einen Weg gefunden, die Sonnentage stilvoll zu verbringen: mit einem CHOUFFE Soleil. Dieses milde und erfrischende Saisonbier enthüllt köstliche Zitrusaromen, die durch einen Hauch von Vanille und Pfeffernoten verstärkt werden. Strahlend und gleichzeitig leicht trüb verspricht CHOUFFE Soleil glühende Momente.“ Na, dann wollen wir doch mal sehen, ob das Bier, das nur saisonal von April bis Oktober gebraut wird, auch dieser Beschreibung entspricht.

Goldgelb und mit wenig Hefe fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große und fest Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Düfte nach Biskuitteig sowie eine leichte Fruchtigkeit nach Zitrusfrüchten steigen mir in die Nase, unterstützt durch einen Hauch Holunterblüten. Der Antrunk ist überraschend süß, was zu der sanften Kohlensäure passt. Auf der Zunge gesellt sich noch ein gut ausgewogenes Bitter dazu. Allerdings fehlt mir jetzt die Fruchtigkeit, die ich in der Nase festgestellt hatte. Im Abgang wird das Bier trockener, das Bitter bleibt leicht und freundlich mit langem Nachklang.

Wenn Sie das Bier einschenken, denken Sie daran, die Hefe mit ins Glas zu geben. Erst dadurch erhalten Sie den vollen Geschmack.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Roggenmalz, Hopfen, Invertzucker, Hefe, Orangenschalte

Alkoholgehalt:

6 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

6° – 10 °Celsius

Brauerei:

Brasserie Achouffe
Achouffe 32
6666 Wibrin
Belgien
www.chouffe.com

Aldersbacher Maibock

Zu den schönsten Dingen am Frühling gehört das Bockbier. Nicht umsonst werden viele Sude als Maibock oder auch Frühjahrsbock beworben. Nun steht der Maibock aus Aldersbach in der Nähe von Passau vor mir.

Leuchtend gelb und minimal hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feinporige Schaumkrone fällt nur langsam in sich zusammen.

Wie ich es bei einem Bockbier erwarte ist das Aroma malzbetont. Der Duft nach Karamell und Waldhonig steht im Vordergrund, aber auch der Alkohol ist zu riechen. Damit hätte ich bei einem Alkoholgehalt von 7 Volumenprozent nicht unbedingt gerechnet.

Der Antrunk ist recht süß, aber die feinperlige Kohlensäure ist dazu passend dosiert. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt gesellt sich ein leichtes Bitter dazu. Das Mundgefühl ist weich, auch wenn das Bier etwas schwer wirkt. Dazu trägt auch der Geschmack des Alkohols bei, der sich deutlich bemerkbar macht. Ich vermute, dass etwas mehr Hopfen und/oder eine andere Hopfensorte hier helfen würde. Damit wir uns nicht falsch verstehen – das Bier gefällt mir gut, würde aber meiner Meinung nach eher als Winter- oder Weihnachtsbock durchgehen. Der Abgang ist mild und malzig, leider aber mit sehr kurzem Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tradition, Perle), Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

18 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

7° Celsius

Brauerei:

Freiherr von Aretin GmbH & Co. KG
Freiherr-von-Aretin-Platz 1
94501 Aldersbach
www.aldersbacher.de

Hellers Weizenbock Winterbier

Für den Winter braut Hellers in Köln jedes Jahr einen Weizenbock. Das obergärige Bier wird bereits im Frühjahr eingebraut, so dass es viel Zeit zum Reifen hat. Das verspricht ein besonderes Trinkerlebnis.

Dunkel bernsteinfarben ist der Weizenbock mit einer durchschnittlichen beigen und feinporigen Schaumkrone, die aber recht flott in sich zusammenfällt.

Das Aroma ist sirupartig süß, unterstützt durch Trockenfeigen. Nicht so ganz mein Geschmack, aber sauber und ordentlich.

Der Antrunk ist wie erwartet süß, aber trotzdem durch die viele recht feinperlige Kohlensäure überraschend frisch. Auf der Zunge gesellt sich die Fruchtigkeit mit dem Geschmack nach Trockenfrüchten gemeinsam mit leichten Schokoladennoten dazu. Leider ist die Brauerei mit dem Hopfen etwas sparsam umgegangen, so dass das Bier kaum bitter ist und dadurch nicht ganz rund ist. Aber der Geschmack ist durchaus wärmend und passt zur Bezeichnung Winterbier. Der Abgang ist erstaunlich schlank und der Geschmack des Alkohols kommt erstmals durch.

Wüsste ich nicht, dass dieser Weizenbock aus dem Rheinland kommt, hätte ich es für ein belgisches Bier gehalten.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Heller GmbH
Roonstr. 33
50674 Köln
www.hellers.koeln

Kolshorner Sommer

Nun steht noch ein Sommerbier vor mir. Der Kolshorner Sommer aus der Brauerei Burgdorf nahe Hannover wurde speziell für den Sommer entwickelt und wird in jedem Jahr von Juni bis September verkauft, anschließend gibt es nur noch den Abverkauf der Reste.

Bernsteinfarben und hefetrüb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich voluminöse gemischtporige Schaumkrone, die anfangs schnell in sich zusammenfällt, aber ein Rest bleibt lange erhalten.

Das Aroma ist malzbetont. Neben dem Duft nach Karamell rieche ich Brotkrume, etwas Banane und Gewürznelken.

Prickelnde Süße ist der erste Eindruck, den das Bier beim ersten Kontakt mit der Zunge vermittelt. Während sich das Bier auf der Zunge verteilt gesellt sich zur Süße überraschend viel fruchtige Säure, das aber die Süße nicht überdeckt. Das Mundgefühl ist mild und rund, obwohl die Bitterstoffe sich diskret im Hintergrund halten. Im Abgang kommt die Fruchtigkeit stärker zum Tragen und sie klingt durchschnittlich lange nach.

Mit seinen 2,9 Volumenprozent Alkohol ist das Bier perfekt für einen warmen Sommerabend geeignet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Roggenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

2,9 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Burgdorf GmbH & Co. KG
Lise-Meitner-Str. 8
31303 Burgdorf
www.brauerei-burgdorf.de

Oettinger Winterbier

Die Biere der Brauerei Oettinger haben nicht den besten Ruf. Sie gelten häufig als Billigbiere, als Biere für die Unterklasse. Das ist kein Wunder, gibt es die Flasche Oettinger doch teilweise für 35 Cent zu kaufen. Wie schaffen die das?

Zunächst einmal gilt die Brauerei als eine, die keine unnötigen Ausgaben generiert. Es gibt keine Werbung, keine Events oder ähnliches. Jeder Cent, der für die Produktion nicht unbedingt erforderlich ist, wird auch nicht ausgegeben. Nicht einmal die Kronkorken sind mit dem Logo der Brauerei bedruckt. Auch bei den Zutaten wird gespart. So wird das Oettinger Winterbier ausschließlich mit Hopfenextrakt gebraut, Doldenhopfen oder zumindest Pellets kennen die Brauer bei Oettinger nur von Abbildungen.

Die Frage, die wir uns stellen müssen, lautet daher, ob es möglich ist, für 35 Cent die Flasche ein trinkbares Bier zu brauen. Mehr dürfen wir für den Preis nicht erwarten. Und mehr verspricht Oettinger auch nicht. Auf der Website klingt das wie folgt: „Leise brodelt’s im Sudkessel … Das OETTINGER Winterbier ist ein urtypisches Spezialbier, auf das sich auch Knecht Ruprecht freut. Untergärig gebraut, überzeugt es durch sein volles Malzaroma. Weil es so gehaltvoll ist, sollten Sie das Auto besser stehen lassen. NULL SPASSBREMSE. Nehmen Sie einfach den Schlitten.“ Aber mal sehen, ob Oettinger wenigstens diese Erwartung erfüllen kann. Öffne ich also die Flasche.

Rotgolden und gefiltert fließt das Bier ins Glas. Der wenige feinporige Schaum bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Leichte Röstaromen steigen mir in die Nase, verbunden mit einer geringen Herbheit, die vom Hopfenextrakt stammt. Bereits jetzt muss ich mich an den niedrigen Preis erinnern, an dem ich das Bier messen muss.

Der Antrunk ist recht süß und die feinperlende Kohlensäure ist recht ordentlich dosiert. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten, das Bitter ist sehr knapp und fruchtige oder blumige Noten suche ich vergebens. Insgesamt erscheint mir das Oettinger Winterbier recht unausgewogen. Der Abgang ist sehr mild und er klingt nur kurz nach.

Ich empfinde das Winterbier als recht langweilig. Die Malzauswahl ist zwar nicht schlecht und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass dieses Bier mit den entsprechenden Hopfengabe begeistern könnte. Aber das ginge zu diesem Preis wirklich nicht. So bleibt ein Bier, das man sich zwar durch die Kehle gießen kann, das aber nicht überrascht. Aber ich vermute mal, dass Oettinger das auch nicht vorhat.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

5,6 % Vol.

Brauerei:

OETTINGER Brauerei GmbH
Brauhausstraße 8
86732 Oettingen
www.oettinger-bier.de

Hofbräu Sommerzwickl

Der Sommer ist ja schon lange vorbei, aber jetzt habe ich ganz weit hinten in meinem Kühlschrank noch ein Hofbräu Sommerzwickl gefunden. Das musste ich selbstverständlich gleich öffnen und verkosten, denn bereits Ende April kommt der neue Jahrgang auf den Markt.

Das Bier sieht aus wie ein typisches Märzen, bernsteinfarben und hefetrüb. Die feinporige Schaumkrone ist etwas mehr als durchschnittlich groß und bleibt recht lange erhalten. Optisch haben die Münchner alles richtig gemacht.

Das Aroma ist würzig. Düfte nach Brotkrume und Kernobst steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur reichlich vorhandenen sehr feinperligen Kohlensäure passt. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu und die Hefe entfaltet ihren Geschmack. Dabei ist das Bier recht vollmundig. Im Abgang bleibt ein leichtes und freundliches Bitter, das mittellang nachklingt.

Ich kann beim Hofbräu Sommerzwickl keine Fehler feststellen, aber so richtig zufrieden bin ich mit diesem Bier nicht. Irgendetwas fehlt mir, auch wenn ich nicht genau definieren kann, was ich vermisse. Aber zum Essen oder beim Fernsehen ist dieses Bier eine gute Wahl.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Helles Gerstenmalz, Münchner Malz), Hopfen (Herkules, Perle, Magnum, Select), Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

11,8° Plato

Bittereinheiten:

24 IBU

Brauerei:

Staatliches Hofbräuhaus in München
Hofbräuallee 1
81829 München
www.hofbraeuhaus.com

Stralsunder Frühlingsbock

Stralsunder Bier – so schmucklos warb die Brauerei an der Ostseeküste zu DDR-Zeiten, so lange, bis die Nordmann GmbH die Brauerei übernahm und daraus die Störtebeker Braumanufaktur formte. Aber auch die Marke Stralsunder wird noch weiterhin gebraut und vorwiegend regional vertrieben. So überraschte es mich doch, als ich im Advent im Real-Markt in Hildesheim den Stralsunder Frühlingsbock im Angebot fand. Mal sehen, wie er sich so macht.

Bernsteinfarben präsentiert sich das Bier im Glas, zusammen mit einer leicht überdurchschnittlich großen festen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik ist also schon mal spitze.

Das Aroma ist malzbetont, so wie ich es von einem Bockbier erwarte. Leichte Röststoffe steigen mir in die Nase, gemeinsam mit dem Duft von getrockneten Birnen. Das macht wirklich Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Eindruck, den das Bier beim Kontakt mit der Zunge hinterlässt, ist eine leichte nicht aufdringliche Süße, die sich mit einer sehr feinperligen Kohlensäure paart. Erst kurz danach kommt die volle Kraft dieses Bockbiers zum Tragen. Voll und schwer ist das Bier, die Süße nimmt zu und die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Was mich überrascht ist, dass das Bier trotz der Schwere einen frischen Eindruck hinterlassen kann. Der Abgang ist mild und lässt nur wenige Bitterstoffe erkennen, sondern hervorstechend ist die Fruchtigkeit, die noch einige Zeit nachklingt.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Stammwürze:

16,3° Plato

Bittereinheiten:

14 IBU

Brauerei:

Störtebeker Braumanufaktur GmbH
Greifswalder Chaussee 87
18439 Stralsund
www.stralsunder.de