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Viertes Störtebeker Bierfestival

Am 29. August 2015 ist es wieder so weit. Die Störtebeker Braumanufaktur aus Stralsund lädt Bierkenner und Neugierige zum vierten Störtebeker Bierfestival ein. Dort können Sie die Vielfalt der deutschen Hobbybrauer-Landschaft mit verschiedenen Bierkreationen kennenlernen.

Bierkenner und Brauer küren in einem Wettbewerb den kreativsten Brauer. Passend zu den präsentierten Bieren gibt es regionale Spezialitäten vom Grill. Die bekannte Biersommelière und Buchautorin Sylvia Kopp referiert an diesem Tag zu den Themen „Sensorik“ und „Foodpairing“. Die Liveband „Take Three“ unterhält Sie ab 18:00 Uhr mit bester, handgemachter Musik.

Beginn des Festivals ist am 29. August 2015 um 15:00 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro pro Person. Die verkosteten Biere bezahlen Sie mit Biermarken, die Sie während der Veranstaltung kaufen können.
Sie haben noch Fragen? In diesem Fall wenden Sie sich bitte an das Besucherzentrum der Brauerei. Sie erreichen es unter Telefon 03831-255 0 oder per E-Mail info@stoertebeker.com.

Bierinseln in Hamburg, Berlin und München im Juli

Diese Termine sind ein absolutes Muss für jeden Liebhaber von Craft-Bieren. Jeweils an einem Samstag stehen in Bars, Restaurants, Läden und Kiosken handwerklich produzierte Biere im Mittelpunkt. An jeder Bierinsel wird ein Eintrittsgeld von 5 Euro erhoben. Dafür werden mindestens drei verschiedene Biere verkostet. Zusätzlich haben die Liebhaber von Craft-Bier mit den anwesenden Brauern zu fachsimpeln oder einfach zu plaudern. Ein Angebot, dass man doch nun wirklich nicht ignorieren kann.

Die Bierinseln in Hamburg

In Hamburg findet der Event am 11. Juli von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr statt. Auf 14 Bierinseln können es sich die Besucher gutgehen lassen. Es ist klar, dass es vermutlich nicht möglich sein wird, alle Stationen des Bier-Inselhoppings an einem Tag zu besuchen. Da bleibt nur übrig, auf eine Fortsetzung zu hoffen. Wenn die Bierinseln aber ein Erfolg werden, woran ich keine ernsthaften Zweifel habe, gibt es aber bestimmt eine Wiederholung. Hier die Informationen zu dem Event, die mir vorliegen.

Das Warming Up

Es geht bereits am Abend vor den Bierinseln los. Das Chill-In findet am Freitag, den 10. Juli, ab 18 Uhr in der Schankwirtschaft in der Detlev-Bremer-Straße 43 auf St. Pauli statt. Die ideale Möglichkeit zum „Vorglühen“.

Die Bierinseln

  • Craft-Bier-Fans ist das Alte Mädchen in der Lagerstraße 28b, 20357 Hamburg sicherlich bekannt und selbstverständlich ist das Lokal an den Bierinseln beteiligt.
  • Im Galopper des Jahres am Schulterblatt 73, 20357 Hamburg, werden bereits im Normalfall ständig 22 außergewöhnliche Biere aus Kreativbrauereien ausgeschenkt. Daher darf auf dieses Lokal bei den Bierinseln nicht fehlen. Im Hinterhof des Galopper finden sich ein: Fiete Matthies (Wildwuchs Brauwerk Hamburg), Sascha Lämmer (Ricklinger Landbrauerei) und Alexander Herold und Kolja Gigla (Mashsee Brauerei). Die Brauer werden ihre handgemachten Biere präsentieren und natürlich auch zum Verkauf anbieten. Als Höhepunkt wird die gesamte Truppe dann im Lauf des Nachmittags zusammen ein gemeinsames Bier brauen. So könnt Ihr den Profis bei der Arbeit auf die Finger und in den Kessel gucken.
  • Auch das Bierland in Wandsbek, Seumestrasse 10, 22089 Hamburg, ist dabei.
  • Auch das Alles Elbe ist dabei.
  • Der Bierspezi in der Hoheluftchaussee 117-119 richtet als Getränkemarkt ebenfalls eine Bierinsel aus.
  • Auch der Oasis Getränkemarkt in Hummelsbüttel spielt mit.
  • Der Getränkemarkt Beyond Beer ist ja für seine Spezialitäten bekannt und wird selbstverständlich ebenfalls zur Bierinsel.
  • elbPaul bietet neben seinem Pils auch seinen neuen Doppelbock sowie das ebenfalls neue Weizen an.
  • Die Buddelship Brauerei in der Warnstedtstraße 16 L, 22525 Hamburg gehört sicherlich zu einer der am meisten besuchten Bierinseln.
  • Was das Haus der 131 Biere in der Karlshöhe 27, 22175 Hamburg anbieten wird, bleibt noch geheim.
  • Das Barley & Malt in der Deichstraße 36, 20459 Hamburg, ist zentral gelegen und wird sicher auch viel besucht werden.
  • Dass der Ratsherrn Craft Beer Store in den Schanzenhöfen ebenfalls eine Bierinsel sein wird, hat wohl jeder vorausgesetzt.

Und zuguterletzt…

Ab 20:00 Uhr findet im Galopper des Jahres die große Abschlussfete statt. Es begrüßen Sie: Galopper-Inhaber Gerrit Lerch und Bierinsel Schirmherr Oliver Wesseloh mit einer kleinen Bierpräsentation der Kehrwieder Kreativbrauerei und Nicola Neumann, Bierinseln. Außerdem vor Ort: Ricklinger Landbrauerei, Wildwuchs, Brauwerk, Brewcifer und Mashsee!

Die Bierinseln in Berlin

Nach diesem umfangreichen Termin in Hamburg will nun auch unsere Hauptstadt nicht hintenanstehen und so veranstaltet Berlin eine Woche später am 18. 7. in der Zeit von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr ebenfalls seine Bierinseln. Im Gegensatz zu der hanseatischen Veranstaltung wird in Berlin auf das Vorglühen am Vorabend verzichtet. Ansonsten sind die Spielregeln die gleichen wie in der Hansestadt: Jeder Gast zahlt bei jeder Bierinsel 5 Euro und es werden mindestens drei Biere verkostet.

Die Bierinseln

  • Der Event beginnt um 12 Uhr bei Pfefferbräu, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin mit dem Schirmherren der Ersten Berliner Bierinseln, Thorsten Schoppe.
  • Schalander Hausbrauerei, Bänschstr. 91, 10247 Berlin
  • Monterey Bar, Danziger Str. 61, 10435 Berlin
  • Brauhaus Lemke Berlin, Luisenplatz 1, 10585 Berlin
  • Berlin Biershop,
  • Eetcafe Linda Carrell, Rhinower Str. 3, Berlin-Prenzlauer Berg
  • Bierlinie, Am Borsigturm 100, 13507 Berlin
  • Heidenpeters Getränkefeinkost, Eisenbahnstr. 42 – 43, Berlin
  • Kaschk, Linienstr. 40, 10119 Berlin
  • Hops & Barley, Wühlischstr. 22/23, 10245 Berlin
  • Pfefferbräu, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin
  • TCP Craft Bar, Hochstr. 2, Berlin-Wedding
  • Szimpla-Kaffeehaus-Budapest, Gärtnerst. 15 (am Boxhagener Platz), 10245 Berlin-Friedrichshain
  • HOPFENREICH, Sorauer Str. 31, 10997 Berlin
  • Herman, Schönhauser Allee 173, Berlin
  • Vagabund Brauerei, Antwerpener Str. 3, 13353 Berlin-Wedding
  • Sinnesfreude, Jonasstraße 32, Berlin-Neuköllln
  • Alte Börse Marzahn, Zur Alten Börse 59 (ehemals Beilsteiner Straße 51-85), 12681 Berlin
  • Braukontor Potsdam, Zeppelinstrasse 40, 14471 Potsdam
  • IPA Bar, Karl-Marx-Str. 195, 12055 Berlin
  • FRENC heartcrafted goods, Petersburgerstr. 49, 10249 Berlin
  • Schloßplatz-Brauerei Köpenick, Grünstraße 24, 12555 Berlin- Köpenick

Und zuguterletzt…

Selbstverständlich werden die Bierinseln auch in Berlin mit einer Abschlussparty abgeschlossen. Sie findet ab 20 Uhr im Biergarten des Pfefferbräu statt.

Die Bierinseln in München

Irgendwie ist es ja nicht verwunderlich, dass München die Bierinseln in Hamburg und Berlin toppen will. Schließlich sind es bereits die dritten Bierinseln in München. Das beginnt bereits damit, dass drei Warm-Ups geplant sind. Alle drei Events sind wirklich reizvoll. Ansonsten sind die Spielregeln die gleichen wie in den anderen Städten. Für 5 Euro pro Bierinsel werden mindestens drei Craft-Biere verkostet.

Die Warm-Ups

Bereits am 21. Juli geht es los. In der Zeit von 19:30 Uhr bis 22:30 präsentiert die Biersommeliere Daniela Hartl fünf unterchiedliche charakterstarke Craft Biere im Tap House in München. Es befindet sich in der Rosenheimer Straße 108 in 81669 München. Im Anschluss an die Vorstellung der Biere kreieren die Teilnehmer gemeinsam einen Biercocktail. Verständlich, dass ein solcher Event etwas kostet – die Teilnahmegebühr beträgt 35 €. Es ist auch eine verbindliche Anmeldung per Mail unter diebiersommeliere@gmail.com oder telefonisch unter 0151-40125260 erforderlich.

Und gleich am nächsten Abend geht es im Bukanter, Eichenstraße 4, 82205 Gilching OT Geisenbrunn, weiter. Dort werden drei unterschiedliche Bierstile aus den unterschiedlichsten Gläsern verschiedener Hersteller verkostet, um festzustellen, wie unterschiedlich die Aromen durch die verschiedenen Glastypen jeweils zur Geltung kommen. Probieren Sie es selbst aus und machen Sie Ihren vielleicht ersten Schritt in Richtung neuer Bierglaskultur. Auch hier beträgt die Teilnahmegebühr 35 €. Dafür gibt es eine geführte Verkostung durch verschiedene Bierstile und Gläser, einen Imbiss sowie ein Teilnahmezertifikat. Die Anmeldung erfolgt per Mail unter g.sailer@bukanter.com telefonisch unter 08105-277 256.

Am dritten Tag geht es weiter. Ebenfalls von 19:30 Uhr bis 22.30 Uhr werden im La Taqueria am Hauptbahnhof acht Craft-Biere sowie drei mexikanische Spezialitäten vorgestellt. Um welche Biere und Spezialitäten es sich handelt wird im Moment noch nicht verraten. Durch den Abend führt der „Craft Beer Dude“ Locke McKenzie. Auch hier beträgt die Teilnahmegebühr 35 € und die Anmeldung ist per Mail unter beer@craftbeerhier.de oder telefonisch unter 0176-56506086 möglich. Die Location finden Sie am Bahnhofplatz 5, 80335 München.

Die Bierinseln

  • „Anstich“ der Veranstaltung um 11 Uhr im Tap House München mit einem Pressegespräch mit Schirmherr Steffen Marx, Giesinger Bräu und CRAFTWERK Chef-Braumeister Dr. Stefan Hanke zum Thema „Vom Garagenbrauer zur Institution vs. Großbrauereien entdecken die Vielfalt – Wie sich die Bierlandschaft verändert“
  • Getränkeoase in der Maxvorstadt, Gabelsbergerstraße 54, 80333 München
  • RedHot, Amalienstr. 89 · 80799 München
  • Pachmayr Laden, Theresienstr. 33, München
  • Szenedrinks, Baaderstr. 66 · 80469 München
  • Getränke Walter, Frundsbergstr. 5, München Neuhausen-Nymphenburg
  • Biervana, Hohenzollernstr. 61, 80796 München
  • Ambar Bistro, Tegernseer Landstr. 25, 81541 München-Obergiesing
  • Brauerei im Eiswerk, Ohlmüllerstr. 44 · 81541 München
  • The Keg Bar, Trautenwolfstrasse 1, 80802 München
  • Reed Cafe, Hohenzollernstr. 12 · 80801 München
  • Getränke Elsholtz, Schwindstr. 32 · 80798 München
  • Getränke Haußmann, Aschheimer Straße 11, 85622 Feldkirchen
  • Harry’s Getränkeecke, Ettenhueberstr, München-Laim
  • Glücksbrunnen, Humboldtstr. 25 81543 München
  • Weißes Bräuhaus, Tal 7 · 81673 München
  • M-Wein, Einsteinstrasse 102 · 80675 München

Die Brauereien

Die folgenden Brauereien präsentieren sich auf den Bierinseln. Wo genau wird nicht verraten.

  • Hoppe Bräu
  • Hopfmeister
  • Tilmans
  • Riegele
  • Hanscraft & Co.
  • Brewcifer
  • Crew Republic
  • Braukatz
  • Riedenburger
  • Engel Biermanufaktur
  • Headless Brewing Company
  • Braukraft
  • Stone Brewing
  • Höss
  • Eisenharzer
  • Babo Blue
  • Hopster Hopfenlimo

Und zuguterletzt…

Selbstverständlich gibt es auch in München eine Abschlussparty. Sie findet ab 20:00 Uhr in der Giesinger Brauerei statt.

Berlin freut sich auf den längsten Biergarten der Welt

Ab dem 7. August ist es wieder soweit – in der Karl-Marx-Allee findet im Bereich vom Straußberger Platz bis Frankfurter Tor das 19. Internationale Berliner Bierfestival statt. Die Veranstalter hoffen, dass in dieser Zeit 800.000 Besucher aus aller Welt dieses Fest in der Prachtstraße der untergegangenen DDR besuchen werden. Die Veranstaltung wurde im Jahr 2011 im Guinness Buch der Rekorde als der Längste Biergarten der Welt ausgezeichnet.
Auf 2,2 Kilometern präsentieren sich den Besuchern 340 Brauereien aus 87 Ländern, mit 2400 einmalig vertretenen Bieren, sowie 22 Bierregionen mit kulinarischen Spezialitäten und 20 Bühnen mit Live-Musik, mit nationalen und internationalen Künstlern, und das alles bei freiem Eintritt. Jedes Jahr steht ein Land, eine bestimmte Region oder ein spezielles Thema im Mittelpunkt des Festivals. So zum Beispiel 2008 die Tschechische Republik, 2009 Belgien, 2010 Vietnam, 2011 wurde zum 15. Internationalen Berliner Bierfestival ein neuer GUINNESS WORLD RECORDSTM aufgestellt, 2012 Biere der Ostseeregion, 2013 Polen und 2014 Craft Beer – handwerklich gebraute Bierspezialitäten.
In diesem Jahr steht die „Erlebnistour der Bier- und Burgenstraße“ im Mittelpunkt der Genießer-Biermeile. Dabei werden die traditionsreiche Vereinsbrauerei Apolda mit dem spritzig-frischen Apoldaer Hefeweizen Hell, die Watzdorfer Traditions- und Spezialitätenbrauerei aus Bad Blankenburg am Fuße der Burg Greifenstein mit dem Watzdorfer Festpils 1411 sowie das Bürgerliche Brauhaus Saalfeld mit dem Ur-Saalfelder, dass zum besten Märzenbier erkoren wurde und mit dem European Beer Star 2014 ausgezeichnet wurde, die diesjährigen Festivalbiere präsentieren. Weitere Repräsentanten der Bier- und Burgenstraße sind die bayerische Hofmark Brauerei in Loifling bei Cham, die fränkische Mönchshof-Brauerei Kulmbach, die Kulmbacher Brauerei, das Franken Bräu aus Mitwitz, das Rolschter Brauhaus aus der ehemaligen Residenzstadt Rudolstadt in Thüringen, das fränkische Gampertbräu aus Weißenbrunn, sowie das Schübelbräu aus Stadtsteinach in Franken.

Das Bierfestival ist am Freitag, 7. August, von 12 bis 24 Uhr, am Samstag, 8. August, von 10 bis 24 Uhr und am Sonntag, 9. August, von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bierfestival-berlin.de/.

Die Kulmbacher Bierwoche steht vor der Tür

In der Zeit vom 27. Juli bis 2. August lädt die Kulmbacher Brauerei zur 66. Kulmbacher Bierwoche ein. Mit etwa 120.000 Besuchern ist es das vermutlich größte Bierfest in Deutschland. In Kulmbach steppt in diesen neun Tagen also wieder der Bär.

Selbstverständlich wird dort nicht nur Bier ausgeschenkt. An jedem Tag steht ein umfangreiches Musikprogramm auf der Agenda, auch wenn das Musikprogramm noch nicht vollständig unter Dach und Fach ist, zumindest ist noch nicht das gesamte Programm veröffentlicht. Ich habe aber nach den bislang veröffentlichten Auftritten von Chören und Kapellen den Eindruck, dass die Besucher durchaus Fans der bayrischen Volksmusik sein sollten.

Ausgeschenkt werden die Festbiere, die die Kulmbacher Brauerei für die speziell für die Bierwoche gebraut hat, von vier Gastwirten aus Kulmbach. Zusätzlich ist noch ein Cateringteam vor Ort, das die Gäste mit Fleisch- und Fischspezialitäten verwöhnen wird.

Was wäre ein Bierfest ohne einen zünftigen Umzug. Selbstverständlich fehlt er auch auf der Kulmbacher Bierwoche nicht. Am 26. Juli treffen sich die Fanclubs der Kulmbacher Brauerei an der Brauerei und ziehen ab 12 Uhr zum Bierstadl.

Kommen wir zum zentralen Thema der Bierwoche, dem Bier. Die Kulmbacher Brauerei braut mit ihren vier Marken, Kulmbacher, Mönchshof, EKU und Kapuziner vier Festbiere. Da ich die Biere naturgemäß nicht kenne, gebe ich hier die Beschreibung der Brauerei wider.

Da ist zunächst das bernsteinfarbene Kulmbacher Festbier, dessen Hopfenaroma dem Malz angepasst ist. Von Mönchshof kommt das mildeste der vier Festbiere. Bei ihm wurde der Hopfen erst sehr spät zugegeben. Im Gegensatz dazu steht das EKU Festbier, bei dem der Hopfen sehr früh zugegeben wurde, so dass es sehr herb ist. Diese Biere haben einen Alkoholgehalt zwischen 5,7 % und 5,9 %. Letztendlich können sich die Bierfreunde auf das Kapuziner Weißbier freuen, goldgelb, leicht hefetrüb, fruchtig und erfrischen.

Wann verdirbt Bier?

Bei jedem Bier steht auf dem Etikett ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Nun ist ein Bier nach dem angegebenen Zeitpunkt nicht verdorben, sondern im Normalfall kann es auch später noch unbedenklich genossen werden. Ein Bekannter hat kürzlich in seinem Kühlschrank ein vergessenes Bier entdeckt, das bereits elf Jahre abgelaufen war. Das hielt ich dann doch für etwas lange, aber trotzdem haben wir den Versuch gemacht, das Bier geöffnet und verkostet. Das Ergebnis? So richtig lecker war das Bier nicht mehr, es schmeckte eher fade und langweilig. Aber immerhin – es war nicht verdorben und immer noch trinkbar. Ein wirklich verdorbenes Bier habe ich erst einmal erlebt.

Den ersten Schreck erlebte ich gleich beim Öffnen der Flasche. Das Bier schäumte sofort über. Das hätte eigentlich nicht passieren dürfen, denn die Flasche stand bereits mindestens eine halbe Stunde auf dem Tisch, war also nicht geschüttelt. Das fand ich schon etwas merkwürdig. Nach dem Einschenken wurde der Eindruck auch nicht besser. Das Bier war deutlich trüb, duftete aber nicht nach Hefe, sondern irgendwie sauer mit merkwürdigen Nebengerüchen.

Trotzdem habe ich vorsichtig einen Schluck probiert. Das Bier schmeckte sauer und sehr bitter. Es war offensichtlich verdorben. An diesem Punkt habe ich den Test abgebrochen und das Bier in den Ausguss gegossen.

Meine Vermutung ist, dass sich bereits während der Abfüllung irgendeine Verschmutzung in der Flasche befunden hat, die bei der Reinigung der Pfandflasche nicht entfernt wurde und die zum Verderben des Biers geführt hat. Das passiert extrem selten. Da in einem solchen Fall aber nicht die gesamte Charge verdorben ist, sondern nur eine einzelne Flasche, kann dies der Brauerei nicht auffallen und das verdorbene Bier gelangt zum Verbraucher.

Nun wollte ich selbstverständlich mal sehen, wie sich die Brauerei zu dem Problem stellt. Ich habe also die Homepage des Unternehmens aufgerufen und eine Mail an die dort angegebene Mailadresse geschickt. Einige Tage später hatte ich dann eine erste Antwort von der Muttergesellschaft der Brauerei. In der nächsten Zeit gingen etliche Mails hin und her, ich wurde nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum und der Chargennummer gefragt, nach Ort und Zeit des Kaufs… Da die Brauerei von jeder Charge eine Probe zurückbehält, konnte sie diese im Labor prüfen. Wie erwartet konnte in der Probe nichts festgestellt werden. Trotzdem schickte mir die Brauerei als Entschädigung einige frische Flaschen Bier.

Habe ich damit eine Methode beschrieben, kostenlos an Bier zu kommen? Sicher nicht, dafür war der Aufwand zu groß. Gehen Sie lieber Flaschen sammeln, da ist Ihre Ausbeute pro Stunde sicher höher. Ich möchte mit diesem Artikel lediglich an Sie appellieren, in die geleerten Flaschen nicht irgendwelchen Abfall zu stecken. Dadurch kann die nächste Füllung verdorben werden und glauben Sie mir – eine solche Flasche zu bekommen ist wirklich nicht angenehm. Das wollen Sie auch nicht.

Märzen

Märzen ist eine Biersorte, die hauptsächlich in Bayern und Österreich gebraut wird. Diese traditionelle Biersorte hat ihren Ursprung in der bayerischen Brauordnung von 1539. Dort war festgelegt, dass Bier nur in der Zeit zwischen dem 29. September und dem 23. April gebraut werden durfte. Für diese Regelung gab es verschiedene Gründe.

Zum einen war die Brandgefahr beim Biersieden in den Sommermonaten zu groß. Wichtiger dürfte aber gewesen sein, dass die in Bayern üblichen untergärigen Hefen für ihre Arbeit Temperaturen von unter zehn Grad erfordern. Da es in dieser Zeit noch keine modernen Methoden der Bierkühlung gab, konnte im Sommer kein Bier gebraut werden. Auf den ersten Blick sieht es also so aus, dass die Bayern in den Sommermonaten ohne Bier auskommen müssten. Aber können Sie sich einen Bayern ohne Bier vorstellen? Das fällt vermutlich schwer.

Aber die Bayern sind ja erfinderisch. Aus diesem Grund wurde im März ein spezielles Bier gebraut, das länger haltbar war – das Märzen. Damit ist auch die Herkunft des Namens geklärt. Für die längere Lagerzeit wurden einige Tricks angewandt. Zunächst einmal ist das Märzen stärker gehopft und enthält mehr Stammwürze und Alkohol. Aber das reichte noch nicht, um die fünf Sommermonate zu überbrücken. Um die Kühlung während des Sommers zu gewährleisten, wurde das Bier in Felsenkellern gelagert. Eine zusätzliche Kühlung wurde durch ebenfalls in den Felsenkellern eingelagerte Eisblöcke erreicht. Da auch dies in heißen Sommern nicht ausreichte, wurden über den Kellern Kastanien gepflanzt. Diese schützten den Boden oberhalb der Felsenkeller mit ihren großen Blättern und ausladenden Baumkronen vor zu starker Sonneneinstrahlung. Da Kastanien flache Wurzeln haben, wurde durch die Bäume auch die Stabilität der Keller nicht gefährdet.

Dann lag es selbstverständlich nahe, unter den Bäumen das gut gekühlte Bier auch gleich auszuschenken. So entstanden wohl die berühmten bayerischen Biergärten. Aus diesem Grund sind auch heute noch in den Biergärten traditionell Kastanien gepflanzt.

Stout

Stout ist heute vor Allem aus England bekannt, wird aber heute auch mehr und mehr in Deutschland und Belgien gebraut. Es handelt sich um ein zumeist tiefschwarzes, obergäriges Schankbier mit einem Alkoholgehalt von 3 % bis 4,5 % und einer ausgeprägten, cremefarbenen Schaumkrone. Es wird mit besonders stark gerösteter unvermälzter Gerste (10 %) und mit Gerstenmalz (90 %) gebraut. Als zusätzliches Malz wird häufig Karamelmalz verwendet.

Ursprünglich wurde Stout in England gebraut. Vor dort wurde Stout mit einem höheren Alkoholgehalt nach Skandinavien verschifft. Auch in Russland wird Stout unter dem Namen Imperial-Stout hergestellt. Dort wird das Stout stärker gebraut und hat einen Alkoholgehalt von 7 Vol.-% bis 10 Vol.-%. Teilweise werden dort auch Weinhefen und keine Bierhefen verwendet, da diese einen höheren Alkoholgehalt erzeugen können.

Bockbier

Bockbier wird zu den Starkbieren gezählt, deren Stammwürzegehalt über 16° und der Alkoholgehalt bei mindestens 6,5 % liegt. Wir unterscheiden zwischen hellem und dunklem Bockbier, wobei meist das dunkle Bockbier angeboten wird. Für das Brauen des Bockbiers werden meist Bitterhopfen verwendet, das den durch die in größerer Menge verwendeten Maische etwas süßlichen Geschmack elegant abrundet.

Bockbier wird auch häufig auch zu speziellen Gelegenheiten gebraut. Bekannt sind besonders der Maibock und der Winterbock.

Rotbier

Rotbier wird in Nürnberg bereits seit dem frühen Mittelalter gebraut. Lt. Wikipedia gab es im Jahr 1597 in Nürnberg 35 Rotbierbrauereien. Heute brauen in Nürnberg nur noch die Hausbrauerei Altstadthof sowie die Brauerei Schanzenbräu Rotbier.

Die charakteristische rote Farbe erhält das Bier durch das intensiver geröstete Gerstenmalz sowie durch die Reifung im Eichenfass. Meist hat es einen leicht süß-säuerlichen Geschmack und besticht durch seine Süffigkeit. Damit stellt es unter Beweis, dass deutsche Brauer trotz der Einschränkungen durch das Reinheitsgebot originelle Biere mit einem einzigartigen Charakter brauen können.

Weizenbier

Auch wenn Weizen im deutschen Reinheitsgebot nicht als erlaubte Zutat auftaucht, wurde bereits im Jahr 1548 dem Freiherren von Degenberg das Privileg verliehen, nördlich der Donau Weizenbier, auch Weißbier genannt, zu brauen. Im Rest von Bayern war die Herstellung dieser obergärigen Bierspezialität zu dieser Zeit verboten. Weizen wurde als Backgetreide gebraucht; außerdem lässt sich die im Reinheitsgebot genannte Gerste auch auf mageren Böden anbauen, auf denen die Brotgetreide nicht gedeihen.

Beim Weizenbier unterscheiden wir einerseits zwischen Kristallweizen und Hefeweizen und andererseits zwischen hellem und dunklem Weizen.

Das Kristallweizen wurde durch Filtration von der Hefe und den Schwebstoffen befreit. Früher wurde es auch als Champagnerweizen bezeichnet, was heute als Abgrenzung zum Champagner nicht mehr erlaubt ist.

Weiter verbreitet ist das Hefeweizen. Hier findet nach der normalen Gärung noch eine Flaschengärung statt. Auf diese Weise enthält das Bier Hefe und Schwebstoffe, die ihm den vollmundigen Geschmack verleihen.

Eine Besonderheit ist das Eisweizenbier. Eisbier hat eine lange Tradition. Es entsteht, indem das Bier auf unter 0° heruntergekühlt wird (früher in Eiskellern, heute elektrisch), wodurch das Wasser kristallisiert und nur der flüssige Teil des Bieres in die Flaschen abgefüllt wird. Auf diese Weise werden ein höherer Alkoholgehalt und auch ein intensiverer Geschmack erzielt.

Gelagert wird Weizenbier wie jedes andere Bier auch kühl. Besonders beim Hefeweizen ist es außerdem wichtig, dass die Flaschen stehend gelagert werden, damit sich die Hefe am Boden absetzen kann. Auf diese Weise kann das Weizenbier ohne Überschäumen eingeschenkt werden.

Vor den Erfolg haben die Götter bekanntlich den Schweiß gesetzt. In diesem Fall muss vor dem Genuss das Bier eingeschenkt werden. Viele Menschen tun sich aufgrund der starken Schaumentwicklung damit etwas schwer. Wenn Sie dabei einige einfache Regeln beachten, ist es aber gar nicht problematisch. Spülen Sie das Glas vor dem Befüllen kurz mit kaltem Wasser aus. Dadurch wird die starke Schaumentwicklung schon mal etwas im Zaum gehalten. Anschließend gießen Sie das Bier vorsichtig in das schräg gehaltene Glas ein. Viele Menschen verwenden eine andere Möglichkeit, indem sie die Flasche ins Glas stülpen. Diese Methode des Einschenkens ist aber nicht optimal, da der Flaschenhals verschmutzt sein kann und vollständig im Bier liegt. Ist nur noch wenig Bier in der Flasche wird das Einschenken unterbrochen und die Flasche wird geschwenkt, damit die Hefe vom Boden gelöst wird und ebenfalls ins Glas gelangt.

Den optimalen Biergenuss erzielen Sie, indem Sie das Weizenbier kühl, aber nicht zu kalt, genießen. Je kälter das Bier ist, desto weniger kommen die Aromastoffe und der Geschmack zur Geltung. Für mich ist Kellertemperatur optimal, aber das ist auch Geschmackssache.