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24. 6. 2016 bis 26. 6. 2016: Bierbörse Wuppertal-Barmen

Im diesem Jahr war die Premiere der Bierbörse in Wuppertal-Barmen. Da die Veranstaltung ein voller Erfolg war, wird es vom 24.06. bis zum 26.06.2016 eine Neuauflage geben. Unter Beteiligung der ortsansässigen Gastronomen werden im zweiten Jahr circa 25 bis 30 nationale und internationale Bierausschankgeschäfte teilnehmen.

Die Veranstaltung findet in der Fußgängerzone von Wuppertal-Barmen statt. Am Freitag beginnt der Ausschank um 15:00 Uhr und endet um Mitternacht. Samstag werden die Stände genau wie am Sonntag bereits um 12:00 Uhr geöffnet, Ende ist ebenfalls um Mitternacht, am Sonntag bereits um 20:00 Uhr.

Craft Beer Festival in Graz

In Deutschland sind viele Bierfeste bekannt, auch Events, auf denen speziell Craft-Biere vorgestellt werden. Dass es solche Events auch in Österreich gibt ist nicht so bekannt. Das ist eigentlich erstaunlich, einfach schon weil nicht nur ich den Eindruck habe, dass bei unseren Nachbarn im Südosten gutes Essen und Trinken wichtiger ist als bei uns.

Aber auch in Österreich gibt es nicht nur die Hersteller von Industriebieren wie Gösser, Puntigamer, Stiegl oder Ottakringer, sondern auch im Alpenstaat kommen immer kleine Brauereien auf den Markt. Es ist also kein Wunder, wenn Stefan Roth am kommenden Wochenende in Graz erstmals ein eigenes „Craft Beer Festival“ veranstaltet. Er rechnet dort mit bis zu 7.000 Besuchern. Dort können 150 verschiedene Biere, ein Drittel davon aus Österreich, verkostet werden.

Ort der Veranstaltung ist vom 13. bis 15. November 2015 die Stadthalle Graz (Freitag/Samstag ab 14 Uhr, Sonntag ab 12 Uhr). Das Tagesticket kostet 7 Euro.

Die meisten Biere stammen aus kleinen Gasthausbrauereien, aus den Kellern begeisterter Hobbybrauer oder von innovativen Kleinunternehmern, die mit Spezialgeschmacksrichtungen am Kuchen des traditionell hohen heimischen Bierabsatzes – 104 Liter pro Kopf und Jahr – mitnaschen wollen. „In einer Gesellschaft, die generell Richtung Individualität strebt, ist es mehr als nur ein kurzer Hype“, glaubt Roth.

Einen ganz entscheidenden Unterschied zwischen der Bierszene in Deutschland und der in Österreich sehe ich allerdings. Während in Deutschland die großen Brauereien die Craft Bier-Brauer meiden wie der Teufel das Weihwasser (ich erinnere hier an die Bemerkung von Michael Möller, Chef der Hofbräu in München, der der Welt sagte: „Bei diesen Bieren geht es um Genuss und nicht um Menge“, sagte Möller. „Das hat auf der Wiesn nichts verloren.“), sehen die Großbrauereien in Österreich den Trend zu handwerklich gebrauten Bieren durchaus poritiv. Markus Liebl, Generaldirektor bei Österreichs größtem Abfüller Brauunion, sagte der Kleinen Zeitung: „Je mehr Menschen Faszination für Bier in der ganzen Bandbreite mitnehmen, je mehr Wissen da ist, desto mehr lebt die Bierkultur“. Diese Offenheit würde ich mir in Deutschland ebenfalls wünschen.

Borefts Beer Festival

Bereits zum siebten Mal lädt die Brouwerij De Molen zum Borefts Bier Festival ein. Die Veranstaltung findet am 25. und 26. September in Bodegraven in den Niederlanden statt. Da es sicher sinnvoll ist, zu dieser Veranstaltung mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen, hier noch der Hinweis, dass die Brauerei und damit der Festivalort nur einen zehnminütigen Spaziergang vom Bahnhof Bodegraven entfernt ist. Der Event findet an beiden Tagen von 12:00 Uhr bis 22:00 Uhr statt. Eintritt wird nicht verlangt, sondern Sie kaufen für 20 Euro Ihr Festival-Glas sowie sechs Münzen, mit denen Sie die Biere bezahlen, die Sie verkosten. Zusätzliche Münzen können Sie zum Stückpreis von zwei Euro, sechs Münzen für zehn Euro, erwerben. Und es lohnt sich. Eine Aufstellung der beteiligten Brauereien und die vorgestellten Biere finden Sie unter http://brouwerijdemolen.nl/en/borefts-beerfestival/brewer-and-beers/.

Termin für das Wochenende – CRAFT in Frankfurt

In der Zeit vom 25. bis zum 27. September findet in der Jahrhunderthalle in Frankfurt/Main das erste Frankfurter FESTIVAL für kulinarische Genüsse statt. Craft Beer & Street Food sind ein Trend, der viele Menschen begeistert. Foodblogs, Facebook-Gruppen, Beer-App, Secret Dinner, Kochgemeinschaften, private Beer-Tastings…es gibt nichts, was es nicht gibt.

CRAFT ist ein Fest für alle Sinne. Neben den optisch individuell gestalteten Ständen, gibt es Vorträge und Workshops von „Craft-Experten“, thematische Tastings und Straßenmusiker, die das Festival in eine authentische Food-Utopie-Stadt verwandeln. Die angenehme Atmosphäre soll ein angenehmes Publikum anlocken. Vom Twen bis Oma und Opa, von Normalo bis Hipster, vom Kellner bis zum Bankster.

Öffnungszeiten:

Freitag 16.00 – 23.00 Uhr ab 22.00 – Ende Aftershowparty (separate Räumlichkeiten)
Samstag 12.00 – 23.00 Uhr ab 22.00 – Ende Aftershowparty (separate Räumlichkeiten)
Sonntag 12.00 – 18.00 Uhr

Eintrittspreise:

Freitag & Samstag Tagesticket 5,-€ incl. Aftershowparty
Sonntag 3,-€ Tagesticket
Parken ist für Besucher der CRAFT frei (bitte Flyer für die CRAFT vorweisen). Aber sinnvoller könnte es wirklich sein, mit dem öffentlichen Nachverkehr anzureisen.

Veranstaltungsort:

Jahrhunderthalle Frankfurt
Pfaffenwiese 301
65929 Frankfurt am Main

Genuss auf dem Oktoberfest? Das geht gar nicht

Zumindest wenn es nach Michael Möller geht, Chef der Hofbäu-Brauerei in München. Zumindest hat er sich dagegen ausgesprochen, dass auch Craft-Bier-Brauereien auf dem Oktoberfest in München vertreten sein dürfen. Gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“ sagte er: „Bei diesen Bieren geht es um Genuss und nicht um Menge“, sagte Möller. „Das hat auf der Wiesn nichts verloren.“

Auch wenn ich ebenfalls das Vorurteil habe, dass Craft-Bier und Massenbesäufnisse nicht zusammenpassen – weshalb ist Herr Möller so vehement dagegen, dass die kleinen Brauereien es versuchen, ihr Angebot einem breiten Publikum vorzustellen? Vermutlich hat er einfach Angst vor einer kommenden Konkurrenz. Aber, sehr geehrter Herr Möller, ich weiß aus eigener Lebenserfahrung, dass sich auch Feste weiterentwickeln können, um nicht irgendwann vor dem Aus zu stehen (auch wenn ich das für das Oktoberfest weder kurz- noch mittelfristig sehe). Und ein weiteres Vorurteil von mir ist, dass Bewegung selbst in Bayern möglich ist.

Auf dem Oktoberfest werden in diesem Jahr etwa sechs Millionen Besucher erwartet, von denen erwartet wird, dass sie in den 16 Tagen des Festes sieben Millionen Liter Bier konsumieren. Der Liter soll in diesem Jahr zwischen € 10,10 und € 10,40 kosten. Ausgeschenkt werden ausschließlich Biere der alteingesessenen Münchner Brauereien, auch gegen neue Brauereien aus München auf der Wiesn wehren sich die traditionellen Wirte.

So bleibt nur eine recht geringe Auswahl. Augustiner gibt es sowohl in der gleichnamigen Festhalle als auch in der Fischer-Vroni. Das Hacker-Pschorr können Sie im Hacker-Festzelt sowie im Pschorr-Bräurosl. Wenn Sie lieber ein Paulaner konsumieren wollen, kommen Sie im Armbrustschützenzelt, im Winzerer Fähndl sowie in Käfers Wiesn Schänke auf Ihre Kosten. Löwenbräu finden Sie im Schützen-Festzelt und selbstverständlich in der Löwenbräu-Festhalle. Letztendlich können Sie Ihren Durst noch mit einem Spaten-Franziskaner löschen wenn Sie den Schottenhamel, den Marstall oder die Ochsenbraterei ansteuern.

Im kulinarischen Terrain ist die Wiesn nicht so stur wie beim Bier. Die Veranstaltung ist zwar in erster Linie für Haxn, Brezn und Hendl bekannt, aber die Speisekarte wurde in den letzten Jahren doch etwas erweitert, so dass selbst für Veganer etwas zu finden ist. Außerdem gibt es Weißwurst-Leberkäs, als Blume geformte Zuckerwatte und als Highlight für Diabetiker werden mit Birkenzucker gebrannte Cashew- und Macadamia-Nüsse angeboten.

Für eine Flasche Bier 500 Euro Schaden verursacht

Dass alkoholische Getränke auch bei Kriminellen beliebt sind ist ja nichts Neues. Aber ein Einbrecher hat es in Kranichfeld im Süden Thüringens aber doch stark übertrieben. Zunächst versuchte er, das Garagentor aufzuhebeln. Bei diesem Versuch ist er gescheitert. Anschließend schlug er eine Glastür ein, durch die er anschließend ins Haus gelangte. Dort ging er schnurstracks in den Keller und trank dort eine Flasche Bier. Mehr hat er nach einer Mitteilung der Weimarer Polizei nicht mitgehen lassen. Die Polizei hat zwar die Biermarke nicht genannt, aber immerhin den Wert der Flasche mit einem Euro beziffert. Es kann also kein Spitzenbier gewesen sein. Dass Durst schlimmer ist als Heimweh ist bekannt. Aber 500 Euro Schaden anzurichten, nur um eine Flasche Bier zu trinken, ist nun wirklich übertrieben.

Der Hopfen

Mengenmäßig wird beim Brauen nur wenig Hopfen verwendet, je Hektoliter lediglich höchstens 400 Gramm. Trotz des geringen mengenmäßigen Anteils des Hopfens am Bier ist der Einfluss auf den Geschmack nicht zu unterschätzen. Ohne Hopfen wäre der charakteristische Bitterton des Bieres nicht zu erreichen. Nicht umsonst wird der Hopfen häufig auch als die Seele des Bieres bezeichnet. Hier die für das Brauen wichtigsten Bestandteile:

Ätherische Öle

Diese machen im Durchschnitt 0,8 % der getrockneten Hopfendolde aus, die mögliche Bandbreite liegt zwischen 0,2 % und 1,7 %. Sie sind für das Hopfenaroma verantwortlich, das seinerseits für ein gutes Bier Voraussetzung ist.

Bitterstoffe

Sie betragen etwa 15 % bis 22 % der trockenen Dolden. Durch sie erhält das Bier seinen typischen erfrischenden Geschmack. Außerdem sorgen sie für die Schaumbildung sowie die Standzeit des Schaums.

Gerbstoffe

Die Gerbstoffe sind in der getrockneten Dolde mit etwa 4 % bis 6 % enthalten. Sie wirken konservierend und beseitigen Eiweißstoffe. Daher sind sie beim Klären des Bieres von Bedeutung.

Angebaut wird der Hopfen in Deutschland bevorzugt in Teilen von Bayern und Baden Württemberg angebaut, in geringerem Umfang auch in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Rheinland Pfalz. Seit 2004 wird der Hopfen in geringem Umfang auch auf Sylt angebaut.

Weltweit gibt es mehrere hundert Hopfensorten, die zwischen Bitterhopfen und Aromahopfen unterschieden werden. Der deutlich teurere Aromahopfen führt zu einem Bier mit einem deutlich komplexeren Duft. Leider wird der Aromahopfen in Deutschland nur von wenigen Brauereien verwendet.

Die Hopfensorten

Ich werde hier die wichtigsten Hopfensorten kurz beschreiben. Als Quelle dienen mir die online gemachten Angaben verschiedener Anbieter von Hopfen.

Cascade

Cascade ist eine relativ neue Aromahopfensorte, die in erster Linie von Brauern der Craft-Biere verwendet wird. Sie stammt ursprünglich aus England und ist wird dort für Ales und englische Bitterbiere verwendet. Das Aroma besticht durch Würzigkeit und Fruchtaromen.

Centennial

Der Centennial ist ein beliebter amerikanischer Hopfen, der einen ordentlichen Alphasäuregehalt mit blumigen Zitrusnoten bietet. Dieser Hopfen wird häufig für amerikanische Ales und Weizenbiere verwendet.

Chinook

Chinook ist ein Aromahopfen mit einem sehr starken Grapefruitcharakter und viel Alphasäure. Dieser Hopfen wird häufig für Stout, Porter, IPA und Lager verwendet.

Columbus

Columbus hat einen sehr hohen Alphasäuregehalt und wird daher oft als Bitterhopfen eingesetzt. Bei später Hopfengabe verleiht er dem Bier zusätzlich ein zitrus- oder limonadenartiges Aroma. Dieser Hopfen wird häufig für Stout, Porter, IPA und Lager verwendet.

First Gold

Diese Aromahopfensorte wird sowohl für die konventionelle Hopfung als auch für die Spät- und Tockenhopfung verwendet. Sie verleiht Ales eine ausgewogene Bitternote sowie eine fruchtige und würzige Geschmacksnote. Angebaut wird dieser Hopfen in Großbritannien. Er eignet sich für Imperial Stout, Ale, Englisches Bitter, Ale, India Pale Ale (IPA), Porter, und Stout.

Golding

Hopfen.de beschreibt diese Hopfensorte voller Begeisterung: „Hopfenpellets Goldings wird zu recht der „König der englischen Hopfen“ genannt. Für ein originales IPA oder ein traditionelles englisches Bitter gibt es keinen besseren Hopfen. Hopfenpellets sind Rohhopfen, die ohne Stiele gemahlen wurden und in Stäbchen gepresst wurden. Der Hopfen ist maßgeblich für die Herbe des jeweiligen Bieres verantwortlich. Verwendet wird dieser Hopfen wie die Sorte First Gold für Imperial Stout, Ale, Englisches Bitter, Ale, India Pale Ale (IPA), Porter, und Stout.

Herkules

‚Herkules‘ ist ein sehr ertragreicher Zuchtstamm des Hopfenforschungszentrums Hüll mit sehr hohen α-Säure-Werten. Diese Sorte ist seit 2005 auf dem Markt. Ein Verkauf ist bisher nur mit Genehmigung für den professionellen Anbau erlaubt. Dieser Hopfen verleiht dem Bier eine harmonische, nicht zu kräftige Bittere. Sie vermittelt die verschiedenen Aromaeindrücke gleichmäßig in nicht allzu ausgeprägter Form. Lediglich im Trunk ist die hopfenwürzige Note im Vergleich zu den übrigen Eindrücken hervorgehoben. Das Aroma ist würzig, fruchtig und blumig mit einigen Zitrusnoten.

Mittelfrüh

Die Sorte Mittelfrüh zählt zu den ältesten Sorten, die heute noch angebaut werden. Sie hat ein würziges Aroma.

Saphir

Diese Sorte wurde am Hopfenforschungszentrum in Hüll auf feinwürziges Aroma gezüchtet und 2002 zugelassen. Mit 26-27 Aromapunkten ist Saphir mit Aromasorten wie Spalter, Tettnanger und Saazer vergleichbar. Das Aroma ist würzig, fruchtig und blumig mit etwas Zitrusaroma.

Simcoe

Der Simcoe-Hopfen ist unter den Brauern der Craft-Bier-Szene sehr beliebt. Er verströmt Aromen nach Kiefer, Grapefruit und Maracuja.

Spalter Select

Der ‚Spalter Select‘ ist eine Weiterentwicklung der alten Spalter Landsorte. Holzige Cognac-Aromen bestimmen sein Geschmacksprofil, zusätzlich von süßen Pfirsich- und Kamillenblütennoten unterstützt. Das Aroma ist würzig, fruchtig und blumig.

Tradition

Auch wenn der Name etwas anderes suggeriert, handelt es sich bei der Aromahopfensorte Tradition um eine eher neue Sorte. Sie wurde im Hopfenforschungszentrum Hüll entwickelt und 1993 als Sorte zugelassen. Seit 2009 gibt es eine verbesserte Version dieser Sorte. Verwendung findet sie vor allem in Ales und Lagerbieren.

Das Malz

Im Prinzip ist die Herstellung von Malz einfach. Getreide wird gekeimt, gedarrt und anschließend gemahlen. So einfach das Malzen im Prinzip ist, so viel Können steckt in der Praxis. Sehen wir uns die einzelnen Schritte der Malzherstellung kurz an.

Reinigen

Nach der Ernte ist das Getreide durch vielerlei Fremdstoffe verunreinigt. Steine, Metallteile und andere Pflanzenteile werden in verschiedenen Arbeitsschritten aus dem Getreide entfernt.

Trocknen

In den meisten Fällen wird das Getreide nicht unmittelbar nach der Ernte verarbeitet und muss gelagert werden. Dafür darf es nicht mehr als 15 % Feuchtigkeit enthalten. Ist der Feuchtigkeitsgehalt höher, muss es getrocknet werden. Durch die Trocknung werden die Lebensprozesse im Getreide erhalten und es wird vor Schimmel geschützt.

Weichen

Für die Weiterverarbeitung muss der Wassergehalt des Getreides wieder auf 35 % bis 43 % angehoben werden. Dafür reicht es aber nicht aus, einfach Wasser auf das Getreide zu kippen, da auf diese Weise die Luftzufuhr zum Getreide unterbunden wird, das Getreide dadurch abstirbt und daher nicht mehr keimen kann. Die Keimung ist aber für die Weiterverarbeitung erforderlich. Daher wechseln sich während des ein bis zwei Tage dauernden Prozesses Phasen der Befeuchtung und der Belüftung ab. Obwohl das Weichen des Getreides auf den ersten Blick einfach erscheint, steckt auch in diesem Arbeitsschritt einiges Gehirnschmalz.

Keimen

Im Anschluss wird das Getreide, meist Gerste, in Keimkästen vier bis sieben Tage lang gekeimt. In dieser Zeit bilden sich aus dem Keimling des Korns Blatt- und Wurzelkeime. Parallel dazu bilden sich im Mehlkörper des Korns die erforderlichen Enzyme. Für eine gleichmäßige Keimung des Korns muss das Getreide in dieser Zeit regelmäßig gewendet und gleichmäßig feucht gehalten werden.

Darren

Eigentlich besteht das Darren aus zwei Prozessen, die ich hier aber aus Gründen der Einfachheit zusammenfasse. Während der Darre wird die Feuchtigkeit des Getreides auf vier bis fünf Prozent verringert, um die Lager- und Transportfähigkeit zu gewährleisten. Während der ersten Phase, Schwelken genannt, bleibt die Temperatur weitgehend konstant bei 35 °, die Temperatur wird hauptsächlich verwendet, um die Feuchtigkeit zu verringern. Auf diese Weise werden die im Keimling vorhandenen Enzyme geschont. Erst in der zweiten Phase, Abdarren genannt, wird die Temperatur erhöht. Dabei nimmt das Malz seine endgültige Farbe an. Die Farbe wird durch die Temperatur und Dauer des Abdarrens gesteuert und bestimmt später die Farbe des Biers. Helles Malz wird bei etwa 75 bis 80 ° gedarrt, dunkles Malz bei etwa 105 bis 120 °. Während dieses Prozesses fallen die Wurzelfäden ab, so dass aus 100 kg Gerste etwa 75 bis 80 kg Malz entstehen.

Putzen und Polieren

In diesem Schritt werden die Blatt- und Wurzelkeime entfernt, wodurch ein weiterer Verlust von etwa drei bis vier Prozent der Gesamtmenge entsteht. Da die Keime viel Eiweiß enthalten, werden sie für die Viehfütterung verwendet.

Mischen

Da Malz ein Naturprodukt ist, ist das Ergebnis nicht immer vollständig identisch. Aus diesem Grund wird Malz verschiedener Chargen gemischt, um immer ein einheitliches Ergebnis zu erzielen.

Die Malzsorten

Nun gibt es nicht nur eine Sorte Malz, sondern für jedes Bier gibt es ein spezielles Malz. Für Craft-Biere werden auch Malze gemischt, häufig finden sich darin fünf Sorten. Die Eigenschaften der wichtigsten Malzsorten will ich hier einmal zusammentragen.

Amber

Amber gehört zu den Karamellmalzen. Diese verstärken das typisch „karamellige“ Malzaroma des Bieres. Das Bier erhält eine dunklere Farbe und die Schaumstabilität wird erhöht. Zusätzlich wird die Vollmundigkeit des Bieres verstärkt. Es wird für Märzen, Weizenbiere, Dunkelbiere, Bockbiere, Amber Ale und spezielle Lagerbiere verwendet.

Carahell

Carahell wird für die Erhöhung der Vollmundigkeit, für ein intensiveres Malzaroma, für einen vollen Geschmack, für die Intensivierung der Farbe und die Optimierung des Geschmacks von Hefeweizenbieren verwendet. Außerdem sorgt dieses Malz für einen schönen Schaum. Es wird bei den Biertypen Weizenbier, Schankbier, Leichtbier, alkoholreduziertes Bier, für helle Biere, Exportbiere und Festbiere eingesetzt.

Caramünch

Dieses Malz wird in dunklen Bieren, Festbieren, Malzbieren, Schankbieren sowie Leichtbieren verwendet.

Chocolate

Chocolate ist ein Gerstenmalz. Es verleiht dem Bier eine angenehme dunkle Farbe. Das Aroma erinnert an Schokolade, Nuss und Kaffee. Der malzige Geschmack wird zusätzlich betont. Der Schaum bleibt dabei unverändert. Das Malz wird in einem schonenden Röstvorgang hergestellt, der bitteren Geschmack weitgehend vermeidet. Es wird für Schwarzbiere, Bock, Alt, Starkbiere, Porter, Braunbiere, Stouts, und braune Ales verwendet.

Dark Chocolate

Dieses Malz entspricht dem Chocolate. Es ist aber dunkler geröstet und enthält eine dunklere Farbe sowie intensivere Aromen.

Heidelberger

Die Malzsorte Heidelberger kann für alle Biere verwendet werden, deren Charakteristik eine besonders helle Farbe ist. Sie kann wie ein Pilsener Malz verarbeitet werden und verleiht dem Bier einen frischen und runden Geschmack. Dieses Malz ist reich an Enzymen. Es wird bevorzugt für Pilsener, Kölsch, Märzen und Leichtbiere verwendet.

Münchner Malz

Das Münchner Malz intensiviert die Farbe des Bieres und betont das malzige Aroma dunkler Biere. Es wird als Basismalz für Export, Märzen, Alt, Dunkle Biere, Bock, Starkbiere und Weizenbiere eingesetzt.

Münchner Malz Dunkel

Münchner Malz Dunkel intensiviert die Bierfarbe und betont das malzige Aroma dunkler Biere. Es wird für Märzen, Alt, dunkle Biere, Bockbiere und Starkbiere verwendet.

Pale Ale

Pale Ale Malz liegt farblich zwischen Pilsner und Wiener Malz und wird hauptsächlich von Craft-Brauern verwendet, die mit besonderen Maischverfahren das derzeit sehr beliebte Pale Ale brauen.

Pilsener Malz

Pilsener Malz soll dem Bier einen frischen und abgerundeten Geschmack verleihen. Es wird für alle hellen Biere verwendet. Außerdem bildet es eine hervorragende „helle“ und enzymstarke Grundlage für viele Bierspezialitäten. Die Eigenschaften des Malzes: Moderate Eiweißwerte, hohe Extraktgehalte, helle Farben und hohe enzymatische Aktivität. Es wird für Pilsener, Export, Kölsch, Lager, Helles, Märzen und Leichtbiere eingesetzt.

Steffi

Steffi ist eine historische Malzsorte. Dieses Malz wird universell für viele unterschiedliche Biere verwendet.

Weizenmalz

Wie der Name bereits aussagt, wird Weizenmalz für Weizenbiere verwendet. Es ist für die spritzige Frische und den obergärigen Weizenbier-Geschmack verantwortlich. Weizenmalz wird aus einem speziellen Brauweizen hergestellt. Es wird nicht nur für Weizenbier, sondern aus für obergärige Biere wie Kölsch verwendet.

Wiener Malz

Wiener Malz verstärkt die goldene Bierfarbe und erzeugt einen angenehmen, vollmundigen Geschmack. Bekannt ist dieses Malz für seine hervorragenden Schaumwerte und eine anregende Glanzfeinheit.

Das richtige für heiße Tage: der Bierkisten-Kühler

Nun haben wir endlich mal wieder einen richtigen Sommer und jeder, der die Möglichkeit hat, verlegt die Party in den Garten. Und kaum sitzen wir im Garten, schon stehen wir alle vor dem gleichen Problem: wie bekommen wir das Bier kalt? Jahrzehntelang hat uns ein Eimer mit mehr oder weniger kaltem Wasser geholfen, das Bier notdürftig ein wenig zu kühlen oder zumindest die Erwärmung etwas hinauszuschieben. Nun gibt es – endlich – ein Angebot, das eine Lösung verspricht: der Bierkisten-Kühler.

Ich konnte ihn selbst nicht testen, aber laut Händlerangaben funktioniert er so: Die Plastikform mit Wasser füllen und einfrieren. Wenn das Wasser gefroren ist, den Eisblock aus der Form nehmen und in die Kiste einsetzen. Innerhalb einer halben Stunde sollte das Bier um 10°C gekühlt werden. Wie gesagt, ich habe den Bierkisten-Kühler nicht selbst verwenden können, kann mir aber durchaus vorstellen, dass er funktioniert. Der Kaufpreis von nicht einmal 10 Euro stellt dabei aber kein unüberwindliches Risiko dar.

Den Bierkisten-Kühler gibt es in zwei Ausführungen für Kisten mit 20 Flaschen á 0,5 l und für Kisten mit 24 Flaschen á 0,33 l.

Hier ein Anbieter:

Kalea GmbH
Im Weyergut
Biberngasse 31
A-5020 Salzburg

info@kalea.at

Ganter feiert 150jähriges Firmenjubiläum


Es ist ein recht seltenes Firmenjubiläum, das Ganter-Bräu am letzten Augustjubiläum feiert – die Brauerei aus Freiburg wird 150 Jahre alt. Na, wenn das kein Grund ist, das eine oder andere Fass aufzumachen. Dies geschieht am Samstag, 29. August in der Zeit von 12:00 bis 24:00 Uhr und am Sonntag von 11:00 bis 22:00 Uhr. Das Motto des großen Fest-Wochenendes ist keine Überraschung: 150 Jahre Biergenuss! Die Freiburger Familienbrauerei lädt dazu zum Ende des Hochsommers auf ihr Brauereigelände ein. Wie sich’s für ein derartiges Jubiläum gebührt, können sich die Besucher auf ein richtig zünftiges rundum heiteres Fest freuen, mit viel abwechslungsreicher Musik unterschiedlicher Gruppen aus der Region. Das erste Freiburger „Essgässle“ (Badisch für „Streetfood“) mit vielen Anbietern wartet ebenfalls auf die Besucher mit seinen Spezialitäten und Köstlichkeiten. Und natürlich den guten GANTER-Bieren, unverzichtbare Begleitung zum guten Essen.

Es soll aber nicht nur um Bier, Spaß und Feiern gehen, sondern an diesem Wochenende werden auch Spenden für die Bergwacht Schwarzwald (Ortsgruppe Freiburg) gesammelt. Auf jeden Fall eine gute Sache.