Archiv der Kategorie: Dies und Das

21. 7. – 23. 7. 2017: Craft Beer & Burger Festival in Hannover

Besondere Burger und feinstes Craft Beer für die große Schwester von Bielefeld. Für 3 Tage machen etwa 15 Food Trucks vor dem Hauptbahnhof Hannover Halt und bieten ihre Kreationen den geneigten Besuchern des Craft Beer & Burger Festivals an.

Die Auswahl der Burger hat es durchaus in sich. Angefangen von klassischen Burgern mit Bacon&Cheese bis zu asiatischen Burgern und Fisch-Variationen ist alles dabei. Natürlich dürfen auch Pulled Pork Burger nicht fehlen und sogar unsere veganen/vegetarischen Freunde kommen auf ihre Kosten.

Ort:

Ernst-August-Platz
30159 Hannover

Öffnungszeiten:

Freitag 1:00 Uhr – 22:00 Uhr
Samstag und Sonntag 11:00 Uhr – 22:00 Uhr

20.7. – 23. 7. 2017: Hopfenfest in Gelsenkirchen

Nun hat auch Gelsenkirchen sein eigenes Bierfest, das eine Expedition durch den Bierkosmos ermöglicht. Denn Bier ist das älteste alkoholische Getränk der Welt und hat sich im Laufe der Jahrhunderte von einem einfachen Trunk zu einer Spezialität gewandelt, die heute für eine eigene Welt voller Aromen, Genuss und Stimmungen steht. So stehen denn auch in Gelsenkirchen-Buer über 100 unterschiedliche Biere zum Testen bereit. Und genau diese Welt gilt es mit Begeisterung, Neugier und Leidenschaft zu erforschen. Und wer noch mehr braucht: am ersten Tag, dem Donnerstag, findet auch der allwöchentliche Abendmarkt statt, auf dem es neben Lebensmitteln vom Erzeuger auch Design, Fashion und Kunst zu bestaunen und zu erwerben gilt.

Hopfen sei Dank bietet zahlreiche Anlässe dazu, die Reichhaltigkeit und Vielfalt von Bier zu entdecken und den Moment mit dem Gerstensaft mit dazu passenden Speisen und Stimmungen zu genießen. Für Bierfans, die sich auch für Handwerk und Braukunst interessieren, für Experten rund um das flüssige Gold, für diejenigen, die es werden wollen und für alle, die einfach nur Lust auf ein Bier haben.

15. 7. 17: 1. Bülacher Craft Beer Festival

Im Zürcher Unterland spriesst der Hopfen und gärt das Bier. Rund um Bülach finden Sie Kleinbrauereien mit vielen, köstlichen Biersorten. Die Veranstalter des ersten Bülacher Craft Beer Festivals laden Sie und die umliegenden Brauereien auf den Lindenhof ein, um das Bier zu feiern und zu genießen. Es soll ein gemütliches Bierfest mit 8 regionalen Brauereien und verschiedenen Bierstilen zum Probieren werden. Dazu gibt es leckeres Essen & gute Musik.

Die folgenden Brauereien stellen ihr Bier vor:

  • Bierzunft Wehntal
  • Schlachthuus
  • Glattfelder Privatbrauerei
  • Simmentaler Bier
  • Sudwerk
  • St. Laurenzius
  • Muschtibräu
  • Hardwald Brauerei

Öffnungszeiten:

15. 7. 17: 11:00 – 23:00 Uhr

21. 7. – 23. 7. 2017: Festival des Bieres in Fulda

Bier, Live-Musik und ein gemütliches Ambiente: Im Fuldaer Museumshof findet von Freitag, dem 21. Juli- bis Sonntag, dem 23. Juli 2017, das zweite „Festival des Bieres“ statt. Die Veranstalter von Seven Days Catering aus Eichenzell wollen an den Erfolg vom vergangenen Jahr anknüpfen. Rund 40 verschiedene Biere werden ausgeschenkt. „Die Stimmung war im vergangenen Jahr super. Die Gäste waren alle sehr gut gelaunt“, sagte Seven Days-Verkaufsleiterin Natalie Fröhlich gegenüber dem Onlineportal fuldainfo.de.

„In diesem Jahr haben wir ein paar Brauereien mehr dabei“, fährt Natalie Fröhlich fort. Dabei ist die Auswahl der Brauereien durchaus bemerkenswert. Normalerweise finden sich auf einer Veranstaltung entweder Craft-Brauer oder die Brauerei, die die Veranstaltung gesponsert hat, darf alleine ihr Bier verkaufen. Das ist in Fulda anders. Fernsehbiere stehen einträchtig neben regionalen Brauereien und Craft-Brauern. Im einzelnen sind die folgenden Brauereien vertreten: Hochstift, Erdinger, Veltins, Königs Pilsener, Grevensteiner, Krombacher, RavenKraft, Mc Müllers, Hohmanns Brauhaus und die Wisenmühle. Ob hell, dunkel, süffiger Urstoff oder vollmundiges Weizenbier – es wird für jeden Geschmack etwas geboten. Da der Platz auf dem Museumshof beschränkt ist, wird die Veranstaltung in diesem Jahr auf den Jesuitenplatz ausgeweitet, wo zwei Brauereien sowie ein Food Truck ihren Standplatz haben werden. Und damit sich der Besuch nicht nur auf das Biertrinken beschränken muss, gibt es auch ein Bühnenprogramm

Ort:
Zweites Festival des Bieres vom 21.07.2017 bis 23.07.2017 im Fuldaer Museumshof und Jesuitenplatz

Öffnungszeiten:

Freitag, 21.07.2017, 12:00 – 24:00 Uhr, Museumshof, Jesuitenplatz
Samstag, 22.07.2017, 12:00 – 24:00 Uhr, Museumshof, Jesuitenplatz
Sonntag, 23.07.2017, 10:00 – 18:00 Uhr, Museumshof, Jesuitenplatz

Auf ein Bier in Belgien

Nur für den Fall, dass Sie sich gewundert haben, dass ich jetzt eine Woche lang nichts mehr geschrieben habe – ich habe nicht die Lust verloren, sondern ich war im Urlaub in Belgien. Dabei habe ich auch einiges zum Schreiben in diesem Blog mitgebracht. Dass es dabei nicht bei einem Bier geblieben ist, können Sie sich sicher vorstellen. Dass das Bier in Belgien ein erheblich besseres Ansehen hat als in Deutschland dürfte wohl eine Binsenweisheit sein. Es wird in Belgien zwar pro Kopf weniger Bier getrunken als in Deutschland, dafür aber häufig ein individuelleres Bier, während in Deutschland nach wie vor in erster Linie die Fernsehbiere konsumiert werden. Es ist aber immer wieder interessant, die Unterschiede des Umgangs mit dem Bier in Belgien und Deutschland festzustellen. Meine Beobachtungen will ich in diesem Beitrag festhalten.

Im Restaurant

Vermutlich sind wir uns einig: am angenehmsten trinkt man sein Bier im Restaurant. Aber da beginnen bereits die Unterschiede zwischen Deutschland und Belgien. In Deutschland gehen wir in die Gastronomie und bestellen ein Bier. Wenn Sie die Bedienung einmal aus dem Konzept bringen wollen, fragen Sie stattdessen einfach mal nach einer regionalen Bierspezialität. Fast alle Kellner und Kellnerinnen sind damit überfordert. Es gibt ein Bier und damit basta. Anders in Belgien. Ich war in einem Restaurant in Koksijde, einem kleinen Ort an der belgischen Nordseeküste, unweit der Grenze zu Frankreich. Es war ein ganz normales Restaurant, keine Craft Beer-Bar oder etwas Ähnliches. Ein ganz normales Restaurant, für belgische Verhältnisse auch nicht teuer. Dort gab es zehn Biere vom Fass, 27 Flaschenbiere sowie zusätzlich etwa ein Dutzend Trappistenbiere aus der Flasche. Da habe ich als Gast die Qual der Wahl und es wundert mich nicht, dass die meisten Gäste eine von vier Biermarken bestellt haben. Als der Kellner mir das Bier bringt fällt mir noch ein weiterer Unterschied auf: zu jedem Bier gibt es eine kleine Knabberei. Mal sind es einige Erdnüsse, mal etwas Salzgebäck oder Käse. An der Küste gab es diese Aufmerksamkeit in jedem Restaurant, etwas, das ich bei meinem letzten Besuch in Brüssel nicht erlebt habe. Ich weiß nicht, ob es sich dabei um eine Sitte in Flandern handelt oder ob es in Brüssel nur deshalb nichts zum Bier gab, weil ich dort mein Bier in der Nähe zum Grand Place getrunken habe, also genau dort, wo sich die meisten Touristen rumtreiben. Aber auf die Zugaben zum Bier komme ich später noch einmal zurück.

Beim Discounter

Ja, ich war auch beim Discounter. Wir benötigten noch Mineralwasser für die Ferienwohnung und bei dieser Gelegenheit habe ich auch gleich mal einen Blick auf das Bier-Angebot bei Aldi geworfen. Die ausländischen Filialen von Aldi werden meines Wissens von Aldi Süd verwaltet. Wie erwartet war das Angebot des Biers recht überschaubar und von der Anzahl der Sorten durchaus mit der Auswahlmöglichkeit in einem deutschen Aldi-Laden zu vergleichen. Eine Überraschung hielt das Angebot aber doch bereit: es wurden drei Sorten eines Biers namens Wolf angeboten, das Viererpack für EUR 6,99. Das macht immerhin EUR 1,75 pro Flasche. Das könnte ich mir bei einem Discounter in Deutschland nicht vorstellen. Im Übrigen war das Bier durchaus trinkbar und ich werde es demnächst auch hier im Blog vorstellen.

Im Supermarkt

Zunächst war ich in zwei Supermärkten in Oostduinkerke, in einem kleinen Spar-Markt sowie in einem Markt einer regionalen Supermarktkette. In beiden Supermärkten war ich eher enttäuscht und habe nicht viel Bier mitgenommen. Das lag aber keinesfalls an der Auswahl, die so groß wie von mir erwartet aber der Größe der Märkte entsprechend etwas eingeschränkt war. Trotzdem boten beide Märkte mehr Biersorten an als es sich ein deutscher Real-Markt leistet. Mich hat etwas anderes gestört. Ich wollte selbstverständlich möglichst viele unterschiedliche Biere mitnehmen, aber leider verkauften die beiden Märkte, die ich zuerst besucht habe, keine Einzelflaschen, sondern es gab immer nur 4er- oder sogar 8er-Packs. Für die meisten Käufer mag das ja in Ordnung sein, aber da ich möglichst viele unterschiedliche Biere mit nach Deutschland nehmen wollte, waren diese beiden Märkte nichts für mich. In Koksijde, genau gegenüber dem oben erwähnten Restaurant, gab es noch einen größeren Spar-Markt. Und dort war es fast wie in einem Craft Beer-Laden in Deutschland. Auf etwa 30 laufenden Regalmetern standen die Biere dichtgedrängt, Einzelflaschen und 4er-Packs einträchtig nebeneinander, bekannte und unbekannte Marken, auch erstaunlich viele regionale Produkte. So macht das Einkaufen Spaß. Ach ja, ich hatte eingangs noch versprochen, auf die Knabbereien zum Bier zurückzukommen. Die Belgier essen zum Bier auch gerne Käse. Das passt zwar nicht zu allen Bieren, zu vielen ist der Käse aber ein guter Begleiter. Und in diesem Supermarkt habe ich sie erstmals entdeckt: Plastikbecher mit fertig geschnittenen Käsewürfeln und auf dem Etikett stand, zu welchem Bier dieser Käse passt. Da können sich die deutschen Händler durchaus einmal eine Scheibe abschneiden.

24. 6. – 25. 6. 2017: Swafff! Brüssels Craft Beer Festival

Dass die Belgier nicht nur brauen sondern auch feiern können sollte ja eigentlich bekannt sein. Und wenn ein Craft Beer Festival in einem Industriedenkmal am Stadtrand von Brüssel stattfindet, dann kann es doch eigentlich nur etwas Gutes werden, oder? Eingeladen haben die Veranstalter 36 der besten europäischen Brauereien, wobei es mich doch etwas wundert, dass keine deutsche Brauerei bei Swafff vertreten ist. Aber hier die Brauereien, die vor Ort ihre Biere ausschenken:

  • Brew By Numbers (UK)
  • Nanobrasserie de l’ermitage (B)
  • Alvinne (B)
  • Dougall’s (SP)
  • Kinn (N)
  • Gueuzerie Tilquin (B)
  • Mont Saleve (F)
  • Bastogne (B)
  • Belgoo (B)
  • Cantillon (B)
  • Weird Beard (UK)
  • Brasserie de la Senne (B)
  • Eastside (I)
  • Het Uiltje (NL)
  • En Stoemelings (B)
  • La Nebuleuse (CH)
  • Pohjala (EST)
  • T Verzet (B)
  • Laugar (SP)
  • Hof Ten Dormaal (B)
  • Northern Monk (UK)
  • Malmö Brewing Co (S)
  • Siphon (B)
  • Ca Brasse Pour Moi (B)
  • Tempest (UK)
  • Kees (NL)
  • Piggy Brewing Co (F)
  • Anspach & Hobday (UK)
  • De Leite (B)
  • Lervig (N)
  • Brussels Beer Project (B)
  • Ritual Lab (I)
  • No Science (B)
  • La Debauche (F)
  • Napar BCN (SP)

Der Eintritt ist durchaus vertretbar. Es gibt drei verschiedene Tickets, eines für den Samstag (18 Euro inkl. Glass, 5 zu verkostende Biere und die Afterparty mit Live Musik und DJ), eines für den Sonntag (15 Euro inkl. Glass und vier zu verkostende Biere) sowie eines für das gesamte Wochenende (25 Euro inkl. 7 zu verkostende Biere, Glas und die Afterparty am Samstag).

Geöffnet ist am Samstag von 14:00 – 22:00 Uhr mit anschließender Afterparty sowie am Sonntag von 12:00 – 22:00 Uhr. Die Veranstaltung findet in der 95 Rue Rubens, 1030 Brussels statt.

25. 6. 2017: Bier aus dem Norden im Freilichtmuseum am Kiekeberg

Ob Kleinbrauerei, Gasthausbrauerei oder Craft Beer-Brauer – bei „Bier aus dem Norden“ steht die handwerkliche Braukunst im Mittelpunkt. Alte Rezepte und Neuentwicklungen stehen am inzwischen 10. Tag der norddeutschen Braukultur einträchtig nebeneinander und die Besucher können sich direkt davon überzeugen, wie unterschiedlich die Ergebnisse der Arbeit mit den vier Zutaten Hopfen, Malz und Hefe ausfallen können.

Knapp zwei Dutzend Brauereien aus dem norddeutschen Raum kommen zusammen und bieten ihre Biere an. Sie alle eint der Wunsch, aus speziell ausgewählten Rohstoffen geschmackliche Kunstwerke zu schaffen. Sei es durch neue Rezepturen und Brautechniken oder durch Rückbesinnung auf überlieferte, in Vergessenheit geratene Sorten.

Damit gehört die Veranstaltung zu den größeren Events – zumindest was die Anzahl der anwesenden Brauereien angeht. Aber nicht nur das Verkosten der Biere und die Gespräche mit den Brauern stehen im Vordergrund, auch das Rahmenprogramm kann sich sehen lassen. So verrät Dr. Christoph Pinzl vom Deutschen Hopfenmuseum Wolnzach in zwei Vorträgen, welche Rolle der Hopfen in der Bierherstellung spielt, Sie können erfahren, wie vor 200 Jahren Bier gebraut wurde, dass das Rösterei-Café und die Museumsgaststätte geöffnet haben versteht sich wohl von selbst. Es lohnt sich also, für den Besuch dieser Veranstaltung die gesamte Öffnungszeit von 10:00 – 15:00 Uhr einzuplanen. Auch die Liste der vor Ort vertretenen Brauereien liest sich wie das Who-is-Who der norddeutschen Bierszene:

  • Alles Elbe
  • Balduin Ales
  • BLOCKBRÄU
  • Block Hinrichs
  • Braukeller Gotthilf Bremer Braumanufaktur
  • Buddelship Brauerei GmbH
  • Bunthaus Brauerei
  • Campusperle
  • Circle 8 Brewery
  • Gröninger Privatbrauerei
  • Grönwohlder Privatbrauerei
  • Hopper Bräu
  • Kehrwieder Kreativbrauerei
  • Klindworths Gasthof
  • Klüver´s Delikat. Manufaktur
  • Meyer Braugesellschaft
  • Ostfriesen Bräu
  • Ratskeller Buxtehude
  • Ricklinger Landbrauerei
  • Sauer und Hartwig
  • Sudden Death Brewing
  • Vielanker Brauhaus
  • Wacken Brauerei
  • Wahnsinn UG
  • Wildwuchs Brauwerk Hamburg

23. 6. – 25. 6. 2017: Bier Passion Weekend in Antwerpen

In Belgien haben das Bier und die Braukunst einen noch höheren Stellenwert als in Deutschland. Immerhin ist das Bier aus Belgien inzwischen von der UNESCO als immaterielles Weltkulturerbe geehrt worden. Eines der großen Bierfeste findet nun am Wochenende in Antwerpen statt. 40 Brauereien bieten mehr als 200 Biere zur Verkostung an. Die Veranstalter haben sich für diese Veranstaltung das Ziel gesetzt, eine kulturelle und pädagogische Sicht auf das Bier zu präsentieren – ein komplexes Getränk, das aromatisch, sinnlich, natürlich und die zeitlose Frucht einer Kunst ist, die bis in die Antike zurückreicht. Das sagenhafte Angebot an belgischen Biersorten in all ihren Variationen und ihrer Eigenart gibt es in einer herrlichen Umgebung: dem berühmten Groenplaats, dem wunderbaren Platz, der fußläufig sowohl vom Bahnhof als auch vom berühmten Diamantenviertel zu erreichen ist. Dort wird ein exklusives Dorf mit Hütten aufgebaut, an denen die Biere verkostet und genossen werden können, begleitet von Livekonzerten mit Brass Bands und Dixieland Jazzbands.

17. 6. – 18. 6. 2017: Jubiläumsfest 525 Jahre Brauerei Stiegl

An diesem Wochenende wird die Brauerei Stiegl 525 Jahre alt. Am 17. und 18. Juni wird das Firmenjubiläum gebührend gefeiert und die Tore der Brauerei werden weit geöffnet.

Am 16. Juni 1492 wurde das „Prewhaus bey dem Stieglein“ mitten im Herzen der Salzburger Altstadt erstmals urkundlich erwähnt und befindet sich damit historisch gesehen in bester Gesellschaft, denn im gleichen Jahr erfolgte auch die Entdeckung Amerikas. Brauerei-Chef Heinrich Dieter Kiener verdeutlicht diese enorme Zeitspanne durch weitere bahnbrechende Daten mit einem Augenzwinkern: „Bei uns in der Stieglbrauerei wurde schon Bier gebraut, bevor Leonardo da Vinci um 1503 seine Mona Lisa malte, Martin Luther 1517 seine 95 Thesen proklamierte und Kopernikus 1543 seine Schriften zum heliozentrischen Weltbild veröffentlichte.“

Offene Brauerei-Türen am 17. und 18. Juni

525 Jahre Stiegl-Bier – das ist natürlich ein Grund zum Feiern, und so wird am 17. und 18. Juni gleich ein ganzes Jubiläumswochenende ausgerufen und die Tore der Brauerei stehen den Besuchern offen. „Ein solch historisches Datum ist für uns ein wichtiger Anlass, um sich Zeit zu nehmen und auf Gemeinsames anzustoßen. So viel Zeit muss einfach sein“, erklären die Stiegl-Eigentümer Heinrich Dieter und Alessandra Kiener.

Der 17. Juni steht von 10 bis 24 Uhr dabei ganz im Zeichen der bewegten Brauerei-Vergangenheit. Ein schöner Festzug wird sich dann vom Stieglkeller in Richtung Stieglbrauerei bewegen. Die Lauffeuer der Festungsprangerstutzenschützen werden zu hören sein und nach dem obligatorischen Jubiläumsfassanstich werden die Trachtenmusikkapelle Maxglan, die Musikkapelle Tiefgraben Mondsee, die „Runden Oberkrainer“, die Mitterlinger Buam, die Reit im Winkler, die Pucher und „last but not least“ die Niederalmer für Stimmung in der Brauerei sorgen. Übrigens: das Salzburger Bier wird dann im  eigenen 525-Jubiläumskrug in limitierter Auflage ausgeschenkt. Kulinarisch gibt’s alles, was bestens zum Gerstensaft passt: einen Bio-Ochsen aus der brauerei-eigenen Landwirtschaft in Wildshut, Weißwürste aus der Metzgerei Santner, Grillhenderl und die beliebte Brauwelt-Bosna. Die Experimentierfreudigeren können sich durch das Angebot der Foodtrucks, die am Stiegl-Wochenende Halt in der Brauerei machen, kosten.

Am Sonntag, dem 18. Juni (10 bis 20 Uhr) wird auf die Zukunft angestoßen und entsprechend gefeiert. Mit einem Frühschoppen der Lungau Big Band geht es los. Danach steigen Bands wie „The Helagunkis“, „Folkshilfe“ und „Oans no“ auf die Stiegl-Bühne. Interessierte können einen Blick hinter die Stiegl-Kulissen wagen, denn was wäre ein „Tag der offenen Tür“ ohne die Besichtigung der Produktionsstätten. Stiegl macht eindrucksvoll deutlich, dass Bierbrauen in Salzburg-Maxglan nach wie vor echte Handarbeit ist. Davon können sich die Gäste von 10 bis 17 Uhr bei den halbstündlich stattfindenden Führungen überzeugen. Freien Eintritt gibt es übrigens in die Biererlebniswelt. Die 1992 zum 500-Jahre-Jubiläum eröffnete Stiegl-Brauwelt wurde für „525“ herausgeputzt und neugestaltet.

525 Jahre – Zukunft hat Tradition

Es lohnt sich, einen weiten Blick zurück in die bewegte Geschichte von Stiegl zu tun: 1492 lebten in Salzburg nicht mehr als 5000 Menschen. Fester und durchaus beliebter Bestandteil der spätmittelalterlichen Stadt waren diverse Schenken, aber auch etliche Braustätten. Eine davon war das winzige „Prewhaus auff der Gestettenn“, das 31 Jahre später als „Prewhaus bey dem Stieglein“ bezeichnet wurde. Dort, wo eine kleine Stiege zum Namensgeber für ein Bier wurde, begann nun die Erfolgsgeschichte der heute führenden Privatbrauerei Österreichs. „Wenn man die Geschichte von Stiegl in Verbindung zu historischen Eckdaten betrachtet, dann wird klar, welche lange Tradition und Erfahrung hinter unserer Brauerei stehen. Darauf sind wir stolz und von dieser Basis aus kann man gut in eine innovative Zukunft blicken“, sagt Stiegl-Eigentümer Heinrich Dieter Kiener.

Bereits im Jahr 1664 zeigte die Stieglbrauerei, was in ihr steckt. Obwohl es 13 Brauereien in Salzburg gab, wurde Stiegl zur größten Stadtbrauerei. Mit 100.000 Litern Jahresleistung trug man dazu bei, dass den sehr trinkfreudigen Salzburgern die Kehlen nicht austrockneten. Auch während der Mozartzeit war es um die gastronomische Infrastruktur in der Stadt Salzburg gut bestellt und das Stieglbräu war wohl einer der damaligen „Hotspots“. Mozarts Schwester Nannerl hinterließ 1780 einen Tagebucheintrag, in dem sie erwähnte, dass sie mit ihrem Bruder „im Stieglbreü zum Keglscheibn“ gewesen sei.

Im 19. Jahrhundert liefen die Geschäfte weiterhin gut. Man investierte, modernisierte – und während andere Brauereien zusperren mussten, errichtete Stiegl 1863 einen neuen Brauereikomplex im Stadtteil Maxglan und übersiedelte an den heutigen Firmenstandort. 1875 geschah dann die Katastrophe: Die neue Brauerei brannte bis auf die Grundfesten ab. Doch wie so oft wohnen einem Neubeginn auch immer Chancen inne.

Es wurde sofort mit dem Wiederaufbau begonnen und schon wenige Monate nach dem Brand wurde wieder gebraut, sogar mehr als zuvor! Nachdem ein Konsortium die Brauerei fast an den Rand des Ruins gebracht hätte, riss 1887 Franz Huemer das Ruder energisch herum und führte die Brauerei zu neuem Erfolg. Er ernannte seinen Neffen Heinrich Kiener I zum Geschäftsführer, womit eine Ära des stetigen Aufstiegs begann. 1912 wurde der Klassiker der Salzburger Brauerei, das „Stiegl-Goldbräu“, offiziell ins Markenregister der Handelskammer des damaligen Herzogtums von Salzburg eingetragen – die Geburtsstunde des Lieblingsbiers der Österreicher!

Aus der regionalen Brauerei wurde Österreichs führende Privatbrauerei

Zwei Weltkriege hinterließen ihre Spuren in der Unternehmensgeschichte, wobei vor allem Rohstoffknappheit Probleme bereitete. Erst ab 1950 brauten die Salzburger wieder Vollbier mit 12 Grad Stammwürze. Danach ging es unter Heinrich Kiener II wieder aufwärts, er prägte die Privatbrauerei bis 1990. Seither führt Dr. Heinrich Dieter Kiener das Unternehmen mit großem Erfolg. Für Aufsehen sorgte Kiener unter anderem mit der Eröffnung der damals größten Biererlebniswelt Europas, der Stiegl-Brauwelt, im Jahr 1992, in dem das 500-jährige Jubiläum gefeiert wurde und 2004 mit dem Bau des modernsten Sudhauses Europas. „Uns ist vor allem wichtig, den Blick nach vorne zu richten. Das Ziel unserer Arbeit ist, dass auch nachkommende Generationen Freude an der Vielfalt, am Genuss und an einer intakten Umwelt haben. Für uns beginnt Bierbrauen deshalb schon im Boden. Und auf unserem Gut Wildshut zeigen wir das auch“, so Alessandra Kiener, die ihren Mann seit vielen Jahren bei der Brauereileitung unterstützt.

Für die gute Sache einsetzen: „Rette den Boden“

Um zu verdeutlichen, wie wichtig Stiegl der Boden und dessen gute Zusammensetzung ist, wird es im Zuge der 525-Jahr-Feierlichkeiten für die Gäste auch die Möglichkeit geben, die Aktion „Rette den Boden“ von „People 4 Soil“ zu unterstützen.

Verantwortungsbewusstsein und Nachhaltigkeit haben bei Stiegl eine lange Tradition. So war die Salzburger Brauerei 1990 die erste, die einen Nachhaltigkeitsbericht vorlegte und damit eine Tradition begründete, die bis heute fortbesteht. Auch was die E-Mobilität betrifft, hat das Salzburger Privatunternehmen die Nase vorne. Stiegl wird in Kürze als erste Brauerei Österreichs einen E-LKW in ihren Fuhrpark aufnehmen.

Unter der Führung von Heinrich Dieter Kiener folgten weitere Investitionen und Modernisierungen. Stiegl ist heute die größte und führende Privatbrauerei des Landes, beschäftigt rund 750 Mitarbeiter und ist mit acht Niederlassungen in ganz Österreich vertreten. Qualität steht an erster Stelle, denn das Motto lautet „besser statt billiger“ bzw. „Qualität vor Quantität“.

So werden mit modernster Technik in Verbindung mit traditioneller Brauhandwerkskunst mehr als 20 Bierspezialitäten gebraut. Vermutlich bietet Stiegl damit in Österreich die größte Biervielfalt. Aber auch Themen wie Regionalität, beste Rohstoffe aus einer intakten Umwelt, Vielfalt und Freude am Genuss stehen im Fokus der Unternehmensphilosophie. Das alles spiegelt sich auch in Wildshut, dem 1. Biergut Österreichs, wider, das seit zwei Jahren auch für Besucher geöffnet ist.  Auf diesem Bio-Gutshof werden beinahe in Vergessenheit geratene Urgetreidesorten angebaut, diese vermälzt Stiegl als einzige Brauerei selbst und braut daraus köstliche Wildshuter Biere. Die Erfahrungen aus Wildshut kommen übrigens auch der Brauerei in Salzburg zugute, und zwar in Form einer enormen Geschmacks- und Sortenvielfalt.

9. 6. – 10. 6. 2017: Herrenhäuser Brauereifest

Am Freitag ist es wieder soweit: das jährliche Brauereifest der Herrenhäuser Brauerei steigt wieder auf dem Brauereigelände. Und wie in jedem Jahr hat die Brauerei ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Freitag um 17:15 Uhr geht es mit dem Fassbieranstich los. Neben dem Bühnenprogramm mit vier Künstlern und Gruppen, das durch Moderatoren von Radio FFN moderiert wird, gibt es auch mehrere Brauereibesichtigungen. Am Samstag geht es um 14:00 weiter. Auch an diesem Tag gibt es wieder etliche Live Acts auf der Bühne sowie vier Brauereiführungen. Daneben gibt es ein umfangreiches Kinderprogramm. Ein besonderes Highlight ist um 18:00 Uhr die Versteigerung von Werbeartikeln der Herrenhäuser Brauerei zugunsten des „Runder Tisch Palliativ und Hospiz in der Region Hannover“. Das ist auf jeden Fall eine Aktion, die eine kräftige Unterstützung verdient. Der letzte Programmpunkt ist um 22:30 Uhr, wenn die Alt-Hanovera DJs auflegen. Das Ende der Party steht in den Sternen.