Archiv der Kategorie: Dies und Das

10. 5. – 26. 5. 2018: Bierfestival in Prag

Tschechien ist bekanntlich das Land des Bieres, mehr noch als Belgien oder Franken. Das gilt zumindest im Hinblick auf den Pro-Kopf-Verbrauch. Da sind die Tschechen Weltmeister. Aber auch wenn es darum geht, das Bier zu feiern, langen die Tschechen richtig zu. Ab dem 10. Mai wird das Bier in Prag glatte 17 Tage lang gefeiert. Zumindest in Europa ist mir kein anderes Bierfestival bekannt, das so lange andauert. Aber nicht nur die Länge dieses Bierfestivals ist rekordverdächtig, sondern auch die Anzahl der Besucher. In den letzten Jahren besuchten etwa 150.000 Teilnehmer die Veranstaltung und da in diesem Jahr wirklich gutes und warmes Wetter zu erwarten ist, dürfte diese Zahl in diesem Jahr noch überschritten werden.

Vierzig kleine und mittelständische Brauereien aus Tschechien werden in diesem Jahr ihre Biere vorstellen. Ich muss zugeben, dass ich davon nur die Brauerei Konrad kenne, aber da die Tschechen wahre Meister im Brauen sind, wird sicher jeder sein Lieblingsbier finden. Die vollständige Liste der Brauereien finden Sie unter http://www.ceskypivnifestival.cz/de. Dass neben der flüssigen Nahrung auch für eine ausreichende Speisenauswahl sowie musikalische Untermalung gesorgt ist, benötigt wohl keiner Erwähnung.

Auch das Eintrittsgeld ist für unsere Verhältnisse sehr moderat. Das Standardticket kostet für alle 17 Tage 750 Tschechische Kronen. Darin ist neben dem Eintritt ein Verzehrgutschein in Höhe von 650 Kronen enthalten und ein Platz wird reserviert. Daneben gibt es für 1050 Kronen ein VIP-Ticket, in dem neben den Leistungen des Standard-Tickets ein zusätzlicher VIP-Service (was immer das auch heißen mag) sowie ein Verzehrgutschein von 650 Kronen enthalten ist. Das klingt erst einmal viel? Nein. Die Tschechische Krone ist nur etwa 4 Eurocent wert. Günstiger geht es nun wirklich nicht.

Hohe Braukunst entlang der Romantischen Straße

An Deutschlands beliebtester Ferienstraße finden sich zahlreiche alteingesessene Brauereien. Diese laden zur geselligen Verkostung von sowohl traditionellen und ganz typischen Biersorten als auch von ausgefalleneren ein.

Bier ist ein wichtiger Teil der deutschen Kultur. Erst kürzlich informierte der Deutsche Brauerbund darüber, dass die Zahl der Brauereien kontinuierlich steigt. Die meisten von ihnen befinden sich in Bayern und Baden-Württemberg. Da wundert es nicht, dass sie auch entlang der Romantischen Straße, die von Würzburg bis Füssen verläuft, zahlreich vertreten sind. Vor allem alteingesessene Traditionsbetriebe sind hier sesshaft und bieten durstigen Besuchern ihren nach dem Reinheitsgebot erzeugten Saft aus Hopfen und Malz an.

Genussreiche Pfade

In der mainfränkischen Residenzstadt Würzburg existiert seit 1643 die Brauerei Würzburger Hofbräu, die vom Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn gegründet wurde und zur Erinnerung daran noch heute die Krone in ihrem Logo trägt. Die Vielfalt der Biere dort ist groß: Neben einem klassischen Weizen und einem Schwarzbier, zeichnet sich der „Haustrunk“ durch seinen ungefilterten naturtrüben Charakter aus. Sein bernsteinfarbenes Aussehen und der mild-malzige Geschmack macht es nicht nur zum Lieblingsbier des Braumeisters, sondern auch vieler Besucher. Eine weitere kleine Besonderheit ist auch das „1643“, ein feines Lagerbier, das zu Ehren des Gründungsjubiläums gebraut wurde.

Ausgezeichnete Brauereien

In Tauberbischofsheim befindet sich mitten im Grünen die Distelhäuser Brauerei, die sich bereits über zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen freuen durfte und sogar zu den erfolgreichsten Brauereien weltweit zählt. Dazu tragen das „Distelhäuser Landbier“ mit dezenter Karamellnote sowie das kernig-vollmundige Exportbier bei, das 2004 unter anderem mit dem „European Beer Star“ ausgezeichnet wurde. Echte Handwerkskunst erlebt man auch in der Herbsthäuser Brauerei in Bad Mergentheim, deren Tradition im Jahr 1581 ihren Anfang nahm. Um dies zu unterstreichen, findet sich im Sortiment das kellertrübe „1581“, ein untergäriges Erzeugnis mit mild-­würzigem Geschmack. Die jüngste Errungenschaft im Sortiment ist das „Herbsthäuser Helles“, das ganz für süffigen Biergenuss steht. Dafür steht auch das „Exportbier Friedrich Hauf“ der Brauerei Hauf in Dinkelsbühl. Seinen Namen hat es natürlich dem Gründer zu verdanken, der hier im Jahr 1901 mit dem Brauen begann. Heute ist das Unternehmen in der Region unersetzlich und man trifft sich in der hauseigenen Gaststätte „Zum wilden Mann“ zur geselligen Runde. Die nächste Kostprobe können Sie im Fürstlichen Brauhaus Wallerstein im gleichnamigen Ort nehmen. Seit über 400 Jahren wird dort mit Leidenschaft und Liebe zu heimischen Rohstoffen gebraut. Das beliebte „Fürst Wallerstein Original Hell“, ein feinhefiges, leicht fruchtiges Weißbier, rundet sowohl die Brotzeit als auch jedes Festmahl ideal ab.

Geballte Braukraft

In Augsburg können Sie sich in gleich drei alteingesessenen Häusern von der Braukunst überzeugen lassen. Die älteste von ihnen ist die Hasen-Bräu, deren Wurzeln bis ins Jahr 1464 zurückreichen. Bei Führungen besteht hier auch die Möglichkeit, direkt in die Sudkessel zu blicken. Bei dieser Gelegenheit erfahren Sie auch, wo das „Häsle“, ein helles Vollbier, oder das „Hasen hell“, ein seit Generationen beliebtes Traditionsgetränk, ihren Ursprung haben. Auch in der Brauerei Riegele wird die Liebe zum Gerstensaft schon lange gelebt, nämlich seit über 600 Jahren. Dies macht sie zu einer der ältesten Braustätten der Welt. Neben den charakterstarken Bieren können Sie hier beim Genuss der Hausspezialitäten eine kleine Reise durch die Welt erleben. Dies gelingt etwa mit dem „Amaris 50“, das einen Hang zur extremen nordamerikanischen Hopfung hat. Ein besonderes Erzeugnis des Augsburger Brauhauses Thorbräu, das seit 1582 existiert, ist die „Augsburger Weisse“. Aber auch ausgefallene Bierkreationen, wie etwa ein Celtic Biobier, gibt es hier.

Krönender Abschluss

Weiter südlich stoßen Sie auf das Schongauer Brauhaus, eine besonders familienfreundliche Gasthausbrauerei, die mit Abstand die jüngste Adresse ist. Im Sortiment findet sich ein klassisch helles Lagerbier, ein aromastarkes Dunkles und ein helles Weißbier. Die letzte Station entlang der Romantischen Straße ist das Schlossbräuhaus in Schwangau, dem Ort der Königsschlösser. Mit dem Blick auf diese kann man das bayrische Nationalgetränk dort entweder im gemütlichen Braustüberl oder im Biergarten genießen. Doch nicht nur der Gaumen kommt hier auf seine Kosten: Im Schlossbräuhaus kann der Besucher im Rahmen eines Brauseminares sogar selbst zum Braumeister werden.

Autor: bfs

Bilder: Romantische Straße

Einige der Biere dieser Brauereien habe ich in diesem Blog auch bereits beschrieben. Wenn Sie nun den Ursprung der Biere kennenlernen wollen, liste ich hier die Adressen der Brauereien an der Romantischen Straße auf:

Würzburger Hofbrau
Höchberger Str. 28, 97082 Würzburg

Distelhäuser Brauerei
Grünsfelder Str.3, 97941 Tauberbischofsheim

Herbsthäuser Brauerei
Alte Kaiserstraße 28, 97980 Bad Mergentheim

Brauerei Hauf KG
Heiningerstraße 28, 91550 Dinkelsbühl

Brauhaus Wallerstein
Obere Bergstraße 78, 86757 Wallerstein

Brauerei Hasen-Bräu
Berliner Allee 36, 86153 Augsburg

Brauerei Riegele
Fröhlichstraße 26, 86150 Augsburg

Brauerei Thorbräu
Wertachbrucker-Tor-Straße 9, 86152 Augsburg

Schongauer Brauhaus
Altenstadter Straße 13, 86956 Schongau

Schossbräuhaus Schwangau
Gipsmühlweg 5, 87645 Schwangau

10. 5. 2018: Vatertagsparty in der Vulkan Brauerei in Mendig

Nächsten Donnerstag ist es wieder soweit: es ist Vatertag, der Termin, an dem traditionell losgezogen wird, durch den Wald und dort in ein Ausflugslokal, wo die Ausflügler versuchen, dem Wirt den Zapfhahn trockenzulegen. Dabei darf es auch gerne eine Brauereigaststätte sein.

Da ist es auch kein Wunder, dass die eine oder andere Brauerei an dieser Tradition teilhaben wollen. So findet in der Vulkan Brauerei in der Vulkaneifel am Donnerstag eine Vatertagsparty statt. Pünktlich um 11:00 Uhr startet die Party im Innenhof der Brauerei und die beiden Bands, die die Brauerei engagiert hat, beginnen um 13:00 Uhr. Damit die Brauer die Chance haben, den Kampf um den Zapfhahn zu gewinnen, haben sie in diesem Jahr die Anzahl der Hähne verdoppelt. Also gilt: ordentlich Durst mitbringen.

Location:

Innenhof der Vulkan Brauerei
56743 Mendig

4. 5. – 6. 5. 2018: Kleinbrauermarkt in Ulm

Vor einer traumhaften Kulisse findet am kommenden Wochenende auf dem südlichen Münsterplatz in Ulm bereits zum 14. Mal der Kleinbrauermarkt statt. Dort präsentieren 14 regionale Klein- und Kleinstbrauereien ihre Erzeugnisse vor.

Eigentlich ist es ja bereits ein Craft Beer-Fest. Die Brauereien sind im Familienbesitz und es wird handwerklich gearbeitet. Und auch wenn die bayerischen Brauer sich gerne und zu Recht auf ihre lange Tradition berufen, gibt es dort nicht nur die klassischen Bierstile wie Pils, Märzen, Dunkles Bier, Lager, Weizen und die verschiedenen Bockbiere wie etwa Weizen- und Maibock zu verkosten, sondern auch Bierstile, die eher aus der Craft Beer-Szene bekannt sind, beispielsweise Triple oder IPA werden die Gaumen der Gäste erfreuen.

Auch wenn sich die Kleinbrauer nicht als Craft Beer-Brauer bezeichnen, können sich die Besucher des Marktes auf Biere mit einem unverwechselbaren und individuellem Charakter freuen. Selbst beim gleichen Bierstil trägt das Gebräu jeder Kleinbrauerei seinen eigenen Stempel, jedes besitzt eine spezifische Ausprägung.

Damit die Besucher möglichst viele Biere verkosten können, wird das Bier nicht wie sonst in 0,5 l-Gläsern ausgeschenkt, sondern auf dem Kleinbrauermarkt ist es inzwischen zur Tradition geworden, dass die Biere in 0,1 l-Gläsern ausgeschenkt werden, die in Ulm ProBiererle heißen. Und damit die Gäste nicht bei einer Brauerei stehen bleiben und dort versacken haben die Brauer sich noch etwas ausgedacht: die Gäste können sich die verkosteten Biere im „ProBierPass“ dokumentieren lassen. Wer sechs unterschiedliche Stempel gesammelt und bei der Ziehung aus der Lostrommel auch noch Glück hat, kann noch einen ordentlichen Vorrat für zu Hause gewinnen: 14 mal gibt es 30 Liter Bier zu gewinnen, die von den Glücklichen in beliebiger Stückelung bei den Brauereien abgeholt werden können.

Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. An fester Nahrung gibt es

Schupfnudeln, Braten, hausgemachte Wurst, Maultaschen, Steaks, Dünnele, in Bier marinierte Hähnchen, Käsespezialitäten und vieles mehr. Die musikalische Untermalung mag Geschmackssache sein. Am Freitag und Samstag spielen regionale Musikkapellen auf, während am Sonntag eine Swing-Band ihre Kunst zum Besten gibt.

Der Ulmer Kleinbrauermarkt 2018 findet von Freitag, 4. Mai (16 – 21 Uhr), am Samstag, 5. Mai (11 – 21 Uhr) und am Sonntag, 6. Mai (11 – 18 Uhr) auf dem südlichen Münsterplatz statt. Neben den 13 regionalen Stamm-Brauereien ist der „Moosbeurer Adlerbräu“ zum zweiten Mal als Gastbrauerei vertreten. Weitere Informationen zum Ulmer Kleinbrauermarkt finden Sie auf der Website der Veranstalter.

27. 4. 2018: Tag der offenen Flaschen in Wien

Am Freitag, 27. April, ab 16:00 Uhr lädt die Stiegl-Ambulanz im neunten Wiener Gemeindebezirk zum „Tag der offenen Flaschen“. Dann verwandelt sich das historische Gebäude des alten AKH in das Zentrum der Biervielfalt. Seien Sie beim Festival der handgebrauten Biere dabei und wählen Sie aus über 100 Biersorten. Biersommeliers, Braumeister & Bierexperten werden Sie mit ihrem umfangreichen Wissen begleiten und Ihnen ein großes Angebot an Bierspezialitäten präsentieren.

Neben der Stieglbrauerei und dem Stiegl-Gut Wildshut präsentieren sich Gastbrauereien aus Österreich und dem Ausland, zum Beispiel Brew Age, Brauerei Gusswerk, Next Level Brewing, Bierfracht.at, Pinzgau Bräu, Erzbergbräu, Marchfelder Storchenbräu, Rodauner Biermanufaktur, Beerlovers, Blakstoc Cider, Brauwerk, Xaver, Woif.

Eintritt ist kostenlos. Als Reisegeld beim Streifzug durch die Welt der Biere dienen Bierjetons um 1 Euro pro Stück, die vor Ort erhältlich sind.

Ein Starterpaket kostet 10,- Euro und dafür erhalten Sie ein exklusives Verkostungsglas (das Sie auch behalten dürfen) sowie 5 Bierjetons. Ausschließlich mit den Bierjetons können Sie die Biere erwerben und genießen.

Für ein stimmungsvolles Ambiente mit musikalischer Unterhaltung sorgt DJ Christian Neuberger. Das gesamte Team der Stiegl-Ambulanz freut sich auf zahlreiche Biergenießer.

Termin, Daten und Fakten

„Tag der offenen Flaschen“

Freitag, 27. April 2018, ab 16 Uhr

Stiegl-Ambulanz,
Alserstraße 4
1090 Wien
Österreich

1. 5. 2018: Bierakademie in der Trinkhalle Bochum

Am kommenden Dienstag ist ein Feiertag, was Thomas aber nicht davon abhält, ab 19.00 Uhr zur Bierakademie in seine Trinkhalle einzuladen. Und wenn die Bierakademie ausgerechnet am Tag der Arbeit stattfindet, soll zumindest ein besonderer Brauer zu Gast sein. Diesmal ist es Thomas von der Wiener Craft-Brauerei Brew Age. Die Brauerei wurde allein im letzten Jahr sechsmal für ihre Biere ausgezeichnet, insgesamt sogar 38 mal. Das ist für eine erst 2013 gegründete Brauerei eine reife Leistung. Der Gastgeber des Abends beschreibt seinen Namensvetter wie folgt: „Vor drei Jahren haben wir die sympathischen Jungs von Brew Age kennengelernt. Sie waren zu Besuch auf der Spirits and Beer in der Jahrhunderthalle. Nach einigen lustigen Abenden in der Trinkhalle konnten wir Ihre Reste von der Messe übernehmen. Seitdem gibt es die leckeren Biere dieser Brauerei immer mal wieder in der Trinkhalle.“ (Zitat aus der Einladungsmail zu diesem Event).

Am Dienstag werden hopfenbetonte Biere (Pale Ale, IPA, Black IPA und New England IPA) im Vordergrund stehen. Wir können uns also auf einen informativen und genussreichen Abend freuen.

Die Veranstaltung findet statt in der Trinkhalle, Herner Str. 8, 44787 Bochum

27. 4. – 30. 4. 2018: Festival der Dortmunder Bierkultur

2016 wurde anlässlich des 500jährigen Jubiläums des Deutschen Reinheitsgebots das Festival der Dortmunder Bierkultur aus der Taufe gehoben. Wie es sich für die ehemalige Bierhauptstadt gehört, startete das Festival an historischer Stätte, vor um Dortmunder U in absoluter Bahnhofsnähe. Ende April geht es nun in die dritte Runde. Auch in diesem Jahr können wieder viele Biere aus der Region und aus anderen Gegenden getrunken werden, vom traditionell im Ruhrpott favorisierten Pils über Pale Ales bis hin zum obergärigen Starkbier. Passend zu den leckeren Bieren gibt es eine Auswahl an schmackhaftem Street Food und natürlich Musik!

Die Bundesagentur für Arbeit zum Tag des Bieres

Heute ist der 23. April und damit der Tag des Bieres, da sich an diesem Tag die Verkündung des Reinheitsgebots für Bier zum 602. Mal jährt. Da will auch die Bundesagentur für Arbeit nicht abseits stehen und hat die folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

Ob obergärig, untergärig, Craft- oder Bockbier – Bier gilt in vielen Regionen Deutschlands als Kulturgut. Da wundert es nicht, dass laufend neue Biersorten entwickelt werden oder Bierverkostungen für Biersommeliers immer mehr Zuspruch bekommen. Nicht nur das macht den Beruf „Brauer und Mälzer“ zu einem attraktiven Ausbildungsberuf.

Es ist ein Beruf mit Tradition und großer wirtschaftlicher Bedeutung. Denn seit 1934 ist der Beruf im Verzeichnis der Gewerbe eingetragen, die als Handwerk betrieben werden können. Außerdem zählte der Deutsche Brauerbund für 2016 knapp über 1400 und für 2017 sogar 1482 Brauereien in Deutschland. Er verweist darauf, dass die Zahl erstmals seit 1978 wieder über der Marke von 1400 liegt und Deutschland international die viertgrößte Bierbraunation ist. Der Beruf zum Gerstensaft ist vielseitig und hat viel zu bieten. Denn Brauer und Mälzer stellen nicht nur Getränke her, sie beschäftigen sich mit chemischen Abläufen, industrieller und maschineller Produktion und mit Lebensmittelrecht. Ausbildungsbetriebe zahlen übrigens je nach Bundesland zwischen 764 EUR und 881 EUR als Ausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr. Die Ausbildungsstellen bundesweit sind zwar gezählt – für den Ausbildungsstart 2017 waren bei Arbeitsagenturen und Jobcentern 185 Ausbildungsstellen gemeldet. Trotzdem lohnt es sich, über diesen Beruf nachzudenken. Wer sich für eine Ausbildung zum Brauer und Mälzer bei einer vom Wohnort entfernten Brauerei entscheidet, sollte bei seiner Arbeitsagentur vor Ort nach Unterstützung fragen, z.B. nach Berufsausbildungsbeihilfe.

Hintergrund: Der Deutsche Brauer-Bund feiert seit 1994 den Tag des Deutschen Bieres jeweils am 23. April. Bundesweit gab es im Juni 2017 knapp 5.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Brauer und Mälzer. Im März 2018 waren bei Arbeitsagenturen und Jobcentern 125 Arbeitslose Brauer und Mälzer gemeldet.

Informieren Sie sich über den Beruf „Brauer und Mälzer“: https://berufenet.arbeitsagentur.de

27. 4. 2018: 6. Kieler Craft Beer Days

Deutsches Craft Beer nördlich von Hamburg? Da fällt mir spontan nicht viel zu ein. Ich kenne zwar die Braumanufaktur Klüvers in Neustadt, das Bier aus Husum ist mir in guter Erinnerung, Wacken kann nicht nur Festival sondern auch Craft Beer, in Norderstedt gibt es einen Craft-Brauer und auch in Lübeck soll es eine Quelle für Craft Beer geben. Sonst fällt mir da nichts ein und für ein ganzes Bundesland ist es doch recht wenig. Aber selbst ich bin nicht perfekt und als ich die Kieler Craft Beer Days entdeckt habe, musste ich feststellen, dass ich unser nördlichstes Bundesland doch erheblich unterschätzt habe. Sie finden am Freitag, 27. April 2018 und Samstag, 28. April 2018 statt. An diesem Termin stellen sich in Kiel Brauereien aus Deutschland, Dänemark, Schweden und Schottland vor. Dazu gibt es einen passenden Rahmen mit kleinen Speisen.

Ich meine, dass bereits der Veranstalter Thom Glas für ein gelungenes Event garantieren kann. Er ist freier Redakteur, Whisky- und Bierkenner sowie seit acht Jahren Thom deutscher Repräsentant und festes Mitglied der internationalen Jury auf dem Stockholm Beer & Whisky Festival und vergibt dort Preise für Bier und Whisky. Das SBWF ist mit 40.000 Besuchern eines der größten Europas.

Teilnehmende Brauereien

  • Beer of the Gods (Wacken)
  • Beer Brauerei (Schillersdorf)
  • Black Isle Brewery (Munlochy)
  • Braukeller Gotthilf (Bornhöved)
  • Brauklub Kiel (Kiel)
  • Brewbaker (Berlin)
  • Brooklyn Brewery (New York)
  • Bunthaus Brauerei (Hamburg)
  • Czernys Küstenbrauerei (Kiel)
  • elbPaul (Hamburg)
  • Eskilstuna Ölkultur (Eskilstuna)
  • Flensburger BrauArt (Flensburg)
  • Höppners Brauerei (Postfeld)
  • Klapperbräu (Bergenhusen)
  • Klüvers Brauerei (Neustadt)
  • Landgang Brauerei (Hamburg)
  • lillebräu (Kiel)
  • Moucha Pivo (Prag)
  • Münsteraner Finne (Münster)
  • Privatbrauerei Stebner (Wolfenbüttel)
  • Ricklinger Landbrauerei (Rickling)
  • Rügener Insel-Brauerei (Rambin)
  • Smedsbo Slott (Schweden)
  • Sommerbecker Dachs (Klein Sommerbeck)
  • Stonewood Braumanufaktur (Chemnitz)
  • Störtebeker Braumanufaktur (Stralsund)
  • Sudden Death Brewing (Timmendorfer Strand)
  • ÜberQuell (Hamburg)
  • Weisse Elster (Leipzig)
  • Wildwuchs Brauwerk (Hamburg)
  • Wittorfer Brauerei (Neumünster)

Und hier noch die Informationen in Kurzform:

Location:

Halle400
An der Halle 400 1
24143 Kiel

27. April 16:00 Uhr bis 23:00 Uhr
28. April 15:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Eintritt:

7 Euro, Glaspfand 5 Euro

22. 4. 2018: Tag des Bieres in Stoffenried

Der Tag des Bieres wird von vielen Brauereien und auch in vielen Städten und Dörfern gefeiert. Da will auch Stoffenried in der Nähe von Augsburg nicht fehlen. Daher wird am Sonntag in der Kreisheimatstube Stoffenried von 10:30 Uhr bis 17:00 Uhr wieder der „Tag des Bieres“ gefeiert.Landrat Hubert Hafner und Thomas Buscham vom Verein „Private Brauereien Bayern“ eröffnen die Veranstaltung um 11:30 Uhr mit Grußworten.

Neun kleine Brauereien bieten während der Veranstaltung ihre Brauspezialitäten an: Radbrauerei Gebr. Bucher in Günzburg, Schlossbrauerei Autenried, Klosterbräuhaus Ursberg, Hirschbrauerei Gaissmaier aus Leipheim, Postbräu mit Münz aus Thannhausen, Engelbrauerei aus Waldstetten, Brauerei Kolb aus Messhofen, Brauerei Biberach und die Historische Hausbrauerei der Kreisheimatstube Stoffenried.

Es geht aber nicht ausschließlich um den Genuss des Bieres, sondern auch für Unterhaltung und Information ist gesorgt:

Zweimal, um 13:00 Uhr und um 15:00 Uhr wird im alten Stall in einem etwa 15minütiger Film gezeigt, wie in der Kreisheimatstube auch heute noch mit historischen Geräten Bier nach traditioneller Arbeitsweie gebraut wird.

Auch eine Bierverkostung darf selbstverständlich nicht fehlen. Dazu lädt lädt Biersommelier Georg L. Bucher von der Radbrauerei Günzburg um 14:00 Uhr ein. Die Teilnehmer erfahren, wie verschiedene Biere hergestellt werden, was das Besondere an diesen Bierstilen ist und welche Speisen zu welchem Bier passen.

Eine Verlosung findet um 15:30 Uhr. Die Preise werden von den teilnehmenden Brauereien gestiftet.

Ausgeschenkt werden an diesem Tag insgesamt 20 verschiedene Biere. Damit die Gäste möglichst viele der Biere kennenlernen können, werden diese ausschließlich in 0,1-Liter-Gläsern ausgeschenkt.

Dass für eine solche Bierprobe auch eine Unterlage erforderlich ist, versteht sich von selbst. Daher ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Und auch Antialkoholiker und Kinder werden mit Kaffee und Kuchen sowie verschiedenen alkoholfreien Getränken versorgt.