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Die beliebtesten Craft-Biere Deutschlands

Hopfenhelden.de ist vermutlich Deutschlands größtes, unabhängiges Onlinemagazin zum Thema Craft Beer und hatte seine Leser gefragt, welches die beliebtesten Craft-Biere sind.

Keine Frage: Die Craft Beer Bewegung hat in den letzten Jahren ordentlich Schwung in den deutschen Biermarkt gebracht. Gefühlt taucht alle Nase lang eine neue Brauerei auf. Neben die altbekannten „Fernsehbiere“ haben sich ganz mutig im Supermarktregal die bunten und irgendwie anderen Flaschen und Dosen der Craft-Brauer gesellt. Doch je mehr Bier da ist, desto mehr drängt sich die Frage auf: Welches davon ist wirklich gut? Bei welchem lohnt es sich, mehr zu bezahlen? Welches Craft Bier ist das Beste?

In der Umfrage hatte Hopfenhelden die Leser gebeten, ihre Lieblingsbiere in den unterschiedlichen Kategorien anzugeben. Dabei waren Mehrfachnennungen möglich. 1.600 Menschen haben sich an der Umfrage beteiligt. Hier die Ergebnisse der Umfrage:

PALE ALE

1. Störtebeker: Atlantik Ale (16%)
2. Maisel &Friends: Pale Ale (10,5%)
3. Hopfenstopfer: Citra Ale (8%)
4. Frau Gruber: Green is Lord, Bavarian Pale Ale (7,2%)
5. Ratsherrn: Pale Ale (6,3%)

INDIA PALE ALE

1. Brewdog: Punk IPA (12%)
2. Crew Republic: Drunken Sailor (9,8%)
3. Stone Brewing: Stone IPA (9,6%)
4. Brauerei Riegele: Simco 3 (8,7%)
5. Maisel & Friends: IPA (7,6%)

NEIPA

1. Sudden Death Brewing: The Wolfman Ate My Homework (11,5%)
2. Brewdog: Hazy Jane (11,2%)
3. Schoppe Bräu: Juice-NEIPA (10,8%)
4. Sierra Nevada: Hazy Little Thing IPA (10,5%)
5. Heidenpeters: NEIPA (8,8%)

MIT WEIZEN (WEISSBIER, WHEAT ALE ETC.

1. Schneider Weisse G. Schneider&Sohn: Tap 5: Meine Hopfenweisse (24,1%)
2. Maisel & Friends: Citrilla Weizen IPA (11,7%)
3. Brauerei Gutmann: Hefeweizen Hell (9,9%)
4. Ratsherrn: Matrosenschluck Oat White IPA (8,8%)
5. Hanscraft & Co.: Bayrisch Nizza-Wheat Pale Ale (5,8%)

BERLINER WEISSE

1. BRLO: Berliner Weisse (23%)
2. Schneeeule: Marlene (20,3%)
3. Brauerei Lemke: Budike Weisse (10,5%)
4. Stone Brewing: Stone White Geist Berliner Weisse (10%)
5. Onkel Bier: Onkel Herbert – Rhabarberweisse nach Berliner Vorbild (9,9%)

GOSE

1. Inselbrauerei Rügen: Baltic Gose (18,4%)
2. Bayrischer Bahnhof: Leipziger Gose (14,3%)
3. Brauerei Welde: Badisch Gose (13,7%)
4. Kehrwieder Kreativbrauerei: Elbe Gose (8%)
5. Hopfmeister: Gurken Gose (7,1%)

LAGER (HELLES, EXPORT, ETC.

1. Augustiner Bräu: Augustiner Edelstoff (12,5%)
2. Kehrwieder Kreativbrauerei: Prototyp (9,2%)
3. Störtebeker Braumanufaktur: Baltik-Lager (9,1%)
4. Tilmans: Das Helle (9%)
5. Mahrs Bräu: aU- Ungespundetes Helles (9%)

BOCKBIER

1. Schneider Weisse G. Schneider&Sohn: Tap 6 – Mein Aventinus (15,8%)
2. Privatbrauerei Ayinger: Celebrator (8,3%)
3. Maisel&Friends: Marcs Chocolate Bock (8%)
4. Rauchbierbrauerei Schlenkerla: Aecht Schlenkerla Urbock (7%)
5. Bierbrouwerij de Koningshoeven: La Trappe Trappist (6,7%)

PORTER/STOUT

1. Stone Brewing: Xocoveza (12,6%)
2. Inselbrauerei Rügen: Baltic Stout (12,3%)
3. Störtebeker: Nordik Porter (9,6%)
4. Brauerei Riegele: Noctus 100 (9,6%)
5. Brauerei Bosch: Propeller Nachtflug (9,1%)

LAMBIC/GEUZE/KRIEK

1. Lindemans: Lindemans Kriek (13,4%)
2. Brouwerij 3 Fonteinen: Oude Geuze (Cuveé Armand & Gaston (8%)
3. Lindemans: Lindemans Geuze Cuveé René (7,1%)
4. Liefmans: Fruitesse On The Rock – Lambic (6,6%)
5. Lindemans: Lindemans Framboise-Lambic Beer (6,5%)

Wohl bekomm’s!?

Wir erinnern uns: Im Jahr 2015 erhielt die Brauerei Härle im Allgäu eine Abmahnung, weil sie einige ihrer Biere mit dem Attribut „bekömmlich“ beworben hatte. Das hatte der Abmahnverein „Verband sozialer Wettbewerb“ als gesundheitsbezogene Angabe bewertet. Die Brauerei hatte auf dem Rechtsweg versucht, sich gegen diese Abmahnung zu wehren, unterlag aber letztendlich vor dem Gericht. Ich hatte damals versucht, eine Quelle zu finden, die das Wort „bekömmlich“ ebenfalls als gesundheitliche Aussage bewertet. Das ist mir aber nicht gelungen, so dass sich bei mir die Ansicht verfestigte, dass der Inhalt dieses Wortes hier umgedeutet wurde, was wohl nur einem Abmahnverein sowie deutschen Richtern gelingt. Aber wer meint, damit wäre das Ende der Fahnenstange erreicht, sieht sich jetzt getäuscht.

Was ist passiert? Nach einem Bericht der Neuen Passauer Presse verbot das Passauer Landratsamt als „Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit“ der Brauerei Apostelbräu in Hauzenberg, auf dem Rückenetikett den Trinkspruch „Wohl bekomm’s“ abzudrucken. Auch diese Floskel wäre eine gesundheitsbezogene Angabe.

Nun hat es Rudi Hirz, den Inhaber der Brauerei, nicht so hart getroffen wie Clemens Härle. Immerhin darf er seine Etiketten, die er noch auf Lager hat, noch aufbrauchen. Damit hält sich der Schaden durchaus in Grenzen.

Ich frage mich nur, wie weit das noch gehen soll. Ein Großteil der Kellner wünscht „wohl bekomm’s“, wenn dem Gast ein Bier serviert wird. Müssen die jetzt alle mit einer Anklage rechnen? Auch ein Ausweichen auf „Prost“ oder „Prosit“ hilft nicht wirklich. Nach Angaben von Wikipedia stammen diese Worte aus dem Latein und bedeuten „Es nütze“ oder „Es sei zuträglich“. Der Trinkspruch von Werner, Brösels legendärer Comicfigur, dürfte auch in den wenigsten Fällen angebracht sein, denn er sagt „Hau wech den Scheiß“.

Damit keine Missverständnisse entstehen: Ich halte das Verbot gesundheitsbezogener Angaben im Zusammenhang mit alkoholischen Getränken durchaus für sinnvoll und richtig. Bier wie auch Wein sind Genussmittel und sie sollten in Mengen getrunken werden, die dem Genuss dienen. Aus diesem Grund erwähne ich in diesem Blog auch nicht die immer wieder erscheinenden Studien, die auf gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe im Bier hinweisen. Da halte ich die Gefährdung durch den Alkohol für entscheidender. Aber eine traditionelle Floskel wie „Wohl bekomm’s“ unter Hinweis auf dieses Verbot zu untersagen, halte ich freundlich ausgedrückt für überzogen.

Der Baden-Württembergische Brauerbund sucht die Bierkönigin

Gemeinsam mit seinen teilnehmenden Mitgliedsbrauereien sucht der Baden-Württembergische Brauerbund e.V. ab sofort die „Baden-Württembergische Bierkönigin“. Sie soll künftig das baden-württembergische Bier und die badisch-schwäbische Bierkultur bei vielfältigen Events repräsentieren.

Anwärterinnen können sich noch bis zum 22. Dezember 2018 auf der eigens eingerichteten Aktionswebsite www.bierkoenigin-bw.de bewerben, sofern sie aus Baden-Württemberg stammen und zwischen 18 und 33 Jahre alt sind. Neben der Leidenschaft für das goldene Gebräu aus dem Ländle, ist die Kontakt- sowie Kommunikationsfreudigkeit wichtige Voraussetzung für die Bewältigung der Aufgaben während der Amtszeit.

Durch ein internes Auswahlverfahren wird Anfang 2019 aus den eingegangenen Bewerbungen eine Top 20 zusammengestellt. Diese 20 qualifizierten Kandidatinnen stehen vom 14. Januar bis einschließlich 24. Februar 2019 online für die Bevölkerung zur Abstimmung bereit. In dieser Zeit gilt es, zehn Finalistinnen zu finden, die ab dem 18. März 2019 ausführlich auf der Aktionswebsite vorgestellt werden. Bei der Finalveranstaltung im Mai 2019 werden die Finalistinnen mittels unterhaltsamen Aufgaben sowie einem kleinen Wissenstest von einer hochkarätig besetzten Jury bewertet. Noch am selben Tag wird die „Baden-Württembergische Bierkönigin“ mitsamt ihrer beiden als Verstärkung sowie Vertretung fungierenden „Baden-Württembergischen Bierprinzessinnen“ gekrönt und auf dem 81. Stuttgarter Frühlingsfest der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Weitere Informationen zur „Baden-Württembergischen Bierkönigin“ finden Sie auf der Aktionswebsite www.bierkoenigin-bw.de.

17. 11. 2018: 1. Original Ehinger Bierkochkurs

Ein gutes Bier zum Essen, das ist nichts Neues. Aber ein 4-Gänge-Menü Bier und seinen Rohstoffen zubereiten – hier betreten Sie als Teilnehmer des „1. Original Ehinger Bierkochkurses“ kulinarisches Neuland.

Nach einem kurzen Kennenlernen bei zünftigen Brauer-Häppchen und dem einzigartigen Bier-Cocktail „Ochsen-Bock’ser“ erhalten

Sie durch Christoph Herold oder von Hans-Peter Huber die Rezeptmappe und besprechen diese.

Anschließend gehen Sie gemeinsam mit dem Chef des Hauses, Herrn Hans-Peter Huber über den Ehinger Wochenmarkt, der

direkt vor unserer Haustüre beginnt, um Ihnen noch kleine Tipps und Tricks, auf die man beim Einkauf achten sollte, näher zu bringen.

In der Ochsen-Küche angekommen gehen Sie gemeinsam mit den Profis ans Werk und bereiten ein außergewöhnliches 4-Gänge-

Biermenü zu, das Sie anschließend gemeinsam genießen werden.

Der Kurs beginnt um 09.30 Uhr und endet um ca. 15.30 Uhr.

Ab 13:00 Uhr können sich gerne Ihre Begleitpersonen (Anmeldung erforderlich) dazugesellen. Sie genießen gemeinsam das gezauberte Menü. Mit viel Spaß an der Sache und bei Fachsimpeleien jeder Art bereiten die „Köche“ Gang für Gang zu, während die „Begleiter“ anderweitig für Unterhaltung sorgen….

Leistungen unseres „1. Original Ehinger Kochkurses“

  • Kochkurs unter fachmännischer Anleitung
  • Sämtliche Getränke (ohne Schnäpse und Liköre)
  • Sämtliche Speisen und Lebensmittel
  • Rezeptmappe
  • Kochschürze (Leihbasis)

Die Kosten für den Kochkurs betragen 99,00 je Person, inkl. der Kursinhalten. Der Menüpreis je Begleitperson beträgt 59,00 inkl. aller Getränke.

Anmeldungen und weitere Informationen unter:
www.hotel-zum-ochsen-ehingen.de
e-mail: rezeption@hotel-zum-ochsen-ehingen.de
Telefon: 0 73 91 / 77 05 30

15. 11. 2018: Zu Tisch mit dem Bierpapst – Spitzenbier trifft Spitzenküche

Am 15. November endet die diesjährige BrauBeviale und zum Abschluss wird in Bamberg ein BierKulinarium statt. Die Veranstalter haben für dieses Mal zusammen mit dem berühmten Biersommelier, Markus Raupach, ein besonders hochwertiges BierKulinarium geplant. Genießen Sie ein spannendes 5-Gang Köstlichkeiten-Menü, gekocht mit den Aromen des Bieres, veredelt mit den besten Zutaten aus der Familie und angerichtet mit Liebe und Raffinesse vom Team Kropf. Verkosten Sie begleitend unter anderem das stärkste Bier der Welt, den Schorschbock 57 und seinen kleinen Bruder, das stärkste untergärige Bier der Welt, den Schorschbock 16% in einer seltenen holzfassgereiften Version. Außerdem stehen das erste in einem Omnium-Sudhaus gebraute Bockbier und das beste Bier der Welt, Westvleteren 12, auf dem Programm. Markus Raupach führt zusammen mit Christopher Kropf mit spannenden Geschichten rund um die gereichten Biere und Speisen durch den Abend.

Das BierKulinarium findet am Donnerstag, den 15. November im Restaurant Kropf, Untere Königstraße 28, Bamberg statt und beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 18.30. Dann wird mit einem eigens kreierten BierCocktail in die kulinarische Bierreise gestartet.

Achtung: Es stehen nur 24 Plätze zur Verfügung.

Teilnehmergebühr: 129,-/Person.

Info telefonisch unter 0179-1327377 (Markus Raupach).

12. 11. 2018: Beertasting im Z-Bau

Am Vorabend der Brau-Beviale stellen Hobbybrauer im Z-Bau in Nürnberg ihre Kreationen vor. Was erwartet die Gäste? Fachsimpeln, Freibier, nette Leute. Für Besucher der Beviale, die bereits am Vorabend der Messe anreisen, ist das wohl ein Pflichtterm.

Wann?
Montag, 12. 11. 2018, Einlass ist ab 19:00 Uhr, Bier gibt es aber erst eine Stunde später.

Der Entritt ist frei, aber eine Spende für die Braukessel wird dankend entgegengenommen.

Wo?
Z-Bau
Frankenstr. 200
Nürnberg

10. 11. 2018: Winter Beer Day im Alten Mädchen

Jetzt hat der Herbst begonnen, aber das Alte Mädchen, die Brauereigaststätte der Ratsherrn-Brauerei, ist der Zeit voraus und feiert bereits den Winter Beer Day. Immerhin 24 Brauereien stellen in den Schanzenhöfen 140 winterliche Biere vor. Für das leibliche Wohl sorgt das Team des Alten Mädchen. Bei Livemusik und Workshops wird dieser Samstag mit Sicherheit spannend.

Die folgenden Brauereien werden vor Ort vertreten sein:

  • Blockbräu
  • BrewDog
  • Brewer’s Tribute
  • Buddelship
  • elbPaul / Pauls Spezialitätenbrauereie & Destille
  • Delirium
  • Fanø Bryghus
  • HobbyBrau Hamburg
  • Hopferei Hertrich / VETO
  • Hops & Barley
  • Kehrwieder Kreativbrauerei
  • Landgang
  • Lillebräu & Lowlander
  • LaBieratorium
  • Mikkeller
  • Ratsherrn
  • Simian Ales
  • Straßenbräu
  • Sudden Death Brewing
  • Superfreunde
  • The Sisters Brewery
  • Überquell
  • Wacken Brauerei
  • Wildwuchs Brauwerk

Der Eintritt für den Winter Beer Day beträgt 5 Euro pro Person. Professionelle Tastinggläser gibt es gegen Pfand. Die Preise pro Bier liegen zwischen 1 Euro (0,1 l) und 3 Euro (0,3 l). Öffnungszeiten: 12-23 Uhr.

Welche Workshops angeboten und welche Bands spielen werden verrät die Brauerei nicht. Aber ich bin sicher, es wird spannend und unterhaltsam.

27. 10. – 28. 10. 2018: IX. Ale Festivale in Varnsdorf, Tschechien

In jedem Jahr richtet die Brauerei Tomcat im tschechischen Varnsdorf das Ale Festivale aus. Am 27. und 28. Oktober ist es wieder einmal so weit. Auf dem Festival werden die besten zehn Biere prämiert. Die Besonderheit ist, dass dort den Besuchern nicht die Biere präsentiert werden, die eine Jury auserkoren hat, sondern die Besucher stimmen ab und küren auf diese Weise ihr Lieblingsbier. Die folgenden Brauereien haben sich zu der Veranstaltung angemeldet:

können Sie an der nächsten jährlichen internationalen Ausstellung svrchně fermentierte Biere teilnehmen. Wettkampf um die besten, aber Bier wird mehr als zehn Brauereien. Und ihre Stimmen werden entschieden. Bestätigte Brauereien, die am Festival teilnehmen:

  • Brauerei Hof Zvíkov
  • BAD FLASH
  • SchlossBrauerei Frýdlant
  • Brauerei Krušnohor
  • Brauerei von Masha
  • Brauerei Trilobite
  • Brauerei Permon
  • Brauerei Budulínek
  • Brauerei Falkenštejn
  • Jihlava Rathaus Právovárečný Brauerei
  • Brauerei Ladvi Cobolis
  • Brauerei Potmehúd
  • Brauerei Nomaden
  • FamilienBrauerei Zichovec
  • Brauerei Falkon s.r.o.

Der Eintritt zur Veranstaltung beträgt 30 Kč. Die gesamte Veranstaltung findet in einem geschlossenen und beheizten Zelt in den Räumlichkeiten der Brauerei Tomcat statt.

19. 10. 2018: Degustation jenseits des Reinheitsgebots

Martin Droschke und Norbert Norbert Krines präsentieren am 19.10. in der Bunsen Goetz Galerie (Bucher Str. 83, 90419 Nürnberg, Beginn 19:00 Uhr), neun Biere, die mit rein natürlichen Zutaten gebraut sind – und dennoch eigentlich nicht existieren dürften. Denn nichts, was an diesem Abend ins Glas kommt, entspricht dem angeblich ältesten Lebensmittelgesetz der Welt.

Es gibt nur ein Land auf der Erde, in dem die Bevölkerung dem Märchen Glauben schenkt, dass ihr liebstes alkoholisches Getränk nur aus Wasser, Malz und Hopfen gebraut werden kann. Höchste Zeit, mit einem Degustationsabend dem allgemeinen Nichtwissen über die angeblich älteste Lebensmittelverordnung der Welt entgegenzutreten und zugleich für ein zeitgemäßes Update des Reinheitsgebotes einzutreten. Getreu einem Motto des Malers und Schriftstellers Francis Picabia: „Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann“.

Martin Droschke und Norbert Krines, das Autorenteam von „111 deutsche Craft Biere, die man getrunken haben muss“ und anderen Bierbüchern, schenken den Teilnehmern neun flüssige Schätze ein, für die sich die Brauer eine Ausnahmegenehmigung erkämpfen mussten oder eine Kollision mit der Lebensmittelaufsicht riskieren. Mit dabei: Historische Bierstile wie die bereits um das Jahr 1000 dokumentierte, gesalzene Gose, „U-Boote“, bei denen der Status des Verbotenen gänzlich irritiert, weil man’s echt nicht für möglich gehalten hätte – und natürlich heiße Aromakombinationen, bei denen Zutaten wie Kaffee, Kräuter und Früchte, Röstgerste oder Honig mit im Spiel sind.

Alle dargereichten Biere entsprechen dem „Natürlichkeitsgebot“, einem Siegel, das der Verband Deutsche Kreativbrauer, ein Zusammenschluss führender Craft Bier Künstler, als neues, zeitgemäßes Qualitätssiegel für rein natürliche Flüssiggaumenfreuden vorschlägt, bei denen nicht industriell getrickst wird.

Übrigens: Was derzeit in Deutschland gebraut werden darf, regelt nicht das Reinheitsgebot von 1516, sondern ein Rechtstext namens „Vorläufiges Biergesetz“ von 1993. Anders als die 502 Jahre alte Regel aus der Bayerischen Landordnung von 1516 erlaubt dieses allerlei technische Zusätze wie Farbstoffe, Zucker, den Stabilisator PVPP oder Hopfenkonzentrate. Selbst das Brauen mit Aromen ist in Deutschland unter besonderen Umständen derzeit möglich.

Tickets für 39,95 Euro bei Bunsen Goetz Galerie oder online.

Beginn ist um 19:00 Uhr in der Bunsen Goetz Galerie, Kressenstr. 11, Nürnberg