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Die Brauerei, in der Milch und Honig fließen

„Wo Bienen sind und Honig fließt, da ist Wohlergehen“, wussten die alten Römer. Und Albert Einstein hat einmal gesagt: Wenn die Biene von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Weil die summenden Insekten auch in Bayern immer weniger werden, ging die Regensburger Brauerei Bischofshof als eine der ersten der gut 600 Brauereien im Freistaat 2018 mit gutem Beispiel voran: Drei Bienenvölker mit rund 60.000 fleißigen Honigproduzentinnen siedelten die Oberpfälzer auf dem Brauereigelände in der Regensburger Innenstadt an. Eineinhalb Jahre später steht fest: Das Experiment ist gelungen. „Die Bienen fühlen sich wohl bei uns und haben hier eine neue Heimat gefunden“, sagt Laila Schmidt, die Nachhaltigkeitsbeauftragte der Brauerei.

Ohne Bienen kein Leben: Mehr als sieben Millionen Bienenvölker sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten bereits in Europa verschwunden – viele davon auch hierzulande. Das war auch die Motivation für Bischofshof, neue Wege zu gehen: „Gerade weil wir als Brauerei natürliche Rohstoffe in höchster Qualität brauchen, ist das Gleichgewicht in der Natur für uns so wichtig und unser Bienenprojekt ist ein Beispiel, wie wir als Brauerei dazu einen Beitrag leisten können“, sagt Bischofshof-Geschäftsführerin Susanne Horn.

Verein „Beefuture“ würdigt Initiative als vorbildlich

Entstanden ist die in Bayern einzigartige Initiative 2018 in Zusammenarbeit mit dem Verein „Beefuture“ aus der Nähe der baden-württembergischen Stadt Heilbronn. Dessen Initiator Frank Weiß brachte die Bienen seinerzeit nach Regensburg. „Es ist einzigartig in Bayern, dass eine Brauerei eigene Bienenvölker ansiedelt“, sagt Weiß. Er macht deutlich: Von den 100.000 Tonnen Honig, die in Deutschland pro Jahr gegessen werden, stammen nur 19.000 Tonnen noch aus heimischer Produktion. Oder anders formuliert: Nur jedes fünfte Glas des süßen Nektars auf deutschen Frühstückstischen kommt aus der Bundesrepublik. Gerade deshalb ist es nach Weiß‘ Worten so wichtig, aktiv etwas für den Erhalt der Bienen zu tun. Er würdigte die Bischofshof-Initiative bei der Einweihung als vorbildlich.

Honig 2019 von überdurchschnittlicher Qualität

Die drei Bischofshof-Völker sind getauft auf die Namen Sportbienen, Kulturbienen und soziale Bienen. Die Bezeichnungen spiegeln das Engagement der Brauerei für die Gesellschaft wider. Zu jeder der „Bienen-Nationen“ gehören eine Königin, tausende Arbeitsbienen und einige Drohnen. Bester Beleg, dass sich die Bienen bei Bischofshof wohlfühlen: Bereits zum zweiten Mal konnten die Regensburger jetzt den „Brauerei-Bienenhonig“ ernten, der nun in den kommenden Wochen abgefüllt wird. „Wir erwarten dieses Jahr eine überdurchschnittlich gute Qualität“, sagt Schmidt.

Den Bischofshof-Bienen machte dabei allerdings der lange Winter und der verregnete Mai ebenso zu schaffen wie ihren Artgenossinnen fast überall in Mitteleuropa: Sie fanden wenig Nahrung, weshalb der Ertrag des „gelben Goldes“ in diesem Jahr mengenmäßig geringer ausfällt. Den Honig, der in Nachbarschaft der Braukessel entstanden ist, können sich dennoch nicht nur die Mitarbeiter schmecken lassen: Er steht künftig auch in den benachbarten Braustuben auf der Frühstückskarte.

Neuer Bienenlehrpfad als Erlebnis-Lernort

Nach der erfolgreichen Ansiedlung der Honigproduzentinnen gehen die Traditionsbrauer derzeit noch einen Schritt weiter: Im Herbst ist die Eröffnung eines eigenen Bienenlehrpfads als Erlebnis-Lernort geplant. Er entsteht in enger Zusammenarbeit mit den Schülern der benachbarten Regensburger Kreuzschule. „Die Kinder sollen die Schöpfung erleben und die Biene als Partner des Menschen kennenlernen“, sagt Laila Schmidt. 21 Lerntafeln informieren künftig über Bedeutung und Leben der Bienen.

Bereits seit dem vergangenen Jahr arbeitet die Brauerei mit der Grundschule zusammen: So halfen im vergangenen Jahr 80 Viertklässler den Imkern tatkräftig beim Ernten, Schleudern und Verkosten des ersten Honigs. Modernste Technik bringt die Bienen – zumindest virtuell – bereits heute auch ins Klassenzimmer: Die Kinder können via Internet beispielsweise live verfolgen, ob die Bienen gerade unterwegs sind oder wie warm oder kalt es im Bienenstock ist. In den „Bienenhotels“ angebrachte Sensoren messen Gewicht, Luftfeuchte und Temperatur.

Nachhaltigkeit – bei Bischofshof seit Jahren ein Schwerpunkt

Die Brauerei Bischofshof, vor 370 Jahren gegründet, beschäftigt sich bereits seit langem mit dem Thema Nachhaltigkeit: So arbeiten die Regensburger Brauer beispielsweise in einem Sudhaus, das als das modernste der Welt gilt. Es hilft, rund 40 Prozent an Primärenergie einzusparen. Im Herbst öffnet auf dem Gelände eine neue Energiezentrale, die die Brücke zwischen Ökonomie und Ökologie schlagen soll: So wird die im Sudhaus entstehende Wärme der Brauerei beispielsweise genutzt, um die Wohngebäude im benachbarten Wohnviertel zu beheizen. Damit soll ein außergewöhnlich hoher Wirkungsgrad von über 90 Prozent erreicht werden. (Bild: Brauerei Bischofhof)

21.9. 2019: Braufest im Schabbell Wismar

Ein Tag rund ums Bierbrauen im Museumsgarten. Zuschauen, mitmachen, verkosten! Von 10:00 bis 20:00 Uhr wird gemahlen, eingemaischt, gerührt, gebraut und gefachsimpelt. Zusammen mit dem Braukombinat Wismar wird das Museumspersonal einen Sud herstellen, wie man ihn vor einigen hundert Jahren auch im Hause Schabbell gemacht hätte. Die Rohstoffe, Brauverfahren und Gerätschaften werden besprochen und erklärt. Die Besucher können tatkräftig mit anfassen und sich zwischendurch selbstverständlich auch stärken!

Die Hacker-Pschorr Wiesnbierprobe

Traditionell verkostet der Hacker-Pschorr Braumeister Rainer Kansy kurz vor dem Oktoberfest zusammen mit den Wirtefamilien Heide (Pschorr Bräurosl) und Roiderer (Hacker-Festzelt) das Hacker-Pschorr Wiesnbier. Dieses Jahr das erste Mal mit dem Braumeisterkollegen Christian Dahncke von der Paulaner Brauerei, der auch sein Bier vorstellte.

Das sagt der Hacker-Pschorr Braumeister Rainer Kansy: „Natürlich waren wir wieder gespannt vor dem ersten Verkosten. Wie wird’s dieses Jahr schmecken? Man hat ja nur diesen einen Versuch und der muss sitzen. Aber mein Team hat wieder ganze Arbeit geleistet und es ist uns ein Top Wiesnbier gelungen. Das Hacker-Pschorr Oktoberfestbier ist bernsteinfarben und ist im Aroma kräftig malzaromatisch mit einem Hauch von Honig und hellem Karamell. Es hat im Geschmack eine merkliche, aber nicht aufdringliche Hopfennote, vollmundig und markant, ein Bier mit einem eigenständigen Charakter. Im Abgang besticht es durch eine ausgewogene Balance. Jeder Schluck ist ein Fest!“

Eckdaten Hacker-Pschorr Wiesnbier:

  • Stammwürze: 13,7 %
  • Alkoholgehalt: 6,0 % Vol.
  • Farbe (EBC): 11
  • Bittere (EBU): 23

Die Pschorrs auf der Wiesn

Schon seit 1830 gibt es nachweislich „Pschorr“ auf dem Oktoberfest und Kommerzienrat Georg Pschorr war 1893 der erste, der ein Gespann mit Pracht-Pferdegeschirren auf die Wiesn schickte. Diese hatten ihn auf einer Reise nach Wien begeistert und er schickte seinen Sattlermeister zu Studienzwecken dorthin. Die Aufmerksamkeit beim Wiesneinzug war ihm und seinem Gespann gewiss. 1901 überraschte die Pschorr-Brauerei die Wiesn-Besucher mit einem elektrisch beleuchteten Zelt, der „Bräurosl“. Heute genießt man das Hacker-Pschorr Oktoberfestbier im „Hackerfestzelt“, in der „Bräurosl und zahlreichen kleineren Zelten.

Zusammen mit der Hacker-Pschorr Brauerei verköstigte Paulaner sein diesjähriges Oktoberfestbier. Mit dabei die Wiesnwirtinnen Arabelle Schörghuber und Ramona Pongratz aus dem Paulaner Festzelt.

Das sagt der Paulaner Braumeister Christian Dahncke:

„Für mein Team und mich ist es Anfang Juli immer ein ganz besonderes Highlight das Oktoberfestbier zu brauen. Und uns ist wieder ein ganz besonderes Paulaner Wiesnbier dieses Jahr gelungen. Es besticht durch eine perfekte Balance zwischen leichten Malzaromen und dezenten Hopfennoten im Aroma und hat eine sehr milde und feine Bittere die im Hintergrund bleibt. Der Körper des Paulaner Oktoberfestbieres ist abgerundet und sündhaft süffig, im Abgang ist es samtweich und harmonisch. Die Farbe ist ein sattes Gold-Gelb. Macht schon jetzt richtig Lust auf die Wiesn“

Eckdaten Paulaner Oktoberfestbier:

  • Stammwürze: 13,6 %
  • Alkoholgehalt: 6,0 % Vol.
  • Farbe (EBC): 9
  • Bittere (EBU): 21

Paulaner und das Oktoberfest

Die tiefe Verbundenheit zu München manifestiert sich auch in der starken Präsenz auf dem Oktoberfest – für Paulaner eine echte Herzensangelegenheit. Das Logo mit dem Mönchskopf prägt das Erscheinungsbild der Wiesn ebenso wie der berühmte Paulaner-Turm mit dem überdimensionalen Maßkrug auf der Spitze. In drei großen Zelten wird Paulaner Oktoberfest Bier ausgeschenkt, neben dem Paulaner-Feszelt in der Armbrustschützen-Festhalle und Käfer’s Wies’n-Schänke sowie in zahlreichen kleineren Zelten. Das Paulaner Oktoberfest Bier gehört zu den beliebtesten seiner Art. Es ist das meistverkaufte Oktoberfest Bier im Handel sowohl national als auch international.

Ottakringer Brauerei wird für eine Nacht zum Museum

Eine Nacht im Museum oder eine Nacht in der Ottakringer Brauerei? Beides gleichzeitig! Denn Wiens Brauerei und Wahrzeichen des 16. Bezirks ist bei der „ORF-Lange Nacht der Museen“ dabei. „Mehr sehen“ lautet das Motto am Samstag, den 5. Oktober ab 18 Uhr. Auch in der Ottakringer Brauerei.

Ottakringer ist immer bemüht, den Menschen das einmalige Lebensgefühl von Wien zu vermitteln und die Verbundenheit mit Wien u fördern. Nicht nur mit den vielfach ausgezeichneten Bieren, sondern auch mit dem einzigartigen Standort mitten in Wien. Und an diesem wird nun exklusiv bei der „ORF-Lange Nacht der Museen“ eine Ausstellung präsentiert, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat: Eine als Erlebnis konzipierte Reise durch die über 180-jährige Geschichte zeigt den Werdegang zur modernen, urbanen Brauerei. Mit zahlreichen historischen Bildern und besonderen Ausstellungsstücken der Brauerei, die es bei regulären Führungen nicht zu sehen gibt. Auch der Brauprozess und die Produktion einst und jetzt werden den Besuchern in anschaulicher Weise nähergebracht.

Verkostet soll natürlich auch werden. Es gibt einen Barbetrieb und obendrauf ein Gewinnspiel mit der Chance auf einen Jahresvorrat Ottakringer Bier. Das Ottakringer BrauWerk (am Gelände der Brauerei) mit seinen innovativen Craft-Bieren öffnet die Türen. Von 18.15 bis 23.15 Uhr gibt es stündlich Führungen und man erhält Einblick auch in die Entstehung dieser kreativen Biere.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich in der Galerie „Die Schöne“ direkt in der Nachbarschaft (Kuffnergasse 7, 1160 Wien) einen Einblick über moderne, urbane Produktion zu verschaffen. Unter dem Titel „Future Factory. Urbane Produktion neu denken“ zeigen fünf Kreativteams unter dem Kuratorium der vienna biennale und in Zusammenarbeit mit der Ottakringer Brauerei, welche ungenutzten Potenziale die Produktion in der Stadt bietet.

Matthias Ortner, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei: „Ottakringer ist seit 1837 integraler Bestandteil der städtischen Wiener Lebensgefühls. Mit der Teilnahme an der ‚ORF – Lange Nacht der Museen‘ zeigen wir unsere seit jeher enge Verbindung zur Stadt und unserem einmaligen Standort mitten in Wien. Wir möchten den Menschen die Möglichkeit geben, sich ein umfassendes Bild der letzten großen und unabhängigen Wiener Brauerei zu machen und freuen uns sehr auf viele interessierte Besucher!“

TÜV SÜD: Microbrewing im Trend

Dass der TÜV eine Presseerklärung veröffentlicht ist eigentlich nichts Besonderes. Aber dass der TÜV Süd eine Veröffentlichung zu Kleinbrauereien und Craft Beer aussendet, ohne auf seine Kompetenzen bei der Überwachung hinzuweisen. hat mich dann doch verwundert. Ich kenne die Beweggründe nicht, die den TÜV zu diesem Text veranlasst haben, und ich bin auch nicht mit allem einverstanden, was in der Presseerklärung steht (insbesondere die kritiklose Huldigung des Reinheitsgebots stößt mir sauer auf), trotzdem übernehme ich den Text hier einmal unverändert:

„Am 21. September ist es wieder soweit: „O’zapft is“ heißt es dann zum 186. Mal auf dem Münchener Oktoberfest. Das Reinheitsgebot ist dabei immer noch der Qualitätsmaßstab für die bayerische Bierkultur, die jedes Jahr zahlreiche Gäste aus aller Welt auf die Wiesn zieht. Zunehmend fassen aber auch andere Ideen der Braukunst Fuß. Unter dem Schlagwort Microbrewing wächst die Zahl der Kleinst- und Kleinbrauereien stetig. TÜV SÜD informiert, worin sich diese neuen Biere von traditionell gebrauten unterscheiden.

Das Reinheitsgebot von 1516 sollte die Bürger vor illegalen Zutaten schützen. Tollkirsche und Stechapfel waren damals ein größeres Problem. Das älteste, sinngemäß noch unverändert geltende Verbraucherschutzgesetz der Welt schafft bis heute Transparenz: Wasser, Hopfen, Malz und Hefe sind nach deutschem Reinheitsgebot gebrauten Bier zugelassen – sonst nichts. Während die ausländischen Hersteller für die Vermarktung von Bier in Deutschland nicht an das deutsche Reinheitsgebot gebunden sind, gibt es für deutsche Hersteller nur wenige Ausnahmeregeln.

Mehr kleinere Braustätten

Laut Deutschem Brauerbund ist die Zahl der deutschen Braustätten in den letzten Jahren gestiegen, 2018 gab es 1.539 in Deutschland betriebene Braustätten. Unter ihnen nimmt die Zahl der kleinen Braustätten – mit maximal 5.000 Hektolitern Produktionsmenge pro Jahr – zu. In einer Zeit, in der Verbraucher trendgemäße Abwechslung lieben und Deutschlands Biermarkt offen ist für Produkte aus der ganzen Welt, etablierten sich neue Biersorten und Brauereien auch in Deutschland. Das „Craft Beer“ aus Mikrobrauereien, fasst auch in Deutschland seit den Neunzigerjahren Fuß. Der Craft Beer-Anteil der Bier-Neueinführungen in Deutschland lag 2018 bei 12 Prozent.

Klassische Biervielfalt: Aus den im Reinheitsgebot festgeschriebenen vier Zutaten steht auch heute noch eine weiterhin wachsende Auswahl an Weizenbier, Leichtbier, Pils, Schwarzbier, Märzen und vielen anderen Biersorten zur Verfügung. Wer unter der klassischen Biervielfalt mit ca. 40 Biersorten nichts für den persönlichen Geschmack findet, kann auch die besonderen Biere nutzen.

Craft Beer: „Craft-Beer“ hat seinen Ursprung in den Vereinigten Staaten. Der Begriff „craft“ steht dabei für Bier, das handwerklich von unabhängigen Brauereien gebraut wird, oft in sogenannten Microbreweries. Die Kategorie fasst aromaintensive Biere zusammen und sagte zunächst lediglich etwas über die Größe der Brauerei, die wirtschaftliche Unabhängigkeit von den großen Getränkeherstellern und die überwiegend „traditionelle“ Machart (Herstellung aus Wasser, Hopfen, Malz und Hefe) aus. „Für Deutschland ist diese Kategorisierung nicht anwendbar, da viele ‚große‘ Brauereien ohnehin dieser Definition entsprechen“, erklärt Lebensmittelexperte Dr. Andreas Daxenberger von TÜV SÜD. „Hier ist der Begriff rechtlich nicht geregelt und wird umgangssprachlich für Produkte genutzt mit besonderer Art der Aromagebung, z.B. über besondere Hopfensorten und spezielle Gärführung.“ Während diese Biere dem Reinheitsgebot entsprechen, wird der Begriff gleichzeitig für Biere mit eher exotischen Inhaltsstoffen genutzt, z.B. für Biere mit Barrique-Lagerung, Hanf-, Mango- und Passionsfrucht-Auszügen oder Champagner-Hefe anstelle von Bierhefe.

Alkoholfreie Biere: In Deutschland gebraute alkoholfreie Biere entsprechen dem Reinheitsgebot. Der Alkohol kann dem Bier auf zweierlei Wegen entzogen werden: Entweder wird die Gärung unterhalb der rechtlich zulässigen Restalkoholgrenze von 0,5 % gestoppt oder das Bier wird im Anschluss an den Brauprozess nochmal erwärmt, so dass der Alkohol entweicht. Mit derzeit ca. 6 % an der Bierproduktion insgesamt, ist diese Gruppe ein Wachstumssegment in der Bierbranche.

Informationen über die Zutaten finden Verbraucher auf dem Flaschenetikett bzw. im Zutatenverzeichnis. Während Bier deutschen Ursprungs dem Reinheitsgebot entspricht, besteht bei Bier ausländischen Ursprungs die Möglichkeit des Einsatzes weiterer Zutaten. Ein heimisches Erzeugnis nach Art eines Bieres, das weitere Zutaten enthält, ist in Verkehrsbezeichnung und Zutatenverzeichnis entsprechend beschrieben. So kann der Verbraucher selbst entscheiden, welches Bier er sich schmecken lässt. Pro Kopf waren das pro Einwohner in Deutschland 102 Liter Bier im vergangenen Jahr.

Ein Oktoberfest im Herzen Wiens

Voll und ganz im Zeichen des Bieres steht das Oktoberfest im Bierlokal Hawidere im Wiener 15. Bezirk. Die Wiesn, die fast komplett ohne Tracht auskommt, findet vom 20. Sept. bis 6. Okt. statt.

„Unsere Tracht heißt Bier“, so Adalbert Windisch, Geschäftsführer des Hawidere, „Wir wollen wieder das Bier in den Mittelpunkt der Wiesn stellen und bieten unseren Gästen 14 offene Biere an. Neben dem traditionellen Oktoberfestbier zapfen wir auch zwei Weizenbiere sowie etliche Biere unserer hauseigenen Brauerei frisch vom Fass. Wir achten stets darauf, dass immer das frischeste Bier geliefert wird. Wir haben einen speziellen Fassbier Kühlraum im Keller unter dem Ausschank. Von dort strömt das Bier unter ständiger Begleitkühlung direkt zu den Zapfhähnen.“ 41 Flaschenbiere verschiedenster Bierstile stehen für die durstigen Wiener Kehlen bereit. Für eine kompetente Bierberatung sorgen die zwei Diplom Biersommeliers des Hauses“.

Die Küchenchefs des Hawidere haben lange verkostet und getestet und drei spezielle Wiesnburger kreiert. Die Burgerbrötchen werden im Holzofen gebacken und sorgen für ein besonderes Geschmackserlebnis. Selbstverständlich gibt es auch die Oktoberfestklassiker wie Spanferkel und Bierbrezln mit Obazdn sowie mit Bier marinierte Spareribs.

Umrahmt wird die Sechshauser Wiesn von zahlreichen Events. Zur Eröffnung am Fr. 20. Sept. spielt die Zahoracka Banda, eine der kleinsten Blasmusikkapellen des Burgenlandes, im Hawidere auf. Am 29. Sept. findet der traditionelle Brausilvester statt und am 3. Okt. gibt es einen Wienerliedabend.

Das Hawidere stellt sich auch immer gerne in den Dienst der guten Sache. Am Freitag 11. Oktober wird das Deix Bier präsentiert, dessen Reinerlös dem Samariterbund Wien zugutekommt.

Teresas Meistersud

Teresa Seidl, ehemalige Auszubildende der Paulaner Brauerei in München, gewann in diesem Jahr die Münchner und südbayerische Meisterschaft der Brauer/innen und Mälzer/innen. Ihr dunkles Bier überzeugte die Jury und wurde als bestes in ihrem Jahrgang ausgezeichnet. Um ihren „Meistersud“ zu würdigen, wurde er Ende Juli in der Gasthaus-Brauerei im Paulaner am Nockherberg von Teresa Seidl noch einmal eingebraut und wird dort nun auch ausgeschenkt.

Über Teresa Seidl

Teresa Seidl ist 21 Jahre alt und kommt ursprünglich aus Niederbayern und begann am 1. September 2016 ihre Ausbildung zur Brauerin und Mälzerin bei Paulaner. „Dafür habe ich mich entschieden, weil ich in diesem Beruf ein großes Zukunftspotential sehe und Paulaner hat in diesem Bereich einen exzellenten Ruf. Mir als Mädchen ist es natürlich auch ein großes Anliegen, der von Männern dominierten Branche zu zeigen, dass auch wir Mädels in der Lage sind, zu guten Brauern heranzuwachsen“, so Seidl. Seit ihrem Ausbildungsende im Frühjahr dieses Jahres arbeitet sie in der Qualitätssicherung im Labor der Paulaner Brauerei.

Über Teresas Meistersud

„Ich habe mich bei meinem Rezept eher an die traditionellen Sorten gehalten und deswegen Hercules und Hallertauer Tradition als Hopfen verwendet, dazu noch Münchner und Pilsner Malzsorten. Für mich war es wichtig, dass es ein dunkles Bier wird, das nicht zu exotisch ist, sondern einfach durch seine feinen Aromen besticht“, so Seidl. Ihr Bier findet sie, ist ein typisches „Frauenbier“, süffig und leicht süßlich mit wenig Röstaromen. „Aber es hat natürlich auch allen Männern, die es bisher probiert haben, geschmeckt“, lacht die 21jährige.

23. 10. 2019: Hobby- / Brauer-Stammtisch XXX bei Mash Pit

Ende Oktober, wenn das Wetter anfängt etwas ungemütlich zu werden, ist es die richtige Zeit, gemeinsam neue Bierkreationen zu verkosten, Erfahrungen auszutauschen oder aber einfach nur die Gelegenheit wahrzunehmen, alte Bekannte zu treffen. Treffpunkt des Stammtisches ist diesmal bei den Jung’s von Mash Pit, deren erklärtes Ziel es war, ein Paradies für Hobbybrauer zu erschaffen … einen Ort, in dem man sein eigenes Bier selbst professionell brauen und abfüllen kann. Ob ihnen das gelungen ist? Die Teilnehmer des Stammtischs werden sich davon überzeugen.

Es gilt wie immer … wer ein eigenes Bier hat, welches er gerne vorstellen möchte: immer her damit … wer kein reifes Bier im Keller hat: trotzdem gerne kommen, um mitzukosten und mitzuquatschen.

Ort der Veranstaltung:

Mash Pit, Graefestrasse 71, Berlin

Beginn ist um 18:00 Uhr.

8. 8. 2019: Meinel-Bräu Hopfenzupferfest

Die Hopfenernte hat begonnen und wie jedes Jahr feiern viele Brauereien den Nachschub mit dem „Grünen Gold“ mit einem Hopfenzupferfest. So auch die Brauerei im fränkischen Hof. Die Besucher erleben, genießen und zupfen die ersten frischen, grünen Doldenhopfen aus dem fränkischen Spalt. Und auch in diesem Jahr braut das dortige Team live den fein-herben Meinel-Bräu Hopfenzupfer. Zupfen Sie mit den Brauern die Hopfendolden und sichern Sie sich Ihr FreiBier. Für Alle Kreativen bindet Floristmeisterin Tanja Krauß wieder Hopfenkränze für Tür, Tisch, Kopf. Für das leibliche Wohl sorgt Seasons Family mit fränkischen Rouladen & Seasons Salat. Für die musikalische Unterhaltung sorgen die „Lausbuben“. Ein besonderes herzliches Willkommen erwartet alle Halter von historischen Fahrzeugen, die sich gerne einen Platz vor dem Brauereitor reservieren lassen können. Dafür ist eine Anmeldung unter 09281/3514 erwünscht. Das Fest findet von 10:30 Uhr bis 18:00 Uhr in der Brauerei, Alte Plauener Str. 24 · 95028 Hof, statt.

5. 9. – 7. 9. 2019: 1. Dortmunder BierAward

Dortmund hat Biertradition, Dortmund ist Bierstadt, oder zumindest war sie es mal. Das Brauwesen hat hier seit dem Mittelalter Spitzenleistung hervorgebracht und Dortmund zu Anerkennung verholfen. Mit diesen unumstößlichen Tatsachen und aus der Tradition heraus, wird ab 2019 der Dortmunder BierAward vergeben – ein Award für gute und ehrliche Biere!

Und die Besucher sind die Jury. Bei einem großen Bierfest können sie die teilnehmenden Bier probieren, die Brauereien kennenlernen und direkt bewerten. Denn wer ist ein besserer Gradmesser für Biergeschmack als die Masse der Bierliebhaber? Welches Bier schmeckt am besten? Welches Bier hat den Dortmunder BierAward 2019 verdient?

Die Gewinner werden am letzten Abend direkt bekannt gegeben und auch mit fetten Preisen prämiert. Und natürlich auch mit Bier begossen.

Freuen Sie sich auf den 1. Dortmunder BierAward und eine für Deutschland vollkommen neue Auslobung eines BierAwards!