Leider bekommen die Veranstalter vom Ordnungsamt keine Genehmigung für die geplante Veranstaltung. Die von der Behörde gemachten Alternativvorschläge sind weder zeitlich noch wirtschaftlich zu realisieren, weshalb die Veranstalter das Event absagen müssen. Alle bereits gekauften Tickets werden selbstverständlich zurückgenommen und die Käufer erhalten ihr Geld zurück. Die nächste Ausgabe der CRAFT wird dann an gewohnter Stelle der Goethe Universität Campus Westend am 3. & 4. April 2020 stattfinden.
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18. 10. – 19. 10. 2019: 1. Virtuelle Heimbrau-Messe
Am 18 und 19. Oktober 2019 findet die erste virtuelle Messe für Hobbybrauer im deutschsprachigen Raum statt. Auf der Internetseite Hopfenfreaks.com finden Sie an beiden Tagen rund 25 Vorträge und Interviews mit erfahrenen Hobbybrauern, sowie Experten-Chats. Zudem gibt es eine Online-Ausstellung mit Infos zu Braugerätschaften, Rohstoffen und Kursen rund ums Bierbrauen und -testen.
Die gesamte Konferenz findet online auf www.hopfenfreaks.com statt und ist an den beiden Tagen kostenlos abrufbar. Teilnehmer können alle Angebote mit dem Desktop, Laptop, Tablet oder auch dem Smartphone nutzen.
Experten zeigen in den Filmbeiträgen die größten Fallstricke beim Brauen, und geben praktische Tipps wie man das eigene Bier noch besser machen kann. Hobbybrauer gewähren Einblick in ihre Anlagen, verraten ihre Tricks und zeigen Erfolge und Misserfolge.
Zudem gibt es auf Hopfenfreaks.com einen eigenen Community-Bereich. Hobbybrauer können auf einer interaktiven Landkarte Gleichgesinnte finden und sich direkt vernetzen und austauschen.
Mit dabei sind unter anderem der Geschäftsführer des Deutschen Brauernbundes, Holger Eichele, die Geschäftsführerin des Verbands der Diplom Biersommeliers, Nicola Buchner, oder der Chefredakteur des Brau!magazins, Jörg Krüger.
Wer alle Videos und zahlreiche Bonus-Materialien auch nach der Messe noch abrufen will, kann ein Ticket erwerben. Der Early bird Preis für den VIP-Pass beträgt 49 Euro. Leser von Mueggeland.de erhalten darüber hinaus 10 Euro Ermäßigung. Geben Sie einfach während der Bestellung folgenden Code ein: MUEGGELLAND2019.
11. 10. – 12. 10. 2019: Craftbeer Oktoberfest
Hier wird München und dem weitläufigen Umland wieder gezeigt, dass die Weltstadt mit Herz noch einiges mehr zu bieten hat als das Oktoberfest und dessen große Brauereien. Beim Craftbeer Oktoberfest wird handgemachtes Bier vom Braumeister selbst frisch gezapft.
Junge, regionale Kleinbrauereien aus München und Umgebung bringen Gemütlichkeit statt Massenabfertigung. Den Besucher erwarten wieder zwei unglaubliche Tage mit den angesagtesten Microbreweries, vollgepackt mit spannenden, geschmacksintensiven Biersorten, fabelhaftem Essen, ein umwerfendes musikalisches Line-Up sowie eine ungeheuerlich gute Zeit.
BIER:
16 junge Kleinstbrauereien aus München und Umland, sowie auch eine Gastbrauerei aus Polen präsentieren ihre qualitativ hochwertigen Biere, die mit Liebe und Leidenschaft gebraut werden. Vom klassischen erfrischenden Hellen über Weißbier, Pale Ale, Pilsner, Dunkelbier, Honigbier, IPA bis hin zum Gurken Gose, auf dem Craftbeer Oktoberfest gibt es fast alles! Hier ist für jeden was dabei! Jede Brauerei hat bis zu sechs verschiedene Biersorten im Gepäck, wobei die Biere vom Braumeister auf dem Fest selbst frisch gezapft werden!
Alle teilnehmenden Brauereien finden Sie unter http://craftbeer-oktoberfest.de/traders.php
BANDS:
Neben der großen Biervielfalt erwartet die Besucher ein musikalisches Line-up von vier Münchner Bands die von Funk, Soul, Pop, Blues bis hin zu Rock`n Roll für Stimmung sorgen und sicherlich etwas anderes als DJ Ötzi oder das „knallrote Gummiboot“ im Repertoire haben.
Alle teilnehmenden Bands, Musiker und DJs finden Sie unter http://craftbeer-oktoberfest.de/events.php
STREETFOOD:
Für die richtige Grundlage beim Biergenuss bilden sieben Foodtrucks vor der Tür einen Streetfood Markt. Hier gibt es vom klassischem Burger, einem Pastramigriller, amerikanischen Beefbrisket oder vegetarisch / veganen Leckereien bis hin zu regionalen Bio Bratwürstln, alles was den Hunger stillt und zum Bier gut schmeckt.
Alle teilnehmenden Foodtrucks finden Sie unter http://craftbeer-oktoberfest.de/food_partners.php
Craft Beer und Food Pairing Workshop/Tasting:
Außerdem bieten die Veranstalter in diesem Jahr für alle, die noch nicht allzu Craftbeer-affin sind, einen exklusiven Craft Beer und Food Pairing-Workshop durch die teilnehmende Brauereien, ihre verschiedenen Bierstile und dem dazu passenden Essen an. Machen Sie mit und probieren Sie sich durch fünf verschiedene Bierstile von ausgewählten teilnehmenden Brauereien und die dazu passenden Snacks von teilnehmenden Foodtrucks. Die exklusiven Workshops können Sie während der Veranstaltung oder vorab auf der Webseite des Veranstalters buchen. Angeboten und geführt wird dieser Workshop von Hop Monkey®, ein Synonym für professionelle Craft Beer Erlebnisse und Beratung. Auf dem Craftbeer Oktoberfest wird Sie der Gründer der Hop Monkey® Gregor Einar Fransson (Diplom Biersommelier und International Beer Judge) selbst durch die unterschiedlichsten Geschmackswelten führen.
Das Craftbeer Oktoberfest findet am Freitag und am Samstag, den 11. Und 12. Oktober 2019 jeweils vom 16.00 Uhr bis 01:00 Uhr in der Reithalle in München statt.
16. 10. 2019: La Trappe Oak Aged Quadrupel Tasting in Maisels Brauwelt
Trappisten Brauereien sind weltbekannt für ihre Bierspezialitäten. Ein Trappistenbier muss innerhalb der Klostermauern und unter der Aufsicht der Trappistenmönche gebraut werden. Mit der Bierproduktion dürfen außerdem keine Gewinne erzielt werden, sondern der Erlös dient lediglich dem Decken der Kosten für das Leben im Kloster, zusätzliche Einnahmen gehen an wohltätige Zwecke.
Nur wer die Bedingungen erfüllt, darf das sechseckige Logo „Authentic Trappist“ verwenden. Neben diesen Grundprinzipen bietet Bier immer Platz für Innovation. Steigen Sie bei diesem Tasting in die Welt von La Trappe ein, einem Trappistenkloster aus den Niederlanden, das im 19. Jahrhundert mit dem Brauen begann. La Trappe’s Quadrupel und dessen fassgereifte Versionen sind ein gutes Beispiel für Innovation in einer Trappistenbrauerei.
Bei diesem speziellen Tasting werden neben dem Klassiker und Medaillengewinner dem Quadrupel noch 6 streng limitierte fassgereifte Versionen des La Trappe Quadrupel verkostet.
Roy von La Trappe führt durch das Tasting und beantwortet jede Frage rund um das Thema Trappisten und La Trappe. Sichern Sie sich rechtzeitig Ihr Ticket und reservieren Sie einen Platz für diesen exklusiven Abend.
Verkostungsliste:
- La Trappe Quadrupel (Platin Gewinner beim Meininger International Craft Beer Award 2019)
- La Trappe Quadrupel Oak Aged 27: Spätburgunder, Eiche (Medium & High Toast)
- La Trappe Quadrupel Oak Aged 29: Bourbon, Eiche (High Toast), Akazie
- La Trappe Quadrupel Oak Aged 30: Cachaça, Eiche (Medium Toast)
- La Trappe Quadrupel Oak Aged 31: Malbec (Rotwein), Eiche (Medium & High Toast)
- La Trappe Quadrupel Oak Aged 32: Gaillac (Weisswein) , Eiche (Medium & High Toast), Akazie (Medium Toast)
- La Trappe Quadrupel Oak Aged 34: Malbec (Rotwein), Eiche (Medium & High Toast), Akazie (Medium Toast)
Die Teilnahme kostet je Teilnehmer 39,90 Euro, Beginn ist um 20:00 Uhr und das Event wird etwa zwei Stunden dauern.
11. 10. 2019: Bierseminar in der Bierothek Essen
Pale Ale, IPA und NEIPA – was ist das eigentlich…? Dies ist das Thema des Bierseminars. Es richtet sich an alle Liebhaber und Neuentdecker des Bieres und möchte den Teilnehmern diese besonderen Bierstile einmal näherbringen. Neben der Verkostung von fünf obergärigen Spezialbieren, angeleitet durch Bierbotschafter (IHK), erfahren die Teilnehmer viel rund um das Bier und seine Geschichte. Das Biersommelier-Verkostungsglas dürfen die Teilnehmer als schöne Erinnerung mit nach Hause nehmen. Die Teilnehmegebühr beträgt 35,00 Euro, das Event dauert von 20:00 Uhr bis etwa 31:30 Uhr und findet in der
Bierothek® Essen
Limbecker Platz 1a
45127 Essen
statt.
10. 10. 2019: Bockbier-Anstich bei Schlenkerla, Bamberg
Der Herbst ist Starkbierzeit in Bamberg und selbstverständlich auch im Schlenkerla. Nach alter Tradition wird dazu bereits Monate vorher der Aecht Schlenkerla Rauchbier – Urbock eingebraut.
Nach dem Sud in alten Kupferkesseln reift er bis zu 6 Monate in den historischen Stollen unter dem Stefansberg. Diese sind Teil eines Tunnelsystems unter Bamberg, das über 700 Jahre alt ist und aufgrund der ganzjährig konstant niedrigen Temperatur von den Schlenkerla Bierbrauern schon seit Jahrhunderten als Lagerstätte verwandt wurde. Früher wurden die Bierkeller zusätzlich mit Eis gekühlt, das im Winter aus Flüssen und Seen oder an Eisgerüsten gewonnen wurde. Von den Gerüsten wurden die Eistangen über Rutschen in die Keller. Konnte in warmen Wintern nicht genug Eis geerntet werden, brachte man dieses manchmal sogar aus Finnland und Schweden nach Bamberg, damit das Rauchbier reifen konnte.
Am ersten Donnerstag nach dem Tag der deutschen Einheit Anfang Oktober wird der Urbock im Schlenkerla in der Dominikanerstraße angestochen. Passend zum Anstich werden im historischen Brauereiausschank deftige fränkische Gerichte serviert. Der Urbock-Stehausschank findet im Dominikanerhof neben dem Schlenkerla statt.
Der Schlenkerla Urbock hat eine Stammwürze von 17,5% – das entspricht einem Alkoholgehalt von 6,5% – und wird ausschließlich mit Aecht Schlenkerla Rauchmalz aus der hauseigenen Mälzerei eingebraut. Durch den höheren Malzgehalt ist er sehr vollmundig und malzaromatisch – perfekt für die kältere Jahreszeit. Den inzwischen mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Urbock gibt ca. bis hl. Drei König.
Hoepfner Azubis beim Hopfen-Ernteeinsatz
Von der Karlsruher Bierburg direkt ins Hopfenfeld zog es die Auszubildenden der Privatbrauerei Hoepfner – und das mit gutem Grund. In Tettnang, wo bester Hopfen angebaut wird, sollten Steffen Büscher, Jonathan Köhler und Haruka Hizawa gemeinsam mit Auszubildenden der Fürstenberg Brauerei praktische Erfahrungen sammeln.
Hopfenbauer Bernhard Bentele freute sich über die Unterstützung. Obwohl bei ihm Hochbetrieb herrschte, ließ er es sich nicht nehmen, die angehenden Brauer und Mälzer über die Anforderungen beim Hopfenanbau und die richtige Pflege der Pflanzen aufzuklären: „Hopfen zu ernten bedeutet jede Menge Arbeit, alles muss genau geplant werden. Zeit ist bei den sensiblen Pflanzen kostbar.“ Die Auszubildenden dankten es ihm auf ihre Weise, indem sie kräftig halfen auf den Erntemaschinen. Sie lernten aber auch, von Hand Hopfen zu ernten. Schließlich mussten die wertvollen Pflanzen noch geschnitten, verpackt und für den Transport vorbereitet werden.
Für Dagmar Zimmermann, Pressesprecherin bei der Privatbrauerei Hoepfner, war das eine gelungene Aktion. „Wir wollen unserem Nachwuchs eine gute Ausbildung garantieren und dazu gehört es einfach auch, praktische Erfahrungen zu sammeln, gerade wenn es um die für uns wichtigen Rohstoffe geht.“ Die Nachwuchsbrauer waren begeistert von ihrem Ausflug, den sie mit launigen Worten kommentierten: „Das war richtig hart. Da schätzt man ein frisch gezapftes Hoepfner umso mehr, wenn man weiß, was alles an Arbeit dahintersteckt, bevor der eigentliche Brauprozess beginnt.“
Heute ist der Tag des österreichischen Bieres
Heute, am 30. September, wird der Tag des österreichischen Bieres gefeiert. Weltweit ein Grund zur Freude, denn die österreichische Erfindung Lagerbier revolutionierte vor knapp 180 Jahren das Brauwesen und erlebt nun einen neuen Aufschwung.
Traditionell wurde am 30. September als Start für die neue Biersaison Brausilvester gefeiert. Bis vor 200 Jahren konnte temperaturbedingt nur zwischen Ende September und Mitte April gebraut werden. Durch das Lagerbier des Österreichers Anton Dreher senior wurde das Brauwesen revolutioniert.
Revolutionäre Braukunst wurde in der Brauerei Schwechat geboren
1841, vor 178 Jahren, braute Anton Dreher senior, der die weltweit größte Brauerei in der österreichischen Monarchie vor den Toren Wiens, in Schwechat besaß, das erste helle, untergärige Lagerbier. Neu war die Kombination des hellen Malzes mit der untergärigen Braumethode, der langen kühlen Lagerung. Das Bier eroberte als Wiener Lager daraufhin die Welt. In Österreich geriet der Bierstil wieder lange in Vergessenheit, bevor ihn die Brauerei Schwechat zum 175-Jahr-Jubiläum mit dem Schwechater Wiener Lager wiederaufleben ließ.
Der Craft Bier-Bewegung ist es zu verdanken, dass die Österreicher wieder ein verstärktes Interesse an Bier haben. Für knapp 90% der Österreicher ist Bier wichtig für die österreichische Getränkekultur und fast jeder Zweite meint, dass sich das Image von Bier in den letzten zehn Jahren verbessert hat.
Auch das Lager findet unter den Biertrinkern in Österreich wieder vermehrt Anklang, jeder Dritte (32%) trinkt laut aktuellem Bierkulturbericht (sehr) gerne Lager. Bei der Austrian Beer Challenge, der österreichischen Staatsmeisterschaft der Brauereien und Heimbrauer, ist dem Wiener Lager sogar eine von 17 Kategorien der Prämierung gewidmet.
Das Schwechater Wiener Lager wurde erneut gekürt
Das Schwechater Wiener Lager wurde in dieser Kategorie aus 14 Einreichungen von einer 65-köpfigen Fachjury, bestehend aus Biersommeliers, Beerkeepern, Braumeistern und erfahrenen Brauern, auf den 2. Platz verkostet. Insgesamt steigt auch das Interesse an der Staatsmeisterschaft seit ihrem 16-jährigen Bestehen stetig an. Heuer nahmen 153 Brauereien mit insgesamt 593 Bieren teil.
„Es erfüllt mich mit Freude, dass wir den von Anton Dreher begründeten Bierstil des Wiener Lagers in der Brauerei Schwechat brauen dürfen. Wir sind stolz darauf, dass unser Bier den Bierkennern so gut mundet und auch von der Fachjury geschätzt und prämiert wurde“, meint DI Dr. Andreas Urban, Präsident des Bundes der österreichischen Braumeister und Brauereitechniker und selbst Braumeister in Schwechat.
Trend Weizenbier
Obwohl mehr als jeder zweite Österreicher (57%) nach wie vor Märzen präferiert, zeigen sowohl der aktuelle Bierkulturbericht als auch die Staatsmeisterschaft ein wachsendes Interesse an Weizenbier. Mehr als jeder Dritte (34%) trinkt gerne Weizenbier, unter den 18-29-Jährigen sind es sogar 42%. Da verwundert es nicht, dass auch das Angebot entsprechend groß ist. In der Kategorie der Weizen- und Roggenbiere, Weizenböcke wurden mit 25 die zweithöchste Anzahl an Bieren eingereicht. Österreichs beliebtestes Weizenbier, das Edelweiss Hefetrüb, wurde unter diese Menge an Einreichungen mit einem 2. Platz prämiert.
Über Schwechater
Seit 1632 steht Schwechater für Pionierleistungen in der Braukunst. Anton Dreher stellte 1841 das erste untergärige Lagerbier der Braugeschichte her und machte damit das Schwechater Bier weltberühmt. 2016 gab es etwas zu feiern: 175 Jahre Wiener Lager aus Schwechat. Das beliebte Schwechater Bier zählt heute zu den größten Biermarken in Österreich und ist Marktführer im Dosensegment.
2. 10. 2019: Bockbieranstich bei Eulchen
Die Brauerei Eulchen in Mainz erweitert ihr Sortiment um ein helles Bockbier. Die Premiere ist am 2. Oktober 2019, wenn um 19:00 Uhr das erste Fass angestochen wird. Die ersten 30 Liter spendiert die Brauerei. Wer nicht so lange warten will, kann sich dort bereits ab 17:30 Uhr einfinden. Aber wie gesagt – den Bock gibt es erst um 19:00 Uhr. Selbstverständlich hat auch die Küche geöffnet und steht bereit, die Gäste zu verwöhnen. Adresse ist die Kupferbergterrasse 17 in Mainz.
Österreich im Rennen um Weltmeistertitel
Wenn am 27. September in Italien die 6. Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier über die Bühne geht, zählt Österreich zu den Titelanwärtern. Schließlich reist die Mannschaft als aktueller Vizeweltmeister an. In Rimini stellen sich die zehn besten Biersommeliers des Landes der großen internationalen Konkurrenz – 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 18 Ländern werden erwartet. Um sensorische Fähigkeiten zu schärfen und an Präsentationstechniken zu feilen, findet sich das bierige „A-Team“ am 23. September zum abschließenden Trainingslager ein.
Bereits seit 2006 trägt der Verband der Brauereien Österreichs ein weltweit einzigartiges Ausbildungsprogramm zum zertifizierten Biersommelier. Mittlerweile Vorbild für viele Nationen, ist die Nachfrage in Österreich groß. „Aktuell haben wir hierzulande rund 2800 bestens ausgebildete Sommeliers für Bier, davon rund 400 Absolventen der höchsten Stufe, also Diplom-Biersommeliers“, weiß Brauereiverbands-Geschäftsführerin Jutta Kaufmann-Kerschbaum.
Bierflavours erschmecken, Rhetorik schulen
Bevor sich das österreichische Nationalteam mit der hochkarätigen internationalen Konkurrenz misst, werden im Trainingslager – das auch diesmal wieder von Kiesbye´s BierKulturHaus veranstaltet wird – nochmals die Sinne geschärft. Neben theoretischem Wissen rund ums Bier sind vor allem höchste sensorische Fähigkeiten im Erkennen von Bierstilen und Bierflavours gefragt. Und schließlich möchte das Auditorium beim Finale in Rimini auch unterhalten werden. Extra dafür werden Mimik, Gestik und Rhetorik mittels Videoanalyse genauestens betrachtet und geschult.
Gold in Sicht
Die Weltmeisterschaft der Sommeliers für Bier wird alle zwei Jahre von der Doemens Akademie mit wechselndem Austragungsort durchgeführt. In diesem Jahr wird Rimini, Italien, zum Mekka der absoluten Bierexpertinnen und -experten. Am Ende der mehrstufigen Bewerbungsprozedur, der neben einem theoretischen Wissensteil auch mit sehr schwierigen sensorischen Geschmacksprüfungen aufwartet, steht für die Besten der Zunft das große Finale. Dort muss vor Publikum sowie hochkarätiger Fachjury eine gleichsam wissenswerte wie unterhaltende Bier-Showpräsentation gehalten werden. Nur wer alle Runden übersteht und am Ende auf der großen Bühne überzeugt, hat Chancen auf den Weltmeistertitel.
„Wir drücken unseren Damen und Herren ganz fest die Daumen“, so Kaufmann-Kerschbaum. „Auch im Hinblick darauf, dass nur wenige Tage später die Nation – am 30.09. zu Brausilvester – den Tag des österreichischen Bieres feiert, wäre ein Stockerlplatz oder gar die Goldmedaille etwas ganz Besonderes für das Bierland Österreich!“
Das zehnköpfige „A-Team“ aus Österreich für die WM besteht aus:
- Michael Kolarik-Leingartner (Wien, aktueller österr. Staatsmeister)
- Felix Schiffner (Oberösterreich, aktueller Vize-Welt- und -Staatsmeister)
- Julian Selinger (Oberösterreich, aktueller österr. Vize-Staatsmeister )
- Manuel Bartolacci (Wien)
- Philipp Geiger (Tirol)
- Christian Harringer (Oberösterreich)
- Mag. Clemens Kainradl (Burgenland)
- Harry Mittermaier (Oberösterreich)
- Birgit Rieber (Wien)
- Julia Telsnig (Tirol)