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Auf den Spuren des alkoholfreien Bieres in Österreich

Die 13. Ausgabe des österreichischen Bierkulturberichtes, der von der Kommunikationsabteilung der Brau Union Österreich herausgegeben wird, wirft 2021 einen umfassenden Blick auf das alkoholfreie Bier. Bekannte Persönlichkeiten aus der Branche erklären in Interviews, wie sich das alkoholfreie Bier im Lauf der Zeit entwickelt hat, welche Methoden es zur Herstellung gibt, wie etabliert alkoholfrei in der Gastronomie ist und wie sich alkoholfreies Bier auf die Gesundheit auswirkt.

Basierend auf den Ergebnissen einer breit angelegten Studie des „market“ Marktforschungsinstituts zur Bierkultur in Österreich wird auch ein vielfältiger Blick auf das heutige Konsumverhalten geworfen. Mittlerweile ist ersichtlich, dass sich die Coronapandemie auf das Konsumverhalten der österreichischen Bevölkerung ausgewirkt hat. Zumindest 61 % der Österreicher Bier trinken mehrmals pro Monat, also regelmäßig Bier. Das sind 4 % mehr als im Vorjahr. Fragt man, wo das Bier am besten schmeckt, geben ein Drittel der Österreicher (36 %) unterwegs an, in Bars, Lokalen, Gasthäusern. Zuhause schmeckt es hingegen nur 18 % besser. Aber ebenfalls einem Drittel (35 %) kommt es nur auf das Bier an, das ihnen überall gleich gut schmeckt.

Konsumtrends Alkoholfrei und Regionalität

Legt man den Fokus auf alkoholfreies Bier, so zeigt sich, dass fast die Hälfte der Österreicher (45 %) der Meinung ist, dass der Umgang mit alkoholfreiem Bier sich zum Positiven verändert hat und dass es ist mittlerweile schick und angesehen ist, zu alkoholfreiem Bier zu greifen. Entsprechend trinkt ein Viertel der Österreicher (26 %) gerne alkoholfreies Bier, Tendenz seit Jahren leicht steigend. An den Konsumgründen hat sich kaum etwas geändert. Nahezu die Hälfte der Österreicher (46 %) greift zu alkoholfreiem Bier, wenn man Lust auf ein Bier hat, aber ohne Alkohol trinken zu wollen sowie beim Autofahren. Letzterer Grund hat durch die pandemiebedingten Lockdowns um 4 % abgenommen. Alkoholfreies Bier ist für die Österreicher vor allem Durstlöscher (45 %), steht für Genuss (34 %) und Gesundheit (32 %).

Ein weiterer Konsumtrend hat sich durch Corona noch stärker ausgeprägt, die Regionalität. 4 von 10 Österreichern bevorzugen ein Bier aus ihrer Region. Vor allem regelmäßige Bierkonsumenten (44 %), die 50-59-Jährigen (46 %) sowie die Landbevölkerung (47 %) greifen überdurchschnittlich oft lieber zu regionalem Bier. Unter den 18-29-Jährigen ist es hingegen nur ein Drittel, in dieser Altersgruppe fällt die Wahl mit 13 % fast doppelt so oft wie für die Gesamtbevölkerung auf internationales Bier.

Schlussendlich wird noch ein Blick in die Zukunft gewagt, wie es mit der Bierkultur in Österreich und dem Konsumverhalten von (alkoholfreiem) Bier weitergehen könnte. „Für nahezu jeden Österreicher ist Bier (sehr) wichtig für die österreichische Getränkekultur (87 %). Darum ist eines gewiss: Bier ist und bleibt ein Teil unserer österreichischen Kultur. Schon früher ebenso wie heute und sicher auch in Zukunft wurde und wird auf das Brauhandwerk mit Bier angestoßen“, ist Klaus Schörghofer, Vorstandsvorsitzender der Brau Union Österreich, überzeugt.

„In der diesjährigen Bestandsaufnahme zum Thema österreichisches Bier haben wir neben konstanten Fragen, um Vergleiche ziehen und Trends erkennen zu können, den Fokus auf alkoholfreies Bier, Regionalität und Auswirkungen der Coronapandemie gelegt, die erfreulicherweise den Stellenwert von Bier in der österreichischen Getränkekultur nicht negativ beeinflussen“, so Gabriela Maria Straka, Mitglied der Geschäftsleitung und Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich und Diplom-Biersommelière.

Über die Studie

Die Studie wurde vom Market Marktforschungsinstitut unter 2.094 Österreichern ab 18 Jahren in Form von Telefon- und Online-Interviews im März 2021 durchgeführt. Den vollständigen Bierkulturbericht 2021 sowie die Bierkulturberichte aus den Vorjahren finden Sie unter https://www.brauunion.at/bierkultur zum Download.

Maisel & Friends bringt den Biersommelier ins Wohnzimmer

Seit dem Markteintritt vor fast zehn Jahren haben sich Maisel & Friends aus Bayreuth immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um die deutschen Biertrinker auf moderne Bierstile wie Pale Ale oder IPA aufmerksam zu machen. Mit Erfolg, denn der Absatz der Maisel & Friends Biere hat sich in den letzten Jahren im hohen zweistelligen prozentualen Bereich gesteigert.

Im Oktober startet die innovative Familienbrauerei den neuesten Clou: Im ausgewählten Einzelhandel werden Displays mit dem Maisel & Friends Tasting-Set zu finden sein. Über den Scan eines QR-Codes auf der Verpackung des Tasting-Sets erreicht der Käufer intuitiv und schnell eine nicht öffentliche Website. Er kann sich so den Maisel & Friends Biersommelier samt Verkostungsvideos ins Wohnzimmer holen und alleine oder gemeinsam mit Familie oder Freunden sechs verschiedene Biere verkosten. Mit den kurzweiligen Videos können die bierinteressierten Verbraucher einen unterhaltsamen Abend verbringen und gleichzeitig ihr Wissen über die vielfältige Bierwelt erweitern.

„Mit dem virtuellen Biertasting greifen die Experimentierfreude und Neugierde der Verbraucher auf und lassen sie an der Maisel & Friends-Philosophie teilhaben“ erklärt Jeff Maisel die Idee des virtuellen Biertastings. „Mit den fünf Sessionbieren tasten sich die probierfreudigen Bierliebhaber langsam an die neuen Geschmacksnoten heran und werden dabei von unserem Biersommelier digital begleitet. Als krönenden Abschluss und um zu zeigen, welche Vielfalt unsere Braumeister aus nur vier Zutaten kreieren, ist auch unser limitiertes Artbeer #3 im Paket – ein Strong Sour Ale mit knackigen 6,9% Alkohol.“

Im Paket sind die fünf dauerhaft verfügbaren Sessionbiere von Maisel & Friends enthalten sowie das limitierte Artbeer #3, dessen Etikett von der international bekannten Berliner Urbanart-Künstlerin HERA gestaltet wurde und das sonst nicht im Handel erhältlich ist. Durch die ansprechende Optik des Tasting-Sets, das Zusatzangebot der Verkostungs-Videos und die attraktive Preisstellung erhoffen sich Maisel & Friends neue Kundenkreise zu erreichen, die Markenbekanntheit von Maisel & Friends zu steigern sowie die auf die weiteren on- und offline Tasting-Angebote aufmerksam zu machen.

Brausilvester: Österreichs Brauwirtschaft läutet gemeinsam neues Braujahr ein

Der bierige Brauch reicht bis ins Mittelalter zurück. Trotz all der Feierlaune durchlebt auch Österreichs Brauwirtschaft aktuell wirtschaftlich sehr angespannte Zeiten.

Die Brauereien verzeichneten in der Gastronomie 2020 durchschnittliche Umsatzrückgänge von 35 bis 50 % im Vergleich zum Vorjahr. Hinzu kommen noch Faktoren wie fehlende Veranstaltungen sowie der schwächelnde Tourismus. Wenngleich sich der Urlaub daheim grundsätzlicher Beliebtheit erfreut, so macht sich das Ausbleiben ausländischer Gäste bemerkbar, konkret im Kongress- und Städtetourismus. Darüber hinaus sind wir mit einer sehr hohen Biersteuer konfrontiert, die zum Beispiel 2,5 Mal höher als jene in Deutschland ist. Mit dieser diskriminierend hohen Abgabequote muss nun endlich Schluss sein. Gefordert wird eine Halbierung der Biersteuer und als unmittelbaren ersten Schritt eine Anpassung der Biersteuermengenstaffel auf ein in Europa gängiges Maß. „Das würde speziell unsere mittelständischen Brauereien entlasten, die unter der Pandemie besonders gelitten haben“, betont Florian Berger, Geschäftsführer des Brauereiverbandes.

Trotz der erschwerten Umstände erzielten die österreichischen Brauereien 2020 einen Umsatz von mehr als 1,4 Mrd. €. Die Steuern auf Bier brachten 2020 dem Staatshaushalt rd. 700 Mio. € ein. Die Branche beschäftigt rd. 3.700 qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Jeder Job in einer Brauerei generiert zudem 17 weitere Arbeitsplätze – zwei in der Landwirtschaft, zwei im Handel und 13 in der Gastronomie.

Brausilvester

Der bierige Brauch hat seinen Ursprung im Mittelalter. Vor vielen hundert Jahren endete nämlich zu Brausilvester das sommerliche Herstellungsverbot von Bier. In den Sommermonaten hätten die hohen Temperaturen dem wärmeempfindlichen Bier zu stark zugesetzt. Die Bierproduktion konnte somit erst Anfang Oktober mit Hopfen und Getreide aus der frischen Ernte wieder aufgenommen werden. So wurde Brausilvester im Lauf der Jahrhunderte zur liebgewonnenen Tradition.

„Für mich ist der 30. September heuer ein besonderer Tag, weil es in meiner Funktion als Geschäftsführer des Brauereiverbandes mein erstes Brausilvester ist. Trotz nach wie vor schwieriger Umstände wollen wir diesen Tag des österreichischen Bieres feiern und unsere gesellschaftlich fest verankerte Bier- und Genusskultur im Bierland Österreich hochleben lassen“, erklärt Berger.

Österreichs Brauwirtschaft erstmals im Burgenland

Seit 1945 findet in diesem Jahr das größte alljährliche Branchenevent der österreichischen Brauwirtschaft erstmals zu Brausilvester und im Burgenland statt, um das neue Bierjahr einzuläuten. Österreichs östlichstes Bundesland gehörte bis 1921 zu Ungarn und hat damit eine Biergeschichte, die sich an jener von Ungarn orientiert: Dort gab es früher große agrarische Strukturen und kleine Brauereistrukturen. Das Brauerei- und Schankregal war an die Grundherrschaft gekoppelt – das heißt, die in der Regel adeligen Grundbesitzer konnten bestimmen, ob Wein oder Bier getrunken werden sollte. Vom 15. bis ins 19. Jahrhundert gab es daher im heutigen Burgenland eine Vielzahl kleiner Brauhäuser, die abhängig von der Weinernte mal eher recht und mal eher schlecht floriert haben. Diese kleinen Brauereien, die nicht auf dem heutigen burgenländischen Gebiet lagen, sind dann von den größeren gewerblichen Brauereien im städtischen Bereich verdrängt worden. Erst 1990 wurde nach 107 Jahren ohne Brauerei im Burgenland die alte Tradition wieder aufgenommen, als die erste kleine Brauerei in Eisenstadt eröffnet worden ist. Drei Jahrzehnte später gibt es nun wieder ein Dutzend Braustätten, die ein lebendiger Beweis dafür sind, dass Bier durchaus seine Berechtigung in einem Weinland hat.

Ottakringer Brauerei wird für eine Nacht zum Museum

Zur „Langen Nacht der Museen 2021“ verwandelt sich die Ottakringer Brauerei wieder für eine Nacht in ein Museum. Eine Ausstellung im Gold Fassl Magazin zeigt den Werdegang und die Familiengeschichte der Brauerei inmitten von Wien. Auch der Brauprozess und die Produktion früher und heute werden den Besuchern in anschaulicher Weise nähergebracht. Direkt integriert in die Ausstellung ist eine Bar, an der verschiedene Ottakringer Biere verkostet werden können. Und bei Führungen durch die Ottakringer Brauerei und das Ottakringer BrauWerk erhalten die Besucher einen Einblick, wie die beliebten Biere gebraut werden.

Harald Mayer, Geschäftsführer der Ottakringer Brauerei: „Es gibt unseren einmaligen Standort mitten in Wien schon seit über 180 Jahren. Mit der neuerlichen Teilnahme an der ‚ORF – Lange Nacht der Museen‘ möchten wir wieder die Möglichkeit geben, uns, und damit die letzte große und unabhängige Wiener Brauerei näher kennenzulernen. Wir laden alle Interessierten ein und freuen uns auf viele Besucher.“

Führungen durch die Ottakringer Brauerei dauern 40 Minuten und finden von 18.15 bis 23.45 Uhr im Halbstunden-Takt statt.

Führungen durch das Ottakringer BrauWerk dauern 45 Minuten und finden von 18.30 bis 23.30 Uhr ebenfalls im Halbstunden-Takt statt. Die Anmeldungen dafür erfolgen direkt vor Ort (beim Eingang).

Tickets für die „ORF-Lange Nacht der Museen“ sind vor Ort im Ottakringer Shop erhältlich.

Ab 17. September dreht sich in Villach alles um Bier, Musik und richtig gutes Essen

Da braut sich was zusammen: Mehr als 30 Veranstaltungen, rund 25 teilnehmende Betriebe und 100 verschiedene Biere zum Verkosten – in der Draustadt wird es ab Mitte September einen Monat lang bierig-kulinarische Unterhaltung vom Feinsten geben. Die Eröffnung des Villacher Bierherbstes erfolgt am Freitag, 17. September, 17.30 Uhr im Brauhof Villach.

Bierherbst-Erfinder und Bier-Sommelier Wolfgang Eder hat die bierig-kulinarische Veranstaltung bereits 2019 ins Leben gerufen. Nach einer Pause im Vorjahr, hat er in diesem Jahr in Kooperation mit dem Stadtmarketing Villach, der Tourismusregion Villach – Faaker See – Ossiacher See sowie der Villacher Brauerei wieder ein kulinarisch-spannendes Programm zusammengestellt. Dieses reicht von Degustationsmenüs mit Bierbegleitung in zahlreichen Villacher Lokalen über Bierverkostungen, bierigen Lokalrunden mit Wandermusikern, Früh- und Dämmerschoppen, einem Bier Pong-Match, Bier-Clubbings in einzelnen Innenstadtlokalen bis hin zu speziellen bierigen Degustationsmenüs und dem traditionellen „Bierstacheln“.

Der Bierherbst soll zu dem Herbsterlebnis in der Region Villach werden. „Mit der Initiative, Bierherbst´ soll Bewegung in die Stadt und in die Lokale gebracht werden. Die Leute sollen unter anderem wieder dazu animiert werden, nach der Arbeit auf ein Feierabendbier zu gehen“, so Eder. Ein besonderes Highlight bildet heuer das Bier Clubbing – in zahlreichen Bars (Schumis, Anna Neumann Bar, Palais26, PerDu, Wascher´s Bar, The Little Bar, McMullens, Sem Jeito und Stern HGP & KJP) werden Top DJs für beste Stimmung sorgen.

Immer freitags steht im Rahmen des Bierherbstes zudem die „Villacher Lokalrunde“ auf dem Programm. Dabei werden, so Eder, alle Biergenießer die Möglichkeit haben, begleitet von Wandermusikern von einem Lokal in der Innenstadt zum anderen zu pilgern, die angebotene Biervielfalt zu verkosten und sich bei guter Musik zu unterhalten.

Eder: „Die Wirte bieten spezielle Craftbiere an und machen die musikalische Lokalrunde zu einer spannenden internationalen Bierreise!“ Besonderes Plus: Ebenfalls immer freitags bieten die teilnehmenden Wirte das kleine Feierabendbier in der Zeit von 17.30 bis 18.30 Uhr zum Preis von zwei Euro an. Nicht fehlen darf auch das Bier Pong Match – die Vorrunde startet in den Lokalen Wascher´s Bar, Stern HGP & KJP, PerDu sowie „The Little Bar“ bereits am 2. Oktober, das große Finale folgt dann am Freitag, 9. Oktober. Es warten tolle Preise auf die Gewinner!

Villachs Stadtrat Harald Sobe freut sich über die Verlängerung der klassischen Wohnzimmer-Saison in der Innenstadt: „Initiativen wie der Bierherbst oder auch das heuer erstmals bei uns stattfindende Krimifest passen optimal in den Villacher Herbst. Schritt für Schritt gelingt es uns, in enger Zusammenarbeit mit kreativen Unternehmern und Veranstaltern, die Bühne Villach das ganze Jahr über qualitätsvoll zu bespielen.“

Stadtmarketing-Geschäftsführerin Claudia Kohl sieht in der Veranstaltungsreihe ebenso eine wichtige Herbst-Initiative für unsere Innenstadt: „Der Bierherbst ist ein perfektes Format, das nicht nur die Menschen zusammenbringt, sondern das ideal an die sehr erfolgreiche Summerfeeling-Reihe anschließt. Denn: Nur die Bündelung aller Kräfte bringt die Villacher Innenstadt merkbar voran. Deshalb unterstützen wir seitens des Stadtmarketings auch sehr gerne den Bierherbst!“ Für Villacher Bier-Direktor Mag. Thomas Santler ist der Bierherbst eine sehr wichtige Veranstaltung, die Villach als Braustadt positioniert, die Biervielfalt den Gästen und Konsumenten näherbringt und die Gastronomie in der Stadt belebt.“

Auch Georg Overs, Geschäftsführer der Tourismusregion betont, dass „wir als Partner des Bierherbstes in diesem Jahr in Ergänzung zum HÜTTENKULT, KÜCHENKULT und dem Krimifestival einen weiteren Höhepunkt mit Potenzial zur Verlängerung der Saison zur Verfügung zu haben. Dies verstärkt die Positionierung als Braustadt und rundet die Alpen-Adria-Küche perfekt ab.“

Mit dabei beim Bierherbst Villach sind aber nicht nur viele Innenstadt-Gastro-Betriebe, sondern auch die Gasthäuser „Genottehöhe“, „Jedermann“, „Heizhaus“, „freindal Wirtschaft“ sowie der „Hundsmarhof“ am Fuße des Dobratsch.

Dies sind die Highlights des 2. Bierherbstes Villach:

  • Jeden Freitag Villacher Lokalrunde mit Wandermusikanten
  • Feierabendbier immer freitags, 17.30 bis 18.30 Uhr
  • Degustationsmenüs mit Bierbegleitung in den Partnerbetrieben
  • Bierverkostungen mit passenden kleinen Schmankerln, Biersommelier
  • Weißwurst Frühschoppen, Dämmerschoppen
  • Bier-Speise-Kombiangebote in den teilnehmenden Lokalen
  • „1. Bierherbst Beer Pong Match“
  • Bier-Clubbings in mehreren Innenstadt-Lokalen unter dem Motto: „Bier Clubbing – Coole Biere & Coole Sounds“
  • Mehr als 100 verschiedene Biersorten

Von der Bäckerei Berger gibt es Hopfenbrownies und den exklusiven Zwicklspitz

18. 9. 2021: Brauereifest in Grasdorf

Grasdorf, im südlichen Landkreis Hildesheim gelegen, wird vom Oheberg und vom Barenberg eingerahmt. Das Dorf liegt inmitten von Wäldern. Damit ist die Lage reizvoll und schön. Die Bewohner lieben ihren Ort und schätzen die Dorfgemeinschaft. Damit das auch so bleibt, wurde 2007 ein Projekt mit auswärtiger Moderation gestartet, wo sich alles um die zentrale Frage drehte, was muss Grasdorf, was müssen seine Bewohner tun, damit auch in 25 Jahren alle Bewohner, junge und alte, gerne und in Frieden miteinander leben mögen. Es wurden viele Vorhaben begründet, und als zeitlich naheliegendes Projekt, entstand der Wunsch wieder mal ein schönes Dorffest zu feiern. Der Festausschuss, der mit der Vorbereitung beauftragt wurde, grübelte lange darüber, was es denn Besonderes und Ausgefallenes zu essen oder trinken geben könnte. Dann war da die Idee, ein eigenes Grasdorfer Bier zu brauen. Eine Gruppe von entschlossenen Männern fand sich erstaunlich fix und begann Anfang 2008 unter Anleitung eines Braumeisters mit einer ersten Kleinmenge von 20 Litern. Nach zwei weiteren Versuchen wurde dann für das Dorffest in der zu großen Teilen selbst gebauten Brauanlage der erste richtige Sud mit 300 l gebraut. Das Bier wurde wie das Fest ein voller Erfolg. Das Brauen und auch die Vorbereitungen dazu waren spannend und voller kreativer technischer Problemlösungen. Auf der Suche nach einem würdigen Namen für dieses besondere Bier stießen die Brauer auf den Heimatdichter und Schriftsteller Wilhelm Raabe und seine Novelle „Die Innerste“. Diese Legende erzähle ich hier aber erst, wenn ich das Bier beschreibe.

Und dann kam im Februar 2021 Corona und legte erst einmal (fast) alles lahm, so auch das Schwarze Huhn. Aber jetzt, 18 Monate später, soll es wieder losgehen. Der Startschuss fällt beim Braufest auf dem Hof der Familie Richers, wo auch die kleine Grasdorfer Brauerei steht. Erstmals wird das eigene Bier wieder ausgeschenkt und das Restaurant Kutscherstuben sorgt mit niedersächsischen Spezialitäten für das leibliche Wohl. Unterstützt wird die Wirtschaft durch die Frauen der Brauer, die Schmalzbrote (selbstverständlich aus selbstgebackenem Maischebrot) und Brezeln anbieten.

Beginn ist um 15:00 Uhr mit dem inzwischen traditionellen Marsch der Brauer an die Innerste, wo der Fluss seinen Teil des Bieres erhält, damit er bis zum nächsten Braufest friedlich bleibt. Anschließend wird gefeiert und ab 18:00 Uhr sorgt der Musiker Jez King für Stimmung.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die niedersächsischen Behörden dem Schwarzen Huhn nicht noch einen Strich durch die Rechnung machen, denn derzeit explodieren die Corona-Zahlen. Informieren Sie sich also unter www.schwarzeshuhn.de, ob die Veranstaltung stattfindet, bevor Sie sich auf den Weg machen. Und wenn Sie nicht bis zum 18. September warten wollen, um das Bier aus Grasdorf zu verkosten, finden Sie die Braugruppe auch bei den Hildesheimer Wallungen am 28. und 29. August sowie am 4. und 5. September, wo die Brauer einen Ausschank betreiben werden.

Heute ist internationaler Tag des Bieres

Am heutigen internationalen Tag des Bieres können die Österreicher stolz sein, wurde doch die Biergeschichte von Schwechat aus wesentlich geprägt, beim Bierkonsum bleiben sie vielleicht deshalb patriotisch.

Seit über einem Jahrzehnt, genauer seit 2007 wird ausgehend von den USA jährlich am ersten Freitag im August der internationale Tag des Bieres gefeiert. Die Österreicher stoßen darauf überwiegend mit heimischem Bier an, über ein Drittel (39 %) greift laut aktuellem Bierkulturbericht am liebsten zu Bier aus Österreich, nur 4 Prozent bevorzugen ein internationales Bier.

„Mehr als jeder zweite Österreicher (57 %) trinkt regelmäßig, also zumindest mehrmals pro Monat, Bier. Beim Konsum des beliebten Gerstensaftes gilt im Land schon lange die 3G-Regel – Bier steht für Genuss, Geschmack und Geselligkeit und ist beinahe für die gesamte österreichische Bevölkerung, 87 %, wichtig für die österreichische Getränkekultur“, erklärt Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & CSR der Brau Union Österreich, die seit über zehn Jahren mit ihrem Team den österreichischen Bierkulturbericht herausgibt.

Bierrevolution in Schwechat

Blickt man in der Geschichte zurück, ist Bier aus Österreich sogar für die weltweite Braukunst relevant. Vor 180 Jahren, im Jahr 1841, braute Anton Dreher sein erstes untergäriges Bier, das sich durch seinen Geschmack und seine Klarheit von den anderen Bieren in Wien so sehr unterschied, dass er damit eine „Bierrevolution“ auslöste. Untergärig brauten damals auch andere. Dreher schuf aber durch eine besondere Behandlung des Malzes, dank seiner Kühlmethoden zur Gewährleistung einer kalten Gärung und längeren Lagerung in seinen Kellern einen völlig neuer Biertyp, der als „Wiener Lager“ bezeichnet wurde. Der Begriff „Lager“ wurde bald in allen Kontinenten für viele Biertypen verwendet.

Dreher wandte auch als erster Brauer wissenschaftliche Methoden an. So nutzte er z. B. bereits das Thermometer, während seine Kollegen sich ausschließlich auf Schätzungen der Temperatur verließen. 1860 führte der Schwechater bereits die größte Brauerei auf dem europäischen Kontinent und exportierte sein Bier bis in den Orient.

Auch begnügten sich Dreher und sein gleichnamiger Sohn nicht mit ihrer Brauerei in Schwechat. Sie gründeten in Böhmen, Mähren, Ungarn und im damals noch österreichischem Triest Tochtergesellschaften. Sie exportierten Bier in alle Kontinente dieser Welt, indem sie erstmals Kühlwaggons für die Eisenbahn und Kühlcontainer für die Schiffe entwickelten.

Der jüngere Dreher setzte auch als erster Brauer der Welt ein künstliches Kühlaggregat ein. Er hielt seine Stellung als größter Brauer des Kontinents bis ins 20. Jahrhundert. Am 7. August jährt sich der Todestag von Anton Dreher junior zum 100. Mal.

Auf den Geschmack gekommen

Auch heute, in Zeiten großer Biervielfalt kommen immer mehr Bierliebhaber (wieder) auf den Geschmack von Lager. Zwar greift noch mehr als jeder Zweite (59 %) zum Märzen, aber über ein Drittel (35 %) trinkt bereits am liebsten Lager und die Fans werden jährlich mehr.

Seit 2016 gibt es als Andenken an den großen Gründer aus der Schwechater Brauerei wieder ein Wiener Lager, dessen Rezeptur an das Original angelehnt ist.

Wie Braumeister und Präsident des Braumeisterbundes Andreas Urban weiß, kann dieser Biertyp inzwischen wieder häufiger genossen werden,: „Es ist schön, dass sich nicht nur wir in Schwechat an der Geburtsstätte des Wiener Lagers, sondern auch andere österreichische Brauereien dieses schon fast vergessenen Biertyps erinnern – und die Bierlandschaft damit entscheidend belebt haben“.

Und mit der Ernte 2021 knüpfen auch die Rohstoffe für das Schwechater Wiener Lager wieder an die Geschichte an; künftig wird Braugerste von regionalen Feldern eines Dreher-Nachfahren verwendet. Schon Anton Dreher war die Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung wichtig. Sein Sohn, Anton Dreher junior, setzte dieses Bestreben fort und erwarb die Gutsbetriebe Katharinenhof und Gutenhof, die im Umkreis der Brauerei liegen. Bis heute werden sie von Dreher-Nachfahren bewirtschaftet und ab der diesjährigen Ernte liefert Jan-Anton Wünschek wieder Braugerste in die Schwechater Brauerei.

Biererlebnisse in der Oberpfalz

Sei es das kultige Zoigl-Bier oder die große Anzahl traditionsreicher Familienbrauereien, der urbayerische Gerstensaft und seine Herstellung sind hier einfach allgegenwärtig. Kein Wunder, dass es auch zahlreiche Möglichkeiten gibt, hinter die Kulissen des Brauvorgangs zu blicken oder auf Forschungstour in die bierige Vergangenheit aufzubrechen: im Oberpfälzer Wald ist das Bier einfach ein Gesamterlebnis.

Fast schon Pflichtprogramm für jeden Besucher ist dabei der Zoigl. Das untergärige Bier wird im Original ausschließlich im Oberpfälzer Wald gebraut – und zwar in den Kommunbrauhäusern der fünf Zoigl-Orte Eslarn, Falkenberg, Mitterteich, Neuhaus und Windischeschenbach. Allein schon der Besuch in einer Zoiglstube ist dabei ein Erlebnis für sich: in diesen „Wirtshäusern auf Zeit“ schenken die Zoiglwirte reihum ihr selbst gebrautes Bier aus. Wo gerade Zoigl ist, steht im Zoiglkalender – oder Sie halten in den Zoiglorten die Augen offen, wo der der Zoiglstern am Hausgiebel hängt. Da heißt es dann einfach dazusetzen und ins Gespräch kommen – ungemütliche Angewohnheiten wie Reservierungen oder das Siezen des Sitznachbars gibt es am Zoigl nicht. Kleiner Tipp: wenn Sie als Zoigl-Profi gelten wollen, unbedingt „der Zoigl“ sagen – mit „das“ outen Sie sich sofort als Neuling…

Wenn Sie nun das Zoigl-Fieber gepackt hat, lohnt sich eine Führung in einem der Kommunbrauhäuser – für Gruppen sind diese jederzeit buchbar, Einzelbesucher kommen beispielsweise beim Kommunbrautag in Mitterteich (4. Sonntag im September) in den Genuss, einen Blick hinter die Brauhaustore zu werfen. Mit dem Biererlebnis Kommunbrauhaus hat der Markt Eslarn dem Zoigl gleich ein ganzes Museum gewidmet – inklusive Nachbau einer Zoiglstube, in der sogar geheiratet werden kann!

Wer nun aber glaubt, mit dem Zoigl wäre das Thema Bier im Oberpfälzer Wald dann auch abgehakt, der irrt sich gewaltig. Wie traditionsreich und tief verwurzelt die Braukunst hier ist, zeigt auf ganz besondere Weise die Führung „Bier – das fünfte Element: von Bierpanschern, Bierkiesern und Raufbolden“ in Schwandorf. In der Altstadt erzählen teils unterhaltsame, teils tiefgründige Schauspieleinlagen von den Schwandorfer KommunBrauern, vom Bier als Grundnahrungsmittel und der örtlichen Wirtshauskultur. Dazu gehört selbstverständlich ein Abstecher in die historischen Felsenkeller, die bereits vor mehr als 500 Jahren angelegt wurden. Nicht fehlen darf zum Abschluss natürlich eine Bierverkostung. Die Führung „Das fünfte Element“ sowie weitere Felsenkeller-Führungen finden zu festen Terminen (Anmeldung unbedingt erforderlich) sowie für Gruppen auf Anfrage statt.

Ob ober- oder untergärig, hell oder dunkel, Voll- oder Starkbier – die 16 Familien- und Privatbrauereien im Oberpfälzer Wald sorgen dafür, dass jeder für seinen Geschmack das richtige Bier findet. Viele von ihnen geben bei Führungen die Gelegenheit, dem Braumeister über die Schulter zu schauen. So bietet etwa die Schlossbrauerei Friedenfelser deutsch- und englischsprachige Brauereitouren für Gruppen an, inklusive einer Besichtigung der Bierkeller. In der Schlossbrauerei Fuchsberg wird auch Craft Beer sowie die „Kugelhalbe“ gebraut – das exklusive Bier der größten Erlebnisholzkugel der Welt in Steinberg am See. Wer den Biergenuss auf ein paar Tage mehr ausdehnen will, findet in Brauereigasthöfen gleich die passende Unterkunft. Traditionelle Biere, Craft Beer sowie eine Saftkelterei erwarten Tages- und Übernachtungsgäste im Brauereigasthof Jakob in Nittenau. In Bodenwöhr lockt der Brauereigasthof Jacob mit dem wahrscheinlich besten Weißbier der Welt.

Die Liste der Bier-Tipps im Oberpfälzer Wald könnte man fast ins Unendliche fortführen: das sympathische Brauhaus Floss bringt Abwechslung ins Glas mit seinem Bier des Monats, beim Bräuwirt in Weiden i.d.OPf. können Sie ein Bierdiplom ablegen – und wenn Sie sich einfach mal bloß ein bisschen informieren wollen, erwartet Sie der „Bierhimmel“ in Neustadt a.d. Waldnaab mit einer feinen Auswahl hochwertiger regionaler Biere zum Kosten und Kaufen. Eine Zusammenstellung dieser und aller weiteren Bier-Infos und – erlebnisse finden Sie online unter www.oberpfaelzerwald.de/zoigl-und-bier.

17. 7. 2021: Zwei Jahre Bier aus Sarstedt

Inzwischen ist es zwei Jahre her, dass in Sarstedt begonnen wurde, zu brauen. Eine satte Leistung, wenn wir daran denken, wieviel durch Corona kaputtgemacht wurde. Und in drei Tagen ist es soweit: am 17.07.2021 ab 12:00 auf dem Außengelände der Alte Schützengilde, Am Festplatz 8 in Sarstedt das zweijährige Bestehen des Sarstedter Bieres gefeiert. Was gibt es?

  • Bierpremiere mit dem ORIGINAL REIMOT Export
  • Live-Musik mit Jante aus Leipzig
  • Hüpfburg für die kleinen Gäste
  • Viel Emotionen
  • Viel Spaß
  • Einfach mal wieder unbeschwert sein

Ab 18:00 Uh Live-Musik mit Jante Music

Über 400.000 Spotifystreams und Platzierungen in großen Playlists (Deutsch-Pop, New Music Friday, …), mehr als 250.000 Views auf die aktuellen Videos, Charterfolge im Ausland, Airplays bei unzähligen großen Radiostationen, Förderung durch die Initiative Musik, ein erfolgreiches Crowdfunding und insgesamt schon weit mehr als 300 Konzerte inklusive ausverkauften eigenen Shows und Supports vor bis zu 1000 Zuschauern (u.a. mit Michael Schulte, Sebastian Krumbiegel, KUULT, Alina, …) zeigen, dass Jante mit ihrem IndieDeutschFolk den Nerv der Zeit treffen.

Brauerei Schwechater setzt auf regionale Rohstoffe

Der Erfolg und Fortbestand der Brauerei Schwechat ist seit über 200 Jahren eng mit der Familie Dreher verbunden. Von Beginn an war Anton Dreher die Unabhängigkeit bei der Rohstoffversorgung wichtig. So erwarb er landwirtschaftliche Liegenschaften mit vorzüglichen Hopfenkulturen in Böhmen. Sein Sohn, Anton der Jüngere, setzte dieses Bestreben fort und erstand die im Umkreis der Brauerei befindlichen Gutsbetriebe Katharinenhof und Gutenhof, um auf den Feldern Braugerste anzubauen.

Regionale Kooperation

Diese beiden Gutsbetriebe werden bis heute von Nachfahren bewirtschaftet und durch die Kooperation mit Jan-Anton Wünschek wird ab der Ernte 2021 wieder Braugerste von den Dreher-Feldern verwendet, um die Schwechater Biere zu brauen. Es handelt sich dabei um die klimatisch robustere und gegenüber Trockenheit weniger empfindliche Wintergerste.

„Die Unabhängigkeit der Rohstoffversorgung war Anton Dreher ein großes Anliegen. Daher ist es mir als Ururur-Enkel eine große Freude, dass die Wintergerste vom Gutenhof und Katharinenhof für die Schwechater Biere verwendet wird. Trotz technischem Fortschritt sind wir um umweltschonende Kultivierung bemüht. Nur beste Qualität für das Schwechater Wiener Lager,“ erklärt Jan-Anton Wünschek von der Wünschek-Dreher’schen Gutsverwaltung Gutenhof.

„Für uns bringt die engere Zusammenarbeit mit den Landwirten mehr Einblick in die landwirtschaftliche Produktion. Wir haben damit unser „Ohr“ direkter am Geschehen. Die Landwirte wissen als Erzeuger was mit ihren Produkten geschieht, wer diese weiterverarbeitet. Das schafft bei den Landwirten eine positive Einstellung zu unseren Marken und macht diese in ihrem Bekanntenkreis zu „Marken-Botschaftern, umso mehr, wenn es um den Namen Dreher geht“, begrüßt Johann Jäger, Raw Material Manager der Brau Union Österreich, die verstärkte Zusammenarbeit mit regionalen Rohstofflieferanten.

Zudem verringert die regionale Versorgung mit Rohstoffen die Transportwege und den CO2-Fußabdruck und trägt so zur Schonung der Umwelt im Sinne des Nachhaltigkeitsbestrebens der Brau Union Österreich bei.

Welterfolg für Schwechater Bier

„So schließt sich der Kreis, nachdem die gemeinsame Erfolgsgeschichte vor über 200 Jahren begann“, erzählt Braumeister Andreas Urban, der sich nicht nur auf das Bierbrauen versteht, sondern sich auch intensiv mit der Geschichte der Brauerei auseinandergesetzt hat.

Die Brauerei wurde bereits 1632 gegründet und ist der wahrscheinlich älteste Großbetrieb im Umland von Wien. Auf jeden Fall ist sie die einzige industrielle Braustätte, die es in dieser Region gibt. Noch im 19. Jahrhundert waren östlich und südlich von Schwechat gleich 12 Brauereien ansässig.

Warum gerade die „Brauerei Schwechat“ die Jahrhunderte überlebt hat, verdankt sie einigen Zufällen, wie Braumeister Andreas Urban als Mitautor einer aktuellen Geschichte des Unternehmens belegen kann: „Der größte Zufall war sicherlich, dass sie 1796 ein Franz Anton Dreher trotz der großen Konkurrenz in der unmittelbaren Umgebung kaufte. Im hohen Alter von 74 Jahren bekam er von seiner 50 Jahre jüngeren Frau noch einen Sohn, der für den späteren Ruhm seines damals kleinen Betriebes verantwortlich war.“

Diesem Anton Dreher gelang es nach einer Studienreise nach Großbritannien, die hauptsächlich der Betriebsspionage diente, die Erkenntnisse der englischen Brauindustrie zu verwerten und 1841, vor genau 180 Jahren, mit seinem „Lagerbier“ ein neues Bier zu produzieren, das mit dem bisherigen Getränk gleichen Namens nur wenig gemeinsam hatte. Es war so revolutionär und hatte solchen Erfolg, dass er aus der kleinen Brauerei seines Vaters innerhalb von 20 Jahren nicht nur die größte Brauerei der österreichischen Monarchie, sondern von ganz Kontinentaleuropa machte. Das blieb sie auch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.

Dreher brach mit allen Regeln der bisherigen Braukunst, führte ein neues Mälzungsverfahren ein, verwendete neue technische Geräte, lagerte sein untergäriges Bier vor der Lieferung zu den Wirten monatelang in seinen zahlreichen Kellern und kühlte es in dieser Zeit mit Natureis. Die Konsumenten waren begeistert, weil sie erstmals ein klares, süffiges und kaltes Bier trinken konnten.

Unter Anton Dreher und seinem gleichnamigen Sohn expandierte die Schwechater Brauerei und war auch bald die einzige in der gesamten Region, weil alle Konkurrenten und viele andere Gebäude des Umlandes aufgekauft und für Mälzereien und andere betriebliche Zwecke verwendet wurden. In der Brauerei stand ab 1850 die erste Dampfmaschine, die für Brauzwecke eingesetzt wurde, und es folgten ihr bis zur Jahrhundertwende sechs weitere mit insgesamt 1200 Pferdestärken. Die Schwechater Brauerei setzte das erste Kühlaggregat der Welt ein, das die oft mühsame Besorgung von Natureis erübrigte. Sie war auch in technischen Fragen ein Industriepionier.

Bierige Geschichte

Die ganze historische Entwicklung der Schwechater Brauerei wurde lebendig nacherzählt und ist in dem im August erscheinenden Buch „Die Geschichte der Brauerei Schwechat – Von den Bierbaronen Dreher und Mautner Markhof in die Gegenwart“ nachzulesen. Diese bierige Lektüre wird auch viele Erinnerungen aus der Erfolgsgeschichte wecken, wie an das „Plopp“ aus der legendären TV-Serie „Ein echter Wiener geht nicht unter“ oder die ersten Trikots mit Werbung des Fußballvereins Wiener Austria. Dabei darf natürlich eines nicht fehlen, das Schwechater Original Wiener Lager, das seit 2016 in Anlehnung an Drehers legendäres Lagerbier gebraut wird.