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Ottakringer Bierzirkus – Ottakringer zeigt Innovationsgeist

Die Ottakringer Brauerei geht in der Produktentwicklung einen innovativen Weg und bezieht Kunden in den Launch neuer Biersorten mit ein. Seit Anfang Juli können die Gäste des Ottakringer Bierfestes Feedback zu drei Sorten geben, die exklusiv am Ottakringer Bierzirkus Stand erhältlich sind: Hopfenkarussell, Sonnentanz und Bierspritzer finden großen Anklang. Es wird fleißig probiert und abgestimmt.

Geschäftsführer Harald Mayer: „Zum Jubiläum unseres Bierfestes werden neben unseren mehr als 20 bekannten Bieren vom Fass die neuen Lagerbiersorten Hopfenkarussell, Sonnentanz und unser fruchtiges Leichtgetränk Bierspritzer angeboten. Das Feedback unserer Gäste möchten wir als Inspiration für die weitere Produktentwicklung nutzen und damit zeigen, dass wir als Brauerei spannende und innovative Wege gehen.“

„Das Hopfenkarussel ist ein kaltgehopftes Lager“, ergänzt Tobias Frank, Geschäftsführer Technik und erster Braumeister. „Neu und dabei und im wahrsten Sinne des Wortes spritzig sind aber auch unser sonnengelbes Lager Sonnentanz und der Bierspritzer, ein IPA mit Supersoda und nur 3 % vol. Wir freuen uns jedenfalls bei allen dreien auf das Feedback unserer Gäste.“^

Und so funktioniert der Ottakringer Bierzirkus: Am Ottakringer Bierfest zum Bierzirkus-Stand gehen, neue Sorten bestellen und probieren, QR Code scannen und online Feedback dazu geben. Als Dankeschön werden 3 x 2 Braukurs-Plätze im Ottakringer BrauWerk verlost.

Die Ottakringer Brauerei gibt es seit 1837. Sie ist die letzte große Wiener Brauerei und gleichzeitig eine der letzten großen unabhängigen Brauereien Österreichs. Als mittelständischer Familienbetrieb ist diese Unabhängigkeit besonders wichtig. Markenzeichen sind der kompromisslos hohe Qualitätsanspruch, die reiche Bier-Vielfalt von mehr als 15 verschiedene Biersorten und das städtische Lebensgefühl verbunden mit der Frische, die die Qualität eines Bieres ausmacht. Die Ottakringer Brauerei beschäftigt 172 Mitarbeiter, erzielte im Jahr 2021 einen Umsatz von rund 62 Millionen Euro und braute 422.000 Hektoliter Bier. Seit Anfang 2021 ist der Produktionsprozess klimaneutral. 2021 wurde die Ottakringer Brauerei wieder mit dem Wiener Qualitätssiegel TOP-Lehrbetrieb ausgezeichnet, das bis 2025 gültig ist. Dank der großartigen Eventlocations am Brauereigelände ist sie auch ein fester und nicht mehr wegzudenkender Teil des Wiener Stadtlebens.

Um allen Missverständnissen vorzubeugen: ich freue mich zwar, dass den Brauern in Wien-Ottakring die Wortschöpfung Bierzirkus so gut gefällt, dass sie sie für ihre Aktion gewählt haben, aber die Aktion hat mit diesem Blog nichts zu tun. Die beiden Bierzirkusse sind absolut voneinander unabhängig (auch wenn ich gerne die Biere aus Ottakring hier vorstellen würde, aber diese Biere sind in Deutschland nicht erhältlich).

Internationaler Tag des Bieres: ein Prost auf die Bierkultur

Der erste Freitag im August steht weltweit für Bierkultur. Gerade Österreich ist ein Paradebeispiel für bierige Tradition und Innovation – und Vorreiter in eine „grüne“ Bierzukunft.

Freunde treffen und zusammen Bier trinken, Bierbrauer ehren und Biere aller Nationen feiern und damit die Welt zu vereinen – diese Ziele haben sich die Begründer des internationalen Feiertages des Bieres im Jahr 2007 auf die Fahnen geheftet. Auch für viele Österreicher ein Grund, unsere Bierkultur hochleben zu lassen. „In Österreich trifft eine lange Biergeschichte und unglaubliche Vielfalt auf eine hohe Innovationskraft – und auch das schon mit Tradition: Vor über 180 Jahren ging von Schwechat eine Bierrevolution aus, das untergärige Lagerbier eroberte von dort aus die Welt. Heute ist die Brauerei Wieselburg federführend bei der Entwicklung von absolut alkoholfreien Bieren – 0,0 Prozent-Biere mit sehr viel Geschmack. Revolutionen spielen sich heutzutage aber auch in der Bierproduktion ab: Man denke nur an die Grüne Brauerei Göss, die weltweit als erste Großbrauerei völlig CO2-neutral brauen konnte“, erläutert Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich.

Bierkulturbericht belegt ungebrochen hohen Stellenwert von Bier in Österreich

Die aktuelle Marktforschung zum noch unveröffentlichten Bierkulturbericht 2022 belegt: Der Stellenwert von Bier für die Getränkekultur in Österreich ist ungebrochen. Knapp 90% der Alpenländler bewerten Bier als „sehr wichtig“ oder „wichtig“ für die österreichische Getränkekultur. Auch die Regionalität ist hier Thema: 80 Prozent der Befragten geben an, dass das Angebot von regionalen Bieren für die heimische Bierkultur sehr wichtig bzw. eher wichtig ist. Straka erklärt: „Bier ist traditionell eine regionale Sache. Auch heute noch greifen unsere Nachbarn sehr gern zum Bier aus der eigenen Gegend, quasi rund um den Schornstein der Brauerei zeigt sich die Tendenz, dieses regionale Bier zu bevorzugen. Schon die Biermarken verweisen ja meistens auf die Herkunft: Das Zipfer kommt aus Zipf, Fohrenburger aus Fohrenburg und Schwechater aus Schwechat. Internationalem Bier geben nur 5 Prozent der Österreicher den Vorzug.“

Aber auch der Nachhaltigkeitsgedanke wird im bierigen Kontext zunehmend wichtiger: 76 Prozent der Österreicher geben an, dass CO2-neutrale Bierproduktion wichtig für die Zukunft ist. Gut, dass viele österreichische Brauereien hier bereits Pionierarbeit leisten.

Tradition trifft Innovationskraft: Wie Bier die Welt Schluck für Schluck besser machen kann

Neben der produktseitigen Innovationskraft ist die Bierkultur am Weg in eine nachhaltigere Zukunft. Straka: „Als größtes Brauereiunternehmen Österreichs ist sich die Brau Union Österreich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst und ist bestrebt, eine nachhaltige Bierkultur zu schaffen. Dank unserer erfahrenen Braumeister sowie langjähriger Partner haben wir es in der Brau Union Österreich geschafft, bereits an drei Standorten CO2-neutral zu brauen und ausschließlich erneuerbare Energie zu verwenden: in der Brauerei Göss in Leoben, in der Brauerei Schladming und in der Vorarlberger Brauerei Fohrenburg. In Schwechat und Puntigam/Graz werden ganze Stadtteile mit der biogenen Abwärme aus der Bierproduktion beheizt. Ein weiteres innovatives Energieversorgungskonzept, das als Beispiel auch für andere Branchen dienen kann und soll“, so Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs & CSR bei der Brau Union Österreich.

Service-Roboter im Liebesbier

Die Gastronomie der Zukunft können Gäste im „Liebesbier Restaurant & Bar“ im fränkischen Bayreuth erleben. Dort setzt das Team mehr denn je auf persönlichen Kontakt, Gastlichkeit und einen hohen Servicegedanken – und nutzt dabei die moderne Technik in Form eines Service-Roboters. Doch wie passt das zusammen?

Wer das Liebesbier Restaurant & Bar in Bayreuth besucht, staunt nicht schlecht: Seit einigen Wochen rollt Bella durch die Gänge, ein Service-Roboter, der die Servicekräfte bei der Arbeit unterstützt, sie jedoch keineswegs ersetzt. Anfangs noch skeptisch, ob ein solcher Roboter beim Team Akzeptanz findet, wurde der Service-Roboter BellaBot von Thomas Wenk, einem der Geschäftsführer des Liebesbiers, nach der Entdeckung auf der Internorga in Hamburg für eine Testphase bestellt. Zu Beginn war das Team zurückhaltend, haben Gastlichkeit und Kontakt zu den Gästen im Liebesbier doch einen hohen Stellenwert, weshalb in diesen Bereichen die Nutzung eines Roboters keine Option sein konnte. Doch mittlerweile ist Bella, wie sie im Liebesbier genannt wird, ein fester Bestandteil der Crew. Das betont auch Mathias Locker, Küchenchef im Liebesbier: „Die Integration lief schnell, denn Bella ist eine enorme Arbeitserleichterung für unser Servicepersonal“. Sie soll dabei niemanden ersetzen, sondern den Servicekräften unter die Arme greifen und sie beim Auf- und Abtragen der Speisen unterstützen. Sie sparen sich dadurch lange Wege und somit natürlich auch Zeit. Zeit, die sie dann wiederum in die Betreuung und Beratung der Gäste investieren können. Denn Bella kümmert sich nur um die „Lieferung“ – serviert wird das Essen weiterhin vom Service.

Bella ist nicht nur eine Erleichterung für das Team, sondern bietet auch den Gästen besondere Unterhaltung. Sie sind begeistert von Bella und mittlerweile wird bereits bei Reservierungen gefragt, ob der Roboter die Bestellung bis zum Tisch bringen kann. Das Liebesbier-Team versucht das nach Möglichkeit umzusetzen, auch hier nur als Unterstützung. Alle Bereiche kann Bella sowieso noch nicht erreichen, denn das Treppensteigen liegt ihr nicht – noch nicht. Mathias Locker und Thomas Wenk sind davon überzeugt, dass die Entwicklung der nächsten Generation von Service-Robotern in diese Richtung gehen wird. Schon jetzt ist die Technik beeindruckend: Bella scannt ihren Weg genau ab und kann so Hindernisse umgehen. Sie erkennt dabei auch sich bewegende Menschen, Hundepfoten und Taschen und bittet freundlich um Durchlass, wenn sie nicht vorbeikommt. Für Sympathie sorgt ebenfalls das „Gesicht“ von Bella, das an das einer Katze erinnert. Wo sie hin muss, weiß Bella durch den Tischplan, den Mathias Locker zu Beginn einprogrammiert hat. Aufgeladen wird Bella über Nacht und kann dann tagsüber für etwa zehn bis zwölf Stunden eingesetzt werden, bevor die nächste Ladung notwendig wird.

So weit die Pressemitteilung von Liebesbier. Ich war bereits einige Male im Liebesbier und war begeistert. Eine frische junge Küche wird genau wie die vielen Bieren von einem Service angeboten, der weiß, was er dort verkauft. In der deutschen Gastronomie ist das eher eine Ausnahme. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich von einem Roboter bedient werden möchte. Sicherlich ist das einmal eine nette Spielerei, aber ob mir das auf Dauer gefällt, muss sich erst noch herausstellen. Ich befürchte, dass in vielen Fällen die Qualität des Service leiden wird. Aber ich hoffe auch, dass das im Liebesbier nicht der Fall sein wird.

Fading Hill Single Malt Whisky: Fass 693 – die erste Single Cask Warehouse Selection

Das Warehouse der in Nistertal im nördlichen Rheinland-Pfalz gelegenen Birkenhof-Brennerei birgt diverse Kostbarkeiten. Als Single Cask Warehouse Selection kommt jetzt eine davon mit nur 320 Flaschen in den Verkauf.

Das Fass mit der Nummer 693 hat eine bewegte Geschichte. In ihm reifte ein intensiv aromatischer Ximenez-Spinola Sherry. Im Warehouse der Birkenhof-Brennerei reiht es sich zwischen Kostbarkeiten wie Premier Grand Cru Sauternes-Fässern, fantastischen Pinot-Noir- und außergewöhnlichen Bourbon-Fässern namhafter amerikanischer Destillerien ein.

Persönlich von Steffi und Peter Klöckner vor Ort in Spanien ausgewählt, warteten die Destillateure der Brennerei damals lange Wochen, bevor die Fässer aus dem Süden – darunter auch das Fass mit der Nummer 693 – endlich in Nistertal ankamen. Nach einer ausführlichen Qualitätskontrolle wurden sie mit verschiedenen Destillaten befüllt und fanden anschließend ihren Platz im Warehouse, um Whisky & Co. in Ruhe reifen zu lassen.

Das Fass mit der Nummer 693 gibt sein hochprozentiges Geheimnis preis

Der im Dezember 2015 destillierte Single Malt Whisky wurde Anfang Juli dieses Jahres – also mit 6,5 Jahren – in nur 320 Flaschen abgefüllt und ist mit 53% eine prominente Overproof-Variante der FADING HILL Single Malt Serie der Westerwälder Destillerie.

Das Aromenspiel des Destillates ist beeindruckend: Vollreifes, dunkles Beerenobst – auch rote Johannisbeere ist dabei – und saftige Kirschen, kombiniert mit feinen herbalen Noten und deutlichen Anklängen von Vanille und Schokolade, zeigen sich an Gaumen und Zunge bei der ersten Verkostung dieser Warehouse Selection. Das für die Whiskys der BIRKENHOF-BRENNEREI charakteristische Aroma von reifer Mostbirne ist ebenfalls präsent. Ein intensiver, voluminöser Whisky, breit und rund am Gaumen, mit langem, intensiven Nachhall.

Diese Warehouse Selection ist – neben weiteren FADING HILL Single Malt und Single Rye-Whiskys – direkt auf dem Birkenhof oder dem hauseigenen Online-Shop erhältlich. Natürlich nur, solange der Vorrat reicht.

Und die Destillerie ist nicht irgendeine. Ausgezeichnet als Beste Destillerie Deutschlands im Rahmen der Frankfurt Trophy, bietet die preisgekrönte Traditionsdestillerie im nördlichen Rheinland-Pfalz ein vielfältiges Besucherangebot mit faszinierenden Einblicken in den hochprozentigen Alltag einer klassischen“Working Distillery“.

Eine Tour durch die „Manufaktur des guten Geschmacks“ beinhaltet nicht nur einen ausführlichen Blick in die Destillerie und das einmalige Whisky-Warehouse, sondern kombiniert außergewöhnliche Einblicke in echtes Handwerk, viel Know-how und hochprozentigen Genuss.

Zum Beispiel dunkle Schokolade und edle Destillate. Diese beiden Begriffe finden seit Jahrhunderten gut zueinander. Doch was passiert, wenn zu dieser Kombination neue, unbekannte Faktoren finden? Wenn eine Aromabrücke zwischen Salbei und Ziegenjoghurt geschaffen wird? Oder ein Apfel-Marzipan-Confit eine unerwartete Harmonie zwischen Apfelbrand und Käse definiert? Wenn auf herzhaften Schinken und Pasteten unkonventionelle regionale Spirituosen-Spezialitäten treffen? An einem Genussabend auf dem Birkenhof gibt es auf diese Fragen ausführliche – und vor allen Dingen sehr schmackhafte – Antworten.

Das Workshop- und Seminarangebot der Birkenhof-Brennerei bietet neben dem Genussabend als moderiertem Abend für alle Sinne viele Möglichkeiten, in die Welt edler Brände einzutauchen:

Wer einen Einblick in die Vorgänge einer „Working Whisky Distillery“ erhalten und gleichzeitig in die Welt dieses grandiosen Lebenswassers eintauchen möchte, sollte sich zu einem Whisky-Blending anmelden, um aus erster Hand vom Destillateurmeister alles über Pot-Still-Verfahren, New Spirit, Würze & Co. zu erfahren.

Ins Detail des Handwerks gehen Teilnehmer der Destillateur-Kurse. Über 6 Stunden hinweg wird von ersten Begriffserklärungen, der Zubereitung von Maische oder Würze bis hin zur Herstellung eines Likörs, ein ausführlicher, spannender Einblick in die Abläufe und Tätigkeiten innerhalb einer Destillerie ermöglicht.

Das Team um Geschäftsführer Steffi und Peter Klöckner freut sich, ihre Gäste zum Besucherprogramm der Destillerie begrüßen zu können. Dabei dürfen diese nicht nur ausgewählte, hochprozentige Schätze des Hauses probieren, sondern erhalten auch einen interessanten Einblick in die Abläufe in einer echten „Working Distillery“ – und natürlich entsprechend einem geprüften Hygiene-Konzept.

Das Programm ist für Einzelpersonen und Kleingruppen geeignet. Für größere Gruppen sind Termine flexibel buchbar. Alle Teilnehmer müssen sich aufgrund der derzeitigen Gegebenheiten rund um CoVid19 verbindlich anmelden.

Bevor ich es vergesse: das Bild zeigt Jonas Klöckner, Destillateurmeister und Young Craft Distiller 2021, im Warehouse der Birkenhof-Brennerei.

Zum Jubiläum wird Straubing elf Tage lang Bayerns Trachtenhauptstadt

Vom traditionellen Auszug mit mehreren tausend Teilnehmern bis hin zum Nostalgie-Festzelt, von handgemachter bayerischer Volksmusik bis hin zu einer eigenen Sonderschau zu Brauchtum, Tracht & Handwerk: Vom 12. bis 22. August ist Straubing gemütlicher und fröhlich-vergnügter Anziehungspunkt für Tracht- und Traditionsbegeisterte in Bayern und darüber hinaus.

Es war ein besonderes Kapitel in der Geschichte der niederbayerischen Stadt Straubing: Rund sieben Jahrzehnte lang war die Gäubodenmetropole im Mittelalter Hauptstadt des damaligen Herzogtums Straubing-Holland. Jetzt im August darf sich Straubing für elf Tage wiederum als Hauptstadt fühlen – als Zentrum von Tracht, Tradition und Brauchtum in Bayern. Das Gäubodenvolksfest gilt seit Jahren als beliebter Treffpunkt für alle, die Dirndl und Lederhosen lieben und urig, traditionell und zünftig feiern wollen. Einer der Hauptgründe: Das Gäubodenvolksfest mit seinen heute rund 1,45 Millionen Besuchern jährlich hat sich in seiner mehr als zwei Jahrhunderte währenden Geschichte stets den Urcharakter als Traditionsfest und als Treffpunkt der Niederbayern seine ursprünglichen Wurzeln erhalten.

Trachtenauszug am 12. August

Besonders beliebt bei den Besuchern des Gäubodenvolksfests, das vor genau 210 Jahren im Jahr 1812 erstmals als „Landwirtschaftliches Fest“ im Unterdonaukreis stattfand, ist traditionell der große Trachtenauszug am Eröffnungstag (12.8., ab 17.30 Uhr). Straubing ist bereits heute voller Vorfreude: Bis zu 3.500 Teilnehmer in mehr als 80 Trachten-, Tanz- und Musikgruppen, Festwägen, Pferdegespanne, Ochsen und Oldtimer werden nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause in diesem Jahr wieder erwartet. Ein Höhepunkt ist auch das Blasmusikkonzert der sieben Festkapellen am ersten Volksfestsonntag auf dem Festplatz nahe dem Riesenrad. (14.8., 10.30 Uhr).

Live-Vorführungen zahlreicher Trachtengruppen

Ein besonderes Schmankerl bietet der „Historische Bereich“ des Gäubodenvolksfests mit seinem Tag- und Abendprogramm. Tagsüber führen Trachtengruppen aus den unterschiedlichsten Trachtengauen jeweils um 11, 14 und 16 Uhr traditionelle Volkstänze, Plattler oder Goaßlschnalzer vor. Abends gibt es dort ein buntes und modernes Programm. Insgesamt bietet das Straubinger Volksfest über 27.000 Komfort-Sitzplätze in sieben Zelten sowie einen Vergnügungspark mit rund 130 Schaustellern von gemütlich-nostalgisch im „Historischen Bereich“ bis hin zu atemberaubend-spektakulär.

Volksfest-Schmankerl mit großer Tradition

Auf die Besucher warten Volksfest-Klassiker wie Ochse, Hendl und Ente vom Grill, Spanferkel, Schweinshaxen und Spießbraten, aber auch der „Steckerlfisch“. Forellen und Lachsforellen sind seit jeher besonders beliebt, weil sich Gräten leicht entfernen lassen. Viele der Essensstände sind seit Jahrzehnten Stammgäste, so wie die Fischbraterei Johann Mayer, die erstmals 1939 in Straubing auf dem Festplatz dabei war.

Sonderschau mit Fokus auf Tradition

In direkter Nachbarschaft zum Volksfest sind bei der „niederbayerischen Weltausstellung“ – der Ostbayernschau – bei freiem Eintritt vom 13. bis 21. August Tracht und Brauchtum in diesem Jahr einer der großen Schwerpunkte. Längst vergessene Handwerkstraditionen leben dort in diesem Jahr bei einer Sonderschau neu auf: Die Herstellung traditioneller Wachsstöckeln – kleine Kunstwerke und Dankesgaben – lässt sich dort erleben. Auch beim Anfertigen von Klosterarbeiten, beim Klöppeln oder bei der Herstellung der besonders filigranen Occhi-Spitzen können Interessierte dort über die Schulter schauen.

Mehr Informationen auch zum Rahmenprogramm während des Gäubodenvolksfests und der Ostbayernschau 2022 gibt es Internet unter www.gäubodenvolksfest.de und www.ostbayernschau.de. Das Bild wurde zur Verfügung gestellt von Fotowerbung Bernhard.

22. 7. – 24. 7. 2022: 150 Jahre Brauerei Schneider

Schneider Weisse feiert dieses Jahr sein 150-jähriges Jubiläum. Das ist Anlass für ein dreitägiges Festwochenende.

Es beginnt am Freitag, den 22. Juli ab 19 Uhr mit einem Kabarettabend mit Luise Kinseher und ihrem „best off“-Programm: „Die Kinseher kimmt!“ Luise Kinseher ist eine Vollblutschauspielerin, die ihre vielen maßgeschneiderten Rollen mit der gleichen Präzision beherrscht wie das Geplauder mit dem Publikum. Im Anschluss daran sorgen die Jungs von „Blechzipfl“ mit ihrer jungen, dynamischen und frechen Musik, für Stimmung. Na gut, die Band kenne ich nicht, aber die Brauerei Schneider preist sie auf diese Weise an. Das will ich jetzt mal einfach glauben . Tickets gibt es zum Preis von 25,00 Euro bei freier Platzwahl. Es lohnt sich also, nicht nur pünktlich, sondern auch früh zu erscheinen.

Der Samstag, der 23. Juli beginnt um 14:30 Uhr mit dem Kinderprogramm. Monique Snnenschein lädt die kleinsten Gäste in ihre bunte Welt ein, in ihr einmaliges Zauber-Mitlach-Theater.

Am Abend spielt die bayrische Band LaBrassBanda mit ihrem exklusiven Jubiläums-Live-Konzert auf. So wie Schneider Weisse als Erfinder bayerischer Weissbierkultur gilt, ist LaBrassBanda das Original in Sachen Pop-Brass aus Bayern. Die Chiemgauer Band um Stefan Dettl ist dafür bekannt, dass sie bei ihren energiegeladenen Auftritten ganze Bierzelte, Hallen und Openair-Bühnen auf den Kopf stellt. Einlass ist ab 19 Uhr.

Am Sonntag, den 24. Juli, geht es traditionell und typisch bayrisch um 10:30 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt los. Anschließend geht es in das Zelt am Ludwigsplatz, wo das Wochenende mit einem Weißwurstfrühstück sowie mit weiteren Schmankerln in geselliger Runde und musikalischer Untermalung, ausklingt. Mit dabei: die Koitaboch Musi aus Garmisch-Partenkirchen.

29. 7. – 31. 7. 2022: Bierbörse in Düsseldorf-Benrath

Vom 29. bis zum 31. Juli 2022 ist die Benrather Bierbörse in der Benrather Fußgängerzone geplant. Immerhin findet sie bereits zum 29. Mal statt. Zahlreiche Besucher werden wieder über Düsseldorfs Grenzen zur Benrather Bierbörse pilgern und ihre Aufmerksamkeit drei Tage lang Deutschlands liebstem Getränk widmen.

Seit nunmehr 28 Jahren ist die Bierbörse in Düsseldorf-Benrath beheimatet und ist nach der Opladener Bierbörse die zweitälteste Veranstaltung dieser Art in Deutschland. In der schönen Fußgängerzone und auf der Heubesstraße finden rund 35 Ausschank- und Speisegeschäfte Platz, welche den Gästen einheimische und außergewöhnliche Köstlichkeiten präsentieren. So kann jeder Besucher aus einer großen Palette von 500 verschiedenen Biersorten sein Lieblingsbier vor Ort genießen oder auch als Flaschenbier mit nach Hause nehmen.

Die Veranstaltungsfläche liegt nahe des weltberühmten Benrather Schlosses und bietet reichlich Platz für die liebevoll gestalteten Biergärten. Die ausgeprägte Gastronomie und die bekannte rheinische Gemütlichkeit bilden eine perfekte Grundlage für die Durchführung der Bierbörse in Düsseldorf-Benrath, die seit dem ersten Tag ihres langjährigen Bestehens zu einem Publikumsmagneten geworden ist.

Der Eintritt ist wie immer kostenfrei.

Ort der Veranstaltung:

Hauptstraße und Heubesstraße
40597 Düsseldorf-Benrath

Anfahrt:

Kostenfreie Park and Ride Parkplätze befinden sich direkt am S-Bahnhof, Parkhäuser ebenfalls in unmittelbarer Nähe der Veranstaltungsfläche. Aber wie immer ist es auch hier sinnvoll, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Mit der U-Bahn und Straßenbahn ist das Gelände einfach zu erreichen („Düsseldorf-Benrath“ oder „Urdenbacher Allee“). Beide Haltestellen befinden sich direkt an der Heubesstraße.

Öffnungszeiten:

Freitag: 11.00 – 23.00 Uhr
Samstag: 11.00 – 23.00 Uhr
Sonntag: 11.00 – 20.00 Uhr

27. 7. – 28. 7. 2022: Fête de la bière namuroise

Namur ist eine Stadt in der Wallonie wunderschön an der Maas gelegen und mit einer Zitadelle, die allein schon einen Besuch von Namur lohnt. Aber Namur ist mehr. Es ist auch eine Provinz und die Heimat von 17 Brauereien. Die Fête de la bière namuroise bietet die einzigartige Chance, diese Brauereien alle kennenzulernen. Und das (fast) direkt an der Maas. Viel schöner kann die 15. Auflage dieses Bierfestes fast nicht sein.

Selbstverständlich ist auch für musikalische Unterhaltung gesorgt. Am Samstag um 16:00 Uhr tritt Etienne Trouckens auf, am Sonntag um 15:00 Nashville Roots. Außerdem findet am Samstag ab 11:00 ein Mijole-Wettbewerb statt und am Sonntag um 16:00 Uhr wird der größte Gurkenkuchenesser gesucht (wobei das ein Contest ist, der meiner Meinung nach nicht wirklich erforderlich ist.

Die Veranstaltung findet sowohl am Samstag als auch am Sonntag von 11:00 Uhr bis 21:00 Uhr statt.Der Eintritt ist an beiden Tagen frei.

22. 7. – 24. 7. 2022: 25. Bonner Bierbörse

Vom 22. bis zum 24. Juli 2022 öffnet in den Bonner Rheinauen die Bierbörse, und das bereits in der 25. Auflage. Damit gehört die Bierbörse in Bonn zu den ältesten Bierbörsen, die noch stattfinden. Genauer gesagt findet die Bonner Bierbörse im Freizeitpark Rheinaue in Bonn-Bad Godesberg statt. Hier können die Besucher ihre Aufmerksamkeit drei Tage lang unserem Lieblingsgetränk widmen.

Die schöne Bonner Rheinaue verwandelt sich seit nunmehr 24 Jahren in Bonns größten Biergarten und mehr als 50 Bierverleger aus dem gesamten Bundesgebiet bieten jedes Jahr über 500 Biersorten aus aller Welt an. Die Auswahl erstreckt sich von Bayern über Kroatien bis hin nach Singapur und lässt die Herzen aller Bierliebhaber höherschlagen.

Die große Blumenwiese des ehemaligen Bundesgartenschaugeländes bietet zahlreichen Besuchern reichlich Platz sich in den großzügig errichteten Biergärten nieder zu lassen. Mit ihren Wäldern, Blumenbeeten sowie der großen Seelandschaft ist die Rheinaue bestens für die Durchführung der Bonner Bierbörse geeignet und gibt dieser eine typische, gemütliche Biergartenatmosphäre.

Auf das begleitende musikalische Bühnenprogramm wird in diesem Jahr verzichtet. Dies ist schlicht unter den derzeitigen Umständen nicht finanzierbar. Das wird der wunderbaren Atmosphäre in der Rheinaue aber keinen Abbruch tun, denn in den Biergärten untermalen der Biersorte und dem Herkunftsland angepasste Musikrichtungen die Gespräche der Gäste. Gemütliches Beisammensein in Biergartenatmosphäre steht hier klar im Vordergrund.

Der Eintritt ist für die Besucher kostenfrei.

Der Ort des Geschehens

Freizeitpark Rheinaue
Ludwig-Erhard-Allee
53175 Bonn

Auf der Ludwig-Erhard-Allee werden auf einer Spur kostenfreie Parkplätze für die Bierbörsenbesucher errichtet. Weitere teils kostenpflichtige Parkplätze befinden sich ebenfalls direkt am Freizeitpark Rheinaue. Aber – mal ganz ehrlich: bei so einer Veranstaltung ist die Anreise mit dem öffentlichen Personennahverkehr doch wohl sinnvoller und auch so einfach:

Die Bonner Bierbörse kann problemlos mit der U-Bahn erreicht werden (U-Bahn-Station „Rheinaue“) sowie mit den Buslinien 610 und 611.

15. 7. – 17. 7. 2022: 1. Bierbörse in Essen

Die älteren Leser werden sich jetzt eventuell wundern, weshalb ich hier von der 1. Bierbörse in Essen schreibe. Vor etlichen Jahren gab es doch schon einmal einige Jahre lang eine Bierbörse in Essen. Stimmt, aber diese Veranstaltung war auf dem Kaiser-Otto-Platz im Ortsteil Steele. Nachdem einige Jahre Pause war, diesmal nicht nur wegen Corona, startet die Bierbörse in der Ruhrgebietsstadt einen Neuanfang, diesmal aber in der Innenstadt auf dem Kennedyplatz. Daher ist es durchaus folgerichtig, mit der Nummerierung neu zu beginnen.

Somit feiert die Bierbörse also vom 15. bis zum 17. Juli 2022 ihre Premiere in Essen. Im Rahmen der Essener Bierbörse verwandelt sich der zentrale Kennedyplatz in den größten Biergarten Essens mit Bieren aus aller Welt und einem vielfältigen Angebot an Speisen. Rund 20 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet werden hier ihre Bierspezialitäten ausschenken. Da der Kennedyplatz in Essen recht groß ist und auch ansonsten auf der Bierbörse kein Programm geboten wird (die Eröffnung durch den Oberbürgermeister dürfte vermutlich der der ganz große Publikumsmagnet sein), wird vermutlich auch für eine ausreichende Zahl Sitzplatze gesorgt sein; Platz genug ist auf jeden Fall da.

Ort der Veranstaltung:

Kennedyplatz
45127 Essen

Öffnungszeiten:

Freitag: 15.00 – 24.00 Uhr
Samstag: 11.00 – 24.00 Uhr
Sonntag: 11.00 – 20.00 Uhr