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Kärntener sind in Trauer – Bier-LKW verliert seine ganze Ladung

Vermutlich war der LKW zu schnell durch einen Kreisverkehr gefahren, so dass die Ladung verrutschte. Kurz darauf verlor der LKW der Brauunion im Norden von Wolfsberg seine gesamte Ladung. So weit ist das ein Unfall, wie er fast jede Woche irgendwo im deutschsprachigen Raum passiert. Nun sind die Österreicher aber große Bierliebhaber, mehr noch als die Deutschen. So wurde der Tod Hunderter Flaschen Bier betrauert, indem die Konsumenten aus Kärnten am Unfallort Kerzen und Kreuze aufstellten.

Die Kleine Zeitung schickte einen Reporter an die Unglückstelle und veröffentlichte auch zwei Bilder von dort. Aus diesem Artikel habe ich auch die Informationen für diesen Beitrag entnommen.

7. 10. 2022: ErnteTankFest in Wien-Ottakring

Frischer geht es kaum. Erstmals findet am 7. Oktober in der Ottakringer Brauerei das Ottakringer ErnteTankFest statt. Die Familienbrauerei lädt dabei alle Bierliebhaber ein, das beliebte Ottakringer Bier direkt aus dem Lagertank zu genießen. Die Veranstaltung beginnt ab 16 Uhr und der Eintritt ist kostenfrei.

Neben den Ottakringer Bierspezialitäten rundet ein buntes Programm das Fest ab: Food Trucks, BBQ, Modern Brass Music und geselliges Beisammensein am Brauerei-Vorplatz, bevor gegen 20 Uhr indoor in der hauseigenen Eventlocation „Alte Technik“ die Liveband SKOLKA sowie das anschließende DJ-Line-Up rund um KSOT/SOUNDSYSTEM für reichlich Stimmung bis in die Früh sorgen werden.

Mit dem neuen Eventformat zeichnet sich Ottakringer einmal mehr als lebendige Erlebnisbrauerei aus und bietet den Wienern ein neuartiges, bieriges Format für Genuss und Freude an.

Tankbier lebt von Frische, kurzen Wegen und ressourcenschonender Distribution. Als ein führender Gastronomie-Partner in Wien liefert Ottakringer sein Tankbier mittlerweile an über 30 Betriebe, die Nachfrage am Tankbier-Genuss steigt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ottakringerbrauerei.at.

Wann:

7. 10. 2022 ab 16:00 Uhr

Wo:

Ottakringer Brauerei
Ottakringer Platz 1
1160 Wien

Am 30. 9. 2022 ist Brausilvester und Tag des österreichischen Bieres

Bier ist ein Getränk mit Historie – geht die Geschichte des Gerstensaftes doch mehrere Jahrtausende zurück. Nicht zuletzt die Österreicher verbinden damit heute wie früher ein Stück Kultur – 86 Prozent der Österreicher bewerten Bier laut aktuellem, noch unveröffentlichten Bierkulturbericht als wichtig für die Getränkekultur in Österreich. Kein Wunder, dass auch knapp zwei Drittel der Österreicher (61%) regelmäßig, also mindestens mehrmals pro Monat, zu diesem Getränk greifen.

Gabriela Maria Straka, Director Corporate Affairs und ESG Sustainability bei der Brau Union Österreich, erklärt: „Heutzutage ist Bier – in seiner ganzen Bandbreite an Sorten, zunehmend auch ohne Alkohol, ganzjährig nicht aus dem Alltag der Österreicher wegzudenken. Bis vor rund 180 Jahren gab es allerdings eine bierige Sommerpause: Bevor Anton Dreher das Lagerbier erfand und damit ausgehend von der Brauerei Schwechat eine bierige Revolution auslöste, konnte temperaturbedingt nur zwischen Ende September und Mitte April gebraut werden. Darauf gehen die Feierlichkeiten zum Brausilvester zurück – heute wird am 30. September auch der österreichische Tag des Bieres gefeiert.“

Brautradition und bierige Zukunft

Solange die Tradition des Bieres zurückgeht und so verdienstvoll sie ist, ist doch auch bereits der Weg in eine bierige Zukunft geebnet – die sich unter anderem durch Nachhaltigkeit auszeichnet. „Als größtes Brauereiunternehmen Österreichs ist sich die Brau Union Österreich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung bewusst und ist bestrebt, eine nachhaltige Bierkultur zu schaffen. Dank unserer erfahrenen Braumeister sowie langjähriger Partner haben wir es in der Brau Union Österreich geschafft, bereits an drei Standorten CO2-neutral zu brauen und ausschließlich erneuerbare Energie zu verwenden: in der Brauerei Göss in Leoben, in der Brauerei Schladming und in der Vorarlberger Brauerei Fohrenburg. In Schwechat und Puntigam/Graz werden ganze Stadtteile mit der biogenen Abwärme aus der Bierproduktion beheizt. Ein weiteres innovatives Energieversorgungskonzept, das als Beispiel auch für andere Branchen dienen kann und soll“, erläutert Gabriela Maria Straka.

Wertschöpfung, Tradition und Regionalität im Bierglas

Straka: „Gut, dass es eine regionale Biervielfalt mit insgesamt über 1.000 Bieren im Land gibt. Diese verdanken wir einer hohen Brauereidichte. Die neun Brauereien der Brau Union Österreich sind im ganzen Land verteilt, um rund 2.700 regionale Arbeitsplätze zu schaffen und Wertschöpfung in Form von Investitionen in die Standorte und Steuern wie die Biersteuer in die Staatskasse zu spülen. All das, noch bevor die Österreicherinnen und Österreicher ihr Bier überhaupt genießen können. Zudem werden Dreiviertel des Beschaffungsvolumens, von Rohstoffen über Verpackungsmaterialien bis zu Dienstleistungen, direkt aus Österreich bezogen.“

Denn auch was die Rohstoffe angeht ist Bier ein traditionelles Lebensmittel: Hopfen und Gerste sind althergebrachte, wertvolle Rohstoffe, die in Österreich gedeihen und zu einem Gutteil in die österreichischen Bierspezialitäten wandern. Das ist mit ein Grund dafür, dass zu regionalen Bieren gegriffen wird: 63 Prozent der Österreicher sehen den Vorteil, dass regionale Biere auch mit regionalen Rohstoffen gebraut werden. Auch die Unterstützung der regionalen Wirtschaft und heimischen Bauern wird den regionalen Bierspezialitäten zugutegehalten (79%), ebenso wie die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen (78%) und die Umweltfreundlichkeit durch weniger Transportwege etc. (78%).

Aufgrund all dieser Argumente sagen 70 Prozent der Befragten in der Studie zum österreichischen Bierkulturbericht, dass sie regionales Bier sehr gern oder eher gern konsumieren, sogar 80 Prozent erachten es als wichtig für die heimische Bierkultur. Dies wurde durch die Corona-Pandemie sogar noch verstärkt: 34 Prozent der Landsleute geben an, bei Bier noch stärker als vor der Pandemie auf die regionale Herkunft zu achten.

4. 11. – 6.11. 2022: Craft Beer Event in der Messe Bremen

„Auch Wasser wird zum edlen Tropfen, mischt man es mit Malz und Hopfen“, reimt der Volksmund. Davon können sich die Besucher beim Craft Beer Event in der Halle 3 der MESSE BREMEN überzeugen. Von Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. November 2022, versammeln sich handwerklich arbeitende Brauereien, um das Publikum für gepflegte Biere zu begeistern. Für die gute Grundlage vor dem Griff zum Glas gibt es in der ÖVB-Arena und der Halle 2 sowie vor der Halle 3 ein breites gastronomisches Angebot.

In der Messehalle 3 können sich Besucher von der Kreativität und dem Können der Brauer und Brauerinnen überzeugen. Das fängt schon bei manchen Namen der Biere an – wie „Margin Call“, „Naked Shorts“, „Hanseat 2.0“ oder „Hollands Hoffnung“. Auch wenn viele Gerstensäfte schlichter heißen – Craft-Beer-Fans werden mit Sicherheit auf Biere stoßen, die sie überraschen. Viele Konsumenten dürften zum Beispiel schon einmal Belgisches Quadrupel oder Imperial Smoked Porter getrunken haben. Derartige Biere finden Sie an einem niederländischen Gemeinschaftsstand in der Halle.

Groß raus kommen im Übrigen diesmal die Brauer-Azubis. Sie gestalten mit ihrem Lehrer, Boris von Schaewen erneut einen Stand mit diversen Informationen. Die Bremer Union Brauerei wiederum braut im Vorfeld der Messe mit ihren Auszubildenden ein spezielles Messebier.

Das Craft Beer Event findet zum siebten Mal als Teil der Genussmesse FISCH&FEINES statt. Hier spielen von jeher Fisch und Meeresfrüchte eine Hauptrolle. Eine besondere Attraktion: Am Messesonntag ersteigern Interessierte um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr fangfrische Schollen und andere Fischarten zu günstigen Preisen.

Fleischliebhaber aber werden ebenfalls nicht enttäuscht – beispielsweise können sie erstmals Biltong kosten. Das Trockenfleisch stammt nicht wie das Original aus Südafrika, sondern von artgerecht gehaltenen Rindern in Nordwestdeutschland. Auch Gemüse, Käse, Gewürze und Feinkost wie Chutneys, Senfe oder Saucen sind in großer Auswahl zu haben – und auch Limonaden und Säfte, Weine und Hochprozentiges. Was alle Produkte eint: Sie sind überwiegend handwerklich hergestellt und haben eine strenge Qualitätsprüfung durchlaufen. „Das unterscheidet uns von vergleichbaren Messen im Norden“, sagt Julia Schröder, Projektleiterin bei der Messe Bremen.

Für Stammgäste der Genussmesse vielleicht besonders interessant sind die zahlreichen neuen Angebote. Noch immer ungewohnt: Lebensmittel aus Insekten, die wegen ihres hohen Proteingehalts als wichtige Nahrungsquelle der Zukunft gelten. Erstmals sind in Bremen getrocknete Wanderheuschrecken oder Mehlwürmer als Crunch-Topping für Eiskreationen zu kosten oder eine Streichwurst aus Grillen nach Art der Pfälzer Leberwurst.

Mehrwert durch das Messetrio

Zeitgleich finden in den benachbarten Hallen die Messen ReiseLust und CARAVAN Bremen statt. Das gemeinsame Ticket kostet online ab Mitte September 11 Euro, ermäßigt 9,50 Euro. Vor Ort sind 13 Euro zu zahlen, ermäßigt 11,50 Euro. Freitag ab 15 Uhr kostet der Eintritt online 5 Euro, vor Ort 7 Euro. Für das Craft Beer Event gibt es ein Solo-Ticket inklusive Probierschluck zum Preis von online 5,00 Euro, vor Ort 7 kostet das Ticket 7,00 Euro. Es gilt Freitag und Samstag von 18 bis 22 Uhr.

Weitere Infos finden Sie online unter www.fisch-feines.de.

Hier die Eckdaten noch einmal in Kürze:

Datum: Freitag bis Sonntag, 4. bis 6. November 2022

Öffnungszeiten: Craft Beer Event: Freitag 12 bis 22 Uhr, Samstag 10 bis 22 Uhr, Sonntag 10 bis 18 Uhr

FISCH&FEINES: Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr

Ort: MESSE BREMEN, ÖVB-Arena und Halle 2 und 3

Preise: Der Eintritt kostet online gebucht 11 Euro (ermäßigt 9,50 Euro), vor Ort 13 Euro (ermäßigt 11,50 Euro). Das Ticket gilt auch für die beiden zeitgleichen Messen ReiseLust und CARAVAN Bremen und kann online erworben werden.

Fünftes Craft Brauer Festival von Maisel & Friends

Viel war geboten am 9. und 10. September bei Maisel & Friends in Bayreuth. Bierbegeisterte und Feierlustige erfreuten sich nicht nur an Bierspezialitäten elf nationaler und internationaler Brauereien, sondern auch an der Live-Performance fantastischer Artists, leckerem Essen und ausgelassener Stimmung.

Das erste Festival nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause – und dann gleich ein so spektakuläres. Mit dem Craft Brauer Festival zeigten Maisel & Friends auch 2022 wieder, welche Vielfalt moderne Bierspezialitäten bieten. Appetit ließ sich holen mit dem Äbbeltizer von Kuehn Kunz Rosen aus Mainz, bei Synde Bräu aus Leipzig kam nicht nur Ost-, sondern auch Südwind auf beim Probieren der gleichnamigen Biere. Hell and Back ging es mit dem so benannten hellen Lager von Zenglein Craft aus Haßfurt. Aus England konnten die Besucher u.a. ein Organic Chocolate Stout von Samuel Smith’s Brewery probieren und auch aus Schweden (Hyllie Bryggeri), München (True Brew Brewing Co.), Reckendorf (BroBier Brewing), Berlin (Unverhopft) und Italien (Birra del Bosco) gab es feine Kreationen. Außergewöhnlich wurde es bei Finix Brewing Co., ebenfalls aus Italien: Hier hatte der Braumeister mit dem Bier Oachakatzlschwoaf eine Bierkreation im Gepäck, die mit Speck, Sauerkraut und Knödeln gebraut wurde. Doch nicht nur das Handwerk des Brauens bekam am vergangenen Wochenende eine Bühne – auch das Kunsthandwerk begeisterte die Gäste aus nah und fern. Graffiti- und Tattoo-Artist Djoels aus Belgien und der französische Urban Art Künstler Seth Globepainter zeigten eindrucksvoll ihr Talent auf Leinwand und Hauswand. Das Duo In Motion sorgte mit beeindruckenden Tanzeinlagen für Staunen im Publikum. Auch kulinarisch wurden die Besucher bei Maisel & Friends gut versorgt. Für Gaumenfreuden sorgten das Liebesbier Restaurant und der prämierte Foodtruck von Jack’s Tasty. Dass bei diesem Programm eine ausgelassene Stimmung nicht auf sich warten ließ, mag wohl kaum überraschen. Für die musikalischen Festivalvibes sorgten gemütliche Palettenmöbel, Lichterketten, Pagodenzelte und nicht zuletzt feine Beats verschiedener DJs.

Ein besonderes Special gab es in diesem Jahr am Stand der Gastgeber Maisel & Friends zu entdecken: Noch vor Release gab es den diesjährigen Hopfenreiter exklusiv vom Fass zu probieren. Der besondere Freundschafts-Sud entstand 2022 bereits zum siebten Mal und konnte beim Festival Fans und Neuentdecker gleichermaßen begeistern. Gemeinsam mit fünf befreundeten Brauereien, die zum Teil auch im Rahmen des Craft Brauer Festivals ihre Biere ausschenkten, haben die Maisel & Friends Braumeister das limitierte und begehrte Double-IPA auch dieses Jahr wieder gebraut. Seit 2016 laden Maisel & Friends immer andere nationale und internationale Brauereien ein, die eine für sie besondere Hopfensorte zum Brautag mitbringen. Da sie diese selbst bestimmen, riecht und schmeckt das Double-IPA jedes Jahr anders – und begeistert seine Fangemeinde immer wieder aufs Neue. Mit dabei waren 2022 mit der Hopfensorte Monroe die Mainzer Brauerei Kuehn Kunz Rosen, True Brew Brewing Co. aus München mit dem Hopfen HBC 431 und Braukollektiv aus Freiburg mit HBC 630. Auch internationale Gäste waren wieder mit von der Partie: Aus England kam der Hopfen Jester von Samuel Smith’s Brewery, aus Nachbarland Tschechien fand der Hopfen Simcoe von Pivovar Zichovec seinen Weg in den Freundschafts-Sud. Mit freundlicher Unterstützung von Hopsteiner steuerte Maisel & Friends den Hopfen Solero bei. Seit dem 13. September ist das streng limitierte Double-IPA im Maisel & Friends Online-Shop und dem Bier-Shop in Bayreuth erhältlich. Wer noch nicht beim Festival zugeschlagen hat, dem kann ich nur raten, schnell zu sein. Inn den letzten Jahren war das beliebte Limited-Bier immer bereits nach kurzer Zeit ausverkauft.

Die deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer ist beendet

Seit einigen Jahren führt die Störtebeker Brauerei in Stralsund in jedem Jahr die Deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer aus. Nach eigenen Angaben ist dies der größte Hobbybrauerwettbewerb in Deutschland. In diesem Jahr wurden etwa 150 Biere eingereicht. In einer Vorauswahl wurden zehn mögliche Gewinner ermittelt, von denen gestern und heute jeweils fünf der Finalisten ihr Bier auf der DrinkTech in München ihr Bier vorgestellt haben. Ich war nur heute auf der Messe, weshalb ich nur die fünf Hobbybrauer vorstellen kann, die heute auf dem Stand vertreten sind. Aber eines muss ich wirklich feststellen: ich habe die deutschen Hobbybrauer unterschätzt. Heute wurden einige Biere vorgestellt, die ich in dieser Qualität und Originalität nicht erwartet habe. Meine Erwartung war, dass recht gute Biere vorgestellt werden, die sich auch in jedem Craft Beer-Handel gut machen würden, aber nicht mehr. Was mir serviert wurde, war Kreativität vom Feinsten, also Biere, die sich vermutlich kommerziell nicht brauen ließen oder nur zu einem Preis, der sich im Handel nicht durchsetzen ließe. Aber im Einzelnen:

Florian Erdel stammt aus Baden und stellte sein Dry Hopped Sour vor. Dabei handelt es sich nicht um ein mit Brettanomyces gebrautes Bier. Nein. Er hat sein Bier mit Brettanomyces gebraut, es dann aber im Rotweinfass drei Jahre lang reifen lassen. Aber auch das war ihm nicht genug. In jedem Jahr hat er einen Teil des Bieres abgelassen (ob er es getrunken oder für eine andere Kreation verwendet hat ist mir nicht bekannt) und hat das Fass wieder mit einem frischen Bier aufgefüllt. Dieses Verfahren kenne ich sonst nur von der Balsamico-Herstellung. Dieser Aufwand hat sich aber auch auf die Qualität des Bieres übertragen. Florian ist ein Belgier, gefangen im Körper eines Badeners.

Patrick Hellweg und Michael Wenske nennen sich Yeast’sc Pride und Hefezüchter und stellten heute ihr mit wilder Hefe gebrautes Triple IPA vor. Selten habe ich ein so vollmundiges IPA getrunken. Es war auch nicht „totgehopft“, sondern auch das Malz und vor Allem die Hefe kamen zu ihrem Recht. Ganz ehrlich – ich würde mich nicht trauen, mit wilder Hefe ein IPA zu brauen. Mit diesem Bier haben die Jungs den 3. Platz errungen.

Andy Langer stellte sein Brown Ale vor. Dabei handelte es sich um ein wirklich gutes Brown Ale, bei dem ich allerdings keine herausstehende Besonderheit feststellen konnte. Ich würde es aber durchaus gerne noch einmal trinken.

Borchard&Senger stellte seinen Maibock vor. Er hat sogar einen Namen: Marge Simpson Maibock. Die Besonderheit an diesem Bier ist, dass die Würze geteilt wurde. Ein Teil wurde vergoren und anschließend mit Vanille gestopft, während der andere Teil mit Simcoe-Hopfen und Spirulina vergoren wurde. Na gut, die Besonderheit kommt erst noch. Der erste Teil des Bieres wird ins Glas eingegossen und erzeugt praktisch keinen Schaum. Der Schaum kommt mit dem zweiten Teil des Bieres, mit dem mit Spirulina gebrauten Teil, das vorsichtig darüber gegossen wird und den für Marge Simpson typischen Blauton hat. Bei all diesem Aufwand bleibt aber der Charakter eines Maibock erhalten. Für diese absolut originelle Bierkreation haben die beiden den zweiten Platz gewonnen.

Dirk Beuchel, besser bekannt als DeBauerBrauer, stellte sein Mango-Quitte Ale vor. Dabei handelt es sich um ein sehr fruchtiges Ale, das mit den beiden im Namen aufgeführten Früchten gebraut wurde. Eine angenehme Fruchtsüße ist vorhanden, die aber nicht aufdringlich wird. Vor Allem wirkt die Frucht nicht künstlich, sondern eher so, als wenn ich in eine Mango beiße und noch den Geschmack von Bier im Mund habe. Von der Quitte konnte ich den Geschmack bestenfalls ahnen. Hätte ich nicht gewusst, dass in diesem Bier Quitte verbraut wurde, wäre ich nicht darauf gekommen. Überrascht hat aber etwas anderes: Ich habe die Mango deutlich herausgeschmeckt, während andere Besucher des Standes ausschließlich die Quitte schmeckten.

Den ersten Preis und damit den Titel des Deutschen Meisters der Hobbybrauer konnte das Team von Hexenbräu mit nach Hause nehmen.

Gold Ochsen feiert 425jähriges Jubiläum

Es gibt nur wenige Unternehmen, die auf eine 425jährige Tradition zurückblicken können. Die Brauerei Gold Ochsen in Ulm hat es geschafft. Im Jahr 1597 gründete der Wirt Gabriel Mayer in der Ulmer Herdbruckerstraße die Brauerei Gold Ochsen. Seitdem ist der Werdegang des Unternehmens, das sich seit 1867 im Besitz der Familie Leibinger befindet, fest mit der Ulmer und Neu-Ulmer Stadtgeschichte verbunden. Anlässlich des 425. Jubiläums gratulierte IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Engstler-Karrasch am 9. Juni 2022 im Namen der Industrie- und Handelskammer Ulm. Sie überreichte Ulrike Freund (geborene Leibinger), die seit 1991 die Traditionsbrauerei leitet, die Jubiläumsurkunde. Zu den Ehrengästen des in der Brauerei ausgerichteten Festakts gehörten u.a. Katrin Albsteiger, Oberbürgermeisterin der Stadt Neu-Ulm, Gunter Czisch, Oberbürgermeister der Stadt Ulm, sowie Ivo Gönner, Ulmer Oberbürgermeister von 1992 bis 2016.

Dass dieses 425. Jubiläum etwas ganz Besonderes ist, stellte Petra Engstler-Karrasch bei der Urkundenübergabe klar heraus. Damit gehöre die Brauerei Gold Ochsen laut der IHK-Hauptgeschäftsführerin in jedem Fall zu den ältesten Unternehmen der Region – eine Leistung, die große Anerkennung verdiene. Die erfolgreiche Unternehmensgeschichte führte Ulrike Freund in ihrer eigenen Rede auf den Dreiklang von Leidenschaft, Verantwortungsbewusstsein und Durchsetzungsvermögen zurück. „In diesen 425 Jahren musste die Brauerei viele Talsohlen durchschreiten und etliche wirklich große Herausforderungen meistern. Um den sich immer wieder in den Weg stellenden Widrigkeiten zu trotzen, war stets ein enorm hohes Maß an Beharrlichkeit und Mut erforderlich.“ In dem Zusammenhang dankte Ulrike Freund nicht nur den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Brauerei, sondern auch den vielen Unterstützern außerhalb des Unternehmens. „Wir können heute auf ein Gemeinschaftswerk zurückblicken, das zu Recht stolz macht“, betont Freund. Die Verbundenheit der Brauerei mit der Region wurde in der Vergangenheit nicht zuletzt durch das große kulturelle und soziale Engagement immer wieder deutlich. Und so nutzte Ulrike Freund auch diesen Anlass und überreichte Katrin Albsteiger und Gunter Czisch jeweils einen Spendenscheck für eine in der Ulmer bzw. Neu-Ulmer Bürgerschaft verankerte Organisation. 4.250 Euro gehen an die Ulmer Bürger Stiftung. Über die gleiche Summe kann sich die Stiftung Neu-Ulm – Helfen mit Herz freuen.

Brauereifest im Herbst

Die am 9. Juni erfolgte Urkundenübergabe markiert den Startpunkt weiterer Jubiläumsfeierlichkeiten seitens der Brauerei Gold Ochsen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für ein großes, zweitägiges Fest am Unternehmensstandort im Veitsbrunnenweg auf Hochtouren. Dieses soll Anfang Oktober stattfinden, wie Ulrike Freund bereits verrät. „Dass wir seit 425 Jahren für Ulmer Brautradition einstehen können, verdanken wir nicht zuletzt den Menschen der Region, die unser Bier seit jeher zu schätzen wissen. Somit ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, das 425. Jubiläum auch gemeinsam mit ihnen zu feiern“, so die Geschäftsführerin. Details zu den Planungen folgen in Kürze.

Über die Brauerei Gol Ochsen:

1597 wird die „Wirtschaft und Rechte Herberge“ erstmals als „Brauerei zum Goldenen Ochsen“ in der Ulmer Chronik erwähnt. Seit diesem offiziellen Gründungsjahr hat sich viel getan. Was vielen anderen Brauereien der Münsterstadt nicht vergönnt war, ist dem Unternehmen gelungen: Es steht nach wie vor als Inbegriff für Ulmer Tradition und die Biere genießen mit Fug und Recht weit über regionale Grenzen hinaus Bekanntheit. Dass sie dabei auch dem nationalen und internationalen Vergleich Stand halten, beweisen zahlreiche Auszeichnungen wie beispielsweise die wiederholten Prämierungen beim World Beer Cup. Daran zeigt sich nicht zuletzt, dass der goldene Ochse, der seit jeher Kraft und Ausdauer symbolisiert, als Wappentier von Anfang an seine Berechtigung hatte.

Vor allem das Engagement der Leibingers ist eng mit der Entwicklung der Brauerei verknüpft: Am 5. Oktober 1867 erwirbt Johann Michael Leibinger für seine Söhne Paul und August Leibinger alle Baulichkeiten und sämtliches Inventar für die Summe von 130.000 Gulden. Schon ein Jahrzehnt später nimmt deren Vision einer Großbrauerei konkrete Züge an. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Um der hohen Nachfrage nachkommen zu können, zieht die Brauerei 1897 in den Veitsbrunnenweg.

Am neuen Stammsitz, der bis heute Bestand hat, wird das Fundament für einen Brauereialltag auf Höhe der Zeit gelegt. Nicht nur das Sudhaus setzt mit einer Braukapazität von 66.000 Hektolitern in der damaligen Zeit ganz neue Maßstäbe. Viele der Technologien – wie beispielsweise die brauereieigene Kühlmaschine – sind so modern, dass sie bis ins neue Jahrtausend hinein genutzt werden können.

Auch August Leibinger III., der 1930 ins Unternehmen einsteigt und 1940 die Geschäftsführung übernimmt, setzt voll und ganz auf Modernisierung und führt die Brauerei souverän durch die harten Kriegsjahre. 1960 werden mit der Gründung der Ulmer Getränke Vertrieb GmbH als Tochtergesellschaft der Brauerei entscheidende Weichen für die Zukunft des Unternehmens gestellt.

Die Fortführung des Lebenswerks von Vater August III. stellt für Ulrike Freund, die 1991 die Geschäftsführung übernimmt, bis heute eine Selbstverständlichkeit dar. In den letzten 30 Jahren hat sie das Unternehmen entscheidend geprägt.

Was kostet mein Bier im Stadion?

Wenn Sie am Wochenende ins Stadion gehen, kommen jedes Mal erhebliche Kosten auf Sie zu. Damit meine ich jetzt nicht den Eintritt oder die Reisekosten, sondern irgendwie gehört das Bier in der Pause doch auch dazu. So ganz billig ist das Bier nirgendwo, auch wenn es nicht so teuer ist wie auf dem Oktoberfest. Das Webportal 90min.de hat die Preise kürzlich in den Stadien abgefragt. Hier sind sie nun, sortiert von preiswert nach teuer:

  • VfL Wolfsburg: 4,30 Euro
  • VfL Bochum: 4,30 Euro
  • VfB Stuttgart: 4,50 Euro
  • Hertha BSC: 4,50 Euro
  • FC Augsburg: 4,50 Euro
  • M’Gladbach: 4,50 Euro
  • Union Berlin: 4,50 Euro
  • SC Freiburg: 4,60 Euro
  • Schalke 04: 4,60 Euro
  • Bayer Leverkusen: 4,60 Euro
  • TSG Hoffenheim: 4,70 Euro
  • RB Leipzig: 4,70 Euro
  • BVB: 4,70 Euro
  • Eintracht Frankfurt: 4,70 Euro
  • 1. FC Köln: 4,90 Euro
  • Werder Bremen: 4,90 Euro
  • Mainz 05: 4,90 Euro
  • FC Bayern: 5,50 Euro

Ein Bisschen Oktoberfest für Zuhause: fünf Wiesnwirte verraten, was es bei ihnen zum Bier gibt

In etwa einer Woche ist es so weit: nach zweijähriger Corona-Pause startet auf der Wiesn das Oktoberfest 2022. Vermutlich ist es das größte Bierfest Deutschlands, auch wenn es während dieses Events mehr auf die Quantität des Biers als auf den Guten und ausgefallenen Geschmack ankommt. Auch von der festen Nahrung auf der Wiesn habe ich bislang nicht viel Gutes gehört. Im Fernsehen habe ich immer nur halbe Hähnchen, Haxen oder den Ochsenbraten gesehen. Jetzt hat die Paulaner-Brauerei eine Pressemitteilung veröffentlicht, in der fünf Wiesn-Wirte verraten, mit welchem Gericht sie das Wiesn Bier am liebsten kombinieren. Die entsprechenden Rezepte werden zum Nachkochen gleich mitgeliefert, was für mich ein Grund ist, diese Pressemitteilung zu veröffentlichen.

Aus dem Paulaner Festzelt: Vegane „Currywurst“ (aus Ackerbohne und Erbse) mit scharfer Soße, Röstzwiebel und Risolee-Kartoffel

das Lieblingsgericht von Arabella Schörghuber

Zutaten (für 4 Personen):

Vegane „Currywurst“:

  • 2-4 EL Paulaner Bier
  • 3 EL Rapsöl zum Braten
  • 3 TL Karotte
  • 2 TL Mais
  • 1 TL Lauch
  • 4 EL Erbenprotein (Erbsen)
  • 4 EL Ackerbohnenprotein (Ackerbohne)
  • 1-4 TL Johannisbrotkernmehl
  • 1 EL Essig
  • 1 EL Apfel
  • 1 EL Zwiebel
  • 1 TL Knoblauch
  • 2 TL Jalapeño
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 TL Knoblauch
  • 1 TL Chili
  • 1 TL Paprika

Risolee-Kartoffel:

  • 20 Kleine Kartoffeln
  • 20 ml Olivenöl
  • 1 TL gehackte Petersilie
  • 1 TL gehackter Schnittlauch

Scharfe Soße:

  • 500 ml Bio Ketchup
  • 100g Bio-Apfelmus
  • 1 TL Pfeffer weiß, gemahlen
  • 1 TL Curry-Pulver
  • 120g Paprika-Stücke
  • 1 TL Knoblauch
  • 2 TL Balsamico dunkel
  • 250g Gemüse-Brühe
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Sambal Oelek

Röst-Zwiebel:

  • 2-3 weiße Zwiebeln
  • 150g Mehl
  • 60g Paprikapulver
  • 2 TL Salz
  • Frittierfett oder Frittieröl
    (je nach Bedarf)

Gewürzmischung:

  • 2 EL Cur4ry-Pulver
  • 2 EL Paprika-Pulver
  • 2 EL Ingwer-Pulver
  • 2 EL Cayennepfeffer

Rezept von Tobias Bosch

Zubereitung:

Alle Zutaten für die vegane „Currywurst“ in die Küchenmaschine geben und nach und nach zu einer Masse zerkleinern. Dann das Verdickungsmittel dazugeben und fertig abschmecken. Tipp: Am Verdickungsmittel nicht sparen! Dann ca. 100g der Masse zu einer „Currywurst“ formen und in etwas Rapsöl rundherum knusprig in einer Pfanne anbraten.

Die Risolee-Kartoffeln schälen und leicht bissfest kochen. Dafür das Wasser salzen. Tipp: Eine Jalapeño verleiht dem Wasser eine

Grundschärfe!

Für die Soße die Paprika-Streifen in etwas Rapsöl anbraten, mit Curry-Pulver bestäuben, mit etwas Gemüse-Brühe ablöschen, dann die anderen Zutaten dazugeben und unter ständigem Rühren so lange kochen bis die Paprika noch etwas Biss hat. Fertig abschmecken und die Temperatur reduzieren.

Für die Röstzwiebeln einen Topf oder eine Fritteuse mit dem Fett oder Öl füllen und auf ca. 160° Celsius vorheizen. Die Zwiebeln in dünne Scheiben (ca. 2-3 mm) schneiden, mit Mehl und PaprikaPulver bestäuben und in dem heißen ÖL oder Fett goldbraun ausbacken. Auf etwas Küchenpapier abtropfen lassen und leicht nachsalzen.

Um dem Gericht zusätzlichen Pepp und Schärfe zu verleihen, vermischen wir Curry-, Paprika-, Cayennepfeffer und etwas IngwerPulver und geben es in einen Sieb-Streuer. Zum Schluss alle Bestandteile auf einem Teller nach Belieben anrichten, die Gewürzmischung über die vegane „Wurst“ mit der Soße streuen und fertig ist die etwas andere „Currywurst“ – und das ganz ohne Fleisch.

Aus dem Hacker-Festzelt: Rindertatar

das Lieblingsgericht von Thomas Roiderer

Zutaten (pro Person):

  • 200 g gewolfte Ochsenoberschale (Alternative: Rinderoberschale)
  • 2 TL fein gehackte Rote Zwiebeln
  • 2 TL geschälte und fein gehackte Essiggurke
  • 1/2 TL fein gehackte Kapern
  • 1-2 Eigelbe (je nach Größe)
  • 1-2 frische Stängel Petersilie

Zubereitung:

Zum Würzen (je nach Belieben) Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß, Rosenpaprika, Chilipulver, Senf, Ketchup. Alle Zutaten gründlich miteinander vermengen, nach Belieben würzen, gründlich abschmecken – fertig!

Anschließend das Tatar auf einem Teller anrichten und mit einem Stängel Petersilie garnieren. Dazu passt wunderbar frisch geröstetes Bauernbrot.

Zutaten (pro Person)

Aus dem Kufflers Weinzelt: Steak Frites | Zarte Steaks von Lämmern aus Freilandhaltung vom Gut Polting in Niederbayern mit knusprigen Pommes frites, Ratatouille und Kräuterbutter

das Lieblingsgericht von Sebastian Kuffler

Rezept von Freddy Gutierrez

Zutaten (für 4 Personen):

Steaks:

  • 8 Medaillons à 90 – 100 Gramm aus der Keule bzw. aus der großen und kleinen Nuss (Idealerweise aus Freilandhaltung)
  • 1 Knoblauchzehe, ungeschält und angedrückt
  • 1 Rosmarinzweig
  • Etwas Olivenöl und einige Butterflocken

Ratatouille:

  • Je 1 rote und gelbe Paprika, in kleinen Würfeln
  • 1 Zucchini, in kleinen Würfeln
  • 1 Aubergine, in kleinen Würfeln
  • 1 Zwiebel, gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 Dose stückige Tomaten
  • Rosmarin, Salz, Pfeffer
  • Nach Belieben: Chili, Kreuzkümmel, Zitronenabrieb

Zubereitung:

Lammsauce

Sie können ohne weiteres ein gutes Fertigprodukt aus dem Glas verwenden. Falls Sie die Sauce in größerer Menge selbst zubereiten möchten, rösten Sie Lammknochen und -Abschnitte kräftig an, geben grob zerkleinertes, gewaschenes Röstgemüse dazu (Sellerie, Zwiebeln, Karotten) sowie etwas Tomatenmark dazu. Alles darf gut Farbe nehmen!

Nun löschen Sie mit Gemüse- oder Fleischbrühe, am besten sogar mit Lammfond aus dem Glas, ab. Lassen Sie die Sauce nun etwa zwei Stunden köcheln und dabei reduzieren, dann passieren Sie sie durch ein feines Sieb und schmecken sie mit etwas Knoblauch, Salz, Pfeffer und Zitronenabrieb ab. Portionsweise eingefroren hält sie sich lange und kann nach Bedarf verwendet werden.

Ratatouille

Gutes Olivenöl erhitzen und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel anbraten. Danach erst die Paprika, dann Auberginen, zuletzt Zucchini zugeben und wenige Minuten mitbraten. Tomatenmark und stückige Tomaten beigeben und langsam kurz schmoren – das Gemüse soll gerade so gar sein. Mit feingehacktem Rosmarin, Salz und Pfeffer würzen. Ganz nach Gusto bekommt das Ratatouille mit Chili oder Kreuzkümmel oder etwas Zitronenabrieb noch eine etwas andere, persönliche Note.

Die Lamm-Medaillons salzen und pfeffern. In Olivenöl kurz von beiden Seiten anbraten, dabei einen Rosmarinzweig und die

angedrückte Knoblauchzehe für den Geschmack dazu- bzw. auf das Fleisch legen. Eine Butterflocke mit den Steaks schmelzen lassen, das Fleisch mittels eines Esslöffels mit der flüssigen Butter übergießen (arosieren).

Richten Sie die Steaks mit Kräuterbutter auf dem Gemüse an und geben einen Löffel Lammsauce daneben. Wer möchte, serviert ein paar knusprige Pommes frites dazu – mit frischem, gutem Fett frittiert sind Pommes eine gute Beilage!

Aus dem Armbrustschützenzelt: Hirschgulasch mit Topfenspätzle und Preiselbeeren

das Lieblingsgericht von Peter Inselkammer

Zutaten (für 4 Personen):

Gulasch:

  • 1,2 kg Hirschschulter
  • 0,05 Pflanzenfett oder – öl
  • Salz
  • Pfeffer

Soße:

  • 2 Zwiebeln
  • 1 Kartoffel
  • 150g Sellerie
  • 100g Speck
  • 2 Knoblauchzehen (mit Schale), zerdrückt
  • 2 TL Puderzucker
  • 2 EL Preiselbeeren (aus dem Glas)

Spätzle Teig:

  • 300g Mehl
  • 100g Wiener Griesler Mehl
  • 100g Quark / Topfen
  • 6 Stk. Vollei
  • 2 Eigelb

Wildgewürze:

  • 3 Lorbeerblätter
  • Je 0,5 TL Senf-, Pfefferkörner und Thymian
  • 3 Nelken
  • 25 Wacholderbeeren (zerdrückt)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 500 ml Rotwein
  • 1l Wildfond oder -brühe

Zum Abschmecken:

  • Senf, Meerrettich, Preiselbeeren, Gin, Zartbitter Schokolade

Würze:

  • 1TL Salz
  • Muskat
  • 50g Butter

Preiselbeeren:

  • 200g Preiselbeeren
  • 100g Puderzucker

Zusatz:

  • 4 EL Crème Fraîche

Zubereitung

Hirschgulasch ansetzen

Das Fleisch von groben Sehnen befreien und in circa 4 cm große Würfel schneiden, in reichlich Mehl wenden und in nicht zu heißem Fett von allen Seiten anbraten. Die Zwiebeln, das Gemüse und den Knoblauch putzen und alles in grobe Stücke schneiden. Das Öl im Topf erhitzen, das Fleisch darin nach und nach anbraten und wieder herausnehmen. Den Ansatz mit etwas Rotwein ablöschen und für den Soßenansatz aufbewahren. Das restliche Öl erhitzen und das Gemüse behutsam rostbraun anrösten, mit Puderzucker bestäuben und karamellisieren lassen. Das Tomatenmark zufügen und mit anrösten lassen. Im Anschluss das Fleisch dazugeben, mit der Brühe und dem Bratenansatz auffüllen und langsam bei mittlerer Hitze unter dem Deckel schmoren lassen. Nach circa 1 Stunde fügen wir das Gewürzsäckchen hinzu und lassen das Ganze weiterhin für circa 1,5 Stunden bis das Fleisch schön weich ist vor sich hin simmern. Zum Schluss das Ganze mit Salz, Pfeffer, Preiselbeeren, Meerrettich, Senf, Schokolade und Gin abschmecken und gegebenenfalls noch etwas abbinden.

Topfenspätzle

Alle Zutaten vermengen und zu einem zähen Teig schlagen, bis der Teig blasen bildet. Nach Bedarf etwas Wasser zugeben. Mit einer Spätzlepresse oder einem Spätzlehobel in gut gesalzenes Wasser hobeln, kaltes Wasser als Gleitmittel verwenden. Ca. 2 – 3 Min. garen, herausnehmen, in kaltem Wasser abschrecken und auf einem Sieb abtropfen lassen, in Butter anschwitzen, nochmals würzen mit Salz und Muskat.

Preiselbeeren

Die gefrorenen Preiselbeeren mit dem Zucker zusammen in der Küchenmaschine so lange mit dem Knethacken rühren, bis eine sämige homogene Masse entsteht.

Anrichten

Das fertige Gulasch mit etwas Crème Fraîche, den Preiselbeeren und frischem Rosmarin garnieren, die angeschwitzten Topfenspätzle a part reichen.Außerdem sollten Sie noch separat etwas Preiselbeeren dazu reichen.

Aus der Bräurosl: Kronfleisch | Zart gesottenes Zwerchfell vom Rind, rosa serviert, mit Kartoffelgemüse und Kren

Das Lieblingsgericht von Peter Reichert

Rezept von Burkhard Metz

Zutaten (für 4 Personen):

Kronfleisch | Zwerchfell vom Rind:

  • 1 kg Kronfleisch
  • 100g Karotte geschält
  • 100g kleiner Knollensellerie (3/4)
  • 1 Zwiebel mit Schale
  • 100g Lauch (3/4)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 10 Stk. schwarze Pfefferkörner
  • 4 Stk. Wacholderbeeren
  • 3 Stück Nelken
  • Prise gemahlene Muskatnuss
  • Salz (nicht zu viel am Anfang)
  • 1 kleiner Bund glatte Petersilie
  • 1 kleiner Bund Maggikraut (Liebstöckl)
  • 30g frisch geriebener Meerrettich
  • Fertige Rinderbrühe leicht abgeschmeckt

Kartoffelgemüse:

  • 600g gewürfelte festkochende Kartoffeln
  • 100g Karottenwürfel
  • 100g Selleriewürfel
  • 100g Lauchwürfel
  • 100g Zwiebelwürfel
  • 50g Butter
  • 2 frische Lorbeerblätter
  • Fein in Streifen geschnittene glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zubereitung:

Das Kronfleisch vom Fett und den Sehnen befreien, oder vom Metzger küchenfertig herrichten lassen. Die Rinderbrühe (zur Not kann man auch gekörnte Brühe verwenden) mit dem Gemüse und den Gewürzen aufkochen und simmern lassen.

Das vorbereitete Kronfleisch waschen, trockentupfen, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen. In einer Pfanne kurz von beiden Seiten anbraten und dann in die Rinderbrühe legen.Das Fleisch dort ca. 10 Minuten ziehen lassen. Wichtig: es sollte innen noch rosa sein.

In der Zwischenzeit das Kartoffelgemüse zubereiten, hierfür die Butter in einem Topf zergehen lassen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Topf nicht zu stark vorgeheizt ist, die Butter sollte nicht braun werden. Anschließend Kartoffelwürfel und Gemüsewürfel dazugeben, leicht anschwitzen, die Gewürze dazugeben und mit der Rinderbrühe auffüllen, damit das Gemüse leicht bedeckt ist.Das Kartoffelgemüse ungefähr 8-10 Minuten köcheln lassen.

Das Kartoffelgemüse sollte noch einen leichten Biss haben und leicht sämig sein.Zum Schluss nochmals mit Salz, Pfeffermühle und geriebener Muskatnuss abschmecken. Kurz vor dem Anrichten die geschnittene Blattpetersilie untermischen.

Das Kartoffelgemüse auf einen vorgeheizten Teller in der Mitte anrichten, das Kronfleisch aus dem Fond nehmen und entgegen der Faser in Scheiben schneiden.Das Kronfleisch auf dem Kartoffelgemüse anrichten, mit Fleur de Sel bestreuen und mit frischen geriebenen Meerrettich garnieren.

6. 9. 2022: Bierakademie in der Trinkhalle

Am 06. September kommen Timo und Fabi von der Berliner „Strassenbräu“ zu Besuch in die Trinkhalle in Bochum. Die Brauerei gibt es als Gasthausbrauerei seit 2015 in Berlin am Ostkreuz. Angefangen hat die Brauerei mit einer Brauanlage im Laden und sie verfügt seit 2021 zusätzlich über eine eigene Brauerei in Marzahn. An diesem Abend wird es neben einigen Dosenbieren auch zwei Sorten frisch vom Fass geben.

Wie immer findet die Veranstaltung am ersten Dienstag im Monat ab 19:00 Uhr statt. Der Kostenbeitrag beträgt 30€.

Ort:

Trinkhalle
Herner Str. 8
Bochum