Archiv der Kategorie: Craft Beer

Liebhart’s – Bio Weizen naturtrüb

Die Brauerei Liebharts aus Detmold steht nicht nur für Bier, das mit Rohstoffen aus kontrolliert biologischem Anbau gebraut wird, sondern sie versucht auch, die Rohstoffe regional einzukaufen. Das gilt auch für Dienstleistungen, beispielsweise von Handwerkern. Die Brauerei schreibt weiter: „Als Unternehmer mit ausgeprägtem Heimatbezug arbeiten wir nicht nur mit dem ortsansässigen Handwerk und regionalen Zulieferern zusammen, wir schauen ebenso auf die Umweltverträglichkeit der Produktion und auf nachhaltiges Wirtschaften. Die Verwendung von Ökostrom Lippe der Stadtwerke Detmold und die Energierückgewinnung in der Brauerei schont Ressourcen und die Technologie Ohren und Nase der Nachbarn.“ Jetzt steht vor mir ein naturtrübes Weizenbier aus der ostwestfälischen Brauerei.

Intensiv goldfarben und mit recht viel Hefe fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet sich für ein Weizenbier vergleichsweise wenig Schaum, was Konsumenten, die Probleme mit dem Einschenken von Weizenbier haben, sicherlich entgegenkommt. Als Ausgleich ist der Schaum reinweiß und feinporig und er bleibt lange erhalten. An der Optik ist absolut nichts auszusetzen.

Die für ein Hefeweizen typischen Düfte nach Weizen und Nelken steigen mir in die Nase, unterstützt durch einen Hauch Orangenschale. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist spritzig. Die reichlich vorhandene Kohlensäure passt sich gut der leichten Süße an. Das Mundgefühl ist rund und voll. Das Malz kommt zusammen mit der Hefe gut zum Tragen und der Hopfen sorgt für ein ausgewogenes angenehmes Bitter. Im Abgang hält sich ein leichtes Bitter recht lange.

Liebhart’s Bio Weizen naturtrüb ist ein angenehmes und süffiges Weißbier ohne Ecken und Kanten, dafür mit viel Geschmack.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Liebharts Privatbrauerei GmbH & Co. KG
Am Gelskamp 6
32758 Detmold
www.residenz-biere.de

Red Castle Brew – IPA

Nun steht ein IPA aus der Mikrobrauerei Red Castle Brew in Gräfenberg vor mir. Ursprünglich befand sich die Brauerei im Roten Schloss in Heroldsberg in der Nähe von Nürnberg. Daher stammt auch der Name.

Die Brauerei braut nach alter Brautradition im Kupferkessel über offener Flamme. Mehr Tradition geht in der heutigen Zeit wohl nicht mehr. Wie bei einer Brauerei nahe Nürnberg zu erwarten ist ein Rotbier immer im Angebot, ansonsten gibt es ständig wechselnde Biere, die in kleinen Mengen gebraut werden, jetzt das IPA. Die Charge war wohl so klein, dass es sich nicht gelohnt hat, Etiketten zu drucken. Stattdessen stehen die Informationen auf einem angehängten Etikett. Das ist zwar ungewöhnlich, sieht aber wirklich urig aus. Nun reicht es aber wirklich mit der Vorrede, kommen wir nun endlich zum Bier.

Bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Es enthält sehr viel muntere Kohlensäure und bildet eine enorme feste Schaumkrone aus, feinporig und weiß, die fantastisch lange erhalten bleibt. Optisch ist es schon mal ein IPA wie aus dem Buch.

Beim Aroma überrascht mich, dass der Duft des Malzes stark durchkommt und nicht hinter dem des Hopfens zurücktritt. Aber auch der Hopfen kommt mit Düften nach Mandarine, Grapefruit und einigen blumigen Noten gut zum Tragen. Das Aroma ist nicht wirklich typisch für ein IPA, aber es gefällt mir.

Der Antrunk ist leicht süß und spritzig. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt kommt eine gute Fruchtigkeit in den Vordergrund. Hier spiegelt sich das Aroma im Geschmack von Mandarine und anderen Zitrusfrüchten wider. Zusätzlich kommen erste Bitterstoffe ans Licht. Das Mundgefühl ist ausgeglichen und voll. Der Abgang ist freundlich bitter und er klingt lange nach.

Das IPA ist hervorragend trinkbar. Es enthält erheblich weniger Bitterstoffe als ein typisches IPA, ist aber wirklich lecker.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Mandarina Bavaria), Hefe

Alkoholgehalt:

7,0 %

Brauerei:

Red Castle Brew
Gewerbepark Hüll 17
91322 Gräfenberg

Lupulus Hibernatus – Bière d‘hiver

Ja, ich weiß, Weihnachten und der Winter sind vorbei. Einige letzte Biere für diese Jahreszeit habe ich aber doch noch gefunden und möchte sie nun endlich verkosten. Heute ist das Lupulus Hibernatus dran, ein dunkles Weihnachtsbier aus der Wallonie. Ich muss zugeben, dass ich bei diesem Test etwas befangen bin, da ich die Biere der Brasserie Lupulus sehr schätze, sie gehören in meinen Augen zu den besten Bieren aus Belgien.

Allerdings bin ich bei diesem Bier etwas verunsichert. Auf ihrer Website teilt die Brauerei mit, dass das Bier auch einen Hauch Zimt enthält. Auf dem Flaschenetikett ist davon nichts zu lesen. Was stimmt denn nun?

Blickdicht schwarz präsentiert sich das Bier im Glas. Die mittelbraune feste Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten. Die Optik ist schon mal nicht zu übertreffen.

Das Aroma ist malzbetont. Der Duft nach dunkler Schokolade ist dominant und ein Hauch Vanille unterstützt diesen Duft. Auch der Alkohol steigt mir in die Nase. Das ist allerdings nicht unangenehm wie bei manchen anderen Bieren, sondern das Aroma erinnert in der Zusammensetzung an einen guten Likör.

Der Antrunk ist wie erwartet süß, aber nicht klebrig, sondern die gut dosierte Kohlensäure sorgt trotz der Süße für eine angenehme Frische. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider, wobei ein leichtes Bitter dazukommt. Das Mundgefühl ist weich und voll und die 9,5 Volumenprozent Alkohol wärmen. Im Abgang wird das Bier trockener, aus dem Schokoladengeschmack wird das Aroma nach Mokka, das leichte Bitter bleibt erhalten. Diese angenehme Geschmackskomposition klingt lange nach.

Jetzt habe ich den Eindruck, dass der Eintrag auf der Website aus einem anderen Jahr stammt und in diesem Jahr kein Zimt verbraut wurd.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9,5 % Vol.

Brauerei:

Brasserie Lupulus
Courtil 50
6671 Gouvy
Belgien
www.lupulus.be

Rhönpiraten – Spezial

Nun steht mal wieder ein Bier aus Franken vor mir. Es stammt aus der recht neuen Kleinbrauerei Rhönpiraten aus Ostheim. Das Spezial ist ein untergäriges Vollbier. Da die Etiketten nichts hergeben werde ich mir gleich das erste Glas einschenken.

Das klare Bier steht in dunkler Bernsteinfarbe im Glas, darüber ein cremefarbener feinporiger Schaum mit guter Standzeit. Optisch hat die Brauerei alles richtig gemacht.

Der Antrunk ist malzsüß und durch die sehr feine Kohlensäure wirklich spritzig. Anschließend macht sich ein ausgeglichener bitterer Geschmack im Mund breit, fein abgestimmt auf die Süße des Malzes. Der Abgang ist überraschend mild und der angenehme Bittergeschmack klingt lange angenehm nach. Ein Bier wie es sein soll.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Rhönpiraten
Inh. Stephan Kowalsky
Friedenstr. 25
97645 Ostheim vor der Rhön
http://www.rhoenpiraten.de

Iron Maiden – Trooper Ale

Wenn zwei Craft-Brauereien sich zu einem Collaboration-Brew zusammenfinden, bringen sie meist das Beste aus beiden Brauereien zusammen und dementsprechend gut sind auch die Biere, die dabei entstehen. Aber wie sieht es bei einem Collaboration-Brew zwischen einer Brauerei und einer Heavy Metal-Band aus? Das will ich heute herausfinden. Für das Iron Maiden Trooper haben sich die Robinsons Brewery im englischen Stockport und Bruce Dickinson, der Sänger von Iron Maiden, zusammengetan. Die Brauerei beschreibt das Ergebnis dieser Zusammenarbeit wie folgt: Trooper ist ein britisches Premiumbier, das durch Iron Maiden inspiriert und in der Robinsons Brewery handwerklich gebraut wurde. Malzaromen und Zitrusnoten aus einer einmaligen Mischung der Hopfensorten Bobec, Goldings und Cascade dominieren dieses tiefgoldene Ale mit einem Hauch Limone. Mal sehen, wie mir dieses Bier mundet.

Bernsteinfarben und klar zeigt sich das Bier im Glas. Es bildet sich eine durchschnittliche Menge sahniger Schaum mit einem Stich ins Beige, der durchschnittlich schnell in sich zusammenfällt. Mir fällt auf, dass keine Kohlensäure zu sehen ist.

Das Aroma ist süßlich mit Röstaromen sowie den Düften nach Karamell, Honig und einigen Zitrusfrüchten. Ich bin mir in diesem Fall nicht sicher, was ich davon halten soll.

Die Geschmackseindrücke bestätigen die Wahrnehmungen meiner Nase. Der Antrunk ist recht süß, wobei die Süße durch die sehr feinperlige Kohlensäure etwas relativiert wird. Schnell drängt sich der Geschmack nach Limonen in den Vordergrund, begleitet von einem gut abgestimmten Bitter. Das Bitter verstärkt sich im Abgang und es klingt lange nach.

Anfangs war ich bei diesem Bier recht kritisch, aber während des Trinkens spricht es mich immer mehr an. Es wundert mich nicht, dass die Robinsons Brewery mit diesem Bier einen phänomenalen Erfolg hat und es zum erfolgreichsten Craft Beer von der Insel geworden ist.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Bobec, Goldings, Cascade), Hefe

Alkoholgehalt:

4,7 %

Brauerei:

Frederic Robinson LTD
Stockport
SK1 1JJ
Großbritannien
www.ironmaidenbeer.com

Veto – Zwickelhahn

Der „Zwickelhahn“ ist eine Zapfvorrichtung im Lagertank, um Proben des reifenden Bieres zu nehmen. Der „Zwickelhahn“, also ein kleiner Probehahn am Lagertank, ermöglicht dem Braumeister während der Ausreifung des Gerstensaftes sein Bier zu verkosten, bevor es in Flaschen oder Fässer abgefüllt wird.

Die Benutzung ist nur den Brauern vorbehalten – das Bier ist noch nicht versteuert -, um ein frisches, nicht filtriertes Bier direkt aus dem Tank zu zapfen. Das Zwickeln gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen aller Bierbrauer. Der Zwickelhahn ist auf etwa einem Drittel der Tankhöhe angebracht. Wenn am Zwickelhahn kein Bier mehr zu entnehmen ist, dann ist es ein wirklich guter Sud.

Um unkontrolliertes Öffnen des Probehahnes, meist eines Kükenhahnes, zu vermeiden, hatte das Hahnküken keinen Griff, sondern nur einen Schlitz für die Bedienung mit einem Schraubenzieher. Statt eines Schraubenziehers lässt sich auch eine Münze verwenden, am besten eignete sich dafür früher ein Zweimarkstück, häufig auch Zwickel genannt. So kam der Zwickelhahn zum seinem Namen. Nach ihm ist das Bier benannt, das jetzt vor mir steht.

Wunderbar golden zeigt sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittliche cremige Schaumkrone, die anfangs recht flott in sich zusammenfällt, aber ein Rest bleibt lange erhalten. Mich wundert, dass das Bier klar ist, es wirkt wie gefiltert. Ich hätte von einem Zwickelbier eigentlich eine Hefetrübung erwartet.

Das Aroma gefällt mir sehr gut. Mir steigen Karamellnoten in die Nase, dazu etwas dunkler Honig, Rosinen und einige Kräuterdüfte.

Der erste Eindruck auf der Zunge ist eine zurückhaltende Süße, gepaart mit der passenden Menge Kohlensäure. Unterstützt wird der Geschmack durch einige florale Noten. Schnell kommt eine Fruchtigkeit dazu, die mich überrascht, weil ich sie im Aroma nicht festgestellt habe. Im nächsten Moment kommt ein freundliches und gut abgestimmtes Bitter dazu. Im Abgang verstärkt sich das Bitter kurz, geht dann aber auch schnell wieder etwas zurück. Der Rest klingt lange nach.

Der Zwickelhahn ist ein Bier, das wirklich überraschen kann.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Münchner, Pilsner, Caramellmalz), Hopfen (Hersbrucker Spät, Hallertauer Tradition, Opal), Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,9° Plato

Bittereinheiten:

35 IBU

Brauerei:

Hopferei Hertrich
Brückkanalstr. 33
90537 Feucht
www.hopferei.de

And Union – Steph Weiss

Die beiden Geschäftspartner Rui Esteves und Bradley Armitage waren mit dem Bier, das sie in ihrer Heimat Kapstadt bekamen, nicht zufrieden. Sie machten sich kurzerhand auf nach Europa. Ihr Ziel war es gutes, handwerklich gebrautes Bier nach Afrika zu holen. Gebraut wird heute in Bayern bei vier verschiedenen kleinen bis mittelgroßen, familiengeführten Brauereien. Das Engagement der beiden hat sich ausgezahlt, denn heute sind ihre Biere in ganz Südafrika und in vielen Biershops Europas erhältlich. Aus dem Sortiment der beiden Brauer steht jetzt das Steph Weiss vor mir, ein Hefeweizen.

Rotgolden fließt das Bier ins Glas. Dabei bildet es eine für ein Hefeweizen relativ kleine Schaumkrone, die aber feinporig ist und lange erhalten bleibt. Nachdem sich das Bier beruhigt hat, stelle ich fest, dass es recht wenig Hefe enthält.

Fruchtige Aromen steigen mir in die Nase. Ich rieche Banane, Grapefruit und Zitronenschale, unterstützt durch den Duft nach Gewürznelken. Wow, was für ein Hefeweizen.

Der Antrunk ist leicht süß und frisch. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider. Bitterstoffe sind nur sehr wenig vorhanden. Trotzdem ist das Bier vollmundig, rund und ungeheuer süffig. Erst im Abgang kommen die Bitterstoffe kurz in den Vordergrund. Der Geschmack klingt nur kurz nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Hefe, Hopfen

Alkoholgehalt:

5 % Vol.

Stammwürze:

12,0° Plato

Bittereinheiten:

20 IBU

Brauerei:

Brewers & Union UG
Ganghofer Straße 31
80339 München
www.andunion.com

Craftwerk – Festbier

Vorgestern klingelte überraschend der Postbote und brachte mir ein Geburtstagsgeschenk. Nicht dass ich Geburtstag hätte, aber Craftwerk, der Craft Beer-Ableger der Bitburger-Gruppe, wird fünf Jahre alt. Aus diesem Anlass hat das Team in der Eifel ein Festbier gebraut, von dem sie mir eine Flasche geschickt haben. Die Beschreibung auf dem Rückenetikett beschreibt die Begeisterung, die während des Brauens geherrscht haben muss: „Happy Hoppy Birthday! Zum 5. Geburtstag üverraschen wir Euch mit unserem Festbier – vollgepackt mit den fantastischen Aromahopfensorten Callista, Ariana und Citra und jeder Menge guter Laune. Limitiert auf 12.000 Flaschen.“ Ariana kenne ich nicht, aber Callista und Citra versprechen ein gutes Bier. Na, dann will ich mal – ich trinke auf das Wohl von Craftwerk.

Schon die Optik ist feierlich. In einer schönen Kupferfarbe fließt das Bier ins Glas. Es bildet eine leicht überdurchschnittliche feinporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist wahnsinnig fruchtig. Düfte nach Zitrusfrüchten, Ananas und roten Früchten steigen mir in die Nase, unterstützt durch etwas Toffee. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Eindruck auf der Zunge ist ebenfalls fruchtig, dabei frisch und spritzig. Etwas erstaunt mich die geringe Süße. Die Fruchtigkeit verstärkt sich schnell noch und ein angenehmes Bitter kommt dazu. Das Mundgefühl ist moussierend und rund. Der Abgang bringt ein überraschend mildes Bitter in die Kehle, das lange nachklingt.

Mit dem Festbier ist dem Team in Bitburg schon ein großer Wurf gelungen. Mit seiner Fruchtigkeit und weniger Alkohol würde ich mit dieses Bier für die Sommersaison wünschen.

Zutaten:

Brauwasser, Pilsner Malz, Karamellmalz), Hopfen (Callista, Ariana, Citra, Herkules, Magnum, Taurus), Hefe

Alkoholgehalt:

5,7 % Vol.

Stammwürze:

13,8° Plato

Bittereinheiten:

50 IBU

Brauerei:

Bitburger Braugruppe GmbH
Römermauer 3
54634 Bitburg
www.craftwerk.de

Brau Katz – Golden Cat

Nun steht die letzte Flasche vor mir, die mit Braukatz geschickt hat. Na ja, so ganz stimmt dieser Satz nicht, in der Sendung war auch eine Flasche Dark Cat, aber die war leider zerbrochen. Das ist schon recht erstaunlich, denn ich hatte vorher noch nie ein Paket erhalten, das so gut gepolstert war. Da muss jemand bei Hermes wirklich derbe mit dem Paket umgegangen sein. Schade. Aber kommen wir zur Golden Cat.

Im Glas macht die Golden Cat ihrem Namen alle Ehre, denn sie strahlt mir in einem intensiven Gold entgegen. Darüber eine durchschnittlich große Krone aus sahnigem Schaum, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont, lediglich aus dem Hintergrund kommt ein leichter herber Ton vom Hopfen. Er ist aber so diskret, dass ich ihn nicht näher identifizieren kann.

Der erste Eindruck auf der Zunge ist eine ordentliche Frische, die durch eine reichlich dosierte Kohlensäure sowie eine zurückhaltende Süße unterstützt wird. Schnell kommt ein leichtes freundliches Bitter dazu und die Süße wird etwas kräftiger. Mann, ist dieses Bier süffig. Der Abgang ist wenig bitter, aber er klingt trotzdem recht lange nach.

Wenn Sie ein Liebhaber milder und charakterstarker Biere sind, werden Sie sich in dieses Bier verlieben.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Stammwürze:

12,2° Plato

Bittereinheiten:

12 IBU

Brauerei:

Post-Brauerei Nesselwang
Karl Meyer
Hauptstr. 25
87484 Nesselwang
http://www.brau-manufactur-allgaeu.de/

Klüvers – Küstenbier

Jetzt verkoste ich wieder einmal ein Bier aus Klüvers Delikatessenmanufaktur im Hafen von Neustadt in Holstein. Zunächst einmal sollten wir klären, was denn überhaupt ein Küstenbier ist. Die Brauerei erklärt es wie folgt: „Unsere Interpretation eines echten Holsteiner Landbieres wie es traditionell nach der täglichen Feldarbeit in Schleswig-Holstein getrunken wurde. Hergestellt aus eigens in unserer Region angebauter Brau-Gerste, veredelt mit dunklen Malzen, mild süßlich und leicht herb im Geschmack.“

Dunkel-Bernsteinfarben zeigt sich das Bier im Glas, zusammen mit einer leichten Hefetrübung. Die Kohlensäure ist sehr munter und sorgt für eine feinporige weiße Krone aus feinporigem Schaum.

Das Aroma wird durch das Malz dominiert. Ich rieche Karamell sowie leichte blumige Noten. Der Hopfen hält sich hier dezent im Hintergrund.

Der Antrunk ist leicht süß und frisch. Zusammen mit der gut abgestimmten Kohlensäure ist das Bier vom ersten Moment an süffig. Das Malz spielt auch weiterhin die erste Geige, so dass das Bier rund und vollmundig nach Karamell schmeckt. Der Abgang ist mild und schlank und er klingt daher auch nicht lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz (Caramelmalz Aroma, Caramelmalz Hell, Pilsner Malz, Sauermalz), Hefe (Hallertauer Magnum, Hallertauer Tradition, Northern Brewer), Hopfen

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Stammwürze:

12,9 %

Brauerei:

Klüvers Delikatessen Manufaktur GmbH & Co. KG
Schiffsbrücke 2-4
23730 Neustadt/Holstein
www.kluevers.com

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