Archiv der Kategorie: Craft Beer

Grimbergen – Magnum Opus

Es ist schon ein sehr selbstbewusster Name für ein Bier, besonders für ein Erstlingswerk. Wikipedia erklärt den Namen wie folgt: „Als Opus magnum (lat. magnum ‚großes‘, opus ‚Werk‘), seltener Magnum Opus (auch Magnum opus), bezeichnet man das bedeutendste Werk (‚Opus‘) eines Künstlers (vor allem bei Komponisten, Dichtern und Schriftstellern) oder Wissenschaftlers.“ Erstlingswerk? Ja, wirklich. Mehr als 200 Jahre wurde in der Abtei Grimbergen nicht gebraut. Die Biere, die den Namen der Abtei trugen, wurden von AB InBev in Lizenz gebraut. Jetzt haben die Mönche wieder eine eigene kleine Brauerei im Kloster, in der sie derzeit drei Biere brauen. Das Magnum Opus ist die Nummer 01.

Weizengelb und opalisierend präsentiert sich das Bier im Glas. Die strahlend weiße und sahnige Schaumkrone ist sehr voluminös und bleibt auch lange erhalten. An der Optik gibt es absolut nichts auszusetzen.

Das Aroma ist würzig mit einem Hauch nach Zitrusfrüchten und Birnen. Zwar ist das Malz ebenfalls zu riechen, aber ohne die typische Süße.

Der Antrunk ist frisch und trocken. Der Geschmack nach Zitrusfrüchten und die Süße halten sich die Waage. Begleitet wird dieser Eindruck durch reichlich Kohlensäure. Auf der Zunge wird das Bier trocken, richtig trocken und die Fruchtigkeit kommt in den Vordergrund. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang kommt die Fruchtigkeit in den Vordergrund. Bitter ist kaum zu schmecken. Der Geschmack klingt durchschnittlich lange nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Brauerei:

Grimbergen Abbey Brewery
Abdijstraat 20
1850 Grimbergen
Belgien
www.grimbergen.com

Hildesheimer Braumanufaktur – Hildesheimer Alt

Das Altbier ist ein obergäriger Bierstil. Am bekanntesten ist das Altbier nach Düsseldorfer Brauart, das sich durch seine dunkle Farbe auszeichnet, im Gegensatz zum Münsteraner Alt, das hell ist. Zu Hause ist das Altbier vor allem im Rheinland und am Niederrhein. Allerdings habe ich bereits vor etwa 40 Jahren in Hannover eine Altbierbowle getrunken, bei der Dosenerdbeeren im Altbier versenkt werden. Diese Mischung wurde damals als Hannoversche Spezialität verkauft. Trotzdem habe ich nie ein Altbier gesehen, das in Hannover gebraut wurde. Ich glaube, da wird es mal Zeit. Jetzt habe ich immerhin ein Altbier aus der Hildesheimer Braumanufaktur vor mir stehen, also aus dem Großraum Hannover.

Dunkel rubinfarben läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große feinporige und hellbraune Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier auf jeden Fall gelungen.

Das Bier duftet nach Schokolade und frisch gebackenem Brot. Einige würzige Hopfennoten runden das Aroma ab.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus, begleitet von einer sehr feinperligen und sanften Kohlensäure. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und die Aromen nach Schokolade und Mokka spiegeln sich auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist weich. Erst im Abgang kommt erstmals ein deutliches freundliches Hopfenbitter zum Vorschein, das sehr lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Hallertauer Tradition, Kazbek), Hefe

Alkoholgehalt:

4,6 % Vol.

Brauerei:

Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeiffer & Malte Feldmann GbR
Goslarsche Landstr. 15
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de

Préaris Quadrupel

Das Préaris Quadrupel, das jetzt vor mir steht, wurde im April 2011 bei „The Brouwland Beer League zum besten Hobbybier Belgiens gewählt: Die Jury, zu der der Filmemacher und Bierliebhaber Julien Vrebos sowie die professionellen Brauer von Orval und Dubuisson gehörten, verkostete die 7 Finalisten (insgesamt gab es etwa 100 Einsendungen). Paul Arnott, Braumeister bei der Brauerei Dubuisson, äußerte sich folgendermaßen: „Was für eine Reife für ein Hobbybier: ein vollmundiges, reichhaltiges, aber ausgewogenes, kleines Fruchtbier, sehr reif. Ein Bier zum Probieren!“ Und genau das werde ich jetzt auch tun.

Dunkel rubinfarben, praktisch schwarz, läuft das Bier ins Flas. Dabei bildet es eine große feinporige und haselnussbraune Schaumkrone, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist malzbetont. Ich rieche die Röststoffe des dunklen Malzes, dazu Karamell undSchokolade. Abgerundet wird das Aroma durch Düfte nach getrockneter Pflaume und Vanille. Da bekomme ich richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß. Dazu passt die feinperlige und trotzdem kräftige Kohlensäure. Auf der Zunge bleibt die Malzsüße bestehen und ein leichtes Bitter gesellt sich dazu, das an geröstete Nüsse und Schokolade erinnert. Abgerundet wird der Geschmack durch eine leichte fruchtige Säure. Auch die 10 Volumenprozent Alkohol schmecken deutlich durch, so dass der Geschmack des Biers an einen Likör erinnert. Das Mundgefühl ist voll und schwer. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und mit der Fruchtigkeit aus dem Hintergrund sowie dem Geschmack des Alkohols klingt das Bier lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe, Zucker

Alkoholgehalt:

10,0 % Vol.

Bittereinheiten:

50 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

10° – 12° Celsius

Brauerei:

Vliegende Paard Brouwers
Beverhoutsveldstraat 33
8730 Oedelem
Belgien
www.prearis.be

Ratsherrn – Pilsener

Nach wirklich langer Zeit steht jetzt mal wieder ein Bier aus der Ratsherrn-Brauerei im Hamburger Schanzenviertel vor mir. Was wäre eine Brauerei in Norddeutschland ohne ein Pilsener? Lange Zeit war Norddeutschland ja eine reine Pils-Wüste, ein anderes Bier gab es nur selten. Dabei wurden die Pilsener-Biere immer ähnlicher und auch nicht wirklich besser. Das hat sich in den letzten Jahren zum Glück etwas verbessert und so freue ich mich jetzt darauf, das Pilsener von Ratsherrn zu verkosten.

Hell golden und mit lebhafter ohlensäure präsentiert sich das Bier im Flas. Die schneeweiße Schaumkrone ist nicht allzu groß und bis auf einen kleinen Rest löst sie sich recht schnell auf.

Das Bier duftet angenehm nach Zitrus- und grünen Früchten, abgerundet durch den Duft nach Vanille.

Als ich den ersten Schluck nehme, scheint mich das Bier im allerersten Moment scheint enttäuschen zu wollen. Dies gilt zumindest solange, wie es sich auf der Zungenspitze befindet, so außer einen leichten Süße nichts zu schmecken ist. Erst als sich das Bier auf der Zunge verteilt entsteht ein ausgeglichener Geschmack aus Süße, Bitter und einer leichten fruchtigen Säure. Im Abgang wird das Bitter etwas kräftiger und es klingt lange nach.

Insgesamt ist das Ratsherrn Pilsener ein gelungenes Bier für jeden Tag.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

4,9% Vol.

Brauerei:

Ratsherrn Brauerei GmbH
Lagerstraße 30a
20357 Hamburg
www.ratsherrn.de

BierSelect

Flying Dutchman – Free Your Mind and Your Ass Will Follow

Alkoholfreie Biere liegen im Trend. Auch Flying Dutchman will da nicht abseits stehen und hat mit „Free Your Mind and Your Ass Will Follow“ in dieser Kategorie ebenfalls ein Bier im Angebot. 2020 wurde das Bier bei den World Beer Awards sogar mit der Silbermedaille als Belgiens zweitbestes Bier ausgezeichnet. Na, wenn das kein Anreiz ist, das Bier zu verkosten.

Strohgelb und nur leicht hefetrüb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die feinporige Schaumkrone ist eher durchschnittlich – durchschnittlich voluminös und auch die Zeit, die sie zum Zusammenfallen benötigt, ist durchschnittlich. Für ein alkoholfreies Bier ist das aber schon gut.

Im Aroma sticht vor Allem der Ingwer hervor. Dazu kommen einige Fruchtnoten, von denen ich vor Allem Ananas zu erkennen meine. Die leicht grasige Note kommt sicher vom Zitronengras, das bei diesem Bier mit verbraut wurde, das ich aber sicher nicht erkannt hätte, wenn ich nicht die Zutatenliste gelesen hätte.

Der Antrunk ist recht süß und auch hier sticht der Ingwer hervor. Dabei sorgt die feinperlige Kohlensäure für eine ordentliche Frische, zu der auch die angenehme fruchtige Säure beiträgt. Auf der Zunge wird die Säure kräftiger und erinnert mich jetzt daran, dass in diesem Bier auch Zitronensaft beim Brauprozess verwendet wurde. Zusammen mit der Süße des Malzes ergibt sich ein volles, wenn auch nicht ganz rundes, Mundgefühl. Der Abgang wird durch die Zitrusnoten dominiert, die auch einige Zeit nachklingen.

Erfrischend und durstlöschend. Das sind für mich die hervorstechenden Eigenschaften dieses Biers. Und auch wenn es im Geschmack doch eher an Limonade erinnert, werde ich es sicher noch einmal kaufen, wenn ich es im Regal sehen.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Zitronensaft, Zitronengras, Ingwer, Hopfen (Nelson Sauvin), Hefe

Alkoholgehalt:

0,3 % Vol.

Bittereinheiten:

15 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

6° Celsius

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

gebraut bei

Proef Brouwerij
Doornzelestraat 20
Lochristi-Hijfte
Belgien

Flügge – Anni

Anni aus Brauerei Flügge in Frankfurt ist ein Pale Ale, das mit der norwegischen Farmerhefe Kveik vergoren wird. Diese Hefe wurde von Brauergeneration zu Brauergeneration in Norwegen weitergegeben und sorgt jetzt für Furore. Die Brauer bei Flügge, die sonst wilde Hefen für ihre Biere zähmen, haben sich jetzt ebenfalls dieser Hefe angenommen.

Blassgelb und mit einer sehr starken Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die gemischtporige Schaumkrone ist opulent und bleibt sehr lange erhalten.

Das Aroma ist extrem fruchtig. Düfte nach Zitrusfrüchten und Maracuja, nach Honig und Vanille steigen mir in die Nase. Der reinste Obstsalat.

Frisch und fruchtig ist auch der Antrunk, der ebenfalls zeigt, dass das Bier reichlich Kohlensäure enthält. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider und ein leichtes fruchtiges Bitter gesellt sich dazu. Abgerundet wird der Geschmack durch die Hefe. Das Mundgefühl ist angenehm weich. Überraschend ist der Abgang. Auch er ist fruchtig und bitter, wobei die Fruchtigkeit länger nachklingt als die Bitterstoffe.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hafermalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11 ° Plato

Brauerei:

Brauerei Flügge GmbH
Goldsteinstraße 254
60529 Frankfurt
www.brauerei-fluegge.de

Flying Dutchman – The Gothic Prince of Darkness Black Currant Sour Porter

Der Brauer beschreibt dieses Bier wie folgt: „Haftungsausschluss. Dieses unheimliche Bier sollte nur in einer düsteren Stimmung getrunken werden. Von Kopf bis Fuß schwarz gekleidet und Joy Division Love zuhörend. Dies ist ein ernstes Bier für ernsthafte Menschen. Seien Sie jedoch gewarnt, das Zusammenspiel von schwarzen Johannisbeeren und Schokolade mit etwas Vanille- und Eichenchips, das von unserem glücklichen Brauer verwendet wird, kann Sie unerwartet aus der Leere existenzieller Schmerzen herausholen, die Sie so genossen haben. Und dann fühlst du dich plötzlich gut. Das ist wirklich nicht gut.“ OK, sonst noch was? Ja, im Jahr 2019 hat das Bier bei den World Beer Awards den ersten Platz unter den belgischen Bieren gewonnen. Das ist doch was.

Blickdicht schwarz läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich voluminöse feinporige und haselnussbraune Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade und Espresso, unterstützt durch den Duft schwarzer Johannisbeeren. Diese Kombination ist auch kein Zufall – auch wenn es zu diesem Bier keine formale Zutatenliste gibt, verrät das Rückenetikett doch, dass es mit schwarzen Johannisbeeren und Kakaonibs gebraut wurde.

Der Antrunk ist recht süß und obwohl das Bier recht wenig Kohlensäure enthält, gefällt mir das Verhältnis. Auf der Zunge gesellt sich noch eine fruchtige Säure dazu, die zusammen mit dem Geschmack nach Schokolade meine Zunge erfreut. Das Mundgefühl ist voll und schwer. Im Abgang kommt zur Fruchtigkeit erstmal ein leichtes Bitter, das überraschend lange nachklingt.

Um dieses Bier wirklich genießen zu können muss der Konsument die Verbindung von Frucht und Schokolade mögen.

Alkoholgehalt:

6,0 % Vol.

Bittereinheiten:

55 IBU

Getreide:

Gerstenmalz, Hafer

Hopfen:

Amarillo

Empfohlene Genusstemperatur:

10° Celsius

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

gebraut bei

Proef Brouwerij
Doornzelestraat 20
Lochristi-Hijfte
Belgien

Brasserie Grain d’Orge – Grelotte

Jetzt haben wir zwar erst Anfang März, aber trotzdem steht vor mir das erste Bier für den Winter. Das Grelotte ist ein unfiltriertes und obergäriges Bier mit 9,0 Volumenprozent Alkohol aus Hombourg, in der belgischen Provinz Lüttich gelegen. Die Verwendung von vier unterschiedlichen Malzsorten weckt in mir die Hoffnung auf ein rundes und komplexes Aroma. Außerdem soll mich das Bier darüber hinwegtrösten, dass der Sommer nun für dieses Jahr endgültig vorbei ist.

Dunkel bernsteinfarben zeigt sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone hat die Farbe von Elfenbein und bleibt lange erhalten.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, dazu fruchtig-süß nach Trockenfrüchten wie Feigen und Birnen. Damit ist das Bier hervorragend geeignet, mich auf die Weihnachtszeit einzustimmen.

Der Antrunk ist wie erwartet süß und die Kohlensäure ist zwar feinperlig, aber kräftig. Auf der Zunge bleibt die Süße erhalten und die Fruchtigkeit entwickelt sich, so dass sich die Aromen auf der Zunge widerspiegeln. Bitterstoffe kann ich kaum feststellen. Das Mundgefühl ist voll und schwer. Dabei ist der Alkohol gut eingearbeitet, so dass er nicht hervorschmeckt. Auch der Abgang ist durch die süße Fruchtigkeit geprägt, begleitet durch ein minimales Bitter, das aber überraschend lange nachklingt.

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Bittereinheiten:

29 IBU

Farbe:

54 EBC

Brauerei:

Brasserie Grain d’Orge
Rue Laschet 3
4852 Hombourg
Belgien
www.grain-dorge.com

Braumanufaktur Sonnenberger – Sommer Dark

Eime ist ein Dorf im Westen des Landkreises Hildesheim und gehört zur Gemeinde Leinebergland. Im Jahr 1854 machte dort die letzte Brauerei dicht. Jetzt hat der Landgasthof Knoche wieder begonnen, Bier zu brauen. Und dort bedeutet handwerklich auch wirklich Handarbeit – bis zum Füllen der Flaschen per Hand. Auf jeden Fall muss in diesem Bier viel Herzblut stecken. Jetzt steht vor mir das Sommer Dark, das mit 4,8 Volumenprozent Alkohol seinem Namen alle Ehre macht, denn was gibt es an einem warmen Sommerabend besseres als ein kühles Bier mit nicht zu viel Alkohol?

Indunklem Rubinrot fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große hellbraune Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade und getrockneten Feigen. Dazu kommen einige würzige Noten.

Der Antrunk wird durch die Röststoffe dominiert und weist eine sanfte Kohlensäure auf. Auf der Zunge zeigen sich eine leicht eSüße und ein dazu passendes Bitter. Die Fruchtigkeit hält sich im Hintergrund, so dass sie zum ebenfalls vorhandenen Schokoladengeschmack passt. Das Mundgefühl ist schlank und weich. Der Abgang ist mild mit durchschnittlichen Nachklang.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

12° Plato

Bittereinheiten:

25 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 12° Celsius

Brauerei:

Sonnenberger Biermanufaktur
Elzer Weg 5
31036 Eime
www.knoche-landgasthof.de

Rittmayer – Smoky George

Am Rauchbier scheiden sich bekanntlich die Geister – die einen lieben es aufgrund der geschmacklichen Besonderheit des Rauchs und die anderen hassen diesen Bierstil genau aus diesem Grund. Ich mag die rauchigen Biere in der Regel und freue mich, dass ich nun wieder einmal ein solches Bier vor mir stehen habe.

Immer wieder taucht die Frage auf, wie der Rauch ins Bier kommt. Im Grunde ist es ganz einfach. Früher wurde das Malz immer über Holz gedarrt, was dazu führte, dass das Aroma und der Geschmack des Rauchs in das Malz gelangten. Damals waren fast alle Biere Rauchbiere. Erst im Rahmen der Industrialisierung war es möglich, die Darre mit Strom oder Gas zu betreiben. Damit begannen die Rauchbiere auszusterben. Zwischenzeitlich wurde nur noch in Bamberg Rauchbier in erheblichen Mengen hergestellt. Inzwischen gibt es aber immer mehr Brauereien, die das Rauchbier für sich neu entdeckt haben. So, jetzt will ich aber endlich den Smoky George öffnen.

Kupferfarben und fefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich große sahnige Schaumkrone hat einen leichten Gelbstich und bleibt sehr lange erhalten.

Das Bier duftet nach Schinken und Whisky. Die 7,0 Volumenrozent Alkohol sind gut in das Aroma eingearbeitet und unterstützen die anderen Düfte.

Der Antrunk offenbart eine angenehme Süße sowie eine feinperlige Kohlensäure. Sofort fallen kräftige Whisky-Aromen auf. Dazu kommt ein zur Süße passendes Bitter, ehe der Rauch in den Vordergrund tritt. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Gegensatz zu vielen anderen Rauchbieren wirkt das Smoky George angenehm frisch. Der Abgang ist rauchig und süß mit wenig Bitter. Der Geschmack des Rauches klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

7,0 % Vol.

Stammwürze:

16° Plato

Bittereinheiten:

18 IBU

Brauerei:

Brauerei Rittmayer oHG
An der Mark 1
91352 Hallerndorf
www.rittmayer.de