Archiv der Kategorie: Craft Beer

De Dolle Brouwers – Oerbier

De Dolle Brouwers aus Esen im flandrischen Teil von Belgien sind für ihre guten und außergewöhnlichen Biere bekannt. Das Oerbier ist das Flaggschiff der Brauerei. Es war ihr erstes kommerzielles Bier und wird seit 1980 produziert. Es handelt sich um ein dunkles Bier, das durch die Verwendung verschiedener Malzsorten und einen stundenlangen Kochprozess entsteht.

Seit zwanzig Jahren bringen De Dolle Brouwers außerdem fast jedes Jahr spezielle Gran Reserva-Ausgaben ihres Oerbiers heraus (die nach einem Jahr abgefüllt werden) (es begann mit der Gran Reserva 2002 und seitdem wurde nur 2003 ausgelassen). Es gab auch eine Geburtstagsedition, eine Version mit Eichenholzreifung (abgefüllt nach zwei Jahren) und eine helle Version, um nur einige der besonderen Oerbier-Sorten der Vergangenheit zu nennen. Leider handelt es sich dabei um Sondersude, die nicht mehr erhältlich sind. Aber jetzt will ich mich mit dem standardmäßigen Oerbier beschäftigen.

Rubinrot und mit einer voluminösen gemischtporigen elfenbeinfarbenen Schaumkrone, die lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Das Aroma ist betörend. Ich rieche Düfte nach Brotkrume, getrockneten Birnen und roten Beeren sowie nach Rotwein. Auch der Alkohol kommt leicht zum Tragen.

Im Antrunk fällt zuerst die sehr reichlich vorhandene kräftige Kohlensäure auf, die durch eine leichte Süße begleitet wird. Auf der Zunge gesellt sich eine fruchtige Säure sowie ein leichtes Bitter dazu. Auch der Alkohol kommt durch, er wird aber nicht dominant, sondern unterstützt die anderen Geschmacksrichtungen. Das Mundgefühl ist rund und schwer. Alles in Allem macht das Bier einen fast weinartigen Eindruck. Der Abgang ist anfangs kurz fruchtig, bevor dieser Geschmack durch ein leichtes Bitter mit durchschnittlichem Nachklang abgelöst wird.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Malz, Hopfen (Golding), Hefe

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

12° Celsius

Brauerei:

De Dolle Brouwers
Roeselarestraat 12B
8600 Esen
Belgien
www.dedollebrouwers.be

Riegele – Aechtes Dunkel

Der Name des Bieres, das jetzt vor mir steht, klingt schon mal sehr altertümlich – Aechtes Dunkel. Diese sehr altmodische Schreibweise hat allerdings auch ihren Grund – denn der Name ist tatsächlich Progrmm. Heute werden nur wenige Biere mit doppelt gedarrtem Malz eingebraut. Der Aufwand für das Malzen ist einfach zu groß. Aber genau durch dieses Verfahren soll es möglich sein, einen besonders röstaromatischen Geschmack zu erzielen. Ich bin ja mal gespannt, ob mir dieser Unterschied auch auffällt.

Dunkel Rubinfarben präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber steht eine durchschnittlich große elfenbeinfarbene und sahnige Schaumkrone, die durchschnittlich lange erhalten bleibt. Ein Bier wie gemalt.

Das Bier duftet nach dunkler Schokolade, Brotkrume und Karamell. Dabei ist die Süße bereits in der Nase sehr angenehm.

Der Antrunk ist recht süß, was gut zur reichlichen und kräftigen Carbonisierung passt. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Die Süße bleibt erhalten und eine leichte fruchtige Säure kommt dazu. Das Mundgefühl ist weich. Erst im Abgang kommt ein deutliches Bitter zum Vorschein, das durchschnittlich lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,9 % Vol.

Stammwürze:

13,5° Plato

Bittereinheiten:

15 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° Celsius

Brauerei:

Inh. Riegele KG
Frölichstraße 26
86150 Augsburg
www.riegele.de

Insel-Brauerei – Rumble IPA

Nun steht endlich mal wieder ein Bier aus der Insel-Brauerei in Rambin aus Rügen vor mir, in meinen Augen eine der besten Brauereien Deutschlands. Das Rumble IPA gehört zur Reihe IPA Expedition, einer Serie limitierter Biere. Vir mir steht die Flasche 14237 von 20000. Dass von diesem Bier lediglich 20000 Flaschen abgefüllt wurden beweist, dass dieses Bier seinen Titel „Seltenes Bier“ mit Fug und Recht trägt. 20000 Flaschen eines Bieres sind für eine Brauerei, die in fast jedem Supermarkt Deutschlands vertreten ist, wirklich nicht die Welt. Genug der Vorrede, jetzt ist es an der Zeit, die Flasche zu öffnen.

Rotgolden und hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse feste Schaumkrone hat einen leichten Stich ins elfenbeinfarbene und bleibt sehr lange erhalten. Kann die Optik eines Bieres perfekt sein? Falls ja, ist dieses Bier sehr nahe an der Perfektion.

Düfte nach Grapefruit, Zitrusschalen, Pinie und Vanille steigen mir in die Nase und machen Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist recht süß, was aber zur sehr feinperligen und doch kräftigen Kohlensäure passt. Auf der Zunge zeigt sich, dass die Süße erforderlich ist, um sich gegen die ungeheure Fruchtigkeit, die die Aromen widerspiegelt, und das kräftige Bitter durchzusetzen. Erstaunlich finde ich, dass das Bier zwar 60 Bittereinheiten aufweist, dass das Bitter sich aber nicht in den Vordergrund drängt und die anderen Geschmackseindrücke in den Hintergrund drängt. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bier trockener. Das Bitter wird jetzt noch kräftiger und klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Traubenzucker, Naturhopfen (Cascade, Mosaic, Citra, Centennial, Simcoe), Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Bittereinheiten:

60 IBU

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei TmgH
Hauptstr. 2c
18573 Rambin
www.insel-brauerei.de

Ols – Dunkel

Im niedersächsischen Oldenburg ist die Brauerei Ols beheimatet, von der jetzt das Dunkel vor mir steht, ein dunkles Lager. Die Brauerei beschreibt ihr Bier wie folgt: „In Anlehnung an die vielen norddeutschen Moore, haben wir ein dunkles, untergäriges Lagerbier gebraut: das Ols Dunkel. Neben dem hellen Pilsener Malz kommt dunkles Münchener Malz zum Einsatz und unterstreicht so das angenehm malzige Aroma und die mitteldunkle Farbe. Der dezent eingesetzte Hopfen sorgt für eine milde Bitterkeit. Das Ols Dunkel passt gut zu kräftigem Essen, wie einem saftigen Gulasch oder deftigen Rouladen.“ Nach dieser Beschreibung dürfte das Bier typisch norddeutsch sein, was mir durchaus entgegenkäme. Mal sehen, wie sich das Bier so macht.

Kupferfarben und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist recht klein, bleibt aber lange erhalten. Damit gefällt mir die Optik schon einmal.

Das Bier duftet nach Getreide und Karamell, dazu Trockenfrüchte und etwas Rübensirup.

Der Antrunk ist weniger süß als ich es erwartet habe und die Karbonisierung ist gut auf die Süße abgestimmt. Auf der Zunge spiegeln sich die Aromen wider. Obwohl praktisch keine Bitterstoffe zu schmecken sind, ist das Mundgefühl voll. Erst im Abgang spüre ich ein leichtes Bitter in der Kehle, das überraschend lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,0 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Bittereinheiten:

22 IBU

Brauerei:

Ols Brauerei GmbH
Stau 25/27
26122 Oldenburg
www.ols-brauerei.de

Leffe – Rituel 9°

Leffe selber beschreibt das Leffe Rituel 9° als „klassisches Meditationsbier“, was immer das auch sein mag. Tatsächlich ist das Rituel ein helles Strong Ale, das in bester belgischer Tradition steht.

Bernsteinfarben läuft das Bier ins Glas und bildet dabei eine leicht überdurchschnittlich große feinporige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Die Optik dieses Bieres finde ich schon mal sehr ansprechend.

Das Aroma ist malzbetont. Düfte nach Karamell steigen mir in die Nase, abgerundet durch blumige und würzige Düfte nach getrockneten Birnen, Banane, Nelken und Vanille.

Im Antrunk fällt als erstes die reichlich vorhandene feinperlige Kohlensäure auf, so dass die Süße erst danach zum Tragen kommt. Auf der Zunge steht der Geschmack nach frischen Bananen im Vordergrund, gemischt mit einem Malzbonbon. Auch wenn diese Beschreibung nicht sehr anregend klingt, gefällt sie mir auf der Zunge ausnehmend gut. Das Mundgefühl ist voll und rund. Der Abgang ist wenig bitter und auch hier steht die Banane im Vordergrund. Der Geschmack klingt lange nach.

Das Leffe Rituel 9° ist ein Bier mir viel Charakter, für dessen Genuss man sich Zeit nehmen sollte. Dazu noch ein Stück kräftiger Hartkäse und der Abend ist gerettet.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Mais, Gerste, Hopfen, Hopfenextrakt

Alkoholgehalt:

9 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

5° – 6° Celsius

Brauerei:

Brasserie de Leffe s.a./n.v.
Place de l’Abbaye 1
5500 Dinant
Belgien
www.leffe.com

Hildesheimer Braumanufaktur – Gesellensud Christopher Gieseke

Im Jahr 2016 wurde die Hildesheimer Braumanufaktur gegründet Mit dem „Gesellensud“, der jetzt vor mir steht, stellt der dort ausgebildete Brauer Christopher Giesecke sein eigenes Bier vor. Es handelt sich um ein Weizenbier mit einem Alkoholgehalt mit 5,3 Volumenprozent Alkohol.

Hell bernsteinfarben und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die anfangs üppige feinporige Schaumkrone fällt leider bis auf einen Rest recht schnell in sich zusammen.

Das Aroma ist malzbetont mit einer verhaltenen Fruchtigkeit nach Banane, ergänzt durch grasige und kräuterige Noten des Hopfens.

Der Antrunk ist recht süß und zeichnet sich durch wenig sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge ist das Bier nicht so fruchtig wie ich es erwartet hätte. Dafür ist das Bier kräftiger bitter, ohne dass dieser Geschmackseindruck übermäßig wird. Das Mundgefühl ist weich und voll, was zumindest teilweise an den verwendeten Haferflocken liegt. Der Abgang zeichnet sich durch ein leichtes freundliches Bitter mit überraschend langem Nachklang aus.

Alles in Allem ist Chistophers Gesellensud ein leckeres Weizenbier, das aus der Masse der Weizenbiere hervorsticht.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Haferflocken, Hopfen (Premiat, Hildesheimer Gartenhopfen), Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Brauerei:

Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeiffer & Malte Feldmann GbR
Goslarsche Landstr. 15
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de

Flying Dutchman – Rose Hipped Hibiscus Dipped Flower Power Funky Sour

So, da hat sich der Fliegende Holländer wieder ein ungewöhnliches Bier einfallen lassen, das einige angesehene Preise gewonnen hat, z.B. The International Beer Challenge 2017 sowie bei den World Beer Awards 2017, 2019 und 2020. Das Bier muss also etwas besonderes sein.

Aber was hat es mit diesem Namen auf sich? Und dann noch ein rosa Etikett! Mann, das muss offiziell das am mädchenhaftesten aussehende Bier aller Zeiten sein. Es wird mit Pilsner- und Weizenmalz und mit frischem Hagebuttensaft im Sudkessel gebraut. Das Bier reift auf Hibiskusblüten und französischen Eichenchips. Die zusätzliche Trockenhopfung mit Nelson Sauvin-Hopfen rundet es ab. Dann will ich doch mal sehen, ob diese ganze Arbeit sich auch gelohnt hat.

Kupferfarben und mit einer durchschnittlich voluminösen festen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt, präsentiert sich das Bier im Glas.

Das Aroma ist blumig mit einer angenehmen fruchtigen Säure sowie Noten nach Honig und Toffee. Das macht schon mal Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist durch die reichlich vorhandene Kohlensäure frisch und angenehm. Auf der Zunge verbreitet sich eine fruchtige Säure, die an grüne Äpfel erinnert. Aus dem Hintergrund kommen eine passend dosierte Süße sowie der unverkennbare Geschmack von Hibiskusblüten. Bitterstoffe kann ich nicht feststellen. Auch der Abgang ist mild und durch einen fruchtigen Nachklang geprägt.

Alkoholgehalt:

4,0 % Vol.

Bittereinheiten:

20 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

5° Celsius

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com

Maisel & Friends – Bourbon Bock 2021

Seit fünf Jahren stellt die Brauerei Maisel & Friends Jahrgangsbiere her, die in Holzfässern gereift wurden, in denen vorher Spirituosen lagerten. Eines dieser Biere ist der Boubon Bock, von dem jetzt der Jahrgang 2021 vor mir steht.

Die Reifung in den Fässern dauerte mehrere Monate. Die Fässer stammen aus verschiedenen namhaften amerikanischen Destillerien und auch ein paar frisch getoastete Eichenholzfässer kamen für das perfekte Ergebnis zum Einsatz, bevor das Bier in die auffälligen Flaschen mit 0,75 Liter Inhalt gefüllt wurde.

Kupferrot strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Die gemischtporige Schaumkrone fällt leider recht schnell in sich zusammen, aber die wunderbare Farbe des Bieres sorgt dafür, dass dies dem optischen Eindruck keinen Abbruch tut.

Das Aroma ist malzbetont, so dass die Düfte nach Whiskey und Karamell mir in der Nase kitzeln, ohne die anderen Aromen zu verdrängen. Im Gegenteil – es bleibt reichlich Platz für Düfte nach Holz, Waldhonig, Mandeln, Vanille sowie einige würzige Noten nach Pfeffer und Muskat. Diese Komposition ist betörend, so dass das Bier fast zu schade zum Trinken ist.

Wie erwartet ist der Antrunk süß und die feinperlige Kohlensäure ist sehr gut dosiert. Auf der Zunge gesellt sich noch der Geschmack nach Karamell zur Süße und verbindet sich mit den Aromen nach Honig, Holz und Vanille sowie einem ganz leichten Bitter zu einem Ganzen. Dazu wärmen die 8,0 Volumenprozent Alkohol. Das Mundgefühl ist voll und sehr weich. Auch der Abgang ist mild mit wenig Bitter. Dafür kommt jetzt die Vanille kräftiger durch. Das Bier klingt durchschnittlich lange nach.

Das streng limitierte Bier ist das perfekte Geschenk für jeden Bier- und Whiskeyliebhaber.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,0 % Vol.

Stammwürze:

18° Plato

Brauerei:

Brauerei Gebrüder Maisel KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfrends.com

Heinder Emmer Weizen

Emmer ist nicht jedem bekannt, daher hier erst einmal die Erklärung von Wikipedia, was das überhaupt ist: „Emmer, auch Zweikorn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Weizen. Er ist, zusammen mit Einkorn, eine der ältesten kultivierten Getreidearten. Diese Weizenart mit lang begrannten, meist zweiblütigen Ährchen wird heute in Europa kaum noch angebaut – wenn, dann im Wesentlichen der Schwarze Emmer. Daneben gibt es den Weißen und den Roten Emmer. Seine Stammform ist der Wilde Emmer.“

Das Emmer Weizen, das jetzt vor mir steht, stammt aus Heinde, einem Dorf einige Kilometer südlich von Hildesheim, also recht zentral in Niedersachsen gelegen. Dort haben sich sechs Bierenthusiasten zusammengefunden, um ihr eigenes Bier zu brauen und in der Region anzubieten. Bislang haben sie vier unterschiedliche Biere herausgebracht und jetzt steht das Emmer Weizen vor mir, ein mit Emmer veredeltes helles Weizenbier.

Bevor ich das Bier nun öffne werfe ich noch einen Blick auf die Etiketten. Bei der Zutatnelist efällt mir auf, dass dort lediglich Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hefe vermerkt sind. Weder Weizen noch Emmer werden dort erwähnt. Ich vermute mal, dass bei der Gestaltung des Etiketts einfach etwas schlampig gearbeitet wurde. Ich habe diese Entdeckung heute nach Heinde gemailt und sobald ich eine Antwort erhalten habe, werde ich diesen Artikel entsprechend ergänzen und korrigieren.

Bernsteinfarben und mit kräftiger Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die durchschnittlich voluminöse Schaumkrone ist fest und fällt nur langsam in sich zusammen. Alles in Allem ein Weizenbier wie gemalt.

Das Bier duftet nach Banane, Biskuitteig und Gewürznelken. Auch am Aroma kann ich wirklich nichts aussetzen.

Der Antrunk ist frisch und spritzig und obwohl die Kohlensäure feinperlig ist, ist sie doch kräftig. A uf der Zunge entwickelt sich eine fruchtige Säure, die an Zitronen erinnert, gepaart mit einer hintergrkündigen Süße und dem Geschmack der Hefe. Das Mundgefühl ist so voll und rund, dass ich vermute, dass das Emmer als Rohfrucht verarbeitet wurde. Die Fruchtigkeit ist auch im Abgang dominant und klingt recht lange in der Kehle nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,8 % Vol.

Stammwürze:

12,0° Plato

Bittereinheiten:

19 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Heinder Naturtrüb GbR
Wulfeskuhle 3
31162 Heinde
www.Heinder-naturtrueb.de

Flying Dutchman – Flip Flopped White Socked Strong Hopped White IPA

Nun steht mal wieder ein Bier des Fliegenden Holländers Ronald de Waal vor mir. Ein Niederländer, der in Finnland wohnt und zum Brauen sich in belgischen Brauereien einmietet. Damit vereint er drei große Biernationen, was sich auch durchaus in seinen Bieren niederschlägt.

Das Bier, das jetzt vor mir steht (ich spare es mir jetzt, den ganzen langen Namen erneut abzutippen), ist ein Weizen-IPA. Im Internet habe ich den Hinweis gefunden, dass beim Brauen dieses Bieres auch Orangenschalen, Koriander und Wacholderbeeren verwendet wurden. Auch wenn ich diesen Hinweis weder auf der Flasche noch auf Ronalds Website gefinden habe, bin ich doch gespannt, was ich von diesem Bier erwarten darf.

Golden und mit überraschend geringer Hefetrübung präsentiert sich das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist recht klein und fällt bis auf einen Rest recht schnell in sich zusammen.

Düfte nach Zitrus und Brotkrume, nach Karamell und Leder steigen mir in die Nase, abgerundet durch einige blumige Noten. Wusste Ronald hier nicht, was er wollte? Ich kann zumindest keine klar Linie erkennen.

Der Antrunk ist mäßig süß und besticht durch eine sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge gesellt sich ein kräftiges, dabei aber fruchtiges und freundliches, Bitter dazu. Außerdem spiegeln sich die Aromen auf der Zunge wider. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang wird das Bier trockener, das Bitter wird diskreter und klingt durchschnittlich lange nach.

Dieses IPA lässt sich auf jeden Fall gut trinken, aber von allen Bieren von Ronald, die ich bislang verkostet habe, gefällt mir dieses doch am wenigsten.

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Bittereinheiten:

55 IBU

Brauerei:

The Flying Dutchman Brewing Co.
Tapolanku 2
Vantaa
Finnland
www.flyingdutchmanbrewingcompany.com