Archiv der Kategorie: Craft Beer

Het Nest – Klevere Tien

Angeblich waren zwei Jahre Entwicklung und acht Testsude erforderlich, bis die Brauer in Oud-Turnhout mit dem Ergebnis ihrer Arbeit zufrieden waren und mit dem Bier, das jetzt vor mir steht, in Produktion gingen. Die 10 ist dabei Programm. Turnhout ist die Stadt der Spielkarten und Klevere Tien bezeichnet im örtlichen Dialekt die Kreuz 10. Außerdem enthält das Bier zehn Volumenprozent Alkohol und wurde zum zehnten Jahrestag des „Orden des Sperlingsspatzes“, einem Club von Bierbegeisterten, die die Biere der Brauerei Het Nest verkosten.

Die Brauerei beschreibt ihr Bier wie folgt: „Denken Sie an kalten Winterabend und fallenden Schnee … Klevertien mit seinem Kaffee- und Schokoladengeschmack wird Sie auf jeden Fall aufwärmen. Mit 10 Volumenprozent Alkohol ist dies das mit Abstand stärkste Bier von Het Nest. Die „10“ im Namen bezieht sich nicht nur auf den Alkoholgehalt, sondern auch auf den 10. Geburtstag des Bierverkostungsclubs.“

In sehr dunklem Rubin, beinahe schwarz, präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine hellbraune gemischtporige Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Ja, so gefällt mir ein Bier.

Das Bier duftet nach Espresso, wobei die Röstung des Malzes schon auf die Grenze des Machbaren gestoßen ist, denn das Aroma enthält auch deutliche verbrannte Noten. Aber das wird durch die anderen Aromen nach Waldhonig, Trockenfrüchten und Lakritz wieder wettgemacht. Auch der Duft des Alkohols steigt mir in die Nase.

Der Antrunk überrascht mich, denn er ist weniger süß als erwartet. Die fein perlende Kohlensäure ist zwar nur wenig vorhanden, aber irgendwie passt es doch. Auf der Zunge steht der Geschmack nach Espresso im Mittelpunkt. Außerdem schmecke ich Rosinen, Süßholz und Vanille. Eine leichte fruchtige Säure sowie die zunehmende Süße sorgen für ein schweres und samtiges Mundgefühl. Auch im Abgang bleibt die Süße erhalten und zusammen mit einem leichten freundlichen Bitter klingt sie sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Zucker, Kräuter

Alkoholgehalt:

10,0 % Vol.

Stammwürze:

20° Plato

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Brouwerij Het Nest
Beyntel 17
2360 Oud-Turnhout
Belgien
www.brouwerijhetnest.be

Insel-Brauerei – Baltic Farm

Das Farmhouse Ale ist ein alter belgischer Bierstil, der ursprünglich auf den Bauernhöfen für die Tagelöhner auf den Feldern gebraut wurde. Wir können wohl mit Fug und Recht davon ausgehen, dass es sich dabei früher um ein recht dünnes Bier mit manchmal zweifelhaftem Geschmack gehandelt hat. Heute sieht die Welt anders aus und das Farmhouse Ale ist ein Bierstil, der mit seiner Vielseitigkeit und Qualität zu begeistern weiß. Dies gilt insbesondere, wenn das Bier wie in diesem Fall aus einer Brauerei stammt, die für ihre hervorragenden Biere bekannt ist. Und wenn das Bier auch noch im Jahr 2020 sowohl bei den World Beer Awards als bestes deutsches Bier als auch bei Meiningers International Craft Bier Awards mit Gold ausgezeichnet wurde, kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Kupferfarben und hefetrüb strahlt mir das Bier aus dem Glas entgegen. Darüber prangt eine durchschnittlich große feste und schneeweiße Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. Optisch ist das Bier eine Pracht.

Das Aroma ist fruchtig. Düfte nach Mandarine und Orange, nach Melone und Biskuit steigen mir in die Nase. Dieser frische und appetitliche Duft macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk ist durch die Malzsüße sowie eine kräftige Kohlensäure geprägt. Schnell kommen der Geschmack der typischen belgischen Hefe sowie eine angenehme fruchtige Säure dazu, die durch ein leichtes Bitter begleitet wird. Zusammen mit einige würzigen Noten ergibt sich ein angenehmes und volles Mundgefühl. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter kommt in den Vordergrund. Der Geschmack klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Traubenzucker, Naturhopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

6,5 % Vol.

Brauerei:

Rügener Insel-Brauerei GmbH
Hauptstraße 2 c
18573 Rambin auf Rügen
www.insel-brauerei.de

Munich Brew Mafia – Gangster’s Paradise

Von der Munich Brew Mafia kommen Biere, die mich begeistern können. Selbst „Das kriminelle Helle“ der Münchener gehört zu den wenigen Hellen, die mich begeistern konnten. Dabei halte ich das Helle für den vermutlich langweiligsten Bierstil überhaupt. Jetzt steht aber das Gangster’s Paradise der Munich Brew Mafia vor mir, ein IPA. Bei dieser Brauerei kann ich meine Erwartungen wohl noch einmal kräftig nach oben schrauben. Darum will ich mich auch nicht lange mit der Vorrede aufhalten und öffne die Flasche.

Goldgelb und opalisierend präsentiert scih das Bier im Glas. Die durchschnittlich große feste Schaumkrone bleibt lange erhalten. So muss ein IPA aussehen.

Das Bier duftet nach Grapefruit und Waldhonig, dazu nach anderen süßen Südfrüchten und Vanille.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine mäßige Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure aus. Auf der Zunge wird die Fruchtigkeit kräftiger und die Aromen bilden einen ganzen Obstkorb. Dazu kommt ein freundliches Bitter, das zusammen mit den anderen Aromen zu einem vollen und runden Mundgefühl führt. Der Abgang ist für ein IPA erstaunlich mild, denn die Fruchtigkeit und etwas Süße bestimmen den Eindruck, während das Bitter etwas in den Hintergrund tritt. Der Geschmack klingt lange nach.

Das Gangster’s Paradise ist ein angenehm und einfach zu trinkendes IPA, das sicherlich auch Einsteigern in diesen Bierstil gefallen wird.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Chinook, Azacca und Mosaic), Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Stammwürze:

11° Plato

Brauerei:

MBM Braugesellschaft mbH
Gerhardstraße 7
81543 München
www.munichbrewmafia.de

Silly – Enghien d‘Hiver

In der Brasserie de Silly wird das Know-how des traditionellen Bierbrauens seit 1850 über sechs Generationen weitergegeben. Die Brauerei ist eine Referenz in Bezug auf Qualität. Die Brasserie de Silly bietet eine große Auswahl an belgischen Bieren. Die Biere werden nach traditionellen Methoden mit Zutaten gebraut, die auch eine deutsche Brauerei verwenden würde: reines Wasser, einzigartige Hefe, deren Geheimnis nur der Braumeister kennt, Hopfen und Malz.

Golden und leicht hefetrüb ist das Bier. Die schneeweiße Schaumkrone ist sehr voluminös und fällt auch nur sehr langsam in sich zusammen.

Das Bier duftet nach Karamell und Brotkruste, abgerundet durch würzige Noten des Hopfens.

Der Antrunk ist überraschend süß, was aber durch die reichlich vorhandene sehr feinperlige Kohlensäure abgemildert wird. Auf der Zunge gesellt sich ein leichtes Bitter dazu. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider und sorgen für eine angenehme Vollmundigkeit. Im Abgang wird das Bier trockener und das Bitter kommt in den Mittelpunkt. Der Geschmack klingt sehr lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

9,0 % Vol.

Empfohlene Genusstemperatur:

10˚ Celsius

Brauerei:

Brasserie de Silly
Rue Ville basse 2
7830 Silly
Belgien
www.silly-beer.com

Ols – Naturtrüb

In Oldenburg befindet sich direkt gegenüber dem Hafen die Brauerei Ols, aus der das Zwickl kommt, das jetzt vor mir steht und an das ich mich jetzt ohne große Vorrede machen werde.

Goldgelb und nur leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Die feinporige Schaumkrone ist klein und fällt schnell in sich zusammen. An der Optik sollten die Oldenburger wirklich noch etwas arbeiten.

Das Aroma ist malzbetont nach Getreide, abgerundet durch einige kräuterige Noten. Dazu kommt noch eine leichte Fruchtigkeit, eigentlich eher ein Hauch. Hier meine ich, Stachelbeeren zu riechen.

Der Antrunk besticht durch eine leichte Süße sowie eine sehr feinperlige Kohlensäure. Auf der Zunge entwickelt sich noch ein überraschend kräftiges Bitter, das sich aber nicht in den Vordergrund drängt, sondern den Aromen den Vortritt lässt, die ich bereits in der Nase festgestellt habe. Das Mundgefühl ist voll und weich. Der Abgang besticht durch ein freundliches leichtes Bitter mit langem Nachklang.

War das Bier auch anfangs etwas enttäuschend, wird es während des Genusses immer besser und kann am Ende wirklich begeistern.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,2 % Vol.

Brauerei:

Ols Braumanufaktur GmbH
Am Stau 25 – 27
26122 Oldenburg
www.ols-brauerei.de

Nothelfer Bio-Weisse

Das Vierzehnheiliger Bier wird bereits seit 1803 oberhalb der Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen gebraut – ein „Nothelfer“ im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wenn die Pilger oberhalb der Kirche aus dem Wald kommen, begeben sich nur die wenigsten sofort in die Kirche, sondern stärken sich zuvor lieber bei einem Seidla und einer hausgemachten Brotzeit. Seit die Familie Trunk 1989 als Brauerei übernahm und entsprechend modernisierte, fließen aus den Zapfhähnen nicht nur das weit bekannte Nothelfer Dunkle, sondern vom Bioweizen bis zu saisonalen Spezialitäten vielfältige unter- und obergärige Biere.

Sonnengelb und kräftig hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber prangt eine leicht überdurchschnittlich voluminöse feste Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. So muss ein Hefeweizen aussehen.

Das Bier duftet intensiv nach Banane und Birne, dazu das Aroma der Hefe, die an Biskuitteig erinnert.

Der Antrunk zeichnet sich durch eine leichte Süße aus. Die Kohlensäure ist eher knapp vertreten, dafür aber feinperlig und sanft. Auf der Zunge ist das Bier fruchtig nach Banane. Das Mundgefühl ist weich und samtig. Der Abgang ist durch ein mildes Bitter geprägt, das stärker ist als bei den meisten anderen Weizenbieren, aber durchaus noch stiltypisch. Der Geschmack klingt recht lange nach.

Zutaten:

Wasser, Weizenmalz, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

13° Plato

Brauerei:

Brauerei Trunk
Vierzehnheiligen 3
96231 Bad Staffelstein,
www.brauerei-trunk.de

Maisel & Friends – Stefan’s Indian Ale

Die Brauerei Maisel wurde 1887 in Bayreuth von Hans und Eberhart Maisel gegründet. Später übernahmen deren Söhne das Unternehmen, dann deren Enkel und heute wird diese Brauerei in der vierten Generation von den Brüdern Maisel geleitet und das recht erfolgreich. Mit ihrem Weißbier eroberten sie nicht nur Deutschland sondern machten das Weißbier auch international bekannt. Heute wird die Brauerei von Jeff Maisel geleitet, einer seiner Freunde ist Stefan Sattran.

Stefan Sattran ist ein Genussmensch durch und durch, eigentlich gehört seine Liebe dem Wein, er ist Sommelier und betreibt mit zwei Freunden mit großem Erfolg einen kleinen Weinberg bei Würzburg. Mit Jeff Maisel ist er bereits seit seiner Kindheit befreundet. Natürlich durfte der Weinliebhaber Stefan Sattran auch ein Bier interpretieren. Dieses Bier heißt Stefan`s Indian Ale, das die Brauerei als ein India Pale Ale mit einer angenehmen Hopfenbittere und einem fruchtig frischen Geschmacksprofil beschreibt.

Das Bier leuchtet mir in hellem Bernstein entgegen mit einer durchschnittlich großen sahnigen Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist fruchtig nach Grapefruit, Mandarine und Honig, wobei die süßen Noten des Malzes eher aus dem Hintergrund kommen und die Fruchtigkeit lediglich untersteichen.

Der Antrunk ist süßer als ich es aufgrund des Aromas erwartet habe und er belohnt mich mit einer reichlich dosierten Kohlensäure. Im Mittelpunkt steht aber auch hier wie im Aroma die Fruchtigkeit. Die Aromen spiegeln sich auf der Zunge wider und ein freundliches Bitter kommt dazu, das für ein IPA ungewöhnlich zurückhaltend ist. Das Mundgefühl ist weich und voll. Erst im Abgang wird das Bier trockener, ein Hauch Karamell taucht auf und das Bitter verstärkt sich. Der Geschmack klingt lange nach.

Stefan’s India Ale ist ein mildes IPA, das sich gut trinken lässt und das auch Konsumenten begeistern kann, denen IPAs ansonsten zu bitter sind.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

7,3% Vol.

Stammwürze:

17,3° Plato

Bittereinheiten:

40 IBU

Empfohlene Genusstemperatur:

8° – 10° Celsius

Brauerei:

Maisel & Friends
Brauerei Gebr. Maisel GmbH & Co. KG
Hindenburgstr. 9
95445 Bayreuth
www.maiselandfriends.com

Foxtown Beer Crew – Innerfox Tripel

Ich glaube, es gibt wenige Brauereien, die auf ihrer Website so wenig über sich preisgeben wie die Fox Beer Crew. Alles was ich über die Brauer weiß ist, dass es sich um vier Freunde handelt, die ihre gemeinsame Passion Bier ausleben. Es handelt sich dabei um Gipsy-Brauer. Das bedeutet dass sie sich bei anderen Brauereien einmieten, um dort ihre Biere zu brauen. Auf der Seite sind das Tripel und ein Quadrupel abgebildet, weitere Informationen über die Biere verrät Foxtown nicht.

Beim Innerfox Tripel handelt es sich um ein Weizenbier, wobei allerdings beim Brauen mehr Gersten- als Weizenmalz verwendet wird. Im Gegensatz zum Witbier kommen hier aber weder Koriander noch Bitterorangenschalen zum Einsatz.

Weizengelb und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Darüber bildet sich eine feinporige Schaumkrone, die recht lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist alkoholisch mit Düften nach Biskuitteig sowie einigen würzigen Noten.

Der Antrunk ist mäßig süß und wird durch eine sehr feinperlige und trotzdem kräftige Kohlensäure gekrönt. Auf der Zunge entwickelt die Hefe ihren überraschend kräftigen Geschmack. Dazu kommt eine leichte fruchtige Säure, die an Zitrusfrüchte erinnert. Dazu wärmt der Alkohol. Das Mundgefühl ist weich. Der Abgang ist leicht alkoholisch. Bitterstoffe sind stiltypisch nur wenig zu schmecken, aber der Abgang überrascht mit einem langen Nachklang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Zucker, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

8,3 % Vol.

Bittereinheiten:

40 IBU

Farbe:

10 EBC

Brauerei:

Craywinckelhof
Staatsbaan 263
3210 Lubbeek
Belgien
www.craywinckelhof.be/

nach einem Rezept von

FoxTown Beer Crew
Belgien
www.foxtown.be

Gold Ochsen – Ulmer Rotbock

Bereits seit dem frühen Mittelalter wird in Nürnberg Rotbier gebraut. Ich hatte schon immer den Verdacht, dass es sich dabei um einen roten Bock handelt, aber wenn ich einen Brauer aus Nürnberg danach gefragt habe, wurde diese Frage immer vehement verneint. Die dortigen Brauer legen absolut Wert auf die Feststellung, dass es sich beim Rotbier um einen eigenständigen Bierstil handelt. Jetzt habe ich die Bestätigung für meine Annahme erhalten – allerdings nicht aus Nürnberg, sondern aus Ulm. Die dortige Brauerei Gold Ochsen hat als Jahrgangsbier 2021 einen Rotbock kreiert, den Sie ausdrücklich in die Tradition des Rotbiers aus Nürnberg stellen.

Rubinrot und gefiltert präsentiert sich das Bier im Glas. Die cremefarbige gemischtporige Schaumkrone bleibt durchschnittlich lange erhalten.

Das Bier duftet stiltypisch intensiv nach Karamell, dazu einige würzige Noten und Pinie. Abgerundet wird das Aroma durch einige Zitrusnoten und roten Johannisbeeren sowie einem Duft, der an Gras erinnert. Dabei ordnen sich dem Karamellduft alle anderen Aromen unter.

Der Antrunk ist kraftig und süß mit der passenden Menge Kohlensäure. Die Süße bleibt auch auf der Zunge erhalten. Dazu kommt ein leichte aber deutliches Bitter. Das Mundgefühl ist schwer, fast dickflüssig. Dabei ist das Bier sehr schön ausgewogen. Im Abgang wird das Bier etwas trockener, ohne dass das Bitter zu sehr in den Vordergrund tritt. Der Geschmack klingt noch lange nach.

Das Bier ist sehr intensiv. Es eignet sich daher nicht, um es nebenbei zu trinken. Es ist aber ein perfekter Begleiter zu einem Dessert, beispielsweise zu einer Bayrisch Creme oder einer Mousse au Chocolat.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen (Tettnanger, Rottenburger, Petit Blanc, Perle)

Alkoholgehalt:

7,2 % Vol.

Brauerei:

Brauerei Gold Ochsen GmbH
Veitsbrunnenweg 3-8
89073 Ulm
www.goldochsen.de

Bergmann – Schwarz

Die Geschichte der Brauerei beschreibt Wikipedia so: „Die Brauerei Bergmann wurde 1796 von Wilhelm Dietrich Johann Bergmann im Dortmunder Stadtteil Rahm gegründet. 1966 hatte sie 109 Mitarbeiter und produzierte 96.000 Hektoliter Bier. Die Brauerei wurde 1971 von der Dortmunder Ritter Brauerei übernommen und 1972 als eigenständige Braustätte in der Rahmer Straße 262 geschlossen. An der Stelle der Braustätte ist heute ein Supermarkt, der über Fotos im Innern an den historischen Ort erinnert. Der ehemalige Braukeller, auf dem der Supermarkt steht, ist heute noch vorhanden, jedoch nicht öffentlich zugänglich. Die Markenrechte hielten die Rechtsnachfolger bis ins Jahr 2003 hinein.

2005 wurden die zuvor aufgegebenen Markenrechte an dem Namen Dortmunder Bergmann Bier vom Dortmunder Mikrobiologen Thomas Raphael für 300 Euro erworben, nachdem dieser zufällig in einer Online-Markendatenbank gesehen hatte, dass die Marke Bergmann für die ehemalige Braustätte in Dortmund-Rahm stand, jedoch nicht mehr vergeben war. Raphael reaktivierte anschließend die Marke, um die Rechte daran zu behalten. Nachdem er auf einer Feier im Jahr 2007, bei der ein Dortmunder Journalist anwesend war, die ersten Flaschen Exportbier verteilte, erschien ein großer Artikel in einer Samstags-Ausgabe der Ruhr Nachrichten. Aufgrund der anschließend überaus positiven Resonanz vieler Dortmunder fühlte sich Raphael bestärkt, die Brautätigkeiten auszuweiten. Gebraut wurden anfangs die Sorten Export, Spezialbier, Pils und Schwarzbier in der Brauerei Bosch. Das neue Unternehmen betreibt er seitdem mit seinem Geschäftspartner Herbert Prigge. Die Expansion wurde anfangs mit der Ausgabe von 30 Genussscheinen mit einem Gesamtwert von 210.000 Euro finanziert, die mit vier Prozent verzinst werden. Ende 2008 wurde im Dortmunder Hafen eine eigene Braustätte bezogen, in der ab der Fertigstellung im April 2010 die Craft Bier-Spezialitäten gebraut wurden . Seit 2017 wurde eine neue Braustätte im Gewerbegebiet Phoenix West im Dortmunder Stadtteil Hörde mit einer Kapazität von 5.000 Hektolitern in Betrieb genommen, in der alle Biersorten produziert werden.“

Intensiv schwarz präsentiert sich das Bier im Glas und hebt sich damit deutlich deutlich von vielen anderen Schwarzbieren ab, die eher wässrig aussehen. Die mittelbraune Schaumkrone ist feinporig und bleibt lange erhalten.

Düfte nach Schokolade, Karamell und Kaffee steigen mir in die Nase.

Der Antrunk ist mäßig süß und die Kohlensäure überzeugt durch ihre Sanftheit. Auf der Zunge kommt ein leichtes Bitter dazu und die Aromen spiegeln sich wider. Das Mundgefühl ist angenehm voll. Obwohl das Bitter auch in der Kehle nur leicht ist, klingt der Geschmack lange nach.

Das Schwarzbier von Bergmann ist angenehm und leicht zu trinken.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen

Alkoholgehalt:

5,3 % Vol.

Stammwürze:

13,2° Plato

Brauerei:

Bergmann Brauerei GmbH
Elias-Bahn-Weg 2
44263 Dortmund
www.bergmann-brauerei.de