Braumeister Dirk Paul ist der Elbe besonders verbunden. Nach einigen Anstellungen bei Lammsbräu und in der Brauerei Altstadthof in Nürnberg ist er in seine Heimatstadt zurückgekehrt und hat sich dort selbstständig gemacht. Das Stadtpils war das erste Bier, das er in eigener Regie gebraut hat und das in Hamburger Restaurants und Kneipen, aber auch im lokalen Handel und in Onlineshops angeboten wird. Und genau dieses naturtrübe Pils steht jetzt vor mir und wartet darauf, von mir verkostet zu werden.
Die Optik ist so, wie es das Etikett verspricht: ein helles und trübes Gold mit durchschnittlich viel feinporigem Schaum, der durchschnittlich lange erhalten bleibt.
Erst das Aroma hebt das Bier aus dem Durchschnitt heraus. Teigig duftet es, nach Gras und Blumen. Für ein Pils ist das Aroma durchaus ansprechend.
Der Antrunk ist spritzig frisch und recht trocken. Schnell gesellt sich ein angenehmes leichtes Bitter dazu, die auch etwas Fruchtigkeit mit sich bringt, allerdings so diskret, dass auch ein durchschnittlicher Verbraucher nicht abgeschreckt wird, für den „Bier wie Bier schmecken“ muss. Im Abgang verstärkt sich das Bitter noch einmal, es bleibt aber angenehm und klingt lange nach.
Zutaten:
Wasse, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe
Alkoholgehalt:
4,9 % Vol.
Stammwürze:
11,3 %
Brauerei:
Pauls Spezialitätenbrauerei & Destille GmbH
Jaffestr. 8
21109 Hamburg
www.elbpaul.de



Die kleine Hausbrauerei unterhalb der Nürnberger Burg rühmt sich, die erste Brauerei gewesen zu sein, die ausschließlich mit Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau gebraut hat. Ich kann Ihnen versichern, dass die Franken nicht nur bei den Zutaten auf die Auswahl achten, sondern auch beim Personal. Nur so ist die Qualität zu begründen, die mich bei jedem Besuch in Nürnberg wieder in die Brauereigaststätte zieht. Diesmal steht das Rotbier vor mir. Ich weiß nicht, wo dieser Bierstil ursprünglich herkommt. Den Anspruch, Erfinder des Rotbiers zu sein, beanspruchen sowohl die Nürnberger als auch die Hamburger für sich. Die meisten roten Biere gibt es allerdings in Belgien und eine Brauerei in den Niederlanden braut sogar ein rotes 
