Archiv der Kategorie: Craft Beer

St. Austell – Proper Job

Nun steht ein Bier aus St Austell in Cornwall vor mir. Ich erwarte, dass ich gleich ein ganz besonderes Bier verkosten werde, denn die Brauerei wurde in der Vergangenheit für ihre Biere vielfach ausgezeichnet. Im Jahre 2018 erreichte die Brauerei 35 unterschiedliche Auszeichnungen für ihre Biere, 2019 waren es immerhin noch 11 Auszeichnungen. Weshalb dieser Rückgang stattgefunden hat kann ich nicht sagen, aber die Liste ist wirklich beeindruckend. Aber kommen wir nun zum Bier.

Hellgolden fließt das Bier ins Glas und bildet dabei leicht überdurchschnittlich viel gemischtporigen Schaum, der lange erhalten bleibt.

Düfte nach Grapefruit, Zitronenschale, Mandarinen und Harz steigen mir in die Nase, unterstützt durch einige blumige Noten.

Der Antrunk ist wenig süß und angenehm herb. Allerdings ist die Kohlensäure für meinen Geschmack recht knapp dosiert. Auf der Zunge entwickelt sich das kräftige und angenehme Bitter, ohne die Fruchtigkeit zu überdecken, die die Aromen auf der Zunge widerspiegeln. Auch einige grasige Noten kann ich feststellen. Weniger gut gefällt mir der Abgang, der sich durch ein leichtes Bitter und geringe Fruchtigkeit auszeichnet, aber lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Maris Otter Pale), Hopfen (Willamette, Cascade, Chinook), Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

St Austell Brewery
63 Trevarthian
Rd St Austell, Cornwall
Großbritannien
www.staustellbrewery.co.uk

Onkel i Amerika

Kreuzfahrt auf der Hurtigruten gemacht hat. Dort ist die Austmann Bryggeri beheimatet, von der das Session IPA stammt, das jetzt vor mir steht.

Hell bernsteinfarben läuft das Bier ins Glas. Die gemischtporige Schaumkrone ist klein und fällt auch schnell in sich zusammen.

Düfte nach Grapefruit, Orangenschale, gelben Äpfeln und Vanille steigen mir in die Nase. Das Aroma ist ungewöhnlich, aber es gefällt mir auch.

Der Antrunk ist fruchtig und recht süß. Obwohl ich in der Regel kein großer Freund süßer Biere bin, gefällt dieses Bier von Anfang an. Auf der Zunge ist das Onkel i Amerika für ein Session IPA nur wenig bitter und die ungeheure Fruchtigkeit sorgt für eine hervorragende Drinkability. Auch der Abgang ist fruchtig und mild. Der Geschmack klingt lange nach.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

4,5 % Vol.

Brauerei:

Austmann Bryggeri AS
Bynesveien 48
7018 Trondheim

Brewdog – Nanny State

Obwohl Brewdog in auch Berlin braut, stammt das Nanny State, das jetzt auf seine Verkostung wartet, aus Schottland. Nicht einmal importiert hat Brewdog das Bier selbst, sondern als Importeur ist die Hamburg Beer Company GmbH aus der Kolumbusstraße in Hamburg angegeben. Der Name des Importeurs ändert aber selbstverständlich nichts an der Qualität des Bieres, mit dem wir uns jetzt beschäftigen wollen.

Im Glas präsentiert sich das Nanny State in einer dunklen Mahagonifarbe und das Bier wird durch eine hellbraune cremige Schaumkrone vervollständigt, die lange erhalten bleibt.

Das Aroma ist fruchtig. Düfte nach Zitrusfrüchten, Mango und Ananas steigen mir in die Nase, aber auch ein Hauch Zitronenschale spielt mit seinen herberen Noten mit.

Frisch und spritzig sind die Eindrücke, die das Bier beim ersten Kontakt mit der Zunge vermittelt. Nachdem das Aroma sehr intensiv gewesen ist, hätte ich auch einen ebenso vollen Geschmack erwartet. Aber wie bei (fast) allen alkoholfreien Bieren ist auch hier der Geschmack etwas schlank. Die Aromen spiegeln sich aber auf der Zunge wider. Was mir gefällt ist die relative Trockenheit des Nanny State, die mit einem angemessenen Bitter daherkommt. Das Bitter wird im Abgang kräftiger und klingt lange nach.

Auch wenn meine Beschreibung eventuell nicht so klingt – das Nanny State ist eindeutig in der Spitzengruppe der alkoholfreien Biere einzuordnen. Ach ja, falls Sie versuchen wollen, das Bier nachzubrauen, finden Sie das Rezept für 20 Liter hier.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Roggenmalz, Hopfen (Amarillo Simcoe Cascade Columbus Centennial), Hefe

Alkoholgehalt:

0,5 % Vol.

Stammwürze:

7,5° Plato

Bittereinheiten:

45 IBU

Empfohlene Trinktemperatur:

8 – 10° C

Brauerei:

BrewDog plc
Balmacassie Commercial Park
Ellon AB 41 8BX
Großbritannien
https://www.brewdog.com/eu_de/

Braustüb‘l Mokka Stout

Das Bier, das jetzt vor mir steht, stammt aus dem hessischen Darmstadt, genauer gesagt aus der Brauerei Braustüb’l. Die Brauerei ist Mitglied bei den freien Brauern, was schon eine ganz Menge über das Unternehmen aussagt. Es muss unter anderem inhabergeführt sein und in der eigenen Region eine führende Rolle spielen. Von den freien Brauern kommen etliche Biere, die mir wirklich gut schmecken, so dass ich mich jetzt wirklich auf dieses Bier freue.

Blickdicht schwarz fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine große mittelbraune und sahnige Schaumkrone, die sehr lange erhalten bleibt. So lobe ich mir ein Stout.

Das Aroma ist sehr komplex. Ich rieche Düfte nach dunkler Schokolade, unterstützt durch Aromen nach Trockenfrüchten und Birnendicksaft. Dieses sehr angenehme Aroma macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der erste Kontakt mit der Zunge offenbart eine kräftige Süße, zu der ich mir etwas mehr Kohlensäure wünschen würde. Aber das Mundgefühl ist von Anfang an weich und rund. Auf der Zunge steht dann die die Fruchtigkeit im Vordergrund, während der Geschmack der Schokolade, den ich eigentlich erwartet hatte, in den Hintergrund tritt und der Fruchtigkeit die nötige Fülle verleiht. Während sich das Bier im Mund erwärmt kommen auch immer mehr Kaffeenoten hervor. Der Abgang ist mild und fruchtig und der Nachklang ist nicht allzu lang.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Caramünch, Carabelge, Röstmalz, Spalter Select), Hopfen

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Alkoholgehalt:

6,2 % Vol.

Stammwürze:

16,9° Plato

Bittereinheiten:

30 IBU

Brauerei:

Darmstädter Privatbrauerei GmbH
Goebelstr. 7
64293 Darmstadt
www.unser-braustuebl.de

Brugse Zot dubbel

Der Name des Brugse Zot, das jetzt vor mir steht, geht auf eine Legende zurück. Den Brugse Zot gibt es bereits seit dem Mittelalter er fußt auf der Legende von Maximilian von Österreich. Nach dem Tod seiner Gemahlin Maria von Burgund im Jahr 1482 erbte Maximilian die Herrschaft über die mittelalterlichen Niederlande. Einige der niederländischen Provinzen waren Maximilian feindlich gesinnt, und das war in Brügge nicht anders. Die Regierung Maximilians war hart und die Steuern waren hoch, was zu öffentlicher Unzufriedenheit führte.

Als Maximilian 1488 Brügge besuchte, beschloss das Volk, sich aufzulehnen. Sie konnten ihren Monarchen für mehr als vier Monate in Brügge einsperren. Aus Rache verhängte Maximilian ein Verbot, Feste und Messen zu organisieren. Um ihn zu beruhigen, beschlossen die Brügger, eine Feier zu Ehren Maximilians zu organisieren. Danach baten sie ihn um die Erlaubnis, eine neue psychiatrische Klinik zu bauen. Maximilian riet ihnen, die Tore von Brügge einfach zu schließen, da die Stadt bereits voller Narren sei. Seit diesem Tag sind die Einwohner als „die Narren von Brügge“ bekannt, und dieser Spitzname wird in der Stadtgeschichte mehrmals verwendet. Die Brauerei De Halve Maan fand eine freche Art und Weise, die Brügger an ihre Geschichte zu erinnern und nannte das Stadtbier Brugse Zot. Nun ist es aber an der Zeit, die Flasche zu öffnen.

Dunkel mahagonifarben fließt das Bier ins Glas und bildet dabei sehr viel hellbraunen sahnigen Schaum, der sehr lange erhalten bleibt. An der Optik gibt es schon mal nichts zu meckern.

Das Bier duftet malzbetont nach Karamell, unterstützt durch Aromen nach Honig, Mandeln und dunkler Schokolade. Das macht richtig Lust auf den ersten Schluck.

Der Antrunk überrascht durch eine geringe Süße und der erste Eindruck, den das Bier beim ersten Kontakt mit der Zunge hinterlässt, ist der der reichlich dosierten Kohlensäure. Auf der Zunge wird die Süße des Malzes stärker und sie wird durch eine leichte fruchtige Säure unterstützt. Leider schmecken die 7,5 Volumenprozent Alkohol deutlich durch. Der Abgang ist in der Kehle überraschend neutral, während das Bier auf der Zunge noch lange nachklingt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Saazer), Hefe, Kandiszucker

Alkoholgehalt:

7,5 % Vol.

Stammwürze:

16,5° Plato

Farbe:

75 EBC

Empfohlene Genusstemperatur:

8° C

Brauerei:

Brouwerij De Halve Maan
Walplein 26
8000 Brügge
Belgien
www.brugsezot.be

Starkstrampler

Jetzt steht wieder einmal ein Bier aus der Hildesheimer Braumanufaktur vor mir. Auf dem Etikett ist das Logo der Hell Death Riders abgedruckt, das stark an die Logos verschiedener Rockergruppen erinnert. Tatsächlich sehen auch die Mitglieder der Gruppe entsprechend aus. Allerdings sind sie nicht auf Harleys unterwegs, sondern auf ihren Fahrrädern. Mehr zu dieser Gruppe finden Sie auf Facebook, wir wollen uns jetzt aber lieber mit dem Bier befassen.

Golden und klar präsentiert sich das Bier im Glas. Die größtenteils feinporige Schaumkrone ist durchschnittlich groß und bleibt sehr lange erhalten.

Das Bier duftet nach Toffee, unterstützt durch grasige Noten.

Der Antrunk ist recht süß und die Kohlensäure wirklich sanft. Auf der Zunge übernehmen die Bitterstoffe das Kommando und rücken die Süße weitgehend in den Hintergrund. Trotzdem ist dieses schwere Bier süffig und vollmundig. Der Abgang zeichnet sich durch ein freundliches Bitter mit langem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Hopfen (Saazer, Premiant, Tettnanger), Hefe

Alkoholgehalt:

6,7 % Vol.

Brauerei:

Hildesheimer Braumanufaktur
Jan Pfeiffer & Malte Feldmann GbR
Goslarsche Landstr. 15
31135 Hildesheim
www.hildesheimer-braumanufaktur.de

Gruut Blond

Die Genter Stadtbrauerei Gruut wurde 2009 von Annick De Splenter gegründet. Die Liebe fürs Brauen hat sie im Blut, den sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits war man in der Brauerwelt aktiv. Sie braut in ihrem Unternehmen Grutbier, ein Bierstil, der vor der Einführung des Hopfens allgemein üblich war. Statt des Hopfens wird eine Kräutermischung verwendet, die die Stadtbrauerei aber geheim gehalten wird. Auch in Deutschland brauen einige Craft-Brauer Grutbier, die Besonderheit der Brauerei in Gent ist aber, dass dort fünf unterschiedliche Grutbiere gebraut werden: Gentse Gruut Wit, Gentse Gruut Blond, Gentse Gruut Amber, Gentse Gruut Bruin und Gentse Gruut Inferno. Jetzt steht das Gruut Blond vor mir.

Golden und leicht hefetrüb präsentiert sich das Bier im Glas. Der sahnige Schaum ist durchschnittlich voluminös und er bleibt sehr lange erhalten. So gefällt mir die Optik.

Düfte nach Biskuit steigen mir in die Nase, dazu eine Note Limone, Koriander und andere Kräuter, die ich aber nicht identifizieren kann.

Der Antrunk ist leicht süß, dabei prickelnd und frisch. Auf der Zunge kommt der Geschmack nach Koriander in den Vordergrund, unterstützt durch Melisse und Minze. Mir erscheint der Geschmack nicht ganz rund, denn mir fehlt das Bitter des Hopfens. Im Abgang werden die Kräuternoten noch kurz etwas kräftiger, aber sie klingen nur kurz nach.

Das Gruut Blond ist ein schönes leichtes Bier für den Sommer und passt sicher gut zu Gerichten mit gebratenem Tofu.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz, Gewürze, Hefe

Alkoholgehalt:

5,5 % Vol.

Brauerei:

Gentse Stadsbrouwerij GRUUT
R. Dodoensdreef 1
8000 Gent
Belgien
www.gruut.be

Wychwood Imperial Red

Lange hatte ich kein Bier aus Großbritannien vor mir, aber jetzt ist es so weit. Die Brauerei beschreibt das Bier so: „Fürchten Sie sich nicht vor dem kaiserlichen Roten, der in Frieden kommt, um Ihre Geschmacksknospen mit seinem robusten und doch saftigen Bier zu befreien.“ Na gut, da hat sich das Bier ja richtig etwas vorgenommen. Mal sehen, ob es seine Pläne in die Realität umsetzen kann.

Mahagonifarben und gefiltert fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine kleine elfenbeinfarbene Schaumkrone, die durchschnittlich schnell in sich zusammenfällt. Die Optik ist also noch steigerungsfähig.

Das Aroma wird durch das Malz und seine Röststoffe geprägt. Ich rieche süße Düfte nach Toffee, dazu etwas Nuss sowie einige würzige Noten. Jetzt gefällt mir das Bier schon besser.

Wie erwartet ist der Antrunk recht süß, aber durch die sehr feinperlige Kohlensäure ist er doch angenehm. Auf der Zunge breitet sich der Geschmack nach Karamell aus, dazu ein leichtes angenehmes Bitter, unterstützt durch würzige Noten und ein geringes Sauer. Das Mundgefühl ist glatt und nicht ganz voll. Im Wesentlichen erfüllt das Bier meine Erwartungen, die es durch sein Aroma geweckt hat. Im Abgang wird es trockener und zeichnet sich durch ein leichtes Bitter mit erstaunlich langem Nachklang aus.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pale, Dark Crystal, Cara), Hafermalz, Hopfen (Chinook, Bramling X, Styrian), Hefe

Alkoholgehalt:

4,7 % Vol.

Farbe:

18 EBC

Brauerei:

Wychwood Brewery
The Crofts
Witney
Oxfordshire OX28 4DP
Großbritannien
www.wychwood.co.uk

Nittenauer Amanda

Das Amanda Zwickel Pils ist eine Kollaboration der italienischen Brauerei Birrificio Emiliano aus Anzola Emilia und dem Brauhaus Nittenau.

Satt goldgelb fließt das Bier ins Glas und bildet dabei eine durchschnittlich große Schaumkrone, die lange erhalten bleibt. Auffällig sind die relativ wenige Hefe und die sehr agile Kohlensäure. Die Optik dieses Biers gefällt mir durchaus.

Noch mehr begeistert bin ich aber vom Aroma. Düfte nach Zitrusfrüchten, vor allem Mandarine, anderen Südfrüchten und Birne steigen mir in die Nase, abgerundet durch die Süße des Malzes sowie einige grasige Noten. Das macht doch richtig Lust auf den ersten Schluck.

Beim ersten Kontakt mit der Zunge ist das Bier angenehm süß und fruchtig. Als sich das Bier auf der Zunge verteilt kommt noch ein gut abgestimmtes Bitter dazu. Die Fruchtigkeit ist sehr kräftig, spontan kann ich mich an kein fruchtigeres Bier erinnern. Ich schmecke Zitrusfrüchte, Ananas und Mango. Das Mundgefühl ist voll und rund. Im Abgang ist lässt das Bitter etwas nach und die Fruchtigkeit übernimmt das Kommando mit langem Nachklang.

Spontan dachte ich, dass dieses sehr süffige Bier ideal für den Sommer ist und zu Flammkuchen, hellem Fisch und Muscheln passt.

Zutaten:

Wasser, Gerstenmalz (Pilsener Malz Cara Malz), Hopfen (Mosaic Hallertauer Tradition), Hefe

Alkoholgehalt:

5,1 % Vol.

Bittereinheiten:

37 IBU

Brauerei:

Brauhaus Nittenau
Wulkersdorfer Straße 4
93149 Nittenau
www.nittenauer-bier.de

BierSelect

Musketeers – Jack’s Precious IPA

Fragen Sie sich jetzt eventuell, wer Jack ist, der Namensgeber des Biers, das jetzt vor mir steht? Die Brauerei erklärt es (Übersetzung aus dem Niederländischen von mir): „1904 musste der Zoo in Gent schließen, und Jack, der asiatische Elefant, wurde an Siske, einen sogenannten „Gistmarchand“ oder Hefehändler, verkauft. Er versuchte, den Elefanten in England zu verkaufen, aber dieser Plan scheiterte und das arme Tier landete in einer holländischen Wurstfabrik. Ob Jack tatsächlich zu Würstchen verarbeitet wurde ist nicht überliefert. Klar ist, dass die Legende von Jack über die Jahrzehnte hinweg viel Gesprächsstoff geliefert hat. Und genau das ist es, was das neue, bittere India Pale Ale der Musketier-Brauerei sein soll: ein Bier, über das man spricht.

Hellgelb und leicht hefetrüb fließt das Bier ins Glas. Die Schaumkrone ist durchschnittlich ausgeprägt und grobporig. Und jetzt überrascht mich das Bier zum ersten Mal, denn trotzdem bleibt der Schaum lange erhalten.

Das Aroma ist blumig mit Anklängen von Grapefruit, aber auch einige herbe Töne steigen mir in die Nase.

Als das Bier erstmals auf die Zunge trifft wartet die zweite Überraschung auf mich, denn das Bier ist überraschend süß. Und obwohl die Kohlensäure recht knapp dosiert ist, erscheint das Bier angenehm und weich. Erst als sich das Bier auf der Zunge verteilt, kommt ein angenehmes und freundliches Bitter dazu, auch wenn die Fruchtigkeit noch etwas stärker ausgebildet ist. Zusammen sorgen sie dazu, dass das Jack’s Precious IPA vollmundig und süffig ist. Der Abgang ist für ein IPA überraschend mild, trotzdem klingt er lange nach.

Zutaten:

Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen, Hefe

Alkoholgehalt:

5,9 % Vol.

Bittereinheiten:

50 IBU

Farbe:

20 EBC

Empfohlene Trinktemperatur:

5° – 8° Celsius

Brauerei:

Brouwerij The Musketeers
Reepstraat 20B
9170 Sint-Gils-Waas
Belgien
www.themusketeers.be